Vorrichtung zur Umwandlung von Zahlen in Residuendarstellung
bezüglich bestimmter Moduli in positionsnotierte Zahlen.
Die Erfindung wird anhand der Figuren in der nachfolgenden
Beschreibung beispielhaft näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 in schematischer perspektivischer Darstellung ein
Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung,
Fig. 2 in schematischer Darstellung ein Beispiel einer
herkömmlichen Erzeugung einander überlagerter
Interferenzmuster, wie sie dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1
verwendet werden kann,
Fig. 3 in stark schematisierter Blockdarstellung das
Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 in Verbindung mit
ebenfalls als Block dargestellten Einrichtung nach Fig.
2 zur Erzeugung der den Residuenzahlen entsprechenden
Interferenzmuster,
Fig. 4 in einem Blockschaltbild eine erste Weiterbildung der
Erfindung in Form einer Anordnung aus zwei
Vorrichtungen nach Anspruch 3 und einer Nachschlagetabelle
(look up table), und
Fig. 5 in einem Blockschaltbild eine zweite Weiterbildung
der Erfindung in Form einer Anordnung aus zwei
Vorrichtungen nach Fig. 3, zwei Nachschlagetabellen und
einer Einrichtung zum Kombinieren von Zahlen, die in
den beiden Nachschlagetabellen adressiert worden
sind.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 sind in der
definierten, beispielsweise ebenen Referenzfläche 11 zwei
beispielsweise zueinander senkrecht stehende Reihen 13 aus mehreren
optoelektrischen Schwellenwert-Detektoren 130 angeordnet, von
denen beispielsweise eine Reihe 13 in einer horizontalen
ersten Richtung r1 und die andere in einer vertikalen zweiten
Richtung r2 verläuft, so daß die einzelnen Detektoren 130
jeder Reihe 13 in der ersten bzw. zweiten Richtung r1 bzw. r2
aufeinanderfolgend angeordnet sind.
Jede der beiden Reihen 13 aus Detektoren 130 dient jeweils
zum Empfang einander überlagerter Interferenzmuster 12, die
beispielsweise mit je einer herkömmlichen Einrichtung 10 nach
Fig. 2 erzeugt werden können.
Die beispielsweise der horizontalen ersten Reihe 13
zugeordnete Einrichtung 10 erzeugt in der Referenzfläche 11 für
jeden einzelnen ersten Modul aus einer Anzahl bestimmter erster
Moduli, beispielsweise den ersten Moduli M1 und M2, je ein
diesem ersten Modul umkehrbar eindeutig zugeordnetes
periodisches ersten optisches Interferenzmuster mit in der allen
diesen Moduli M1, M2 gemeinsam zugeordneten horizontalen
ersten Richtung r1 parallel zur Referenzfläche 11
aufeinanderfolgenden äquidistanten Lichtintensitätsmaxima. Die der
vertikalen Reihe 13 zugeordnete Einrichtung 10 erzeugt in der
Referenzfläche 11 für jeden einzelnen zweiten Modul aus einer
Anzahl bestimmter zweiter Moduli, beispielsweise den zweiten
Moduli M3 und M4, je ein diesem zweiten Modul umkehrbar
eindeutig zugeordnet es periodisches zweites optischer
Interferenzmuster mit in der allen zweiten Moduli M3, M4 gemeinsam
zugeordneten vertikalen zweiten Richtung r2 parallel zur
Referenzfläche 11 aufeinanderfolgenden äquidistanten
Lichtintensitätsmaxima.
Jede dieser Einrichtungen 10 erzeugt die Interferenzmuster in
der Referenzfläche 11 beispielsweise so, daß ein dem einen
ersten oder zweiten Modul M1 bzw. M3 zugeordneter Laserstrahl
101 in der Referenzfläche 11 mit einem Referenzlaserstrahl
103 und ein dem anderen ersten oder zweiten Modul M2 bzw. M4
zugeordneter Laserstrahl 102 in der Referenzfläche 11 mit
einem zweiten Referenzlaserstrahl 104 überlagert wird.
Die Wellenlängen der Laserstrahlen 101 bis 104 sind
verschieden voneinander so gewählt, daß der in der horizontalen
ersten bzw. vertikalen zweiten Richtung r1 bzw. r2 gemessene
Abstand zwischen den Intensitätsmaxima jedes ersten bzw.
zweiten Interferenzmusters mit einer für alle ersten bzw.
zweiten Moduli gleichen Proportionalitätskonstanten a
proportional zum Zahlenwert des diesem ersten Interferenzmuster
zugeordneten ersten bzw. zweiten Moduls ist. Die ersten bzw.
zweiten Interferenzmuster aller ersten bzw. Moduli werden in
der Referenzfläche 11 einander inkohärent überlagert. Diese
einander überlagerten Interferenzmuster 12 ergeben über jeder
Reihe 13 ein örtliches Intensitätsmuster, wie es aus der Fig. 2
hervorgeht. Wenn auf einer lichtempfindlichen
Empfangsfläche 131 eines ersten oder zweiten Detektors 130Intensitätsmaxima sämtlicher ersten bzw. zweiten Interferenzmuster
einander überlagert sind, hat das örtliche Intensitätsmuster
an dieser Stelle ein absolutes Maximum, so wie es bei der
Stelle 121 in Fig. 2 der Fall ist.
Die einzelnen ersten bzw. zweiten Interferenzmuster sind
überdies individuell in Abhängigkeit von mit den ersten bzw.
Moduli gebildeten Residuenzahlen R1, R2 bzw. R3, R4 in der
ersten bzw. zweiten Richtung r1 bzw. r2 und entgegengesetzt
zu dieser ersten bzw. zweiten Richtung verschiebbar. Dies
kann in bekannter Weise durch Phasenschieber 105 und 106
bewerkstelligt werden, die in den Laserstrahlen 101 und 102
angeordnet sind.
Besonders günstige Interferenzmuster lassen sich mit einer
Einrichtung 10 erzeugen, wie sie aus der DE 39 08 133 A1 (GR
89 P 8015 DE) hervorgeht. In der Fig. 2 dieser Druckschrift
sind solche Interferenzmuster mit 600, 610, 620 und 630
bezeichnet. Die einander überlagerten Interferenzmuster sind
bei 700 dargestellt. Die Reihe 13 aus Detektoren 130 wäre in
dem Maßstab 800 anzuordnen, wobei der Abstand zwischen zwei
Strichen dieses Maßstabes der Proportionalitätskonstanten a
entspricht. Es sei in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen,
daß bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung die Anzahl der
ersten Moduli, die im Beispiel gleich 2 ist, eine beliebige
Zahl sein kann. Ebenso kann die Anzahl der zweiten Moduli,
die im Beispiel ebenfalls gleich 2 ist, eine beliebige Zahl
sein. Wichtig ist nur, daß alle ersten und zweiten Moduli
Primzahlen sind, die untereinander verschieden sind.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung nach Fig. 1 weist eine
Reihe 14 aus mehreren, jeweils durch ein elektrisches
Schaltsignal einschaltbaren, den in der ersten Richtung r1
aufeinanderfolgenden ersten Detektoren 130 umkehrbar eindeutig
zugeordneten ersten Lichtquellen 140 zur Erzeugung mehrerer auf
eine definierten weitere Referenzfläche 21 gerichteter erster
Lichtstrahlen 141 auf, die in der weiteren Referenzfläche 21nebeneinander verlaufende, vertikale erste Lichtstreifen 142
erzeugen. Überdies weist die Vorrichtung 1 eine Reihe 14 aus
mehreren, jeweils durch ein elektrisches Schaltsignal
einschaltbaren, den in der zweiten Richtung r2
aufeinanderfolgenden zweiten Detektoren 130 umkehrbar eindeutig zugeordneten
zweiten Lichtquellen 140 zur Erzeugung mehrerer auf die
weitere Referenzfläche 21 gerichteter zweiter Lichtstrahlen 141
auf, die in der weiteren Referenzfläche 21 nebeneinander
verlaufende und horizontale zweite Lichtstreifen 143 erzeugen.
Jeder erzeugte erste Lichtstreifen 142 und jeder erzeugte
zweite Lichtstreifen 143 kreuzen in sich der weiteren
Referenzfläche 21 in einem Kreuzungspunkt 15.
Jeder der in der ersten Richtung r1 aufeinanderfolgenden
ersten Detektoren 130 und jeder der in der zweiten Richtung r2
aufeinanderfolgenden zweiten Detektoren 130 ist derart
ausgebildet, daß jeder erste Detektor 130 ein elektrisches
Schaltsignal zum Einschalten der diesem ersten Detektor 130
zugeordneten ersten Lichtquelle 140 nur dann erzeugt, wenn auf
der lichtempfindlichen Empfangsfläche 131 dieses ersten
Detektors 130 Intensitätsmaxima sämtlicher ersten
Interferenzmuster einander überlagert sind, daß jeder zweite Detektor
130 ein elektrisches Schaltsignal zum Einschalten der diesem
zweiten Detektor 130 zugeordneten zweiten Lichtquelle 140 nur
dann erzeugt, wenn auf der lichtempfindlichen Empfangsfläche
131 dieses zweiten Detektors 130 Intensitätsmaxima sämtlicher
zweiter Interferenzmuster einander überlagert sind.
Jedem Kreuzungspunkt 15 eines ersten und zweiten
Lichtstreifens 142 und 143 in der weiteren, beispielsweise ebenen
Referenzfläche 21 ist umkehrbar eindeutig je eine
positionsnotierte Zahl zugeordnet. Die Anzahl dieser Kreuzungspunkte 15
und damit die Anzahl der positionsnotierten Zahlen ist gleich
der Anzahl der ersten Detektoren 130 multipliziert mit der
Anzahl der zweiten Detektoren 130 und damit bedeutend höher
als bei einer herkömmlichen Vorrichtung. Die Anzahl der
ersten Detektoren 130 wird vorzugsweise größer oder gleich dem
Zahlenwert des Produkts aus allen ersten Moduli gewählt. Die
Anzahl der zweiten Detektoren 130 wird vorzugsweise größer
oder gleich dem Zahlenwert des Produkts aus allen zweiten
Moduli gewählt.
Bei dem Ausführungsbespiel nach Fig. 1 ist
vorteilhafterweise in der weiteren Referenzfläche 21 in jedem
Kreuzungspunkt 15 eines ersten und zweiten Lichtstreifens 142 und 143
je ein dritter optoelektrischer Schwellwert-Detektor 151
angeordnet. Jedem dieser dritten Detektoren 151 ist umkehrbar
eindeutig je eine durch ein elektrisches Schaltsignal
einschaltbare kohärente Lichtquelle 152 zugeordnet, wobei jeder
dritte Detektor 151 derart ausgebildet ist, daß dieser dritte
Detektor 151 ein elektrisches Schaltsignal zum Einschalten
der diesem dritten Detektor 151 zugeordneten kohärenten
Lichtquelle 152 nur dann erzeugt, wenn sich auf einer
lichtempfindlichen Empfangsfläche 1510 dieses dritten Detektors
151 ein realer erster und zweiter Lichtstreifen 142 und 143
kreuzen.
Überdies ist eine holographische Speichereinrichtung 22 mit
mehreren einzelnen Hologrammen 221 vorgesehen, wobei jedes
einzelne Hologramm 221 umkehrbar eindeutig je einer der
kohärenten Lichtquellen 152 zugeordnet ist und eine Zahl in einer
vorgegebenen Darstellung speichert. Diese gespeicherte Zahl
ist durch einen von der diesem einzelnen Hologramm 221
zugeordneten eingeschalteten kohärenten Lichtquelle 152 erzeugten
und auf dieses einzelne Hologramm 221 treffenden kohärenten
Lichtstrahl 125 rekonstruierbar, wobei diese Zahl der dem
Kreuzungspunkt 15 zugeordneten positionsnotierten Zahl
entspricht, dem die kohärente Lichtquelle 152 umkehrbar
eindeutig zugeordnet ist.
Die in einem einzelnen Hologramm 221 gespeicherte Zahl ist
vorzugsweise binär in Form eines Bitmusters 30 gespeichert,
so daß die rekonstruierte Zahl durch ein solches Bitmuster 30
repräsentiert ist. Jedes dieser Bitmuster 30 wird
vorzugsweise auf einer definierten, allen einzelnen Hologrammen 221
gemeinsam zugeordneten Rekonstruktionsfläche 31 in einem
vorbestimmten begrenzten Bitraster 310 rekonstruiert, wobei in
jeder Bitstelle 311 des Bitrasters 310 vorzugsweise ein
optoelektrischer Detektor angeordnet ist, so daß sich in der
Rekonstruktionsfläche 31 eine Reihe oder Zeile aus
optoelektrischen Detektoren zur Umwandlung des optischen Bitmusters 30
in ein entsprechendes elektrisches Bitmuster befindet.
Der erfindungsgemäßen Vorrichtung nach Fig. 1 liegt folgende
Erkenntnis zugrunde. Wenn eine Zahl Z durch 2m Residuenwerte
R1 bis R2m, die zu den Moduli M1 bis M2m korrespondieren,
dargestellt ist, können in einem ersten Schritt Paare zweier
Moduli, beispielsweise M1 und M2, M3 und M4 bis M(2m-1) und
M2m gebildet werden. Jedes Paar Moduli wird dann so
behandelt, als stünde es allein und das korrespondierende Paar
Residuen wird in eine Dezimalzahl umgewandelt. Als Beispiel
ergeben R1 und R2 die Dezimalzahl Ra, wobei Ra = b1M1+R1 =
b2M2+R2 ist. Im obigen Beispiel sind alle Zahlen Z = na(M1M2)
+ Ra mit na = 0, 1, 2, 3 . . . Lösungen für die Umwandlung der
Residuen R1 und R2 in einen dezimalen Wert, da M1M2-1 die
maximale Zahl ist, die eindeutig repräsentiert werden kann.
M1M2 bildet infolgedessen einen neuen Modul Ma = M1M2. Der
betreffende Residuenwert von Z ist dann Ra.
Auf diese Weise führt die Bildung von Paaren der zwei Moduli
und die Berechnung der durch die zwei zu jedem Paar Moduli
korrespondierenden Residuenwerte dargestellten jeweiligen
Zahlen zu einer neuen Residuendarstellung mit einer
niedrigeren, der halben Anzahl von neuen Moduli von größerem Wert,
wobei jeder neue Modul durch das Produkt zweier
ursprünglicher Moduli gegeben ist. Dementsprechend hat sich auch die
Größe der entsprechenden Residuenwerte erhöht. Dieses
Verfahren kann wiederholt werden, wodurch die Anzahl der Moduli
wieder um die Hälfte reduziert wird, jedoch ihre Größe und
die Größe der zugeordneten Residuen erhöht wird.
Dieses Verfahren kann mehrere Male wiederholt werden,
abhängig von der Anzahl anfänglich benutzter Moduli und führt
schließlich zu einer Stufe, bei welcher nur zwei sehr große
Moduli und die zugeordneten Residuen erhalten werden. Das
entsprechende Ergebnis der Umwandlung kann dann schließlich
bestimmt werden.
Im folgenden wird dieser Algorithmus für die Umwandlung von
Residuenzahlen in eine herkömmliche Darstellung an einem
einfachen Beispiel dargelegt. Es sei:
Z = 1571280, Zmax = M1 · M2 . . . M8 = 7079288317.
Mit
M1 = 13, R1 = 9
M2 = 23, R2 = 12
M3 = 17, R3 = 4
M4 = 19, R4 = 18
M5 = 7, R5 = 4
M6 = 37, R6 = 1
M7 = 11, R7 = 7
M8 = 29, R8 = 2
erhält man dann
Ma = M1 · M2 = 299, Ra = 35
Mb = M3 · M4 = 323, Rb = 208
Mc = M5 · M6 = 259, Rc = 186
Md = M7 · M8 = 319, Rd = 205.
Und schließlich
Me1 = Ma · Mb = 96577, Re1 = 26048
Me2 = Mc · Md = 82621, Re2 = 1481.
Bei der Vorrichtung nach Fig. 1, die in Fig. 3 vereinfacht
in einem Blockschaltbild dargestellt ist, werden der
Vorrichtung 1 zwei Residuenwerte R1(Z) und R2(Z), die zu zwei
unterschiedlichen Moduli M1 und M2 korrespondieren und zwei
weitere Residuen R3 und R4, die zu zwei anderen Moduli M3 und
M4 korrespondieren, zugeführt. Die Residuenwerte R1 und R2
dienen beispielsweise zur Adressierung der Detektoren 130 der
in der horizontalen Richtung r1 ausgerichteten Reihe 13. Die
Residuenwerte R3 und R4 dienen zur Adressierung der
Detektoren 130 der in der vertikalen Richtung r2 ausgerichteten
Reihe 13.
Die absoluten Maxima der einander überlagerten
Interferenzmuster 12 auf den beiden Reihen 13 korrespondieren zu den
Ergebnissen einer Residuen-Dezimalwandlung von zwei Paaren von
Residuen Ra(Z) und Rb(Z). Sie aktivieren ein einzelnes
Hologramm 221 der holographischen Speichereinrichtung 22, welches
das Ergebnis Re1(Z) der Umwandlung der zwei großen Residuen
Ra und Rb enthält. In der Rekonstruktionsfläche 31 wird ein
Bitmuster 30 erhalten, welches die Binärdarstellung des
Residuums Re1 ist. Dieses Residuum korrespondiert zu einem
sehr großen Modul Me1 = M1.M2.M3.M4.
Da eine Einrichtung 10 der Vorrichtung nach Fig. 1 oder 3
Zahlen bis etwa 1000 behandeln kann, ist eine holographische
Speichereinrichtung 22 mit 10&sup6; einzelnen Hologrammen 221
möglich, das bedeutet, daß die Vorrichtung nach Fig. 1 oder 3
dazu benutzt werden kann, vier Residuenwerte eines mittleren
Maximalwertes um 30 zu behandeln, wodurch ein Bereich von
Zahlen zwischen 0 und 10&sup6; abgedeckt werden kann.
Die in Fig. 4 dargestellte Anordnung ist eine Weiterbildung
der Vorrichtung nach Fig. 1 oder 3, die zwei solche
Vorrichtungen und eine Nachschlagetabelle 40 (look up table)
verwendet. Durch diese Anordnung kann der Bereich der Zahlen,
die von einer Residuendarstellung in eine dezimale
Darstellung umgewandelt werden können, weiter erhöht werden. Jede
der beiden Vorrichtungen 1 der Anordnung nach Fig. 4 kann
vier Moduli oder vier Residuenwerte behandeln, wobei eine
Gesamtzahl von acht Moduli um 30 herum möglich ist, die
Zahlen zwischen 0 und 10¹² darstellen können.
Bei der Anordnung nach Fig. 4 verarbeitet jede Vorrichtung 1
vier Residuenwerte und erzeugt ein binäres Bitmuster 30 von
etwa 20 Bit. Das Bitmuster der linken Vorrichtung 1 in Fig. 4
stellt eine Zahl dar, die einem Residuum Re1(Z) entspricht.
Das Bitmuster der rechten Vorrichtung in Fig. 4 stellt eine
Zahl dar, die einem Residuum Re2(Z) entspricht. Die beiden
Residuen Re1 und Re2 korrespondieren zu zwei sehr großen
Moduli Me1 und Me2. Der Modul Me1, welcher der linken
Vorrichtung 1 der Anordnung nach Fig. 4 zugeordnet ist, ist gleich
dem Produkt aus den vier Moduli M1 bis M4, welche dieser
Vorrichtung 1 zugeordnet sind. Dieser Vorrichtung 1 werden die
Residuen R1(Z) bis R4(Z) zugeführt. Der Modul Me2 ist der
rechten Vorrichtung 1 der Anordnung nach Fig. 4 zugeordnet.
Er entspricht dem Produkt aus den Moduli M5 bis M8, welche
dieser Vorrichtung 1 zugeordnet sind. Dieser Vorrichtung 1
werden die Residuen R5(Z) bis R8(Z) zugeführt.
Die Anordnung nach Fig. 4 dient zur Umwandlung der acht
Residuen R1 bis R8 in die zugeordnete Dezimalzahl Z. Diese
Umwandlung kann durch Verwendung der Nachschlagetabelle 40
realisiert werden, welche durch die zwei Residuenwerte Re1 und
Re2 adressiert wird und die das Endergebnis der Umwandlung
enthält.
Da diese Nachschlagetabelle 40 bis zu 10¹² Eingänge behandeln
sollte, ist sie für praktische Zwecke zu groß. Abhilfe
schafft die in Fig. 5 dargestellte Anordnung mit zwei
Vorrichtungen 1. Bei dieser Anordnung nach Fig. 5 wird der die
niedrigerwertigen Bits enthaltende Teil Z1a und Z2a der
Residuen Re1 und Re2 einer Nachschlagetabelle 41 zugeführt. Der
die höherwertigen Bits enthaltende Teil Z1b und Z2b der
Residuen Re1 bzw. Re2 wird einer Nachschlagetabelle 42 zugeführt.
Die Nachschlagetabellen 41 und 42 sind vorzugsweise
Vorrichtungen 1 nach den Fig. 1 oder 3.
Die Zahlen Z1a, Z1b, Z2a, Z2b können als Residuen behandelt
werden, die zu den gleichen Moduli Me1 und Me2 als deren
Summe Re1, Re2 korrespondieren, da es generelle Eigenschaft
des Residuensystems ist, daß die Summe von zwei zum gleichen
Modul korrespondierenden Residuen das Residuum der Summe der
zwei Zahlen liefert, die durch zwei addierte Residuenwerte
dargestellt werden. Dadurch benötigt jede Nachschlagetabelle
41 und 42 nur 10&sup6; Eingänge. Es ist jedoch zu erwähnen, daß
die diesen Eingängen zugeordneten Werte bis zu 1012 sein
können, so daß die Ausgabe dieser Nachschlagetabellen 41 und 42
eine 40-Bit-Binärzahl Za.Zb sein muß.
Das Endergebnis der Umwandlung aus acht Residuenwerten R1 bis
R8 wird erhalten, wenn diese zwei 40-Bit-Binärzahlen Za und
Zb durch einen gewöhnlichen Binäraddierer Modulo Zmax = Me1,
Me2 addiert werden. Dann können 1012 verschiedene Zahlen aus
2×106 Elementen erzeugt werden. Dieses Verfahren ist viel
einfacher als die Konstruktion einer Nachschlagetabelle mit
1012 Eingängen.
Dieses Verfahren der Unterteilung der Ausgangssignale der
Vorrichtungen 1 in Teile niedrigerer Größe, die unabhängig in
eine herkömmliche Darstellung umgewandelt werden können, kann
auf mehr als zwei Teile erweitert werden, wodurch die
Möglichkeit gegeben ist, einen noch größeren Zahlenbereich zu
erhalten, der von einer Residuendarstellung in eine
konventionelle Darstellung umgewandelt werden kann. Folglich kann
mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Umwandlung von
Zahlen in Residuendarstellung bezüglich bestimmter Moduli in
positionsnotierte Zahlen ein nahezu beliebig großer
Zahlenbereich behandelt werden.