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Dokumentenidentifikation DE4211039A1 07.10.1993
Titel Abstützschild für Bagger oder mobile Arbeitsmaschinen
Anmelder Weimar-Werk Baumaschinen GmbH, O-5300 Weimar, DE
Erfinder Berreis, Eduard, Dipl.-Ing., O-5300 Weimar, DE;
Getler, Gerald, Dipl.-Ing., O-5302 Bad Berka, DE;
Steininger, Achim, O-5300 Weimar, DE
DE-Anmeldedatum 03.04.1992
DE-Aktenzeichen 4211039
Offenlegungstag 07.10.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.10.1993
IPC-Hauptklasse E02F 9/00
IPC-Nebenklasse E02F 3/76   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein im Front- oder Heckbereich eines Baggers oder einer mobilen Arbeitsmaschine angeordnetes Abstützelement. Dieses Abstützelement besteht im wesentlichen aus einem als Stützschild ausgebildeten Querträger, an dem seitlich ausschwenkbare Stützfüße angeordnet sind. Das Stützschild ist dabei gelenkig mit dem Maschinenrahmen verbunden und kann hydraulisch in der Höhe verstellt werden. Die Stützfüße können zusammen oder einzeln hydraulisch nach außen geschwenkt werden. Mit dieser Einrichtung können einerseits Schiebe- bzw. Planierarbeiten durchgeführt werden und andererseits die Abstützung an die vorhandene Baufreiheit angepaßt werden.

Beschreibung[de]
Anwendungsgebiet der Erfindung

Die Erfindung betrifft ein im Front- oder Heckbereich eines Baggers oder einer mobilen Arbeitsmaschine angeordnetes Abstützelement.

Charakteristik der bekannten technischen Lösungen

Es sind Stützschilder an Baggern bekannt geworden, welche im Heck- oder Frontbereich angeordnet sind und über hydraulische Hubeinrichtungen in der Höhe verstellt werden können. Die hydraulischen Hubeinrichtungen sind dabei so ausgelegt, daß die Räder der dem Stützschild zugeordneten Achse völlig entlastet werden bzw. ausheben, so daß sich der Bagger über das Stützschild und den Rädern der gegenüberliegenden Achse bzw. dem dort angeordneten Stützelement auf dem Boden abstützt. Für den Fall, daß sich der Ausleger beim Baggern bzw. beim Heben von Lasten über dem Stützschild befindet, bewirkt das Stützschild eine Standsicherheitserhöhung gegenüber eines freistehenden Baggers. Schwenkt der Ausleger aus dem Stützbereich des Stützschildes heraus, wird nur eine geringe Standsicherheitserhöhung wirksam, da aus technologischen Gründen die Stützschildbreite lediglich der Maschinenbreite entspricht.

Eine Verbreiterung des Stützschildes aus dem Maschinenprofil heraus ist in den bisher bekannt gewordenen Ausführungsvarianten aus verkehrstechnischen Gründen als auch aus der Tatsache, daß es für Erdarbeiten, insbesondere zum Planieren oder zum Verfüllen von Gräben, eingesetzt wird, nicht möglich.

Bagger, die im gesamten Schwenkbereich des Oberwagens ein optimales Standvermögen aufweisen müssen, werden mit seitlich ausfahrbaren Stützelementen ausgerüstet, welche beim Transport in das Baggerprofil eingeklappt werden. Erdarbeiten, z. B. Planieren oder Verfüllen von Gräben, können mit diesen Stützelementen nicht ausgeführt werden.

Ziel der Erfindung

Die Erfindung hat das Ziel, die vorgenannten Nachteile der bekannt gewordenen Stützelemente zu beseitigen und ein Abstützelement zu schaffen, mit welchem eine optimale Abstützung realisiert als auch Erd- bzw. Planierarbeiten durchgeführt werden können.

Neben der Erweiterung der Einsatzmöglichkeiten des Baggers besteht das Ziel, die Stützbasis entsprechend den örtlichen Gegebenheiten mit einem geringen Aufwand anpassen zu können.

Ausführungsbeispiel

Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel erläutert werden. In den zugehörigen Zeichnungen zeigen:

Fig. 1 Schnitt A-A; Abstützschild von hinten gesehen

Fig. 2 Abstützschild von oben gesehen, Stützfüße ausgeklappt

Fig. 3 Seitenansicht des Abstützschildes, Stützfüße eingeklappt.

Am Maschinenrahmen 1 sind über die Lagerbolzen 2 und 3 die Koppeln 4 und die Hubarme 5 gelagert. Das Stützschild 6 ist mittels Lagerbolzen 7 und 8 mit den Hubarmen 5 und den Koppeln 4 gelenkig verbunden. Der Hubarm 5 steht weiterhin über den Hubzylinder 9 mit dem Maschinenrahmen 1 in Verbindung. Beiderseits sind im Randbereich des Stützschildes 6 zwei im Winkel α angeordnete Lagerstellen 10 angebracht. Über die Lagerstelle 10 stehen die beiderseits angeordneten Stützfüße 11 mit dem Stützschild 6 in Verbindung. Zwischen dem am Stützfuß 11 angeordneten Hebel 12 und der am Stützschild 6 angeordneten Lagerstelle 13 ist der Hydraulikzylinder 14 installiert.

In Transportstellung sind die Hubzylinder 9 und die Hydraulikzylinder 14 voll eingefahren, so daß das Stützschild 6 voll ausgehoben und die Stützfüße 11 in dem Freiraum 15 zwischen dem Stützschild 6 und den Rädern 16 eingeschwenkt sind. Entsprechend des vorgesehenen Arbeitsprozesses kann der Baggerfahrer über nicht näher beschriebene Steuerelemente das Stützschild 6 absenken, ohne die Stützfüße 11 auszuschwenken, die Stützfüße 11 ausfahren und das Stützschild 6 absenken oder einen Stützfuß 11 ausfahren und das Stützschild 6 absenken.

Für Erd- bzw. Planierarbeiten kommt die erstgenannte Variante zum Einsatz, d. h., das Stützschild wird abgesenkt, ohne daß die Stützfüße 11 ausfahren. Zweckmäßig ist es, die Lagerstelle 10 im Winkel α anzuordnen, so daß der Stützfuß 11 im eingefahrenen Zustand gegenüber der Standfläche 17 um den Betrag x angehoben und somit bei Planierarbeiten nicht hinderlich ist. Im ausgefahrenen Zustand wird gegenüber der Standfläche 17 ein Absenken der Aufstandsfläche 18 des Stützfußes um den Betrag y ermöglicht, so daß im Abstützbetrieb definierte Stützverhältnisse realisiert werden können.

Im Baggerbetrieb werden beide Stützfüße 11 ausgefahren und das Stützschild 6 abgesenkt. Lassen die örtlichen Gegebenheiten es nicht zu, daß beide Stützfüße 11 ausgefahren werden können, z. B., der Bagger arbeitet an einer Mauer, wird zweckmäßigerweise nur ein Stützfuß 11 ausgefahren und das Stützschild 6 abgesenkt, so daß auf der Seite, in die der Bagger schwenken kann, z. B. beim Verladen des Baggergutes auf ein Transportfahrzeug, das Standvermögen erhöht wird.

1 Maschinenrahmen

2 Lagerbolzen

3 Lagerbolzen

4 Koppel

5 Hubarm

6 Stützschild

7 Lagerbolzen

8 Lagerbolzen

9 Hubzylinder

10 Lagerstelle

11 Stützfuß

12 Hebel

13 Lagerstelle

14 Hydraulikzylinder

15 Freiraum

16 Rad

17 Standfläche

18 Aufstandsfläche


Anspruch[de]
  1. 1. Abstützschild an Baggern oder mobilen Arbeitsmaschinen, das mittels Koppeln und Hubarme sowie Hubzylinder mit dem Maschinenrahmen in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, daß außerhalb des Stützschildes (6) eine oder mehrere Aufstandsflächen (18) angeordnet sind, die in Zuordnung zum Stützschild (6) geändert werden können.
  2. 2. Abstützschild an Baggern oder mobilen Arbeitsmaschinen nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Aufstandsfläche (18) mit einem Stützfuß (11) verbunden ist und dieser über die Lagerstelle (10) gelenkig mit dem Stützschild (6) in Verbindung steht und zwischen dem Stützschild (6) und dem Stützfuß (11) der Hydraulikzylinder (14) angeordnet ist.
  3. 3. Abstützschild an Baggern oder mobilen Arbeitsmaschinen nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerstelle (10) senkrecht oder im Winkel α angeordnet ist.






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