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Dokumentenidentifikation DE4213081A1 28.10.1993
Titel Vorrichtung zum Absaugen von Rauchgasen
Anmelder Vetter, Richard, 31226 Peine, DE
Erfinder Vetter, Richard, 31226 Peine, DE
Vertreter Depmeyer, L., Dipl.-Ing. Pat.-Ing., 30823 Garbsen
DE-Anmeldedatum 21.04.1992
DE-Aktenzeichen 4213081
Offenlegungstag 28.10.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.10.1993
IPC-Hauptklasse F23L 17/00
IPC-Nebenklasse F23L 17/12   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Absaugen von Rauchgasen mit einem Gebläse, das aufgrund der Erfindung als Radialgebläse ausgeführt, auf ein im Schornsteinkanal befindliches Abgasrohr aufgesteckt und insg. so ausgebildet ist, daß genügend Frischluft zwischen Gebläse und Schornsteinwand in den Raum zwischen dieser Wand und dem Abgasrohr eindringen kann.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine am Schornsteinkopf angeordnete Vorrichtung zum Absaugen von Rauchgasen mit einem Gebläse.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der obigen Art vorzuschlagen, die einfach aufgebaut, schnell montierbar und ferner derart ausgeführt ist, daß sie auch eine Frischluftzufuhr ermöglicht und aggressiven Abgasen ohne weiteres gewachsen ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale nach dem Kennzeichnungsteil des Anspruchs 1 gelöst.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Das Gebläse wird demgemäß als Radialgebläse ausgeführt, wobei der Antriebsmotor geschützt oberhalb des Gebläsegehäuses angeordnet ist und sich im Arbeitsraum des Gebläses lediglich der Rotor befindet, der einfach in gegen Rauchgase beständiger Weise ausgeführt werden kann. Der Saugstutzen zeigt nach unten und ist auf die Rauchgasleitung aufgesteckt. Weiterhin ist das Gebläse derart montiert, daß ein ausreichender Querschnitt zum Durchtritt von Frischluft in den Raum zwischen Rauchgasleitung und der Wandung des Schornsteins verbleibt.

Weitere Einzelheiten der Erfindung werden anhand der Zeichnung erläutert, in der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt ist.

Es zeigen

Fig. 1 einen senkrechten Schnitt durch den Kopf eines Schornsteins mit aufgesetztem Gebläse,

Fig. 2 eine Draufsicht auf den Schornsteinkopf bei abgenommener Haube für das Gebläse,

Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III von Fig. 2 und

Fig. 4 eine gegenüber Fig. 1 abgewandelte Vorrichtung ebenfalls im senkrechten Schnitt.

Der Schornstein 1 mit Stirnfläche 2 und Hohlraum 3 weist mittig ein Abzugsrohr 4 für die Rauchgase auf, das oben etwa in Höhe der Stirnfläche 2 in einer Muffe 5 endet. Während das Abzugsrohr 4 zum Abführen der Rauchgase dient, wird der das Abzugsrohr umschließende Raum zum Zuführen der Frischluft bzw. der Verbrennungsluft verwendet.

Um das zum Abführen der Rauchgase dienende Gebläse mit Elektromotor 6, einem Rotor 7 und einem Gehäuseoberteil 8 sowie Gehäuseunterteil 9 montieren und befestigen zu können, wird ein dem Schornsteinquerschnitt entsprechender Träger 10 benutzt, dessen unten gelegener, nach außen abgewinkelter Flansch 11 zur Anbringung von Befestigungsschrauben 12 dient.

Die senkrechten Seitenwände 13 des Trägers 10 haben mehrere Durchbrechungen 14 als Durchtritt für die Frischluft und oben einen waagerechten deckelartigen Abschluß 15 mit einer Ausnehmung zum Einsetzen des Gehäuses des Gebläses. Dabei liegt der seitlich vorspringende Rand 16 des Gehäuseober- und -unterteils 8, 9 auf dem Abschluß 15 auf und ist dort in beliebiger Weise befestigt, was z. B. durch Verschrauben geschehen kann.

Zum Abdecken des Gebläses dient eine Kappe 17, deren nach unten gerichtete Ränder 18 auf dem Rand 16 aufliegen.

Sowohl die Kappe 17 als auch der Träger 10 haben eine etwa halbrunde Aussparung 19 zur Aufnahme des Druckstutzens 20 des Gebläses unter Verwendung geeigneter Abdichtungsmittel. Die Muffe 21 des Druckstutzens 20 liegt dabei etwas außerhalb des Gehäuses; in sie wird ein gekrümmtes Rohr 22 eingeführt, dessen nach oben gerichtetes Abschlußrohr 23 die Rauchgase ins Freie führt.

Es sei noch erwähnt, daß die Kappe 17 vorzugsweise nur so groß gewählt wird, daß sie lediglich das Gehäuse des Gebläses überdeckt. Zudem ist das Gebläse als Radialgebläse ausgeführt, um den Rotor frei fliegend auf einem in das Gehäuseinnere hineinragenden Achsstummel lagern zu können. Damit kommen nur dieser Achsstummel und der Rotor 7 mit den Rauchgasen in Berührung.

Der am Gehäuseunterteil 9 angebrachte, nach unten gerichtete Saugstutzen 24 des Gebläses wird bei der Montage des Gebläses bzw. der gesamten Vorrichtung mit Träger 10 und dgl. so auf den Schornsteinkopf aufgesetzt, daß dabei der Saugstutzen 24 dichtend in die Muffe 5 eingeführt wird. Mit der Montage des Trägers 10 bzw. dem Aufsetzen des Gebläses werden also auch die Anschlüsse zum Abzugsrohr 4 hergestellt.

Bei der Ausführung gemäß Fig. 4 stützt sich die Vorrichtung praktisch ausschließlich auf dem Abzugsrohr 4 ab, wobei das Gehäuseunterteil 9 über seinen Umfang verteilte, nach unten gerichtete Vorsprünge 25 aufweist, die sich auf einer auf das Abzugsrohr 4 aufgezogene Schelle 26 abstützen. Es sind seitlich noch Streben 27 vorgesehen, die am Gehäuseunterteil 9 und am Schornstein 1 befestigt sind und vorwiegend die Aufgabe haben, Lateralbewegungen der Vorrichtung auszuschalten. Dabei ist die Vorrichtung derart hoch über der Stirnfläche 2 angeordnet, daß genug Frischluft im Sinne der Pfeile zwischen Abzugsrohr 4 und Schornsteinwand gelangen kann.

Der oberhalb des Gehäuseoberteils 8 angeordnete und nach oben ragende Elektromotor 6 wird durch eine eng anliegende Haube 28 mit abfallendem Kragen 29 geschützt. Ein mit geringem Spiel den Elektromotor 6 umschließendes Distanzrohr 30 stützt sich unten auf dem Gehäuseoberteil 8 ab und unterfängt die Haube 28, die ihrerseits noch oben am Elektromotor 6 durch eine Verschraubung 31 festgesetzt ist. Der Kragen 29 hat einen Durchmesser, der größer ist als derjenige des Gebläsegehäuses 8, 9. Auch hier werden die Rauchgase seitlich abgeführt im Sinne von Fig. 1.


Anspruch[de]
  1. 1. Am Schornsteinkopf angeordnete Vorrichtung zum Absaugen von Rauchgasen mit einem Gebläse, gekennzeichnet durch ein Radialgebläse, dessen unten angeordneter Saugstutzen (24) auf oder in eine im Schornsteinkanal (3) angeordnete Rauchgasleitung (4) aufsteckbar, dessen Antriebsmotor (6) an der dem Schornstein abgekehrten Seite des Gebläses angeordnet und das derart mit der Rauchgasleitung (4) verbunden ist, daß zwischen Gebläsegehäuse (8, 9) und Schornsteinwand ein für die Zufuhr von Frischluft in den Raum zwischen Schornsteinwand und Rauchgasleitung (4) ausreichender Durchgangsquerschnitt gegeben ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gebläse von einem am Schornsteinkopf verankerten Träger (10) unterfangen ist, der vorzugsweise einen vorspringenden Rand (16) des Gebläsegehäuses (8, 9) unterfaßt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Rand (16) von abgewinkelten Rändern des Gehäuseober- und -unterteils der Teilungsebene des Gehäuses gebildet ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Elektroantriebsmotor (6) für das Gebläse oberhalb des Gebläsegehäuses befindet und daß dieser Motor von einer Haube (17) überdeckt ist, deren nach unten gerichtete Ränder sich auf einem vorspringenden Rand (16) des Gebläsegehäuses abstützen.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Haube (17) und der Träger (10) für den Durchtritt des Gebläsedruckstutzens (20) dem Stutzen entsprechend ausgespart sind (halbrunde Aussparung 19).
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich Durchbrechungen (14) in den seitlichen Außenwänden des Trägers (10) befinden.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein oben gelegener deckelartiger Abschluß (15) des Trägers (10) zum Einsetzen des Gehäuseunterteils (9) des Gebläses entsprechend ausgespart ist.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Rand (16) zugekehrten Teile der Haube (17) und des Trägers (10) mit Abwinkelungen den Rand berühren.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckstutzen des Gebläses zur Aufnahme eines winkelförmigen Rohres (22) dient, dessen waagerechter Teil in das Gehäuse (8, 9) eingeschoben ist und dessen senkrechter Teil (23) die Rauchgase ins Freie führt.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich das Gebläse (8, 9) praktisch ausschließlich auf der Rauchgasleitung (4) abstützt und ggfs. durch Streben (27) gegen seitlichen Versatz gesichert ist.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Gebläse (8, 9) nach unten gerichtete Vorsprünge (25) aufweist, die sich auf einer Schelle (26) abstützen, welche auf die Rauchgasleitung (4) aufgezogen ist.
  12. 12. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektroantriebsmotor (6) für das Gebläse mit einer eng anliegenden Haube (28) versehen ist, die einen weiten, abfallenden Kragen (29) aufweist.
  13. 13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Kragen (29) zumindest im wesentlichen das Gebläse überdeckt.
  14. 14. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rauchgasleitung (4) die Stirnfläche (2) des Schornsteins geringfügig überragt.
  15. 15. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektroantriebsmotor (6) von einem Distanzrohr (30) umschlossen ist, das sich auf dem Gebläsegehäuse (8, 9) abstützt und oben zur Auflage der Haube (28) dient.
  16. 16. Vorrichtung nach Anspruch 12 und 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Haube (28) mit dem Elektroantriebsmotor bzw. seiner Verkleidung verschraubt ist.






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