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Dokumentenidentifikation DE4215715A1 18.11.1993
Titel Lagerbuchse
Anmelder Bavaria Cargo Technologie GmbH, 8000 München, DE
Erfinder Huber, Thomas, 8127 Iffeldorf, DE
Vertreter Straßer, W., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 81667 München
DE-Anmeldedatum 13.05.1992
DE-Aktenzeichen 4215715
Offenlegungstag 18.11.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.11.1993
IPC-Hauptklasse F16C 33/08
IPC-Nebenklasse B23P 19/00   F16B 4/00   
IPC additional class // B64C 1/20  
Zusammenfassung Eine Lagerbuchse (14) zum Lagern des Endes (30) einer Welle (22) in einer Wand (4, 5) besitzt einen Buchsenkörper (16) mit durchgehender Innenbohrung (20) und einen Bund (18), der an einem Stirnende des Buchsenkörpers radial vorsteht und dann, wenn die Lagerbuchse in eine Bohrung (10, 11) der Wand eingesetzt ist, an einer Seitenfläche dieser Wand anliegt. Damit beim Einwirken von radialen Kräften auf die Welle die Lagerbuchse nicht aus der Bohrung herausgezogen wird, ist die Länge des Buchsenkörpers größer als die Dicke der Wand und ist in die Innenfläche der Innenbohrung des Buchsenkörpers eine umfangsmäßig verlaufende radiale Vertiefung eingearbeitet, deren Abstand vom Bund gleich der Dicke der Wand ist. Dadurch ist der Buchsenkörper unter plastischer Verformung in axialer Richtung so zusammendrückbar, daß sich auf der dem Bund gegenüberliegenden Seite der Wand eine radial vorstehende Auswölbung (28) bildet, die mit dem Bund die Lagerbuchse mit der Wand formschlüssig und unverrückbar verbindet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Lagerbuchse zum Lagern eines Endes einer Welle in einer Wand, gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.

Insbesondere bei Verankerungseinrichtungen für Frachtgut in Flugzeugen müssen Wellen mit ihren beiden Enden in einander gegenüberliegenden, vertikalen Seitenwänden eines nach oben offenen Profils auf möglichst einfache und kostengünstige Weise gelagert werden. Derartige Profile bilden beispielsweise die Basis von Frachtcontainer-Verankerungen, die mit Hilfe von Schnellverschlüssen in Schienen verankert werden müssen, die im Boden des Frachtraums eingelassenen sind.

Die Lagerung der Wellen kann entweder drehbar oder drehfest sein. Im ersteren Fall dreht sich die Welle bezüglich der Profilseitenwände, während im zweiten Fall auf der feststehenden Welle ein weiteres Element drehbar gelagert ist.

Entscheidend ist, daß derartige Wellen und ihre Lager so ausgebildet sein müssen, daß sie vom halternden Profil her gesehen insbesondere in radialer Richtung erhebliche Kräfte aufnehmen können. Sitzt z. B. auf einer derartigen Welle ein festschnappbarer Riegel, mit dem ein Frachtcontainer am Boden des Flugzeug-Frachtraums festgehalten werden soll, so muß die Welle gemeinsam mit ihren Lagern bei Flugbewegungen, die vom Horizontalflug abweichen, Kräfte aufnehmen, die außerordentlich groß werden können.

Dabei soll das Profil, in dem diese Wellen gelagert sind, möglichst leicht sein. Es wird daher aus Aluminium gefertigt und seine einander gegenüberliegenden Schenkel bzw. Seitenwände haben miteinander fluchtende, durchgehende Bohrungen, durch die hindurch sich die jeweiligen Wellen so erstrecken, daß die Wellenenden über die jeweilige Profilwand-Außenseite nur wenig oder nicht hinausragen. Da das Aluminium zu weich ist, um die Wellen in diesen Bohrungen mit der erforderlichen Festigkeit zu lagern, ist in jede Bohrung eine aus Stahl bestehende Lagerbuchse eingesetzt, die aus einem im wesentlichen hohlzylindrischen, d. h. eine durchgehende Innenbohrung besitzenden Buchsenkörper besteht, an dessen einen Stirnende sich ein radial vorstehender Bund befindet.

Bei bekannten Lagerbuchsen wird die axiale Länge des Buchsenkörpers in etwa gleich der Stärke der Profilwand gewählt, in die diese Buchse eingesetzt werden soll. Der Innendurchmesser der Bohrung in der Profilwand ist gleich dem Außendurchmesser des hohlzylindrischen Buchsenkörpers, so daß diese im Paß- bzw. Preßsitz in die Wandbohrung eingesetzt werden kann. Dabei wird die Buchse soweit eingeschoben, daß sie mit dem vorstehenden Bund an einer der Profilwand-Seitenflächen anliegt.

Wird nun eine an ihren beiden Enden derart gelagerte Welle in radialer Richtung erheblichen Kräften ausgesetzt, so entsteht die Tendenz, daß sich die Welle in Richtung dieser Kräfte verbiegt, wobei die Längsachsen der Lagerbuchsen unter Verformung und Aufweitung der sie aufnehmenden Bohrungen gegen die Einbau-Längsachse verkippt werden. Außerdem neigen die oberen, freien Enden der Profilschenkel dazu, je nach Richtung der auf die Welle radial einwirkenden Kraft sich voneinander weg bzw. aufeinander zu zubewegen. Diese Verformungen können so stark werden, daß die Welle entweder gemeinsam mit den Lagerbuchsen aus den die Buchsen aufnehmenden Bohrungen oder mit ihren Enden aus den Lagerbuchsen herausgezogen wird.

Um diese unerwünschten Effekte zu vermeiden, war es bisher üblich, die Wandstärke der Profilschenkel möglichst groß zu bemessen. Um dadurch das Gewicht der Profile nicht übermäßig ansteigen zu lassen, wurden überall dort, wo sich keine Lagerbohrungen befanden, in den Profilseitenwänden Vertiefungen bzw. Ausnehmungen vorgesehen. Für die Herstellung hat das zur Folge, daß entweder die Profile mit durchgehend hoher Wandstärke stranggepreßt wurden und daß danach die zur Gewichtsersparnis dienenden Ausnehmungen ausgefräst werden mußten. Als Alternative hierzu bestand lediglich die Möglichkeit, die Profile als Einzelstücke zu gießen. Beide Arten der Herstellung sind jedoch aufwendig und verursachen hohe Kosten.

Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Lagerbuchse der eingangs beschriebenen Art so weiterzubilden, daß sie bei gleichbleibender Belastbarkeit die Verwendung durchgehend dünnwandiger Profile erlaubt, ohne daß die Gefahr einer zu einem Herausrutschen der Wellen führenden Verformung sowohl der Lagerbohrungen als auch der Profile selbst gegeben ist.

Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung die im Anspruch 1 zusammengefaßten Merkmale vor.

Diese erfindungsgemäßen Maßnahmen haben zur Folge, daß sich die formschlüssig mit den Profilwänden verbundenen Lagerbuchsen in ihren Öffnungen nicht mehr unter Aufweitung und Verformung dieser Öffnung verkippen können. Um eine solche Verkippung herbeizuführen, müßte die gesamte Profil-Seitenwand S-förmig verbogen werden. Die hierfür erforderlichen Kräfte sind aber wesentlich höher als Kräfte, die ausreichen, um die Lagerbohrungen aufzuweiten und zu verformen. Die Lagerbuchsen konnen wegen ihrer formschlüssigen Verbindung mit den Profilseitenwänden nicht mehr aus diesen herausrutschen. Da keine Verkippung der Lagerbuchsen gegen die Einbaulage möglich ist, ist auch mit Sicherheit ausgeschlossen, daß die Wellenenden aus den Lagerbuchsen herausgezogen werden.

Somit lassen sich also gleich große Kräfte mit Profil-Seitenwänden aufnehmen, die durchgehend eine geringe Wandstärke haben, d. h. insbesondere in den Bereichen, in denen Lagerbuchsen vorgesehen sind, keine größere Wandstärke als in ihren übrigen Teilen aufweisen müssen. Wegen der durchgehenden gleichförmigen Wandstärke können derartige Profile stranggepreßt werden, ohne daß in ihnen nachträglich zur teilweisen Wandstärkenverminderung dienende Ausnehmungen oder dergleichen durch Fräsen oder andere Bearbeitungsvorgänge ausgebildet werden müssen.

Läßt man die freien Enden einer Welle, die mit Hilfe erfindungsgemäßer Lagerbuchsen in einem derartigen Profil gelagert ist, nach außen über die zusammengedrückten Lagerbuchsen etwas vorstehen, so können hier Vorrichtungen, beispielsweise einfache Seeger-Ringe aufgesetzt werden, die eine axiale Verschiebung der gelagerten Welle bezüglich der Lagerbuchsen und damit auch bezüglich der Profilseitenwände ausschließen. Eine Welle, die auf diese Art in einem einseitig offenen U-Profil gelagert ist, wirkt als Zugglied, das verhindert, daß die Profilseitenwände sich in der eingangs beschriebenen Art voneinander entfernen können.

Vorzugsweise werden die Lagerbuchsen so in die Profilseitenwände eingesetzt, daß ihre von vorneherein vorhandenen radial überstehenden Bünde auf der Profilinnenseite angeordnet sind. Diese, eine gleichförmige Dicke aufweisenden Bünde können dann gleichzeitig als Anlaufflächen und Abstandshalter für auf den Wellen gelagerte, sich gegen das Profil bewegende Teile dienen.

Gemäß einem besonders bevorzugten Einbauverfahren werden die zunächst noch nicht verformten Lagerbuchsen in die sie aufnehmenden Bohrungen eingesetzt. Danach wird in die Innenbohrung der Lagerbuchse ein Dorn eingeführt, dessen Außendurchmesser paßgenau an den Innendurchmesser der Lagerbuchsenbohrung angepaßt ist. Erst nach Einführen dieses Dorns wird die Lagerbuchse in axialer Richtung unter plastischer Verformung zusammengedrückt. Dadurch ist sichergestellt, daß der Materialfluß in radialer Richtung nur nach außen erfolgt und zur Ausbildung der gewünschten Aufwölbung führt. Der für das spätere Einführen der zu lagernden Welle erforderliche Innenraum der Lagerbuchsen-Innenbohrung bleibt unverändert. Außerdem wird durch den Dorn sichergestellt, daß der sich in axialer Richtung bewegende Teil der Lagerbuchse nicht radial versetzt oder verkantet wird.

Statt eines gesonderten Dorns, der nach dem Zusammendrücken der Lagerbuchsen wieder herausgezogen werden muß, kann, wenn die geometrischen Verhältnisse es zulassen, die Lagerbuchse auch bei bereits eingesetzter Welle in axialer Richtung zusammengepreßt werden.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Lagerbuchse sind in den Unteransprüchen niedergelegt.

Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben; in dieser zeigt die einzige Figur eine Querschnittsansicht durch ein U-förmiges Profil, in dessen Seitenwände zwei zur Lagerung einer durchgehenden Welle einander gegenüberliegende, erfindungsgemäße Lagerbuchsen teilweise (linke Seite) bzw. vollständig (rechte Seite) eingebaut sind.

Wie man der Figur entnimmt, besitzt das U-förmige Profil 1 einen in der Zeichnung unteren, horizontalen, durchgehenden Quersteg 2, dessen Mittelteil der einfacheren Darstellung halber in der Figur weggelassen ist.

An jedem der Enden des Querstegs 2 schließt sich ein in rechtem Winkel nach oben ragender Schenkel 4 bzw. 5 an. Über die gesamte Länge des Profils erstrecken sich am oberen bzw. unteren Ende eines jeden der beiden Schenkel 4 bzw. 5 im Querschnitt L-förmige Versteifungsrippen 6, 7 bzw. 8, 9, die so an die Schenkel 4 bzw. 5 angesetzt sind, daß sie mit diesen einen C-förmigen Querschnitt bilden, der nach außen, d. h. von der Längsmittelebene des Profils 1 weggerichtet offen ist.

Die beiden Wände bzw. Schenkel 4, 5 des Profils 1 weisen einander gegenüberliegende Bohrungen 10, 11 auf, von denen in der Figur zwei wiedergegeben sind. In diese Bohrungen sind Lagerbuchsen 14 eingesetzt, von denen die in der Figur linke noch die Form besitzt, mit der sie hergestellt und in die Bohrung 11 eingeschoben wurde, während die in der Figur rechts wiedergegebene Lagerbuchse durch Zusammendrücken in axialer Richtung bereits fertig montiert ist.

Wie man der Figur entnimmt, besitzt jede der Lagerbuchsen einen zylindrischen Buchsenkörper 16, dessen Außendurchmesser so gewählt ist, daß die Buchsen 14 im Paßsitz in die Bohrungen 10 bzw. 11 eingeführt werden können. An dem einen seiner beiden Stirnenden besitzt jeder der zylindrischen Buchsenkörper 16 einen radial überstehenden Bund 18, der im eingebauten Zustand mit seiner dem Buchsenkörper 16 zugewandten Stirnfläche an der inneren Seitenfläche des Profilschenkels 4 bzw. 5 anliegt. Um diese bündige Anlage zu ermöglichen ohne an den Bohrungen 10, 11 einen Kantenbruch vorsehen zu müssen, ist im Übergangsbereich zwischen dem Bund 18 und der zylindrischen Außenfläche des Buchsenkörpers 16 in letzterer ein Freistich in Form einer sich über den gesamten Umfang ersteckenden Nut 19 mit geringer radialer Tiefe ausgebildet.

Die axiale Länge des zylindrischen Buchsenkörpers 16 ist im unzusammengedrückten Zustand der Lagerbuchse 14 etwa doppelt so groß wie die Wandstärke der Schenkel 4 bzw. 5.

Durch den Buchsenkörper 16 erstreckt sich in axialer Richtung eine durchgehende, im Querschnitt kreiszylindrische Bohrung 20, die zur Aufnahme der zu lagernden Welle 22 einen Innendurchmesser besitzt, der gleich dem Außendurchmesser der Welle 22 ist. Die Wandstärke des zylindrischen Buchsenkörpers 16 ist etwas kleiner als der halbe Innendurchmesser der durchgehenden Bohrung 20. Um das Einführen der Welle 22 zu erleichtern, ist die Innenbohrung 20 an ihren beiden axialen Enden geringfügig trichterförmig erweitert.

In die innere Zylinderfläche der Bohrung 20 ist eine in Umfangsrichtung verlaufende, sich in etwa über 2/3 der Wandstärke radial nach außen erstreckende Nut 24 eingearbeitet, die bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel einen in etwa quadratischen Querschnitt besitzt. Der Abstand der näher beim Bund 18 liegenden Nutseitenwand 25 von der dem Buchsenkörper zugewandten Stirnfläche des Bundes 18 ist gleich der Wandstärke der Profilschenkel 4, 5.

Nachdem eine solche Lagerbuchse 14 in die zugehörige Bohrung 10 bzw. 11 in der in der Figur links dargestellten Weise eingesetzt worden ist, wird in ihre Bohrung 20 ein Dorn eingeführt, der ähnlich wie die in der Figur rechts gezeigte Welle 22 den Buchseninnenraum vollständig ausfüllt. Danach wird die Lagerbuchse 14 in axialer Richtung zusammengepreßt, wobei der eingeführte Dorn verhindert, daß bei dieser plastischen Verformung ein Materialfluß in die Bohrung 20 hinein erfolgt und dadurch deren lichte Weite verengt. Außerdem sorgt der Dorn dafür, daß sich derjenige Teil des Buchsenkörpers 16, der beim axialen Zusammendrücken zu dem betreffenden Profilschenkel 4 bzw. 5 hin verschoben wird, sich tatsächlich nur in axialer Richtung bewegt, ohne daß es zu einer radialen Verschiebung oder Verkantung kommt, die ebenfalls das spätere Einführen der Welle 22 erschweren bzw. im ungünstigsten Fall sogar verhindern würde.

Das axiale Zusammendrücken der Lagerbuchsen 14 erfolgt so weit, daß die einander gegenüberliegenden Nutseitenwände 25, 26 aneinander zum Anliegen kommen, d. h. also noch etwas weiter als auf der rechten Seite der Figur dargestellt. Dort ist die Nut 24 der Deutlichkeit halber noch mit einer etwas größeren Restweite wiedergegeben.

Durch die durch das Zusammendrücken in axialer Richtung bewirkte plastische Verformung wölbt sich auf der dem Bund 18 gegenüberliegenden Seite des Profilschenkels 4 bzw. 5 ein Randwulst 28 auf, der sich über den gesamten Umfang der Lagerbuchse 16 erstreckt. Mit seiner zur Außenfläche des Buchsenkörpers nahezu rechtwinkelig radial verlaufenden, der Außenfläche des Profilschenkels 4 zugewandte Stirnfläche liegt der Randwulst 28 bündig an dieser Außenfläche an, so daß zwischen der Lagerbuchse 14 und dem Schenkel 4 bzw. 5 eine feste, formschlüssige Verbindung geschaffen wird, die mit Sicherheit verhindert, daß die Lagerbuchse in der einen oder anderen axialen Richtung aus der zugehörigen Bohrung 10 bzw. 11 herausgezogen werden kann. Wie auf der rechten Seite der Figur dargestellt, ragt die Welle 22 mit ihrem zugehörigen Ende 30 über die zusammengepreßte Lagerbuchse 14 geringfügig nach außen vor. Entsprechendes gilt natürlich auch für das gegenüberliegende, in der Figur nicht dargestellte Ende der Welle 22, wenn die dort befindliche Lagerbuchse 14 in entsprechender Weise in axialer Richtung zusammengedrückt worden ist.

Auf die beiden geringfügig überstehenden Enden 30 der Welle 22 kann dann jeweils ein Seeger-Ring aufgesetzt werden, der verhindert, daß auch dann, wenn in Richtung des Pfeiles F extrem große Kräfte auf die Welle 22 wirken, die Enden 30 der Welle 22 aus den zugehörigen Lagerbuchsen herausgezogen werden können.

Vielmehr wird durch diese Anordnung in das nach oben offene Profil 1 eine Querversteifung eingezogen, die verhindert, daß sich die Schenkel 4, 5 des Profils beim Einwirken der oben geschilderten Kräfte voneinander wegbewegen und damit das Verbiegen der Welle 22 und das Herausrutschen ihrer Enden 30 aus den Lagerbuchsen 16 erleichtern können. Eine Verschiebung der Lagerbuchsen 14 gegen die Schenkel 4 bzw. 5 ist durch die formschlüssige Verbindung, die mit Hilfe des Bundes 18 und des Randwulstes 28 erzeugt worden ist, ohnehin ausgeschlossen. Auch ein unter Auslaibung der Bohrungen 10 bzw. 11 auftretendes Verkippen der Längsachsen der Lagerbuchsen 14 gegen die Einbaurichtung wird zuverlässig verhindert.

Entsprechendes gilt auch für Kräfte, die der Richtung des Pfeiles F entgegengerichtet wirken und ohne die erfindungsgemäßen Maßnahmen ein Einknicken der Profilseitenwände 4, 5 nach innen verursachen könnten.

Aufgrund der durch die beschriebene Ausbildung der Lagerbuchsen erzielbaren hohen Steifigkeit der zusammengebauten Vorrichtung kann für gleichbleibende Belastbarkeit die Wandstärke der Profilschenkel 4, 5 wesentlich geringer gewählt werden, als dies bisher der Fall war. Dadurch wird es möglich, bei gleichzeitiger Gewichtsverminderung diese Schenkel 4, 5 über die gesamte Länge mit gleichbleibender Wandstärke auszubilden. Als Folge hiervon kann das gesamte Profil 1 im Strangpreßverfahren fertig hergestellt werden, was zu einer erheblichen Kostenverminderung führt.

Die eben beschriebenen Vorteile lassen sich unabhängig davon erzielen, ob die Welle 22 in den Lagerbuchsen 14 drehbar oder drehfest gelagert ist.

Bei dem wiedergegebenen Ausführungsbeispiel haben die Welle 22, die Innenbohrungen 20 der Buchsen 14 und auch die Lagerbohrungen 10, 11 der Profilschenkel 4, 5 jeweils einen kreisförmigen Querschnitt. Das erfindungsgemäße Prinzip ist von dieser Querschnittsform jedoch unabhängig und kann auch bei quadratischen oder anders geformten Querschnitten zur Anwendung kommen. Entsprechendes gilt auch, wenn die beiden Wände, in denen die Wellenenden gelagert werden sollen, nicht Bestandteile ein und desselben Profils sind und/oder nicht parallel zueinander verlaufen.


Anspruch[de]
  1. 1. Lagerbuchse (14) zum Lagern eines Endes (30) einer Welle (22) in einer Wand, insbesondere in einem Schenkel (4, 5) eines in etwa U-förmigen Profils (1), wobei die Lagerbuchse (14) einen Buchsenkörper (16), durch den sich eine durchgehende Innenbohrung (20) zur Aufnahme der Welle (22) erstreckt, und einen an dem einen Stirnende des Buchsenkörpers (16) über diesen radial vorstehenden Bund (18) aufweist, der im eingebauten Zustand, in welchem die Lagerbuchse (14) mit ihrem Buchsenkörper (16) in eine durchgehende Bohrung (10, 11) in der Wand (4, 5) eingesetzt ist, an der einen Seitenfläche dieser Wand (4, 5) bündig anliegt, dadurch gekennzeichnet, daß die axiale Länge des Buchsenkörpers (16) größer als die Dicke der die Lagerbuchse (14) aufnehmenden Wand (4, 5) ausgebildet ist, daß in die Innenfläche der Innenbohrung (20) des Buchsenkörpers (16) eine umfangsmäßig verlaufende radiale Vertiefung (24) eingearbeitet ist, deren Abstand von dem radial überstehenden Bund (18) gleich der axialen Dicke der Wand (4, 5) ist, so daß der Buchsenkörper (16) nach dem Einsetzen der Lagerbuchse (14) in die Wand (4, 5) unter plastischer Verformung in axialer Richtung so zusammendrückbar ist, daß sich auf der dem Bund (18) der Lagerbuchse (14) gegenüberliegenden Seite der Wand (4, 5) eine radial vorstehende Auswölbung (28) bildet, die gemeinsam mit dem Bund (18) die Lagerbuchse (14) mit der Wand (4, 5) formschlüssig verbindet.
  2. 2. Lagerbuchse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die durchgehende Innenbohrung (20) senkrecht zu ihrer Längsachse einen kreisförmigen Querschnitt aufweist.
  3. 3. Lagerbuchse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die durchgehende Innenbohrung (20) senkrecht zu ihrer Längsachse einen quadratischen Querschnitt aufweist.
  4. 4. Lagerbuchse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenseite des Buchsenkörpers (16) die Form eines im Querschnitt senkrecht zur Längsachse kreisförmigen Zylinders aufweist.
  5. 5. Lagerbuchse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenseite des Buchsenkörpers (16) die Form eines im Querschnitt senkrecht zur Längsachse quadratischen Prismas aufweist.
  6. 6. Lagerbuchse nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefung (24) in Form einer Nut mit einem in etwa quadratischen Querschnitt ausgebildet ist.
  7. 7. Lagerbuchse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Übergangsbereich zwischen der Außenfläche des Buchsenkörpers (16) und dem radial überstehenden Bund (18) ein Freistich in Form einer über den gesamten Außenumfang des Buchsenkörpers (16) verlaufenden, sich radial nach innen erstreckenden Nut (19) vorgesehen ist.
  8. 8. Lagerbuchse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Ende (30) einer in der Lagerbuchse (14) gelagerten Welle (22) in axialer Richtung so weit aus der Lagerbuchse (14) vorsteht, daß auf ihm eine Vorrichtung befestigt werden kann, die eine axiale Verschiebung des Endes (30) zur Lagerbuchse (14) hin auf einen Minimalwert begrenzt.
  9. 9. Verfahren zum Einbau einer Lagerbuchse (14) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerbuchse (14) so in die durchgehende Bohrung (10, 11) in der Wand (4, 5) eingesetzt wird, daß ihr radial überstehender Bund (18) an der einen Seitenfläche der Wand (4, 5) anliegt, daß in die Innenbohrung (20) der Lagerbuchse (14) im Paßsitz ein Dorn eingeführt wird, daß die Lagerbuchse (14) bei eingeführtem Dorn in axialer Richtung unter plastischer Verformung zusammengedrückt wird, und daß der Dorn nach dem Zusammendrücken aus der Innenbohrung (20) der Lagerbuchse (14) wieder herausgezogen wird, um das Einführen der zu lagernden Welle (22) zu ermöglichen.
  10. 10. Verfahren zum Einbau einer Lagerbuchse (14) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerbuchse (14) so in die durchgehende Bohrung (10, 11) in der Wand (4, 5) eingesetzt wird, daß ihr radial überstehender Bund (18) an der einen Seitenfläche der Wand (4, 5) anliegt, daß in die Innenbohrung (20) der Lagerbuchse (14) die zu lagernde Welle (22) eingeführt wird, und daß die Lagerbuchse (14) bei eingeführter Welle (22) in axialer Richtung unter plastischer Verformung zusammengedrückt wird.
  11. 11. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Zusammendrücken der Lagerbuchse (14) so erfolgt, daß die einander gegenüberliegenden, zuvor voneinander im Abstand befindlichen Seitenwände (25, 26) der Vertiefung (24) aneinander zum Anliegen kommen.






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