| Dokumentenidentifikation |
DE4216522A1 25.11.1993 |
| Titel |
Drehdurchführung |
| Anmelder |
A. Römheld GmbH & Co KG, 35321 Laubach, DE |
| Erfinder |
Freund, Karl-Heinz, 35321 Laubach, DE |
| Vertreter |
Bischof, H., Dipl.-Ing., 28857 Syke |
| DE-Anmeldedatum |
19.05.1992 |
| DE-Aktenzeichen |
4216522 |
| Offenlegungstag |
25.11.1993 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
25.11.1993 |
| IPC-Hauptklasse |
F16L 39/04
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| IPC-Nebenklasse |
F16L 27/08
B23Q 11/10
B23B 31/02
F15B 1/00
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| Zusammenfassung |
Die Erfindung bezieht sich auf eine Drehdurchführung für Maschinenteile. Die Drehdurchführung besteht aus einem rotierenden und einem feststehenden Teil. Zwischen diesen Teilen fließt ein unter Druck stehendes Medium. Der feststehende Teil ist für Anschlüsse mit Verbindungsbohrungen versehen, die ihrerseits mit Zuführungsbohrungen in Verbindung stehen. Das Drehteil umgibt den feststehenden Teil und hat Verbraucheranschlüsse integriert. Zum Abdichten der beiden Teile ist zwischen der Innenwand des Drehteils und der Außenwand des feststehenden Teils ein Stopfen mit Dichtelement angeordnet. Durch Unterbrechung der Druckzufuhr ist der Verbindungsanschluß drucklos machbar.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Drehdurchführung für Maschinenteile mit einem
rotierenden und einem feststehenden Teil, zwischen denen ein unter Druck stehendes
Medium fließt mit einer hohlen, um eine Mittelachse drehbar gelagerten
Drehdurchführungswelle, die mit mehreren Zu- und Abgängen versehen ist.
Es sind bereits Drehdurchführungen bekannt (DE 40 22 190), die aus einem
rotierenden und einem feststehenden Teil bestehen, bei denen die Zuführung des Mediums
über einen Kanal erfolgt, an dem sich eine Drehdurchführung anschließt. Diese
Drehdurchführung steht dann mit zwei Abschlußkanälen in Verbindung, so daß die
Mediumzufuhr wahlweise dem einen oder anderen Abschlußkanal zugeordnet werden
kann. Damit ist eine einkanalige Übertragung des Fließmediums von einem stehenden
Bereich in einen rotierenden Bereich möglich. Die Umschaltung, über welchen
Abgangskanal jeweils das Medium geführt werden soll, wird dann durch ein
Dreiwegeventil im rotierenden Bereich einer solchen Drehdurchführung bestimmt.
Bei der wahlweisen Zuschaltung von Abgangskanälen zu einem Zuführungskanal tritt
das Problem der Abdichtung auf. Normalerweise tritt an der Übergangsstelle eine
Leckage auf, die zur Druckminderung führt. Aus diesem Grund sind besondere
Dichtmittel notwendig, um die Leckage weitestgehend zu beseitigen. Andererseits
muß die Drehdurchführung aber ständig in der Lage sein, durch eine einfache
Drehbewegung die Verbindung herzustellen, die gewünscht wird.
Bei modernen Werkzeugmaschinen sind in der Regel mehrere Werkzeuge gleichzeitig
im Eingriff, so daß mehrere Druckverbindungen gleichzeitig bestehen müssen. Die
Drehdurchführung ist dieserhalb mit mehreren Anschlüssen zu versehen, von denen
jeweils nur einer in eine solche Lage gebracht werden kann, in der das angeschlossene
Werkstück drucklos gemacht werden kann, zum Beispiel, um Werkzeuge zu wechseln.
Je mehr Verbindungen bestehen, um so höher sind die Anforderungen an die
Dichtheit des Systems.
Hier setzt nun die Erfindung ein, indem erfindungsgemäß eine Drehdurchführung
geschaffen wird, an die mehrere Werkzeuge gleichzeitig angeschlossen werden
können. Dieser Drehdurchführung können mehrere Ebenen für Anschlüsse
zugeordnet werden, wobei die Ebenen übereinander liegen, so daß eine relativ große
Anzahl von Verbindungswegen herstellbar ist. In jeder Ebene ist ein Anschluß separat
ausgeführt, der mit einer eigenen Zuleitung für die Medienzufuhr in Verbindung
steht, so daß durch Unterbrechung der Medienzufuhr dieser eine Abgang drucklos
gemacht werden kann, womit ein leichtes Auswechseln des Werkzeuges möglich ist.
Dieser eine besondere Verbindungsweg ist durch einen Stopfen mit einem
entsprechenden Dichtungsmaterial gegenüber seiner Durchführung vom feststehenden
Teil zum drehenden Teil so abgedichtet, daß jede Leckage ausgeschlossen ist.
Erfindungsgemäß geschieht dieses durch die in den Ansprüchen niedergelegten
kennzeichnenden Merkmale.
In den Zeichnungsbeispielen ist die Durchführung im einzelnen näher dargestellt.
Fig. 1 zeigt einen Längsquerschnitt durch die Drehdurchführung und Fig. 2 zeigt
einen Horizontalquerschnitt durch die Drehführung im Bereich der Anschlüsse in der
Ebene a.
Die Drehdurchführung besteht aus einem feststehenden Teil 1 und einem drehbar
gelagerten Drehteil 10. In dem Teil 1 sind Anschlüsse 2a, 2b vorgesehen, die sowohl
vertikal als auch horizontal angeordnet sein können und die dazu dienen, das
Druckmedium zuzuführen. Für jede Ebene, hier a, b, ist eine gesonderte Zuführung
notwendig. Die jeweils gerade nicht benötigte Zuführung wird mit einem
Schraubverschluß 3 abgedichtet. Von diesen Zuführungen gehen Zuführungsbohrungen 4a, b, die
ihrerseits mit je einer Verbindungsbohrung 5a, b in Verbindung stehen. Die
Verbindungsbohrungen 5a, b sind am Ende jeweils mit einer Endabdichtung 6 versehen.
Ansonsten handelt es sich bei diesen Verbindungsbohrungen um Sackbohrungen
innerhalb des Gehäuseteiles 1. Im Gehäuseteil 1 befinden sich zwei Ringkanäle 7a, b,
die ständig mit dem Druckmedium in Verbindung stehen. Um die Ringkanäle
möglichst dicht abzuschließen, sind zwischen dem stehenden Teil 1 und dem drehenden
Teil 10 Dichtungen 8 ringförmig angeordnet.
Das drehende Teil 10 besitzt jetzt die einzelnen Verbraucheranschlüsse 11a, b und die
Verbraucheranschlüsse 12a, b. Diese Verbraucheranschlüsse 11 und 12 sind mit einem
Innengewinde versehen, so daß hier Verbindungsleitungen zu den Maschinen oder
Werkzeugen anschließbar sind. Die Verbraucheranschlüsse 11, 12 unterscheiden sich
dadurch, daß alle Verbraucheranschlüsse 11 in der jeweiligen Ebene a bzw. b ständig
mit dem Ringkanal 7 in Verbindung stehen und damit ständig unter Druck des
Mediums stehen. Diese Verbindung wird hergestellt über die Anschlußbohrungen 13a,
b. Die Verbraucheranschlüsse 12a, b dagegen stehen nicht mit dem Ringkanal in
Verbindung. Für diese Anschlüsse wird die Verbindung mit dem Druckmittel über die
Verbindungsbohrungen 5a, b hergestellt. Der Eingriff erfolgt zunächst über die
Zuführungsbohrung 19a, b und dann über die Durchgangsbohrung 17a, b. Diese beiden
Bohrungen sind noch Bestandteil des feststehenden Gehäuses 1. Im Drehteil 10 sind
Anschlußbohrungen 14a, b vorgesehen, über die das Druckmittel in den
Verbraucheranschluß 12 gelangt.
Im Bereich dieser Zuführung muß die Drehdurchführung abgedichtet sein. Hierzu
dient ein Stopfen 16a, b in Verbindung mit einem O-Ring 18a, b. Diesem Stopfen 16
ist ein Dichtelement 9a, b zugeordnet, mit dessen Hilfe eine Dichtheit zwischen der
Innenwand des Drehteils und der Außenwand des feststehenden Teiles im Bereich der
Durchführung erzielt wird.
Der Drehteil 10 ist gegenüber dem feststehenden Gehäuse 1 durch eine Abdichtung
20 isoliert. Über die Leitung 21 erfolgt die ständige Medienzufuhr für den Ringkanal.
Beide Gehäuseteile 1 und 10 sind durch einen Abschlußdeckel 13 verschlossen.
Die Wirkungsweise der Drehdurchführung ist folgende:
In jeder der Ebenen a und b steht in den jeweiligen Ringkanal 7a bzw. 7b das
Druckmittel an. Damit sind alle Verbraucheranschlüsse 11a bzw. 11b unter Druck gesetzt.
Die Anschlüsse 2a, b dagegen sind so ausgelegt, daß das Druckmittel wahlweise in
einem dieser Anschlüsse abschaltbar ist, also entweder in 2a oder in 2b. Damit ist die
abgeschaltete Ebene 2a oder 2b drucklos. Statt der hier gezeichneten zwei Ebenen a, b
können selbstverständlich auch mehrere Ebenen vorhanden sein. Die Beaufschlagung
der Anschlüsse 2a und 2b erfolgt über einzeln wirkende Zylinder oder über doppelt
wirkende Zylinder, die hier nicht weiter dargestellt sind. Soll ein Werkzeug gewechselt
werden, so wird sein zugehöriger Verbraucheranschluß 11 durch entsprechende
Drehung des Drehteiles in die Position 12 gebracht. Bezieht sich dieses auf Position
12a, so wird die Verbindungsbohrung 5a über 2a drucklos gemacht, so daß das an 12a
angeschlossene Werkzeug gewechselt werden kann. Gleichzeitig bleibt aber in der
Ebene b der Druck über Verbindungsbohrung 5b aufrechterhalten, so daß dieses
Werkzeug weiterhin arbeitsfähig ist. Da hiervon der Ringkanal 7a, b unberührt ist,
bleibt der Druck für alle übrigen Anschlußstellen erhalten. Nach dem Wechsel des
Werkzeuges wird wieder Druck auf die Leitung 5a über 2a gegeben, und damit steht
der Arbeitsdruck wieder zur Verfügung.
Feststehendes Teil + Drehteil
Drehdurchführung
1 feststehendes Teil
2ab Anschlüsse seitlich oder senkrecht
3 Schraubverschluß
4ab Zuführungsbohrung
5ab Verbindungsbohrung
6 Endabdichtung
7ab Ringkanal
8 Dichtungen ringförmig
9ab Dichtelement
10 Drehteil
11ab, 12ab Verbraucheranschlüsse mit Innengewinde; Verbindungen zu Maschinen, Werkzeugen und dgl.
13ab Anschlußbohrung
14ab Anschlußbohrung
15 Abschlußdeckel
16ab Stopfen
17ab Durchgangsbohrung
18ab O-Ring
19ab Zuführungsbohrung
20 Abdichtung
21 ständige Medienzufuhr
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| Anspruch[de] |
- 1. Drehdurchführung für Maschinenteile mit einem rotierenden und einem
feststehenden Teil, zwischen denen ein unter Druck stehendes Medium fließt mit
einer hohlen, um eine Mittelachse drehbar gelagerten Drehdurchführungswelle,
die mit mehreren Zu- und Abgängen versehen ist, dadurch gekennzeichnet,
- - daß in einem feststehenden Teil (1) Verbindungsbohrungen (5) vorgesehen
sind, die mit Anschlüssen (2) versehen sind,
- - daß die Verbindungsbohrungen (5) mit Zuführungsbohrungen (19) in
Verbindung stehen und
- - daß der feststehende Teil (1) von einem Drehteil (10) umgeben ist, in dem
die Verbraucheranschlüsse (11, 12) integriert sind, und
- - daß zwischen der Innenwand des Drehteiles (10) und der Außenwand des
feststehenden Teiles (1) im Bereich der Zuführungsbohrung (19) ein Stopfen
(16) angeordnet ist, der ein Dichtelement (9) aufweist,
- - daß jeder der Verbraucheranschlüsse (11) in den Bereich (12) drehbar ist
und
- - daß in dieser Stellung durch Unterbrechen der Druckzufuhr auf
Verbindungsbohrung (5) dieser Verbindungsanschluß (12) drucklos machbar ist.
- 2. Drehdurchführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
- - daß zwei oder mehrere Ebenen (a, b) von Verbraucheranschlüssen (11, 12)
angeordnet sind, denen im feststehenden Teil je Ebene eine
Verbindungsbohrung (5) zugeordnet ist,
- - daß jede Ebene (a, b) mit einer Zuführungsbohrung (19) in Verbindung steht
und
- - daß der Drehteil (10) jeweils mit einer Zuführungsbohrung über
Anschlußbohrung (14) verbindbar ist.
- 3. Drehdurchführung nach den Ansprüchen 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet,
- - daß in dem feststehenden Teil (1) ein Ringkanal (7) vorgesehen ist, mit dem
alle Verbraucheranschlüsse (11) in jeder Ebene ständig in Verbindung
stehen.
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