PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE4316013A1 25.11.1993
Titel Außenwandgeeignetes Kundendienstgerät, insbesondere für Banken
Anmelder Haggenmiller, Manfred, 7980 Ravensburg, DE;
Neidlein, Paul, 7980 Ravensburg, DE
Erfinder Haggenmiller, Manfred, 7980 Ravensburg, DE;
Neidlein, Paul, 7980 Ravensburg, DE
Vertreter Eisele, E., Dipl.-Ing.; Otten, H., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., Pat.-Anwälte, 88214 Ravensburg
DE-Anmeldedatum 13.05.1993
DE-Aktenzeichen 4316013
Offenlegungstag 25.11.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.11.1993
IPC-Hauptklasse E05G 5/00
Zusammenfassung Es wird ein in eine Gebäudeaußenwand (2) einbaubares Kundendienstgerät (5) beschrieben, das insbesondere für Banken bestimmt ist. Eine wichtige Anforderung an ein solches Gerät ist seine Einbruchsicherheit. Vorschlagsgemäß ist es gekennzeichnet durch ein Gehäuse (1), dessen Innenraum (7) mittels eines vom Benutzer bedienbaren Flächenverschlusses (9) von der Gebäudeaußenseite her zugänglich ist, und an dessen Innenfläche, insbesondere Boden (4), das Kundendienstgerät (5) befestigt ist. Eine das Gehäuse (1) umrahmende Blende (3) hat einen Schlitz (13) zum Einführen einer Magnetkarte und eine Öffnung für ein elektronisches Auge, welches die Anwesenheit eines Besuchers feststellt und nach dessen Weggang ein Signal zum Schließen des Flächenverschlusses gibt. Weitere Merkmale erstrecken sich unter anderem auf die Zugänglichkeit des Kundendienstgeräts (5) zu Wartungszwecken von der Gebäudeinnenseite her.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein in eine Gebäudeaußenwand einbaubares Kundendienstgerät, insbesondere für Banken. Unter Kundendienstgeräten werden Datenendgeräte verstanden, mittels derer ein Unternehmen auch außerhalb der Geschäftszeit mit seinen Kunden in Dialog treten kann. Bei Kreditinstituten sind dies z. B. Geldausgabeautomaten, Geräte für die Kontostandsabfrage und insbesondere Kontoauszugdrucker.

Vielfach sind solche Geräte im Automatenfoyer einer Bank untergebracht. Es häufen sich jedoch Fälle, in denen die Foyers als Schlafstätte oder für Trinkgelage genutzt werden und außerdem die Geräte mutwilliger Beschädigung anheim fallen. Auch der Einbau von Video-Überwachungsanlagen bringt selten den erhofften Erfolg.

Die Kosten für die Schadensbehebung und Reinigung steigen überproportional an.

Zwar sind Geldausgabeautomaten für den Außenwandeinbau bekannt. Zerstörungen treten hier seltener auf, insbesondere, wenn die Geräte an Stellen mit starkem und lang andauerndem Fußgängerverkehr montiert sind. Andere Kundendienstgeräte als Geldautomaten sind jedoch nicht für die Außenmontage geeignet, insbesondere sind Kontoauszugdrucker, die immer häufiger eingesetzt werden, nur in Innenräumen und auf Konsolen oder Tischflächen aufstellbar.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Vorkehrungen zu treffen, um heute gebräuchliche Kontoauszugdrucker und ähnliche als Tischgerät konzipierte Kundendienstgeräte an einer Gebäudeaußenwand einbauen und betreiben zu können, zumal nicht immer geeignete Foyerräume für die Aufstellung solcher Geräte zur Verfügung stehen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Anspruch 1 gekennzeichneten Merkmale gelöst. Der Grundgedanke besteht darin, ein Wandeinbaugehäuse so großen Volumens zu schaffen, daß Geräte der erwähnten Art darin befestigt werden können, wobei so viel Platz bleibt, daß eine ungehinderte Bedienung der Geräte möglich ist. Zum Beispiel haben Kontoauszugdrucker eine an der oberen Deckfläche angebrachte, nahezu horizontal liegende Tastatur und die bedruckten Kontoblätter werden nach oben entnommen. Es muß also insbesondere über dem Gerätegehäuse genügend Raum vorhanden sein. Um dem Benutzer Zugang zum Gehäuseinnenraum zu verschaffen, ist ein vom Benutzer selbst bedienbarer Flächenverschluß vorgesehen, insbesondere ein Metallrolladen.

Zur Identifizierung des Benutzers wird vorzugsweise ein Magnetkartenleser eingesetzt. Er liefert das Signal zum Öffnen des Flächenverschlusses und kann mit dem Magnetkartenleser des Kontoauszugdruckers kombiniert oder von diesem unabhängig sein. Zum selbsttätigen Schließen des Flächenverschlusses dient vorzugsweise ein elektronisches Auge, z. B. auf Infrarot- oder Ultraschallbasis, welches durch Reflektion die Anwesenheit einer vor dem Einbaugehäuse stehenden Person feststellt und nach deren Wegtreten das Signal zum Schließen gibt. Vorzugsweise ist der Flächenverschluß von einem Blendrahmen umgeben, an dem ein Einführschlitz für die Magnetkarte und eine Öffnung für das elektronische Auge angebracht ist. Hinter diesen Öffnungen befinden sich in einem für den Benutzer unzugänglichen Gefach die entsprechenden elektronischen Komponenten.

Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß das Gehäuse einen auf Teleskopschienen montierten Hoden aufweist, der zur Gebäudeinnenseite hin nach Öffnen der dort angebrachten Tür mitsamt dem darauf befestigten Kundendienstgerät in ganzer Tiefe herausziehbar ist.

Dadurch lassen sich Wartungs- und Nachfüllarbeiten an dem Gerät ungestört ausführen, auch wenn dazu z. B. der Deckel abgenommen werden muß.

Schließlich wird vorgeschlagen, in dem Gehäuse eine Beleuchtung anzubringen, die selbsttätig einschaltet, solange der Flächenverschluß an der Gebäudeaußenseite geöffnet ist. Außerdem kann, falls die Betriebstüchtigkeit des Geräts bei extrem niedrigen Umgebungstemperaturen nicht gewährleistet ist, wenigstens ein thermostatisch gesteuerter elektrischer Heizkörper in dem Gehäuse eingebaut sein, so daß die Temperatur nicht unter übliche Innenraumtemperaturen absinken kann.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung erläutert. Im einzelnen zeigt

Fig. 1 einen senkrecht zur Wand geführten Vertikalschnitt eines Einbaugehäuses für einen Kontoauszugdrucker,

Fig. 2 die Außenansicht des Blendrahmens dieses Gehäuses in kleinerem Maßstab und

Fig. 3 einen Horizontalschnitt des Gehäuses im Maßstab wie Fig. 2.

Die Fig. 1 bis 3 werden im Zusammenhang beschrieben. Ein aus Stahl gefertigtes Gehäuse 1 ist in eine Gebäudewand 2 so eingebaut, daß ein Blendrahmen 3 aus Edelstahl an der Gebäudeaußenfläche aufliegt. An einen Zwischenboden 4 des Gehäuses ist ein Kontoauszugdrucker 5 angeschraubt. Damit das Gehäuse 1 nicht nach außen herausgezogen werden kann, ist es durch Stützwinkel 6 gesichert. Nachdem das Gehäuse 1 zunächst ohne Blendrahmen 3 in die Maueröffnung montiert worden ist, wird der Blendrahmen aufgesetzt und von innen verschraubt.

Der Innenraum 7 des Gehäuses 1 ist so groß, daß über dem Kontoauszugdrucker 5 genügend Raum zur Bedienung der Tastatur und zum Entnehmen der Kontenblätter zur Verfügung steht. Die Zugangsöffnung 8 an der Gebäudeaußenseite ist normalerweise durch einen Metallrolladen 9 einbruchsicher verschlossen. An der Gebäudeinnenseite ist eine Tür 10 vorgesehen. Zum Öffnen des Metallrolladens dient ein Magnetkartenleser 11, der in einem eigenen Gefach 12 unterhalb des Zwischenbodens 4 untergebracht ist, wobei die Magnetkarte durch einen Schlitz 13 eingeführt werden kann. Neben diesem Einführschlitz 13 befindet sich eine geeignete Öffnung 14 in dem Blendrahmen 3, durch welche ein Anwesenheitsgeber 15 Strahlungssignale aussenden und empfangen kann, um nach Weggehen des Benutzers den Metallrolladen 9 wieder zu schließen.

Das Gefach 12 enthält außerdem einen elektrischen Heizkörper 16.

Die Wickelwelle des Metallrolladens 9 und deren Antrieb befindet sich in einem weiteren für den Benutzer unzugänglichen Gefach oberhalb des Innenraumes 7. In die Decke des Raumes ist eine Lampe 17 eingebaut, der Zwischenboden 4, auf dem der Kontoauszugdrucker 5 aufgeschraubt ist, ist auf nicht dargestellten Teleskopschienen gelagert, die es ermöglichen, ihn bei geöffneter Tür 10 zur Gebäudeinnenseite hin voll herauszuziehen. Dadurch ist es möglich, Wartungs- und Nachfüllarbeiten schnell und einfach durchzuführen. Im Beispiel hat der Kontoauszugdrucker 5 einen Klappdeckel 18, der in halbgeöffneter Stellung strichpunktiert angedeutet ist. Über dem Druckergehäuse ist so viel Raum, daß dieser Deckel 18 bei geöffnetem Metallrolladen 9 auch von außen her geöffnet werden kann.

1 Gehäuse

2 Wand

3 Blendrahmen

4 Zwischenboden

5 Kontoauszugdrucker

6 Stützwinkel

7 Innenraum

8 Zugangsöffnung

9 Metallrolladen

10 Tür

11 Magnetkartenleser

12 Gefach

13 Einführschlitz

14 Öffnung

15 Anwesenheitsgeber

16 Heizkörper

17 Lampe

18 Klappdeckel


Anspruch[de]
  1. 1. In eine Gebäudeaußenwand einbaubares Kundendienstgerät, insbesondere für Banken, gekennzeichnet durch ein einbruchsicheres Gehäuse (1), dessen Innenraum (7) mittels eines vom Benutzer bedienbaren Flächenverschlusses von der Gebäudeaußenseite her zugänglich ist, und an dessen Innenfläche, insbesondere Boden (4), das Kundendienstgerät (5) befestigt ist.
  2. 2. Kundendienstgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Gehäuse (1) eine den Flächenverschluß umrahmende Blende (3) angebracht ist, die einen Schlitz (13) zum Einführen einer Magnetkarte und eine Öffnung (14) für ein elektronisches Auge aufweist.
  3. 3. Kundendienstgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Flächenverschluß ein Metallrolladen (9) ist.
  4. 4. Kundendienstgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (1) an der Gebäudeinnenseite eine Tür (10) aufweist und daß ein auf Teleskopschienen montierter Boden (4) mit dem darauf befestigten Kundendienstgerät (5) bei geöffneter Tür (10) in ganzer Tiefe herausziehbar ist.
  5. 5. Kundendienstgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Gehäuse (1) eine benutzungsabhängig geschaltete Innenbeleuchtung (17) eingebaut ist.
  6. 6. Kundendienstgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (1) einen thermostatgesteuerten Elektroheizkörper (16) enthält.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com