Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Schutzelemente von Wirbelschichtkesseln.
Die einmalige Durchgangszirkulation von Wirbelschichtkesseln erfordert ein erfinderisches
System, um im Falle des Verlustes des normalen Kühlmittelstroms ein Kühlmittel bzw. einen
Kühlmittelstrom aufrechtzuerhalten. Eine Bereitschaftspumpe und ein Vorratstank für das Zuführen
von Kühlmittel zu dem Abgasvorwärmer eines Kessels ist in der Vergangenheit bereits
vorgeschlagen worden. Jedoch stellen der schnelle Druckabfall und der thermische Schock beim
Verwenden von Kühlmitteln mit niedriger Temperatur ein Problem insofern dar, als wahrscheinlich
daraus wahrscheinlich die Beschädigung der Wärmetauscherrohre und der anhängenden
Kornponenten resultiert.
Eine technische Veröffentlichung von Babcock & Wilcox mit dem Titel (in Übersetzung)
Das schnelle Wirbelschichtbett - ein echter Mehrfachbrennstoffkessel" von L. Stromberg et al,
welche bei der Achten Internationalen Konferenz für Wirbelschichtverbrennung in Houston, Texas,
USA, vom 18. bis 21. März 1985 vorgestellt worden war, offenbart den Aufbau und Betrieb eines
schnellen Wirbelschichtkessels unter Verwendung einer Umhüllungswand, eines Bettes, eines
Überhitzers und eines Abgasvorwärmers bzw. Wärmeaustauschern hierfür.
Das US-Patent Nr. US-A-4,563,267 (J.J. Graham et al) offenbart die Probleme des
thermischen Schocks für Dampfgeneratorspulen bzw. Windungen eines Wirbelschichtreaktors,
wenn der Reaktor Lastwechseln ausgesetzt wird.
Die technische Publikation von Babcock & Wilcox mit dem Titel "Das atmosphärische
Wirbelschichtbett-Verbrennungs-Entwicklungsprogramm von Babcock & Wilcox" (The Babcock &
Wilcox Atmospheric Fluidized Bed Combustion Development Program"), von J.W. Smith, welches
bei der jährlichen Konferenz 1982 "Southeastern Electric Exhange" in Kissimmee, Florida, USA,
vom 21. bis 23. April 1982 vorgestellt wurde, offenbart den Aufbau und Betrieb von
atmosphärischen Wirbelschichtverbrennungsanlagen. Gemäß dieser Veröffentlichung befindet sich das
Wirbelschichtbett in derartigen Verbrennungsanlagen in einem Temperaturbereich von 816 bis
871ºC (1500 bis 1600ºF).
Wirbelschichtverbrennungsanlagen, die rohrförmige Wärmetauscher an verschiedenen
Stellen über den gesamten Strömungsweg des Verbrennungsgases hinweg, ebenso wie an den
Hüllwänden bzw. Gehäusewänden der Verbrennungsanlage haben, sind in den US-Patenten Nr.
US-A4,542,716 (J. Dreuilhe et al) und US-A-4,614,167 (J. Bergkvist) offenbart.
Die Druckschrift VGB Kraftwerkstechnik, Band 67, Juni 1987, Seiten 556 bis 559, K.
Maintok, P. Winklhoter, betrifft ein Notkühlsystem für einen Wirbelschichtkessel.
Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung ist ein System für den Schutz von Elementen
bzw. Bauteilen eines Wirbelschichtkessels gegen thermische Fehlanpassung während
Übergangsbetriebszuständen vorgesehen, wobei die Komponenten zumindest einen Wärmetauscher
aufweisen, der an einem Ende mit einer Kühlmittelzufuhr bzw. einer Kühlmittelzufuhrleitung für die
Zufuhr von Kühlmittel, welches erhitzt und unter Druck verdampft werden soll, verbunden ist und
an dem entgegengesetzten Ende mit einem Separator bzw. Abscheider verbunden ist, für das
Abtrennen flüssigen Kühlmittels von verdampftem Kühlmittel, wobei das System einen
Kühlmitteleinspritztank aufweist, der mit der Kühlmittelzufuhrleitung für die Zufuhr von Kühlmüttel zu dem
Wärmetauscher verbunden ist,
gekennzeichnet durch eine Ventileinrichtung zum Öffnen und Schließen der Verbindung
zwischen dem Einspritz- bzw. Injektionstank und der Kühlmittelzufuhrleitung,
einer Heizeinrichtung in dem Einspritztank zum Aufheizen des darin befindlichen
Kühlmittels etwa auf die Temperatur der Kühlmittelzufuhr bzw. -einspeisung in den Wärmetauscher,
wobei die Ventileinrichtung beim Auftreten eines thermischen Fehlanpassungszustandes in dem
Wärmetauscher in Betrieb gesetzt werden kann, und
Druckaufbringeinrichtungen zum unter Druck Setzen des Einspritztankes, um zu bewirken,
daß das darin enthaltene Kühlmittel während des thermischen Fehlanpassungszustandes durch
den Wärmetauscher fließt.
Gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung ist ein Verfahren zum Schützen von
Elementen bzw. Komponenten eines Wirbelschichtkessels gegen thermische Fehlanpassung während
Übergangsbetriebszuständen vorgesehen, wobei die Komponenten zumindest einen
Wärmetauscher einschließen, der an einem Ende mit einer Kühlmittelzufuhrleitung verbunden ist, welche
Kühlmittel zuführt, daß erhitzt und unter Druck verdampft werden soll, und an dem
entgegengesetzten Ende mit einem Separator verbunden ist, um flüssiges Kühlmittel von verdampftem
Kühlmittel zu trennen, wobei das Verfahren aufweist:
Verbinden eines Einspritztankes mit dem Separator, um den Einspritztank während des
Anlaufens bzw. Startens des Wirbelschichtkessels mit erwärmtem, flüssigen Kühlmittel zu füllen,
und
Verbinden des Einspritztankes mit der Kühlmittelzufuhrleitung vor dem Wärmetauscher,
gekennzeichnet durch Erhitzen des Kühlmittels in dem Einspritztank, um die Temperatur
des Kühlmittels in dem Einspritztank etwa auf der Temperatur der Kühlmittelzufuhr bzw. des
eingespeisten Kühlmittels in dem Wärmetauscher zu halten, und
unter Druck Setzen des Einsoritztankes, so daß während des Auftretens eines
thermischen Fehlanpassungszustandes bewirkt wird, daß das Kühlmittel in dem Einspritztank von dem
Einspritztanks zu dem Wärmetauscher strömt.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung, welche im einzelnen im folgenden
beschrieben wird, sieht eine Vorrichtung (ein System) und ein Verfahren für die Zufuhr von
Kühlflüssigkeit in das Innere der Wärmeaustauscherrohre eines Wirbelschichtkessels unter
Noffallbedingungen vor, um einen schnellen Druckabfall und einen thermischen Schock zu
vermeiden. Das bevorzugte System schützt Wärmetauscherrohre eines Wirbelschichtkessels
gegen thermische Fehlanpassung während Übergangsbetriebszuständen, wie z.B. beim Anfahren
und Herunterfahren. Der Wirbelschichtkessel hat zumindest einen rohrförmigen Wärmetauscher,
dem an einem Ende ein Kühlmittel, wie z.B. Speisewasser zugeführt werden soll, das unter Druck
erhitzt werden soll. Das entgegengesetzte Ende des rohrförmigen Wärmetauschers ist mit einem
Abscheider bzw. Separator verbunden, vorzugsweise in vertikaler Ausrichtung, um die Dampf-
Wasser-Mischung, die von dem rohrförmigen Wärmetauscher abgegeben wird, zu trennen. Ein
Einspritztank, der eine Zufuhrmenge von Wasser speichert, ist mit dem rohrförmigen
Wärmetauscher über Leitungen verbunden, die mit Ventilen ausgerüstet sind, welche die Verbindung
zwischen dem Einspritztank und dem rohrförmigen Wärmetauscher öffnen und schließen können.
Der Einspritztank kann gefüllt, erwärmt und unter Druck gesetzt werden, während der
Wirbelschichtkessel in Betrieb gesetzt wird, wobei Speisewasser aus dem Dampf-Wasser-Separator
verwendet wird. Bei höherer Belastung hält ein Heizer, der in dem Einspritztank oder um diesen
herum vorgesehen ist, die Temperatur des Speisewassers in dem Tank etwa auf der Temperatur
des Speisewassers in dem rohrförmigen Wärmetauscher. Eine Quelle aus unter Druck stehendem
Gas hält den notwendigen Druck aufrecht, um zu bewirken, daß das Wasser in dem Einspritztank
unter Notfallbedingungen durch den rohrförmigen Wärmetauscher fließt. Wenn eine Notsituation
eintritt, die einen Schutz der Wärmeaustauscherrohre durch die normale Speisewasserzufuhr
verhindert, wird das bevorzugte Notfallbettkühlungssystem nach einer wählbaren Zeitverzögerung
aktiviert, um einen Strom von unter Druck stehendem und vorgeheiztem Speisewasser aus dem
Injektionstank in die Wärmetauscherrohre bereitzustellen. Ein thermischer Schock bzw. ein
Abschrecken wird vermieden durch Aufrechterhalten der Temperatur des Speisewassers in dem
Injektions- bzw. Einspritztank auf etwa der Temperatur des Speisewassers in dem rohrförmigen
Wärmetauscher.
Vorteile des bevorzugten Systems schließen die Tatsache ein, daß die Hauptkomponenten
des Systems während des Anlaufbetriebs verwendet werden, um die Betriebseigenschaften zu
verbessern. Ein thermischer Schock und ein schneller Druckabfall sind viel weniger problematisch
für die Kesselkomponenten. Die Fähigkeit des sofortigen Einspritzens unter dem Erfordernis einer
hohen Strömungsrate, ebenso wie bei niedrigen Strömungsraten, die später während des Betriebs
des Kessels erforderlich sind, werden beide durch das System bereitgestellt. Der Einspritztank
kann anfänglich aufgewärmt werden und an die Temperatur und den Druck des Speisewassers
des Kessels mit weniger Energieverlust angepaßt werden. Bei hoher Belastung erfordert das
Aufrechterhalten der thermischen Bedingungen bzw. Zustände für das Noffallspeisewasser viel
geringere Energie und erfordert keine zusätzliche teure Ausrüstung.
Die Erfindung wird jetzt weiter beschrieben anhand eines veranschaulichenden und nicht
beschränkenden Beispiels unter Bezug auf die zugehörige Zeichnung, wobei die einzige Figur ein
schematisches Blockdiagramm des oben erwähnten bevorzugten Systems ist, welches eine
Ausführungsform der Erfindung zum Schutz von Komponenten eines Wirbelschichtkessels
darstellt.
Die Figur zeigt ein System, welches die Erfindung zum Schutz eines Wirbelschichtkessels
gegen thermische Fehlanpassung während Übergangsbetriebszuständen verwirklicht, wie z.B.
beim Anfahren, Herunterfahren und unter Notfallbedingungen. Der Kessel hat zumindest einen
rohrförmigen Wärmetauscher, der als eine den Kessel einhüllende Oberfläche 10 und als
Verdampfungsfläche 11 dargestellt ist. Ein Steuerventil 12 reguliert die Menge von Speisewasser, die
einem Abgasvorwärmer 13 zugeführt wird. Erhitztes Speisewasser, welches von dem
Abgasvorwärmer 13 abgegeben wird, wird durch eine Speisewasserleitung 24 für ein weiteres Aufheizen
hindurchgeleitet, während es durch die Kesselhüllfläche 10 und die Verdampfungsfläche 11
hindurchläuft. Eine Dampf-Wasser-Mischung, die von der Verdampfungsfläche 11 abgegeben wird,
wird durch eine Dampf-Wasser-Leitung 25 zu einem Dampf-Wasser-Separator 6 geleitet. Der
Dampf wird aus der Mischung abgetrennt und an einen oder mehrere Überhitzer 18 geleitet. Der
überhitzte Dampf wird dann durch eine Dampfleitung 26 zu Zweigleitungen 26A und 26B geleitet,
wobei die erstgenannte den Dampf an eine (nicht dargestellte) Dampfturbine leitet und die letztere
an der Dampfturbine vorbeiführt und ein Steuerventil 21 aufweist, welches den Dampfstrom
während des Anfahrens der Turbine oder des Herunterfahrens reguliert. Die Dampfleitung 26 ist
an eine Entlüftungsleitung 27 angeschlossen, die ein Drucksteuerventil 17 aufweist, um den
Druckabfall bzw. das Druckablassen und die Verdampfungskühlung des oder der Überhitzer(s) 18
zu regulieren. Ein Ventil 6A ist in der Dampfleitung 26 auf der Ausgabeseite des Dampf-Wasser-
Abscheiders 6 angeordnet. Das Ventil 6A kann während des Anfahrens und Herunterfahrens des
Wirbelschichtkessels gedrosselt werden, um den Dampfdruck in dem Separator 6 zu erhöhen. Für
den Fall, daß das Ventil 17 unwirksam wird, kann das Ventil 6A verwendet werden, um das
Druckablassen und das Verdampfungskühlen des bzw. der Überhitzer 18 zu regulieren. Eine
Bypass-Leitung 25A verbindet die Dampf-Wasser-Leitung 25 mit der Dampfleitung 26 und weist
ein Ventil 6B auf, das reguliert werden kann, um während eines Hochlastbetriebes Dampf um den
Separator 6 herum bzw. an diesem vorbeizuleiten und damit den Druckverlust zu reduzieren.
Ein Kondensatleitung 30 verbindet das untere Ende des Separators 6 mit einem (nicht
dargestellten) Kondensator und stellt eine Einrichtung für die Abgabe von Speisewasser von dem
Separator 6 zu dem Kondensator bereit. Eine Speisewasserfülleitung 29 ist mit der
Kondensatleitung 30 verbunden und weist ein Steuerventil 8 auf, das so arbeitet, daß es sicherstellt, daß der
Separator 6 die minimale Speisewasserzufuhr erhält, die erforderlich ist, um im Ergebnis eine
positive Saughöhe für eine Kesselkreislaufpumpe 9 aufrechtzuerhalten. Das Speisewasserniveau
in dem Separator 6 wird über ein Kontrollgerät 42 durch einen Wandler 40 überwacht. Das
Kontrollgerät 42 kann mit dem Steuerventil 8 verbunden sein, um erforderlichenfalls dem
Separator 6 Speisewasser zuzuführen.
Die Kondensatorleitung 30 schließt Ventile 4 und 5 ein und ist mit einer Zulieferleitung 46
für Einspritzkühlwasser bzw. für Einspritzspeisewasser und einem Speisewassereinspritztank 1
über eine Querverbindungsleitung 32 und eine Tanküberlaufleitung 34 verbunden. Die Leitungen
32 und 34 schließen Ventile 2 bzw. 3 ein. Eine Bypass-Leitung 32A ist in Umgehung des Ventiles
2 vorgesehen und weist ein Rückschlagventil 2A auf, welches einen Kühlwasserstrom zu dem
Einspritztank 1 von dem Separator 6 bei jeder Belastung zuläßt und dadurch den
Einspritztankdruck bei oder in der Nähe des Druckes des vertikalen Separators hält. Die Ventile 2, 3, 4 und 5
stellen Mittel für das wahlweise Leiten des Stromes von Speisewasser und Kondensat zu und von
dem Separator und dem Einspritztank 1 sowie des Stromes von Kondensat von dem Separator
6 zu dem Kondensator (nicht dargestellt) bereit.
Der Einspritztank 1 wird durch Einleiten von unter Druck stehendem Gas, wie z.B.
Stickstoff, über eine Gasleitung 45 aktiviert. Der Druck in dem Einspritztank 1 wird durch ein
Gassteuerventil 15 reguliert, um zu bewirken, daß das Speisewasser von dem Einspritztank 1
durch die Kesselhüllfläche 10 und die Verdampfungsfläche 11 fließt, wenn ein Steuerventil 14 in
der Zulieferleitung 36 für Einspritzspeisewasser aufgrund von Notfallbedingungen geöffnet wird.
Ein Heizer 7 ist in dem Einspritztank 1 angeordnet, so daß bei höheren Kessellasten die
Temperatur des Speisewassers in dem Einspritztank 1 auf derselben Temperatur oder in etwa auf der
Temperatur wie das Speisewasser in der Kesselhüllfläche 10 und der Verdampfungsfläche 11
gehalten wird. Eine Speisewasserfüllpumpe 19 liefert Frischwasser aus einem oder mehreren
Vorratstanks (nicht dargestellt) zu dem Einspritztank 1. Ein Ventil 20 ist auf der Abgabeseite der
Pumpe 19 angeordnet, um das Frischwasser zu dem Einspritztank 1 zu lassen.
Der Boden des Abscheiders bzw. Separators 6 ist mit einer Kreislaufleitung 28 verbunden,
die sich in eine natürliche Kreislaufleitung 28A und eine Einlaßleitung 28B für eine
Kesselkreislaufpumpe verzweigt, wobei letztere (Leitung) an die Kesselkreislaufpumpe 9 (Kühlmittel) abgibt,
welche durch das elektrische System oder durch einen Bereitschaftsdieselgenerator 16 mit
Energie versorgt wird. Die Pumpe 9 ist mit Hilfe einer Abgabeleitung 44, der Zulieferleitung 36 für
Einspritzspeisewasser und der Speisewasserleitung 24 mit der Kesselhüllfläche 10 und der
Verdampfungsfläche 11 verbunden, um während des Abkühlens des Bettes das Wasser des
vertikalen Separators dahindurch zu zirkulieren. Die Leitung 28A weist ein natürliches
Zirkulationsventil 22 auf, welches, wenn es geöffnet ist, einen wärmeinduzierten (natürlichen) Kreislauf
zwischen dem Separator 6 und der Kesselhüllfläche 10 und der Verdampfungsfläche 11 zuläßt,
nachdem die Pumpe 9 ausgeschaltet ist. Eine Leitung 28C weist ein Ventil 9C auf und verbindet
die Kondensatorleitung 30 und die Ausgabepumpleitung 44 für den Kesselkreislauf, um eine
Anpassung an den minimalen Rezirkulierungsstrom bereitzustellen, der für den Schutz der Pumpe
9 erforderlich ist. Die Ausgabeleitung 44 enthält ein Steuerventil 9A und ein Rückschlagventil 9B,
um den Ausstoß der Pumpe 9 zu regulieren. Eine Leitung 46 verbindet die Zulieferleitung 36 für
Einspritzspeisewasser mit der Leitung 44 am Ausgabeende der Pumpe 9, um Speisewasser zu
zirkulieren, um die Pumpe 9 aufzuwärmen, wenn letztere außer Betrieb ist. Die Leitung 46 enthält
ein Steuerventil 9D und ein Rückschlagventil 9E.
Die Kesselhüllfläche 10 weist Wärmetauscherrohre auf, die Seite an Seite angeordnet
sind, um eine Umhüllung zu bilden, die das Wirbelschichtbett enthält. Die Verdampfungsfläche 11
weist Bündel von Wärmetauscherrohren auf, die in das Wirbelschichtbett eintauchen. Die
Kesselhüllfläche 10 und die Verdampfungsfläche 11 haben einen konventionellen Aufbau, der auf dem
Gebiet der Wirbelschichtkessel wohlbekannt ist.
Bei Gebrauch des Systems wird der Einspritztank 1 gefüllt, erwärmt und unter Druck
gesetzt während der Wirbelschichtkessel angefahren wird. Die Ventile 2A, 3 und 5 werden
geöffnet, um Speisewasser von dem Separator 6 zu dem Einspritztank 1 fließen zu lassen. Das
Ventil 4 öffnet sich beim Kaltanfahren, um über das Ventil 5 einen Strom zu dem Kondensator zu
ermöglichen, ohne den vertikalen Separator 6 zu fluten. Während des Betriebs der Wirbelschicht
bzw. des Wirbelschichtbettes sind die Ventile 2 und 3 normalerweise geschlossen und bei höherer
Belastung wird der Heizer 7 in Betrieb gesetzt, um die Speisewassertemperatur in dem
Einspritztank 1 im wesentlichen auf der gleichen Temperatur zu halten, wie die Temperatur des
Speisewasserstromes durch die Kesselhüllfläche 10 und die Verdampfungsfläche 11. Wenn sich
der Speisewasserstrom bei niedriger Belastung oder während Übergangsbetriebszuständen dem
minimalen Erfordernis nähert, läuft der Separator 6 trocken. Unter solchen Bedingungen öffnet
sich das Steuerventil 8, um dem Separator 6 Speisewasser zuzuführen und damit den
erforderlichen, positiven Nettosaughöhendruck für die Kreislaufpumpe 9 aufrechtzuerhalten. Das
Steuerventil 8 kann auch bei höherer Belastung geöffnet werden, um das Speisewasser in dem
Separator 6 auf dem Niveau zu halten, welches erforderlich ist, um die Kesselkreislaufpumpe 9 bei
Bedarf starten zu können.
Das Notkühlsystem des Bettes bzw. der Wirbelschicht wird nach einer wählbaren
Zeitverzögerung beim Auftreten von Zuständen aktiviert, welche den Schutz der Kesselhüllfläche 10 und
der Verdampfungsfläche 11 durch die normalen Einrichtungen des Speisewasserstromes von dem
Abgasvorwärmer 13, der durch das Steuerventil 12 reguliert wird, verhinder, bzw. nicht
gewährleisten. Wenn das Notkühlsystem aktiviert wird, wird die Feuerung bzw. Brennstoffzufuhr für die
Wirbelschicht gestoppt, das Steuerventil 14 für Einspritzspeisewasser wird geöffnet und das
Gassteuerventil 15 reguliert den Gasdruck in dem Einspritztank 1, um bis zu 100 % eines
maximalen, kontinuierlich gemessenen Speisewasserstromes für etwa eine Minute, oder bis der
Bedarf an Speisewasserkühlung reduziert ist, aufrechtzuerhalten. Wenn die Kreislaufpumpe 9
nicht in Betrieb ist und der Separator 6 nicht das erforderliche Niveau von Speisewasser hat, wird
das Ventil 2 geöffnet, um das Speisewasserniveau in dem Separator 6 bereitzustellen, welches
ein Starten der Pumpe 9 zuläßt. Sobald die Pumpe 9 in der Lage ist, den gewählten
Speisewasserstrom zu der Kesselumhüllung 10 und der Verdampfungsfläche 11 zu liefern, wird der
Strom von Speisewasser aus dem Einspritztank 1 durch das Steuerventil 14 unterbrochen. Wenn
die Kesselumhüllung 10 und die Verdampfungsfläche 11 auf sichere Temperaturnlveaus abgekühlt
sind, kann die Pumpe 9 ausgeschaltet werden und das Ventil 22 für natürliche Zirkulation geöffnet
werden.
Im Falle einer völligen Anlagenabschaltung werden die normalen Strömungspfade
unterbrochen, was bewirkt, daß das gesamte Wirbelschichtbett isoliert wird. In diesem Zustand öffnet
sich das Drucksteuerventil 17, um das Druckablassen und Verdampfungskühlen des (der)
Überhitzer(s) 18 zu regulieren. Der Speisewasserverlust während des Verdampfungskühlens der
(des) Überhitzer(s) 18 wird durch das Notkühlsystem durch Aktivierung der Kondensatfüllpumpe
19 ersetzt, um dem Einspritztank 1 frisches Speisewasser von einem oder mehreren (nicht
dargestellten) Speichertanks zuzuführen. Der Strom von frischem Speisewasser zu dem
Einspritztank 1 wird durch das Ventil 20 bereitgestellt.