Verwendung von Kondensaten der Asparaginsäure sowie den Alkali- und Ammoniumsalzen der Kondensate als Belagsverhinderer bei der Eindampfung von Zuckersäften.
Beschreibung[de]
Die Erfindung betrifft die Verwendung von Kondensaten der
Asparaginsäure als Belagsverhinderer bei der Eindampfung von
Zuckersäften.
Bei der Herstellung von Zucker aus Zuckerrohr oder aus
-rüben wird der durch Extraktion des pflanzlichen Materials
erhaltene wäßrige Saft vor dem Eindampfen von
Zuckerbegleitstoffen durch Zusatz von Calciumhydroxid befreit. Das
überschüssige Calciumhydroxid muß anschließend entfernt werden.
Es kann entweder durch Einleiten von Kohlendioxid in die
Zucker enthaltende wäßrige Lösung oder auch durch Zugabe von
Phosphorsäure ausgefällt werden. Im Zuckersaft verbleiben
jedoch stets gelöste Anteile an Calciumcarbonat bzw.
-phosphat. Die schwer löslichen Calciumsalze fallen dann während
des Eindampfens des Zuckerdünnsaftes aus und verursachen
Betriebsstörungen. Sofern der Zuckersaft gebleicht wird, z. B.
mit Hilfe von Schwefeldioxid oder durch Zugabe von Sulfiten,
bilden sich ebenfalls schwer lösliche Calciumsalze, nämlich
Calciumsulfit bzw. -sulfat, die nicht quantitativ aus dem
Zuckerdünnsaft entfernt werden können und somit zur
Belagsbildung beim Eindampfen beitragen. Während des Eindampfens
des Zuckerdünnsaftes im Temperaturbereich von über 100 bis
etwa 110°C entstehen in den mit Calciumhydroxid behandelten
Zuckersäften ferner Calciumoxalat und -silikat. Der
Zuckersaft enthält außerdem amorphe Kieselsäure. Die genannten
Stoffe scheiden sich beim Eindampfen der wäßrigen
Zuckersaftlösungen in Form von harten, steinartigen Belägen auf
Anlagenbauteilen, insbesondere Wärmeaustauscheroberflächen,
ab. Stärkere Belagsbildungen in den
Verdampfungseinrichtungen bedingen einen häufigen Stillstand der Anlagen, weil die
Beläge in zeitraubenden Reinigungsoperationen entfernt
werden müssen.
Um die Ausfällung von Manganionen aus wäßriger Lösung zu
inhibieren, fügt man gemäß der Lehre der US-PS 4 552 665 zu
einer wäßrigen Lösung, die Manganionen enthält, 0,1-20 ppm
eines Copolymerisates aus Acrylsäure und
2-Acrylamido-2-methyl-propansulfonsäure eines Molekulargewichts von
vorzugsweise weniger als 25 000 und insbesondere unterhalb
von 10 000. Die Copolymerisate wirken als Inhibitor in
Kühlsystemen, bei der Boilerwasserbereitung, der umgekehrten
Osmose und bei der Eindampfung von Zuckersäften.
Aus der DE-PS 30 27 236 sind Terpolymerisate bekannt-, die
erhältlich sind durch Copolymerisation von
2-Acrylamido-2-methylpropansulfonsäure, Acrylamid und Acrylsäure in
wäßriger Lösung in Gegenwart von Radikalbildnern. Diese
Copolymerisate haben Molekulargewichte zwischen 500 und
20 000, vorzugsweise zwischen 1000 und 10 000. Sie werden
gegebenenfalls nach vollständiger oder teilweiser
Neutralisation, zur Verhinderung von Inkrustationen bei
gleichzeitigem Korrosionsschutz in wasserführenden Systemen verwendet,
z. B. in Kühl- und Warmwasserkreisläufen, Koch- und
Verdampfstationen, Wärmetauschern, Turbinen und Pumpen. Die
Terpolymerisate werden in Mengen von wenigstens 2 ppm
eingesetzt.
Wie oben dargelegt, treten insbesondere bei der Eindampfung
von Zuckersäften chemisch unterschiedlich zusammengesetzte
Belagsarten auf, für deren Inhibierung bisher keine
universell einsetzbaren Produkte zur Verfügung stehen. Im
Gegensatz zu Belägen, die sich in Koch- und Verdampferstationen
zur Dampferzeugung, bei der Meerwasserdestillation sowie in
Boilern bilden, entstehen bei der Eindampfung von
Zuckersäften Beläge, die insbesondere schwerlösliche Calciumsalze
organischer Säuren sowie amorphe Kieselsäure enthalten. Ferner
werden diese Beläge verstärkt durch organische
Zersetzungsprodukte des Zuckers. Die zur Eindampfung kommenden
Zuckersäfte weisen, bedingt durch den Prozeß der Saftreinigung,
sehr hohe Konzentrationen an Calciumionen, -sowie Carbonat-,
Sulfat-, Oxalat- und Silicationen auf. Daher sind übliche
Belagsverhinderer, die zur Konditionierung von z. B.
Kühlwasser, Boilerwasser, Prozeßwasser sowie in der
Meerwasserentsalzung eingesetzt werden, nur sehr unzureichend wirksam.
Bisher wurden zur Verhinderung der Bildung von Belägen,
Niederschlägen und Verkrustungen anorganischer Salze beim
Eindampfen von Zuckersäften synthetische Polynatriumacrylate
mit Molmassen um 1200 verwendet. Diese Polycarboxylate
gelangen mit dem Abwasser in Kläranlagen und sind dort nicht
biologisch abbaubar. Die adsorptive Bindung an den
Klärschlamm ist oft nicht ausreichend. Desweiteren kann nicht
ausgeschlossen werden, daß durch Adsorption an die
ausfallenden Zuckerkristalle geringe Mengen der Polycarboxylate
zum menschlichen Verzehr gelangen.
Polyasparaginsäure und Kondensate der Asparaginsäure mit
anderen Aminosäuren sind bekannt.
So wird beispielsweise in Nature, Band 163, 213 (1949)
beschrieben, daß sich beim Erhitzen von Asparaginsäure auf
200°C hochmolekulare Kondensationsprodukte bilden. Aus
Journal of the American Chemical Society, Band 74,
Seiten 5304 und 5307 (1952) ist die thermische
Polykondensation von Asparaginsäure/Glutaminsäuremischungen in
Gegenwart von Phosphorsäure bekannt.
In Arch. Biochem. Biophys. Band 86, 281-285 (1960) wird die
Polykondensation von Aminosäuremischungen, bestehend auf
2 Teilen Glutaminsäure, 2 Teilen Asparaginsäure und einem
Teil einer Mischung aus anderen Aminosäuren in Gegenwart von
Phosphorsäure bei Temperaturen über 100°C beschrieben. Es
werden Proteinoide erhalten, die mit steigender
Kondensationstemperatur steigende Ausbeuten und höheres Molgewicht
besitzen. Die Proteinoide enthalten 10 bis 30 mol-%
Glutaminsäureeinheiten einkondensiert. Die Glutaminsäureeinheiten
befinden sich hauptsächlich an den Kettenenden. Die
erreichbaren Molmassen liegen bei 35 000.
Durch rein thermische Behandlung von Glutaminsäure bildet
sich gemäß Journal of the American Chemical Society,
Band 80, Seite 2694 (1958) nahezu quantitativ
Pyroglutaminsäure, die zur Polykondensation nicht fähig ist. Durch
Copolykondensation von Glutaminsäure und anderen Aminosäuren
sind jedoch Polykondensate herstellbar, die
Glutaminsäureeinheiten einkondensiert enthalten.
In Nature, Band 190, Seite 531 (1961) und Polym.
Bull., Band 1 (1978), 3, 177-180 wird die thermische
Polykondensation von L-Asparagin und Isoasparagin in siedendem
Wasser beschrieben. Es bilden sich Polyasparaginsäuren mit
mittleren Molmassen bis zu 3000.
In Journal of Organic Chemistry, Band 26, 1084 (1961) wird
die Polykondensation von N-Acetylasparaginsäure bei
145-200°C unter Abspaltung von Wasser und Essigsäure
beschrieben. Es bildet sich ein glasiger Festkörper, der als
Polyaspartimid identifiziert worden ist. In dieser
Literaturstelle wird auch die Polykondensation des Hydrobromids
des Asparaginsäureanhydrid in Pyridin beschrieben.
Eine Methode unter Verwendung von Phosphorsäure zur
Polykondensation der DL-Asparaginsäure wird von Neri in Journal of
Medicinal Chemistry, Vol. 16, 893-897 (1972) beschrieben.
Bei einem Molverhältnis von Phosphorsäure/Asparaginsäure von
0,6 wird ein Polyaspartimid erhalten, das als Lösung in
Dimethylformamid eine reduzierte Viskosität von 45 ml/g
besitzt. Durch Umsetzung mit Ethanolamin wird eine
modifizierte Polyasparaginsäure erhalten, die als Plasmaexpander
geeignet ist.
Durch thermische Polykondensation erhaltene
Polyasparaginsäuren sind als Korrosionsinhibitoren für Stahl geeignet,
vgl. Surface Reactive Peptides and Polymers, C.S. Sikes und
A.P. Wheeler, Dallas, 1989, ACS Symposium Series 444,
Washington 1991, Kapitel 21.
Die Verwendung von biologisch abbaubaren Polymeren als
Additive in der Wasserbehandlung wird als ökologisch
erfolgversprechende Alternative für die rein synthetischen Polymeren
beurteilt, vgl. US-A-4 534 881 sowie Beiträge von Sikes und
Wheeler in Chemical Aspects of Regulation of Mineralization,
Univ. S. Alabama Publ. Services, Mobile, 1988, Seiten 15-20
und in Surface Reactive Peptides and Polymers (siehe oben).
Für die Verhinderung mineralischer Abscheidungen werden in
der US-A-4 868 287 polyanionische und hydrophob modifizierte
Peptide mit Blockstrukturen beschrieben. Beispielsweise
besteht ein Block aus 15 Asparaginsäureeinheiten und ist mit
einem Block aus 8 Alanineinheiten verbunden. Das kleinste
wirksame Peptid besteht aus 5 Einheiten, von denen 2 aus der
Gruppe der ionischen Aminosäuren zu wählen sind. Beide
Blöcke sollen zusammen 120 Einheiten nicht überschreiten.
In der US-A-4 534 881 wird die Inhibierung von anorganischen
oder biologischen Calciumcarbonatausfällungen durch
Polyaspartat, Polyglutamat und Copolykondensaten mit anderen
Aminosäuren beschrieben, die ein bevorzugtes Molgewicht von
3500 bis 10 000 besitzen. Die Polyaminosäuren werden
beispielsweise in Meerwasseraufbereitungsanlagen oder
Kühlkreisläufen als Scaleinhibitor verwendet.
Durch thermische Polykondensation von
Maleinsäuremonoammoniumsalz entsteht gemäß DE-A-36 26 672 ein Polykondensat,
das als Poly-DL-aspartat identifiziert wird und in der
sauren Form die Ablagerungen der Härtebildner des Wassers
verhindern und Ablagerungen dieser Art wieder auflösen kann.
Das Polyaspartat kann in Geschirrspülmaschinen das
Mattwerden von Glas verhindern.
Aus der DE-A-22 53 190 ist bekannt, daß mit langkettigen
Alkylaminen modifizierte Polyasparaginsäuren als Tenside in
Waschmitteln verwendet werden.
Aufgrund der physiologischen Verträglichkeit und der
biokompatiblen Eigenschaften werden Ester der Polyasparaginsäure
mit Ethanolaminen als Blutplasmaexpander eingesetzt (Journal
of Polymer Science, Polymer Symposium, Band 66, 59-64
(1979). Gemäß der DE-A-36 12 102 werden wasserlösliche und
biologisch abbaubare Mischpolymerisate zur Bindung von
biologisch aktiven Stoffen- die in der Hauptkette
Asparaginsäureeinheiten und Einheiten anderer Aminosäuren enthalten,
verwendet. Gemäß den Angaben in der DE-A-39 21 912 werden
biologisch verträgliche Polyasparaginsäurederivate
hergestellt und als pharmazeutische und lebensmitteltechnische
Zubereitungen verwendet. Neri beschreibt in Journal of
Medicinal Chemistry, Band 16, 893-897 (1973)
Poly-(Hydroxyethyl)-aspartat als biologisch gut verträgliches Derivat der
Polyasparaginsäure und die Verwendung der Polymeren als
Plasmaexpander.
Aufgabe der Erfindung ist es, Belagsverhinderer für
Verfahren zur Eindampfung von Zuckersäften zur Verfügung zu
stellen, die biologisch abbaubar und in Nahrungsmitteln
unbedenklich sind.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst mit der Verwendung
von Polyasparaginsäure und Kondensaten, die mindestens
60 mol-% Asparaginsäure und bis zu 40 mol-% andere Aminosäuren
einkondensiert enthalten, sowie den Alkali- und
Ammoniumsalzen der Polyasparaginsäure und der genannten Kondensate als
Belagsverhinderer bei der Eindampfung von Zuckersäften.
Als Ausgangsmaterial für die Herstellung von
Polyasparaginsäure und den Asparaginsäure einkondensiert enthaltenden
Reaktionsprodukten kann L-, D- und DL-Asparaginsäure
verwendet werden. DL-Asparaginsäure ist technisch leicht
zugänglich, z. B. durch Umsetzung von Ammoniak mit Maleinsäure oder
Fumarsäure unter Druck. L-Asparaginsäure wird durch
asymmetrische L-Aspartase katalysierte Addition von Ammoniak an
Fumarsäure hergestellt. Geeignete Mikroben für die
industrielle Biokonversion von Fumarsäure in L-Asparaginsäure
beinhalten mutierte Stämme von beispielsweise Pseudomonas,
Brevibacterium flavum oder lactoferum. Die Mikroorganismen
können bei der katalysierten Anlagerung von Ammoniak an
Fumarsäure auf einer festen Phase immobilisiert werden. Die
Produktion von L-Asparaginsäure kann somit ökonomisch und
kontinuierlich in einem durchströmten Reaktor oder Rohr
durchgeführt werden, vgl. Ullmanns Encyclopädie der
technischen Chemie, 1985, Band A2, Seite 68. L-Asparaginsäure kann
auch beispielsweise durch chemische oder enzymatische
Hydrolyse von L-Asparagin hergestellt werden. L-Asparagin fällt
als Nebenprodukt in der Zuckermelasse und bei der
Verarbeitung von Kartoffeln an. Zur Herstellung der Polykondensate
wird vorzugsweise L- und DL-Asparaginsäure eingesetzt.
Besonders bevorzugt dient biotechnologisch hergestellte
L-Asparaginsäure als Ausgangsmaterial zur Herstellung der
thermischen Polyaspartate.
Außer den Kondensaten, die durch alleinige thermische
Kondensation von Asparaginsäure erhältlich sind, kann man auch
Cokondensate der Asparaginsäure mit bis zu 40 mol-% anderen
α-Aminosäuren als Belagsverhinderer einsetzen. Geeignete
andere (α-Aminosäuren und deren Halbamide sind beispielsweise
Asparagin, Isoasparagin, Glutaminsäure, Glutamin, Lysin,
Arginin, Histidin, Glycin, Alanin, Valin, Leucin, Isoleucin,
4-Aminobuttersäure, 2-Aminoisobuttersäure,
Hydroxyaminosäuren, wie Serin, Treonin oder N-(Hydroxyethyl)glycin und
Iminosäuren, wie Prolin, aromatische und heterocyclische
Aminosäuren, wie Phenylalanin, Tyrosin, Anthranilsäure oder
Tryptophan, sowie Schwefel enthaltende Aminosäuren, wie
beispielsweise Cystin, Cystein und Methionin. Außerdem eignen
sich als andere Aminosäuren zur Herstellung der Cokondensate
die Aminodicarbonsäuren wie Diaminobuttersäure oder
N-Methylaminosäuren, beispielsweise Sarkosin oder N-Methylalanin.
Sämtliche Aminosäuren können in der L- und D-Konfiguration
oder in Form von Mischungen aus L- und D-Aminosäuren in
beliebigen Mischungsverhältnis sen und als Racemate eingesetzt
werden. Bevorzugt ist jedoch die Verwendung von
L-Asparaginsäure als alleiniges Ausgangsmaterial zur Herstellung der
thermischen Polyasparaginsäure.
Die Kondensation von Asparaginsäure erfolgt durch Tempern
der Asparaginsäurekristalle bei Temperaturen von 140 bis
260°C, bevorzugt bei 190 bis 240°C, innerhalb eines
Zeitraums bis zu 50 Stunden. Das Tempern wird vorzugsweise im
Vakuum oder unter Inertgasatmosphäre durchgeführt. Die
Kondensationsreaktion kann jedoch auch unter erhöhtem Druck
oder in einem Gasstrom, z. B. Kohlendioxid, Luft, Stickstoff
oder überhitztem Wasserdampf durchgeführt werden. Die Zeiten
für die Kondensation sind von den gewählten Reaktionsbedin- -
gungen abhängig; sie liegen im allgemeinen zwischen 10
Minuten und 50 Stunden. Zur technischen Herstellung der
Polykondensate kann man beispielsweise ein Trockenband, einen
Schaufeltrockner, einen Taumeltrockner oder einen
Wirbelschichttrockner einsetzen. Polykondensate mit niedrigem
Molgewicht können auch in einem druckdicht verschlossenen Gefäß
hergestellt werden, indem man das bei der Kondensation
entstehende Wasser nicht oder nur teilweise entfernt.
Bei der Polykondensation der Asparaginsäure und der
Cokondensation von Asparaginsäure mit anderen α-Aminosäuren kann
man auch von den Salzen der Asparaginsäure oder den Salzen
der anderen Aminosäuren ausgehen, wenn man bei der
Polykondensation zusätzlich anorganische Säuren mitverwendet. Die
Kondensationstemperaturen können dann gegenüber der rein
thermischen Polykondensation der Asparaginsäure gesenkt
werden. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß man
praktisch nicht gefärbte Polykondensate erhält. Bei Einsatz von
Salzen der Asparaginsäure und anorganischen Säuren betragen
die Kondensationstemperaturen 120 bis 260°C und liegen
vorzugsweise in dem Bereich von 140 bis 220°C, während die
Reaktionszeiten bei etwa 1 Minute bis zu 10 Stunden
betragen.
Als anorganische Säuren können alle Halogenwasserstoffsäuren
verwendet werden. Bevorzugt wird Chlorwasserstoffsäure
eingesetzt. Die Halogenwasserstoffsäuren können gasförmig oder
in flüssigem Zustand verwendet werden. Bevorzugt finden
konzentrierte wäßrige Lösungen von Chlorwasserstoffsäure
Anwendung, in denen Asparaginsäure unter Bildung von
Asparaginsäure-Hydrochlorid löslich ist. Es kann aber auch flüssiger
oder gasförmiger Chlorwasserstoff zur Herstellung der
Hydrochloride verwendet werden. Die wäßrigen Lösungen des
Asparaginsäure-Hydrochlorids werden zur Trockene eingedampft
und der Rückstand durch Erhitzen auf Temperaturen in dem
oben angegebenen Bereich polykondensiert. Zum
kontinuierlichen Eindampfen der wäßrigen Salzsäurensalze der
Asparaginsäure kann beispielsweise ein Sprühtrockner oder
Sprühwirbelschichttrockner verwendet werden. Die Polykondensation
der Hydrochloride kann direkt im Anschluß an das Eindampfen
oder auch zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Geeignete
Apparaturen für die Kondensation sind alle diejenigen
Vorrichtungen, bei denen Feststoffe in Vakuum oder in einem
Gasstrom auf Temperaturen bis zu 260°C erhitzt werden
können. Im Verlauf der Polykondensation tritt der
Chlorwasserstoff aus dem Kondensationsprodukt wieder aus. Der
freigesetzte Chlorwasserstoff kann zurückgewonnen und erneut
mit Asparaginsäure umgesetzt werden.
Die Polykondensation der Asparaginsäure bzw. ihre
Cokondensation mit den anderen in Betracht kommenden Säuren kann
auch mit anorganischen Säuren des Phosphors in verschiedenen
Oxidationsstufen durchgeführt werden. Als anorganische
Säuren des Phosphors setzt man bevorzugt Phosphorsäure und
polymere Anhydride der Phosphorsäure (Polyphosphorsäuren)
ein. Als Phosphorsäure wird bevorzugt technische, 75 bis
85%ige wäßrige ortho-Phosphorsäure eingesetzt. Man kann
jedoch auch 100%ige ortho-Phosphorsäure oder
meta-Phosphorsäure verwenden. Von den polymeren Anhydriden der
Polyphosphorsäure eignen sich beispielsweise Diphosphorsäure
(Pyrophosphorsäure), Triphosphorsäure und höhere Homologe. Die
Polykondensation kann auch mit einem Überschuß an Phosphor
enthaltenden Säuren durchgeführt werden. Diese Maßnahme kann
in solchen Fällen von Vorteil sein, in denen höhermolekulare
Polyaspartimide sehr hochviskose Lösungen in Phosphorsäuren
bilden. Überstöchiometrische Mengen an Phosphorsäure können
in solchen Fällen als Löse- und Verdünnungsmittel die
Viskosität der entstehenden Polymerlösungen herabsetzen.
Die Umsetzung mit den Phosphorsäuren geschieht in der Weise,
daß man Asparaginsäure und gegebenenfalls andere Aminosäuren
in Phosphorsäure bei 20°C auf schlämmt und im Vakuum auf eine
Temperatur von etwa 160°C erwärmt. Das mit der Phosphorsäure
gegebenenfalls eingebrachte Wasser destilliert dabei ab,
gleichzeitig löst sich die Asparaginsäure in der
Phosphorsäure auf. Man erhält eine homogene Schmelze eines
Asparaginsäure-Phosphats, das durch Erhitzen auf Temperaturen in
dem Bereich von 120 bis 260°C, vorzugsweise im Vakuum,
thermisch polykondensiert wird. Mit fortschreitender
Polykondensation nimmt die Viskosität der Reaktionsmischung zu. Das
Ansteigen des Molekulargewichts kann an der Zunahme der
Viskosität der Reaktionsmischung verfolgt werden. Durch
vorzeitigen Abbruch der Polykondensationsreaktion läßt sich das
Molekulargewicht begrenzen. Wenn man die Polykondensation
bis zum Ende durchführt, so erhält man homogene, sehr
hochviskose Lösungen von Polyaspartimiden in wasserfreier
Phosphorsäure.
In analoger Weise erfolgt die Polykondensation der
Asparaginsäure und ggf. der anderen Aminosäuren in
Polyphosphorsäure. Polyphosphorsäuren entstehen durch Auflösen von
Phosphorpentoxid in Phosphorsäure. Eine Aufschlämmung von
kristalliner Asparaginsäure in Polyphosphorsäure wird auf
eine Temperatur von 120 bis 260°C erwärmt. Hierbei geht
zunächst die Asparaginsäure in Lösung. Diese Lösung wird
anschließend - bevorzugt im Vakuum - getempert. Dabei erfolgt
die Polykondensation der Asparaginsäure. Die
Polykondensation der Asparaginsäure kann auch in Gegenwart von Derivaten
der Phosphorsäure durchgeführt werden, z. B.
Phosphoroxychlorid, Phosphoroxybromid, Phosphorpentachlorid und
Phosphorpentoxid. Außerdem eignen sich Phosphorsäuren, in denen der
Phosphor eine niedrigere Oxidationsstufe als +5 aufweist. Zu
dieser Gruppe von Säuren gehört beispielsweise die
phosphorige Säure, die, bezogen auf 1 Mol Asparaginsäure, in Mengen
von 0,05 bis 0,3 Mol bei der Polykondensation eingesetzt
wird. Phosphorige Säure kann jedoch auch in Kombination mit
Phosphorsäure oder Chlorwasserstoffsäure angewendet werden.
So hat sich beispielsweise die Kondensation von
Asparaginsäure mit einer Mischung aus 1 Mol Phosphorsäure und 0,05
bis 0,1 Mol phosphoriger Säure pro 1 Mol Asparaginsäure als
sehr vorteilhaft erwiesen. Man kann auch Mischungen aus
1 Mol Chlorwasserstoffsäure und 0,05 bis 0,1 Mol
phosphoriger Säure pro 1 Mol Asparaginsäure bei der
Polykondensation einsetzen. Außerdem eignen sich Derivate der phosphorigen
Säure als Hilfsmittel bei der Kondensation, um die bei der
Kondensation erforderliche Temperatur zu erniedrigen und die
Reaktion zu beschleunigen. Außer der phosphorigen Säure
können bei der Kondensation auch Phosphortrichlorid,
Phosphortribromid, Triethylphosphit, Diethylchlorphosphit,
Ethyldichlorphosphit oder Tetraethylpyrophosphit eingesetzt
werden.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Asparaginsäure in
Gegenwart von unterphosphoriger Säure zu kondensieren. Die
unterphosphorige Säure wird üblicherweise in Form wäßriger
Lösungen verwendet. Pro 1 Mol Asparaginsäure verwendet man
0,05 bis 0,5 Mol unterphosphorige Säure. Die
unterphosphorige Säure wird auf der Asparaginsäure homogen verteilt,
indem man die Asparaginsäure zusammen mit unterphosphoriger
Säure in Wasser löst und die Lösung eindampft. Die
unterphosphorige Säure kann auch in Kombination mit
Chlorwasserstoffsäure oder Phosphorsäure verwendet werden.
Beispielsweise verwendet man eine Mischung aus 1 Mol Phosphorsäure
und 0,05 bis 0,1 Mol unterphosphoriger Säure oder eine
Mischung von 1 Mol Chlorwasserstoffsäure mit 0,05 bis
0,5 Mol unterphosphoriger Säure pro 1 Mol Asparaginsäure bei
der Kondensation. Besonders bevorzugt ist die Herstellung
der Kondensate durch Wasserabspaltung aus kristalliner
L-Asparaginsäure bei Temperaturen von 180 bis 260°C und die
Wasserabspaltung aus L-Asparaginsäure in phosphorsaurem Medium
bei 130 bis 220°C.
Geeignete andere anorganische Säuren, die bei der
Polykondensation der Asparaginsäure verwendet werden, sind
beispielsweise Schwefelsäure, Dischwefelsäure, Schwefeltrioxid,
Natrium- und Kaliumhydrogensulfat.
Bei der thermischen Polykondensation der Asparaginsäure
fällt das Polykondensat in Form der wasserunlöslichen
Polyasparaginsäureimide an. Die Polyaspartimide sind in
Phosphorsäure und Dimethylformamid löslich. Sie haben in 1%iger
Lösung in Dimethylformamid K-Werte von 8 bis 70,
vorzugsweise 10 bis 45. Die Polyaspartimide bzw. die Cokondensate
der Asparaginsäure mit den anderen Aminosäuren können von
den nicht umgesetzten Ausgangsstoffen beispielsweise dadurch
gereinigt werden, daß man das Kondensationsprodukt
zerkleinert und mit der 1- bis 10fachen Menge an Wasser bei
Temperaturen von 0 bis 100°C extrahiert. Dabei lösen sich die
nicht umgesetzten Säuren heraus. Polyasparaginsäureimid bzw.
die Cokondensate verbleiben als unlöslicher Rückstand. Nicht
umgesetzte Asparaginsäure läßt sich durch Extraktion mit
1-N-Salzsäure leicht heraus lösen.
Die nicht modifizierten Polyasparaginsäuren werden aus den
Polyasparaginsäureimiden vorzugsweise dadurch erhalten, daß
man die Polyaspartimide in Wasser aufschlämmt und bei
Temperaturen im Bereich von 40 bis 90°C unter Zugabe von Base
hydrolysiert und neutralisiert. Diese Reaktionen können
selbstverständlich auch bei Temperaturen durchgeführt
werden, die unterhalb und oberhalb des oben angegebenen
Bereichs liegen. Geeignete Basen sind beispielsweise
Natronlauge, Kalilauge, Soda, Kaliumcarbonat, Ammoniak und Amine,
wie Trimethylamin, Diethylamin, Ethanolamin, Diethanolamin,
Triethanolamin und Morpholin. Die Neutralisation kann auch
mit Hilfe von Erdalkalimetallbasen erfolgen, z. B.
Calciumhydroxid oder Bariumhydroxid. Die Behandlung der
Polyaspartimide erfolgt vorzugsweise bei pH-Werten von 8 bis 10.
Hydrolyse und Neutralisation können durch Einwirkung von
Ultraschall auf die Reaktionspartner beschleunigt werden.
Bei der Behandlung mit Basen erhält man teilweise oder
vollständig neutralisierte Polyasparaginsäuren bzw. Kondensate,
die mindestens 60 mol-% Asparaginsäure und bis zu 40 mol-%
anderer Aminosäuren einkondensiert enthalten, in Form der
Alkali- bzw. Ammoniumsalze. Die Polymeren haben K-Werte
(bestimmt nach H. Fikentscher in 1%iger wäßriger Lösung bei
pH 7 und 25°C am Natriumsalz) von 5 bis 150 und vorzugsweise
10 bis 100. Insbesondere kommen solche Kondensate für den
Einsatz als Belagsverhinderer bei der Eindampfung von
Zuckersäften in Betracht, deren K-Wert 15 bis 80 beträgt.
Die Polyasparaginsäuren sind biologisch abbaubar nach OECD
Guidelines for testing of chemicals (1981), 302 B
(modifizierter Zahn-Wellens-Test). Sie sind auch abbaubar gemäß der
Abnahme des gelösten Sauerstoffs im geschlossenen
Flaschentest.
Die oben beschriebenen Polyasparate werden dem
Zuckerdünnsaft in einer Menge von 0,1 bis 100, vorzugsweise 1 bis
50 ppm zugesetzt. Sie verhindern dabei die Bildung von
Ausfällungen bzw. wirken als Dispergiermittel, indem sie die
Ausfällungen, die sich während des Eindampfens des
Zuckerdünnsafts bilden, in feinverteilter Form dispergiert halten.
In den Zuckersäften sind neben Zucker noch viele organische
Zellinhaltsstoffe und gleichzeitig Calciumcarbonat,
Calciumphosphat, Calciumsulfat, Calciumoxalat, Calciumsilikat,
amorphem Silikat, und Zuckerzersetzungsstoffe noch
enthalten. Die Konzentration der genannten Stoffe liegt in
Zuckersäften wesentlich über denen in Boilerwasser und Kühlwasser.
Der Einfluß der organischen Zuckerrübeninhaltsstoffe auf die
Wirksamkeit von polymeren Additiven zur Belagsverhinderung
beim Eindampfen von Zuckersäften ist daher nicht
kalkulierbar.
Die K-Werte der neutralisierten Polykondensate wurden nach
H. Fikentscher, Cellulosechemie, Band 13, 58 bis 64 und 71
bis 74 (1932) in wäßriger Lösung bei einer Temperatur von
25°C und einer Konzentration von 1 Gew.-% bei pH 7 am
Natriumsalz der Polyasparaginsäuren bestimmt. Die K-Werte der
Polyaspartimide wurden in 1%iger Lösung in Dimethylformamid
(DMF) bei 25°C bestimmt. Die %-Angaben in den Beispielen
bedeuten Gew.-%.
BeispieleHerstellung der Polykondensate
Die Polykondensation von Asparaginsäure wird - wie unter den
einzelnen Polykondensaten näher angegeben - durchgeführt.
Danach wird das Kondensationsprodukt folgendermaßen
aufgearbeitet:
Das Reaktionsprodukt wird abgekühlt, zerkleinert und die
zerkleinerte Reaktionsmasse mit jeweils 1 Liter
1-N-Salzsäure für 3 Stunden gerührt. Der unlösliche Rückstand wird
dann mit Wasser und Aceton gewaschen und im Trockenschrank
bei 50°C getrocknet. Die Ausbeuten der Kondensate sind
berechnet auf die Bildung von Polyaspartimid.
Um aus den Polyaspartimiden wäßrige Natriumsalzlösungen der
Polyasparaginsäure herzustellen, dispergiert man 1 g
Polyaspartimid in 50 g Wasser, erwärmt die Mischung auf 60°C und
fügt bei dieser Temperatur soviel einer 15%igen wäßrigen
Natronlauge zu, daß der pH-Wert in dem Bereich von 9 bis 10
liegt. Das in Wasser dispergierte Pulver löst sich
allmählich zu einer klaren wäßrigen Lösung des Natriumsalzes der
Polyasparaginsäure.
Polykondensat 1
In einem Laborreaktor, der mit einem kräftigen mechanischen
Rührwerk ausgestattet ist, werden 133 g (1 mol)
L-Asparaginsäure mit 130 g 75%iger Phosphorsäure unter guter
Durchmischung 3 Stunden auf 170°C erhitzt. Wasser und andere
flüchtige Komponenten werden im Vakuum aus dem Reaktionsgemisch
abdestilliert und in einer Vorlage kondensiert. Die
Asparaginsäure löst sich im Verlauf der Kondensation in der
Reaktionsmischung auf. Man hält die homogene Reaktionsmischung
auf 170°C und schaltet bei einem zu starken Anstieg der
Viskosität des Gemisches den Rührer aus. Nach der oben
beschriebenen Aufarbeitung erhält man 94 g (97 % d. Th.)
Polyaspartimid mit einem K-Wert von 26,6. Das Natriumsalz der
daraus erhältlichen Polyasparaginsäure besitzt einen K-Wert
von 51,8.
Polykondensat 2
In einem auf 230°C vorgeheizten Wärmeschrank werden 133 g
(1 mol) L-Asparaginsäurekristalle in einer flachen Schale
4 Stunden bei 230°C im Vakuum getempert. Unter dem Mikroskop
erkennt man, daß die Kristalle ihre regelmäßige Form
verloren haben und in amorphe Feststoffe übergegangen sind, ohne
geschmolzen zu sein. Das Pulver wird wie oben beschrieben
aufgearbeitet. Der K-Wert in 1%iger Lösung in DMF beträgt
16. Die wäßrige Na-Salzlösung besitzt in 1%iger Lösung in
Wasser einen K-Wert von 26,6.
Die oben beschriebenen Polykondensate wurden nach den im
folgenden unter (a)-(c) beschriebenen Prüfmethoden
untersucht. Die dabei erhaltenen Ergebnisse sind in der Tabelle
aufgeführt.
Prüfmethodena) CaSO4-Inhibierung - statisch
Dieser Test simuliert die Bildung von Calciumsulfatbelägen
bei Aufkonzentrierung von Wasser. 500 ml einer gesättigten
Gipslösung werden bei 100°C auf 200 ml eingedampft.
Ausgefallenes CaSO4 wird abfiltriert und im Filtrat Ca
komplexometrisch bestimmt. Die Inhibitorwirkung wird berechnet aus
der ausgefallenen Menge von Calciumsulfat im Blindversuch
und in Anwesenheit des Belagsverhinderers.
b) Ca-Oxalat-Inhibierung - statisch
Dieser Test simuliert die Bildung von Calciumoxalatbelägen
(z. B. aus Zuckersaft). 100 ppm Calciumoxalat enthaltendes
Wasser wird 2 h auf 100°C erhitzt. Nach Abkühlen wird im
Filtrat Ca komplexometrisch bestimmt. Die Inhibitorwirkung
wird aus der Menge von gelöstem Calciumoxalat im
Blindversuch und bei Anwesenheit des Belagsverhinderers errechnet.
c) Ca-Trübungsverhalten
Dieser Test gibt Aufschluß darüber, ob der Belagsverhinderer
empfindlich gegenüber hoher Ca-Härte im Zuckersaft ist. Hohe
LD-Werte lassen erkennen, daß das Produkt während des
Eindampfens nicht selbst als schwerlösliches Ca-Salz ausfällt
und somit unwirksam wird.
Testwasser mit 40°d Ca-Härte, 3 g/l Kaliumchlorid wird mit
dem Belagsverhinderer versetzt (z. B. 45 ppm Wirksubstanz),
30 Min. bei 100°C gehalten und anschließend sofort die
Lichtdurchlässigkeit (LD) bei weißem Licht gemessen
(Metrohm 662).
Die nachfolgende Tabelle enthält die nach diesen
Prüfmethoden gemessenen Werte.
d) Siliciumdioxid Inhibierung (statisch)
500 ml Wasser enthaltend 500 ppm Siliciumdioxid, 300 ppm
Calciumionen (als Calciumcarbonat) und 100 ppm
Scale-Inhibitor werden 3 Stunden bei pH 8,2 am Rückfluß gekocht, über
Nacht abgekühlt und über einen 0,45 Mikrometer Filter
filtriert. Zu dem Filtrat wird über die Molybdämblaumethode der
Anteil an gelöstem Siliciumdioxid bestimmt. Blindversuch
ohne Inhibitor ergibt 150 ppm Siliciumdioxid.
Tabelle
Anspruch[de]
1. Verwendung von Polyasparaginsäure und Kondensaten, die
mindestens 60 mol.-% Asparaginsäure und bis zu 40 mol.-%
andere Aminosäuren einkondensiert enthalten, sowie den
Alkali- und Ammoniumsalzen-der Polyasparaginsäure und
der genannten Kondensate als Belagsverhinderer bei der
Eindampfung von Zuckersäften.
2. Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
man Poly-L-asparaginsäure oder Kondensate einsetzt, die
durch Kondensation von L-Asparaginsäure mit anderen
Aminosäuren erhältlich sind.
3. Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
man Kondensate der D- oder der DL-Asparaginsäure
einsetzt.
4. Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
man Kondensate einsetzt, die durch Wasserabspaltung aus
kristalliner L-Asparaginsäure bei Temperaturen von 180
bis 260°C erhältlich sind.
5. Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
man Kondensate einsetzt, die durch Wasserabspaltung aus
L-Asparaginsäuren in phosphorsaurem Medium bei 120 bis
250°C erhältlich sind.