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Dokumentenidentifikation DE3787086T2 09.12.1993
EP-Veröffentlichungsnummer 0272802
Titel Blattklemmvorrichtung für drehbare Walzen.
Anmelder Polaroid Corp., Cambridge, Mass., US
Erfinder Fitcher, June C., Canton Massachusetts 02021, US;
McAuley, Kenneth A., Boston Massachusetts 02124, US
Vertreter Koch, G., Dipl.-Ing.; Haibach, T., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Feldkamp, R., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 80339 München
DE-Aktenzeichen 3787086
Vertragsstaaten CH, DE, FR, GB, IT, LI, NL
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 20.11.1987
EP-Aktenzeichen 873102958
EP-Offenlegungsdatum 29.06.1988
EP date of grant 18.08.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.12.1993
IPC-Hauptklasse B41J 13/22
IPC-Nebenklasse B41J 13/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf Blattbehandlungswalzen, und insbesondere bezieht sich die Erfindung auf eine neuartige Blattklemmvorrichtung, durch die die Vorderränder und Hinterränder eines Blattes, das von einem Trägertisch oder einem Stapel zugeführt wird, an der Walze festgeklemmt werden, um beispielsweise einen Druckvorgang durchzuführen, wobei das Blatt danach von der Walze an einen Abgabetisch oder Stapel abgegeben wird und die Walze und die Klemmeinrichtung in ihre Ausgangslage zurückgeführt werden, um ein weiteres Blatt aufzunehmen.

Der Stand der Technik, der sich auf drehbare Blattbehandlungswalzen und Klemmvorrichtungen bezieht, durch die ein Blatt auf der Walze gehaltert wird, zeigt einen hohen Entwicklungsgrad im Hinblick auf die Maschinen, welche Übertragungsmittel für gewisse Medien nach dem von der Walze gehaltenen Blatt und von diesem weg aufweisen. Bei gewissen Typen von Druckmaschinen kann beispielsweise das auf der Walze festgelegte Blatt die Übertragung von Druckfarbe nach einer Folge von Blättern steuern, während bei verschiedenen Aufzeichnungsmaschinen das von der Walze festgelegte Blatt eine Druckfarbe oder ein äquivalentes Mittel von einem Stift oder einer anderen Schreibvorrichtung erhält. In diesem letzteren Fall der Maschinenanordnung ermöglicht die Halterung des Aufnahmeblattes durch die Walze eine genaue Winkelausrichtung des Blattes gegenüber einer Schreibvorrichtung, die gewöhnlich von einem Schlitten getragen wird, der axial bezüglich der Trommel beweglich ist.

Der Träger, der durch die zylindrische Oberfläche einer Walze gebildet wird, schafft zusammen mit der Möglichkeit einer genauen Winkelausrichtung bei relativ hohen Geschwindigkeiten einen drehbaren Walzenträger zur Aufnahme von Blättern, und diese Anordnung ist besonders gut geeignet zur Benutzung in Verbindung mit von einem Computer gespeisten elektronisch gesteuerten Druckern. Ein Haupthindernis für diese Benutzung von Blatthalterwalzen ergibt sich jedoch durch die Probleme, die der Festlegung der Blätter auf dem Walzenumfang zugeordnet sind, in der Weise nämlich, daß die Blätter nicht zerknüllt werden, sich falten oder sonstwie deformieren, und außerdem ergeben sich Probleme hinsichtlich der Förderung der Blätter von der Walze, nachdem der Arbeitszyklus beendet ist.

Die US-Patente Nr. 4033575 und 4 259 695 beschreiben eine Klemmvorrichtung zur Festlegung eines Blattes auf dem Umfang einer drehbaren Walze, und durch diese Klemmvorrichtung werden Vorderrand und Hinterrand des Blattes aufeinanderfolgend durch unabhängig voneinander bewegliche Klemmstangen festgeklemmt. Gemäß diesen beiden Patenten wird der Vorderrand eines Blattes der Walze tangential zugeführt und zunächst durch eine Vorderrandklemmstange erfaßt, die ständig mit der Walze umläuft. Während die Hinterrandklemmvorrichtung gegen eine Bewegung gehalten wird, ziehen die Walze und die Vorderrandklemme das Blatt an der Hinterrandklemme vorbei, bis der Hinterrand des Blattes auf die Hinterrandklemme ausgerichtet ist. Dann wird die Hinterrandklemme über dem Blatt geschlossen und dreht sich während eines Blattverarbeitungszyklus zusammen mit der Walze.

Die walzenblatt-Klemmvorrichtungen, die in den oben erwähnten Patentschriften beschrieben sind, sind im Prinzip vom Standpunkt einer festen Klemmwirkung auf gegenüberliegenden Enden eines Blattes zweckmäßig und auch im Hinblick darauf, daß die Klemmwirkung während der Walzendrehung in einer Richtung erfolgt und das Blatt weder gefaltet, geknittert oder sonstwie beschädigt wird. Andererseits ist der Mechanismus, der für die Arbeitsweise der Klemmvorrichtung dieser Patentschriften erforderlich ist, sehr kompliziert, und die Benutzung der Vorrichtung beschränkt sich auflangsam laufende Faksimilemaschinen.

Außerdem bewirken die bekannten Klemmvorrichtungen selbst keine Abgabe der Blätter von der Walze.

In gleicher Weise beschreibt die US-A-4390176 ein Blattklemmsystem mit einer Walze mit Vorderrandklemmen und Hinterrandklemmen, die beide mit der Walze umlaufen. Das System erfordert eine getrennte Blattabführungsvorrichtung einschließlich einer Trennwalze, die in Berührung mit der Walze gebracht wird, um den Vorderrand des Blattes von der Walzenoberfläche freizugeben, so daß das Blatt nach zwei Förderrollen überführt werden kann.

Es besteht daher ein Bedarf für eine Verbesserung einer derartigen Walzenblattklemmvorrichtung, um einen solchen drehbaren Walzenblattträger an eine Maschine wie beispielsweise einen durch Computer gespeisten Drucker anzupassen, dem aufeinanderfolgend Druckaufnahmeblätter zugeführt werden, die dann automatisch abgeführt werden.

Die Erfindung geht aus von einem Blattklemmsystem für eine drehbare Walze mit den folgenden Teilen: eine Klemmschiene für den Vorderrand, die zwischen einer zurückgezogenen und einer Klemmstellung beweglich ist; eine Klemmschiene für den Hinterrand, die zwischen einer radial versetzten zurückgezogenen und einer Klemmstellung beweglich ist, und Mittel zur Betätigung der Klemmschiene für den Vorderrand, der Klemmschiene für den Hinterrand und für die Walze derart, daß ein Blatt, das zwischen der Walze und der in zurückgezogener Stellung befindlichen Klemmschiene für den Hinterrand hindurchgelaufen ist, mit seinem Vorderrand durch die Klemmschiene für den Vorderrand festgeklemmt werden kann und durch die Klemmschiene für den Hinterrand gezogen wird, während diese in einer stationären zurückgezogenen Stellung während der Walzendrehung mit der Klemmschiene für den Vorderrand gehalten wird, bis der Hinterrand des Blattes auf die Walze durch die Klemmschiene für den Hinterrand ausgerichtet und hierdurch festgeklemmt ist, wobei Mittel die Klemmschiene für den Vorderrand freigeben, damit der Vorderrand des Blattes frei von der Walze vorspringen kann, und ist gekennzeichnet durch Mittel einschließlich der Klemmschiene für den Hinterrand in zurückgezogener Stellung hiervon, um das Blatt von der Walze freizugeben, wobei die Klemmschiene für den Hinterrand einen nach innen gerichteten Radialflansch aufweist, um den Hinterrand des Blattes von der Walze wegzudrücken.

Hierdurch wird ein verbessertes Blattklemmsystem für drehbare Walzen geschaffen, durch die der Vorderrand eines jeden Blattes einer Folge von Blättern, die dem Walzenumfang zugeführt werden, erfaßt und an einer Stelle durch eine Vorderrandklemme festgelegt wird, die sich ständig mit der Walze dreht, wobei das Blatt an einer Hinterrandklemme vorbeigezogen wird, die in der Lage ist, an einer festen Stellung während der Walzenumdrehung zu verbleiben, wobei der Hinterrand des Blattes durch die Hinterrandklemme erfaßt wird, um sich kontinuierlich mit der Walze, beispielsweise zum Zwecke der Bedruckung, zu drehen, wobei das Blatt von der Walze durch die Hinterrandklemme freigegeben wird und die Walze und beide Klemmen so angeordnet werden, daß sie ein weiteres Blatt aufnehmen. Vorzugsweise bewegt ein Nockenbetätigungsmechanismus jede der Klemmen zwischen einer Blattklemmstellung und einer Blattfreigabestellung, und der Nockenmechanismus erfordert eine geringe Zahl von Bauteilen, die von dem gleichen Motor angetrieben werden können, der benutzt wird, um die Walze zu drehen, oder statt dessen kann ein Motor vorgesehen werden, der für die Blattbeschickung und -abnahme bestimmt ist, wenn mit sehr hohen Druckgeschwindigkeiten und engen Walzenindextoleranzen gearbeitet wird, was einen getrennten Motor zum Antrieb und zur Indizierung der Walze während des Druckvorgangs erfordert.

Gemäß einem Ausführungsbeispiel weist das System eine Walze und zwei Endkappen auf, die drehbar unabhängig auf einer gemeinsamen zentralen Welle angeordnet sind, die drehbar in Lagern abgestützt ist, welche im Abstand zueinander angeordnet sind, wobei die Walze durch einen in der Drehrichtung umkehrbaren elektrischen Schrittmotor angetrieben wird. Zwei Klemmschienen erstrecken sich axial zur Walze am Umfang derselben, und sie werden jeweils durch Armpaare getragen, wobei ein Paar ständig mit der Walze umläuft, während das andere Armpaar jeweils mit den Endkappen umläuft. Die eine der beiden Klemmschienen, die als Klemmschiene für den Vorderrand dient, wird von den Armen getragen, die zur Umdrehung mit der Walze mit dieser verbunden sind. Die Hinterrandklemme wird andererseits an ihren Enden durch Arme gehalten, die von den Endkappen abgestützt sind. In der Axialstellung der jeweiligen Arme an jedem der entgegengesetzten Enden der Walze ist eine Nockengruppe auf der zentralen Trägerwelle gelagert. Jede Nockengruppe arbeitet mit inneren Nockenführungen an den jeweiligen Armen zusammen und läuft um die Achse der Zentralwelle herum. Die Nockengruppen und die zusammenwirkenden Nockenfolgeorgane oder ihre Äquivalent bewirken eine Bewegung der Klemmschienen von einer Klemmstellung gegen den Walzenumfang nach einer zurückgezogenen Stellung im Abstand vom Walzenumfang. Obgleich, wie erwähnt, die Vorderrandklemme ständig mit der Walze umläuft, wird die Hinterrandklemme, die von den Endkappen abgestützt wird, gegen eine Bewegung gegenüber der Walze in ihrer zurückgezogenen Stellung gehalten, in der sie vom Walzenumfang entfernt liegt, jedoch dreht sie sich mit der Walze ständig, wenn die Hinterrandklemmschiene in der Klemmstellung oder der Blattangriffsstellung gegenüber dem Walzenumfang befindlich ist.

Bei einem Anwendungsbeispiel, welches in Verbindung mit Textzeilendruckern oder anderen derartigen Anwendungen bestimmt ist, wo mäßig hohe Walzendrehzahlen auftreten und relativ geringe Indextoleranzen vorhanden sind, wird die gemeinsame zentrale Trägerwelle durch einen einzigen umkehrbaren elektrischen Schrittmotor sowohl während der Blattbeschickung als auch während der Blattabgabe und während der Drehung der Walze angetrieben, während der beispielsweise ein zu bedruckendes Blatt auf dem Walzenmantel festgelegt ist. In diesem Fall wird die Walze mit der Welle durch eine Einwegkupplung gekuppelt, so daß sich die Walze direkt mit der Welle bei einer Drehrichtung der Welle dreht, aber stationär gehalten wird, wenn die Welle in der entgegengesetzten Richtung gedreht wird. Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel, welches für sehr hohe Walzendrehzahlen und sehr genaue Walzenindexausrichtung bestimmt ist, wie dies beispielsweise für graphische Druckvorgänge erforderlich ist, wird die Walze direkt mit der Welle gekuppelt, um sich ständig mit dieser zu drehen, und die Welle wird während der Druckvorgänge durch einen Motor angetrieben, der nur zur Benutzung während der Druckvorgänge ausgelegt ist. Die Anordnung der Klemmschienenarme und der Nockengruppen ist im wesentlichen die gleiche wie bei dem oben erwähnten Ausführungsbeispiel, und es wird ein mit relativ geringer Drehzahl laufender umkehrbarer Schrittmotor zum Antrieb der Walze benutzt, während die Beschickung und die Abführung der Blätter erfolgt. Dieser letztere Motor ist mit der Walzenträgerwelle über ein Getriebe gekuppelt, welches eine Einwegkupplung aufweist, derart, daß die Arbeitsweise der Trommel und der Endkappen sowie das Zusammenwirken zwischen den Klemmenhaltearmen und den Nockengruppen im wesentlichen unverändert gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel verbleibt.

Die vorliegende Erfindung schafft ein Klemmsystem, mit welchem die einzelnen Blätter der Walze von einem Zuführungsstapel zugeführt, auf der Walze festgeklemmt und schließlich durch Betätigung des Klemmsystems an einen Aufnahmestapel freigegeben werden. Die Erfindung schafft auch ein Walzen- und Blattklemmsystem, welches eine geringe Zahl von Teilen für eine wirksame Arbeitsweise benötigt.

Gemäß dem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist ein verbessertes Nockenbetätigungssystem vorgesehen, durch welches zwei Klemmschienen gegenüber dem Umfang der Walze betätigbar sind, um ein Blatt auf dieser Walze festzuhalten bzw. von dieser auszuwerfen.

Nachstehend werden zwei Ausführungsbeispiele von Blattklemmsystemen gemäß der Erfindung unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben. In der Zeichnung zeigen:

Fig. 1 eine teilweise auseinandergezogene perspektivische Ansicht, die schematisch die Hauptbauteile eines Druckers veranschaulicht, bei dem die Erfindung verwirklicht ist, wobei dieser Drucker von rechts unten betrachtet wird,

Fig. 2 eine auseinandergezogene perspektivische Darstellung, die den Aufbau der Bauteile an einem Ende der Blatthaltewalze zeigt, wobei ein Ausführungsbeispiel des Klemmsystems der Erfindung verwirklicht ist,

Fig. 3 eine teilweise geschnittene Stirnansicht, welche ein Ende einer Blattträgerwalze gemäß der Erfindung veranschaulicht,

Fig. 4 eine teilweise geschnittene Stirnansicht durch eine Endkappe der Erfindung, wobei die übereinanderliegende Anordnung der Arme ersichtlich ist, von denen einer in Fig. 3 dargestellt ist,

Fig. 5 bis 8 schematische Darstellungen, die die jeweiligen Phasen der Blattbehandlungs- und -klemmvorgänge erkennen lassen, die mit dem erfindungsgemäßen Klemmsystem durchgeführt werden,

Fig. 9A bis 15A schematische Darstellungen des Nockenbetätigungssystems vorliegender Erfindung unter verschiedenen Arbeitsbedingungen,

Fig. 9B bis 15B schematische Darstellungen entsprechend den Darstellungen gemäß Fig. 9A bis 15A, wobei jedoch die Lage der Klemmschienen bei den entsprechenden Nockenstellungen in Fig. 9A bis 15A ersichtlich ist,

Fig. 16 eine Schnittansicht, welche verschiedene Bestandteile eines weiteren Ausführungsbeispiels der vorliegenden Erfindung erkennen läßt, und

Fig. 17 in größerem Maßstab einen Schnitt nach der Linie 11-11 gemäß Fig. 10.

In Fig. 1 der Zeichnung bezeichnet das Bezugszeichen 20 allgemein einen Drucker, der einen Druckkopfaufbau 22, eine Blatthaltewalze 24 und einen Antriebsmotor 32 aufweist. Die Blatthaltewalze 24 wird von einer zentralen Welle 26 abgestützt, die von Lagern 27 in axial im Abstand zueinander liegenden Trägern 28 und 30 gelagert ist. Der Antriebsmotor wird von dem Träger 30 gehaltert. Ein Zufuhrstapel 34 von zu bedruckenden Blättern ist unter einem Abgabestapel 36 für die bedruckten Blätter angeordnet. Es ist klar, daß die Stapel 34 und 36 von Tischen oder ähnlichen Trägern abgestützt werden, die der Übersichtlichkeit wegen nicht dargestellt sind.

Obgleich bauliche Bestandteile, die von der Walze 24 getragen werden, im einzelnen weiter unten beschrieben werden, ist in Fig. 1 die Walze zwischen zwei Endkappen 38 und 40 dargestellt, die von der Welle 26 getragen werden, die koaxial zur Walze 24 befindlich ist, jedoch unabhängig von der Walze 24 auf der Welle 26 drehbar ist. Außerdem ist die Walze 24 mit zwei axialen Schlitzen 42 und 44 in ihrer zylindrischen Oberfläche versehen. Eine Klemmschiene 46 für den Vorderrand befindet sich in der Radialebene des Schlitzes 42, während eine Klemmschiene 48 für den Hinterrand in gleicher Weise in der Radialebene des Schlitzes 44 angeordnet ist. Die Klemmschienen 46 und 48 bilden Teile eines Blattklemmsystems, durch das ein Blatt, welches vom Vorratsstapel 34 zugeführt wird, an seinem Vorderrand und seinem Hinterrand über dem Umfang der Walze 24 festgeklemmt werden kann.

In Fig. 2 der Zeichnung sind Bauteile veranschaulicht, die zwischen einer Stirnfläche 50 der Walze 24 und der Endkappe 38 gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung angeordnet sind, und zwar zeigt die Fig. 2 eine längs der Achse der Welle 26 auseinandergezogene perspektivische Darstellung. Die in Fig. 2 dargestellten Bauteile sind im wesentlichen die gleichen wie jene, die sich auf dem gegenüberliegenden Ende der Walze 24 und der Endkappe 40 befinden, jedoch sind diese in der Zeichnung nicht dargestellt, da die bauliche Ausgestaltung und die Arbeitsweise der nicht dargestellten Bauteile identisch sind mit jenen, die in Fig. 2 ersichtlich sind.

Die Klemmschiene 46 für den Vorderrand wird an ihren entgegengesetzten Enden von einem Armpaar getragen, und ein solcher Arm ist in Fig. 2 sowie in Fig. 3 und 4 der Zeichnung mit dem Bezugszeichen 52 versehen. Der Arm 52 lagert gegen die Stirnfläche 50 der Walze 24 und wird durch Druckschraubenfedern 54 und 56 und durch Stifte 58 und 60 darauf gehalten, die von der Stirnfläche 50 durch Schlitze 62 bzw. 64 im Arm 52 vorstehen. Die Druckschraubenfedern 54 und 56 sind zwischen Vorsprüngen 66 des Armes 52 und Vorsprüngen 68 der Walzenstirnfläche 50 abgestützt.

Wie aus der Darstellung gemäß Fig. 3 ersichtlich ist, spannen die Federn 54 und 56 den Arm 52 in eine Stellung vor, in der die Stifte 58 und 60 gegen ein Ende der Schlitze 62 bzw. 64 anstoßen, falls nicht eine anderweitige Stellung gehalten wird oder eine Bewegung gegen die Vorspannfedern erfolgt. In der Lage, in der sich der Arm 52 in Fig. 3 befindet, ist die Klemmschiene 46 vom Umfang der Walze 24 distanziert, d. h. die Klemmschiene befindet sich in einer Offenstellung bzw. in einer zurückgezogenen Stellung. Aus Fig. 3 ist außerdem ersichtlich, daß, obgleich der Schlitz 62 im Arm 52 allgemein radial orientiert ist, der Schlitz 64 in einem Winkel gegenüber einer Radialebene durch die Achse der Trägerwelle 26 so angestellt ist, daß dann, wenn der Arm 52 von der dargestellten Stellung unter der Vorspannung der Druckfedern 54 und 56 bewegt wird, die Winkelorientierung des Schlitzes 64 die Klemmschiene 46 veranlaßt, sich aus der zurückgezogenen Stellung gemäß der Darstellung in Fig. 3 über einen entsprechenden Winkelpfad nach dem Umfang der Walze 24 zu bewegen, um die Schließstellung oder die Blattklemmstellung gegenüber dem Walzenumfang einzunehmen. Diese Stellung der Klemmschiene 46 ist in Fig. 3 strichpunktiert dargestellt.

Der Arm 52 ist mit einer allgemein kreisförmigen inneren Nockenführungsbahn 70 ausgestattet, die mit einem Doppelnocken 72 zusammenwirkt, der drehfest auf der Welle 26 durch eine Feder-Nutverbindung an einer Axialstelle festgelegt ist, um allgemein in der Ebene des Armes 52 zu liegen. Die Art und Weise, auf die der Nocken 72 mit der Nockenführung 70 zusammenwirkt, wird weiter unten im einzelnen beschrieben. Es ist jedoch aus Fig. 3 ersichtlich, daß der Nocken 72 zwei exzentrische Nockenerhebungen 72a und 72b gleicher radialer Abmessungen besitzt und daß die Nockenführung 70, obgleich sie allgemein kreisförmig ausgebildet ist, eine solche Gestalt aufweist, daß eine Nockenausnehmung 70a zwischen zwei Nockenführungsschultern 70b und 70c gebildet wird. Es ist daher ersichtlich, daß dann, wenn einer der Nocken 72a oder 72b auf den Schultern 70b oder 70c liegt, der Arm 52 gegen die Vorspannung der Federn 54 und 56 in die in Fig. 3 ausgezogen dargestellte Stellung überführt wird, wobei die Klemmschiene 46 in ihrer zurückgezogenen Stellung gehalten wird, in der sie vom Umfang der Walze 24 abgehoben ist. Andererseits bewegen die Federn 54 und 56 den Arm 52 und sein Gegenstück auf der gegenüberliegenden Seite der Walze 24 derart, daß die Klemmschiene 46 in die Klemmstellung gegenüber dem Umfang der Walze 24 bewegt wird, wenn entweder der eine oder der andere Nocken 72a oder 72b in die Nockenausnehmung 70a der Nockenführung 70 einfällt.

Die Klemmschiene 48 für den Hinterrand wird in gleicher Weise an entgegengesetzten Enden von zwei Armen 74 getragen. In Fig. 2 ist nur ein solcher Arm dargestellt. Es ist jedoch klar, daß der dargestellte Arm am gegenüberliegenden Ende der Walze 24 dupliziert ist. Die Klemmschiene 48 für den Hinterrand ist länger als die Klemmschiene 46 für den Vorderrand, und demgemäß liegen die Arme 74 außerhalb der Arme 52 in axialer Ausrichtung dazu. Die Arme 74 werden von den Endkappen 38 und 40 getragen, und zwar wiederum durch zwei Druckfedern 76 und 78, die zwischen Ansätzen 80 und Ansätzen 82 ausgespannt sind, welche vom Arm 74 bzw. der Endkappe 38 vorstehen. Außerdem trägt die Radialwand der Endkappe 38 zwei Stifte 84, die durch radial verlaufende Schlitze 86 im Arm 74 vorstehen. Die Abstützung des Armes 74 durch die Endkappe 38 ist demgemäß gleich der Abstützung des Armes 52 von der Stirnfläche 50 der Walze 24, mit dem Unterschied, daß die Schlitze 86 in dem Arm 74 beide radial orientiert sind, so daß eine Bewegung der Klemmschiene 48 für den Hinterrand von der zurückgezogenen Stellung, in der sie vom Walzenumfang entfernt liegt (gemäß Fig. 3 und 4), nach einer Blattklemmstellung gegen den Walzenumfang, wie in Fig. 4 strichpunktiert dargestellt, auf einem rein radialen Pfad erfolgt.

Wie aus Fig. 4 ersichtlich, ist der Arm 74 mit einer inneren Nockenführung 90 ausgestattet, deren Hauptteil kreisbogenförmig verläuft, wobei jedoch ein singulärer, nach innen gerichteter V-förmiger Vorsprung 90a vorgesehen ist. Die Nockenführung 90 wirkt mit einem im wesentlichen kreisförmigen Nocken 92 zusammen, der drehfest auf der Welle 26 und mit dem Doppelnocken 72 verbunden ist, jedoch in der Ebene des Armes 74 liegt. Wie aus Fig. 4 ersichtlich, hat der Nocken 92 eine V-förmige Ausnehmung 92a, die dem V-förmigen Vorsprung 90a der Nockenführung 90 entspricht, so daß dann, wenn die Ausnehmung 92a auf den Vorsprung 90a ausgerichtet ist, der Arm 74 radial unter der Vorspannung der Druckfedern 76 und 78 bewegt wird, um die Klemmschiene 48 für den Hinterrand in ihre Blattklemmstellung zu überführen. In allen anderen relativen Stellung des Nockens 92 und der Nockenführung 90 hält der Nocken 92 den Arm derart, daß die Klemmschiene 48 in ihrer zurückgezogenen Stellung gegen die Vorspannung der Kompressionsfedern 76 und 78 gehalten wird.

Aus den Fig. 2 und 4 ist ersichtlich, daß die Endkappe 38 gegenüber der Welle 26 über eine zentrale Lagerhülse 94 drehbar abgestützt wird. Die Lagerhülse greift reibungsschlüssig an der Welle 26 in der Weise an, daß, obgleich eine relative Drehung zwischen der Welle 26 und der Hülse 94 zugelassen wird, die Endkappe normalerweise mit der Welle 26 durch die Reibungskraft zwischen der Welle und der Lagerhülse 94 gedreht wird. Diese Form der Schleifkupplung der Endkappe auf der Welle 26 ist aus Gründen der Einfachheit zu bevorzugen. Es ist jedoch klar, daß auch andere Kupplungen, beispielsweise lösbare Kupplungen, statt dessen vorgesehen werden können.

Wie aus Fig. 2 ersichtlich, haltert der Träger 28 benachbart zur Endkappe 38 einen Elektromagneten 96, der einen Kern 98 aufweist, der in der Lage ist, in ein Loch 100 in der Endkappe 38 einzufallen, um letztere drehfest mit der Welle 26 zu verbinden. Ein gleicher Elektromagnet 102 hält die Walze 24 gegen Drehung gegenüber der Welle 26 unter gewissen Betriebsbedingungen, die weiter unten beschrieben werden. Außerdem wird die Walze 24 von der Welle 26 über Einwegkupplungen getragen, von denen eine in Fig. 2 dargestellt und mit dem Bezugszeichen 104 versehen ist. Die Einwegkupplung 104 ist von bekannter, kommerziell verfügbarer Bauart, und sie wirkt derart, daß die Walze drehfest mit der Welle 26 umläuft, wenn die Welle in einer Richtung angetrieben wird, während die Walze nicht mit der Welle 26 mitgeführt wird, wenn die Welle 26 im Gegensinn umläuft. Wenn die Welle 26 in der einen Richtung gedreht wird, so daß die Walze 24 durch die Kupplung 104 freigegeben ist, kann der Elektromagnet 102 betätigt werden, um die Walze 24 in vorbestimmten Winkelstellungen zu halten.

Wie aus Fig. 2 bis 4 ersichtlich, ist jede der Klemmschienen 46 und 48 so gestaltet, daß ein Hauptstegabschnitt gegen den Umfang der Walze 24 liegt, um die Blattklemmfunktion durchzuführen. Jede der Klemmschienen weist außerdem einen Radialflansch 46f bzw. 48f auf. Diese radialen Flansche dienen zur Verstärkung der Klemmschienen gegen eine Biegung über die Länge, und sie haben außerdem zwei zusätzliche Funktionen, die für das Klemmsystem wichtig sind. Erstens gewährleisten die Radialflansche 46f und 48f durch Eintreten in die Axialschlitze 42 bzw. 44, daß beide Klemmschienen 46 und 48 mit der Walze 24 umlaufen, wenn die Klemmen in ihrer Klemmstellung am Walzenumfang befindlich sind. Zweitens dient der Radialflansch 46f als Anschlag zur Begrenzung der Bewegung des Vorderrandes eines Blattes bei seiner Bewegung in die Stellung, in der er auf der Walze 24 festgeklemmt wird. Andererseits dient der Flansch 48f auch dazu, an dem Hinterrand des Blattes anzugreifen, um dieses von der Walze abzugeben, wie dies weiter unten beschrieben wird.

In den Fig. 5 bis 8 ist das Blattklemmsystem bei diesem Ausführungsbeispiel schematisch in vier unterschiedlichen Arbeitsstellungen gegenüber einem Blatt S dargestellt, das von einem Vorratsstapel 34 zugeführt und auf der Walze 24 festgeklemmt, behandelt oder bedruckt und dann nach dem Abgabestapel 36 überführt wird. In Fig. 5 wird das Blatt S von der Oberseite eines Vorratsstapels 34 durch einen nicht dargestellten Einzelblattzuführungsmechanismus in einer Richtung allgemein tangential zur Walze 24 derart zugeführt, daß der Vorderrand des Blattes zwischen der Klemmschiene 48 für den Hinterrand und dem Umfang der Walze 24 nach der Klemmschiene 46 für den Vorderrand läuft, die zur Zeit der Blattzuführung in der zurückgezogenen oder Öffnungsstellung und nicht in der Schließstellung, wie in Fig. 5 dargestellt, befindlich ist. Wenn das Blatt durch den Radialflansch 46f angehalten wird, wird die Klemmschiene 46 in ihre Blattklemmstellung überführt, um den Vorderrand des Blattes S gegen den Walzenumfang festzulegen. Wegen des Winkelpfades, auf dem die Klemmschiene 46 bei dieser Bewegung in die Klemmstellung läuft, wird das Blatt S wie oben beschrieben durch den Flansch 46f über einen kleinen Betrag nach hinten gedrückt, um eine präzise Positionierung des Hinterrandes durch die von der Walze getragene Klemmschiene 46 zu gewährleisten.

Wenn die Klemmschiene 48 für den Hinterrand gegen Drehung in der zurückgezogenen Stellung gemäß Fig. 5 gehalten wird, dann werden die Vorderrandklemme 46 und die Walze 24 gedreht, um das Blatt S über die Hinterrandklemme zu ziehen, bis der Hinterrand des Blattes S darauf ausgerichtet ist. Die Hinterrandklemme wird dann in ihre Klemmstellung über dem Hinterrand des Blattes S bewegt, wie dies aus Fig. 6 ersichtlich ist. Wenn beide Klemmen angegriffen haben, dann wird das Blatt durch Drehung der Walze relativ zum Druckkopf 22 bedruckt.

Nachdem der Druckvorgang beendet ist, wird die Walze in eine Winkelstellung bewegt, wie diese in Fig. 7 dargestellt ist. In der in Fig. 7 dargestellten Stellung sind beide Klemmen 46 und 48 vom Blatt S in ihre zurückgezogenen Stellungen abgehoben. Wegen des Pfades, der von der Vorderrandklemme 46 bei der Bewegung aus der Blattklemmstellung in die zurückgezogene Stellung eingenommen wird, wie dies durch die Winkellage des Schlitzes 64 in den Armen 52 bestimmt wird, kommt der Vorderrand des Blattes S federnd von der Klemme 46 frei und springt in die Stellung gemäß Fig. 7. Der Hinterrand des Blattes bewegt sich mit der Hinterrandklemme 48 nach außen, bleibt jedoch in Eingriff. Danach wird, wie aus Fig. 8 ersichtlich, die Hinterrandklemme 48 mit der Walze 24 gedreht, um das Blatt S nach dem Abgabestapel 36 zu fördern. Die Walze und die Klemmen 46 werden dann in ihre Ursprungslage gemäß Fig. 5 zurückgeführt, wie dies weiter unten beschrieben wird.

Die Art und Weise, auf die die Blattbehandlungsoperationen gemäß Fig. 5 bis 8 nur durch Steuerung des umkehrbaren Schrittmotors 32 in Verbindung mit den Elektromagneten 96 und 102 durchgeführt werden, wird nunmehr unter Bezugnahme auf Fig. 9A bis 15B der Zeichnung beschrieben. Diese Figuren der Zeichnung repräsentieren rein schematisch sieben Arbeitsstellungen, welche die relativen Winkelstellungen der Klemmschienenträgerarme 52 und 74; die Radialstellungen der Klemmschienen 46 und 48 relativ zum Umfang der Walze 24; die Relativstellung des Nockens 72 gegenüber der Nockenführung 70 am Arm 52; und die Relativstellung des Nockens 92 gegenüber der Nockenführung 90 am Arm 74 darstellen. In Fig. 9A und 9B ist demgemäß eine erste Bedingung oder die "Bedingung 1" dargestellt, in der die Walze und die Klemmschienen so positioniert sind, daß ein Blatt in der oben unter Bezugnahme auf Fig. 5 beschriebenen Weise empfangen wird. Unter dieser Bedingung werden die Walze 24 und beide Endkappen 38 und 40 gegen Drehung durch die jeweiligen Elektromagnete 102 und 96 gehalten. Die Klemmschiene 46 für den Vorderrand befindet sich in ihrer offenen zurückgezogenen Stellung, weil der Nocken 72b an der Nockenführungserhebung 70c angreift. Die Klemmschiene 48 für den Hinterrand wird in gleicher Weise in ihre Öffnungsstellung überführt, da sie nicht auf den Nockenführungsvorsprung 90a und die Nockenausnehmung 92a im Nocken 92 ausgerichtet ist.

Nachdem ein Blatt der Vorderrandklemme 46 in der unter Bezugnahme auf Fig. 5 beschriebenen Weise zugeführt wird, wird der Schrittmotor 32 betätigt, um die Welle 26 und demgemäß den Nocken 72 im Uhrzeigersinn aus der Stellung gemäß Fig. 9A in die Stellung gemäß Fig. 10A zu überführen und dadurch die Bedingung 2 herbeizuführen. Unter dieser Bedingung ruht der Nocken 72b des Doppelnockens 72 in der Ausnehmung 70a der Nockenführung, so daß die Federn 54 und 56 die Klemmschiene 46 in ihre geschlossene Blattklemmstellung gemäß Fig. 10B einführen können. Dann wird der Schrittmotor 32 so betätigt, daß die Welle 26 im Gegenuhrzeigersinn aus der Stellung gemäß Fig. 10A und 10B angetrieben wird, wobei die Walze 24 und die Klemmschiene 46 für den Hinterrand in die Stellung gemäß Fig. 11A und 11B überführt werden, was die Bedingung 3 darstellt. Während jener Bewegung der Walze 24 wurden die Klemmschiene 48 für den Hinterrand und ihre Trägerarme gegen Drehung gesichert, aber der Nocken 92 wurde mit der Welle 26 und der Walze 24 bewegt, so daß die Ausnehmung 92a auf den Vorsprung 90a der Nockenführung 90 ausgerichtet wurde und die Federn 76 und 78 die Klemmschiene 48 gegen den Hinterrand des Blattes und gegen die Umfangsoberfläche der Walze 24 bewegen konnten. Das durch die Klemme festgehaltene Blatt wurde dann durch Drehung der Walze 24 und beider Endkappen 38 und 40 bedruckt, welche sämtlich im Gegenuhrzeigersinn bewegt wurden, wobei die Einwegkupplung 104 an der Walze 24 und der Welle 26 angreift. Nach Bedruckung des von der Walze getragenen Blattes wird die Walze 24 in die Stellung gemäß Fig. 12A und 12B überführt, um die Bedingung 4 herbeizuführen. Unter dieser Bedingung ist die Walze 24 mit den Endkappen 38 und 40 wiederum durch die jeweiligen Elektromagnete 102 und 96 verbunden, und die Welle 26 wird im Uhrzeigersinn gedreht, bis der Nocken 72a des Doppelnockens 72 an dem Vorsprung 70c der Nockenführung 70 angreift. Der Nocken 92 wird in gleicher Weise so gedreht, daß die V-förmige Ausnehmung 92a nunmehr nicht mehr auf den komplementierenden Vorsprung 90a der Nockenführung 90 ausgerichtet ist. Diese Wirkung des Nockens führt dazu, daß beide Klemmschienen 46 und 48 vom Umfang der Walze 24 abgehoben werden. Wie oben unter Bezugnahme auf Fig. 7 erläutert, springt der Vorderrand des von der Walze 24 getragenen Blattes vom Umfang der Walze 24 zurück. Außerdem wird unter der Bedingung 4 das Blatt aus der Walze durch Gegenuhrzeigersinndrehung der Welle 26, der Walze 24 und beider Endkappen 38 und 40 infolge des Reibungszuges der Lagerhülse 94 auf die Welle 26 ausgeworfen.

Nachdem das Blatt von der Walze 24 abgegeben ist und die Klemmschienen 46 und 48 in der Stellung gemäß Bedingung 4 befindlich sind, nehmen Walze 24 und Klemmschienen 46 und 48 wiederum die Winkelstellung gemäß der Bedingung 4 in einer neuen Bedingung 5 ein, wie diese in den Fig. 13A und 13B dargestellt ist. Unter dieser Bedingung ist die Walze 24 wiederum durch den Elektromagneten 102 gegenüber der Welle 26 festgelegt und wird im Uhrzeigersinn gedreht, so daß der Nocken 72b in der Nockenausnehmung 70a der Nockenführung 70 zu liegen kommt, so daß der Arm 52 unter seiner Federvorspannung die Klemmschiene 46 in ihre Schließstellung bewegen kann. Eine Gegenuhrzeigersinndrehung der Welle 26 und der Walze 24 führt zu einer Bewegung beider Arme 52 und 74 aus der Stellung gemäß Bedingung 5 in die Stellung gemäß Bedingung 6, wie in Fig. 14A und 14B dargestellt. Unter der Bedingung 6 ist der Arm 74 wiederum festgelegt, um die offene Klemmschiene 48 für den Hinterrand in ihrer "Heim"-Stellung zu halten. Danach bewirkt eine weitere Gegenuhrzeigersinndrehung der Walze 24 und ihrer Klemmschiene 46 für den Vorderrand, daß sich letztere über die Klemmschiene 48 für den Hinterrand in ihre Heim-Stellung gemäß Fig. 15B bewegt. Durch Vergleich der Bedingung 7 gemäß Fig. 15A und 15B mit der Bedingung 1 gemäß Fig. 9A und 9B ergibt sich, daß die anfängliche Bedingung 1 angenommen wird, indem die Walze 24 und die Endkappen 38 und 40 in der Lage gemäß Bedingung 7 (Fig. 15B) drehfest miteinander verbunden werden, und es wird der Schrittmotor 32 betätigt, um die Welle 26 im Uhrzeigersinn anzutreiben, so daß der Nocken 72b wiederum auf dem Vorsprung 70c zu liegen kommt, um die Klemme 46 für den Vorderrand in ihre Stellung gemäß Bedingung 1 zu bewegen.

In den Fig. 16 und 17 der Zeichnung ist ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, wobei diejenigen Teile, die dem Ausführungsbeispiel entsprechen, welches oben erläutert wurde, mit gleichen Bezugszeichen versehen sind, wobei den Bezugszeichen eine Eins vorangestellt wurde. Wie aus Fig. 16 ersichtlich, weist dieses Ausführungsbeispiel eine Walze 124 mit Stirnflächen 150 auf, die drehbar um die Achse einer Welle 126 gelagert ist, welch letztere an gegenüberliegenden Enden von im Abstand zueinander angeordneten Trägern 128 und 130 abgestützt ist. Die Arme 152 für die Vorderrandklemme sind an den Stirnflächen 150 der Walze so montiert, daß sie um die Achse der Welle 126 ständig mit der Walze 124 drehbar sind, wobei eine Radialverschiebung relativ zur Achse der Walze zwischen einer Blattklemmstellung und einer Blattfreigabestellung in der Weise möglich ist, wie dies bei dem vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel der Fall war. Außerdem werden die Endkappen 138 und 140 auf der Achse der Welle 126 auf gegenüberliegenden Enden der Walze 124 abgestützt, und die Endkappen sind drehbar gekuppelt, um mit den Armen 174 für die Hinterrandklemme in der oben beschriebenen Weise zusammenzuwirken.

Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 16 und 17 ist die Walze 124 jedoch ständig mit der Welle 126 über eine geeignete Verbindung drehbar, beispielsweise über Dübelstifte 127, die durch die Welle 126 und durch geschlitzte Naben 129 auf der Walze 124 vorstehen. Außerdem werden die Welle 126 und die Walze 124 bei der Arbeitsdrehung, beispielsweise während eines Hochgeschwindigkeitsdruckvorganges, in einer Richtung nur durch einen Gleichstrommotor 131 angetrieben. Ein getrennter Schrittmotor 132 ist vorgesehen, um die Walze 124 und die Endkappen 138 und 140 zu betätigen und die Arme 152 und 174 der Vorderrandklemmen und der Hinterrandklemmen während dieser Blattbeschickungs- und -abgabevorgänge zu bewegen, wie dies unter Bezugnahme auf die Fig. 5 bis 8 beschrieben ist.

Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 16 und 17 sind die Betätigungsnocken 172 und 192 für die Klemmarme wiederum so angeordnet, daß sie die jeweiligen Arme 152 und 174 während der Blattbeschickungs- und -abführungsoperationen bewegen und zurückhalten, und zwar im wesentlichen in der gleichen Weise, wie die Nocken 72 und 92 dies bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 bis 15 bewirken. Bei den Ausführungsbeispielen nach den Fig. 16 und 17 sind die Nocken 172 und 192 jedoch auf einer gemeinsamen hülsenartigen Nabe 133 vorgesehen, die, obgleich sie unabhängig von der Welle 126 bei niedrigen Relativgeschwindigkeiten drehbar ist, reibungsschlüssig auf der Welle 126 sitzt, so daß die Nabe 133 und die Nocken 172 und 192 sich mit der Welle 126 drehen, wenn ein relatives Drehmoment fehlt, welches eine Drehung der Nabe 133 und der Welle 126 bewirkt.

Die Hülsen 133 mit der Nockennabe an den gegenüberliegenden Enden der Walze 124 sind in ihrer Ausbildung identisch und weisen als solche eine gestufte äußere Lageroberfläche 135 auf, um die jeweiligen Endkappen 138 und 140 in der Weise zu lagern, daß eine Relativdrehung zwischen den Endkappen und den gestuften Lagern 135 über die Reibungsverbindung möglich wird. Außerhalb der gestuften Lageroberflächen 135 erstrecken sich die Hülsen 133 jeweils als innerer Laufring 137 einer Einwegkupplung 139, deren äußerer Laufring in einem relativ großen Stirnzahnrad 141 liegt. Die Einwegkupplungen 139 haben eine solche Ausbildung (für den Fachmann bekannt), daß bei einer gegebenen Drehrichtung der Walze, d. h. in Richtung der Arbeitsdrehung, bei der ein Antrieb durch den Motor 131 zum Zwecke der Bedruckung erfolgt, die Kupplungen 139 die Zahnräder 141 veranlassen, die Naben 133 anzutreiben, wenn die Drehzahl des Stirnrades 141 in der vorerwähnten Richtung die Drehgeschwindigkeit der Welle 126 überschreitet. Ebenso schalten die Einwegkupplungen 139 auf Freilauf, wenn die Drehzahl der Welle 126 die Drehzahl der Stirnräder 141 in der gleichen Richtung überschreitet, so daß die Zahnräder 141 stationär verbleiben, ohne einen wesentlichen Widerstand auszuüben, der der Drehung der Welle 126 entgegenwirkt. Die Zahnräder 141 kämmen mit zwei Zahnritzeln 143, die drehfest auf einer Gegenwelle 145 angeordnet sind, die durch den Schrittmotor 132 angetrieben wird.

In diesem Sinne wird verständlich, daß während einer Arbeitsdrehung der Walze mit hoher Drehzahl bei der Durchführung von Druckvorgängen beispielsweise die Walze 124 ausschließlich durch den Gleichstrommotor 131 und unter der Steuerung desselben angetrieben wird. Weil ein Blatt am Umfang der Walze während einer solchen Arbeitsdrehung festgeklemmt wird, werden beide Gruppen von Klemmarmen 152 und 174 sowie beide Endkappen 138 und 140 bei der Drehung mit der Walze 124 getragen. Wegen der Arbeitsweise der Einwegkupplungen 139, wie dies oben beschrieben wurde, drehen sich jedoch die Zahnräder 141 nicht mit der Welle 126 und den anderen Bauteilen. Während der Blattbeschickungs- und -abgabeoperationen wird andererseits die Drehbewegung der Walze 124 und der Endkappen 38 und der Nockennaben 133 durch die Arbeitsweise des Schrittmotors 132 im Zusammenwirken mit der Betätigung der Walze und den Endkappen-Halteelektromagneten in der Weise gesteuert, wie dies unter Bezugnahme auf Fig. 1 bis 15 beschrieben wurde.

Obgleich dies in der Schnittdarstellung nach Fig. 16 nicht ersichtlich ist, ist die Ausgestaltung des Nockens 172 und der nicht dargestellten Nockenführung am Arm 152 die gleiche wie oben unter Bezugnahme auf den Nocken 72 und die Nockenführung 70 beschrieben. Wie jedoch aus Fig. 17 ersichtlich, ist die Ausbildung von Nocken 192 und Arm 174 abgewandelt, so daß zunächst ein größerer Durchmesser des Nockens 192 zustande kommt und zweitens eine Auslöseverbindung zwischen Arm 174 und Nocken 192 geschaffen wird, wenn die Hinterrandklemme 148 in der zurückgezogenen Blattabgabestellung befindlich ist. Demgemäß ist bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 16 und 17 der Arm 174 so ausgebildet, daß anstelle der Bildung einer direkten inneren Nockenführung innerhalb des Armes zum Zwecke des Zusammenwirkens mit dem Nocken 192 die Arme 174 mit einem axial vorstehenden Nockenfolgearm 190 versehen sind, dessen Ausbildung so ist, daß eine mit einer spitzen Nockenfolgeoberfläche 190a versehene Nockenoberfläche gebildet wird. Die Oberfläche 190a greift in eine relativ große V-förmige Ausnehmung 192a am Umfang des Nockens 192 ein, damit der Arm 174 und demgemäß die Hinterrandklemme sich in eine Klemmstellung gegen den äußeren Umfang der Walze 124 bewegen können. Wenn die Nockenfolgeoberfläche 190a wie in Fig. 17 dargestellt angeordnet ist, dann wird die Hinterrandklemmschiene 148 in ihre voll zurückgezogene nicht-klemmende Stellung zurückgeführt.

Zusätzlich zu der Ausnehmung 192a ist der Nocken 192 mit einer Auslöseausnehmung 193 am äußeren Umfang im Abstand zu der Ausnehmung 192a versehen. Die Lage der Auslöseausnehmung 193 ist derart, daß in der zurückgezogenen Stellung der Klemmschiene 48 für den Hinterrand, beginnend mit der Stellung gemäß Fig. 7 der Zeichnung für die Beschreibung der entsprechenden Klemmschiene 48 bei dem ersterwähnten Ausführungsbeispiel und ebenso wie in Fig. 12A und 12B unter der "Bedingung 4" erläutert, die Oberfläche 190a in die Auslöseausnehmung 193 einfällt, um eine auslöseartige Kupplung der Arme 174 gegenüber den Nocken 192 zu schaffen. Demgemäß werden die Arme 174 zusammen mit den Endkappen 138 und 140 veranlaßt, sich mit dem Nocken 192 bei der Durchführung der Blattabgabeoperation zu drehen, wie dies oben unter Bezugnahme auf die Fig. 7 und 8 beschrieben wurde.

Wegen der Reibungskupplung der Nockennabenhülse 133 gegenüber der Welle 126 und der gleichen Verbindung zwischen den Endkappen 138, 140 mit dem gestuften Lager 135 auf der Nabenhülse 133 bewirkt die Drehung der Nockennabe 133 ohne Behinderung der Drehung der Endkappen oder der Walze 124 eine Drehung der letzteren Komponenten direkt mit der Nabe 133. Andererseits kann die Nabe 133 ihre Drehung ohne Drehung der Endkappen oder der Walze fortsetzen, wenn der eine oder der andere der letztgenannten Teile gegen Drehung gesichert werden, wenn die Endkappen 138, 140 oder die Walze 124 gegen Drehung beispielsweise durch die Elektromagneten gehalten wurden, wie dies unter Bezugnahme auf Fig. 2 der Zeichnung beschrieben wurde.

In diesem Sinne ist die Arbeitsweise des Ausführungsbeispiels nach den Fig. 16 und 17 während der Blattbeschickungs- und -abgabeoperation im wesentlichen unverändert gegenüber dem ersterwähnten Ausführungsbeispiel. Mit anderen Worten: Die Arbeitsweise des Motors 132 und die Drehung der Stirnräder 141 zum Antrieb der Nockennabenhülse 133 über die Einwegkupplungen 139 kann eine Relativdrehung zwischen den Nocken 192 und 172 und den entsprechenden Armen 152 und 174 herbeiführen, und zwar abhängig davon, ob die Walze oder die Endkappen gegen Drehung gehalten werden oder nicht. Die Antriebsbewegung der Walze und der Endkappen, welche zur Beschickung und Abführung notwendig ist, wie dies unter Bezugnahme auf die Fig. 5 bis 8 beschrieben wurde, und das Zusammenwirken der Nocken, wie dies unter Bezugnahme auf die Fig. 9A bis 15A beschrieben wurde, trifft auch für das Ausführungsbeispiel nach den Fig. 16 und 17 zu.

Ein Hauptvorteil des Ausführungsbeispiels nach den Fig. 16 und 17 besteht darin, daß deshalb, weil die Walze 24 direkt mit der Welle 126 verbunden ist, eine Indexsteuerung der Walze sehr viel genauer bewirkt werden kann als bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 15, wo die Walze 24 mit der Welle 26 nur über die Einwegkupplung 104 gekuppelt ist. Andererseits ist das Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 15 weniger kompliziert und erfordert nur einen einzigen umkehrbaren Schrittmotor 32 zur Betätigung, und deshalb ergeben sich Vorteile in den Anwendungen, wenn relativ große Walzenindextoleranzen zulässig sind.

Es ist ersichtlich, daß durch die Erfindung ein hochwirksames Klemmsystem für Blattbehandlungswalzen geschaffen wird, durch welches die erwähnten Ziele unter anderem vollständig erfüllt werden.


Anspruch[de]

1. Blattklemmsystem für eine drehbare Walze (24) mit den folgenden Teilen: eine Klemmschiene (46) für den Vorderrand, die zwischen einer zurückgezogenen und einer Klemmstellung beweglich ist; eine Klemmschiene (48) für den Hinterrand, die zwischen einer radial versetzten zurückgezogenen und einer Klemmstellung beweglich ist; und Mittel zur Betätigung der Klemmschiene (46) für den Vorderrand, der Klemmschiene (48) für den Hinterrand und für die Walze (24) derart, daß ein Blatt (S), das zwischen der Walze (24) und der in zurückgezogener Stellung befindlichen Klemmschiene (48) für den Hinterrand hindurchgelaufen ist, mit seinem Vorderrand durch die Klemmschiene (46) für den Vorderrand festgeklemmt werden kann und durch die Klemmschiene (48) für den Hinterrand gezogen wird, während diese in ein-er stationären zurückgezogenen Stellung während der Walzendrehung mit der Klemmschiene (46) für den Vorderrand gehalten wird, bis der Hinterrand des Blattes (S) auf die Trommel (24) durch die Klemmschiene (48) für den Hinterrand ausgerichtet und hierdurch festgeklemmt ist, wobei Mittel die Klemmschiene (46) für den Vorderrand freigeben, damit der Vorderrand des Blattes (S) frei von der Trommel (24) vorspringen kann, gekennzeichnet durch Mittel einschließlich der Klemmschiene (48) für den Hinterrand in zurückgezogener Stellung hiervon, um das Blatt (S) von der Walze (24) freizugeben, wobei die Klemmschiene (48) für den Hinterrand einen nach innen gerichteten Radialflansch (48f) aufweist, um den Hinterrand des Blattes (S) von der Walze (24) zu drücken.

2. Blattklemmsystem nach Anspruch 1, bei welchem die Walze (24) einen axial verlaufenden Radialschlitz (44) aufweist, um einen Klemmschienenflansch (48f) für den Hinterrand aufzunehmen, wenn die Klemmschiene (48) für den Hinterrand in der Klemmstellung befindlich ist, wodurch eine Drehung der Klemmschiene (48) für den Hinterrand gewährleistet wird, wenn die Walze (24) in Klemmstellung befindlich ist.

3. System nach den Ansprüchen 1 oder 2, bei welchem die Mittel zur Betätigung der Klemmschiene (46) für den Vorderrand, für die Klemmschiene (48) für den Hinterrand und für die Walze (24) lösbare Rückhaltemittel (48, 46, 78, 80, 82) aufweisen, um die Klemmschiene (48) für den Hinterrand in zurückgezogener Stellung während der Drehung der Walze (24) zu halten, wobei nachgiebige Kupplungsmittel vorgesehen sind, um die Klemmschiene (48) für den Hinterrand zu veranlassen, sich mit der Walze (24) zu drehen, wenn die Rückhaltemittel freigegeben werden.

4. Blattklemmsystem nach Anspruch 3, bei welchem die nachgiebigen Kupplungsmittel eine Einrichtung (94) aufweisen, um einen reibungsschlüssigen Zug zwischen der Walze (24) und der Klemmschiene (48) für den Hinterrand auszuüben.

5. System nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei welchem die Mittel zur Freigabe der Klemmschiene (46) für den Vorderrand Mittel aufweisen, um die Klemmschiene (46) für den Vorderrand unter einem Winkel gegenüber einer Radialebene der Walze (24) anzustellen, die den Vorderrand des Blattes (S) enthält, so daß die Klemmschiene (46) für den Vorderrand vom Blatt (S) freikommt, wenn sie aus der Klemmstellung in die zurückgezogene Stellung bewegt wird.

6. Blattklemmsystem nach Anspruch 1, welches außerdem folgende Teile aufweist: Mittel (38, 40, 52), um die Klemmschiene (46) für den Vorderrand so zu haltern, daß diese sich mit der Walze (24) drehen und zwischen der Blattklemmstellung gegen den Walzenumfang und der zurückgezogenen Stellung im Abstand zum Walzenumfang bewegen kann; Mittel (38, 40, 74), welche die Klemmschiene (48) für den Hinterrand so haltern, daß diese sich zwischen der Blattklemmstellung gegen den Walzenumfang und der zurückgezogenen Stellung im Abstand vom Walzenumfang bewegen kann; Mittel, um selektiv die Hinterrandklemmschienenhalterung gegen Drehung mit der Walze (24) zu halten; eine drehbare Welle (26) zur Abstützung der Walze (24) und der Klemmschienenhalterung (38, 40, 52, 74); Mittel (32), um die Welle (26) anzutreiben; Mittel (27, 28, 30), um die Walze (24) mit der Welle (26) drehfest zu kuppeln; Nockenmittel (70, 72, 90, 92), die von der Welle (26) getragen werden, um den Klemmschienenträger (38, 40, 52, 74) zwischen der zurückgezogenen Stellung und der Blattklemmstellung gemäß der relativen Drehbewegung zwischen den Nocken (70, 72, 90, 92) und dem jeweiligen Klemmschienenträger (38, 40, 52, 74) einzustellen; und Mittel, welche eine Relativdrehung zwischen den Nockenmitteln (70, 72, 90, 92) und der Klemmschienenhalterung (52, 74) bewirken.

7. Blattklemmsystem nach Anspruch 6, bei welchem die Mittel (32) zum Drehen der Welle (26) die Welle (26) in entgegengesetzten Drehrichtungen antreiben, wobei die Mittel (27, 28, 30, 104) zur Kupplung der Walze (24) mit der Welle (26) die Walze (24) mit der Welle (26) in einer Drehrichtung der Welle kuppeln und die Walze (24) von der Welle (26) in der anderen Drehrichtung der Welle freigeben, wobei die Nockenmittel (70, 72, 90, 92) an der Welle (26) festgelegt sind.

8. Blattklemmsystem nach Anspruch 7, welches Mittel aufweist, um die Walze (24) gegen Drehung zu halten, wenn die Welle (26) und die Walze (24) freigegeben werden, wodurch eine Drehung der Nockenmittel (70, 72, 90, 92) relativ zu den Mitteln (38, 40, 52) gewährleistet wird, um die Klemmschiene (46) für den Vorderrand während der Drehung der Welle (26) in Rückwärtsrichtung zu halten.

9. System nach einem der Ansprüche 6 bis 8, bei welchem die Nockenmittel (70, 72, 90, 92) mit den Mitteln (38, 40, 74) zum Haltern der Klemmschiene (48) für den Hinterrand zusammenwirken, um die Klemmschiene (48) für den Hinterrand aus der zurückgezogenen Stellung in die Klemmstellung zu überführen, während die Klemmschiene (48) für den Hinterrand gegen Drehung mit der Walze (24) und während der Drehung der Welle (26) und der Walze (24) festgehalten wird.

10. System nach einem der Ansprüche 6 bis 9, bei welchem die Mittel (38, 40, 74) zur Abstützung der Klemmschiene für den Hinterrand zwei Endkappen (38, 40) aufweisen, die von der Welle auf entgegengesetzten Enden der Walze getragen werden, und zwei Arme (74) von den Endkappen (38, 40) getragen werden, die radial relativ zur Welle (26) getragen werden.

11. Blattklemmsystem nach Anspruch 6, welches Mittel aufweist, um die Nockenmittel (70, 72, 90, 92) zur Drehung auf der Welle (26) unter einem nachgiebigen Friktionszug zu haltern, und wobei Mittel vorhanden sind, um die Nockenmittel (70, 72, 90, 92) unabhängig von der Welle (26) zu drehen.

12. Blattklemmsystem nach Anspruch 11, bei welchem die Mittel zur Drehung der Nockenmittel (170, 172, 190, 192) einen Drehmomenteingang (132, 145) und eine Einwegkupplung (139) aufweisen, um den Drehmomenteingang (132, 145) und die Nockenmittel (170, 172, 190, 192) drehbar zu kuppeln, wenn die Drehgeschwindigkeit der Welle (126) kleiner ist als die des Drehmomenteingangs (132, 145).

13. System nach einem der Ansprüche 6 bis 12, bei welchem die Mittel (131) zum Drehen der Welle (126) einen ersten Elektromotor (131) aufweisen, um die Welle (126) und die Walze (124) mit relativ hoher Drehzahl während der Arbeitsbewegung der Walze (124) zu drehen, nachdem ein Blatt (S) daran festgeklemmt ist, und wobei der Drehmomenteingang (132, 145) einen zweiten Elektromotor (132) mit relativ kleiner Drehzahl aufweist.

14. Blattklemmsystem nach Anspruch 13, bei welchem der Drehmomenteingang (132, 145) eine Gegenwelle (145) aufweist, die von dem zweiten Elektromotor (132) gekuppelt ist, wobei ein Getriebe (141, 144) die Gegenwelle (145) mit den Nockenmitteln (170, 172, 190, 192) über die Einwegkupplung (139) kuppelt.

15. Blattklemmsystem nach Anspruch 1, welches weiter folgende Teile umfaßt:

- eine Welle (26), die drehbar um ihre Achse gelagert ist und die Walze (24) trägt;

- zwei Endkappen (38, 40), die von der Welle (26) getragen werden, wobei jeweils eine solche Endkappe auf jedem Ende der Walze angeordnet ist;

- Mittel (27, 28, 30), um drehbar die Walze (24) mit der Welle (26) zu kuppeln;

- Mittel, um drehbar die Endkappen (38, 40) um die Achse der Welle (26) so zu lagern, daß die Endkappen (38, 40) mit der Welle (26) umlaufen können, oder gegen Drehung mit der Welle (26) gehalten werden;

- die Klemmschiene (46) für den Vorderrand erstreckt sich axial bezüglich der Walze (24) an deren Umfang;

- ein erstes Armpaar (52) trägt die Klemmschiene (46) für den Vorderrand, und die Arme (52) sind drehfest auf gegenüberliegenden Enden der Walze (24) angeordnet und radial zu der Walzenachse verschiebbar, um die Klemmschiene (46) für den Vorderrand zwischen einer zurückgezogenen Stellung, in der sie im Abstand zu der Walze (24) liegt, und einer Blattklemmstellung am Umfang der Walze (24) zu bewegen;

- die Klemmschiene (48) für den Hinterrand erstreckt sich axial zur Walze (24) am Umfang derselben;

- ein zweites Armpaar (74) trägt die Klemmschiene (48) für den Hinterrand, und das zweite Armpaar (74) ist gegen Drehung gesichert, und zwar jeweils ein Arm gegenüber einer Endkappe (38, 40), wobei die Arme radial zur Achse verschiebbar sind, um die Klemmschiene (48) für den Hinterrand zwischen einer zurückgezogenen Stellung im Abstand vom Umfang der Walze (24) und einer Blattklemmstellung am Umfang der Walze (24) zu bewegen;

- Nockenmittel (70, 72, 90, 92), die von der Welle (26) getragen werden und mit dem ersten bzw. zweiten Armpaar (52, 74) zusammenwirken, um eine Bewegung der Klemmstange (46) für den Vorderrand und der Klemmstange (48) für den Hinterrand zwischen ihren zurückgezogenen Stellungen und ihren Klemmstellungen zu bewirken;

- Mittel (32) zur Drehung der Welle (26); und

- Mittel zur Relativdrehung der Nockenmittel (70, 72, 90, 92) und der Armpaare (52, 74) zur Verschiebung der Lage der Klemmschienen (46) bzw. (48).

16. Blattklemmsystem nach Anspruch 15, bei welchem die Mittel zum drehbaren Kuppeln der Walze (24) mit der Welle (26) die Walze (24) mit der Welle (26) während der Drehung der Welle (26) in einer Drehrichtung kuppeln und die Walze (24) von der Welle (26) während der Drehung in entgegengesetzter Richtung freigeben, wobei die Nockenmittel (70, 72, 90, 92) gegenüber der Welle (26) fixiert sind und die Mittel (32), die die Welle (26) drehen, reversibel sind, und wobei die letzterwähnten Mittel eine Einrichtung aufweisen, um die Endkappen (38, 40) gegen Drehung während der Drehung der Welle (26) in der einen Richtung der Wellendrehung zu halten und eine Drehung der Walze (24) mit der Welle (26) in der Gegenrichtung zuzulassen, während die Endkappen (38, 40) gegen Drehung gehalten werden.

17. System nach Anspruch 15 oder 16, bei welchem die Mittel zur Kupplung der Walze (24) mit der Welle (26) eine Einwegkupplung (104) aufweisen.

18. System nach einem der Ansprüche 15 bis 17, bei welchem die Mittel, die die Endkappen (38, 40) drehbar auf der Welle (26) tragen, Laufbuchsen (94) aufweisen, um einen Reibungswiderstand zwischen der Welle (26) und der Trommel (24) zu erzeugen.

19. System nach einem der Ansprüche 15 bis 18, mit Mitteln zur Steuerung der Verschiebebewegung des ersten Armpaares (52), um die Klemmschiene (46) für den Vorderrand zwischen der zurückgezogenen Stellung und der Klemmstellung über einen Winkelpfad gegenüber der Radialebene zu bewegen, welche die Achse aufweist, wodurch die Bewegung der Klemmschiene (46) für den Vorderrand nach der zurückgezogenen Stellung die Klemmschiene (46) für den Vorderrand vom Vorderrand des Blattes (S) versetzt, das an der Walze (24) festgeklemmt war.

20. System nach einem der Ansprüche 15 bis 19, bei welchem die Klemmschiene (46) für den Vorderrand einen nach innen gerichteten Radialflansch (46f) aufweist, der den Vorderrand des Blattes (S) positioniert, das der Walze (24) zugeführt wird.

21. System nach einem der Ansprüche 15 bis 20, bei welchem das erste Armpaar (52) auf einem Ende der Walze (24) durch zwei axiale Stifte (58, 60) gelagert ist, die vom Ende der Walze vorstehen, wobei die Stifte (58, 60) allgemein diametral zueinander jeweils auf einer Seite der Achse angeordnet sind, wobei das erste Armpaar (52) jeweils zwei Schlitze (62, 64) aufweist, um die Stifte (58, 60) aufzunehmen.

22. Klemmsystem nach Anspruch 21, bei welchem einer (64) der Schlitze (62, 64), der der Klemmschiene (46) für den Vorderrand am nächsten liegt, in einem Winkel gegenüber einer Radialebene orientiert ist, die die Achse enthält, wodurch die Klemmschiene (46) für den Vorderrand sich über einen radialen Winkelpfad zwischen der zurückgezogenen und der Klemmstellung bewegt.

23. System nach einem der Ansprüche 15 bis 22, welches Federn (54, 56) aufweist, um das erste Armpaar (52) in die Klemmstellung zu überführen.

24. Blattklemmsystem nach Anspruch 23, bei welchem die Nockenmittel (70, 72, 90, 92) das erste Armpaar (52) entgegen den Federn (54, 56) bewegen.

25. System nach einem der Ansprüche 15 bis 24, bei welchem die Klemmschiene (48) für den Hinterrand einen nach innen gerichteten Radialflansch (48f) aufweist, um in einem axial verlaufenden Umfangsschlitz (44) der Walze (24) aufgenommen zu werden, wenn die Klemmschiene (48) für den Hinterrand in Klemmstellung befindlich ist, wodurch eine Drehung der Klemmschiene (48) für den Hinterrand in Klemmstellung zusammen mit der Walze (24) gewährleistet wird.

26. System nach einem der Ansprüche 15 bis 25, bei welchem die Mittel zur Halterung der Endkappen (38, 40) gegen Drehung während der Drehung der Welle (26) feste rückziehbare Anschläge und Indexmittel auf den Endkappen (38, 40) aufweisen, an denen die Anschläge angreifen, um die Endkappen (38, 40) in einer vorbestimmten Winkelstellung festzulegen.

27. System nach einem der Ansprüche 15 bis 26, mit Mitteln zur Abstützung der Nockenmittel (70, 72, 90, 92) zur Drehung auf der Welle (26) unter einem nachgiebigen Reibungswiderstand und Mitteln zur Drehung der Nocken unabhängig von der Welle.

28. System nach einem der Ansprüche 15 bis 27, bei welchem die Mittel zur Drehkupplung der Walze (124) und der Welle (126) Mittel (127) aufweisen, um eine feste Verbindung zwischen der Trommel (124) und der Welle (126) herzustellen.

29. System nach den Ansprüchen 16 bis 28, bei welchem die Mittel zur Drehung der Nockenmittel (170, 172, 190, 192) einen Drehmomenteingang (132, 145) unabhängig von den Mitteln zur Drehung der Welle und eine Einwegkupplung (139) aufweisen, um den Drehmomenteingang (132, 145) drehbar mit den Nockenmitteln (170, 172, 190, 192) zu kuppeln, wenn die Drehgeschwindigkeit der Welle (126) kleiner ist als die des Drehmomenteingangs (132, 145).

30. Blattklemmsystem nach Anspruch 29, bei welchem die Mittel (131) zum Drehen der Welle einen ersten Elektromotor (131) aufweisen, um die Welle (126) und die Walze (124) mit relativ hoher Drehzahl während der Arbeitsbewegung der Walze (124) anzutreiben, nachdem ein Blatt (S) auf der Walze festgeklemmt ist, wobei der Drehmomenteingang (132, 145) einen zweiten Elektromotor (132) mit relativ kleiner Drehzahl aufweist.

31. Blattklemmsystem nach Anspruch 30, bei welchem der Drehmomenteingang (132, 145) eine Gegenwelle (145) aufweist, die durch den zweiten Elektromotor (132) getrieben wird, und ein Getriebe (141, 143) die Gegenwelle (145) und die Nockenmittel (170, 172, 190, 192) über eine Einwegkupplung (139) kuppelt.

32. Blattklemmsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine Walze (124) drehbar im System gelagert ist.







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