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Dokumentenidentifikation DE3883312T2 09.12.1993
EP-Veröffentlichungsnummer 0297021
Titel Maschine zum Herstellen von Glasgegenständen.
Anmelder Glass Technology Development Corp., Sapulpa, Okla., US
Erfinder Bolin, James A., Sapulpa Oklahoma 74066, US;
Powers, Irving, St. Louis Missouri 63101, US
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 3883312
Vertragsstaaten BE, CH, DE, FR, GB, IT, LI
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 22.02.1988
EP-Aktenzeichen 886300318
EP-Offenlegungsdatum 28.12.1988
EP date of grant 18.08.1993
Veröffentlichungstag der Übersetzung europäischer Ansprüche 01.06.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.12.1993
IPC-Hauptklasse C03B 9/38
IPC-Nebenklasse C03B 9/34   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Glasformmaschine, und insbesondere auf ein Kühlsystem für die Formwerkzeuge einer solchen Maschine zum Formen von Glasflaschen.

Die Erfindung betrifft insbesondere die Kühlsysteme für die Formwerkzeuge von Glasformmaschinen der Bauart nach den US-Patentschriften 3,849,101, 4,251,253, 4,361,434, 4,388,099, 4,561,875 und der Druckschrift EP-A-0 125 488, wobei Luft durch Durchlässe in die Formwerkzeuge geblasen wird zur Kühlung derselben.

In der oben erwähnten EP-A-0 125 488 ist eine Glasformmaschine beschrieben entsprechend dem Oberbegriff des unabhängigen Anspruches 1.

Die Glasformmaschine nach der EP-A-O 125 488 hat ein oszillierendes Teil, das das obere Ende der Luftauslaßvorrichtung überdeckt und eine Gelenkluftkanalvorrichtung, die das oszillierende Teil mit dem Luftverteilerkasten verbindet, der von dem Formwerkzeugträger getragen ist. Das oszillierende Teil ist schwenkbar um eine Achse und hat eine koaxial mit der Schwenkachse angeordnete Öffnung. Die Gelenkluftkanalvorrichtung ist mit dem oszillierenden Teil verbunden für eine translatorische Bewegung in bezug auf das oszillierende Teil in einer zur Schwenkachse senkrechten Ebene. Desweiteren ist eine Antriebsverbindung geschaffen durch einen vertikalen Schwenkstift zwischen dem Luftverteilerkasten und dem Auslaßende der Gelenkluftkanalvorrichtung.

Die Erfindung schafft eine Glasformmaschine mit einem Sockel, zwei Trägern, die jeweils auf dem Sockel drehbar befestigt sind für eine Schwenkbewegung auf einer insgesamt vertikalen Trägerachse aufeinander zu und voneinander weg zwischen einer offenen Stellung und einer geschlossenen Stellung, in der sie einen Werkzeughohlraum begrenzen, mehreren Formwerkzeugteilen auf jedem Träger, wobei jedes Formwerkzeugteil Luftdurchlässe hat, die sich von dem unteren Ende desselben aus nach oben erstrecken, zum Hindurchleiten von Luft zur Kühlung, einem Verteilerkasten auf jedem Träger, zum Fördern von Luft zu den Luftdurchlässen der Formwerkzeugteile, die durch die Träger gehalten sind, wobei die Formwerkzeugteile sich vom Verteilerkasten aus nach oben erstrecken und wobei der Verteilerkasten Öffnungen an seinem oberen Ende hat für das Strömen von Luft aufwärts in die Durchlässe in den Formwerkzeugteilen und von da aus aufwärts durch die Durchlässe und aus denselben hinaus, wobei der Verteilerkasten eine Bodenwand mit einer darin vorgesehenen Öffnung aufweist, der Sockel eine Kammer unterhalb der Träger hat für Luft, die in die Verteilerkästen und von da aus nach oben durch die Luftdurchlässe zu blasen ist, und mit einer Einrichtung zum Fördern von Luft aus der Kammer zu jedem Verteilerkasten, welche das Verschwenken der Träger gestattet, und für jeden Träger umfaßt eine Einrichtung, die für jeden Verteilerkasten eine Luftauslaßvorrichtung an der oberen Seite des Sockels bildet, wobei jede Luftauslaßvorrichtung ein insgesamt flaches oberes Ende mit einer Durchgangsöffnung hat, welche mit der Kammer in Verbindung steht, zum Fördern von Luft zu dem Verteilerkasten aus der Kammer aufwärts durch die Öffnung, ein oszillierendes Teil, das das obere Ende der Luftauslaßeinrichtung überlagert und auf einer insgesamt vertikalen Achse schwenkbar ist, die von der Trägerachse beabstandet ist, wobei jedes oszillierende Teil eine kreisförmige Durchgangsöffnung hat, die sich von seinem oberen Ende zu seinem unteren Ende erstreckt und in Verbindung steht mit der Öffnung in der Luftauslaßvorrichtung, wobei jedes oszillierende Teil und das obere Ende der Auslaßvorrichtung benachbarte ringförmige Flächen aufweisen, die um die Achse des oszillierendes Teiles zentriert sind und Luft daran hindern, am Umfang des oszillierenden Teiles zu entweichen vom zwischen dem oszillierenden Teil und dem oberen Ende der Auslaßvorrichtung, und einer Gelenkluftkanalvorrichtung für das Strömen von Luft von jeder Auslaßvorrichtung zu dem betreffenden Verteilerkasten, wobei jede Luftkanalvorrichtung einen insgesamt horizontalen Abschnitt hat, mit einem Einlaßende, das in Verbindung steht mit der Öffnung in dem betreffenden oszillierenden Teil und ein Auslaßende aufweist, das in Verbindung steht mit der Öffnung in der Bodenwand des betreffenden Verteilerkastens, und wobei jedes oszillierende Teil schwenkbar um seine Achse ist, um einen Winkel in einer Richtung aus einer ersten Stellung in eine zweite Stellung bei dem Verschwenken des betreffenden Verteilerkastens mit dem betreffenden Träger von der offenen in die geschlossene Stellung und zurück in der entgegengesetzten Richtung in seine erste Stellung beim Schwenken des betreffenden Verteilerkastens mit dem betreffenden Träger zurück in die offene Stellung, wobei Luft, die von der Auslaßvorrichtung aus nach oben strömt direkt nach oben gelangt durch das betreffende Einlaßende in den horizontalen Abschnitt, von da aus durch den horizontalen Abschnitt der betreffenden Luftkanalvorrichtung zu dem betreffenden Verteilerkasten in dem gesamten Schwenkbereich des betreffenden oszillierenden Teiles, dadurch gekennzeichnet, daß jedes oszillierende Teil durch einen im wesentlichen flachen, kreisförmigen Verschluß gebildet ist, der die kreisförmige Öffnung beabstandet von der Achse des oszillierenden Teiles aufweist, und daß das Einlaßende des insgesamt horizontalen Abschnittes der Luftkanalvorrichtung einen rohrförmigen Lufteinlaßabschnitt aufweist, der sich von dem Einlaßende nach unten in die Öffnung des kreisförmigen Verschlusses erstreckt und das Auslaßende des insgesamt horizontalen Abschnittes, der Luftkanalvorrichtung einen rohrförmigen Luftauslaßabschnitt aufweist, der sich von dem Auslaßende nach oben in die Öffnung in der Bodenwand des betreffenden Verteilerkastens erstreckt, wobei jeder rohrförmige Lufteinlaßabschnitt an seinem unteren Ende mit der betreffenden Auslaßvorrichtung in Verbindung steht, wobei der insgesamt horizontale Abschnitt der Luftkanalvorrichtung durch den rohrförmigen Lufteinlaßabschnitt schwenkbar in dem betreffenden Verschluß montiert ist und der rohrförmige Lufteinlaßabschnitt in relativ drehbarer und insgesamt abgedichteter Beziehung mit der kreisförmigen Öffnung in dem betreffenden Verschluß ist, und wobei der insgesamt horizontale Abschnitt der Luftkanalvorrichtung durch den rohrförmigen Luftauslaßabschnitt schwenkbar in dem betreffenden Verteilerkasten montiert ist und der rohrförmige Luftauslaßabschnitt in relativ drehbarer und insgesamt abgedichteter Beziehung mit der Öffnung in der Bodenwand des betreffenden Verteilerkastens ist.

Unter den vielen Vorteilen, die durch die erfindungsgemässe Glasformmaschine erreicht werden, sind die Bereitstellung eines verbesserten, vereinfachten kompakten Systems zum Fördern von Luft zu den Formwerkzeugen zur Aufwärtsströmung von Luft durch die Luftdurchlässe in denselben, welche das Verschwenken der Formwerkzeuge aufeinander zu und voneinander weg gestatten zwischen ihren offenen und geschlossenen Stellungen, die Erzielung einer verhältnismäßig geringen Verengung für die Luftströmung und einer verhältnismäßig gleichförmigen und wirksamen Kühlung der Formwerkzeuge zur Herstellung von Glasgegenständen (insbesondere Flaschen) mit verhältnismäßig hoher Geschwindigkeit mit verhältnismäßig wenig Fehlern, verhältnismäßig niedrigem Energieverbrauch in Blasluft und bei verhältnismäßig niedrigem Geräuschpegel; sowie die Erzielung eines Systems mit herabgesetzter Abnutzung seiner Bauteile für eine längere Lebensdauer derselben.

Vorteilhafte Merkmale der Glasformmaschine sind in den abhängigen Ansprüche 2 bis 9 gekennzeichnet.

Andere Merkmale und Vorteile sind zum Teil offensichtlich und werden zum Teil anschließend beschrieben mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Figur 1 ist eine Draufsicht, mit weggebrochenen und im Schnitt dargestellten Bauteilen der Fertigformseite einer Einzelsektion einer Glasformmaschine in der die vorliegende Erfindung verwirklicht ist, wobei die Formwerkzeugträger und die Formwerkzeugteile auf der Fertigformseite der Maschinensektion in der geschlossenen Stellung gezeigt sind;

Figur 2 ist eine der Figur 1 ähnliche Ansicht mit entfernten Formwerkzeugen und mit den Formwerkzeugträgern in Offenstellung;

Figur 3 ist eine vergrößerte Ansicht im Vertikal schnitt im wesentlichen längs der Linie 3-3 der Figur 1;

Figur 4 ist eine der Figur 3 ähnliche vergrößerte Vertikalschnittansicht;

Figur 5 ist eine vergrößerte Darstellung im Schnitt einer Einzelheit;

Figur 6 ist eine Vergrößerung eines Ausschnittes der Figur 4;

Figur 7 ist eine Ansicht im Horizontalschnitt im wesentlichen längs der Linie 7-7 nach Figur 3;

Figur 8 ist ein Horizontalschnitt im wesentlichen längs der Linie 8-8 nach Figur 3;

Figur 9 ist eine Ansicht im Schnitt einer Abänderung;

Figur 10 ist eine Ansicht von unten eines Satzes von Rohlingformhälften und Mündungsformhälften, die in Zusammenhang mit einem Kühlsystem entsprechend der Erfindung benutzt werden können und mit einer besonderen Einrichtung für die Kühlung der Mündungsformhälften;

Figur 11 ist eine Ansicht im wesentlichen längs der Linie 11-11 nach Figur 10 und zeigt eine der Rohlingformhälften und eine der Halsformhälften im Aufriß;

Figur 12 zeigt einen Vertikal schnitt einer Rohlingformhälfte im wesentlichen längs der Linie 12-12 nach Figur 10; und

Figur 13 zeigt einen Vertikalschnitt einer Mündungsformhälfte im wesentlichen längs der Linie 13-13 nach Figur 10.

In den verschiedenen Zeichnungsfiguren sind gleiche Bezugszeichen gleichen Bauteilen zugeordnet.

BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSBEISPIELE

In den Figuren 1-8 der Zeichnungen ist die Erfindung dargestellt in ihrer Verwirklichung auf der sogenannten "Fertigformseite" einer Einzelsektion einer zyklisch arbeitenden Glasformmaschine der Einzelsektionbauart, entsprechend der oben erwähnten US- A-4,561,875, zur Kühlung der Formwerkzeugteile, in welchen ein Külbel oder ein Rohling, der auf der Külbel - oder Rohlingformseite der Sektion hergestellt wurde, geblasen wird, zum Formen eines Fertigproduktes, wie z. B. einer Flasche. Die Erfindung kann auch verwirklicht werden auf der Rohlingformseite einer Maschinensektion zur Kühlung der Rohlingformwerkzeuge auf dieser Seite der Maschine. Wie aus Figur 1 ersichtlich ist, handelt es sich bei den erwähnten Sektionen der Glasformmaschine um die als die "Dreiglaspostensektion" bezeichnete Bauart mit drei Paaren 1, 3 und 5 von Formwerkzeugen, um gleichzeitig drei Flaschen zu formen, wobei jedes Werkzeug aus einer Formhälfte besteht. Es ist verständlich, daß die Erfindung auch anzuwenden ist bei anderen Glasformsektionen als eine "Dreiglaspostensektion", wie z. B. einer "Doppelglaspostensektion". Die zwei Werkzeuge des ersten Paares sind mit 1A und 1B bezeichnet, die zwei Werkzeuge des zweiten Paares sind mit 3A und 3B bezeichnet und die zwei Werkzeuge des dritten Paares sind mit 5A und 5B bezeichnet. Die drei Formwerkzeuge 1A, 3A und 5A sind von einem Träger 7A getragen und die drei Formwerkzeuge 1B, 3B, 5B sind von einem Träger 7B getragen, die Träger sind schwenkbar auf einer ersten und feststehenden, insgesamt vertikalen Achse, durch A1 bezeichnet, für eine Schwenkbewegung aufeinander zu und voneinander weg zwischen der geschlossenen Stellung, in welcher sie in Figur 1 dargestellt sind, wobei die Formwerkzeuge 1A und 1B, 3A und 3B, 5A und 5B gegeneinander geschlossen sind, zum Blasformen eines Rohlings zu einer Flasche in jedem der geschlossenen Paare der Werkzeuge, und der offenen Stellung, in welcher sie in Figur 2 dargestellt sind, wobei die zwei Formwerkzeuge eines jeden Paares der Formwerkzeuge voneinander beabstandet sind zur Einführung von Rohlingen zwischen dieselben und zum Entfernen der fertigen Flaschen. Die Träger 7A und 7B sind schwenkbar auf einem vertikalen Schaft 9, der von dem oberen Ende des Sockels 11 der erwähnten Einzelsektion der Glasformmaschine aufragt. Eine allgemein bekannte geeignete Vorrichtung ist vorgesehen zum zyklischen Verschwenken der Träger zwischen ihren offenen und geschlossenen Stellungen für den Flaschenformbetrieb.

Jedes Formwerkzeug 1A, 1B, 3A, 3B, 5A und 5B bildet eine Formhälfte, mit einem Hohlraum 13, der in Übereinstimmung mit der Form der herzustellenden Flasche geformt ist, damit, wenn die beiden Formhälften in der geschlossenen Stellung zusammengebracht sind, die Hohlräume der beiden Hälften die Form der Wand und eines Teiles der Mündung der Flasche bilden. Am unteren Ende schliefen die beiden Formhälften eines jeden Paares auf einem Bodenformwerkzeug 15, wie im Stand der Technik bekannt ist. Der Boden der Flasche wird gegen das Bodenformwerkzeug 15 geformt und die Flasche wird von demselben getragen, wenn die Formhälften öffnen. Jede Formhälfte hat eine insgesamt bogenförmige Umfangswand 17 mit Luftdurchlässen, die mit 19 und 21 bezeichnet sind und sich von der unteren Seite der Formhälfte nach oben erstrecken. Jeder dieser Durchlässe öffnet in die freie Umgebung an seinem oberen Ende zur Strömung von Luft durch die Durchlässe, um die Formhälfte zu kühlen. Die Luft tritt an den oberen Enden der Durchlässe in die freie Umgebung aus. Die Durchlässe 19 bilden auf einem Teil eines inneren Kreises eine innere Gruppe von Durchlässen, die sich von dem unteren Ende zum oberen Ende der Formhälfte erstrecken. Die Durchlässe 21 bilden auf einem Teil eines äußeren Kreises eine äußere Gruppe von Durchlässen in einem unteren Teil 23 mit größerem Durchmesser der Formhälfte. Die Durchlässe 21 öffnen in die freie Umgebung am oberen Ende des unteren Teiles 23 (siehe Figur 3).

Eine Vorrichtung ist vorgesehen zum Blasen von Luft durch die Luftdurchlässe 19 und 21 sowohl in der offenen als auch in der geschlossenen Stellung der Formhälften. Diese Vorrichtung umfaßt je einen Verteilerkasten 27 an jedem Träger 7A und 7B. Die von jedem Träger getragenen Formhälften 1A usw. erstrecken sich nach oben von dem Verteilerkasten an dem zugeordneten Träger. Der Verteilerkasten hat Öffnungen 29 (siehe die Figuren 2 und 3) an dem oberen Ende desselben zur Strömung von Luft nach oben in die Kanäle 19 und 21 in den Formhälften auf dem Verteilerkasten und von da nach oben durch die Durchlässe und aus diesen heraus. Jeder Verteilerkasten hat einen verhältnismäßig niedrigen inneren Abschnitt 31 und einen verhältnismäßig hohen äußeren Abschnitt 33, welche eine gemeinsame flache obere Wand 35 aufweisen. Diese Wand und andere Wände des Verteilerkastens bilden einen Verteilerraum 47. Im Innern ist der Verteilerkasten wellenförmig geformt und mit drei Ausschnitten versehen, welche alle mit 49 bezeichnet sind. Dabei ist je ein Ausschnitt vorgesehen für die drei betreffenden Formhälften, die von dem Verteilerkasten getragen sind. Jede Formhälfte hat ein unteres Endteil 51 mit kleinerem Durchmesser, das in einem betreffenden Ausschnitt aufgenommen ist, wie die Figur 3 zeigt. Am oberen Ende des unteren Endteiles mit kleinerem Durchmesser hat jede Formhälfte ein nach außen ragendes und nach unten weisendes flaches horizontales Schulterteil 53, das auf der oberen Wand des betreffenden Verteilerkastens längs dem betreffenden Ausschnitt sitzt. Die Durchlässe 19 und 21 ragen nach oben von dieser Schulter und jede der Öffnungen 29 ist durch einen bogenförmigen Schlitz in der oberen Wand 35 des Verteilerkastens in der Nähe des betreffenden Ausschnittes gebildet. Jede Formhälfte ist dem betreffenden Hohlraum in geeigneter Weise entfernbar zugeordnet, wobei die unteren Enden der Durchlässe 19 und 21 der Formhälfte in Verbindung mit einem betreffenden Schlitz 29 sind. An der oberen Wand 35 eines jeden Verteilerkastens ragen Stifte 55 und 57 nach oben, mittels welchen der Verteilerkasten an Teilen, wie z. B. das Teil 61, am betreffenden Träger oder Arm 7A, 7B befestigt ist. Jede Forrnhälfte ist einem betreffenden Teil 61 zugeordnet, wie bei 63 und 65 in Figur 3 dargestellt ist.

Wie vorher beschrieben erstreckt sich der Schaft 9, an dem die Träger oder Arme 7A, 7B schwenkbar sind, nach oben von dem Sockel 11 der erwähnten Sektion der Glasformmaschine. Dieser Sockel ist geformt zur Bereitstellung und dementsPrechend zur Bildung einer eine Kammer 67 umfassenden Vorrichtung für Luft, die in die Verteilerkästen und von da aus nach oben durch die Durchlässe 19 und 21 in den Formhälften 1A usw. zu blasen ist, sowohl wenn diese sich in ihrer geschlossenen Stellung und in ihrer offenen Stellung befinden. Der Sockel mit der Kammer 67 wird manchmal als "Windkasten" der Maschine bezeichnet. Die Kammer wird über ein Gebläse (nicht dargestellt) mit Luft versorgt, wie im Stand der Technik allgemein bekannt ist. Eine Einrichtung, insgesamt mit 69 bezeichnet, ist vorgesehen zum Fördern von Luft aus der Kammer in jeden Verteilerkasten 27. Diese Einrichtung ist aufgebaut um eine Schwenkbewegung der Träger 7A, 7B zu erlauben, und sie umfaßt für jeden Verteilerkasten (d. h. für jeden Träger 7A, 7B) eine Vorrichtung, in ihrer Gesamtheit mit dem Bezugszeichen 71 bezeichnet, die einen Auslaß am oberen Ende des Sockels 11 bildet zum Fördern von Luft aus der Luftkammer 67. Mit 73 ist insgesamt ein Verschluß in Form einer flachen, kreisförmigen Scheibe bezeichnet, die oszillierbar ist um einen feststehenden insgesamt vertikalen Mittelpunkt, oder Achse, die mit A2 bezeichnet und von der Trägerachse A1 beabstandet ist. Dieser Verschluß hat ein kreisförmiges Loch 75, das sich durch den Verschluß erstreckt von seinem oberen Ende zu seinem unteren Ende und von der Achse A2 beabstandet ist. Die Bodenwand des Verteilerkastens hat eine kreisförmige Öffnung 77 darin, wobei die Achse dieser Öffnung mit A3 bezeichnet ist.

Insgesamt mit dem Bezugszeichen 79 versehen ist eine Vorrichtung, die als Luftkanalvorrichtung bezeichnet werden kann zum Fördern von Luft vom Auslaß 71 zu dem Verteilerkasten 27. Diese Luftkanalvorrichtung 79 hat einen insgesamt horizontalen Abschnitt 81, der als Luftkasten bezeichnet werden kann, einen rohrförmigen Einlaßendabschnitt 83, der sich von einem Ende des Abschnittes 81 nach unten erstreckt in das kreisförmige Loch 75 des Verschlusses 73, und einen Auslaßendabschnitt 85, der sich von dem anderen Ende des Abschnittes 81 nach oben erstreckt in die Öffnung 77 in der Bodenwand des Verteilerkastens 27. Der Einlaßendabschnitt 83 steht in Verbindung an seinem oberen Ende mit dem Abschnitt 81 und an seinem unteren Ende mit dem Auslaß 71 und der Einlaßendabschnitt und die Scheibe 73 sind relativ zueinander drehbar in insgesamt abgedichteter Zusammenwirkung mit dem kreisförmigen Loch 75 in der Scheibe 73. Der Auslaßendabschnitt 85 steht in Verbindung an seinem unteren Ende mit dem Abschnitt 81 und an seinem oberen Ende mit dem Verteilerkasten 27 und der Auslaßendabschnitt und der Verteilerkasten sind relativ zueinander drehbar in insgesamt abgedichteter Zusammenwirkung mit der Öffnung in der Bodenwand des Verteilerkastens.

Der Auslaß 71 besteht aus einem Kasten 87, der an einer Abstandsplatte 89 an dem oberen Ende des Sockels 11 befestigt ist. Der Kasten hat ein verhältnismäßig niedriges Teil 93 und ein Teil 95 mit größerer Höhe als das Teil 93. Das Teil 95 größerer Höhe ist in Draufsicht insgesamt rechteckig, wie die Figur 8 zeigt. Der Körper 91 hat eine nach unten öffnende Aussparung 97, die in Verbindung steht mit der Kammer 67 in dem Sockel 11 über eine Öffnung 99 in der Abstandsplatte 89 und eine Öffnung in dem oberen Ende des Sockels, und hat eine obere Wand 103, in der eine Öffnung 105 vorgesehen ist, die, wie die Figur 8 zeigt, im wesentlichen die Form eines bei A2 zentrierten Kreissektors aufweisen kann. Feststehend am oberen Ende des Körpers 91 befestigt ist ein insgesamt kreisförmiges oberes Auslaßteil, das aus einer Scheibe 107 besteht, welche eine Öffnung 111 aufweist, die in Verbindung ist mit der Öffnung 105 in der oberen Wand 103 des Auslaßkörpers.

Die Achse des drehbaren, kreisförmigen Verschlusses, oder der Scheibe 73 fällt zusammen mit der mittleren, vertikalen Achse der stationären oder feststehenden Scheibe 107. Die Verschlußscheibe ist zur Oszillation schwenkbar um ihre Achse angeordnet, mittels eines Stiftes 113, der an seinem unteren Ende mit Gewinde versehen ist, wie bei 115 gezeigt, und in einem Loch in der Mitte der Scheibe 107 befestigt ist. Der Stift hat einen Kopf 117, um die Verschlußscheibe festzuhalten.

Die drehbare Verschlußscheibe 73 überliegt die feststehende Scheibe 107. Ein Spielraum 119 befindet sich zwischen der Bodenfläche 121 der Verschlußscheibe und der oberen Fläche 123 der feststehenden Scheibe und die Scheiben sind geformt um ringförmige Drehflächen bei 125 zu bilden, die sich ganz um ihren Umfang erstrecken und auf der Achse A2 zentriert sind, um zu verhindern, dar Luft aus dem Bereich zwischen den Scheiben an dem Umfang der Scheiben entweichen kann. Zu diesem Zweck ist die feststehende Scheibe 107 mit einer ringförmigen Nut 127 in ihrer oberen Seite (d. h. die Nut erstreckt sich von der oberen Seite nach unten) in der Nähe ihres Umfanges versehen, und die drehbare Scheibe 73 ist mit einem ringförmigen Flansch 129 versehen, der sich in der Nähe des Scheibenumfanges von der unteren Seite derselben nach unten erstreckt. Der Flansch greift drehbar in die Nut ein, um das Entweichen von Luft aus dem Bereich zwischen der drehbaren Scheibe und der feststehenden Scheibe am Umfang derselben zu verhindern, d. h. seine radial äußere, kreisförmige Fläche grenzt an die radial äußere, kreisförmige Fläche der feststehenden Scheibe in der Nut an, wie bei 125a dargestellt, und seine radial innere, kreisförmige Fläche grenzt an die radial innere, ringförmige Fläche der feststehenden Scheibe, in der Nut an, wie bei 125b dargestellt. Die mit 125a und 125b bezeichneten Flächen sind zylindrische Flächen. Es ist ein gewisses Spiel vorhanden zwischen dem unteren Ende des Flansches und dem Boden der Nut 127 sowie zwischen der unteren Seite der Scheibe 73 und der oberen Seite der Scheibe 107 außerhalb der Nut und des Flansches sowie auch innerhalb der Nut und des Flansches, wie die Figur 5 zeigt. Das Spiel oder der Abstand zwischen den Scheiben bei 119 zwischen den Teilen der Bodenfläche der Scheibe 73, die durch den Flansch begrenzt sind, und außerhalb des Flansches sowie am unteren Ende des Flansches, auf der einen Seite, und den Teilen der oberen Fläche der Scheibe 107, die durch die Nut 127 begrenzt sind sowie außerhalb der Nut, auf der anderen Seite, wird aufrechterhalten durch eine insgesamt kreisförmige radiale von Lagerkugeln 131 zwischen den Scheiben, die zurückgehalten werden in einer im wesentlichen kreisförmigen Bahn oder Nut 133 in der oberen Fläche der Scheibe 107 und einer insgesamt kreisförmigen Bahn oder Nut 135 in der unteren Fläche der Scheibe 73 in der Nähe und radial innerhalb der Nut 127 und des Flansches 129. Die Lagerkugeln bilden eine Antifriktionsvorrichtung zwischen den beiden Scheiben. Die Kugeln sind längs einem Kreis angeordnet, der auf der Achse A2 zentriert ist, und sind angrenzend an die Nut und den Flansch angeordnet und unterbrochen, wie aus Figur 7 ersichtlich, zur Aufnahme der Buchse 83.

Der horizontale Abschnitt oder "Luftkasten" 81 der Luftkanalvorrichtung besteht wie dargestellt aus einem Kastenabschnitt mit einer oberen Wand 139 und einer unteren Wand 141, Seitenwänden 143 und 145 und gekrümmten Endwänden 147 und 149. Das Endteil des Luftkastens zum Einlaßendabschnitt 83 hin ist verjüngt wie bei 151 dargestellt. Die Bodenwand 141 des Kastens 81 hat eine Öffnung 159 am Einlaßende des Kastens für das obere Ende des Einlaßendabschnittes 83 und die obere Wand 139 des Kastens hat eine Öffnung 155 am anderen oder Auslaßende des Kastens für das untere Ende des Auslaßendabschnittes 85. Der Einlaßendabschnitt 83 der Luftkanalvorrichtung 79 besteht aus einem rohrförmigen Materialstück (z. B. Messingmaterial), die als Buchse bezeichnet werden kann und einen äußeren Flansch 157 zwischen ihrem oberen Ende und ihrem unteren Ende aufweist. Das obere Ende dieses Abschnittes 83 oberhalb des Flansches sitzt in dem Loch 153 in der Bodenwand 141 des Luftkastens 81 und das untere Ende dieses Abschnittes unterhalb dem Flansch sitzt in der Öffnung 75 in dem Verschluß 73, wobei der Flansch zwischen dem oberen Ende des Verschlusses und dem unteren Ende des Kastens aufgenommen ist und an diesen anliegt und als Abstandhalter dazwischen wirkt. Das obere Ende des Einlaßendabschnittes oder der Buchse 83 hat einen Preßsitz (und ist dementsprechend abgedichtet) in der Öffnung 153. Das untere Ende des Lufteinlaßabschnittes oder der Buchse 83 unterhalb des Flansches 157 ragt nach unten in die Öffnung 75 in der Scheibe 73 hinein, im wesentlichen bis zum Boden der Scheibe 73 und ist in der Öffnung drehbar zurückgehalten, in insgesamt abgedichteter Zusammenwirkung mit der Scheibe 73, mittels einer Mutter 159, die auf das untere Ende der Buchse in einer Senkbohrung 161 am unteren Ende der Öffnung aufgeschraubt ist sowie mittels einer Sicherungsmutter 163. Der Auslaßendabschnitt 85 der Luftkanalvorrichtung 81 besteht aus einem rohrförmigem Materialstück (wie z. B. Messingmaterial), das als Buchse bezeichnet werden kann und einen äußeren Flansch 165 aufweist zwischen ihrem oberen Ende und ihrem unteren Ende. Das untere Ende der Buchse 85 unterhalb dem Flansch 165 hat einen Preßsitz in der Öffnung 155 in der oberen Wand des Luftkastens 81 und das obere Ende dieses Abschnittes oberhalb des Flansches ist drehbar in der Öffnung 77 in der Bodenwand des Verteilerkastens in abgedichteter Zusammenwirkung damit. Der Flansch 165 ist eingeschlossen zwischen und berührt das obere Ende des Luftkastens und das untere Ende des Verteilerkastens und wirkt als Abstandhalter dazwischen.

Mit dem Preßsitz des Lufteinlaßabschnittes 83 einer jeder Luftkanalvorrichtung 79 an seinem oberen Ende in der Öffnung 153 der Bodenwand des betreffenden horizontalen Luftkanalabschnittes oder -luftkastens 81 und dem Preßsitz des Luftauslaßabschnittes 85 mit seinem unteren Ende in der Öffnung 155 in dem oberen Ende des Luftkastens 81, bilden die Abschnitte 83, 81 und 85 zusammen einen einteiligen Luftkanal, der in seiner Gesamtheit durch das Bezugszeichen 79 bezeichnet ist. Die Bauteile sind angeordnet damit, wenn die Werkzeughälftenträger 7A und 7B sich in ihrer geschlossenen Stellung befinden, jede Verschlußscheibe 73 und der von der Verschlußscheibe getragene Luftkanal 79 eine erste Stellung einnimmt, wie in Figur 2 gezeigt, die durch die Lage des Mittelpunktes der Öffnung 77 in der Bodenwand des Verteilerkastens und des Auslaßendabschnittes 85 des Kanales verhältnismäßig nahe an der Teilungsebene der Werkzeughälften und die Länge des Kanals dazwischen bestimmt ist. Während dem Betrieb der Maschine werden die Werkzeughälftenträger oder -arme 7A und 7B zyklisch verschwenkt zwischen ihrer offenen Stellung und geschlossenen Stellung zum Formen der Flaschen. Bei der Schwenkbewegung eines jeden Trägers aus der geschlossenen Stellung in die offene Stellung schwenkt die Verteilerkastenöffnung 77 und der Auslaßendabschnitt 85 der Luftkanalvorrichtung nach außen längs einem um die Trägerachse A1 zentrierten Bogen. Der Auslaßendabschnitt 85 dreht in bezug auf den Verteilerkasten in der Öffnung 77 in abgedichteter Zusammenwirkung damit. Der Luftkanal 79 bestehend aus den Kanalabschnitten 81, 83 und 85 wirkt dabei als Verbindung zwischen dem betreffenden Träger 7A oder 7B und der Verschlußscheibe 73 und dreht die Verschlußscheibe in eine zweite Stellung, wie auf der linken Seite der Figur 2 dargestellt ist. Der Einlaßendabschnitt 83 des Luftkanales dreht relativ zu der Verschlußscheibe 73 in der Öffnung 75 der Verschlußscheibe in abgedichteter Zusammenwirkung damit. Beim Zurückschwenken eines jeden Trägers aus seiner offenen Stellung in seine geschlossene Stellung wird die Bewegung umgekehrt. Der innere Endabschnitt 83 des Luftkanals 79 ist immer offen an seinem unteren Ende für die Luftströmung aus der Kammer 67 durch die Öffnung 99 in der Abstandsscheibe, der Aussparung 97 in dem Körper 91, die in Verbindung stehenden Öffnungen 105 und 111 in der oberen Wand des Körpers und der stationären Scheibe, und von da aus durch die Abschnitte 83, 81 und 85 in dem Kanal in den Verteilerkasten. Die Luft verläßt dann den Verteilerkasten und strömt nach oben durch die Durchlässe 19 und 21 in den Werkzeughälften zum Kühlen derselben während der Bewegung der Werkzeughälften nach innen oder nach außen und während dem Verweilen derselben in der offenen oder geschlossenen Stellung. Die Anordnung ist so gewählt, damit eine gleichbleibende im wesentlichen freie Luftströmung aus der Kammer 67 in jeden Verteilerkasten gewährleistet ist trotz der Schwenkbewegung des Verteilerkastens um die Achse A1.

Es bleibt noch zu erwähnen, daß durch die Öffnung 111 der Auslaßvorrichtung geförderte Luft durch die drehbare Verschlußscheibe 73 gegen Entweichen am Umfang dieser Scheibe eingeschlossen ist und unmittelbar nach oben in den Lufteinlaßabschnitt 83 des Luftkanals fließt, anschließend durch den Einlaßendabschnitt 83 in den horizontalen Abschnitt 81 des Luftkanals strömt, dann den horizontalen Abschnitt 81 horizontal durchfließt zu dem Luftauslaßabschnitt 85 des Luftkanals und von da aus nach oben strömt durch den Abschnitt 85 in den Verteilerkasten. Die Strömung von dem Auslaß zu dem Verteilerkasten erfährt insgesamt nur zwei Strömungsrichtungsänderungen. Es handelt sich dabei um die Strömungsrichtungsänderung von der Vertikalrichtung zur Horizontalrichtung beim Eintritt aus dem Abschnitt 83 in den Abschnitt 81 und die Richtungsänderung von der Horizontalrichtung zur Vertikalrichtung beim Eintritt aus dem Abschnitt 81 in den Abschnitt 85. Dementsprechend wird der Druckabfall von dem Auslaß zu dem Verteilerkasten so klein wie möglich gehalten. Die Luft ist in der Einrichtung durch die Verschlußscheibe 73 wirksam eingeschlossen, ohne unerwünschten Widerstand gegen ihre Oszillation (die wie durch einen Vergleich der Stellung der Bauteile in den Figuren 1 und 2 zu erkennen ist, über einen verhältnismäßig kleinen Winkel erfolgt), infolge der Antifriktionslagerung der Scheibe auf den Lagerkugeln 131 und dem dadurch bewirkten Abstand zwischen der unteren Fläche 121 der Scheibe 73 von der oberen Fläche 123 der feststehenden Scheibe 107.

Die Figur 9 zeigt eine Abänderung, wobei der Einlaßendabschnitt oder die Buchse 83 in der Öffnung 75 der Verschlußscheibe 73 zurückgehalten ist mittels eines Schnappringes 167, der in eine ringförmige Umfangsnut 169 in der Buchse 83 benachbart zu ihrem unteren Ende gegen einen Federring 171 eingesetzt ist.

Die Erfindung ist im vorgehenden beschrieben mit Bezug auf die Kühlung der Werkzeughälften auf der Fertigformseite der Maschine. Sie ist auch anwendbar, wie schon vorher erwähnt zur Kühlung der Werkzeughälften auf der Rohlingformseite der Maschine. In dem letzteren Falle können Mittel vorgesehen sein, um am Rohling eine Mündung für den Behälter und an der Mündung einen Fertigteil, z. B. ein Gewindegang zu formen und die Figuren 10 bis 13 zeigen eine Anordnung, die zu diesem Zwecke Rohlingformhälften 2A und 2B und zugehörige Mündungsformhälften 4A und 4B aufweist mit besonderen Vorkehrungen zum Kühlen der Mündungsformhälften. Wie in den Zeichnungen dargestellt sind die Rohlingformhälften 2A und 2B geformt zur Bildung, in der geschlossenen Position, eines Hohlraumes 6 zum Formen des Rohlings. Jede dieser Formhälften hat Luftdurchlässe 8, welche sich vom Boden der Formhälfte nach oben erstrecken und den vorher beschriebenen Luftdurchlässen 19, 21 entsprechen. Eine der Mündungsformhälften ist in einer der Rohlingformhälften aufgenommen und die andere ist in der anderen Rohlingformhälfte aufgenommen, wenn die Rohlingformhälften geschlossen sind. Es ist zu verstehen, daß die Mündungsformhälften durch geeignete Arme getragen sind, die bei 10 strichpunktiert dargestellt sind und Mittel vorhanden sind zum Öffnen und Schliefen derselben. Die Mündungsformhälften sind geformt, damit sie, wenn geschlossen, einen Hohlraum 12 bilden zum Formen der Mündung mit der erwünschten Fertigform, z. B. einem Gewindegang. Jede der Fertigform, z. B. einem Gewindegang. Jede der Mündungsformhälften ist versehen mit mehreren Nuten, die mit 14 bezeichnet sind und sich in senkrechten Ebenen am Umfang der Formhälften erstrecken und jede der Rohlingformhälften hat Durchlässe, welche mit 16 bezeichnet sind und sich radial einwärts erstrecken von zugeordneten Luftdurchlässen 8 in der Formhälfte zu den Nuten für die Luftströmung aus den betreffenden Luftdurchlässen 8 in die Nuten 12 und von da aus nach unten in den Nuten und aus denselben heraus an der unteren Seite der Werkzeuge 4A und 4B zur Kühlung derselben. Die Nuten sind in geeigneter Weise geformt mittels einer kreisförmigen Fräse, wie in der Figur 13 bei 18 strichpunktiert dargestellt ist.

Wie aus Figur 10 ersichtlich sind radiale Durchlässe 16 vorgesehen für die Hälfte der vertikalen Luftdurchlässe 8. Dementsprechend sind sechzehn vertikale Durchlässe 16 in jeder Formhälfte vorgesehen und nur acht davon haben radiale Durchlässe 8. Wie aus der Figur 11 zu entnehmen ist, sind diejenigen vertikalen Durchlässe 8, welchen radiale Durchlässe 16 zugeordnet sind, vollständig offen von ihrem unteren Ende bis zu ihrem oberen Ende. Es liegt jedoch ebenfalls innerhalb dem Schutzbereich der Erfindung diejenigen vertikalen Durchlässe 8, welchen radiale Durchlässe 16 zugeordnet sind, oberhalb der radialen Durchlässe zu verschliessen, damit die, jedem verschlossenen vertikalen Luftdurchlaß zugeführte Gesamtluftmenge, durch den radialen Durchlaß geleitet wird zur Kühlung der Mündungsformhälfte. Es kann noch erwähnt werden, dar den Nuten 14 in den Mündungsformhälften nur Luft zugeführt wird, wenn die Rohlingformhälften geschlossen und die Mündungsformhälften darin eingeklemmt sind.


Anspruch[de]

1. Glasformmaschine mit einem Sockel (11), zwei Trägern (7A, 7B), die jeweils auf dem Sockel (11) drehbar befestigt sind für eine Schwenkbewegung auf einer insgesamt vertikalen Trägerachse (A1) aufeinander zu und voneinander weg zwischen einer offnen Stellung und einer geschlossenen Stellung, in der sie einen Werkzeughohlraum (17;6) begrenzen, mehreren Formwerkzeugteilen (1A, 3A, 5A, 1B, 3B, 5B; 2A, 2B) auf jedem Träger (7A, 7B), wobei jedes Formwerkzeugteil Luftdurchlässe (19; 21; 8) hat, die sich von dem unteren Ende desselben aus nach oben erstrecken, zum Hindurchleiten von Luft zur Kühlung, einem Verteilerkasten (27) auf jedem Träger (7A, 7B), zum Fördern von Luft zu den Luftdurchlässen (19; 21; 8) der Formwerkzeugteile, die durch die Träger (7A, 7B) gehalten sind, wobei die Formwerkzeugteile sich vom Verteilerkasten (27) aus nach oben erstrecken und wobei der Verteilerkasten (27) Öffnungen (29) an seinem oberen Ende hat für das Strömen von Luft aufwärts in die Durchlässe (19; 21; 8) in den Formwerkzeugteilen und von da aus aufwärts durch die Durchlässe (19; 21; 8) und aus denselben hinaus, wobei der Verteilerkasten (27) eine Bodenwand mit einer darin vorgesehenen Öffnung (77) aufweist, der Sockel (11) eine Kammer (67) unterhalb der Träger (7A, 7B) hat für Luft, die in die Verteilerkästen (27) und von da aus nach oben durch die Luftdurchlässe (19; 21; 8) zu blasen ist, und mit einer Einrichtung zum Fördern von Luft aus der Kammer (67) zu jedem Verteilerkasten (27), welche das Verschwenken der Träger (7A, 7B) gestattet, und für jeden Träger (7A, 7B) umfaßt:

eine Einrichtung, die für jeden Verteilerkasten (27) eine Luftauslaßvorrichtung (71) an der oberen Seite des Sockels (11) bildet, wobei jede Luftauslaßvorrichtung ein insgesamt flaches oberes Ende mit einer Durchgangsöffnung (111) hat, welche mit der Kammer (67) in Verbindung steht, zum Fördern von Luft zu dem Verteilerkasten (27) aus der Kammer (67) aufwärts durch die Öffnung (111),

ein oszillierendes Teil, das das obere Ende der Luftauslaßeinrichtung (71) überlagert und auf einer insgesamt vertikalen Achse (A3) schwenkbar ist, die von der Trägerachse (A1) beabstandet ist, wobei jedes oszillierende Teil eine kreisförmige Durchgangsöffnung (75) hat, die sich von seinem oberen Ende zu seinem unteren Ende erstreckt und in Verbindung steht mit der Öffnung (111) in der Luftauslaßvorrichtung (71), wobei jedes oszillierende Teil (73) und das obere Ende der Auslaßvorrichtung (71) benachbarte ringförmige Flächen (125a, 125b) aufweisen, die um die Achse (A3) des oszillierendes Teiles zentriert sind und Luft daran hindern, am Umfang des oszillierenden Teiles (73) zu entweichen vom zwischen dem oszillierenden Teil (73) und dem oberen Ende der Auslaßvorrichtung (71), und

einer Gelenkluftkanalvorrichtung (79) für das Strömen von Luft von jeder Auslaßvorrichtung (71) zu dem betreffenden Verteilerkasten (27), wobei jede Luftkanalvorrichtung (79) einen insgesamt horizontalen Abschnitt (81) hat, mit einem Einlaßende, das in Verbindung steht mit der Öffnung (75) in dem betreffenden oszillierenden Teil und ein Auslaßende aufweist, das in Verbindung steht mit der Öffnung (77) in der Bodenwand des betreffenden Verteilerkastens (27),

und wobei jedes oszillierende Teil schwenkbar um seine Achse (A3) ist, um einen Winkel in einer Richtung aus einer ersten Stellung in eine zweite Stellung bei dem verschwenken des betreffenden Verteilerkastens (27) mit dem betreffenden Träger (7A, 7B) von der offenen in die geschlossene Stellung und zurück in der entgegengesetzten Richtung in seine erste Stellung beim Schwenken des betreffenden Verteilerkastens (27) mit dem betreffenden Träger (7A, 7B) zurück in die offene Stellung,

wobei Luft, die von der Auslaßvorrichtung (71) aus nach oben strömt direkt nach oben gelangt durch das betreffende Einlaßende in den horizontalen Abschnitt (81), von da aus durch den horizontalen Abschnitt der betreffenden Luftkanalvorrichtung (79) zu dem betreffenden Verteilerkasten (27) in dem gesamten Schwenkbereich des betreffenden oszillierenden Teiles,

dadurch gekennzeichnet, daß jedes oszillierende Teil durch einen im wesentlichen flachen, kreisförmigen Verschluß (73) gebildet ist, der die kreisförmige Öffnung beabstandet von der Achse (A3) des oszillierenden Teiles aufweist, und daß das Einlaßende des insgesamt horizontalen Abschnittes (81) der Luftkanalvorrichtung einen rohrförmigen Lufteinlaßabschnitt (83) aufweist, der sich von dem Einlaßende nach unten in die Öffnung (75) des kreisförmigen Verschlusses (73) erstreckt, und das Auslaßende des insgesamt horizontalen Abschnittes (81), der Luftkanalvorrichtung einen rohrförmigen Luftauslaßabschnitt (85) aufweist, der sich von dem Auslaßende nach oben in die Öffnung (77) in der Bodenwand des betreffenden Verteilerkastens (27) erstreckt, wobei jeder rohrförmige Lufteinlapabschnitt (83) an seinem unteren Ende mit der betreffenden Auslaßvorrichtung (71) in Verbindung steht,

wobei der insgesamt horizontale Abschnitt (81) der Luftkanalvorrichtung durch den rohrförmigen Lufteinlaßabschnitt (83) schwenkbar in dem betreffenden Verschluß (73) montiert ist und der rohrförmige Lufteinlaßabschnitt (83) in relativ drehbarer und insgesamt abgedichteter Beziehung mit der kreisförmigen Öffnung (75) in dem betreffenden Verschluß (73) ist, und

wobei der insgesamt horizontale Abschnitt (81) der Luftkanalvorrichtung durch den rohrförmigen Luftauslaßabschnitt (85) schwenkbar in dem betreffenden Verteilerkasten (27) montiert ist und der rohrförmige Luftauslaßabschnitt (85) in relativ drehbarer und insgesamt abgedichteter Beziehung mit der Öffnung (77) in der Bodenwand des betreffenden Verteilerkastens (27) ist.

2. Glasformmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschluß (73) aus einer Scheibe besteht.

3. Glasformmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslaßvorrichtung (71) ein insgesamt flaches, kreisförmiges oberes Teil (107) aufweist, die Verschlußscheibe (73) auf dem kreisförmigen oberen Teil (107) drehbar ist und ein Spielraum (119) dazwischen vorgesehen ist, wobei das obere Teil (107) mit der Öffnung (111) versehen ist zum Fördern von Luft zu dem Verteilerkasten (27) aus der Kammer (67).

4. Glasformmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslaßvorrichtung (71) einen Körper (87) aufweist, der auf der oberen Seite der Kammer (67) befestigt ist und eine Aussparung (97) hat, die mit der Kammer (67) in Verbindung steht, wobei der obere Teil (107) eine Scheibe aufweist, die an der oberen Seite des Körpers (87) befestigt ist, wobei die ringförmigen Flächen (125a, 125b) gebildet sind durch eine ringförmige Nut (127) in einer der Scheiben (73, 107) in der Nähe ihres Umfanges und durch einen ringförmigen Flansch (129) an der anderen Scheibe, der sich in die Nut (127) hinein erstreckt.

5. Glasformmaschine nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch eine Antifriktionseinrichtung zwischen den beiden Scheiben (73, 107).

6. Glasformmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Spielraum (119) dadurch aufrechterhalten wird, daß die drehbare Verschlußscheibe (73) auf der Antifriktionseinrichtung aufliegt.

7. Glasformmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Antifriktionseinrichtung eine kreisförmige Reihe von Lagerkugeln (131) aufweist.

8. Glasformmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Nut (127) in dem oberen Ende der festen Scheibe (107) befindet und daß der Flansch (129) von der drehbaren Verschlußscheibe (73) nach unten in die Nut (127) ragt.

9. Glasformmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraum (6) ein Hohlraum zum Formen eines Rohlings ist, der an eine Formwerkzeugeinrichtung zu übergeben ist, die den Rohling zu einem Behälter formt, und wobei die Maschine mit einer Einrichtung versehen ist, um am Rohling eine Mündung für den Behälter und an der Mündung ein Fertigteil zu formen, wobei das Mündungsformwerkzeug zwei zusammenpassende Mündungsformhälften (4A, 4B) aufweist, von denen eine in einem der Formwerkzeugteile (2A, 2B) und die andere in dem anderen Formwerkzeugteil (2A, 2B) an dem unteren Ende desselben sitzt, wobei die Mündungsformwerkzeuge (4A, 4B), wenn sie geschlossen sind, einen Hohlraum (12) zum Formen der Mündung und des Fertigteiles bilden, wobei jede Mündungsformwerkzeughälfte (4A, 4B) mehrere Nuten (14) aufweist, die sich in dem Umfang derselben vertikal erstrecken, und wobei jedes der Formwerkzeugteile (2A, 2B) Durchlässe (16) hat, die sich von wenigstens einem der Luftdurchlässe (8) aus zu den Nuten (14) in dem Umfang der Mündungsformwerkzeuge (4A, 4B) erstrecken, damit Luft aus den Luftdurchlässen (8) in die Nuten (14) und von da aus abwärts in den Nuten (14) und an dem unteren Ende der Formwerkzeuge (2A, 2B) hinausströmen kann zur Kühlung der Mündungsformwerkzeughälften (4A, 4B).







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