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Dokumentenidentifikation DE4218661A1 09.12.1993
Titel Sicherheits-Eintrittsschleuse mit Metalldetektor
Anmelder Saima Sicurezza S.p.A., Arezzo, IT
Erfinder Rinaldi, Rinaldo, Civitella della Chiana, Arezzo, IT
Vertreter Kinzebach, W., Dipl.-Chem. Dr.phil.; Riedl, P., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Schweiger, G., Dipl.-Chem.Univ. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 81679 München
DE-Anmeldedatum 05.06.1992
DE-Aktenzeichen 4218661
Offenlegungstag 09.12.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.12.1993
IPC-Hauptklasse E05G 5/00
IPC-Nebenklasse E06B 3/90   G01V 3/10   G08B 15/00   
Zusammenfassung Es wird eine Sicherheits-Eintrittsschleuse zum Sichern von Ein- und Ausgängen beschrieben. Die Schleuse ist gekennzeichnet durch eine verbreiterbare Türöffnung. Sie findet Anwendung in Sicherheitssystemen, die so gestaltet sind, daß bewaffnete Personen am Betreten geschützter Räumlichkeiten gehindert werden. Die Schleuse umfaßt eine Eintritts-Türöffnung, deren Breite durch seitliches Verschieben oder Schwenken mindestens eines seitlichen Pfostens (12, 13) der Türöffnung verändert werden kann, um behinderten Personen in Rollstühlen ein Passieren der Schleuse zu erlauben. Die seitlichen Pfosten (12, 13) enthalten Säulen oder Kanäle (14, 15), die die elektrischen Wicklungen von Sender und Empfänger des Metalldetektors aufnehmen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Eintrittsschleuse mit einem Metalldetektor zum Sichern von Ein- und Ausgängen. Die Sicherheitsschleuse ist gekennzeichnet durch einen verbreiterbaren Eingang zur Anwendung in Sicherheitssystemen, die so gestaltet sind, daß bewaffnete Personen am Betreten geschützter Räumlichkeiten gehindert werden.

Gegenwärtig weisen Räumlichkeiten, wie Banken, Versicherungsagenturen, Juwelierläden usw. häufig einen Eingang auf, der zur Sicherung gegenüber bewaffneten Straftätern mit einem Metalldetektor ausgestattet ist. Außerdem ist ein Noteingang bzw. -ausgang vorgesehen.

Der von dem Metalldetektor überstrichene Eingang wird normalerweise durch eine gekrümmte oder, häufiger rechteckige Schleuse gebildet. Die Schleuse weist zusammenwirkende Schließtüren auf, die von dem Metalldetektor gesteuert werden. Solange der Metalldetektor nicht anspricht, erlaubt er ein sukzessives Öffnen der Türen, um einzelne Personen oder Personengruppen in die geschützten Räumlichkeiten einzulassen.

Spricht der Metalldetektor jedoch an, so verhindert er ein Öffnen derjenigen Tür oder derjenigen Drehtür- oder Schiebetürfelder, die in die geschützten Räumlichkeiten führen. Das Öffnen wird so lange verhindert, bis entweder ein Angehöriger des Personals die Steuervorrichtung anweist, den Alarm zurückzusetzen, oder, im Fall einer automatischen Sicherheits-Eintrittsschleuse, bis die Schleuse eine Reihe von Prüfoperationen durchgeführt hat, um sicherzustellen, daß keine fremden Gegenstände, wie etwa Waffen, von einem potentiellen Räuber in der Schleuse zurückgelassen wurden. Zurückgelassene Gegenstände könnten dann nämlich von dem potentiellen Räuber beim Wiederbetreten des Gebäudes aufgenommen werden, nachdem er unbewaffnet den Metalldetektor passiert hat.

Der Noteingang bzw. -ausgang bleibt normalerweise geschlossen und wird vom Personal nur zu bestimmten Anlässen geöffnet, und zwar z. B. wenn sperrige Gegenstände in das Gebäude gebracht werden müssen, wenn viele Personen in kurzer Zeit aus den Räumlichkeiten evakuiert werden müssen, was durch ein Passieren der Eintrittsschleuse mit dem Metalldetektor behindert würde und, schließlich, wenn ein Behinderter in einem Rollstuhl das geschützte Gebäude zu betreten hat.

Im letzten Fall würde nämlich eine Türbreite und damit eine Breite der Eintrittsöffnung benötigt werden, bei der die Sender-Empfänger-Wicklungen so weit beabstandet wären, daß der Metalldetektor nicht mehr gut funktionieren würde.

Um ein Arbeiten des Metalldetektors mit seinem vollen Auflösungs- und Ansprechvermögen zu ermöglichen, ist eine gewisse Gleichförmigkeit des magnetischen Felds in der überwachten Zone notwendig. Zur Erzielung dieser Gleichförmigkeit sollte der Abstand der Wicklungen 80 cm nicht überschreiten, abgesehen von dem Fall sehr weitreichender Metalldetektoren, die jedoch im allgemeinen, selbst bei großen Öffnungen, nicht verwendet werden.

Gegenwärtig können daher Behinderte geschützte Räumlichkeiten nicht anders als durch eine Nottür betreten. Dies wird von Behinderten oft abgelehnt, da dadurch ihr Anderssein gegenüber Nichtbehinderten hervorgehoben wird.

Der Einlaß von Behinderten in geschützte Räumlichkeiten, wie Banken, bringt also verschiedene Nachteile mit sich. Diese sind:

  • - Die Tatsache, daß ein Angehöriger des Personals die Nottür öffnen und schließen muß, wenn die behinderte Person eintrifft oder die Räumlichkeit verläßt.
  • - Die Räumlichkeiten sind während der Zeit gefährdet, bei der die Nottür geöffnet ist, um der behinderten Person ein Betreten oder Verlassen der Räumlichkeit zu erlauben. Der Grund hierfür liegt darin, daß die Nottür nicht mit einer anderen Schließtür zusammenwirkt.
  • - Die Ablehnung durch Behinderte, die ein Leben wie jeder andere führen wollen, was das Betreten geschützter Räumlichkeiten auf normalem Weg einschließt.


Andererseits können behinderte Personen einen Eingang mit einem Metalldetektor nicht passieren, da derartige Eingänge üblicherweise eine Breite von 70 cm und damit wesentlich weniger als die normale Breite von Rollstühlen aufweisen, die ungefähr 90 cm beträgt.

Zwar könnte der von dem Metalldetektor gesicherte Durchgang größer gestaltet werden. Um dabei die Leistungsfähigkeit und das gleichförmige Nachweisvermögen über die gesamte überwachte Zone zu erhalten, müßten die Sender-Empfänger-Wicklungen des Metalldetaktors aufnehmenden Kanäle erweitert oder der Durchmesser der vertikale Wicklungen aufnehmenden Säulen vergrößert werden. Dies würde jedoch eine Vergrößerung des überwachten Durchgangs und damit der Schleuse oder der Eingangskonstruktion nötig machen. Dies wiederum würde das Problem schaffen, das derartige geschützte Eingänge einen übermäßigen Platzbedarf hätten. Dadurch würde deren Verwendung in kleinen Räumlichkeiten, wie die zahlreich vorhandenen kleinen Banken oder Juwelierläden unmöglich werden, die häufig eine Grundfläche von weniger als 100 qm aufweisen und bei denen daher diese größeren Eintrittsschleusen nicht verwendet werden könnten.

Es ist Aufgabe der Erfindung, eine kompakte Eintrittsschleuse mit einem Metalldetektor zur wirksamen Überwachung des Zutritts in zu schützende Räumlichkeiten bereitzustellen, die ein Passieren von behinderten Personen in Rollstühlen erlaubt.

Die erfindungsgemäße Schleuse weist vorzugsweise einen ortsfesten Aufbau mit zwei Türöffnungen auf - eine zum Betreten und eine zum Verlassen der Schleuse. Die Türöffnung zum Betreten (sog. Eintritts-Türöffnung) weist ein oder zwei bewegliche Elemente auf, das (die) zwei Stellungen einnehmen kann (können). In der ersten Stellung verbleibt ein schmaler Zwischenraum zum Betreten der Schleuse. In der zweiten Stellung ist dieser Zwischenraum verbreitert, um Behinderten in Rollstühlen ein Passieren zu erlauben. Bei der Türöffnung zum Verlassen der Schleuse (sog. Austritts-Türöffnung) handelt es sich üblicherweise um einen feststehenden Aufbau, der breit genug ist, um ein Passieren eines Rollstuhls zu erlauben. Sie kann jedoch auch wie die verbreiterbare Eintritts- Türöffnung ausgebildet sein.

Die oben genannte Schleuse kann in den Eingängen zu kleinen geschützten Räumlichkeiten eingebaut werden und hat die folgenden Vorteile:

  • - Der Notausgang braucht nur mehr in Ausnahmefällen benutzt zu werden und wird nicht mehr benötigt, um Rollstühle einzulassen.
  • - Die Schleuse erlaubt es Behinderten, geschützte Räumlichkeiten durch denselben Eingang wie Nichtbehinderte zu betreten.
  • - Die Schleuse nimmt nur einen begrenzten Raum ein und kann daher im Eingang zu kleinen Räumlichkeiten verwendet werden.
  • -Die Schleuse macht nur die Verwendung preisgünstiger, serienmäßig hergestellter Metall- oder Waffendetektoren nötig, oder jedenfalls nur die Verwendung von Detektoren, die den gegenwärtig verwendeten ähnlich sind. Daher müssen die Detektoren nicht ungewöhnlich groß ausgebildet sein oder besondere, reichweitenvergrößernde Eigenschaften aufweisen.


Die erfindungsgemäße Schleuse löst nicht nur die Aufgabe, Behinderten den Zutritt zu geschützten Räumlichkeiten zu ermöglichen, sondern weist auch die oben genannten Vorteile auf. Sie umfaßt eine Schleuse mit einer Eintritts-Türöffnung, deren Breite durch zur Seiteschieben oder Drehen eines oder mehrerer ihrer seitlichen Pfosten verändert werden kann, um behinderten Personen in Rollstühlen ein Passieren zu erlauben, wobei die Pfosten die Säulen oder Kanäle enthalten, die die elektrischen Wicklungen des Senders und Empfängers des Metalldetektors aufnehmen.

Die erfindungsgemäße Schleuse ist also darauf gerichtet, Behinderten in Rollstühlen ein ungehindertes Passieren zu erlauben. Sie ist aus diesem Grund vorzugsweise mit einer Eintritts-Türöffnung versehen, die von zwei vertikalen Elementen begrenzt wird, von denen eines der oder beide beweglich ist (sind). Die Elemente nehmen die Wicklungen des Metalldetektors auf. Bei Betätigung durch eine Vorrichtung verbreitern die Elemente den Eingang, um einem Behinderten ein Passieren zu erlauben. Die bogenförmigen Türen, Türfelder oder anderen Elemente, die den Eintritt und Austritt der Schleuse öffnen und verschließen, sind in Aufbau und Funktion gegenüber den gegenwärtig existierenden ungeändert geblieben, um nicht die erprobte und erfolgreich getestete Technik, mit der Vorrichtungen mit zusammenwirkenden Doppel- Schließtüren Schutz bieten, zu beeinträchtigen.

Im folgenden werden Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Schleuse mit Hilfe der angefügten Figuren näher veranschaulicht und beschrieben, wobei auch die o.g. Technik beschrieben wird.

Dabei zeigen:

Fig. 1 eine Aufsicht einer Schleuse, wobei die Eintritts-Türöffnung geöffnet ist und sich beide bewegliche Pfosten in der die Breite der Öffnung verringernden Stellung befinden, und wobei die Schleuse verschiedene bogenförmige Elemente aufweist, die zum Verschließen der Eintritts- und Austrittsöffnung dreh-verschiebbar sind;

Fig. 2 eine Aufsicht einer Schleuse, wobei sich die beiden beweglichen seitlichen Pfosten in der die Eintritts-Türöffnung verbreiternden Stellung befinden, und wobei die Schleuse zwei bogenförmige Elemente zum Schließen und Öffnen der Eintritts- Türöffnung und eine ebene, seitlich schwenkbar gelagerte Tür an der Austrittts-Türöffnung aufweist;

Fig. 3 eine Aufsicht einer Schleuse mit zweiseitigen, teleskopisch ausgebildeten Vorrichtungen zum Verbreitern der Eintritts-Türöffnung und mit drehverschiebbaren, bogenförmigen Türfeldern zum Öffnen und Schließen der Eintritts- und Austritts- Türöffnung;

Fig. 4 eine Aufsicht einer Schleuse mit zweiseitigen, teleskopisch ausgebildeten Vorrichtungen in der breit geöffneten Stellung und mit einer einzelnen Drehsäule, die eine breite Öffnung freiläßt;

Fig. 5 eine Aufsicht der Eintrittsöffnung einer Schleuse mit zusammenwirkenden Schiebe-Schließtüren und einer einzelnen, seitlich schwenkbar an Gelenken angeordneten Vorrichtung zum Verbreitern der Eintritts-Türöffnung.

Die Figuren und die dazugehörige Beschreibung dienen dazu, den Gegenstand der Erfindung zu veranschaulichen; sie sollen ihn jedoch in keiner Weise beschränken.

In den Figuren bezeichnen die Bezugsziffern 1 und 2 Seitenteile, die die Schleuse tragen. Die Bezugsziffer 3 bezeichnet zwei ebene Platten, die den Austritt der Schleuse begrenzen. Die Bezugsziffer 4 bezeichnet zwei bogenförmige Platten, die die Seiten des mittleren Teils der Schleuse auskleiden. Die Bezugsziffer 5 bezeichnet eine ebene Tür, die bei Bezugsziffer 30 schwenkbar gelagert ist, wohingegen die Bezugsziffern 6 und 7 dreh-verschiebbare Türfelder bezeichnen, die zum Verschließen der Schleuse zusammenwirken, wobei die Tür 5 bzw. die Türfelder 6, 7 durch einen elektrischen Schaltkreis gesteuert werden, der diese öffnet und schließt.

Die Bezugsziffern 8 und 9 bezeichnen zwei bogenförmige Türfelder, die zum Öffnen und Schließen der Schleuse dreh-verschiebbar sind, und eine Alternative zu der in Fig. 2 gezeigten Tür 5 darstellen. In Fig. 3 sind diese ersetzt durch ein einzelnes kreisbogenabschnittsförmiges Türfeld 10. In Fig. 4 bezeichnet die Bezugsziffer 11 eine andere Ausführungsform eines Elements zum Steuern des Durchlasses von Personen durch die Schleuse. Es handelt sich dabei um eine kreisförmige Säule mit einer Öffnung. Personen können die Schleuse passieren, indem diese um 180° um ihre Achse gedreht wird.

Die Bezugsziffern 12 und 13 bezeichnen vertikale Elemente, die Kanäle enthalten, die Sender-Empfänger-Wicklungen 14, 15 des Metalldetektors aufnehmen. Diese vertikalen Elemente sind derart schwenkbar gelagert, daß sie bei Betätigung der die Eintrittsöffnung steuernden Vorrichtung, wie in Fig. 2 gezeigt, beide an ihren Gelenken 16, 17 in Form von Scharnieren geschwenkt werden und dadurch die Eintrittsöffnung der Schleuse wesentlich verbreitert wird.

Alternativ dazu ist es möglich, daß nur eines der Elemente 12, 13 geschwenkt wird, oder daß die Schleuse nur an einer Seite der Eintrittsöffnung ein schwenkbares Element aufweist.

Das Schwenken wird von einem Elektromotor verursacht, der durch Fluidsysteme oder Stelltriebe betätigte Hebel antreiben kann, die an verschiedenen Stellen angeordnet sein können, z. B. an der Oberseite der Schleuse, wo Schalter und Antriebe für die gerundeten Türfelder, die die Schleuse öffnen und schließen, angeordnet sind. Die Vorrichtung kann außerdem mit einem in den geschützten Räumlichkeiten angeordneten, handbetriebenen Kurbelmechanismus verbunden sein, der im Fall von Betriebsstörungen oder Stromausfällen zu verwenden ist.

Die Bezugsziffer 20 in Fig. 1 bezeichnet eine Einbauwand aus Ziegeln, Metall, Glas oder einem anderen Material, die an die Fassade oder Wand angrenzt, in der die Schleuse eingebaut ist. Die Bezugsziffer 21 bezeichnet biegsame Faltverkleidungen, die dazu dienen, dem Eingang formschön abzuschließen. Die Faltverkleidungen 21 verbinden die Stirnseiten der gerundeten Verkleidungsplatten 4 mit den schwenkbaren Elementen 12, 13, um so diejenigen Teile der Schleuse dem Blickfeld zu entziehen, die für den öffentlichen Verkehr ohne Belang sind, und um jeglichen Raum außerhalb der Reichweite des Metalldetektors zu versperren, in dem Waffen versteckt werden könnten. Verschiedenste Materialien können für die Faltverkleidungen 21 verwendet werden, vorausgesetzt, daß sie biegsam sind und den Eingang formschön abschließen.

Die Bezugsziffern 22 und 23 in den Fig. 3 und 4 bezeichnen säulenförmige Elemente, die die Sender-Empfänger-Wicklung des Metalldetektors aufnehmen. Die Bezugsziffer 25 bezeichnet vertikale Elemente, die die Säulen 22 und 23 enthalten. Eines der oder beide Elemente 25 werden bewegt, wenn die die Verbreiterung der Eintrittsöffnung steuernde Vorrichtung betätigt wird. Bei der Bewegung handelt es sich um eine teleskopische Verschiebung, hinein in feststehende Profilteile 26.

Die Bezugsziffern 27 und 28 in Fig. 5 bezeichnen zwei bewegliche Türfelder. Bezugsziffer 32 bezeichnet eine drehbaren Pfosten, der durch Schwenken an einem Gelenk 31, z. B. in Form eines Scharniers, ein feststehendes Türfeld 29 breiter oder schmaler macht. Die Bezugsziffer 15 bezeichnet die Metalldetektor-Wicklung im Inneren des Pfostens 32. Die hier dargestellte Wicklung 32 weist ebene Seitenflächen auf, kann jedoch eine andere Gestalt oder Form annehmen. Bei der in Fig. 5 gezeigten Ausführungsform ist die die Breite der Eintrittsöffnung verändernde Vorrichtung nur an einer Seite vorgesehen. Die Metalldetektor-Windungen befinden sich in dem feststehenden Träger 14 und der drehbaren Pfosten 32.

Im Normalbetrieb der Schleuse befindet sich die Eintrittsöffnung gewöhnlich in der Stellung mit geringerer Breite, wohingegen die Austrittsöffnung verschlossen ist.

Bei der Ankunft von Personen aktiviert eine Photozelle, ein Näherungsschalter, ein Gewichtssensor oder eine andere bekannte Fühlervorrichtung programmgemäß den Mechanismus, der das Öffnen und Schließen der Eintritts- und Ausgangstüren steuert.

Falls der Metalldetektor nicht anspricht, verursacht das Eintreten einer Person in die Schleuse, daß die Eintrittsöffnung durch die gekrümmten Schiebetürfelderblätter 6, 7 in den Fig. 1, 2 und 3 geschlossen wird, und daß anschließend die Austrittsöffnung durch die Dreh-Schiebebewegung der gekrümmten Türfelder 8, 9 in Fig. 1, bzw. des Türfelds 10 in Fig. 3, bzw. durch Öffnen der seitlich schwenkbar gelagerten Tür 5 in Fig. 2 geöffnet wird. Bei der Ausführungsform der Fig. 4 dreht sich die kreisförmige Säule 11, um zunächst die Eintrittsöffnung zu verschließen, und setzt dann ihre Drehung fort, um die Austrittsöffnung zu öffnen, entsprechend der Arbeitsweise gegenwärtig verwendeter Schleusen. Bei der Ausführungsform der Fig. 5 werden die Eintritts-Türfelder 27, 28 betätigt. Anschließend werden Austritts-Türfelder in Bewegung gesetzt.

Falls der Metalldetektor anspricht, bleibt die Austrittsöffnung geschlossen. Die Eintrittsöffnung kann entweder geöffnet bleiben oder geschlossen werden, um an jeglichen Objekten, die zu einem Überschreiten der programmierten Ansprechschwellen des Detektors geführt haben, verschiedene Standardtests durchzuführen.

Beim Eintreffen einer Person in einem Rollstuhl findet ein Übergang statt, bei dem die der erfindungsgemäßen Schleuse eigentümlichen elektrische Schaltung und mechanischen Teile zum Einsatz gelangen. Dadurch wird die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe gelöst und eine herkömmliche Schleuse zu einer Schleuse mit einer verbreiterten Eintritts-Türöffnung gemacht.

Eine Person in einem Rollstuhl zieht die Aufmerksamkeit einer Bedienungsperson der Schleuse in den überwachten Räumlichkeiten auf sich. Die Bedienungsperson steuert die Verbreiterung der Eintritts-Türöffnung und schaltet den Metalldetektor als Steuervorrichtung der Schleuse ab, indem er die Alarmschaltung vom automatischen in einen manuellen Betriebsmodus überführt. Die behinderte Person kann so die Schleuse betreten. Entsprechend der normalen Funktion der zusammenwirkenden Schließtüren kann die Bedienungsperson dann ein Öffnen des Austritts und damit ein Betreten der geschützten Räumlichkeiten durch die behinderte Person erlauben. Alternativ dazu kann die behinderte Person, falls sie dem Angestellten nicht bekannt ist, gebeten werden, sämtliche Taschen oder andere mitgeführten Gegenstände auf ein in der Schleuse eingerichtetes Stückgut-Förderband zu legen, das diese in das geschützte Gebäude fördert. Dort werden die Taschen oder Gegenstände vorsichtshalber überprüft, da der Metalldetektor entweder ausgeschaltet ist oder nicht beachtet wird, da er allein von dem Rollstuhl ausgelöst würde. Nach Beendigung der Überprüfungen erlaubt die Bedienungsperson der behinderten Person in dem Rollstuhl die Räumlichkeiten zu betreten, bringt die Tür in ihre ursprüngliche Stellung und aktiviert den Metalldetektor wieder. In Zukunft können an behinderte Personen auch Magnetkarten zum Betätigen der Schleuse ausgegeben werden.

Zum Verlassen der Räumlichkeiten durch die behinderte Person wird die die Eintrittsöffnung verbreiternde Vorrichtung wieder betätigt, um der Person im Rollstuhl ein Passieren zu erlauben. Falls ein Metalldetektor am Ausgang vorhanden ist, wird dieser inaktiviert. Anschließend kehrt die Schleuse in den Zustand mit den normalen, schmaleren Abmessungen zurück. Falls ein Metalldetektor am Ausgang vorhanden ist, wird dieser wieder aktiviert.

Die der Veranschaulichung dienenden Figuren sollen den Aufbau der Schleuse und deren Teile zeigen, und zwar insbesondere diejenigen Teile, mit denen die Breite der Eintritts- Türöffnung an einer oder beiden Seiten geändert werden kann. Die dem Öffnen und Schließen der Eintritts- und der Austrittsöffnung dienenden Teile sind beispielhaft ebenfalls dargestellt, können jedoch abgewandelt werden. Diese Teile der Konstruktion dienen der automatischen Steuerung des Durchlasses von Personen durch die Schleuse, außer in dem Fall, daß ein Alarm ausgelöst wurde. In diesem Fall kann ein zuständiger Angestellter eingreifen, um die Steuerung und Überwachung zu übernehmen.

Ein der erfindungsgemäßen Konstruktion eigentümliches Merkmal ist, daß die Sender-Empfänger-Wicklungen des Metalldetektors, gleich welcher Gestalt oder Form sie sind, als integrierter Teil der Pfosten zu beiden Seiten der Eintrittsöffnung ausgebildet sind. Die Wicklungen bewegen sich daher zusammen mit den Pfosten, wenn die Eintritts-Türöffnung durch die Steuervorrichtung an einer oder beiden Seiten verbreitert wird.

Die erfindungsgemäße Schleuse erlaubt somit eine Überwachung eines Eingangs mit einem Metalldetektor, wie sie üblicherweise durchgeführt wird. Sie ist darüber hinaus mit einer Vorrichtung versehen, die die Eintritts-Türöffnung verbreitert, um Personen in Rollstühlen passieren zu lassen. Dazu gehört eine Steuerschaltung, die vom Inneren der Räumlichkeiten aus von Hand bedient werden kann.


Anspruch[de]
  1. 1. Sicherheits-Eintrittsschleuse mit einem Metalldetektor, zum Sichern von Ein- und Ausgängen, gekennzeichnet durch eine verbreiterbare Türöffnung zur Anwendung in Sicherheitssystemen, die so gestaltet sind, daß bewaffnete Personen am Betreten geschützter Räumlichkeiten gehindert werden, umfassend eine verbreiterbare Eingangs-Türöffnung, deren Breite bei Betätigung durch eine Verschiebung in seitlicher Richtung oder eine Drehung von einem oder beiden die Türöffnung begrenzenden Pfosten (12, 13, 25, 32) vergrößert wird, wobei die Pfosten (12, 13, 25, 32) Säulen (22, 23) oder Kanäle (14, 15) enthalten, die elektrische Wicklungen von Sender und Empfänger des Metalldetektors aufnehmen, so daß behinderte Personen in Rollstühlen in die geschützte Räumlichkeit eintreten können.
  2. 2. Sicherheits-Eintrittsschleuse mit einem Metalldetektor nach Anspruch 1, umfassend einen feststehenden Aufbau (1, 2) mit zwei Türen, wobei eine Tür am Eintritt in den und die andere Tür am Austritt aus dem Aufbau (1, 2) angeordnet ist, und die am Eintritt angeordnete Tür an einer oder beiden Seiten ein bewegliches Element (12, 13, 25, 32) aufweist, das zwei verschiedene Stellungen einnehmen kann, und zwar eine erste Stellung mit kleinerer Türöffnung und eine zweite Stellung mit verbreiterter Türöffnung, die ein ungehindertes Passieren von behinderten Personen in Rollstühlen erlaubt.
  3. 3. Sicherheits-Eintrittsschleuse mit einem Metalldetektor nach Anspruch 1 oder 2, umfassend eine Eintritts-Türöffnung, die von zwei beweglichen vertikalen Elementen (12, 13, 25, 32) begrenzt wird, die die Wicklungen des Metalldetektors aufnehmen.
  4. 4. Sicherheits-Eintrittsschleuse mit einem Metalldetektor nach Anspruch 1 oder 2, umfassend eine Eintritts-Türöffnung, die von zwei vertikalen, die Metalldetektor- Wicklungen aufnehmenden Elementen (12, 13, 25, 32) begrenzt wird, wobei eines der Elemente beweglich ist.
  5. 5. Sicherheits-Eintrittsschleuse mit einem Metalldetektor nach einem der Ansprüche 1 bis 4, umfassend eine von zwei vertikalen Elementen (12, 13, 32) begrenzte Eintritts-Türöffnung, wobei die Elemente (12, 13, 32) schwenkbar gelagert sind, derart, daß bei Betätigung einer die Verbreiterung der Eintritts-Türöffnung steuernden Vorrichtung eines der Elemente (12, 13, 32) oder beide Elemente (12, 13, 32) an Gelenken (16, 17, 31) geschwenkt werden.
  6. 6. Sicherheits-Eintrittsschleuse mit einem Metalldetektor nach einem der Ansprüche 1 bis 4, umfassend eine von zwei vertikalen Elementen (25) begrenzte Eintritts-Türöffnung, wobei eines der Elemente (25) oder beide Elemente (25) bei Betätigung der die Verbreiterung der Eintritts-Türöffnung steuernden Vorrichtung verschoben werden.
  7. 7. Sicherheits-Eintrittsschleuse mit einem Metalldetektor nach einem der Ansprüche 1 bis 6, umfassend eine Eintritts-Türöffnung, deren Pfosten (12, 13, 25, 31) die Begrenzungen des Eingangs bestimmen und dabei zwei Stellungen einnehmen können, wobei die erste Stellung für den normalen Gebrauch und die zweite Stellung für den Durchlaß von Rollstühlen vorgesehen ist.
  8. 8. Sicherheits-Eintrittsschleuse mit einem Metalldetektor nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch eine Schaltung, die die Schleuse automatisch steuert, wenn die Eintritts-Türöffnung in der Stellung mit den kleineren Abmessungen ist, und die von einer Bedienungsperson bedient werden kann, wenn die Eintritts- Türöffnung in der verbreiterten Stellung ist, wobei die Bedienungsperson das Öffnen und Schließen des Eintritts und des Austritts steuert.
  9. 9. Sicherheits-Eintrittsschleuse mit eine Metalldetektor nach einem der Ansprüche 1 bis 8, umfassend eine normalerweise feststehende Austritts-Türöffnung, die breit genug ist, um ein ungehindertes Passieren eines Rollstuhls zu erlauben.
  10. 10. Sicherheits-Eintrittsschleuse mit einem Metalldetektor nach einem der Ansprüche 1 bis 8, umfassend eine Austritts-Türöffnung, die durch Drehen oder Verschieben in seitlicher Richtung der die Seiten der Austritts-Türöffnung bildenden Elemente verbreitert werden kann.






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