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Dokumentenidentifikation DE4222080A1 05.01.1994
Titel Schienenfahrzeug mit einer Zugeinrichtung
Anmelder ABB Henschel Waggon Union GmbH, 13509 Berlin, DE
Erfinder Köhler, Günter, Dr., 5900 Siegen, DE;
Keil, Klaus, 5245 Mudersbach, DE
DE-Anmeldedatum 04.07.1992
DE-Aktenzeichen 4222080
Offenlegungstag 05.01.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.01.1994
IPC-Hauptklasse B61G 9/20
IPC-Nebenklasse B61G 1/36   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Schienenfahrzeug mit einer im wesentlichen aus einer Feder (1), einer Zugstange (2) und einem Stützlager (3) gebildeten Zugeinrichtung, wobei das Stützlager (3) an Langträgern (4) des Untergestells des Schienenfahrzeuges befestigt und die Zugstange (2) in einer horizontalen Zugstangenführung (12) geführt ist.
Das Ziel der Erfindung bestand darin, für Schienenfahrzeuge eine Zugeinrichtung zu finden, die bei normaler, wirtschaftlicher Ausbildung des Untergestells und des Kopfträgers des Schienenfahrzeugs eine geringe in das Untergestell ragende Baulänge aufweist, um eine Verlängerung der Ladeplattform zu erreichen.
Dieses Ziel wird dadurch erreicht, daß zwischen Zugstange (2) und Feder (1) ein Winkelhebel (5) zwischengeschaltet ist, der drehbar an dem Stützlager (3) gelagert ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Schienenfahrzeug mit einer im wesentlichen aus einer Feder, einer Zugstange und einem Stützlager gebildeten Zugeinrichtung, wobei das Stützlager an Langträgern des Untergestells des Schienenfahrzeuges befestigt und die Zugstange in einer horizontalen Zugstangenführung geführt ist.

Schienenfahrzeuge der genannten Art sind aus der Praxis und durch Vorveröffentlichungen hinreichend bekannt. Üblicherweise liegt bei diesen vorbekannten Schienenfahrzeugen die Zugstange der Zugeinrichtung achsial gleichgerichtet der Feder oder die Achse der Zugstange entspricht gleichzeitig der Achse der Feder. Nachteilig bei dieser Ausführung ist der Platzbedarf der Feder, die in Fahrzeuglängsrichtung in das Untergestell ragt und bei einer eventuell erforderlichen niedrigen Bauhöhe der Ladeplattform eine erhebliche Einschränkung für die Länge der Ladeplattform bildet.

Es sind auch Zugeinrichtungen für Schienenfahrzeuge bekannt, bei denen rechts und links neben der Zugstange als Druckfedern ausgebildete Federn angeordnet sind, gegen deren freies Ende sich die Zugstange über ein Joch abstützt. Diese Zugeinrichtungen bauen zwar relativ kurz in den Bereich des Untergestells des Schienenfahrzeugs, sie erfordern jedoch eine konstruktiv aufwendige Ausführung des Kopfträgers des Untergestells des Schienenfahrzeugs.

Die Aufgabe vorliegender Erfindung bestand darin, für Schienenfahrzeuge der eingangs genannten Art eine Zugeinrichtung zu finden, die bei normaler, wirtschaftlicher Ausbildung des Untergestells und des Kopfträgers des Schienenfahrzeugs eine geringe in das Untergestell ragende Baulänge aufweist um eine Verlängerung der Ladeplattform zu erreichen.

Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß zwischen Zugstange und Feder ein Winkelhebel zwischengeschaltet ist, der drehbar an dem Stützlager gelagert ist. Hierbei ist die Achse der Feder gegenüber der Achse der Zugstange in vertikaler Ebene nach unten abgewinkelt. Der Winkelhebel ist mit einem mittleren Lager um ein horizontale, in Wagenquerrichtung verlaufende Achse an dem Stützlager gelagert, an seinem einem freien Ende über ein horizontales, in Wagenquerrichtung angeordnetes Lager gelenkig mit der Zugstange und an seinem anderen freien Ende über ein horizontales, in Wagenquerrichtung angeordnetes Lager gelenkig mit der Feder verbunden. Die Feder ist als Druckfeder ausgebildet, liegt mit ihrem einen Längsende gegen eine Stützplatte des Stützlagers an, weist achsial eine durchlaufende Zugstange auf, die mit ihrem einen Ende einstellbar vor dem freien Ende der Feder, diese verspannend anliegt und ist mit ihrem anderen Ende gelenkig mit dem Winkelhebel verbunden. Durch diese Ausführung wird auf vorteilhafte Weise eine Zugeinrichtung für ein Schienenfahrzeug gefunden, die kurzbauend in das Untergestell ragt, eine normale, wirtschaftliche Ausbildung des Untergestells und des Kopfträgers des Schienenfahrzeugs erfordert und im übrigen die Nachteile der vorstehend genannten Ausführungen vermeidet.

Einzelheiten der Erfindung sind anhand eines Ausführungsbeispieles in der Zeichnung erläutert.

Es zeigen

Fig. 1 die Seitenansicht mit einer Zugeinrichtung gemäß der Erfindung,

Fig. 2 die Draufsicht auf die Zugeinrichtung nach Fig. 1.

Die Zugeinrichtung gemäß dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel besteht im wesentlichen aus der als Gummi-Metall-Schicht Druckfeder ausgebildeten Feder 1, der Zugstange 2 und dem Stützlager 3. Das Stützlager 3 ist dabei U-förmig ausgebildet und mit seinen Schenkeln an mittleren Langträgern 4 des Untergestells des Schienenfahrzeugs befestigt. Zwischen Zugstange 2 und Feder 1 ist ein Winkelhebel 5 zwischengeschaltet, der um eine horizontale, in Wagenquerrichtung verlaufende Achse 6 drehbar in dem Stützlager 3 gelagert ist. An seinem einen freien Ende trägt der Winkelhebel 5 um ein horizontales, in Wagenquerrichtung verlaufendes Lager 7 gelenkig die Zugstange 2. An seinem anderen freien Ende trägt der Winkelhebel 5 um ein horizontales, in Wagenquerrichtung verlaufendes Lager 8 eine Zugstange 9 der Feder 1. Die Zugstange 9 der Feder 1 ist dabei achsial durch die Feder 1 verlaufend ausgebildet. An ihrem freien, durch die Feder 1 ragenden Ende ist die Zugstange 9 mit einer Vorspanneinrichtung 10 versehen, vor der Feder 1 anliegend ausgebildet. Mit ihrem anderen Ende liegt die Feder 1 gegen eine Stützplatte 11 des Stützlagers 3 an. Die Stützplatte 11 des Stützlagers 3 ist dabei so ausgebildet, daß die Feder 1 in einer vertikalen Ebene nach unten abgewinkelt zu der Achse der Zugstange 2 an dem Stützlager 3 anliegt. An dem Kopfträger 12 des Untergestells des Schienenfahrzeugs ist eine horizontale Führung 13 für die Zugstange 2 angeordnet. Der erforderliche Queranschlag der Zugstange 2 ist durch konstruktive, nicht erfindungswesentliche Maßnahmen im Bereich ihrer Lagerung an dem Winkelhebel 5 gewährleistet.

In dem dargestellten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist der Winkelhebel 5 als Doppelhebel ausgebildet. Es ist jedoch auch denkbar, daß der Winkelhebel 5 eine andere zweckmäßige Ausgestaltung aufweist.


Anspruch[de]
  1. 1. Schienenfahrzeug mit einer im wesentlichen aus einer Feder, einer Zugstange und einem Stützlager gebildeten Zugeinrichtung, wobei das Stützlager an Langträgern des Untergestells des Schienenfahrzeuges befestigt und die Zugstange in einer horizontalen Zugstangenführung geführt ist, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Zugstange (2) und Feder (1) ein Winkelhebel (5) zwischengeschaltet ist, der drehbar an dem Stützlager (3) gelagert ist.
  2. 2. Schienenfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse der Feder (1) gegenüber der Achse der Zugstange (2) in vertikaler Ebene nach unten abgewinkelt ist.
  3. 3. Schienenfahrzeug nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkelhebel (5) mit einem mittleren Lager um eine horizontale, in Wagenquerrichtung verlaufende Achse (6) an dem Stützlager (3) gelagert ist, an seinem einen freien Ende über ein horizontales, in Wagenquerrichtung angeordnetes Lager (7) gelenkig mit der Zugstange und an seinem anderen freien Ende über ein horizontales, in Wagenquerrichtung angeordnetes Lager (8) gelenkig mit der Feder (1) verbunden ist.
  4. 4. Schienenfahrzeug nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (1) als Druckfeder ausgebildet ist, mit ihrem einen Längsende gegen eine Stützplatte (11) des Stützlagers (5) anliegt, achsial eine durchlaufende Zugstange (9) aufweist, die mit ihrem einen Ende einstellbar vor dem freien Ende der Feder (1), diese vorspannend, anliegt und mit ihrem anderen Ende gelenkig mit dem Winkelhebel (5) verbunden ist.






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