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Dokumentenidentifikation DE68908478T2 05.01.1994
EP-Veröffentlichungsnummer 0344831
Titel Wälzlager.
Anmelder SKF Industrial Trading & Development Co. B.V., Nieuwegein, NL
Erfinder Jacobson, Bo Olov, Zeist, NL
Vertreter Jochem, B., Dipl.-Wirtsch.-Ing., Pat.-Anw., 60323 Frankfurt
DE-Aktenzeichen 68908478
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT, NL
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 11.05.1989
EP-Aktenzeichen 892011958
EP-Offenlegungsdatum 06.12.1989
EP date of grant 18.08.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.01.1994
IPC-Hauptklasse F16C 33/44
IPC-Nebenklasse F16C 33/56   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Wälzlager mit Wälzkörpern, die zwischen einem inneren und einem äußeren Laufring gehalten und durch einen Lagerkäfig voneinander getrennt sind, der durch ein ein- oder mehrteiliges Bauteil gebildet ist und in welchem längs des Umfangs mit gleichem Abstand voneinander teilweise oder ganz geschlossene Taschen ausgebildet sind, von denen jede einen Wälzkörper enthält und deren Wände vollständig oder teilweise mit einer Gummischicht bekleidet sind.

Ein solches Wälzlager ist aus US-A-2712481 bekannt. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Wälzlager der oben beschriebenen Art zu schaffen, dessen Lagerkäfig mit geringerer Genauigkeit und deshalb einfacher zu fertigen ist. Vorstehende Aufgabe wird dadurch gelöst, dar die Größe der gummibeschichteten Taschen um soviel kleiner ist als die Größe der Wälzkörper, daß die Gummischicht um die montierten Wälzkörper herum elastisch verformt wird.

Daraus resultiert, daß die Herstellungstoleranzen des Lagerkäfigs und der Gummibeschichtung nicht besonders eng sein müssen, da irgendeine Maßabweichung oder irgendein Formfehler durch die elastische Deformation der Gummischicht kompensiert werden. Weiterhin gestattet es die Elastizität der Gummischicht, die Wälzkörper mit relativ niedrigerem Druck durch die engeren Einführöffnungen in den Taschen zu montieren, wo durch die Gefahr einer Beschädigung der Wälzkörper vermindert wird. Darüber hinaus läuft ein derartiges Wälzlager aufgrund des fehlenden Spiels zwischen den Wälzkörpern und den Taschen des Lagerkäfigs und wegen der Dämpfungseigenschaften der Gummischicht sehr leise.

Es wird darauf hingewiesen, daß unter anderem aus dem oben genannten amerikanischen Patent US-A-2712481 sowie US-A- 3938866 allgemein bekannt ist, daß in Lagerkäfigen des sog. Einschnapptyps die Öffnungen, durch welche die Wälzkörper in den Lagerkäfig eingeführt werden, geringfügig kleiner als die Wälzkörper selbst sind. Hieraus ergibt sich, daß der Einbau der Wälzkörper unter einem bestimmten Druck erfolgt, wodurch die Öffnungen elastisch verformt werden und sich im Falle von US-A-3938866 Beschädigungen an der Oberfläche der Wälzkörper ergeben. Weiterhin werden hier die Taschen im Lagerkäfig, welche die montierten Wälzkörper umschließen, größer ausgeführt als die Wälzkörper, so daß zwischen Taschen und Wälzkörper ein bestimmtes Spiel besteht und sich die Frage einer bestimmten Vorspannung des Käfigs in Bezug auf die Wälzkörper nicht stellt.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist die Gummischicht vorzugsweise 0,5 bis 0,05 mal so dick wie das Material des Lagerkäfigs. Diese Dicke hat sich als ausreichend für die Aufnahme der Hauptkräfte zwischen Wälzkörpern und Lagerkäfig erwiesen, ohne daß die Gummischicht beschädigt oder von den Wänden des Lagerkäfigs abgezogen wird.

Für schwer belastete gewerbliche Anwendungen kann die Gummischicht mit einem Netz, Gewebe oder starken Fasern armiert werden.

Die Erfindung wird nachstehend anhand von zwei Ausführungsbeispielen eines Wälzlagers näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Rollenlagers gemäß der Erfindung;

Fig. 2 eine perspektivische Ansicht eines Kugellagers nach der Erfindung.

Wie in der Zeichnung dargestellt, bestehen die Wälzlager aus einer bestimmten Anzahl von Wälzkörpern 1, 2, die zwischen einem inneren Laufring 3, 4 und einem äußeren Laufring 5, 6 des Lagers gehalten werden und durch einen Lagerkäfig 7, 8 voneinander getrennt sind. Der Lagerkäfig besteht aus einem ringförmigen Bauteil, welches auf seinem Umfang mit Taschen 9 bzw. 10 gleicher Abstände ausgestattet ist, die die Wälzkörper 1, 2 teilweise umschließen.

Fig. 1 zeigt einen Lagerkäfig 7 des sog. Fenstertyps, wie er z. B. bei Rollenlagern Anwendung findet. In diesem Fall sind die Taschenöffnungen rechteckig.

Der Lagerkäfig 8 gemäß Fig. 2 ist mit runden Taschenöffnungen versehen, die z. B. bei Kugellagern üblich sind. In diesem Fall besteht der Lagerkäfig aus zwei miteinander vernieteten Teilen.

Die Wände 11, 12 der Taschen 9, 10 sind mit einer Gummischicht 13 bzw. 14 versehen.

Diese Beschichtung kann durch ein Netz, Gewebe oder starke Fasern verstärkt werden.

Es versteht sich, daß die Erfindung nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt ist, welche im Rahmen der Erfindung verschiedene Veränderungen erfahren können.


Anspruch[de]

1. Wälzlager mit Wälzkörpern (1, 2), die zwischen einem inneren Laufring (3, 4) und einem äußeren Laufring (5, 6) des Lagers gehalten und durch einen Lagerkäfig (7, 8) von einander getrennt sind, der durch ein ein- oder mehrteiliges, ringförmiges Bauteil gebildet ist und in welchen längs des Umfangs mit gleichen Abständen von einander teilweise oder ganz geschlossene Taschen (9, 10) ausgebildet sind, von denen jede einen Wälzkörper (1, 2) enthält und deren Wände (11, 12) vollständig oder teilweise mit einer Gummischicht (13, 14) bekleidet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Größe der gummibeschichteten Taschen (9, 10) um soviel kleiner ist als die Größe der Wälzkörper (1, 2), daß die Gummischicht (13, 14) um die montierten Wälzkörper (1, 2) herum elastisch verformt ist.

2. Wälzlager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gummischicht (13, 14) 0,5 bis 0,05 mal so dick ist, wie das Material des Lagerkäfigs.

3. Wälzlager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Gummischicht (13, 14) mit einem Netz, Gewebe oder starken Fasern armiert ist.







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