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Dokumentenidentifikation DE3133659C2 13.01.1994
Titel Kasetteneinrichtung für eine Aufzeichnungsflächen aufweisende Magnetplatte
Anmelder Canon K.K., Tokio/Tokyo, JP;
Canon Denshi K.K., Chichibu, Saitama, JP
Erfinder Yoshida, Shigeru, Chichibu, JP;
Kawai, Yasuo, Kawasaki, JP
Vertreter Tiedtke, H., Dipl.-Ing.; Bühling, G., Dipl.-Chem.; Kinne, R., Dipl.-Ing.; Grupe, P., Dipl.-Ing.; Pellmann, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 80336 München
DE-Anmeldedatum 26.08.1981
DE-Aktenzeichen 3133659
Offenlegungstag 06.05.1982
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 13.01.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.01.1994
IPC-Hauptklasse G11B 23/033
IPC-Nebenklasse G11B 23/03   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Kassetteneinrichtung für eine Aufzeichnungsflächen aufweisende Magnetplatte, mit einem festen Gehäuse, das die Magnetplatte aufnimmt und mit Hohlräumen an den Aufzeichnungsflächen der Magnetplatte entsprechenden Stellen versehen ist, wobei im Gehäuse zumindest eine Öffnung für den Durchgriff des Magnetkopfs vorhanden ist und die Magnetplatte in der ungeöffneten Kassetteneinrichtung drehbar ist.

Wie in Fig. 1 gezeigt ist, ist es bereits bekannt, einen flexiblen Umschlag 14, wie er beispielsweise bei Floppy Disks verwendet wird, zur Aufnahme einer flexiblen Magnetplatte 13 zu verwenden. Hierbei weist die Magnetplatte Aufzeichnungsflächen auf, die aus einer Vielzahl von konzentrischen Aufzeichnungsspuren bestehen, wobei ein nicht dargestelltes nicht gewebtes Tuch oder dgl. zwischen der Magnetplatte 13 und dem Umschlag 14 vorgesehen ist. Zwar ist ein derartiger flexibler Umschlag vorteilhaft aufgrund seiner dünnen Form, er kann jedoch leicht gebogen werden, wodurch gleichzeitig die darin befindliche Magnetplatte gebogen wird, wobei eventuell ihre Aufzeichnungsspuren beschädigt werden und somit ein fehlerloses Auslesen der Information nicht mehr möglich ist. Ferner entsteht durch das nicht gewebte Tuch das Problem, daß es einen Abrieb der Aufzeichnungsflächen der Magnetplatte 13 aufgrund des Reibungskontakts zwischen der Magnetplatte 13 und dem Tuch hervorruft.

Aus der DE-OS 27 41 974 ist eine Kassetteneinrichtung bekannt, bei der das Kassettengehäuse aus eigensteifem Material besteht. Hierdurch wird u. a. eine Stabilisierung der eingelegten Magnetplatte erreicht. Allerdings liegt die Magnetplatte im Kassettengehäuse auf einer inneren Vliesauflage. Beim Antrieb der Magnetplatte dreht sich diese folglich auf der Vliesauflage, so daß allmählich Abnutzungserscheinungen der Magnetplatte aufgrund von Abriebeffekten auftreten können.

Ferner ist aus der DE 29 38 546 eine Kassetteneinrichtung bekannt, bei der die Magnetplatte durch zwei umgebende Platten gehalten wird, die die Magnetplatte über Vorsprünge einspannen. Dieser eingespannte Zustand stellt allerdings lediglich einen Aufbewahrungszustand dar, in dem nicht auf die Informationen auf der Magnetplatte zugegriffen werden kann, die eingespannte Platte demzufolge auch nicht gedreht wird. Zum Zugriff auf die Magnetplatte ist es nötig die Kassetteneinrichtung zu öffnen, wobei die Magnetplatte samt einer der Schutzplatten nach unten ausgeworfen wird.

Diese Gestaltung der Kassetteneinrichtung, bei der die Kassetteneinrichtung bei jedem Aufzeichnungsvorgang geöffnet werden muß, ist jedoch unpraktisch in der Handhabung, störanfällig hinsichtlich der Möglichkeit der Einbringung von größeren Staub- und Schmutzteilchen in die geöffnete Kassette, sowie in mechanischer Sicht aufwendig.

Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Kassetteneinrichtung der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, daß ein Abrieb der Aufzeichnungsflächen der Magnetplatte bei deren Drehung verhindert ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß um die Hohlräume eine Nut angeordnet ist, die flacher als die Hohlräume ist und den Umfang der Magnetplatte auch bei deren Drehung derart trägt, daß die Aufzeichnungsflächen der Magnetplatte keinen Kontakt mit der Kassetteneinrichtung haben.

Auf diese Weise ist es nicht länger erforderlich, die Kassetteneinrichtung für einen Aufzeichnungs- oder Abspielvorgang zu öffnen. Weiterhin dreht dich die Magnetplatte lediglich an ihrem Umfang in der Nut, so daß keine Beschädigung der Aufzeichnungsflächen durch Abrieb und dgl. auftritt.

Die Erfindung wird nachstehend an Hand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher beschrieben. Es zeigen:

Fig. 1 eine Draufsicht auf einen herkömmlichen Umschlag,

Fig. 2 perspektivisch ein Gehäuse einer Kassetteneinrichtung,

Fig. 3 einen Querschnitt bei der Linie A-A in Fig. 2,

Fig. 4 perspektivisch eine von dem in Fig. 2 gezeigten Gehäuse der Kassetteneinrichtung aufzunehmende Magnetplatte, und

Fig. 5 eine vergrößerte Aufsicht auf eine Ecke der in Fig. 2 gezeigten Kassetteneinrichtung.

Wie in den Fig. 2 und 3 gezeigt ist, besteht ein Gehäuse 1 einer Kassetteneinrichtung bzw. ein Gehäuse 1 aus einem oberen Gehäuseelement 10a und einem unteren Gehäuseelement 10b, die beide aus einem steifen Kunststoffmaterial mit einer Gesamtdicke zwischen 2 und 3 mm gefertigt und mit entsprechenden Positionierungsöffnungen 2a, 2b, 3a und 3b, Magnetkopffenstern 4, die die Aufzeichnungflächen 21 einer scheibenförmigen Magnetplatte 20 (siehe Fig. 4) freilegen, und Mittelpunktslöchern 5a und 5b versehen sind, die dazu dienen, daß eine nicht dargestellte Antriebseinrichtung zum Antrieb der Magnetplatte 20 in diese eingreifen kann. Es versteht sich, daß das Magnetkopffenster 4 auch in dem unteren Gehäuseelement 10b vorgesehen ist, obwohl es nicht in der Zeichnung dargestellt ist. Wie in Fig. 3 gezeigt sind an dem oberen und dem unteren Gehäuseelement 10a und 10b an den einander gegenüberliegenden Innenflächen scheibenförmige flache Hohlräume 11a und 11b sowie eine Nut 12a und 12b vorgesehen, die um die Hohlräume 11a und 11b angeordnet und flacher als diese ist. Der Durchmesser der Nut 12a und 12b ist etwas größer als der Durchmesser der Magnetplatte 20 gewählt; der Durchmesser der Hohlräume 11a und 11b ist im wesentlichen gleich dem Durchmesser einer Aufzeichnungsfläche 21 der Magnetplatte 20 gewählt. Auf diese Weise werden die Aufzeichnungsflächen 21 nicht abgerieben, da sie keinen Kontakt mit dem Gehäuse 1 haben.

Die Mittelpunktslöcher 5a und 5b, die im wesentlichen in der Mitte des oberen und des unteren Gehäuseelements 10a und 10b zum Festhalten der Magnetplatte 20 vorgesehen sind, sind etwas größer als ein im Mittelpunkt der Magnetplatte 20 vorgesehenes Mittelpunktsloch 23 ausgebildet.

Die im oberen und unteren Gehäuseelement 10a bzw. 10b vorgesehenen Positionierungsöffnungen 2a und 2b sind entsprechend in der Magnetplatte 20 zur Anzeige deren Drehlage ausgebildeten Indexlöchern 22a und 22b angeordnet. In dem Fall, daß zwei Sätze von Positionierungsöffnungen, wie in der Zeichnung dargestellt, vorgesehen sind, sind die Positionierungsöffnungen 2a, 2b, 3a und 3b symmetrisch zu den Verbindungslinien der Mittelpunktslöcher 5a und 5b mit dem Mittelpunkt der Magnetkopffenster 4 angeordnet. Auf diese Weise ist es möglich, die Magnetplatte 20 und die Kassetteneinrichtung auf jeder Seite zu verwenden. Das obere und das untere Gehäuseelement 10a und 10b sind aneinander durch Schrauben 6 befestigt. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel sind vier Schrauben 6 an den Ecken vorgesehen. Wie in Fig. 5 gezeigt ist, ist das obere Gehäuseelement 10a in einem von der Magnetplatte 20 beabstandeten Abschnitt, beispielsweise an zwei Seitenkanten mit Schreib-Schutzlöchern 7 versehen, die einen Informationseinschreibvorgang verhindern, um fehlerhaftes Löschen der aufgezeichneten Information zu vermeiden; die Schreib- Schutzlöcher 7 sind durch vorspringende Elemente 8 und 9 geschlossen, die an dem Gehäuse 1 der Kassetteneinrichtung befestigt oder mit diesem einstückig ausgeführt sind. Wenn die Löcher 7 durch Abbrechen oder Entfernen der vorstehenden Elemente 8 und 9 offen sind, können die auf der Magnetplatte 20 aufgezeichneten Daten nicht gelöscht werden, während die Kassetteneinrichtung von einer Antriebseinheit angetrieben wird.

Die Magnetplatte 20 ist in den Hohlräumen 11a und 11b des Gehäuses 1 mit dem vorstehend erläuterten Aufbau derart angeordnet, daß der Umfang der Magnetplatte 20 von der Nut 12a und 12b getragen wird. Das obere und das untere Gehäuseelement 10a und 10b sind aneinander durch Schrauben 6 befestigt, nachdem die Positionierungsöffnungen 2a, 2b, 3a, 3b die Magnetkopffenster 4 und die Mittelpunktslöcher 5a und 5b ausgerichtet sind. Durch Befestigen einer derart aufgebauten Kassetteneinrichtung auf einer Antriebseinheit wird die Magnetplatte 20 zum Einschreiben oder Auslesen von Informationen auf bzw. von den Aufzeichnungsflächen mittels nicht dargestellter Magnetköpfe, die entsprechend den Magnetkopffenstern 4 positioniert sind, angetrieben.

Wie vorstehend erläutert worden ist, ist die Kassetteneinrichtung mit einem festen Gehäuse 1 mit flachen Hohlräumen 11a und 11b versehen, die einen Kontakt der Aufzeichnungsflächen 21 der Magnetplatte 20 mit dem Gehäuse 1 sowie ein Biegen der Magnetplatte 20 beim Anbringen oder beim Entfernen von der Antriebseinheit verhindern, so daß unbeschädigte Aufzeichnungsflächen 21 erhalten werden und eine sichere Information beim Auslesen und Einschreiben sichergestellt ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Kassetteneinrichtung für eine Aufzeichnungsflächen aufweisende Magnetplatte, mit einem festen Gehäuse, das die Magnetplatte aufnimmt und mit Hohlräumen an den Aufzeichnungsflächen der Magnetplatte entsprechenden Stellen versehen ist, wobei im Gehäuse zumindest eine Öffnung für den Durchgriff des Magnetkopfs vorhanden ist und die Magnetplatte in der ungeöffneten Kassetteneinrichtung drehbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß um die Hohlräume (11a, 11b) eine Nut (12a, 12b) angeordnet ist, die flacher als die Hohlräume (11a, 11b) ist und den Umfang der Magentplatte (20) auch bei deren Drehung derart trägt, daß die Aufzeichnungsflächen (21) der Magnetplatte (20) keinen Kontakt mit der Kassetteneinrichtung haben.
  2. 2. Kassetteneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetplatte (20) scheibenförmig ist.
  3. 3. Kassetteneinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetplatte (20) mit Aufzeichnungsflächen (21) auf ihrem beiden Seiten versehen ist.
  4. 4. Kassetteneinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß im Gehäuse (1) eine Öffnung (5) vorhanden ist, die das Einsetzen einer Antriebseinrichtung erlaubt.
  5. 5. Kassetteneinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Gehäuse (1) zumindest eine Öffnung (2a, 2b, 3a, 3b) zum Erfassen der Drehposition der Magnetplatte (20) vorhanden ist.
  6. 6. Kassetteneinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetplatte (20) ein Indexloch (22a, 22b) zum Anzeigen ihrer Drehlage aufweist, wobei Öffnungen (2a, 2b, 3a, 3b) zum Erfassen der Drehposition der Magnetplatte (20) entsprechend dem Indexloch (22a, 22b) und symmetrisch in bezug auf eine besondere Linie angeordnet sind.
  7. 7. Kassetteneinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die besondere Linie die Linie ist, die die Öffnung (5) zum Einsetzen der Antriebsvorrichtung und die Öffnung (4) für den Durchgriff des Magnetkopfs verbindet.
  8. 8. Kassetteneinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Gehäuse (1) eine Öffnung (7) zum Verhindern des Einschreibens von Informationen auf die Magnetplatte (20) an einer von der Magnetplatte (20) beabstandeten Stelle vorhanden ist.
  9. 9. Kassetteneinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (1) eine Einrichtung (8) zum Schließen der Öffnung (7) aufweist, um das Einschreiben von Informationen zu ermöglichen.






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