Die vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf
optische Rechner und Datenverarbeitungssysteme und insbesondere
auf mehrstufige linsenlose optische analoge
Datenprozessoren, die bipolare und komplexe Daten verarbeiten können.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Aus Applied Optics, Vol. 23, Nr. 6, 15. März 1984, Seiten
817-821, ist ein im Pipelinesystem verarbeitender
Polynomprozessor bekannt, der mit integrierten optischen
Komponenten realisiert ist. Diese Anordnung kann verwendet werden,
um Polynome mit positiven Koeffizienten zu verarbeiten.
Das optische Verarbeiten von Vektor- und Matrizendaten ist
für ihre potentiell hochwirksame Rechenleistung und ihre
natürliche Anpassungsfähigkeit an rechenintensive
Bildverarbeitung bekannt. Bilder oder andere räumlich zuordenbare
Daten können als Matrizen behandelt werden, die aus Raster-
oder Vektorabtastungen von Datenelementen zusammengesetzt
sind, die an ihrer realen oder effektiven Auflösungsgrenze
allgemein als Pixel bezeichnet werden. Ein gewöhnliches Bild
wird durch einen analogen Bildrahmen typisiert, der als
Querschnitt eines optischen Strahls, gebildet als eine
kontinuierliche Serie von solchen Bildern, genommen ist. Jeder
analoge Bildrahmen enthält typischerweise ein effektiv
kontinuierliches räumlich verteiltes Feld von Pixeldaten.
Alternativ können auch diskrete Matrizendaten einem
Datenstrahl auf geprägt werden, indem der Querschnitt des
Datenstrahls moduliert wird, beispielsweise entweder durch seine
lokalisierte Intensität oder den Polarisationsvektor.
In jedem Fall ist optische Verarbeitung aufgrund ihrer
fundamentalen parallelen Verarbeitungsnatur von großem
potentiellen Wert. Die Parallelität ergibt sich natürlich aufgrund
der Verarbeitung von kompletten Bildern in einem Zeitpunkt.
Da jedes Pixel ein separates Datum darstellt, ist das
Volumen der parallel verarbeiteten Daten gewöhnlich gleich der
effektiven Auflösung des Bildes. Zusätzlich weist optische
Verarbeitung den Vorteil auf, daß die Daten in dem gleichen
Format verarbeitet werden, in dem sie üblicherweise
vorliegen. Typischerweise und für Anwendungen wie Bildaufbereitung
und -erkennung liegen die zu verarbeitenden Daten gewöhnlich
als Einzelbilder oder als eine Rasterabtastung von
Teilbildern vor. Ein optischer Prozessor kann dann Daten direkt
ohne konventionelle oder andere Zwischenverarbeitung
empfangen. Da der Informationswert von Bilddaten mit der
effektiven Auflösung des Bildes und der Anzahl der zu
berücksichtigenden Bilder steigt, werden die speziellen und
einzigartigen Eigenschaften optischer Verarbeitung sehr
erstrebenswert.
Herkömmliches optisches Verarbeiten wird dadurch
durchgeführt, daß ein zu verarbeitendes Bild durch eine ausgewählte
räumliche Maske auf einen geeigneten optischen Detektor projiziert
wird. Eine zeitlich variable Maske für optische
Prozessoren ist als ein eindimensionaler räumlicher
Lichtmodulator (SLM = spatial light modulator) realisiert worden, der
durch elektronische Aktivierung eine selektive Änderung der
räumlich verteilten auf einen Datenstrahl durch die Maske
aufgeprägten Daten bewirkt. Ein typischer SLM weist die Form
eines elektro-optischen Elements in Form eines Festkörpers
auf, das durch ein räumlich verteiltes Feld von Elektroden
aktiviert wird. Das modulierende Bild wird effektiv durch
separat aufgebaute Spannungspotentiale jeder der Elektroden
bei einer analogen Spannung gebildet, die den jeweiligen
gewünschten Datenwerten entspricht.
Optische Datenprozessoren des vorstehend beschriebenen Typs
sind in dem US-Patent US-A-4,747,069 mit dem Titel
Programmable Multistage Lensless Optical Data Processing System,
erfunden durch Jan Grinberg und Bernhard H. Soffer und in
dem US-Patent US-A-4,764,891 mit dem Titel Programmable
Methods of Performing Complex Optical Computations Using Data
Processing Systems, erfunden von Jan Grinberg, Graham R.
Nudd und Bernhard H. Soffer offenbart.
Eine Einschränkung hinsichtlich der Verwendung dieser
optischen Datenprozessoren besteht darin, daß sie nur für das
Verarbeiten von analogen positiven Zahlen konstruiert sind.
Dies ergibt sich daraus, daß die Zahlen durch
Lichtintensitäten repräsentiert werden, bei denen es sich um nicht
negative Größen handelt. Der Stand der Technik ist in den
meisten Fällen auf die Behandlung von reellen Zahlen
eingeschränkt.
Folglich ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein
neues und verbessertes optisches Datenverarbeitungssystem
bereitzustellen, das sowohl positive als auch negative
Zahlen verarbeiten kann. Es ist eine weitere Aufgabe der
vorliegenden Erfindung, ein optisches Datenverarbeitungssystem
bereitzustellen, das sowohl reelle als auch komplexe Zahlen
verarbeiten kann.
KURZFASSUNG DER ERFINDUNG
Die vorgenannten und andere Aufgaben der vorliegenden
Erfindung werden durch einen ersten Aspekt der Erfindung gemäß
Anspruch 1 durch Bereitstellen eines optischen
Datenprozessors erreicht, der zur Verarbeitung sowohl von positiven als
auch negativen Zahlen mittels eines räumlichen
Multiplexverfahrens dient. Der Prozessor umfaßt einen ersten Modulator
für das räumliche Modulieren eines optischen Strahls als
Antwort auf eine erste Zahl und weist erste und zweite
Modulationsbereiche auf.
Ein zweiter Modulator wird zum räumlichen Modulieren des aus
dem ersten Modulator austretenden Strahls in Antwort auf
eine zweite Zahl bereitgestellt. Dieser Modulator weist dritte
und vierte Modulationsbereiche auf, wobei die dritten und
vierten Modulationsbereiche Licht aufnehmen, das sowohl
durch die ersten als auch zweiten Modulationsbereiche
moduliert worden ist.
Ein Lichtdetektor ist vorgesehen, der vier
Lichtdetektionsbereiche aufweist. Der erste Detektionsbereich spricht auf
Licht an, das durch die ersten und dritten
Modulationsbereiche moduliert worden ist. Der zweite Detektionsbereich
spricht auf Licht an, das durch die zweiten und dritten
Modulationsbereiche moduliert worden ist. Der dritte
Detektionsbereich spricht auf Licht an, das durch die ersten und
vierten Modulationsbereiche moduliert worden ist und der
vierte Detektionsbereich spricht auf Licht an, das durch die
zweiten und vierten Modulationsbereiche moduliert worden
ist.
Ein Steuerschaltkreis ermöglicht es der ersten Zahl, den
Strahl im ersten Modulationsbereich zu modulieren, falls die
erste Zahl positiv ist und den Strahl im zweiten
Modulationsbereich zu modulieren, falls die erste Zahl negativ ist,
wobei der Grad der Modulation in dem ersten und zweiten
Modulationsbereich proportional zur Größe der ersten Zahl ist.
Der Steuerschaltkreis ermöglicht auch der zweiten Zahl, den
Strahl im dritten Modulationsbereich zu modulieren, falls
die zweite Zahl positiv ist und den Strahl im vierten
Modulationsbereich zu modulieren, falls die zweite Zahl negativ
ist, wobei der Grad der Modulation im dritten und vierten
Modulationsbereich proportional zur Größe der zweiten Zahl
ist.
Ein zweiter Aspekt der Erfindung gemäß Anspruch 3 umfaßt
einen optischen Prozessor zum Multiplizieren sowohl von
positiven als auch negativen Zahlen unter Verwendung von
räumlichen und zeitlichen Multiplexverfahren und eliminiert die
meisten Nicht-Linearitäten der vorgehenden Ausführungsform.
Dieser Prozessor umfaßt einen ersten Modulator zum
räumlichen Modulieren eines optischen Strahls in Antwort auf eine
erste Zahl und ein erstes Positionsvorspannungssignal und
weist erste und zweite Modulationsbereiche auf.
Ein zweiter Modulator moduliert den optischen Strahl
räumlich in Antwort auf eine zweite Zahl und ein zweites
Vorspannungssignal und ist so positioniert, daß der Strahl
sowohl von dem ersten als auch dem zweiten Modulator moduliert
wird. Dieser Modulator weist einen dritten
Modulationsbereich auf, der den gleichen Teil des Strahls moduliert, der
durch den ersten und zweiten Modulationsbereich moduliert
worden ist. Ein Lichtdetektor mit zwei
Lichtdetektionsbereichen ist vorgesehen. Der erste Detektionsbereich stellt ein
erstes Detektorsignal in Antwort auf durch den ersten und
dritten Modulationsbereich moduliertes Licht bereit und der
zweite Detektionsbereich stellt ein zweites Detektorsignal
in Antwort auf durch den zweiten und dritten
Modulationsbereich moduliertes Licht bereit.
Ein erstes Steuersignal wird erzeugt, das die Summe der
ersten Zahl und dem ersten Vorspannungssignal ist, ein zweites
Steuersignal wird erzeugt, das die Differenz zwischen dem
ersten Vorspannungssignal und der ersten Zahl ist, ein
drittes Steuersignal wird erzeugt, das die Summe der zweiten
Zahl und dem zweiten Vorspannungssignal ist, und ein viertes
Steuersignal wird erzeugt, das die Differenz zwischen dem
zweiten Vorspannungssignal und der zweiten Zahl ist.
Ein Steuerschaltkreis steuert die optische Verarbeitung der
ersten und zweiten Zahl in einem ersten Zeitintervall, indem
dem ersten Steuersignal ermöglicht wird, den Strahl im
ersten Modulationsbereich zu modulieren, indem dem zweiten
Steuersignal ermöglicht wird, den Strahl im zweiten
Modulationsbereich zu modulieren und indem dem dritten
Steuersignal ermöglicht wird, den Strahl im dritten
Modulationsbereich zu modulieren.
Die optische Verarbeitung der ersten und zweiten Zahl bzw.
Zahlen in einem zweiten Zeitintervall wird gesteuert, indem
dem zweiten Steuersignal ermöglicht wird, den Strahl im
ersten Modulationsbereich zu modulieren, indem dem ersten
Steuersignal ermöglicht wird, den Strahl im zweiten
Modulationsbereich zu modulieren und indem dem vierten
Steuersignal ermöglicht wird, den Strahl im dritten
Modulationsbereich zu modulieren. Der Grad der Modulation in den
Modulationsbereichen ist proportional zur Größe des dem jeweiligen
Bereich zugeführten Steuersignals.
Ein Akkumulator, vorzugsweise als Teil des Lichtdetektors
realisiert, summiert das erste Detektorsignal über das erste
und zweite Zeitintervall auf und stellt diese Summe dem
positiven Eingangsanschluß eines Differenzverstärkers zur
Verfügung. Der Akkumulator summiert auch das zweite
Detektorsignal über das erste und zweite Zeitintervall auf und stellt
diese Summe dem negativen Eingangsanschluß des
Differenzverstärkers zur Verfügung. Das Ausgangssignal aus dem
Verstärker ist proportional zu dem gewünschten Produkt aus der
ersten und zweiten Zahl.
Ein dritter Aspekt der Erfindung gemäß Anspruch 6 umfaßt
einen optischen Prozessor zum Verarbeiten von komplexen Zahlen
unter Verwendung eines räumlichen Multiplexverfahrens. Eine
erste komplexe Zahl wird in drei reelle positive Komponenten
α&sub1; bzw. β&sub1; bzw. γ&sub1; zerlegt und eine zweite komplexe Zahl
wird in drei reelle positive Komponenten α&sub2; bzw. β&sub2; bzw. γ&sub2;
zerlegt.
Ein erster Modulator ist zum räumlichen Modulieren eines
optischen Strahls als Antwort auf die Komponenten α&sub1;, β&sub1;, γ&sub1;
vorgesehen und umfaßt erste, zweite und dritte
Modulationsbereiche. Ein zweiter Modulator moduliert den aus dem ersten
Modulator austretenden Strahl räumlich in Antwort auf die
Komponenten α&sub2;, β&sub2;, γ&sub2; und umfaßt vierte, fünfte und sechste
Modulationsbereiche.
Ein Lichtdetektor ist vorgesehen, der neun
Lichtdetektionsbereiche umfaßt. Der erste Detektionsbereich spricht auf
Licht an, das durch den ersten und vierten
Modulationsbereich moduliert worden ist, der zweite Detektionsbereich
spricht auf Licht an, das durch den ersten und fünften
Modulationsbereich moduliert worden ist, der dritte
Detektionsbereich spricht auf Licht an, das durch den ersten und
sechsten Modulationsbereich moduliert worden ist, der vierte
Detektionsbereich spricht auf Licht an, das durch den zweiten
und vierten Modulationsbereich moduliert worden ist, der
fünfte Detektionsbereich spricht auf Licht an, das durch den
zweiten und fünften Modulationsbereich moduliert worden ist,
der sechste Detektionsbereich spricht auf Licht an, das
durch den zweiten und sechsten Modulationsbereich moduliert
worden ist, der siebte Detektionsbereich spricht auf Licht
an, das durch den dritten und vierten Modulationsbereich
moduliert worden ist, der achte Detektionsbereich spricht auf
Licht an, das durch den dritten und fünften
Modulationsbereich moduliert worden ist und der neunte Detektionsbereich
spricht auf Licht an, das durch den dritten und sechsten
Modulationsbereich moduliert worden ist. Wie nachfolgend
beschrieben werden wird, müssen die Antworten bestimmter
vorgeschriebener Detektionsbereiche summiert werden, um die
Komponenten α, β, γ des Produkts zu erhalten.
Ein Steuerschaltkreis ermöglicht den Komponenten α&sub1;, β&sub1;, γ&sub1;
den Lichtstrahl im ersten, zweiten bzw. dritten
Modulationsbereich zu modulieren und ermöglicht den Komponenten α&sub2;, β&sub2;,
γ&sub2; den Lichtstrahl im vierten, fünften bzw. sechsten
Modulationsbereich zu modulieren. Der Grad der Modulation in jedem
Modulationsbereich ist proportional zur Größe der jeweiligen
Komponente.
Ein vierter Aspekt der Erfindung gemäß Anspruch 11 umfaßt
einen optischen Prozessor zum Verarbeiten komplexer Zahlen
unter Verwendung von sowohl eines räumlichen als auch eines
zeitlichen Multiplexverfahrens. Wie bei der vorhergehenden
Ausführungsform wird eine erste komplexe Zahl in drei reelle
positive Vektoren α&sub1;, β&sub1; bzw. γ&sub1; zerlegt und eine zweite
komplexe Zahl wird in drei reelle positive Vektoren α&sub2;, β&sub2;
bzw. γ&sub2; zerlegt.
Ein erster Modulator moduliert einen optischen Strahl
räumlich in Antwort auf die Vektoren α&sub1;, β&sub1;, γ&sub1; und weist erste,
zweite und dritte Modulationsbereiche auf. Ein zweiter
Modulator moduliert einen optischen Strahl räumlich in Antwort
auf die Vektoren α&sub2;, β&sub2;, γ&sub2; und weist einen vierten
Modulationsbereich auf.
Ein Lichtdetektor ist vorgesehen, der drei
Lichtdetektionsbereiche aufweist. Der erste Detektionsbereich spricht auf
durch den ersten und vierten Modulationsbereich moduliertes
Licht an, der zweite Lichtdetektionsbereich spricht auf
durch den zweiten und vierten Modulationsbereich moduliertes
Licht an und der dritte Detektionsbereich spricht auf durch
den dritten und vierten Modulationsbereich moduliertes Licht
an.
Ein Steuerschaltkreis steuert die optische Verarbeitung der
komplexen Zahlen in einem ersten Zeitintervall, indem er den
Vektoren α&sub1;, β&sub1; und γ&sub1; ermöglicht, den Strahl im ersten,
zweiten bzw. dritten Modulationsbereich zu modulieren und
indem er dem Vektor α&sub2; ermöglicht, den Strahl im vierten
Modulationsbereich zu modulieren. Der Schaltkreis steuert die
optische Verarbeitung der komplexen Zahlen in einem zweiten
Zeitintervall, indem er den Vektoren α&sub1;, β&sub1;, γ&sub1; ermöglicht,
den Strahl im zweiten, dritten bzw. ersten
Modulationsbereich zu modulieren und indem er dem Vektor β&sub2; ermöglicht,
den vierten Modulationsbereich zu modulieren. Der
Schaltkreis steuert auch die optische Verarbeitung der komplexen
Zahlen in einem dritten Zeitintervall, indem er den Vektoren
α&sub1;, β&sub1; und γ&sub1; ermöglicht, den Strahl im dritten, ersten bzw.
zweiten Modulationsbereich zu modulieren und indem er dem
Vektor γ&sub2; ermöglicht, den vierten Modulationsbereich zu
modulieren. Der Grad der Modulation in dem ersten bis vierten
Modulationsbereich ist proportional zur Größe des jeweiligen
diesen Bereich modulierenden Vektors.
Ein fünfter Aspekt der Erfindung gemäß Anspruch 8 umfaßt
einen optischen Prozessor zum Multiplizieren komplexer Zahlen
unter Verwendung eines räumlichen und zeitlichen
Multiplexverfahrens in Verbindung mit einem Vorspannungssignal. Im
Gegensatz zu dem vorhergehenden Ausführungsbeispiel müssen
die komplexen Zahlen nicht in Komponenten (α, β, γ zerlegt
werden. Des weiteren eliminiert diese Ausführungsform die
meisten Nicht-Linearitäten, die bei dem vorhergehenden
Ausführungsbeispiel auftreten.
Ein erster Modulator moduliert einen optischen Strahl
räumlich in Antwort auf den Real- und Imaginärteil einer ersten
komplexen Zahl und einem ersten Vorspannungssignal und weist
erste und zweite Modulationsbereiche auf. Ein zweiter
Modulator moduliert den Strahl räumlich in Antwort auf den Real-
und Imaginärteil einer zweiten komplexen Zahl und einem
zweiten Vorspannungssignal und weist dritte und vierte
Modulationsbereiche auf.
Ein Lichtdetektor wird bereitgestellt, der vier
Lichtdetektionsbereiche aufweist. Der erste Detektionsbereich stellt
ein erstes Detektorsignal in Antwort auf durch den ersten
und dritten Modulationsbereich moduliertes dicht bereit, der
zweite Lichtdetektionsbereich stellt ein zweites
Detektorsignal in Antwort auf durch den ersten und vierten
Modulationsbereich moduliertes Licht bereit, der dritte
Detektionsbereich stellt ein drittes Detektorsignal in Antwort auf
durch den zweiten und dritten Modulationsbereich moduliertes
Licht bereit und der vierte Detektionsbereich stellt ein
viertes Detektorsignal in Antwort auf durch den zweiten und
vierten Modulationsbereich moduliertes Licht bereit.
Ein erstes Steuersignal wird erzeugt, das die Summe des
Realteils der ersten komplexen Zahl und dem ersten
Vorspannungssignal ist. Ein zweites Steuersignal wird erzeugt, das
die Differenz zwischen dem ersten Vorspannungssignal und dem
Realteil der ersten komplexen Zahl ist. Ein drittes
Steuersignal wird erzeugt, das die Summe des Imaginärteils der
ersten komplexen Zahl und dem ersten Vorspannungssignal ist.
Ein viertes Steuersignal wird erzeugt, das die Differenz
zwischen dem ersten Vorspannungssignal und dem Imaginärteil
der ersten komplexen Zahl ist.
Ein fünftes Steuersignal wird erzeugt, das die Summe des
Realteils der zweiten komplexen Zahl und dem zweiten
Vorspannungssignal ist. Ein sechstes Steuersignal wird erzeugt, das
die Differenz zwischen dem zweiten Vorspannungssignal und
dem Realteil der zweiten komplexen Zahl ist. Ein siebtes
Steuersignal wird erzeugt, das die Summe des Imaginärteiles
der zweiten komplexen Zahl und dem zweiten
Vorspannungssignal ist und ein achtes Steuersignal wird erzeugt, das die
Differenz zwischen dem zweiten Vorspannungssignal und dem
Imaginärteil der zweiten komplexen Zahl ist.
Ein Steuerschaltkreis steuert die optische Verarbeitung der
komplexen Zahlen in einem ersten Zeitintervall, indem er dem
ersten, zweiten, achten und siebten Steuersignal ermöglicht,
den Strahl in dem ersten, zweiten, dritten bzw. vierten
Modulationsbereich zu modulieren. Der Schaltkreis steuert die
optische Verarbeitung der komplexen Zahlen in einem zweiten
Zeitintervall, indem er dem zweiten, ersten, siebten und
achten Steuersignal ermöglicht, den Strahl in dem ersten,
zweiten, dritten bzw. vierten Modulationsbereich zu
modulieren. Der Schaltkreis steuert die optische Verarbeitung der
komplexen Zahlen in einem dritten Zeitintervall, indem er
dem dritten, vierten, sechsten und fünften Steuersignal
ermöglicht, den Strahl in dem ersten, zweiten, dritten bzw.
vierten Modulationsbereich zu modulieren. Schließlich
steuert der Schaltkreis die optische Verarbeitung der komplexen
Zahlen in einem vierten Zeitintervall, indem er dem vierten,
dritten, fünften und sechsten Steuersignal ermöglicht, den
Strahl in dem ersten, zweiten, dritten bzw. vierten
Modulationsbereich zu modulieren. Der Grad der Modulation der
Modulationsbereiche ist proportional zur Größe der den
jeweiligen Bereichen zugeführten Steuersignalen.
Ein Akkumulator, vorzugsweise als Teil des Lichtdetektors
realisiert, summiert über die vier Zeitintervalle und für
jeden der vier Detektionsbereiche die während der vier
Intervalle in jedem dieser Bereiche erzeugten Detektorsignale
auf. Ein analoger Datenschiebeschaltkreis, vorzugsweise auch
als Teil des Lichtdetektors realisiert, stellt während eines
fünften Zeitintervalls die summierten Signale von dem ersten
Detektionsbereich dem positiven Eingangsanschluß eines
Differenzverstärkers zur Verfügung und stellt die summierten
Signale des dritten Detektionsbereiches dem negativen
Eingangsanschluß des Verstärkers zur Verfügung. Das
Ausgangssignal aus dem Verstärker ist während dieses fünften
Zeitintervalls proportional zu dem Realteil des Produkts aus der
ersten und zweiten komplexen Zahl.
Während eines sechsten Zeitintervalls werden die summierten
Signale aus dem zweiten bzw. vierten Detektionsbereich dem
positiven bzw. negativen Eingangsanschluß des
Differenzverstärkers zur Verfügung gestellt. Während des sechsten
Zeitintervalls ist der Ausgang aus dem Verstärker proportional
zu dem Imaginärteil des Produkts aus der ersten und zweiten
komplexen Zahl.
Weitere Aufgaben, Merkmale und Vorteile der Erfindung werden
aus der Beschreibung im Zusammenhang mit der Zeichnung
deutlich, in der gleiche Referenzzeichen gleiche Elemente in den
verschiedenen Ausführungsformen bezeichnen.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
Fig. 1 ist ein Blockdiagramm eines optischen
Datenverarbeitungssystems gemäß der vorliegenden Erfindung;
Fig. 2 ist eine Seitenansicht eines optischen
Datenprozessors, der gemäß der vorliegenden Erfindung aufgebaut
ist;
Fig. 3 ist eine perspektivische Darstellung eines
elektrooptischen räumlichen Lichtmodulators, wie er in der
vorliegenden Erfindung verwendet werden kann;
Fig. 4 ist eine perspektivische Darstellung eines anderen
elektro-optischen räumlichen Lichtmodulators, wie er
in der vorliegenden Erfindung verwendet werden kann;
Fig. 5 ist eine perspektivische Explosionsdarstellung eines
optischen Datenverarbeitungssystems nach dem Stand
der Technik zum Verarbeiten von Matrizen, die
unipolare reelle Zahlen aufweisen;
Fig. 6 ist eine perspektivische Explosionsdarstellung eines
optischen Prozessors der gemäß einer ersten
Ausführungsform der Erfindung zum Verarbeiten bipolarer
Daten unter Verwendung eines räumlichen
Multiplexverfahrens aufgebaut ist;
Fig. 7 ist eine perspektivische Explosionsdarstellung eines
Einheitszellenteils eines optischen Prozessors, der
gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung
zum Verarbeiten bipolarer Daten unter Verwendung
eines räumlichen und eines zeitlichen
Multiplexverfahrens aufgebaut ist;
Fig. 8 ist eine perspektivische Explosionsdarstellung eines
Einheitszellenteils eines optischen Prozessors, der
gemäß einer dritten Ausführungsform der Erfindung
zum Verarbeiten komplexer Daten unter Verwendung
eines räumlichen Multiplexverfahrens aufgebaut ist;
Fig. 9 ist eine Explosionsdarstellung eines
Einheitszellenteils eines optischen Prozessors, der gemäß einer
vierten Ausführungsform der Erfindung zum
Verarbeiten komplexer Daten unter Verwendung eines
räumlichen und eines zeitlichen Multiplexverfahrens
aufgebaut ist;
Fig. 10 ist eine Explosionsdarstellung eines
Einheitszellenteils eines optischen Prozessors, der zu dem in
Figur 9 gezeigten gleichartig ist, jedoch einen
zusätzlichen elektro-optischen räumlichen
Lichtmodulator aufweist; und
Fig. 11 ist eine Explosionsdarstellung eines
Einheitszellenteils eines optischen Prozessors, der gemäß einer
vierten Ausführungsform der Erfindung zum
Verarbeiten komplexer Daten unter Verwendung eines
räumlichen und eines zeitlichen Multiplexverfahrens in
Verbindung mit einem Vorspannungssignal aufgebaut
ist.
BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
Die bevorzugte Systemausführungsform zur Verwendung der
vorliegenden Erfindung ist in Fig. 1 gezeigt und wird
allgemein mit dem Bezugszeichen 10 bezeichnet. Insbesondere der
bevorzugte mehrstufige optische Datenprozessor (ODP),
allgemein mit dem Bezugszeichen 20 versehen, wird operativ durch
einen Mikrokontroller 12 und Schnittstellenregistern 18, 22,
24, 26, 30, 32 und 34 unterstützt. Die prinzipiellen
operativen Komponenten des ODP sind in Fig. 1 gezeigt und
umfassen eine Flachpanel- oder LED-Lichtquelle 14, einen
Matrizenfeldakkumulator (auch als Detektorfeld bezeichnet) 16 und
eine Mehrzahl von räumlichen Lichtmodulatoren (SLMs) 36, 38,
40, 42, 44 und 46. Die Lichtquelle 14, der Akkumulator 16
und die SLMs 36, 38, 40, 42, 44 46 sind vorzugsweise in nah
benachbarten parallelen Ebenen zueinander angeordnet, so
daß ein vergleichsweise gleichförmiger von der Lichtquelle
14 herrührender Strahl jeden der räumlichen Lichtmodulatoren
nacheinander durchläuft und schließlich von dem Akkumulator
16 empfangen wird.
Der Lichtstrahl wird effektiv als Datentransportmechanismus
verwendet, der durch jeden der räumlichen Lichtmodulatoren
bereitgestellte Daten aufnimmt und dann dem Akkumulator 16
zuführt. Die Arbeitsweise von jedem der räumlichen
Lichtmodulatoren kann anhand der Variation ihrer räumlichen
Transmissivität unter Bezugnahme auf die entsprechenden räumlich
verteilten aktivierenden Spannungspotentiale erklärt werden.
Wenigstens in einer ersten Näherung ist die
Lichtamplitudentransmissivität eines räumlichen Lichtmodulators direkt
proportional zum angelegten Spannungspotential. Daher ist die
Gesamttransmissivität (TO) von zwei in Serie geschalteten
räumlichen Lichtmodulatoren proportional zu dem Produkt der
jeweiligen Transmissivitäten T1, T2 der räumlichen
Lichtmodulatoren. Die Gesamttransmissivität TO kann daher
geschrieben werden als:
TO = T1 · T2 (1)
TO = C · D · V1 · V2 (2)
V1 und V2 sind die jeweiligen angelegten Spannungspotentiale
und C und D sind die Transmissivitätskoeffizienten bezüglich
einer angelegten Spannung für den jeweiligen räumlichen
Lichtmodulator. Wenn eine größere Serie von räumlichen
Lichtmodulatoren gemäß der vorliegenden Erfindung in Serie
geschaltet ist, ist die Gesamttransmissivität TO des
mehrstufigen räumlichen Lichtmodulatorstapels proportional zu
dem Produkt der jeweiligen Transmissivitäten der einzelnen
räumlichen Lichtmodulatoren. Ein von dem Flachpanel 14
bereitgestellter Lichtstrahl kann daher so geführt werden, daß
er räumlich verteilte Daten entsprechend den räumlich
verteilten relativen Transmissivitäten von jedem der räumlichen
Lichtmodulatoren 36, 38, 40, 42, 44 und 46 aufnimmt.
Mit dem optischen Prozessor, der gemäß einer bevorzugten
Ausführungsform gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet
wird, werden räumlich zuordenbare Daten zu den räumlichen
bzw. spatialen Lichtmodulatoren 36, 38, 40, 42, 44 und 46
über Schnittstellenregister 22, 24, 26, 30, 32 und 34
zugeführt. Diese Register arbeiten vorzugsweise als digitale
Hochgeschwindigkeits-Datenspeicherregister, Puffer und
Digital-zu-analog-Datenkonverter. Wie nachfolgend noch im Detail
diskutiert werden wird, enthält der Stapel räumlicher
Lichtmodulatoren vorzugsweise eine Mehrzahl von eindimensionalen
räumlichen Lichtmodulatoren. Wie aus Fig. 1 zu ersehen ist,
sind die eindimensionalen räumlichen Lichtmodulatoren 36,
38, 40, 42, 44 und 46 über Schnittstellendatenleitungen 60,
78, 62, 80, 64 und 82 mit den entsprechenden Registern 22,
30, 24, 32 und 26 verbunden.
Die Schnittstellenregister 22, 24, 26, 30, 32 und 34
erhalten vorzugsweise Daten in paralleler Form von externen
Quellen. Über Prozessorsteuerbusse 50 und 70 stellt der
Mikrokontroller 12 die Steuersignale bereit. Obwohl die
Prozessorsteuerbusse 50, 70 separat und jeweils über
Registersteuerleitungen 52, 54, 56, 72, 74 und 76 mit den Registern
verbunden gezeigt sind, können die Schnittstellenregister
alternativ über einen Steuermultiplexer mit einem einzigen
Steuerbus verbunden sein, der von dem Mikrokontroller 12
angesteuert wird. In beiden Fällen ist es jedoch nur wichtig,
daß der Mikrokontroller 12 über die Register 22, 24, 26, 30,
32 und 34 genügend Kontrolle ausübt, so daß seine Daten
selektiv zugeführt werden können.
Das optische Datenprozessorsystem 10 wird durch das Vorsehen
eines Ausgangsregisters 18, das zwischen dem Akkumulator 16
und dem Prozessorausgang geschaltet ist, komplettiert. Der
Akkumulator 16 selbst ist ein Matrixfeld aus
photoempfindlichen Einrichtungen, die geeignet sind, einfallende
Lichtintensität in ein entsprechendes Spannungspotential
umzuwandeln, das einen Datenstrahl mit -einer Feldauflösung
repräsentiert, die wenigstens der Auflösung der räumlichen
Lichtmodulatoren 36, 38, 40, 42, 44 und 46 gleich ist. Wie
nachfolgend im Detail beschrieben werden wird, sammelt der
Akkumulator 16 Lichtstrahldaten, die mittels eines Taktsignals,
das durch einen Taktgenerator 83 bereitgestellt wird, über
den Ausgabeschnittstellenbus 88 zu dem Datenausgangsregister
18 verschoben werden können. Der Akkumulator 16 umfaßt auch
einen zirkulären Schiebebus 86 und einen lateralen
Schiebebus 84, um die Durchführung einer großen Vielzahl von
Schiebe- und Summieroperationen in dem Akkumulator 16 während des
Betriebs des optischen Datenprozessors 20 zu ermöglichen.
Das Datenausgangsregister 18 ist vorzugsweise ein
Hochgeschwindigkeits-analog-zu-digital-Wandler, Schieberegister
und Puffer, der die verschobenen Ausgangsdaten von dem
Akkumulator 16 über den Prozessordatenausgangsbus 90 zu dem
Prozessorausgang leitet.
Wie sich ohne weiteres aus dem Vorstehenden ergeben sollte,
übt der Mikrokontroller 12 die volle Kontrolle über den
optischen Datenprozessor 20 aus. Jegliche gewünschte Daten
können zu jeder spezifischen Kombination von räumlichen
Lichtmodulatoren zugeführt werden, um einen gewünschten
Datenverarbeitungsalgorithmus zu implementieren. Ein
besonderer Vorteil besteht darin, daß nur diejenigen räumlichen
Lichtmodulatoren, die für die Durchführung eines bestimmten
optischen Datenverabeitungsalgorithmus benötigt werden,
aktiv in dem optischen Datenprozessor 20 gemäß der
vorliegenden Erfindung verwendet werden. Räumliche Lichtmodulatoren
innerhalb dem optischen Datenprozessor 20 können über ihre
jeweiligen Datenregister mit geeigneten Daten versehen
werden, um die räumlichen Datenmodulatoren gleichförmig auf
ihrer maximalen Transmissivität zu halten. Folglich können
ausgewählte räumliche Lichtmodulatoren effektiv von dem
optischen Datenprozessor durch ihre geeignete
Datenprogrammierung entfernt werden. Das optische Datenverarbeitungssystem
10 stellt daher eine extrem flexible Umgebung für die
Durchführung optischer Datenverarbeitungsberechnungen zur
Verfügung.
Die Struktur eines optischen Datenprozessors 20, der gemäß
einer bevorzugten Ausführungsform hergestellt ist, ist in
Fig. 2 gezeigt. Die gezeigte Ausführungsform ist
exemplarisch, da sie im wesentlichen alle grundlegenden Komponenten
enthält, die in jegliche bevorzugte Ausführungsform des
optischen Prozesses inkorporiert werden können.
Die Komponenten des optischen Datenprozessors umfassen die
Lichtquelle 14, SLM-Stufen 36 bis 46 und das Detektorfeld
16. Die Flachpanel-Lichtquelle 14 ist vorzugsweise ein
elektrolumineszentes Anzeigepanel oder alternativ ein Gasplasma-
Anzeigepanel oder ein LED oder ein LED-Feld oder eine
Laserdiode oder ein Laserdiodenfeld. Ein nicht dargestellter
Diffusor kann verwendet werden, um das durch das flache
Anzeigepanel erzeugte Licht in einem räumlich gleichförmigen
optischen Strahl umzuwandeln.
Der Hauptkörper des optischen Datenprozessors 20 wird durch
einen seriellen Stapel von SLM-Stufen gebildet, der durch
die SLM-Stufe 46 repräsentiert wird. Die SLM weisen
vorzugsweise eine starre Struktur auf, die keine zusätzliche
Stützhalterung erforderlich macht. In solchen Ausführungsformen
können die SLMs unmittelbar aufeinanderfolgend plaziert
werden, und lediglich durch eine dünne isolierende optisch
transparente Schicht voneinander getrennt sein, was zu einem
optimal kompakten mehrstufigen Stapel räumlicher
Lichtmodulatoren führt. In Ausführungsformen, bei denen der Betrieb
der räumlichen Lichtmodulatoren durch
Polarisationsmodulation des Lichtstrahls erreicht wird, sind vorzugsweise
Polarisatoren 64 zwischen den SLMs angeordnet. Der Polarisator 64
ermöglicht auch die Verwendung einer unpolarisierten
optischen Datenstrahlquelle 14 in Ausführungsformen der
vorliegenden Erfindung, bei denen lokale Polarisationsvektoren die
Daten repräsentieren. Falls das Wirkprinzip der räumlichen
Lichtmodulatoren Lichtabsorption (anstelle von
Polarisationsdrehung) ist, werden keine Polarisatoren benötigt.
Der Akkumulator 16 ist vorzugsweise ein Festkörpermatrixfeld
aus optischen Detektoren. Insbesondere ist das optische
Detektorfeld vorzugsweise ein Schieberegisterfeld aus
konventionellen ladungsgekoppelten Elementen (CCD = charge coupled
device), die mit einer Felddichte zur Verfügung gestellt
werden, die äquivalent zur effektiven Auflösung des
optischen Datenprozessors 20 ist. Die Verwendung eines
CCD-Feldes wird sowohl wegen ihrer Ladungsakkumulation, das heißt
Datenaufsummierfähigkeit, als auch wegen der einfachen
Herstellbarkeit von CCD-Schieberegisterschaltkreisen, die
direkt von dem Mikrokontroller 12 gesteuert werden können,
bevorzugt. Des weiteren ermöglicht die Verwendung des
CCD-Feldes eine wesentliche Flexibilität beim Betrieb des
Akkumulators 16, indem aus dem Akkumulator 16 ausgeschobene und auf
den Datenrückkehrbus 88 geschobenen Daten das Rückzyklieren
in den Akkumulator 16 über den zirkulären Schiebedatenbus 86
ermöglicht wird. Zusätzlich weist der Akkumulator 16 die
gewünschte Flexibilität durch die Verwendung von
Weitergabewegverbindungen zwischen benachbarten Registern auf, um ein
laterales Zyklieren von darin enthaltenen Daten über den
lateralen Schiebedatenbus 84 gemäß Fig. 1 zu ermöglichen.
Folglich kann der Akkumulator 16 bei der Ausführung ziemlich
komplexer optischer Datenverarbeitungsalgorithmen effektiv
genutzt werden, die Schiebe- und Summieroperationen unter
der direkten Kontrolle des Mikrokontrollers 12 erfordern.
Zwei bevorzuge Ausführungsformen eindimensionaler räumlicher
bzw. spatialer Lichtmodulatoren sind in Fig. 3 bzw. 4
gezeigt. Der in Fig. 3 gezeigte räumliche Lichtmodulator 130
enthält ein elektro-optisches Element 132, das vorzugsweise
zwei parallele einander gegenüberliegende Hauptflächen
aufweist, die mit Streifenelektroden 136 bzw. mit einer
Potentialreferenzebene 140 versehen sind. Das elektro-optische-
Element 132 kann ein Flüssigkristallichtventil in
Transmissionsmode sein, vorzugsweise ist es jedoch ein Festkörper
aus elektro-optischem Material, wie KD&sub2;PO&sub4; oder BaTiO&sub3;.
Dieses letztere Material beaufschlagt Licht mit einer
Polarisationsmodulation proportional zu dem longitudinalen und
transversalen Spannungspotential, das an dem Teil des
Materials angelegt ist, den das Licht durchdringt. Dieses
Material besitzt charakteristischerweise eine genügende eigene
strukturelle Stabilität, so daß es für den Zweck der
vorliegenden Erfindung ausreichend selbsttragend ist, wenn es als
elektro-optisches Element 132 verwendet wird und kann in
einer Dicke von ungefähr 5 bis 10 Mils für eine
Hauptflächengröße von ungefähr einem Quadratinch bereitgestellt werden.
Da die aktiven Regionen des elektro-optischen Elements 132
notwendigerweise zwischen jeder der Streifenelektroden 136
und der Referenzebenenelektrode 140 liegen, bestehen die
Elektroden 136, 140 vorzugsweise aus einem transparenten
Material mit hoher Leitfähigkeit, wie zum Beispiel
Indiumzinnoxid. Kontaktierungen an den Elektroden 136, 140 werden
vorzugsweise durch die Verwendung separater Elektrodenleiter
134 bzw. 138 bereitgestellt, die unter Verwendung von
konventionellem Drahtboden oder
Löttropfenverbindungstechnologie angebracht werden.
Fig. 4 illustriert einen alternativen eindimensionalen
räumlichen Lichtmodulator. Dieser räumliche Lichtmodulator
unterscheidet sich von dem in Fig. 3 durch die relative
Anordnung der Signalelektrode 156 und der
Potentialreferenzelektrode 158 auf den beiden Hauptflächen des
elektro-optischen Elements 152. Auf jeder Hauptfläche ist eine
Referenzpotentialelektrode 158 zwischen Paaren der Signalelektroden
156 angeordnet, um eine interdigitalisierte
Elektrodenstruktur zu bilden, die im wesentlichen auf beiden Hauptflächen
des elektro-optischen Elements 152 identisch ist. Die
aktiven Teile des elektro-optischen Elements 152 liegen zwischen
jeder der Signalelektroden 156 und ihrer benachbarten
Referenzpotentialelektrode 158 an der Oberfläche.
Der erreichbare elektro-optische Effekt wird durch die
Verwendung beider Oberflächen des elektro-optischen Elements
152 verstärkt. Da weiterhin die aktiven Teile des
elektrooptischen Elements 152 durch die Signalelektroden 156 nicht
abgeschattet werden, können alle Elektroden 156, 158 aus
einem undurchsichtigen leitfähigen Material, wie z. B.
Aluminium sein, das weiterhin in vorteilhafter Weise verwendet
werden kann, um die aktiven Regionen des elektro-optischen
Elements 152 effektiv zu maskieren. Das heißt die Elektroden
156, 158 können verwendet werden, um die jeweiligen
Pixelkantenteile des Datenstrahls abzublocken, die sich durch
die Divergenz während des Durchtritts durch das
elektro-optische Element 152 ergeben.
In gleicher Weise wie die räumlichen Lichtmodulatoren 130
aus Fig. 3 können die elektro-optischen Elemente 152
entweder in Form eines Flüssigkristallichtventils oder in Form
eines Festkörper aus elektro-optischen Materials realisiert
sein. Aus Gründen schnellerer elektro-optischer
Antwortzeiten, größerer struktureller Stabilität und leichterer
Herstellbarkeit sind elektro-optische Materialien mit
Transversalfeldpolarisationsmodulation bevorzugt, wie sie
beispielsweise von LiNbO&sub3;, LiTaO&sub3;, BaTiO&sub3;, SrxBa(1-x)NbO&sub3; und PLZT
bereitgestellt wird.
Der Betrieb eines optischen Datenverarbeitungssystems des
vorstehend beschriebenen Typs erklärt sich am besten, indem
die Durchführung von Matrizenmultiplikationen analysiert
wird. R. A. Athale und W. C. Collins haben in ihrer
Veröffentlichung "Optical Matrix-matrix Multiplier Based on Outer
Product Decomposition", Applied Optics 21, 2089 (1982) das
Prinzip der äußeren Produktzerlegung für optische
Matrizenmultiplikation beschrieben.
Demzufolge ist die Produktmatrix C aus zwei Matrizen B und A
gegeben durch
C = BA (3)
wobei das ij-ten Element von C durch das innere Produkt
zwischen dem i-ten Reihenvektor von B und dem j-ten
Spaltenvektor von A gegeben ist:
C kann jedoch auch als Summe von Matrizen dargestellt
werden, von denen jede das äußere Produkt zwischen einem
Spaltenvektor von B und dem zugehörigen Zeilenvektor von A ist.
Das Prinzip hinter einem
Äußeres-Produkt-Matrix-Multiplizierer besteht darin, die Zeilen der Matrix B sequentiell einem
SLM, wie z. B. dem SLM 38, zuzuführen und die entsprechenden
Spalten der Matrix A einem anderen SLM, wie z. B. dem SLM
36, das zu dem ersten SLM senkrecht steht, zuzuführen. Die
Transmission der zwei gekreuzten SLMs ist während des n-ten
Taktzyklus des Taktgenerators 83 durch das äußere Produkt
der n-ten Zeile von B und der n-ten Spalte von A gegeben.
Das transmittierte Licht fällt auf das
Akkumulatordetektorfeld 16 und wird auf summiert, um die Produktmatrix C zu
bilden. Die Multiplikation von zwei NxN-Matrizen, was N³
Multiplikationen erfordert, wird in N Taktzyklen durchgeführt.
Fig. 5 zeigt die Elemente von zwei Matrizen A und B, wie
sie durch Speicherregister 30 und 22 den SLMs 38 und 36
Zeile für Zeile bzw. Spalte für Spalte zugeführt werden.
(Zwischen den SLMs angeordnete Polarisatoren sind aus
Gründen der Übersichtlichkeit in Fig. 5 weggelassen.) Die
Elektroden auf jedem SLM 36, 38 unterteilen den SLM in
streifenförmige Regionen 92, 94 die nachfolgend als Einheitszellen
bezeichnet werden. Jede Zelle wird verwendet, um ein
Matrixelement zu verarbeiten. Während des n-ten Taktzyklus wird
Licht aus der Quelle 14 durch die n-te Zeile von A in einer
Richtung moduliert und orthogonal dazu durch die n-te Spalte
von B, wodurch die n-te äußere Produktmatrix im
Akkumulatordetektorfeld 16 gebildet wird, dessen Summe die
Produktmatrix C ist. Es wird darauf hingewiesen, daß nur zwei SLMs
benötigt werden, um die Matrizenmultiplikation
durchzuführen. Das Feld 16 ist in 96 Zellen aufgeteilt, wobei jede
Zelle einem der Elemente cij entsprecht.
Während der vorstehend beschriebene Prozessor nach dem Stand
der Technik zufriedenstellend arbeitet, wenn alle
Matrizenelemente positiv sind, ist er nicht für die Behandlung von
bipolaren (negativen und positiven) oder komplexen Zahlen
ausgelegt. Dies liegt darin, daß numerische Werte durch
Lichtintensitäten repräsentiert werden, bei denen es sich um
nicht-negative Größen handelt.
Fig. 6 zeigt eine erste Ausführungsform 20 der Erfindung,
bei der es sich um einen optischen Prozessor handelt, der
zur Verarbeitung von bipolaren Zahlen geeignet ist. Um das
Verständnis der verschiedenen Ausführungsformen der
vorliegenden Erfindung zu erleichtern, wird das Beispiel einer
Matrizenmultiplikation zur Beschreibung der Funktionsweise von
mehreren der verschiedenen Ausführungsformen verwendet,
wobei die Matrix quadratisch ist und neun Elemente enthält.
Die Ausführungsform 20' umfaßt erste und zweite SLMs 38'
bzw. 36', einen Detektorakkumulator 16' und eine Lichtquelle
14, die in gleicher Weise angeordnet sind, wie vorstehend
beschrieben ist. Das SLM 36' ist in drei streifenförmige
Einheitszellen 92' und das SLM 38' in drei streifenförmige
Einheitszellen 94' unterteilt. Die Zellen 92' sind
orthogonal zu den Zellen 94'.
Jede der Zeilen 92' ist wiederum in individuell
adressierbare Lichtmodulationsbereiche 98 und 100 eingeteilt,
während jede Zelle 94' in individuell adressierbare
Lichtmodulationsbereiche 102 und 104 eingeteilt ist. Der Akkumulator
16' ist in neun Einheitszellen 96' unterteilt. Jede Zelle
96' ist in vier Lichtdetektionsbereiche 106, 108, 110, 112
unterteilt. Teile der Einheitszellen 92', 94', 96' sind rechts
in Fig. 6 im Detail gezeigt.
Die Betriebsweise des Prozessors 20' ist folgendermaßen.
Signale, die die Größe bzw. Stärke eines jeden der
Spaltenelemente der Matrix A (eine Spalte zu einer bestimmten Zeit)
darstellen, werden durch ein Register 30 den Zellen 94' des
SLM 38' zugeführt. Falls die Polarität eines Elements
positiv ist, wird das Signal über geeignete dem Register 30
zugeordnete Steuerschaltkreise dem Bereich 102 der
entsprechenden Zelle 94' zugeführt. Falls die Polarität des
Elements negativ ist, wird das dieses Element repräsentierende
Signal dem Bereich 104 der entsprechenden Zelle 94'
zugeführt.
In gleichartiger Weise werden Signale, die die Stärke eines
jeden der Zeilenelemente von Matrix B darstellen (eine Zeile
zu einer bestimmten Zeit) durch ein Register 22 den Zellen
92' des SLM 36 zugeführt. Falls die Polarität eines
bestimmten Elements positiv ist, wird das Signal mittels eines
geeigneten dem Register 22 zugeordneten Steuerschaltkreis dem
Bereich 98 der entsprechenden Zelle 92' zugeführt. Falls die
Polarität des Elements negativ ist, wird das dieses Element
repräsentierende Signal dem Bereich 100 der entsprechenden
Zelle 92' zugeführt.
Die vier Detektionsbereiche 106, 108, 110, 112 in jeder
Zelle 96' des Detektors 16' sind so angeordnet, daß jeder
Bereich Licht auffängt, das durch bestimmte
Modulationsbereiche der SLMs 36' und 38' moduliert worden ist. Der
Bereich 106 detektiert daher von den Bereichen 102 und 98
moduliertes Licht, der Bereich 108 detektiert von den
Bereichen 102 und 100 moduliertes Licht, der Bereich 110
detektiert von den Bereichen 104 und 98 moduliertes Licht und der
Bereich 112 detektiert von dem Bereich 104 und 110
moduliertes Licht.
Die in der Einheitszellendarstellung von Fig. 6 gezeigten
Vorzeichensymbole zeigen sowohl die Polarität der
Matrizenelemente in jeder der Zellen 94' und 92' als auch die
Polarität der resultierenden Multiplikation dieser Elemente an,
wie dies durch die verschiedenen Bereiche der Einheitszelle
96' des Detektors 16' detektiert wird. Beispielsweise
detektiert der Bereich 106 das Produkt von zwei positiven Zahlen
und ist folglich auch positiv. In gleicher Weise detektiert
der Bereich 112 das Produkt von zwei negativen Zahlen und
ist folglich positiv. Durch Aufsummieren der Signale von den
Detektorbereichen 106 und 112 ergibt sich ein Signal, das
proportional zu dem Quadrat des positiven Produkts von
Matrizenelementen ist und durch Aufsummieren der Signale von
den Detektorbereichen 108 und 110 ergibt sich ein Signal,
das proportional zum Quadrat des negativen Produkts von
Matrizenelementen ist. Durch Differenzbildung zwischen diesen
zwei Signalen ergibt sich ein resultierendes Signal, das das
Quadrat des Produkts von zwei bipolaren Zahlen enthält. Das
Auslesen von Daten aus dem Detektor 16' kann in zwei 2N
Taktzyklen für ein NxN-Matrixfeld erreicht werden, wobei
jeder Zelle zwei Taktzyklen zugeordnet sind. Da
unterschiedliche Bereiche jeder Zelle zur Unterscheidung der Polarität
verwendet werden, wird die Ausführungsform 20' als
Konfiguration mit räumlichen Multiplexverfahren bezeichnet.
Eine Einschränkung dieser vorstehend beschriebenen
Ausführungsform mit räumlichen Multiplexverfahren besteht darin,
daß die Ausgangssignale aus dem Detektor/Akkumulator 16'
nicht direkt proportional zu dem Produkt der Matrixelemente
sind, sondern vielmehr proportional zu dem Quadrat dieser
Produkte sind. Dies ergibt sich aus dem quadratischen
Zusammenhang zwischen Lichtamplitude und Intensität. Die
Modulatoren 38' und 36' modulieren die Amplitude des Lichts von
der Quelle 14 proportional zu der Größe der angelegten
Signale. Der Detektor 16' stellt jedoch Signale bereit, die
proportional zur Lichtintensität sind, die wiederum
proportional zum Quadrat der Lichtamplitude ist.
Folglich müssen bei der vorstehend beschriebenen
Ausführungsform die Detektorsignale einer weiteren
Signalverarbeitung unterworfen werden, um das gewünschte numerische
Produkt aus den quadratischen Werten, die auch von
verschiedenen arithmetischen Kreuzprodukten überlagert sind,
abzuleiten. In einer in Fig. 7 gezeigten zweiten
Ausführungsform 20'' der vorliegenden Erfindung wird eine Kombination
von räumlichen und zeitlichen Multiplexverfahren zusammen
mit Vorspannungs- bzw. Überlagerungssignalen verwendet, um
einen optischen Prozessor für bipolare Zahlen
bereitzustellen, dessen Ausgangssignale direkt proportional zu dem
Produkt der bipolaren Zahlen sind.
In der Vergangenheit wurden Konfigurationen mit
Zeitmultiplex für die optische Verarbeitung von bipolaren Zahlen
vorgeschlagen. Beispielsweise schlagen D. Casasent, J. Jackson
und C. Neuman eine solche Konfiguration in ihrer
Veröffentlichung "Frequency-multiplexed and Pipelined Iterative
Optical Systolic Array Processors," Applied Optics, Vol. 22, Nr.
1, Seite 115, 1. Januar 1983, vor. Diese Prozessoren nach
dem Stand der Technik stellen jedoch nicht direkt
Ausgangssignale bereit, die linear proportional zu dem Produkt der
bipolaren Zahlen sind, wie dies durch die folgende
Ausführungsform der Erfindung erreicht wird.
In Fig. 7 sind Einheitszellenteile von ersten und zweiten
SLMs und einem Detektor-/Akkumulatorfeld gezeigt, die
zusammen einen optischen Prozessor bilden. Es ist selbstredend,
daß, wie bei der vorhergehenden Ausführungsform, multiple
Zellen zur Verarbeitung der Matrixfelder mit komplexen Daten
verwendet werden können.
Die Einheitszelle 94'' repräsentiert eine Zelle eines SLM,
wie z. B. dem vorstehend beschriebenen SLM 38. In gleicher
Weise repräsentiert die Zelle 92'' eine Zelle eines SLM, wie
dem SLM 36 und die Zelle 96'' repräsentiert eine Zelle eines
Detektor-/Akkumulatorfelds 16, ebenfalls wie vorstehend
beschrieben.
Die Zelle 94'' ist in zwei individuell adressierbare Lichtmodulationsbereiche
170 und 172 unterteilt, während die
Zelle 92'' aus einem einzelnen adressierbaren
Lichtmodulationsbereich besteht. Die Detektorzelle 96'' ist in zwei
Lichtdetektionsbereiche 174 und 176 eingeteilt.
Die zwei Detektionsbereiche 174 und 176 sind so
positioniert, daß jeder Licht auffängt, daß von bestimmten
Modulationsbereichen moduliert worden ist. Der Bereich 174
detektiert demnach von den Bereichen 170 und 92'' moduliertes
Licht und der Bereich 176 detektiert von den Bereichen 172
und 92'' moduliertes Licht. Im Bereich 174 akkumulierte
Detektorsignale werden einem positiven Eingangsanschluß eines
Differenzverstärkers 230 zugeführt, während im Bereich 176
akkumulierte Detektorsignale einem negativen
Eingangsanschluß des Verstärkers 230 zugeführt werden. Wie nachfolgend
beschrieben werden wird, wird das gewünschte Ausgangssignal
d aus dem Prozessor 20'' an einem Ausgangsanschluß 232 des
Verstärkers 230 zur Verfügung gestellt.
Ein Signalverarbeitungsschaltkreis wird bereitgestellt, um
Signale zu erzeugen, die folgendermaßen zur Steuerung der
Modulatoren 94'' und 92'' verwendet werden. Ein Signal, das
eine erste bipolare Zahl a&sub1;&sub1; repräsentiert, das ein
Matrixelement sein kann, wird dem positiven Eingangsanschluß eines
Summierverstärkers 234 und dem negativen Eingangsanschluß
eines Differenzverstärkers 236 zur Verfügung gestellt. Ein
positives Vorspannungs- bzw. Überlagerungssignal Δ&sub1; wird dem
positiven Eingangsanschlüssen der Verstärker 234 und 236 zur
Verfügung gestellt. Am Ausgangsanschluß des Verstärkers 234
erscheint ein Steuersignal S&sub1;, das gleich a&sub1;&sub1; + Δ&sub1; ist. Am
Ausgangsanschluß des Verstärkers 236 erscheint ein
Steuersignal S&sub2;, das gleich $&sub1; - a&sub1;&sub1; ist.
Ein zweites eine bipolare Zahl b&sub1;&sub1; repräsentierendes Signal,
das ein Element einer zweiten Matrix sein kann, wird dem
positiven Eingangsanschluß eines Summierverstärkers 238 und
dem negativen Eingangsanschluß eines Differenzverstärkers
240 zur Verfügung gestellt. Ein zweites positives
Vorspannungs- bzw. Überlagerungssignal Δ&sub2; wird dem positiven
Eingangsanschlüssen der Verstärker 238 und 240 zugeführt. Am
Ausgangsanschluß des Verstärkers 238 erscheint ein
Steuersignal r&sub1;, das gleich b&sub1;&sub1; + Δ&sub2; ist. Im Ausgangsanschluß des
Verstärkers 240 erscheint ein Steuersignal r&sub2;, das gleich Δ&sub2;
- b&sub1;&sub1; ist.
Die Funktionsweise des Prozessors 20'' ist folgendermaßen.
Während einem ersten durch den Taktgenerator 83 definierten
Zeitintervall τ&sub1; werden in nachfolgender Weise den Zellen
94'' und 92'' Steuersignale zur Verfügung gestellt. Das
Steuersignal S&sub1; wird dem Modulationsbereich 170 zugeführt,
das Steuersignal S&sub2; dem Modulationsbereich 172 zugeführt und
das Steuersignal r&sub1; wird dem Modulationsbereich 92''
zugeführt. Die Detektionsbereiche 174 und 176 sprechen auf das
modulierte Licht an und stellen Detektorsignale zur
Verfügung, die durch den Akkumulatorteil des
Detektors/Akkumulators 96'' akkumuliert worden sind.
Während eines zweiten Zeitintervalls τ&sub2; werden die
Steuersignale S&sub2;, S&sub1; und r&sub2; den Modulationsbereichen 170, 172 bzw.
92'' zugeführt, wie dies durch die in Fig. 7 dargestellte
zeitliche Abfolge angezeigt ist. Die Detektionsbereiche 174
und 176 sprechen auf moduliertes Licht an und stellen
während dieses Zeitintervalls Detektorsignale bereit, die in
jeder Zelle 174, 176 zu den Detektorsignalen addiert werden,
die in diesen Zellen während dem vorhergehenden Intervall τ&sub1;
akkumuliert worden sind.
Es wird darauf hingewiesen, daß die Amplitude des positiven
Vorspannungssignals Δ&sub1; so gewählt wird, daß die
Modulationsbereiche 170, 172 auf einen Punkt vorgespannt sind, der
diese Bereiche in dem linearen Bereich der
Lichtamplitudenmodulation für die größten vorgesehenen positiven und
negativen Werte für die bipolare Zahl a&sub1;&sub1; hält. In gleicher
Weise wird das Vorspannungssignal Δ&sub2; so gewählt, daß der
Bereich 92'' im Bereich linearer Lichtamplitudenmodulation für
die größten vorgesehenen positiven und negativen Werte für
die bipolare Zahl b&sub1;&sub1; verbleibt. Die Amplituden der
Vorspannungssignale Δ&sub1; und Δ&sub2; können zueinander gleich sein.
Wie vorstehend beschrieben worden ist, werden die
akkumulierten Signale aus den Detektionsbereichen 174 und 176 dem
positiven bzw. negativen Eingangsanschluß des
Differenzverstärkers 230 zugeführt. Es kann gezeigt werden, daß am Ende
des zweiten Zeitintervalls τ&sub2; das am Ausgangsanschluß 232
erscheinende Ausgangssignal d proportional ist zu
d = 16 Δ&sub1; Δ&sub2; a&sub1;&sub1; b&sub1;&sub1; (5)
Folglich stellt der Prozessor 20'' ein Ausgangssignal
bereit, das direkt proportional zu dem Produkt der bipolaren
Zahlen ist.
Eine in Fig. 8 gezeigte dritte- Ausführungsform der
Erfindung ist ein optischer Prozessor, der ein räumliches
Multiplexverfahren verwendet, um komplexe Zahlen zu verarbeiten.
Es ist bekannt, daß komplexe bipolare Daten in drei reelle
und positive Vektorkomponenten zerlegt werden können, die
jeweils einen Vektor entlang der 0º-, 120º- und
240º-Richtung in einem polaren Koordinatensystem darstellen. Siehe
hierzu beispielsweise J.W. Goodman und L.M. Woody, "Method
for Performing Complex-valued Linear Operations on
Complexvalued Data Using incoherent Light," Applied Optics, Vol.
16, Seite 2611 (1977). Ein komplexer Wert X kann daher
zerlegt werden in
X = Xα + Xβ exp(i2π/3) + Xγ exp(i4π/3), (6)
wobei Xα, Xβ und Xγ reelle positive Werte sind.
Fig. 8 zeigt einen optischen Prozessor 20''' mit dem es
möglich ist, zwei komplexe Zahlen, die mittels eines
geeigneten arithmetischen Prozessors (nicht gezeigt) in ihre
Komponenten α, β und γ zerlegt worden sind, zu multiplizieren.
Die Figur zeigt nur den Einheitszellenteil des ersten und
zweiten SLM und dem Detektorfeld des Prozessors. Es versteht
sich von selbst, daß wie bei den vorhergehenden
Ausführungsformen Vielfachzellen zum Verarbeiten von Matrixfeldern mit
komplexen Daten verwendet werden können.
Die Einheitszelle 94''' repräsentiert eine Zelle eines SLM,
wie z. B. dem in der vorgehenden Ausführungsformen
beschriebenen SLM 38. In gleicher Weise repräsentiert die Zelle
92''' eine Zelle eines SLM, wie z. B. dem vorhergehend
beschriebenen SLM 36 und die Zelle 96''' repräsentiert eine
Zelle eines Detektors, wie dem Detektor 16, der ebenfalls
vorstehend beschrieben worden ist.
Die Zelle 94''' ist in drei individuell adressierbare
Lichtmodulationsbereiche 178, 180, -182 eingeteilt, während die
Zelle 92''' in drei individuell adressierbare
Lichtmodulationsbereiche 184, 186, 188 eingeteilt ist, die senkrecht zu
den Bereichen der Zelle 94''' liegen. Die Detektorzelle
96''' ist in neun Lichtdetektionsbereiche 190, 192, 194,
196, 198, 200, 202, 204 und 206 eingeteilt.
Die Betriebsweise des Prozesses 20''' ist folgendermaßen.
Signale, die die Größe der Komponenten α, β und γ einer
komplexen Zahl "a" darstellen, werden den Modulationsbereichen
178, 180 bzw. 182 der Zelle 94''' zur Verfügung gestellt.
Signale, die die Größe der Komponenten
α, β und γ einer zweiten komplexen Zahl "b" darstellen,
werden den Modulationsbereichen 184, 186 und 188 der Zelle
92''' zur Verfügung gestellt.
Die neun Detektionsbereiche in jeder Zelle 96''' des
Detektors sind so positioniert, daß jeder Bereich Licht auffängt,
daß von einem bestimmten Bereich der Modulationsbereiche in
Zellen 94''' und 92''' moduliert worden ist. Der Bereich 190
fängt demnach von den Bereichen 178 und 184 moduliertes
Licht auf, der Bereich 192 fängt von den Bereichen 178 und
186 moduliertes Licht auf, der Bereich 194 fängt von den
Bereichen 178 und 188 moduliertes Licht auf, der Bereich 196
fängt von den Bereichen 180 und 184 moduliertes Licht auf,
der Bereich 198 fängt von den Bereichen 180 und 186
moduliertes Licht auf, der Bereich 200 fängt von den Bereichen
180 und 188 moduliertes Licht auf, der Bereich 202 fängt von
den Bereichen 182 und 184 moduliertes Licht auf, der Bereich
204 fängt von den Bereichen 182 und 186 moduliertes Licht
auf und der Bereich 206 fängt von den Bereichen 182 und 188
moduliertes Licht auf.
Die α-, β- und γ-Symbole in jedem der neun Detektorbereiche
in Fig. 8 zeigen die zyklische Zuordnung der verschiedenen
Komponentenprodukte, was leicht unter Verwendung der
Definition von Produkten bei polarer Darstellung von komplexen
Zahlen abgeleitet werden kann. Die verschiedenen α-, β- und
γ-Komponentenprodukte können aus der Zelle 96''' in drei
Taktintervallen ausgelesen und arithmetisch in bekannter
Weise kombiniert werden, um in karthesischen Koordinaten
Signale zu erhalten, die die Quadrate der Real- und
Imaginärteile des Produkts der komplexen Zahlen "a" und "b"
enthalten.
Eine vierte in Fig. 9 gezeigte Ausführungsform 20'''' der
Erfindung verwendet eine Kombination von Raum- und
Zeitmultiplexverfahren, um komplexe Zahlen zu verarbeiten, wobei
die Zahlen in drei reelle positive Komponenten zerlegt
worden sind, wie das bei der vorhergehenden Ausführungsform
beschrieben worden ist.
Fig. 9 zeigt die Einheitszellenkonstruktion des ersten und
zweiten SLM und des Detektorfeldes des Prozessors 20''''.
Wie bei den vorhergehenden Ausführungsformen können
Mehrfachzellen verwendet werden, um Felder mit komplexen Daten
zu verarbeiten.
Die Einheitszelle 94'''' repräsentiert eine Zelle eines SLM,
wie z. B. dem vorhergehend beschriebenen SLM 38. In gleicher
Weise repräsentiert die Zelle 92'''' eine Zelle eines SLM,
wie dem SLM 36, und die Zelle 96'''' repräsentiert eine
Zelle eines Detektors, wie dem ebenfalls vorhergehend
beschriebenen Detektor 16.
Die Zelle 94'''' ist in drei individuell adressierbare
Lichtmodulationsbereiche 208, 210, 212 eingeteilt, die
senkrecht zu den durch die Zelle 92'''' definierten
Modulationsbereichen liegen. Die Detektorzelle 96'''' ist in drei
Lichtdetektionsbereiche 214, 216 und 218 eingeteilt.
Die Funktionsweise des Prozessors 20'''' ist folgendermaßen.
Während eines ersten Zeitintervalls τ&sub1;, das durch den
Taktgenerator 83 definiert ist, werden Signale, die die Größe
der Komponenten α, β und γ einer komplexen Zahl "a"
darstellen, den Modulationsbereichen 208, 210 bzw. 212 der Zelle
94'''' zugeführt. Ein Signal, das nur die Größe der
α-Komponente der zweiten komplexen Zahl "b" darstellt, wird dem
Modulationsbereich 92'''' zugeführt.
Während eines zweiten Taktintervalls τ&sub2; werden Signale, die
die γ-, α- und β-Komponenten von "a" darstellen, den
Bereichen 208, 210 bzw. 212 zugeführt, während nur die
β-Komponente von "b" den Bereich 92'''' zugeführt wird.
Während eines dritten Taktintervalls τ&sub3; werden Signale, die
die β-, γ- und α-Komponenten von "a" darstellen, den
Bereichen 208, 210 bzw. 212 zur Verfügung gestellt, während nur
die γ-Komponente von "b" dem Bereich 92'''' zur Verfügung
gestellt wird.
Die drei Detektionsbereiche 214, 216, 218 in jeder Zelle
96'''' sind so positioniert, daß sie Licht auffangen, das
von einer bestimmten Kombination von Modulationsbereichen
moduliert worden ist. Demnach fängt der Bereich 214 von den
Bereichen 208 und 92'''' moduliertes Licht auf, der Bereich
216 fängt von den Bereichen 210 und 92'''' moduliertes Licht
auf und der Bereich 218 fängt von den Bereichen 212 und
92'''' moduliertes Licht auf.
Die α-, β- und γ-Symbole und die zeitliche Abfolge in Fig.
9 zeigen für jedes Intervall τ&sub1;, τ&sub2;, τ&sub3; sowohl die
Komponenten, die jedem der Modulationsbereiche zugeführt werden, als
auch die Zuordnung der verschiedenen Komponentenprodukte,
wie sie unter der Definition des Produkts bei polarer
Darstellung von komplexen Zahlen abgeleitet worden sind. Für
den Durchschnittsfachmann ist klar, daß ein bestimmtes
zyklisches Muster von α-, β- und γ-Komponenten, das den
Modulationsbereichen zugeführt wird, gewählt ist, um eine
einzelne Komponentenzuordnung in den Detektorbereichen während
der drei Taktintervalle bereitzustellen. Folglich sind die
Detektionsbereiche 214, 216 und 218 immer mit den α-,
βbzw. γ-Produktwerten assoziiert. Diese Mechanisierung
vereinfacht das Auslesen von Daten aus den Zellen 96'''' sehr
stark, was in einem Taktintervall erreicht werden kann,
wobei die einem Vektor zugeordneten Daten parallel gelesen
werden.
Es wird darauf hingewiesen, daß obwohl die vorstehend
beschriebene dritte und vierte Ausführungsform anhand von drei
Vektorzerlegungen von komplexen Zahlen beschrieben worden
ist, auch andere Zerlegungsschemata verwendet werden können,
ohne den Schutzumfang der vorliegenden Erfindung zu
verlassen. Beispielsweise können die komplexen Zahlen in zwei oder
vier Komponenten zerlegt werden, wobei die resultierenden
Komponenten entsprechend den vorstehenden Prinzipien
verarbeitet werden.
Es sei auch darauf hingewiesen, daß, obwohl die vorstehenden
Beispiele der Erfindung die Multiplikation von zwei Matrizen
beschreiben, die Erfindung in keiner Weise darauf begrenzt
ist. Eine Erweiterung der Architektur des optischen
Prozessors, um mehrere Matrizen verarbeiten zu können, erfordert
lediglich zusätzliche Schichten von SLMs.
Beispielhaft zeigt Fig. 10 die Einheitszellendarstellung
eines optischen Prozessors 224, der ein räumliches und
zeitliches Multiplexverfahren verwendet, um drei Matrizen mit
komplexen Elementen zu verarbeiten. Vergleicht man Fig. 10
mit Fig. 9 wird deutlich, daß die Konstruktion des
Prozessors 224 im wesentlichen identisch mit der des Prozessors
20'''' ist mit dem Zusatz eines dritten SLM, dargestellt
durch die Einheitszelle 226. Diese dritte SLM kann als
Entsprechung zu SLM 40 in den Fig. 1 und 2 betrachtet
werden.
Der Prozessor 224 arbeitet in neun Taktintervallen und
Betriebsdetails ergeben sich auf einfache Weise unter
Berücksichtigung der α-, β- und γ-Symbole und der zeitlichen
Abfolge in Fig. 10 unter Berücksichtigung der vorhergehenden
Beschreibung des vorhergehenden Prozessors 20''''.
Wie bei der ersten Ausführungsform der Erfindung stellen die
soeben beschriebenen dritten und vierten Ausführungsformen
Ausgangssignale aus dem Detektor/Akkumulator bereit, die
nicht direkt proportional zu dem Produkt der komplexen
Zahlen sind. In einer in Fig. 11 gezeigten fünften
Ausführungsform 20''''' der Erfindung wird eine einzigartige
Kombination von Raum- und Zeitmultiplexverfahren zusammen mit
Vorspannungssignalen verwendet, um einen optischen Prozessor
für komplexe Zahlen bereitzustellen, der keine
Vektorzerlegung nötig macht und der Ausgangssignale erzeugt, die direkt
proportional zu dem Produkt der komplexen Zahlen sind.
In Fig. 11 ist eine Einheitszellenkonstruktion des
Prozessors 20''''' gezeigt, die verwendet wird, eine erste
komplexe Zahl "a" mit Real- und Imaginärteil ar bzw. ai mit einer
zweiten komplexen Zahl "b" mit Real- und Imaginärteil br
bzw. bi zu multiplizieren. Wie bei den vorhergehenden
Ausführungsformen können Mehrfachzellen verwendet werden, um
parallel Felder mit komplexen Daten zu verarbeiten.
Die Einheitszelle 94''''' repräsentiert eine Zelle eines
SLM, wie dem vorhergehend beschriebenen SLM 38. In gleicher
Weise repräsentiert die Zelle 92''''' eine Zelle eines SLM,
wie dem SLM 36 und die Zelle 96''''' repräsentiert eine
Zelle eines Detektors, wie dem ebenfalls vorstehend
beschriebenen Detektor 16.
Die Zelle 94''''' ist in zwei individuell adressierbare
Lichtmodulationsbereiche 209, 211 eingeteilt, die orthogonal
zu zwei individuell adressierbaren durch die Zelle 92'''''
definierten Lichtmodulationsbereichen 214, 215 liegen. Die
Detektorzelle 96''''' ist in vier Lichtdetektionsbereiche
217, 219, 221 und 223 eingeteilt.
Die vier Detektionsbereiche 217, 219, 221 und 223 in jeder
der Zellen 96''''' sind so positioniert, daß jeder Bereich
Licht auffängt, das durch bestimmte Kombinationen von
Modulationsbereichen moduliert worden ist. Demnach fängt der
Bereich 217 von den Bereichen 209 und 213 moduliertes Licht
auf, der Bereich 219 fängt von den Bereichen 211 und 213
moduliertes Licht auf, der Bereich 221 fängt von den Bereichen
209 und 215 moduliertes Licht auf und der Bereich 223 fängt
von den Bereichen 211 und 215 moduliertes Licht auf.
Aus den Bereichen 217 und 219 akkumulierte Detektorsignale
werden dem positiven bzw. negativen Eingangsanschluß eines
Differenzverstärkers 242 zugeführt. Wie im vorhergehenden
anhand von Fig. 1 beschrieben worden ist, können
Taktsignale von dem Generator 83 verwendet werden, um Daten in dem
durch die Zelle 96''''' repräsentierten Detektor/Akkumulator
zu verschieben. In der vorliegenden Ausführungsform stellen
in den Bereichen 217 und 219 akkumulierte Daten an einem
Verstärkerausgangsanschluß 244 ein Signal dr bereit, daß
direkt proportional zu dem Realteil des Produkts der komplexen
Zahlen "a" und "b" ist. Taktsignale bewirken, daß die aus
den Bereichen 221 und 223 akkumulierten Detektorsignale dem
positiven bzw. negativen Anschluß des Verstärkers 242
zugeschoben werden, womit zu diesem Zeitpunkt ein Signal di an
dem Anschluß 244 bereitgestellt wird, das direkt
proportional zu dem Imaginärteil des Produkts der komplexen Zahlen
"a" und "b" ist.
Ein Signalverarbeitungsschaltkreis ist vorgesehen, um
folgendermaßen auf verschiedene Weise Signale zur Steuerung der
Modulatoren 94''''' und 92''''' bereitzustellen. Ein den
Realteil ar der ersten komplexen Zahl "a" repräsentierendes
Signal wird dem positiven Eingang eines Summenverstärkers
246 und einem negativen Eingangsanschluß eines
Differenzverstärkers 248 zugeführt. Ein positives Vorspannungssignal Δ&sub3;
wird dem positiven Eingangsanschlüssen der Verstärker 246,
248 zugeführt. Am Ausgangsanschluß des Verstärkers 246
erscheint ein Steuersignal t&sub1;, das gleich ar + Δ&sub3; ist. Am
Ausgangsanschluß des Verstärkers 248 erscheint ein Steuersignal
t&sub2;, das gleich Δ&sub3; + ar ist.
Ein den Imaginärteil ai der Zahl "a" repräsentierendes
Signal wird einem positiven Eingangsanschluß eines
Summenverstärkers 250 und einem negativen Eingangsanschluß eines
Differenzverstärkers 252 zugeführt. Das Vorspannungssignal Δ&sub3;
wird den positiven Eingangsanschlüssen der Verstärker 250
und 252 zugeführt. Am Ausgangsanschluß des Verstärkers 250
erscheint ein Steuersignal u&sub1;, das gleich ai + Δ&sub3; ist. Am
Ausgangsanschluß des Verstärkers 252 erscheint ein
Steuersignal u&sub2;, das gleich Δ&sub3; - ai ist.
Ein den Realteil br einer zweiten komplexen Zahl "b"
repräsentierendes Signal wird dem positiven Eingangsanschluß
eines Summenverstärkers 254 und dem negativen Eingangsanschluß
eines Differenzverstärkers 256 zugeführt. Ein positives
Vorspannungssignal Δ&sub4; wird den positiven Eingangsanschlüssen
der Verstärker 254, 256 zugeführt. Am Ausgangsanschluß des
Verstärkers 254 erscheint das Steuersignal v&sub1;, das gleich br
+ Δ&sub4; ist. Am Ausgangsanschluß des Verstärkers 256 erscheint
das Steuersignal v&sub2;, das gleich Δ&sub4; - br ist.
Ein den Imaginärteil bi der Zahl "b" darstellendes Signal
wird einem positiven Eingangsanschluß eines
Summenverstärkers 258 und einem negativen Eingangsanschluß eines
Differenzverstärkers 260 zugeführt. Das Vorspannungssignal Δ&sub4;
wird dem positiven Eingangsanschlüssen der Verstärker 258
und 260 zugeführt. Am Ausgangsanschluß des Verstärkers 258
erscheint ein Steuersignal ω&sub1;, das gleich bi + Δ&sub4; ist. Am
Ausgangsanschluß des Verstärkers 260 erscheint ein
Steuersignal ω&sub2;, das gleich Δ&sub4; - bi ist.
Die Betriebsweise des Prozessors 20''''' ist folgendermaßen.
Während eines ersten durch den Taktgenerator 83 definierten
Taktintervalls τ&sub1; werden in nachfolgend beschriebener Weise
Steuersignale den Zellen 94''''' und 92''''' zur Verfügung
gestellt. Die Steuersignale t&sub2;, t&sub1; ω&sub1; und ω&sub2; werden den
Modulationsbereichen 209, 211, 215 bzw. 213 zugeführt. Die
Detektorbereiche 217, 219, 221 und 223 sprechen auf das
modulierte Licht an und stellen Detektorsignale bereit, die
durch den Akkumulatorteil des Elements 96''''' akkumuliert
werden.
Während eines zweiten Taktintervalls τ&sub2; werden die
Steuersignale t&sub2;, t&sub1;, ω&sub2; und ω&sub1; den Bereichen 209, 211, 215 bzw. 213
zur Verfügung gestellt. Während eines dritten Taktintervalls
T&sub3; werden die Steuersignale u&sub1;, u&sub2;, v&sub1; und v&sub2;
bereitgestellt, um die Bereiche 209, 211, 215 bzw. 213 zu
modulieren. Während eines vierten Taktintervalls τ&sub4; werden die
Steuersignale u&sub2;, ω&sub1;, v&sub2; und v&sub1; den Bereichen 209, 211, 215
bzw. 213 zur Verfügung gestellt. Für jede der Detektorzellen
217, 219, 221 und 223 summieren Akkumulatoren die während
der vier Taktintervalle τ&sub1; - τ&sub4; erzeugten Detektorsignale.
Es sei angemerkt, daß die Amplitude des positiven
Vorspannungssignals Δ&sub3; so gewählt ist, daß die Modulatorbereiche
209, 211 auf einem Punkt vorgespannt sind, der sie für die
größten vorkommenden positiven und negativen Zahlenwerte der
Zahlen ar und ai im Bereich linearer
Lichtamplitudenmodulation hält. In gleicher Weise ist das Vorspannungssignal Δ&sub4;
so gewählt, daß die Bereiche 213, 215 für die größten
vorkommenden positiven und negativen Werte der Zahlen br und bi
im Bereich linearer Lichtamplitudenmodulation gehalten
werden. Die Amplituden der Vorspannungssignale Δ&sub3; und Δ&sub4; können
gleich zueinander sein.
Nach dem Ende des vierten Taktintervalls τ&sub4; werden wie
vorstehend beschrieben die akkumulierten Daten aus den
Detektorbereichen 217, 219 dem Verstärker 242 zugeführt. Es kann
gezeigt werden, daß das an dem Ausgangsanschluß 244
erscheinende Ausgangssignal dr proportional ist zu
dr = 16 Δ&sub3; Δ&sub4;(arbr - aibi) (7)
Unter Verwendung bekannter Techniken können geeignete
Taktsignale dem Detektor/Akkumulator zugeführt werden, um aus
den Detektorbereichen 221 und 223 akkumulierte Daten zu
verschieben, so daß diese Daten nun als Eingangssignale dem
Verstärker 242 zur Verfügung gestellt werden. Wenn dies
geschieht, kann gezeigt werden, daß das am Ausgangsanschluß
244 erscheinende Ausgangssignal di proportional ist zu
di = 16 Δ&sub3; Δ&sub4;(arbr + aibi) (8)
Folglich stellt der Prozessor 20''''' Ausgangssignale zur
Verfügung, die direkt proportional zu dem Real- und
Imaginärteil des Produkts der komplexen Zahlen "a" und "b"
sind.
Während die vorstehende Ausführungsform der Erfindung die
Multiplikation von zwei Zahlen beschreibt, die Elemente von
zwei Matrizen sind, ist die Ausführungsform in keinster
Weise darauf beschränkt. Eine Erweiterung der Architektur
des optischen Prozessors, um mehr Matrizen verarbeiten zu
können, erfordert lediglich in der vorstehend beschriebenen
Weise zusätzliche Schichten an SLMs.
Für den Fall, daß es wünschenswert ist, zwei Matrizen
zusammen mit einer positiven Zahl zu multiplizieren, kann dies
mit einem optischen Prozessor bewerkstelligt werden, der nur
zwei SLMs hat, indem von den Modulationseigenschaften der
Lichtquelle Gebrauch gemacht wird. Beispielsweise kann die
zweite Ausführungsform der Erfindung nach Fig. 7 so
modifiziert werden, daß sich das Produkt von zwei
Matrizenelementen a&sub1;&sub1;, b&sub1;&sub1; und einer dritten positiven Zahl c ergibt,
indem die Intensität der Lichtquelle 14 proportional zur Größe
der Zahl c moduliert wird. Liegt daher die Lichtquelle 14 in
Form einer LED vor, kann der Strom durch die LED mittels
eines Signals moduliert werden, das proportional zur Zahl c
ist. Für diesen Fall kann gezeigt werden, daß das am
Ausgangsanschluß 232 erscheinende Signal d sich von dem in
Gleichung 5 ergebenden in folgender Weise unterscheidet:
d = 16 Δ&sub1; Δ&sub2; c a&sub1;&sub1; b&sub1;&sub1; (9)
Es wird darauf hingewiesen, daß die Modulation der
Lichtquelle auf jegliche Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung angewandt werden kann.
Anspruch[de]
1. Ein optischer Prozessor mit wenigstens einer ersten und
und einer zweiten Modulatoreinrichtung (38', 36') und
mit einer Lichtdetektoreinrichtung (16') auf
einanderfolgend in der genannten Reihenfolge angeordnet und
beleuchtet durch einen optischen Strahl (14) via der
ersten Modulatoreinrichtung (38'), mit einer
Steuereinrichtung zum räumlichen Steuern der Transmissivität der
ersten und zweiten Modulatoreinrichtung (38', 36') als
Funktion von zu verarbeitenden Zahlen, dadurch
gekennzeichnet, daß bipolare Zahlen, d. h. Zahlen, die ein
positives oder negatives Vorzeichen haben, gemäß der
folgenden Anordnung verarbeitet werden:
die erste Modulatoreinrichtung (38') ist ausgelegt den
optischen Strahl (14) räumlich als Antwort auf eine
erste bipolare Zahl zu modulieren und weist erste und
zweite Modulationsbereiche (102, 104) auf;
die zweite Modulatoreinrichtung (36') ist ausgelegt den
aus der ersten Modulatoreinrichtung (38') austretenden
optischen Strahl (14) als Antwort auf eine zweite
bipolare Zahl räumlich zu modulieren und weist dritte und
vierte Modulationsbereiche (98, 100) auf, wobei die
dritten und vierten Modulationsbereiche (98, 100)
jeweils von den ersten und zweiten Modulationsbereichen
(102, 104) moduliertes Licht auffangen;
die Lichtdetektoreinrichtung (16) weist vier
Lichtdetektionsbereiche (106, 108, 110, 112) auf, der erste
Detektionsbereich (106) spricht auf von dem ersten und
dritten Modulationsbereich (102, 98) moduliertes Licht
an, der zweite Detektionsbereich (110) spricht auf von
dem zweiten und dritten Modulationsbereich (104, 98)
moduliertes Licht an, der dritte Detektionsbereich
(108) spricht auf von dem ersten und vierten
Modulationsbereich (1 02, 100) moduliertes Licht an, und der
vierte Detektionsbereich (112) spricht auf von dem
zweiten und vierten Modulationsbereich (104, 100)
moduliertes Licht an; und
die Steuereinrichtung ist ausgelegt zu ermöglichen, daß
die erste bipolare Zahl den Strahl (14) im ersten
Modulationsbereich (102) moduliert, falls die erste
bipolare Zahl positiv ist, und den Strahl (14) im zweiten
Modulationsbereich (104) moduliert, falls die erste
bipolare Zahl negativ ist, wobei die Stärke der
Modulation im ersten und zweiten Modulationsbereich (102,
104) proportional zur Größe der ersten bipolaren Zahl
ist, und zu ermöglichen, daß die zweite bipolare Zahl
den Strahl (14) im dritten Modulationsbereich (98)
moduliert, falls die zweite bipolare Zahl positiv ist,
und den Strahl (14) im vierten Modulationsbereich (100)
moduliert, falls die zweite bipolare Zahl negativ ist,
wobei die Stärke der Modulation im dritten und vierten
Modulationsbereich (98, 100) proportional zur Größe der
zweiten bipolaren Zahl ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, worin die ersten und
zweiten Modulationsbereiche (102, 104) in Form von
aneinanderliegenden Streifen vorliegen, die sich in eine erste
Richtung erstrecken, und die dritten und vierten
Modulationsbereiche (98, 100) in Form von
aneinanderliegenden Streifen vorliegen, die sich in eine zweite
Richtung senkrecht zu der ersten Richtung erstrecken.
3. Ein optischer Prozessor mit wenigstens einer ersten und
und einer zweiten Modulatoreinrichtung (94'', 92'') und
mit einer Lichtdetektoreinrichtung (96'')
aufeinanderfolgend in der genannten Reihenfolge angeordnet und
beleuchtet durch einen optischen Strahl (14) via der
ersten Modulatoreinrichtung (94''), mit einer
Steuereinrichtung zum räumlichen Steuern der Transmissivität der
ersten und zweiten Modlulatoreinrichtung (94'', 92'')
als Funktion von zu verarbeitenden Zahlen, dadurch
gekennzeichnet, daß bipolare Zahlen, d. h. Zahlen, die
ein positives oder negatives Vorzeichen haben, unter
Verwendung der folgenden Anordnung multipliziert
werden:
die erste Modulatoreinrichtung (94'') ist ausgelegt den
optischen Strahl (14) räumlich als Antwort auf eine
erste bipolare Zahl (a&sub1;&sub1;) zu modulieren und weist erste
und zweite Modulationsbereiche (170, 172) auf;
die zweite Modulatoreinrichtung (92'') ist ausgelegt
den optischen Strahl (14) als Antwort auf eine zweite
bipolare Zahl (b&sub1;&sub1;) räumlich zu modulieren und ist so
angeordnet, daß der Strahl (14) sowohl von der ersten
als auch der zweiten Modulatoreinrichtung (94'', 92'')
moduliert wird, und weist einen dritten einzelnen Modulationsbereich
auf, der den selben Teil das Strahls
moduliert, der durch die ersten und zweiten
Modulationsbereiche (170, 172) moduliert worden ist;
die Lichtdetektoreinrichtung (96'') weist zwei
Lichtdetektionsbereiche (174, 176) auf, der erste
Detektionsbereich (174) stellt ein erstes Detektorsignal als
Antwort auf von dem ersten und dritten Modulationsbereich
(170, 92'') modulierten Licht bereit und der zweite
Detektionsbereich (176) stellt ein zweites Detektorsignal
als Antwort auf Licht bereit, daß durch die zweiten und
dritten Modulationsbereiche (172, 92'') moduliert
worden ist;
eine Signalprozessoreinrichtung, bereitgestellt vier
Steuersignale (S&sub1;, S&sub2;, r&sub1;, r&sub2;) bereitzustellen, wobei
das erste Steuersignal (Si) die Summe der ersten
bipolaren Zahl (a&sub1;&sub1;) und einem ersten positiven
Vorspannungssignal (Δ&sub1;) ist, das zweite Steuersignal (S&sub2;) die
Differenz zwischen dem ersten Vorspannungssignal (Δ&sub1;)
und der ersten bipolaren Zahl (a&sub1;&sub1;) ist, das dritte
Steuersignal (r&sub1;) die Summe der zweiten bipolaren Zahl
(b&sub1;&sub1;) und einem zweiten positiven Vorspannungssignal
(Δ&sub2;) ist und das vierte Steuersignal (r&sub2;) die
Differenz zwischen dem zweiten Vorspannungssignal (Δ&sub2;) und
der zweiten bipolaren Zahl (b&sub1;&sub1;) ist;
die Steuereinrichtung ist ausgelegt, die optische
Verarbeitung der ersten und zweiten bipolaren Zahlen (a&sub1;&sub1;,
b&sub1;&sub1;) in einem ersten Zeitintervall zu steuern indem dem
ersten Steuersignal (S&sub1;) ermöglicht wird, den Strahl
(14) im ersten Modulationsbereich (170) zu modulieren,
indem dem zweiten Steuersignal (S&sub2;) ermöglicht wird den
Strahl (14) in dem zweiten Modulationsbereich (172) zu
modulieren, und indem dem dritten Steuersignal (r&sub1;)
ermöglicht wird den Strahl (14) in dem dritten
Modulationsbereich (92'') zu modulieren, und zum Steuern der
optischen Verarbeitung der ersten und zweiten bipolaren
Zahlen (a&sub1;&sub1;, b&sub1;&sub1;) in einem zweiten Zeitintervall, indem
dem zweiten Steuersignal (S&sub2;) ermöglicht wird, den
Strahl (14) in dem ersten Modulationsbereich (170) zu
modulieren, indem dem ersten Steuersignal (S&sub1;)
ermöglicht wird den Strahl (14) in dem zweiten
Modulationsbereich (172) zu modulieren, und in dem dem vierten
Steuersignal (r&sub2;) den Strahl (14) in dem dritten
Modulationsbereich (92'') zu modulieren, wobei der Grad der
Modulation der Modulationsbereiche (170, 172, 92'')
proportional zur Größe der jeweiligen Steuersignale
(S&sub1;, S&sub2;, r&sub1;, r&sub2;) ist;
eine Akkumulatoreinrichtung, die bereitgestellt ist das
in dem ersten Zeitintervall bereitgestellte erste
Detektorsignal und das in dem zweiten Zeitintervall
bereitgestellte erste Detektorsignal zu summieren, um ein
erstes Summensignal zu erhalten, und zum Summieren des
in dem ersten Zeitintervall bereitgestellten zweiten
Detektorsignals mit dem in dem zweiten Zeitintervall
bereitgestellten zweiten Detektorsignal, um ein zweites
Summensignal zu erhalten; und
einer Differenzeinrichtung, die bereitgestellt ist um
das zweite Summensignal von dem ersten Summensignal zu
subtrahieren, um ein Ausgangssignal bereitzustellen,
das direkt proportional zu dem Produkt aus der ersten
und zweiten bipolaren Zahl (a&sub1;&sub1;, b&sub1;&sub1;) ist.
4. Prozessor nach Anspruch 3, in dem das erste und zweite
Vorspannungssignal (Δ&sub1;, Δ&sub2;) gleich grob ist.
5. Der Prozessor nach Anspruch 3, in dem die Intensität
des optischen Strahls (14) proportional zu einer
dritten positiven Zahl ist, wodurch das Ausgangssignal
direkt proportional zu dem Produkt aus der ersten,
zweiten und dritten Zahl ist.
6. Ein optischer Prozessor mit wenigstens einer ersten und
und einer zweiten Modulatoreinrichtung (94''', 92''')
und mit einer Lichtdetektoreinrichtung (96''') auf
einanderfolgend in der genannten Reihenfolge angeordnet
und beleuchtet durch einen optischen Strahl (14) via
der ersten Modulatoreinrichtung (94'''), mit einer
Steuereinrichtung zum räumlichen Steuern der
Transmissivität der ersten und zweiten Modlulatoreinrichtung
(94''', 92''') als Funktion von zu verarbeitenden
Zahlen, dadurch gekennzeichnet, daß komplexe Zahlen unter
Verwendung der folgenden Anordnung verarbeitet werden:
einer Verarbeitungseinrichtung, die bereitgestellt ist,
eine erste komplexe Zahl in drei reelle positive
Komponenten α&sub1;, β&sub1; bzw. γ&sub1; und eine zweite komplexe Zahl in
drei reelle positive Komponenten α&sub2;, β&sub2; bzw. γ&sub2; zu
zerlegen;
die erste Modulatoreinrichtung (94''') ist ausgelegt,
den optischen Strahl (14) räumlich als Antwort auf die
Komponenten α&sub1;, β&sub1; γ&sub1; zu modulieren und weist erste,
zweite und dritte Modulationsbereiche (178, 180, 182)
auf;
die zweite Modulatoreinrichtung (92''') ist ausgelegt,
den aus der ersten Modulatoreinrichtung (94''')
austretenden optischen Strahl (14) als Antwort auf die
Komponenten α&sub2;, β&sub2;, γ&sub2; zu modulieren und weist vierte,
fünfte und sechste Modulationsbereiche (184, 186, 188)
auf;
die Lichtdetektoreinrichtung (96''') weist neuen
Lichtdetektionsbereiche (190, 192, 194, 196, 198, 200, 202,
204, 206) auf, der erste Detektionsbereich (190)
spricht auf in dem ersten und vierten
Modulationsbereich (178, 184) moduliertes Licht an, der zweite
Detektionsbereich (192) spricht auf in den ersten und
fünften Modulationsbereich (178, 186) moduliertes Licht
an, der dritte Detektionsbereich (194) spricht auf in
den ersten und sechsten Modulationsbereich (178, 188)
moduliertes Licht an, der vierte Detektionsbereich
(196) spricht auf in dem zweiten und vierten
Modulationsbereich (180, 184) moduliertes Licht an, der
fünfte Detektionsbereich (198) spricht auf in dem
zweiten und fünften Modulationsbereich (180, 186)
moduliertes Licht an, der sechste Detektionsbereich (200)
spricht auf in dem zweiten und sechsten
Modulationsbereich (180, 188) moduliertes Licht an, der siebte
Detektionsbereich (202) spricht auf in dem dritten und
vierten Modulationsbereich (182, 184) moduliertes Licht
an, der achte Detektionsbereich (204) spricht auf in
dem dritten und fünften Modulationsbereich (182, 186)
moduliertes Licht an und der neunte Detektionsbereich
(206) spricht auf in dem dritten und sechsten
Modulationsbereich (182, 188) moduliertes Licht an; und
einer Steuereinrichtung, die ausgelegt ist, zu
ermöglichen, daß die Komponenten α&sub1;, β&sub1; bzw. γ&sub1; den Strahl
(14) in dem ersten, zweiten bzw. dritte
Modulationsbereich (178, 180, 182) modulieren und die ermöglicht,
daß die Komponenten α&sub2;, β&sub2; bzw. γ2+t den Strahl (14) in
dem vielen, fünften bzw. sechsten Modulationsbereich
(184, 186, 188) modulieren, wobei der Grad der
Modulation in jedem Modulationsbereich (178, . . . , 182)
proportional zur Größe der jeweiligen Komponente ist.
7. Die Vorrichtung nach Anspruch 6, worin der erste,
zweite und dritte Modulationsbereich (178, 180, 182) in
der Form von aneinanderliegenden Streifen vorliegen,
die sich in eine erste Richtung erstrecken, und der
vierte, fünfte und sechste Modulationsbereich (184,
186, 188) in der Form von aneinanderliegenden Streifen
vorliegen, die sich in eine zweite Richtung senkrecht
zur ersten Richtung erstrecken.
8. Ein optischer Prozessor mit wenigstens einer ersten und
und einer zweiten Modulatoreinrichtung (94'''', 92'''')
und mit einer Lichtdetektoreinrichtung (96'''') auf
einanderfolgend in der genannten Reihenfolge angeordnet
und beleuchtet durch einen optischen Strahl (14) via
der ersten Modulatoreinrichtung (94''''), mit einer
Steuereinrichtung zum räumlichen Steuern der
Transmissivität der ersten und ,zweiten Modlulatoreinrichtung
(94'''', 92'''') als Funktion von zu verarbeitenden
Zahlen, dadurch gekennzeichnet, daß komplexe Zahlen
unter Verwendung der folgenden Anordnung multipliziert
werden:
die erste Modulatoreinrichtung (94'''') ist ausgelegt,
den optischen Strahl (14) als Antwort auf den Real- und
Imaginärteil (ar, ai) einer ersten komplexen Zahl (a)
räumlich zu modulieren und weist erste und zweite Modulationsbereiche
(209, 211) auf;
die zweite Modulatoreinrichtung (92'''') ist ausgelegt,
den aus der ersten Modulatoreinrichtung (94'''')
austretenden optischen Strahl (14) als Antwort auf den
Real- und Imaginärteil (br, bi) einer zweiten komplexen
Zahl (b) räumlich zu modulieren und weist dritte und
vierte Modulationsbereiche (213, 215) auf, wobei die
dritten und vierten Modulationsbereiche (213, 215) jeweils
Licht auffangen, das sowohl durch die ersten als
auch die zweiten Modulationsbereiche (209, 211)
moduliert worden ist;
die Lichtdetektoreinrichtung (96'''') weist vier
lichtempfindliche Detektionsbereiche (217, 219, 221, 223)
auf, der erste Detektionsbereich (217) stellt ein
erstes Detektorsignal als Antwort auf durch den ersten
und dritten Modulationsbereich (209, 213) moduliertes
Licht bereit, der zweite Detektionsbereich (219) stellt
ein zweites Detektorsignal als Antwort auf durch den
zweiten und dritten Modulationsbereich (211, 213)
moduliertes Licht bereit, der dritte Detektionsbereich
(221) stellt ein drittes Detektorsignal als Antwort auf
durch den ersten und vierten Modulationsbereich (290,
215) moduliertes Licht bereit und der vierte
Detektionsbereich (223) stellt ein viertes Detektionssignal
als Antwort auf durch den zweiten und vierten
Modulationsbereich (211, 215) moduliertes Licht bereit;
eine Signalverarbeitungseinrichtung ist bereitgestellt,
um Lichtsteuersignale (t&sub1;, t&sub2;, u&sub1;, u&sub2;, v&sub1;, v&sub2;, w&sub1;, w&sub2;)
bereit zu stellen, wobei das erste Steuersignal (t&sub1;)
die Summe des Realteils (ar) der ersten komplexen Zahl
(a) und einem ersten positiven Vorspannungssignal (Δ&sub3;)
ist, das zweite Steuersignal (t&sub2;) die Differenz
zwischen dem ersten Steuersignal (Δ&sub3;) und dem Realteil
(a&sub3;) der ersten komplexen Zahl (a) ist, das dritte
Steuersignal (u&sub1;) die Summe des Imaginärteils (ai) der
ersten komplexen Zahl (a) und dem ersten
Vorspannungssignal (Δ&sub3;) ist, das vierte Steuersignal (u&sub2;) die
Differenz zwischen dem ersten Vorspannungssignal (Δ&sub3;) und
dem Imaginärteil (ai) der ersten komplexen Zahl (a)
ist, das fünfte Steuersignal (v&sub1;) die Summe des
Realteils (br) der zweiten komplexen Zahl (b) und einem
zweiten positiven Vorspannungssignal (Δ&sub4;) ist, das
sechste Steuersignal (v&sub2;) die Differenz zwischen dem
zweiten Vorspannungssignal (Δ&sub4;) und dem Realteil (br)
der zweiten komplexen Zahl (b) ist, das siebte
Steuersignal (w&sub1;) die Summe des Imaginärteils (bi) der
zweiten komplexen Zahl (b) und dem zweiten zweiten
Vorspannungssignal (Δ&sub4;) ist, und das achte Steuersignal (w&sub1;)
die Differenz zwischen dem zweiten Vorspannungssignal
(Δ&sub4;) und dem Imaginärteils (bi) der zweiten komplexen
Zahl (b) ist;
die Steuereinrichtung ist ausgelegt, die optische
Verarbeitung der ersten und zweiten komplexen Zahl (a, b)
in einem ersten Zeitintervall zu steuern, in dem dem
ersten, zweiten, achten und siebten Steuersignal (t&sub1;,
t&sub2;, w&sub1;, w&sub2;) ermöglicht wird, den ersten, zweiten,
dritten bzw. vierten Modulationsbereich (209-215) zu
modulieren, zum Steuern der Verarbeitung der komplexen
Zahlen (a, b) in einem zweiten Zeitintervall, in dem
dem zweiten, ersten, siebten und achten Steuersignal
(t&sub2;, t&sub1;, w&sub1;, w&sub2;) ermöglicht wird, den ersten, zweiten,
dritten bzw. vierten Modulationsbereich (209-215) zu
modulieren, zum Steuern der Verarbeitung der komplexen
Zahlen (a, b) in einem dritten Zeitintervall, in dem
dem dritten, vierten, sechsten und fünften Steuersignal
(u&sub1;, u&sub2;, v&sub1;, v&sub2;) ermöglicht wird, den ersten, zweiten,
dritten bzw. vierten Modulationsbereich (209-215) zu
modulieren, und zum Steuern der Verarbeitung der
komplexen Zahlen (a, b) in einem vierten Zeitintervall, in
dem dem vierten, dritten, fünften und sechsten
Steuersignal (u&sub1;, u&sub2;, v&sub1;, v&sub2;) ermöglicht wird, den ersten,
zweiten, dritten bzw. vierten Modulationsbereich (209-
215) zu modulieren;
einer Akkumulatoreinrichtung, die bereitgestellt ist,
das in jedem der vier Zeitintervalle bereitgestellte
erste Detektorsignal aufzusummieren, um ein erstes
Summensignal zu erhalten, das in jedem der vier
Zeitintervalle bereitgestellte zweite Detektorsignal
aufzusummieren, um ein zweites Summensignal zu erhalten, das in
jedem der vier Zeitintervalle bereitgestellte dritte
Detektorsignal aufzusummieren, um ein drittes
Summensignal bereitzustellen und das in jedem der vier
Zeitintervalle vierte Detektorsignal aufzusummieren, um ein
viertes Summensignal bereitzustellen; und
einer Differenzeinrichtung, die bereitgestellt ist, das
zweite Summensignal von dem ersten Summensignal zu
subtrahieren, um ein Ausgangssignal bereit zu stellen, das
direkt proportional zu dem Realteil des Produkts der
zwei komplexen Zahlen (a, b) ist, und zum Subtrahieren
des vierten Summensignals von dem dritten Summensignal,
um ein zweites Ausgangssignal bereit zu stellen, das
direkt proportional zu dem Imaginärteil des Produkts
der zwei komplexen Zahlen (a, b) ist.
9. Prozessor nach Anspruch 8, in dem das erste und zweite
Vorspannungssignal (Δ&sub3;, Δ&sub4;) gleich groß sind.
10. Prozessor nach Anspruch 8, in dem die Intensität des
optischen Strahls (14) proportional zu einer dritten
positiven Zahl ist, wobei das erste Ausgangssignal
direkt proportional zu dem Realteilprodukt der ersten,
zweiten und dritten Zahl und das zweite Ausgangssignal
direkt proportional zu dem Imaginärteilprodukt der
ersten, zweiten und dritten Zahl sind.
11. Ein optischer Prozessor mit wenigstens einer ersten und
und einer zweiten Modulatoreinrichtung (94'''', 92'''')
und mit einer Lichtdetektoreinrichtung (96'''')
aufeinanderfolgend in der genannten Reihenfolge angeordnet
und beleuchtet durch einen optischen Strahl (14) via
der ersten Modulatoreinrichtung (94''''), mit einer
Steuereinrichtung zum räumlichen Steuern der
Transmissivität der ersten und zweiten Modulatoreinrichtung
(94'''', 92'''') als Funktion von zu verarbeitenden
Zahlen, dadurch gekennzeichnet, daß komplexe Zahlen
unter Verwendung der folgenden Anordnung multipliziert
werden:
einer Verarbeitungseinrichtung zum Zerlegen der ersten
komplexen Zahl in drei reelle, positive Vektoren α&sub1;, β&sub1;
bzw. γ&sub2; und zum Zerlegen einer zweiten komplexen Zahl
in drei reelle, positive Vektoren α&sub2;, β&sub2; bzw. γ&sub2;;
die erste Modulatoreinrichtung (94'''') ist ausgelegt,
den optischen Strahl (14) als Antwort auf die Vektoren
α&sub1;, β&sub1;, γ&sub1; räumlich zu modulieren und weist erste,
zweite und dritte Modulationsbereiche (208, 210, 212)
auf;
die zweite Modulatoreinrichtung (92'''') ist ausgelegt,
den optischen Strahl (14) in Antwort auf die Vektoren
α&sub2;, β&sub2;, γ&sub2; räumlich zu modulieren und weist einen
vierten einzelnen Modulationsbereich auf;
die Lichtdetektoreinrichtung (96'''') weist drei
Lichtdetektionsbereiche (214, 216, 218) auf, der erste
Detektionsbereich (214) spricht auf von dem ersten und
vierten Modulationsbereich (208, 92'''') moduliertes
Licht an, der zweite Detektionsbereich (216) spricht
auf von dem zweiten und vierten Modulationsbereich
(210, 92'''') moduliertes Licht an, und der dritte
Detektionsbereich (218) spricht auf von dem dritten und
vierten Modulationsbereich (212, 92'''') moduliertes
Licht an; und
die Steuereinrichtung ist ausgelegt, die optische
Verarbeitung der komplexen Zahlen in einem ersten
Zeitintervall zu steuern, indem den Vektoren α&sub1;, β&sub1;, γ&sub1;
ermöglicht wird, den Strahl (14) in dem ersten, zweiten
bzw. dritten Modulationsbereich (208, 210, 212) zu
modulieren, indem dem Vektor α&sub2; ermöglicht wird, den
Strahl (14) in dem vierten Modulationsbereich (92'''')
zu modulieren, zum Steuern der optischen Verarbeitung
der komplexen Zahlen in einem zweiten Zeitintervall,
indem den Vektoren α&sub1;, β&sub1; und γ&sub1; ermöglicht wird den
Strahl (14) in dem dritten, ersten bzw. zweiten
Modulationsbereich (212, 208, 210) zu modulieren und dem
Vektor α&sub2;, β&sub2;, γ&sub2; zu ermöglichen den vierten
Modulationsbereich (92'''') zu modulieren, wobei der Grad der
Modulation des ersten bis vierten Modulationsbereichs
(208, 210, 212, 92'''') proportional zu der Größe des
jeweiligen Vektors ist, der diesen Bereich moduliert.