Die Erfindung bezieht sich auf ein Heizreaktorsystem, insbesondere
für Leichtwasserreaktoren, mit einem ersten Wärmetauscher und einem zweiten Wärmetauscher,
die über einen Zwischenkreislauf für ein Sekundärkühlmittel miteinander verbunden
sind, und mit einer Nachwärmeabfuhr-Schaltung, welche einen Nachwärmeabfuhr-Kühler
enthält, welche über Kühler-Anschlußleitungen in Form von Zuströmleitungen und
Rückströmleitungen an den Zwischenkreislauf angeschlossen ist und in deren Kühler-Anschlußleitungen
wenigstens ein Durchsatz-Stellorgan eingefügt ist.
Ein solches Heizreaktorsystem ist bekannt und dargestellt in der
Zeitschrift "Nuclear Europe", 11-12/1987, Seiten 28 bis 30, in Fig. 3 der Seite
29, wobei allerdings die Nachwärmeabfuhr-Kühler, insbesondere Luftkühler, nicht
direkt an die Stränge des Zwischenkreislaufes angeschlossen sind, sondern mittelbar
über einen Zwischenwärmetauscher. Der Zwischenwärmetauscher seinerseits ist über
eine Vorlauf-und über ein Rücklaufleitung, in welchen Absperrventile angeordnet
sind, an den heißen bzw. an den kalten Sekundärkühlmittelstrang des Zwischenkreislaufes
angeschlossen. Das bekannte Heizreaktorsystem ist für eine thermische Leistung
von 5 MW vorgesehen.
Die vorliegende Erfindung befaßt sich mit Heizreaktorsystemen im
thermischen Leistungsbereich von ca. 5 bis 200 MW. Sie geht von der Überlegung
aus, daß bei einem solchen Heizreaktorsystem alle Untersysteme möglichst einfach
aufgebaut sein müssen, ohne daß irgendwelche Einbußen an Sicherheit damit verbunden
wären. Befinden sich in einer Nachwärmeabfuhr-Schaltung Ventile oder Antriebspumpen,
so schlagen solche Aggregate nicht nur mit ihrem eigentlichen Preis, sondern zusätzlich
mit ihrer Stromver sorgung (eventuell Notstromversorgung) und ihrer Überwachung
zu Buche. Darüber hinaus müssen sicherheitsrelevante Schaltorgane redundant ausgeführt
sein.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ausgehend
von einem Heizreaktorsystem gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 1, die Nachwärmeabfuhr-Schaltung
so auszubilden, daß man zum Umschalten von Normalbetrieb des Heizreaktors auf Nachwärmeabfuhr-Betrieb
ohne die Absperr- oder Stellventile der herkömmlichen Bauart auskommt, d.h. ohne
Ventile, die sogenannte Ventilkegel oder Verschlußstücke aufweisen, die mit einem
Ventilstößel oder dergleichen mechanisch gegen einen Ventilsitz gepreßt werden
(Schließstellung) bzw. von diesem Sitz abgehoben werden (Offenstellung). Die Umschaltung
der Kernkühlung von Normalbetrieb auf Nachwärmeabfuhr-Betrieb soll vielmehr ohne
solche Armaturen möglich sein, derart, daß eine sogenannte passive und zugleich
inhärent sichere Nachwärmeabfuhr-Schaltung vorliegt, d.h. andersartig zum bekannten
Heizreaktorsystem nach "Nuclear Europe", wo im Nachwärmeabfuhrfall das Sekundärmedium
des Zwischenkreislaufes durch das Öffnen von herkömmlichen Ventilen über die Nachwärmeabfuhr-Kühler
geführt wird.
Erfindungsgemäß wird die gestellte Aufgabe bei einem Heizreaktorsystem
mit Nachwärmeabfuhr-Schaltung der vorstehend definierten Art dadurch gelöst, daß
als Durchsatz-Stellorgan ein Wirbelkammerventil vorgesehen ist.
Wirbelkammerventile sind rein fluidische Elemente, die ausschließlich
aufgrund von Strömungseffekten arbeiten, keine beweglichen Teile besitzen und keine
systemexterne Hilfsenergie benötigen. Man vergleiche hierzu den Aufsatz "Konstruktion
und Leistung von Wirbelgeräten" von H. Brombach in der Zeitschrift "messen - steuern
- regeln", VEB Verlag Technik, Berlin, Heft 11, November 1978, S. 638 - 642, insbesondere
Seiten 641 und 642.
Vorteilhafte Weiterbildungen des Gegenstandes des Patentanspruchs
sind in den Patentansprüchen 2 bis 7 angegeben.
Der mit der Erfindung erzielbare Vorteil ist vor allem darin zu sehen,
daß sogenannte Motorarmaturen (fernsteuerbare, motorangetriebene Ventile) oder andere
herkömmliche Verschlußstück und Ventilsitz aufweisende Ventile in Mehrfachanordnung
entfallen können; die Nachwärmeabfuhrschaltung mit dem Wirbelkammerventil sorgt
für die automatische, inhärent sichere Umschaltung ohne mechanisch bewegte Teile
auf hydraulischem bzw. fluidischem Wege.
Demäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besitzt bei
einem Heizreaktorsystem mit einer Pumpe im Zwischenkreislauf das Wirbelkammerventil
einen Versorgungsanschluß, einen Steueranschluß und einen Auslaßanschluß, wobei
der Versorgungsanschluß an den heißen Strang, der Auslaßanschluß über den Nachwärmeabfuhr-Kühler
an den kalten Strang und der Steueranschluß auf der Druckseite der Pumpe ebenfalls
an den kalten Strang des Zwischenkreislaufs angeschlossen ist. Dadurch erfolgt bei
Stillsetzen der Pumpe im Zwischenkreislauf durch das Wirbelkammerventil die automatische
Umschaltung auf Nachwärmeabfuhr-Betrieb nach dem Naturumlaufprinzip. Das Wirbelkammerventil
wird zu diesem Zweck vorteilhaft in die Zuströmleitung des Nachwärmeabfuhr-Kühlers
eingefügt. Nach weiteren vorteilhaften Ausführungsformen ist der erste Wärmetauscher
im Wasservolumen mit Abstand oberhalb zur Kernoberkante angeordnet und primärseitig
vom Primärkühlmittel aufheizbar und sind die sekundärseitigen, an die wärmetauschenden
Rohre des ersten Wärmetauschers angeschlossenen Leitungen des Zwischenkreislaufs
durch die Wand des Reaktordruckbehälters nach außen hindurchgeführt. Will man den
Deckel des Reaktordruckbehälters von solchen Leitungsdurchführungen frei halten,
so ist es zweckmäßig, daß die sekundärseitigen, an die wärmetauschenden Rohre des
ersten Wärmetauschers angeschlossenen Leitungen durch die Mantelwand des Reaktordruckbehälters
unterhalb des Deckelflansches hindurchgeführt sind.
Die Anordnung für den Reaktordruckbehälter des Heizreaktorsystems
und die ersten und zweiten Wärmetauscher kann noch kompakter dadurch gestaltet
werden, daß auch der zweite Wärmetauscher in integrierter Bauweise innerhalb des
vom Reaktordruckbehälter umschlossenen Raumes, vorzugsweise innerhalb des Dampfplenums,
angeordnet ist. In diesem Falle sind zweckmäßigerweise eine Vorlaufleitung sowie
eine Rücklaufleitung, welche an die wärmetauschenden Rohre des zweiten Wärmetauschers
angeschlossen sind, durch die Wand des Reaktordruckbehälters nach außen hindurchgeführt
und an ein externes Heiznetz angeschlossen. Auch für die Leitungsdurchführung der
Vorlauf- und Rücklaufleitung ist es zur Freihaltung des Reaktordruckbehälter-Deckels
zweckmäßig, diese Leitungen durch die Mantelwand des Reaktordruckbehälters unterhalb
des Deckelflansches hindurchzuführen.
Gegenstand der Erfindung ist auch ein Heizreaktorsystem, insbesondere
für Leichtwasserreaktoren, gemäß Patentanspruch 8, mit einem ersten Wärmetauscher
und einem zweiten Wärmetauscher, die über einen Zwischenkreislauf für Sekundärkühlmittel
miteinander verbunden sind, und mit den weiteren Merkmalen einer Nachwärmeabfuhr-Schaltung,
welche einen Nachwärmeabfuhr-Kühler enthält und welche über Kühler-Anschlußleitungen
in Form einer Zuströmleitung und einer Rückstromleitung an die Sekundärseite eines
im Reaktordruckbehälter angeordneten Wärmetauschers angeschlossen ist, wobei in
die Kühler-Anschlußleitungen ein Wirbelkammerventil als Durchsatz-Stellorgan eingefügt
ist und wobei der Wärmetauscher ein Dampfkondensator ist, welcher im Dampfplenum
des Reaktordruckbehälters angeordnet ist.
Auch durch dieses Heizreaktorsystem wird die eingangs erläuterte,
der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen eines
solchen Heizreaktorsystems sind in den Patentansprüchen 9 bis 11 beschrieben. Ein
solches Heizreaktorsystem ist bevorzugt für kleinere Heizreaktoren im Leistungsbereich
der thermischen Reaktorleistung zwischen ca. 5 und 50 MW geeignet, wogegen das
Heizreaktorsystem nach den Patentansprüchen 1 bis 7 für Heizreaktoren mittlerer
und größerer Leistung im thermischen Leistungsbereich von insbesondere 50 bis 200
MW geeignet ist. Auch bei dieser Ausführungsform des Heizreaktorsystems wird zweckmäßigerweise
der zwischen Steueranschluß und Auslaßanschluß gebildete interne steuerbare Strompfad
des Wirbelkammerventils in die Zuströmleitung des Nachwärmeabfuhr-Kühlers eingefügt.
Zur Steuerung des Wirbelkammerventils bieten sich bei dieser Ausführung
des Heizreaktorsystems zwei vorteilhafte Möglichkeiten an. Gemäß der einen Ausführung
ist vorgesehen, daß in die Rücklaufleitung eines externen Heiznetzes eine einstellbare
Drossel eingefügt ist, mit deren Druckseite eine zum Steueranschluß des Wirbelkammerventils
führende Steuerleitung verbunden ist, und daß die Rückstromleitung des Nachwärmeabfuhr-Kühlers
mit einem Leitungszweig an die der Druckseite abgewandte Seite der Drossel angeschlossen
ist. Hierbei erfolgt die automatische Umschaltung auf Nachwärmeabfuhr-Betrieb durch
das Wirbelkammerventil, wenn die im externen Heiznetz normalerweise arbeitende
Pumpe abgestellt wird.
Gemäß der zweiten vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, daß
eine in einem Steuerstrompfad liegende Steuerstrompumpe über eine Saugleitung an
die Rückströmleitung und über eine Druckleitung an den Steueranschluß des Wirbelkammerventils
angeschlossen ist, wobei durch die Steuerstrompumpe im Normalbetrieb des Heizreaktors
ein den internen steuerbaren Strompfad des Wirbelkammerventils absperrender oder
stark drosselnder Steuerdruck erzeugbar ist und wobei Mittel zur Stillsetzung der
Pumpe bei Abschaltung des Heizreaktors vorgesehen sind. Die Pumpe ist hierbei
ein sogenannter Dauerläufer kleinerer Leistung, und sie ist nur zum Zwecke der
Druckerzeugung für den Steuerstrom vorgesehen. Die Mittel zur Stillsetzung der
Pumpe bei Abschaltung des Heizreaktors können bevorzugt dadurch verwirklicht werden,
daß man die Stromversorgung für den die Steuerstrompumpe antreibenden Motor unterbricht,
wenn die Steuerstäbe des Heizreaktors in ihre Abschaltstellung gelangen (in den
Reaktorkern vollständig eingefahrene Position).
Gegenstand der Erfindung ist auch die Verwendung der Nachwärmeabfuhr-Schaltung
mit Wirbelkammerventil, wie sie in den Patentansprüchen 1 bis 7 im Rahmen einer
ersten grundsätzlichen Ausführungsform des Heizreaktorsystems definiert ist, zur
Abfuhr der Nachzerfallswärme bei einem Siedewasser-Kernreaktor oder einem Druckwasser-Kernreaktor,
die zur Erzeugung von Treibdampf für einen Dampfturbosatz dienen. Bei einem Heizreaktor
herrscht im Reaktordruckbehälter normalerweise ein Druck von ca. 15 bar, bei einem
Siedewasser-Kernreaktor ein Druck von ca. 70 bar und bei einem Druckwasser-Kernreaktor
ein Druck von ca. 150 bar. Wegen des höheren Betriebsdruckes im Reaktordruckbehälter
sind die Wandstärken dieses Behälters sowie auch die Wandstärken der daran angeschlossenen
Rohrleitungen und Komponenten, die diesem Druck ausgesetzt sind, größer. Dies muß
berücksichtigt werden, wenn man zum Zwecke der Nachwärmeabfuhr einen Wärmetauscher
oder mehrere Wärmetauscher im Inneren eines Kernreaktor-Druckbehälters unterbringt
und die sekundärseitigen Leitungen dieses Wärmetauschers durch die Wand des Reaktordruckbehälters
nach außen hindurchführt sowie als Zuströmleitung und Rückströmleitung an einen
Nachwärmeabfuhr-Kühler zusammen mit einem zugehörigen Wirbelkammerventil anschließt.
Zwei vorteilhafte Ausführungsformen für die Verwendung nach Patentanspruch 12 sind
in den Patentansprüchen 13 und 14 beschrieben.
Ist gemäß Patentanspruch 8 für die Nachwärmeabfuhr-Schaltung eines
Heizreaktorsystems ein Dampfkondensator vorgesehen und wird dabei zur Erzeugung
des Steuerdruckes für den Steuerstromanschluß des Wirbelkammerventils eine gesonderte
kleine Pumpe als sogenannter Dauerläufer gemäß Patentanspruch 11 eingesetzt, so
ergibt sich für diese Ausführung eine weitere vorteilhafte Verwendung gemäß Patentanspruch
15 zur Abfuhr der Nachzerfallswärme bei einem Siedewasser-Kernreaktor oder einem
Druckwasser-Kernreaktor, die zur Erzeugung von Treibdampf für einen Dampf turbosatz
dienen. Für diese Verwendung gilt das im Zusammenhang mit dem Patentanspruch 12
Gesagte sinngemäß, was die Druckniveaus und Wandstärken betrifft.
Zur weiteren Erläuterung des Erfindungsgegenstandes und seiner weiteren
Vorteile wird im folgenden auf die Figuren 1 bis 9 der Zeichnung Bezug genommen,
in welcher mehrere Ausführungsbeispiele sowie der grundsätzlicher Aufbau und die
Funktion eines Wirbelkammerventils dargestellt sind. Darin zeigen in vereinfachter
Darstellung:
- FIG 1 ein dreisträngiges Heizreaktorsystem in vereinfachter Darstellung, wobei
jeder der drei Stränge im Zwischenkreislauf über ein Wirbelkammerventil im Notkühlfall
automatisch mit einem Nachwärmeabfuhr-Kühler verbunden werden kann (erstes Ausführungsbeispiel);
- FIG. 2 das Detail eines einzigen Stranges für den Zwischenkreislauf und den
daran angeschlossenen Nachwärmeabfuhr-Zweig mit Wirbelkammerventil und Nachwärmeabfuhr-Kühler,
wobei die verstärkt ausgezogenen Leitungen den Weg des Sekundärkühlmittels im
Normalbetrieb symbolisieren und der Reaktordruckbehälter etwas anders dargestellt
ist als in FIG 1;
- FIG. 3 den Gegenstand nach FIG. 2 im Nachwärmeabfuhr-Betrieb, wobei das Wirbelkammerventil
durchgeschaltet ist und auch hier die verstärkt ausgezogenen Leitungen den Weg
des sekundären Kühlmittels symbolisieren;
- FIG. 4 perspektivisch-schematisch ein Wirbelkammerventil mit drei Leitungsstutzen
für die Steuer-, die Versorgungs- und die Auslaßleitung;
- FIG. 5 ein Strömungsbild für das Wirbelkammerventil nach FIG. 4;
- FIG. 6 ein übliches Schaltbild für das Wirbelkammerventil nach FIG. 4;
- FIG. 7 ein zweites Ausführungsbeispiel für ein Heizreaktorsystem nach der Erfindung,
wobei der Zwischenkreislauf dreistrangig, der Nachwärmeabfuhr-Zweig jedoch aus Vereinfachungsgründen
wie in FIG 2 und FIG 3 nur einsträngig dargestellt sind;
- FIG 8 ein drittes Ausführungsbeispiel für ein Heizreaktorsystem nach der Erfindung,
welches aus Vereinfachungsgründen wieder nur einsträngig dargestellt ist und bei
dem der zweite Wärmetauscher sich innerhalb des Reaktordruckbehälters befindet,
ebenso wie ein Dampfkondensator, an welchen der Nachwärmeabfuhr-Zweig im Notkühlfall
über ein Wirbelventil anschließbar ist;
- FIG 9 eine Variante zum Ausführungsbeispiel nach FIG 8 im Ausschnitt, wobei
zur Erzeugung des Steuerstromdruckes für das Wirbelkammerventil ein Steuerstrompfad
mit gesonderter Steuerstrompumpe vorgesehen ist.
Das Heizreaktorsystem nach Figur 1 zeigt einen als Ganzes mit HR
bezeichneten atomaren Heizreaktor mit Reaktordruckbehälter 1, Reaktorkern 2 und
darin im Naturumlauf umgewälztem Primärkühlmittel in Form von leichtem Wasser, dessen
Volumen 3 den Reaktorkern 2 umgibt und dessen Wasserspiegel 3.0 mit Abstand a1 zur
und oberhalb der Kernoberkante 2.0 sich befindet. Wie die Strömungslinien F1 mit
den Strömungspfeilen f1 es zeigen, strömt das Primärkühlmittel im Naturumlauf ohne
besondere Umwälzpumpen, obwohl die Erfindung auf eine solche Naturumlauf-Ausführung
nicht beschränkt ist; es könnten zur Vergrößerung der pro Zeiteinheit umgewälzten
Primärkühlmittelmenge auch interne oder externe Umwälzpumpen eingesetzt sein. Der
Reaktorkern besteht, wie üblich, aus langgestreckten Brennelementen, wobei in und
gegebenenfalls zwischen den Brennelementen vertikale, in axialer Richtung der
Brennelemente verlaufende Kühlkanäle vorgesehen sind, durch welche das Primärkühlmittel
von unten nach oben hindurchströmt, wobei es sich erwärmt und - da nun spezifisch
leichter - aufgrund von Auftriebskräften nach oben durch die Primärseite von ersten
Wärmetauschern 4 hindurchströmt.
Diese Wärmetauscher 4 sind bevorzugt, wie dargestellt, im Wasservolumen
3 angeordnet und werden, wie erwähnt, primärseitig vom Primärkühlmittel durchströmt
und aufgeheizt. Sekundärseitig werden diese ersten Wärmetauscher 4 innerhalb der
schematisch dargestellten wärmetauschenden Rohre 4.1 gemäß Pfeilrichtung f2 von
dem durch wenigstens eine Pumpe 5 umgewälzten Sekundärkühlmittel eines Zwischenkreislaufes
ZK durchströmt. Es sind drei erste Wärmetauscher 4 und dementsprechend drei daran
angeschlossene Stränge zk1, zk2 und zk3 des Zwischenkreislaufes ZK mit je einer
Umwälzpumpe 5 für das Sekundärkühlmittel und je einem zweiten Wärmetauscher 6 dargestellt.
Zur Funktion des Heizreaktorsystems HR ist es erforderlich, daß mindestens
ein erster Wärmetauscher 4 mit mindestens einem der Stränge zk1 bis zk3 und einem
der zweiten Wärmetauscher 6 sowie einer zugehörigen Umwälzpumpe 5 vorgesehen ist;
dargestellt ist eine Dreifach-Anordnung, um zu demonstrieren, daß je nach Größe
eines angeschlossenen externen Heiznetzes HN und der abverlangten Wärmemengen der
Zwischenkreislauf ZK nicht nur einen, sondern zwei, drei oder noch mehr Stränge
aufweisen kann, wodurch auch die Baugröße des Reaktordruckbehälters 1 beeinflußt
wird.
Die zweiten Wärmetauscher 6 werden also primärseitig vom Sekundärkühlmittel
aufgeheizt; ihre wärmetauschenden Rohre bzw. Rohrschlangen sind wiederum schematisch
dargestellt und mit 6.1 bezeichnet. Auf ihrer Sekundärseite werden sie von dem tertiären
Kühlmittel des Heiznetzes HN durchströmt; sie sind zu diesem Zweck sekundärseitig
an Vorlaufleitungen 7a, 7b, 7c angeschlossen, welche im Verzweigungspunkt 7.1 zur
gemeinsamen Vorlaufleitung 7 zusammengefaßt sind, und sie sind auf ihrer Rücklaufseite
jeweils an Heiznetz-Rücklaufleitungen 8a, 8b, 8c angeschlossen, welche sich von
der gemeinsamen oder Hauptrücklaufleitung 8 auf die einzelnen zweiten Wärmetauscher
6 aufteilen. Die einzelnen Sstränge zk1 bis zk3 des Zwischenkreislaufes ZK weisen
jeweils einen heißen Sekundärkühlmittelstrang 9.1 und einen kalten Sekundärkühlmittelstrang
9.2 auf. Der heiße Strang 9.1 verbindet die Sekundärseite (oder den Auslaß) der
wärmetauschenden Rohre 4.1 der ersten Wärmetauscher 4 mit der Zuströmseite bzw.
den Einlässen der wärmetauschenden Rohre 6.1 des zweiten Wärmetauschers 6. Der
kalte Sekundärkühlmittelstrang 9.2 verläuft jeweils vom Auslaß der wärmetauschenden
Rohre 6.1 des zweiten Wärmetauschers 6 über die Umwälzpumpe 5 bis zum Einlaß der
wärmetauschenden Rohre 4.1 des ersten Wärmetauschers 4.
An die Zwischenkreislauf-Stränge zk1, zk2 und zk3 des Zwischenkreislaufes
ZK sind jeweils Nachwärmeabfuhr-Kühler 10a, 10b bzw. 10C mit ihren Zuströmleitungen
11 und Rückströmleitungen 12 angeschlossen, wobei die genannten Kühler 10a, 10b,
10C als Ganzes mit Nachwärmeabfuhr-Kühler 10 bezeichnet sind. Die Nachwärmeabfuhr-Kühler
10 bzw. 10a, 10b, 10C sind bevorzugt als Luftkühler ausgeführt, wie schematisch
dargestellt. Ihre Zuströmleitung 11 ist jeweils an den heißen Strang 9.1 über
den internen, steuerbaren Strompfad s0-e0 eines Wirbelkammerventils WV angeschlossen,
dessen hydraulischer Anschluß c0 für den Steuerstrom über die Steuerstromleitung
13 an den kalten Sekundärkühlmittelstrang 9.2 ("kalter Strang") auf der Druckseite
der Pumpe 5 des Zwischenkreislaufes ZK angeschlossen ist. Die Rückströmleitung
12 der Nachwärmeabfuhr-Kühler 10 ist jeweils an den kalten Strang 9.2 der Zwischenkreislauf-Stränge
zk1, zk2, zk3 auf der Druckseite der Pumpe 5 angeschlossen. Die Funktion der Wirbelkammerventile
WV wird weiter unten anhand von Figur 2 und 3 näher erläutert. Wenn der Heizreaktor
HR abgeschaltet oder heruntergefahren wird (zu diesem Zweck werden nicht dargestellte
Absorber- oder Steuerstäbe in den Reaktorkern 2 eingefahren), dann haben die Nachwärmeabfuhrkühler
10 die Aufgabe, die sogenannte Nachzerfallswärme des Heizreaktors HR abzuführen.
Dabei wird unterstellt, daß vom externen Heiznetz HN keine Wärme mehr abverlangt
wird und die Pumpen 5 nicht mehr laufen. Dies kann der Fall sein, wenn der Heizreaktor
HR inspiziert wird dessen Brennelemente umgesetzt oder ausgetauscht werden, wenn
durch eine Störung der Heizreaktor HR abgeschaltet wird, oder z.B. dann, wenn
im externen Heiznetz HN Änderungs-, Inspektions- oder Reparaturarbeiten ausgeführt
werden.
Der Reaktordruckbehälter 1 ist von einem Reaktorsicherheitsbehälter
130 umgeben, wie durch eine gestrichelte Linie schematisch angedeutet. Bei einer
eventuellen Leckage des Reaktordruckbehälters 1 wird das Leckwasser im Sicherheitsbehälter
130 aufgefangen, wobei das Wasservolumen 3 so groß gewählt ist, daß bei gleichem
Flüssigkeitsstand in den Behältern 1 und 130 der Reaktorkern 2 noch bedeckt ist.
Oberhalb des Wasserspiegels 3 befindet sich das Dampfplenum 14. Durch die strichpunktierte
Umfassungslinie 15 ist angedeutet, welche der Komponenten und Rohrleitungen des
dargestellten Heizreaktorsystems von einem Betonmantel des Reaktorgebäudes umschlossen
oder unterirdisch in Betongebäuden untergebracht sind, wobei diese Betongebäude
durch schwere Betondecken nach außen abgedeckt und auch gegen Flugzeugabsturz
abgesichert sind.
Die vorliegende Erfindung befaßt sich insbesondere mit einem Heizreaktorsystem
im thermischen Leistungsbereich von ca. 5 bis 200 MN. Bei einem solchen Heizreaktorsystem
müssen alle Untersysteme möglichst einfach aufgebaut sein.
In Figur 2 ist das Heizreaktorsystem mit nur einem einsträngigen Zwischenkreislauf
ZK der besseren Übersichtlichkeit wegen dargestellt; es versteht sich, daß zwei,
drei oder mehr Stränge zk1, zk2 usw. (vgl. Figur 1) vorgesehen sein könnten. Funktionsmäßig
gleiche Teile zu Figur 1 sind in Figur 2 und auch den folgenden Figuren mit den
selben Bezugszeichen bezeichnet.
Zusätzlich zur Darstellung in Figur 1 sind in den Figuren 2 und 3
für den kalten Strang 9.2 noch Bezugszeichen für einen Leitungsabschnitt 9.21 zwischen
dem zweiten Wärmetauscher 6 und der Pumpe 5, für einen Leitungsabschnitt 9.22 zwischen
Pumpe 5 und einem Verzweigungspunkt 16 und für einen Leitungsabschnitt 9.23 zwischen
dem Verzweigungspunkt 16 und dem ersten Wärmetauscher 4 eingetragen. Schon aus
Figur 1 ist zu erkennen, daß es dort herkömmliche Ventile zur Umschaltung auf Notkühlbetrieb
nicht gibt; Figur 2 zeigt detaillierter, daß die jeweiligen Durchsatz-Stellorgane
für den Nachwärmeabfuhr-Zweig 10, 11, 12 als ein Wirbelkammerventil WV ausgebildet
sind, welches einen hydraulischen Anschluß sO für den Versorgungsstrom s1, einen
Anschluß c0 für den Steuerstrom c1 und einen Anschluß e0 für den Auslaßstrom e1
aufweist. Dabei ist der interne, steuerbare Strompfad s0-e0 über den zugehörigen
Zuström-Leitungsabschnitt 11.1 der Zuströmleitung 11 des Kühlers 10 an der Verzweigungsstelle
17 an den heißen Strang 9.1 des Zwischenkreislaufs ZK angeschlossen, und der hydraulische
Anschluß c0 für den Steuerstrom c1 ist an der Verzweigungsstelle 18 an die Druckseite
der Pumpe 5 des Zwischenkreislaufes angeschlossen.
Ein einzelnes solches Wirbelkammerventil WV ist zum besseren Verständnis
schematisch in Figur 4 bis 6 dargestellt. Seine hydraulischen Anschlüsse s0, c0
und e0 und Fluidströme, nämlich Versorgungsstrom s1, Steuerstrom c1 und Auslaßstrom
e1, sind genauso wie in Figur 2 bezeichnet. Das in Figur 4 beispielsweise dargestellte
radiale Wirbelkammerventil WV (es gibt auch axiale und konische Wirbelventile)
besteht aus einem flach-hohlzylindrischen Wirbelkammer-Gehäuse 19, welches in seinem
Inneren eine Wirbelkammer 19&min; enthält, einen radial in die Wirbelkammer 19&min;
einmündenden Anschlußstutzen für den Versorgungsstrom s1 oder Versorgungsanschluß
s0, einem tangential in die Wirbelkammer 19&min; einmündenden Anschlußstutzen für
den Steuerstrom c1 oder Steueranschluß c0 und einem axial in Bezug auf die Rotationsachse
des Gehäuses 19 oder die Wirbelkammer 19&min; angeordneten Anschlußstutzen für
den Auslaßstrom e0 oder Auslaßanschluß e0. Der Auslaß anschluß e0 kann Düsen- bzw.
Venturidüsen-artig ausgebildet sein, wie dargestellt, um den Druckverlust möglichst
klein zu halten. Der durch den radial angeordneten Versorgungsanschluß s0 zugeführte,
gestrichelt dargestellte Versorgungsstrom s1 verläßt die Wirbelkammer 19&min; durch
den axialen Auslaßanschluß e0, wobei zunächst unterstellt wird, daß noch kein Steuerstrom
c&sub1; fließt. Dann ist die Drosselwirkung dieses Wirbelkammerventils WV relativ
gering, und es gilt s1 = e1. Wird nun ein Steuerstrom c1, dessen Steuerdruck etwa
um 5 bis 10 % höher ist als der Druck des Versorgungsstromes s1, durch den tangentialen
Steueranschluß c0 geschickt, so wird mit zunehmender Steuerstrommenge auch eine
zunehmend intensive Drallströmung in der Wirbelkammer 19&min; erzeugt. Deren Fliehkraft
bewirkt den Aufbau eines Gegendruckes in der Wirbelkammer 19&min; wodurch der Zufluß
des Versorgungsstromes s1 verringert (oder bei wieder abnehmendem Steuerstrom c1
wieder vergrößert) und damit gesteuert werden kann. Ein relativ geringer maximaler
Steuerstromdurchsatz von etwa 10 bis 20 % des maximalen Durchsatzes des Versorgungsstroms
s1 reicht aus, um den Versorgungsstrom s1 zum Erliegen zu bringen. Der Steuerstrom
c1 strömt vom tangentialen Steueranschluß c0 in Spiralen dem axialen Auslaßanschluß
e0 zu und setzt dieses spiralige Strömung in dessen Stutzen fort. Der Auslaßstrom
e1 kann sowohl den Steuerstrom c1 als auch den Versorgungsstrom s1 enthalten.
Erreicht jedoch der Durchsatz des Steuerstromes c1 das vorgesehene Maximum von
etwa 10 bis 20 % des Versorgungsstromes s1, so kommt letzterer zum Erliegen. Der
Auslaßstrom e1 enthält dann nur noch den Steuerstrom c1, so daß dann also etwa
20 % des Durchsatzes des nun weitgehend abgeblockten Versorgungsstromes s1 fließen.
Figur 4 zeigt das Übersichtsbild, Figur 5 ein vereinfachtes Strömungsbild
und Figur 6 ein daraus gewonnenes Schaltsymbol das Wirbelkammerventil WV, das vereinfachend
auch als Wirbelventil bezeichnet werden kann.
Zurückkommend auf Figur 2: Dort ist der "Normalbetrieb" dargestellt,
in welchem das Sekundärkühlmittel des Zwischenkreislaufes ZK durch die Pumpe 5 umgewälzt
wird, vgl. die Strömungspfeile f2. Das zugehörige Wirbelkammerventil WV ist mit
seinem Steueranschluß c0 (tangentialer Steuerstrom c1) über Leitung 13 an die
Druckseite der Pumpe 5 und mit seinem Versorgungsanschluß s0 über die Leitung 11.1
am Verzweigungspunkt 17 an den heißen Strang 9.1 des Zwischenkreislaufes ZK angeschlossen.
Läuft die Pumpe 5, so wird der Versorgungsstrom s1 durch den Steuerstrom c1 praktisch
abgesperrt, d.h. am Fließen über den Kühler 10 gehindert. Der geringe Steuerstrom
c1 fließt über den Auslaßanschluß e0 als Auslaßstrom e1 und über die Leitung 11.2
zum Kühler 10, kühlt sich im Kühler 10 ab und fließt dann über die Rückströmleitung
11.2 zum Verzweigungspunkt 16 zurück, wo er sich mit dem Sekundärkühlmittel im
kalten Strang 9.2 des Zwischenkreislaufes ZK mischt. In Figur 2 ist - da bei dem
dort dargestellten Betriebszustand praktisch kein Versorgungsstrom s1 fließt -
das entsprechende Bezugszeichen in Klammern gesetzt und der zugehörige Strömungspfeil
gestrichelt dargestellt, ferner ist der Auslaßstrom e1 wegen des geringen Durchsatzes
nur gestrichelt dargestellt.
Figur 3 zeigt den Betriebszustand "Nachwärmeabfuhr". Dabei ist die
Pumpe 5 ausgeschaltet. Das Wirbelkammerventil WV hat hier seine Sperrfunktion verloren,
da der Steuerstrom c1 (es liegt nur Naturzirkulation vor) aufgrund der Druckverhältnisse
zum Erliegen kommt. Das Sekundärkühlmittel des Zwischenkreislaufs ZK zirkuliert,
wie durch die Strömungspfeile s1- e1-f3 verdeutlicht, über den Kühler 10. Es fließt
kein oder praktisch kein Steuerstrom c1 mehr. Das Bezugszeichen c1 ist deshalb in
Klammern gesetzt, und der zugehörige Strömungspfeil ist gestrichelt. Es fließt
aber der Versorgungsstrom s1, dessen Durchsatz demjenigen des Auslaßstroms e1 gleich
ist. Da die Pumpe 5 stillsteht, stagniert die Strömung auf der Primärseite des
zweiten Wärmetauschers 6 und im Leitungsteil 9.21, und auch die für das Heiznetz
HN vorgesehene (nicht dargestellte) Förderpumpe arbeitet nicht mehr.
Das Heizreaktorsystem nach Figur 7 entspricht im Prinzip demjenigen
nach Figur 1 bis 3; hinzugekommen sind die beiden der Pumpe 5 unmittelbar vor-
und nachgeschalteten Isolierventile 20a, 20b, jeweils an die kalten Stränge 9.2
des Zwischenkreislaufes ZK angeschlossene Druckhalter 21, eine Rückschlagklappe
107 im Zweig 9.21, ferner in den dargestellten sechs Strängen zk1 bis zk6 des
Zwischenkreislaufes ZK vorgesehene motorbetätigbare Steuerklappen oder -schieber
105 im heißen Strang 9.1 und 106 im kalten Strang 9.2. Die Rückschlagklappe 107
läßt eine primärseitige Strömung durch den zweiten Wärmetauscher 6 nur in Richtung
f2 zu. Die Isolierventile 20a, 20b dienen zum Abtrennen der Pumpe 5 vom übrigen
Netz bei Wartungs- oder Reparaturarbeiten. Die ersten Wärmetauscher 4 sind im Vergleich
zu Figuren 1 bis 3 etwas modifiziert; ihre wärmetauschenden Rohre 4.1 sind in zwei
zueinander parallel geschaltete Teil-Rohrbündel bzw. -Rohrschlangen 4.11 und 4.12
aufgeteilt. Man erkennt außerdem, daß die vom ersten Wärmetauscher 4 jeweils abgehenden
Leitungen für den heißen Strang 9.1 und den kalten Strang 9.2 des Zwischenkreislaufs
ZK durch die Mantelwand 103 des Reaktordruckbehälters 1 unterhalb seiner Deckelflanschverbindung
101, 102 nach außen hindurchgeführt sind. Der Flansch 101 gehört zum Behälterunterteil
1.1 und der Flansch 102 zum Deckel 1.2.
Den Ausführungsbeispielen nach Figur 1 bis 7 liegt eine Schaltung
zugrunde, bei der der Nachwärmeabfuhr-Zweig 11, 10, 12 an den heißen bzw. kalten
Strang 9.1, 9.2 der Sekundärseite des ersten Wärmetauschers 4 angeschlossen ist.
Wenn die Wärmetauscher 4 mit hinreichend großem Abstand zum Reaktorkern 2 innerhalb
des Reaktordruckbehälters 1 angeordnet sind, dann ist die Aktivierung des Sekundärkühlmittels
relativ gering, und es ist gerechtfertigt, den Nachwärmeabfuhr-Zweig mit dem Sekundärkühlmittel
zu beaufschlagen. Grundsätzlich ist es aber auch möglich, zum Zwecke der Nachwärmeabfuhr
gesonderte (in Figur 1 bis 7 nicht gezeigte) Dampfkondensatoren im Dampfplenum
14 des Reaktordruckbehälters 1 vorzusehen.
Das in Figur 8 dargestellte Heizreaktorsystem ist vorzugsweise für
den thermischen Leistungsbereich von 5 bis 50 MW geeignet. Das Reaktorgebäude ist
wieder mit 15 bezeichnet und etwas deutlicher aus Betonwänden bestehend dargestellt;
es ist unterirdisch in einer entsprechenden Kammer 22 des Erdreichs 23 angeordnet.
Der Nachwärmeabfuhr-Zweig mit seiner Zuströmleitung 11, dem Kühler 10 und der Rückstromleitung
12 ist an den heißen Strang 25.1 eines Dampfkondensators 24 über das Wirbelkammerventil
WV, und zwar dessen steuerbaren Strompfad (s0-e0) zwischen Versorgungsanschluß
s0 und Auslaßanschluß e0 und an den kalten Strang 25.2 des Dampfkondensators 24
an der Anschlußstelle 26 der Rückströmleitung 12 angeschlossen. Der Dampfkondensator
24 ist im Dampfplenum 14 des Reaktordruckbehälters 1 angeordnet. Durch die Strömungspfade
F2 und die Richtungspfeile f4 ist der Weg der im Wasservolumen 3 aufsteigenden
Dampfanteile schematisch dargestellt; diese durchströmen die Primärseite des Dampfkondensators
24 und geben dabei, wenn der Dampfkondensator 24 sekundärseitig gekühlt wird, ihre
Verdampfungswärme über die Wärmetauscherrohre 24.1 an das in diesen strömende tertiäre
Medium ab, wobei sie kondensieren und gemäß Strömungspfeilen f5 in das Wasservolumen
3 zurückströmen.
Im Dampfplenum 14 ist auch der zweite Wärmetauscher 6 - bei diesem
Ausführungsbeispiel einer sogenannten integrierten Bauweise - angeordnet, d.h.
also innerhalb des vom Reaktordruckbehälter 1 umschlossenen Raumes. Deshalb sind
die Vorlaufleitung 7 und die Rücklaufleitung 8 des Heiznetzes HN durch die Wand
des Reaktordruckbehälters 1, und zwar vorzugsweise durch die Mantelwand 103, hindurchgeführt
und an das Auslaßende bzw. das Einlaßende der wärmetauschenden Rohre 6.1 des zweiten
Wärmetauschers 6 angeschlossen. Die Vor- und Rücklaufleitungen sind auf ihrem Wege
zum zweiten Wärmetauscher 6 bzw. von diesem auch durch die Wand des Reaktorsicherheitsbehälters
130 hindurchgeführt und durch die Wand des Reaktorgebäudes 15. Die einzelnen Durchführungsstellen
sind von außen nach innen gesehen mit 7a, 7b und 7c für die Vorlaufleitung 7 und
mit 8a, 8b und 8c für die Rücklauf leitung 8 bezeichnet. Die Durchführungsstellen
7c, 8c der Vorlauf- und Rücklaufleitungen 7, 8 sind unterhalb der druckdichten Deckelflanschverbindung
101, 102 angeordnet. Die Sekundärseite des ersten Wärmetauschers 4, d.h. die Einlaß-
und Auslaßenden seiner wärmetauschenden Rohre 4.1, ist über den heißen und den
kalten Sekundärkühlmittelstrang 9.1 bzw. 9.2 mit der Primärseite des zweiten (integrierten)
Wärmetauschers 6 verbunden. Das Sekundärkühlmittel umspült deshalb die Außenseite
der wärmetauschenden Rohre 6.1 des zweiten Wärmetauschers 6, in welchen Rohren
6.1 das Tertiärmedium des Heiznetzes HN im Normalbetrieb strömt.
Innerhalb des Reaktorgebäudes 15 und vorzugsweise außerhalb des Sicherheitsbehälters
130 sind in die beiden Leitungen 7 und 8 (Vorlauf-bzw. Rücklaufleitung) je ein
motorgetriebenes fernbetätigbares Ventil 27 bzw. 28 eingefügt. Diese Ventile 27,
28 kann man auch als Isolierventile bezeichnen, weil mit ihnen die Sekundärseite
des zweiten Wärmetauschers 6 vom Heiznetz vollständig getrennt werden kann, wenn
sich die Ventile 27, 28 in ihrer Schließstellung befinden. In Reihe zum Ventil
28 und diesem vorgeschaltet befindet sich in der Rücklaufleitung 8 eine einstellbare
Drossel 29, welche im normalen Heizbetrieb aufgrund des an ihr gebildeten Druckgefälles
einen Steuerdruck für den Steuerstrom c1 erzeugt. Der Steuerstrom besteht aus
einem vor der Drossel 29 abgezweigten Teilstrom des flüssigen Heizmediums, welcher
über die an die Eingangsseite der Drossel 29 angeschlossene Steuerleitung 30 dem
Steueranschluß c0 des Wirbelkammerventils WV zugeführt wird.
Die Darstellung der Figur 8 ist ebenso wie diejenige der übrigen Figuren
1 bis 7 schematisch, d.h. Auflager und Halteeinrichtungen für den Sicherheitsbehälter
13, den Reaktordruckbehälter 1, den ersten und zweiten Wärmetauscher 4 bzw. 6,
den Dampfkondensator 24 und die Ventile 27, 28, die Drossel 29 sowie für den Reaktorkern
2 sind nicht dargestellt. Das Volumen im Zwischenraum 108 zwischen dem Reaktordruckbehälter
1 und dem Reaktor sicherheitsbehälter 13 einerseits und das Wasservolumen 3 andererseits
sind so bemessen, daß im Falle eines Lecks in der Wand des Reaktordruckbehälters
1 sich ein gemeinsamer Flüssigkeitsspiegel für das (jetzt reduzierte) Wasservolumen
3 und das im Raum 108 befindliche Wasservolumen einstellt, derart, daß der Reaktorkern
2 auf jeden Fall mit Primärkühlmittel bedeckt bleibt.
Die Rückströmleitung 12 mündet über einen Leitungszweig 12.1 an der
Anschlußstelle 31 zwischen dem Ventil 28 und der Drossel 29. Im Normalbetrieb,
wenn also das Heizmedium im nicht näher dargestellten Heiznetz gemäß den Strömungspfeilen
f6 (Vorlauf) und f7 (Rücklauf) strömt, drosselt die Drossel 29 soweit ab, daß
der Staudruck an ihrer Eingangsseite als Steuerdruck am Steueranschluß c0 des Wirbelkammerventils
WV sich auswirkt, und zwar so, daß der steuerbare Strompfad s0-e0 weitgehend abgesperrt
ist, so daß sich ein nennenswerter Versorgungsstrom s1 über den heißen Strang
25.1 des Dampfkondensators 24 nicht aufbauen kann. Ein erster Anteil des Heizmediums
fließt also direkt über die Drossel 29 und das Ventil 28 zum zweiten Wärmetauscher
6, ein zweiter (im Normalbetrieb kleinerer) Anteil fließt über die Steuerleitung
30 und die Steueranschluß-Auslaßanschluß-Strecke c0-e0 des Wirbelkammerventils
WV sowie über die Zuströmleitung 11 in den Kühler 10, wird dort noch etwas weiter
rückgekühlt und strömt dann durch die Rückströmleitung 12 zurück zum Anschlußpunkt
31 und von da zum zweiten Wärmetauscher 6. Der Dampfkondensator 24 trägt in diesem
Betriebszustand zur Dampfkühlung praktisch nicht oder nicht nennenswert bei, da
der Versorgungsstrom s1, welcher über die Strecke s0-e0 des Wirbelkammerventils
WV fließen kann, sehr klein ist. Dieser Schwachlaststrom ist durch gestrichelte
Pfeile s01 symbolisiert, er wird vom Heizmedium (tertiäres Medium) gespeist und
aufrechterhalten.
Werden nun im Zuge von Inspektions- oder Reparaturarbeiten und/oder
im Falle eines Brennelementwechsels die beiden Isolierventile 27, 28 geschlossen,
und werden dabei entsprechend auch das Heiz medium fördernde (nicht dargestellte)
externe Pumpen abgeschaltet, dann geht der Steuerdruck in der Steuerleitung 30 so
weit zurück, daß die Drosselwirkung des Steuerstroms c1 aufhört. Die Strecke s0-e0
des Wirbelkammerventils WV wird freigegeben, weil sich ihr Strömungswiderstand
erheblich vermindert, so daß sich nun ein geschlossener Kühlkreislauf ergibt, welcher
zusätzlich angefacht wird durch die forcierte Erwärmung des Mediums in den wärmetauschenden
Rohren 24.1 des Dampfkondensators 24, und zwar deshalb, weil ja der erste und der
zweite Wärmetauscher 4 bzw. 6 nicht mehr zur Wärmeabfuhr beitragen können. Die
Steuerstäbe sind in diesem Nachwärmeabfuhr-Betriebsfall in den Reaktorkern 2 eingefahren,
und so dient der Dampfkondensator 24 zur Abfuhr der Nachzerfallswärme. Das tertiäre
Medium strömt über den heißen Strang 25.1, die Strecke s0-e0 des Wirbelkammerventils
WV, die Zuströmleitung 11 zum Kühler 10, wird dort abgekühlt (es kann sich um
einen Luftkühler oder Wasserkühler handeln), und strömt abgekühlt über die Rückströmleitung
12, den Anschlußpunkt 26 und den kalten Strang 25.2 zurück zu den wärmetauschenden
Rohren 24.1 des Dampfkondensators 24. Wie man sieht, erfolgt das Anfachen der
Nachzerfallswärme-Abfuhr beim Ausführungsbeispiel nach Figur 8, ohne daß zusätzliche
Ventile im Nachwärmeabfuhr-Zweig 10, 11, 12 geöffnet werden müssen; das Wirbelkammerventil
WV übernimmt die automatische Umschaltung, wenn der Steuerdruck an seinem Steueranschluß
c0 einen Minimalwert unterschreitet, und schaltet wieder zurück in den Normalbetrieb,
wenn der Steuerdruck an dem Steueranschluß c0 den Minimalwert überschreitet.
Eine Variante zum Heizreaktorsystem nach Figur 8 ist in Figur 9 dargestellt.
Dabei wird der Steuerdruck für den Steueranschluß c0 des Wirbelkammerventils WV
nicht durch Drosseln der Strömung in der Rücklaufleitung 8 des Heiznetzes erzeugt,
sondern durch eine in einen Steuerstrompfad 41, 42 eingefügte Steuerstrompumpe
40, welche über eine Saugleitung 41 am Anschlußpunkt 26 an die Rückströmleitung
12 und über eine Druckleitung 42 an den Steueranschluß c0 des Wirbelkammerventils
WV angeschlossen ist. Die Steuerstrompumpe 40 arbeitet im normalen Heizbetrieb
des dar stellten Heizreaktors HR als Dauerläufer. Der von ihr geförderte Durchsatz
ist relativ klein, so daß man mit einer kleinen Steuerstrompumpe auskommt. Durch
die Steuerstrompumpe 40 wird im Normalbetrieb des Heizreaktors HR ein den internen
steuerbaren Strompfad s0-e0 des Wirbelkammerventils WV absperrender oder stark
drosselnder Steuerdruck erzeugt. Wird der Heizreaktor HR abgeschaltet - dies geschieht
durch das vollständige Einfahren der nicht dargestellten Steuerstäbe in den Kern
des Heizreaktors HR - , dann wird auch die Steuerstrompumpe 40 abgeschaltet. Es
ist vorteilhaft, die Mittel zur Stillsetzung der Steuerstrompumpe 40 in Steuerabhängigkeit
von dem Einfahrbefehl für die (nicht dargestellten) Steuerstäbe zu bringen. Zum
Beispiel kann vom elektrischen oder hydraulischen Befehl zum vollständigen Einfahren
der Steuerstäbe und damit zum Abschalten des Heizreaktors ein elektrischer Befehl
abgeleitet werden, welcher z.B. über ein Relais oder einen elektronischen Schalter
die Stromversorgung für den Antriebsmotor der Steuerstrompumpe 40 unterbricht. Andererseits
wird das Relais oder der elektronische Schalter bei Wiederanfahren des Heizreaktors
HR so gesteuert, daß der Motor wieder eingeschaltet wird und die Pumpe 40 zu laufen
beginnt. Bei abgeschalteter Steuerstrompumpe 40 ist der steuerbare Strompfad s0-e0
des Wirbelkammerventils WV zur ungedrosselten Durchströmung freigegeben, so daß
sich, wie anhand von Figur 8 bereits erläutert, über den heißen Strang 25.1 des
Dampfkondensators 24, den geöffneten Strompfad s0-e0, die Zuströmleitung 11, den
Kühler 10, die Rückströmleitung 12 und den kalten Strang 25.2 des Dampferzeugers
24 zurück zu den wärmetauschenden Rohren 24.1 dieses Dampferzeugers ein Naturumlauf
ausbildet, durch welchen die im Heizreaktor HR entstehende Nachzerfallswärme abgeführt
wird. Im übrigen entspricht das Heizreaktorsystem nach Figur 9 demjenigen nach
Figur 8. Dies ist der Grund, weshalb nur eine Ausschnittsdarstellung gewählt wurde.
Die Nachwärmeabfuhr-Schaltung nach Figur 9 mit ihrer Steuerstrompumpe
40, dem Wirbelkammerventil WV, dem Nachwärmeabfuhr-Zweig 11, 10, 12 und dem angeschlossenen
Dampfkondensator 24 läßt sich mit Vorteil zur Abfuhr der Nachzerfallswärme bei
einem Siedewasser-Kernreaktor oder auch bei einem Druckwasser-Kernreaktor verwenden,
d.h. bei solchen Leichtwasser-Kernreaktoren, die zur Erzeugung von Treibdampf für
einen Dampfturbosatz dienen. Ein solcher Dampfturbosatz weist eine vom Treibdampf
beaufschlagte Dampfturbine und einen an die Dampfturbine angekoppelten Turbogenerator
zur Erzeugung der elektrischen Energie auf. In diesem Falle werden ein Dampfkondensator
oder mehrere davon innerhalb des Dampfplenums des Kernreaktors angeordnet, wobei
die an ihre wärmetauschenden Rohre 24.1 angeschlossenen Leitungen für die heißen
und kalten Stränge 25.1, 25.2 durch die Wand des Kernreaktors in entsprechenden
druckdichten Durchführungen nach außen hindurchgeführt werden.
Im folgenden wird anhand von Figur 1 erläutert, daß auch die in den
Figuren 1 bis 7 dargestellte Nachwärmeabfuhr-Schaltung grundsätzlich dazu geeignet
ist, die Nachzerfallswärme bei einem Siedewasser-Kernreaktor oder einem Druckwasser-Kernreaktor
abzuführen. Zur Erläuterung wird im folgenden nur auf die beiden Stränge zk1 des
Zwischenkreislaufs ZK Bezug genommen; es versteht sich jedoch, daß mehr als ein
Strangpaar zk1 zur Nachwärmeabfuhr herangezogen werden kann.
Gemäß der einen Ausführungsform ist auf der Sekundärseite des ersten
Wärmetauschers 4 der zweite Wärmetauscher 6 durch ein die beiden Sekundärkühlmittelstränge
9.1, 9.2 verbindendes, gestrichelt dargestelltes Leitungsstück 50 ersetzt. Das hat
zur Folge, daß im Normalbetrieb des (nicht dargestellten) Kernreaktors das Sekundärkühlmittel
durch die Pumpe 5 zur Erzeugung des Steuerdruckes für den Steueranschluß c0 des
Wirbelkammerventils WV umgewälzt wird. Diese Pumpe 5 arbeitet dann ebenso wie die
Steuerstrompumpe 40 als Dauerläufer zur Erzeugung des Steuerdruckes. Da in diesem
Falle ein externes Heiznetz HN nicht angeschlossen ist, können die Leitungen für
den heißen und kalten Strang 9.1, 9.2 verkürzt werden. Der steuerbare Strompfad
s0-e0 des Wirbelventils WV ist abgesperrt oder sehr stark gedrosselt, wie bereits
mehrfach erläutert. Erst wenn bei dem Siedewasser- oder Druckwasser-Kernreaktor
die Steuerstäbe in ihre vollständige Abschaltposition verfahren werden, wird ein
Steuerbefehl zur Abschaltung des Antriebsmotors der Pumpe 5 gegeben, und damit
wird der steuerbare Strompfad des Wirbelkammerventils WV freigegeben; der Nachwärmeabfuhr-Betrieb
im Naturumlauf setzt sofort ein. Das in den wärmetauschenden Rohren 4.1 des ersten
Wärmetauschers 4 aufgeheizte Sekundärkühlmittel strömt über den heißen Strang,
den Leitungsabschnitt 11.1, den Strompfad s0-e0 des Wirbelkammerventils WV, die
Zuströmleitung 11, den Kühler 10a, die Rückströmleitung 12 zurück zum kalten Strang
9.2 und von dort zum Wärmetauscher 4, wobei das Sekundärkühlmittel im Kühler 10a
fortlaufend gekühlt und so die Nachzerfallswärme abgeführt wird. Bei diesem Ausführungsbeispiel
ist der erste, im Wasservolumen 3 des Siedewasser- oder Druckwasser-Kernreaktors
angeordnete Wärmetauscher 4 als Wärmesenke zur Abfuhr der Nachzerfallswärme ausgenutzt;
die beiden Leitungen 9.1 und 9.2 für seinen heißen und kalten Strang müssen wieder
durch die Wand des Reaktordruckbehälters druckdicht nach außen hindurchgeführt
werden. Diese Leitungsdurchführungen können im Deckel oder in der Mantelwand des
nicht dargestellten Reaktordruckbehälters vorgesehen sein.
Gemäß der zweiten Ausführungsform der Verwendung der Nachwärmeabfuhr-Schaltung
mit Wirbelkammerventil für Siedewasser- oder Druckwasser-Kernreaktoren wird entsprechend
zum Ausführungsbeispiel nach Figur 9 auf die Pumpe 5 verzichtet. Es genügt für
die betrachteten Zwischenkreislauf-Stränge zk1, wenn diese nur bis zu den gestrichelt
angedeuteten Schnittstellen 61, 62 reichen. Statt der Pumpe 5 im kalten Strang
9.2 wird bei dieser Ausführung eine Steuerstrompumpe 60 im Steuerstrompfad 13 angeordnet.
Diese Pumpe 60 ist ebenfalls nur gestrichelt dargestellt, da es sich um eine Variante
im Rahmen einer Verwendung handelt. Die Steuerstrompumpe 60 ist über einen Saugleitungsteil
13.1 des Steuerstrompfades 13 an die Rückströmleitung 12 angeschlossen (oder an
das damit verbundene Leitungsstück des heißen Stranges 9.2) und über einen Druckleitungsteil
13.2 des Steuerstrompfades 13 an den Steueranschluß c0 des Wirbelkammerventils
WV. Wie anhand von Figur 9 bereits erläutert wurde, wird auch bei dieser Ausführung
durch die Steuerstrompumpe 60 im Normalbetrieb des (nicht dargestellten) Kernreaktors
ein den internen steuerbaren Strompfad s0-e0 des Wirbelkammerventils WV absperrender
oder stark drosselnder Steuerdruck erzeugt. Ebenso sind wieder (nicht dargestellte)
Mittel zur Stillsetzung der Steuerstrompumpe 60 bei Abschaltung des Kernreaktors
vorgesehen, welche anhand von Figur 9 bereits näher erläutert wurden. Der Vorteil
dieser Ausführung liegt darin, daß der Durchsatz der Steuerstrompumpe 60 nur etwa
10 bis 20 % des Durchsatzes beträgt, welchen die Pumpe 5 umwälzen müßte; die Steuerstrompumpe
kann deshalb eine relativ kleine Pumpe sein.