Die Erfindung betrifft Schaltungsanordnungen zur Bestimmung
einer besten Anpassung zwischen Eingangssignalen und einer Auswahl von
Grundfunktionen.
Digitale Computer sind allgegenwärtig und ziemlich
leistungsstark, das heißt aber nicht, daß digitale Computer nicht
bestimmten Begrenzungen bei der Lösung von Problemen unterliegen.
Tatsächlich erfordern viele praktische Probleme einen so enormen
Rechenaufwand, daß eine Lösung in Echtzeit nicht möglich ist. Auf solche
Schwierigkeiten stößt man beispielsweise bei Programmen, die dazu dienen,
aus einem Speicher die Information auszuwählen, die bekannte Eigenschaften
oder Deskriptoren (die man auch als "Hinweise" ("Clues") bezeichnen kann)
am besten erfüllt, wenn die Hinweise nicht ausreichen, die Information
vollständig festzulegen. Die Mustererkennung ist ein anderes Beispiel
dafür, daß das Rechenproblem für digitale Computer zu groß ist.
Die meisten Fachleute dulden entweder die Beschränkungen
digitaler Allzweckrechner oder entwickeln digitale Sonderzweckrechner, um
ihre besonderen Probleme effizienter zu lösen.
In einer gleichzeitig anhängenden Anmeldung mit der Bezeichnung
"Electronic Network For Collective Decision Based On Large Number Of
Connections Between Signals", von J. J. Hopfield, wurde eine
verallgemeinerte Schaltungsanordnung offenbart, die N Verstärker mit hoher
Verstärkung und eine N · N Verbindungsmatrix mit N Eingangsleitungen und N
Ausgangsleitungen aufweist. Die Verstärker weisen eine s-förmige Eingang-
Ausgang- Beziehung auf mit einem minimal und maximal möglichen
Ausgangssignal, das als eine "0" oder "1" aufgefaßt werden kann. Jede
Eingangsleitung der Matrix ist mit dem Eingang eines anderen Verstärkers
verbunden, wobei die Ausgangsanschlüsse (positiv und negativ) jedes
Verstärkers mit einer anderen Matrix-Ausgangsleitung verbunden sind. Jeder
Verstärker weist außerdem eine Eingangskapazität Ci und einen
Eingangswiderstand Pi auf. Innerhalb der Verbindungsmatrix ist jede
Eingangsleitung i mit einer Ausgangsleitung j über einen Widerstand Ri,j
verbunden. Bei der offenbarten Schaltungsanordnung genügt jeder Verstärker
der Bewegungsgleichung der Schaltung
wobei
Tij = [(1/Rij) * sgn des Ausgangs des Verstärkers
j], ui die Eingangsspannung am Verstärker i, Vj die Ausgangsspannung des
einen Verstärkers j, und Ii der in den Eingangsanschluß des Verstärkers i
(z. B. von einer Quelle hoher Impedanz) eingeführte Strom ist.
Durch die Dynamik der offenbarten Schaltungsanordnung (wie sie
durch die obige Gleichung spezifiziert ist) wird das Netzwerk in einen von
mehreren vorbestimmten stabilen Zuständen getrieben, der ein Ausgangsmuster
von binären 1'en und 0'en darstellt (da die Verstärker eine hohe
Verstärkung haben).
Wenn die Verstärker i zum Zugriff auf die Informationen in
einem assoziativen Speicher verwendet werden, werden die Eingangsspannungen
der Verstärker im Einklang mit den einzelnen Bits des Eingangswortes für
jeden Hinweis (Deskriptor), der für die erwünschte Information bekannt ist,
gesetzt. Alternativ kann ein konstanter Strom jedem Eingang proportional
zum Vertrauen darauf, daß die Spannung Vi in der Endantwort "1" sein soll,
zugeführt werden. Wenn die Verstärker einmal aktiviert sind, gehen sie in
einen stabilen Zustand, und produzieren am Ausgang ein einheitliches Wort,
das die Information selbst darstellt, die die Adresse eines Speicherplatzes
in einem anderen Speicher enthalten kann, der dann einen Block von Wörtern
hervorbringen kann, die die Information enthalten, die durch den Deskriptor
festgelegt ist, der zum Speichern und Auslesen des einheitlichen Wortes aus
dem assoziativen Speicher verwendet wird.
Bei einer Verwendung für Problemlösungen können alle Eingänge
näherungsweise auf den gleichen Wert gesetzt werden, beispielsweise auf
Null, oder in einem Muster gehalten werden, das die Eingangsinformation
darstellt, und das Ausgangsmuster aus den Bits "1" und "0" legt die Lösung
fest. Bei beiden Anwendungen, d. h. bei der Problemlösung oder
Informationswiedergewinnung, liefert das Ausgangssignal in binärer Form
eine sehr gute Lösung des gegebenen Problems.
Obwohl die offenbarte Schaltung einen stabilen Lösungszustand
schnell und effizient erreicht, ist nicht sichergestellt, daß die optimale
Lösung zu einem gegebenen Problem gefunden wird. Das liegt daran, daß die
Topology des Lösungsraums sehr grob ist und viele lokale Minima aufweist,
und deshalb viele gute Lösungen der optimalen Lösung ähnlich sind. Sehr
gute und schnell berechnete Lösungen von schwierigen Problemen bei der
Erkennung und Wahrnehmung in Bereichen der Robotertechnik und der Biologie
können ausreichende Informationen für den praktischen Gebrauch liefern,
aber in einigen Anwendungsfällen ist die exakte oder beste Lösungen
erwünscht.
Ein Bericht der National Acadamy of Science USA, Vol. 81, Mai
1984, Seiten 3088-3092; J. J. Hopfield: "Neurons with graded response
have collective computational properties like those of two-state neurons
handelt von einer mathematischen Analyse des Verhaltens zweier
Schaltungen. Eine davon ist eine klassische Schaltung (sie ist der später
unter Bezugnahme auf Fig. 1 hierin beschriebenen Schaltung ähnlich), bei
der die Verstärker eine sehr hohe Verstärkung aufweisen und grundsätzlich
Elemente mit zwei Zuständen (0 und 1) sind, und die andere die klassische
Schaltung ist, bei der die Verstärker analoge Ausgänge haben. Die
Veröffentlichung zeigt, daß das Verhalten der beiden Schaltungen im
wesentlichen gleich ist.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Netzwerk
analoger Prozessoren in Verbindung mit Zerlegungsprozessen zu
verwirklichen.
Gemäß der Erfindung wird eine in Anspruch 1 beanspruchte
Schaltungsanordnung geschaffen.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist ein analoges
Netzwerk mit hohem Verbindungsgrad aufgebaut, um einen spezifischen
Zerlegungsprozeß auszuführen. Das Netzwerk weist analoge Verstärker auf,
die mit einer ohmschen Verbindungsmatrix verbunden sind, die wie bei dem
bekannten Netzwerk jeden Verstärkerausgang mit dem Eingang aller anderen
Verstärker verbindet. Die konkreten Verbindungen in der Matrix werden mit
Leitwertelementen erzielt, deren Werte gemäß dem Satz von
Zerlegungsfunktionen, für die die Lösung gesucht wird, berechnet werden.
Zusätzlich zu der spezifizierten Verbindung, die durch die
Verbindungsmatrix ausgeführt ist, enthält das analoge Netzwerk eine zweite
Matrix, die außen angelegte Spannungen über Widerstände an die
Verstärkereingänge anlegt, deren Werte ebenfalls gemäß dem Satz von
Zerlegungsfunktionen berechnet werden, für die die Lösung gesucht wird. Die
Schaltung kann ihre Lösung durch einen Prozeß simulierten Hochfahrens
finden, wobei die Verstärkungen der Verstärker anfänglich auf niedrige
Werte gesetzt sind und dann langsam auf ihren maximalen Wert erhöht werden.
Dieser Prozeß verhindert, daß die Schaltung in ein lokales Minimum
getrieben wird.
Die Erfindung wird unter Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 ein Analog-Netzwerk mit hohem Verbindungsgrad nach dem Stand
der Technik,
Fig. 2 ein die Erfindung verwirklichendes Netzwerk zur Ausführung
eines 4-Bit-Analog-Digital-Umsetzprozesses,
Fig. 3 ein abgetastetes Signal, daß durch ein die Erfindung
verwirklichendes Netzwerk zerlegt werden kann,
Fig. 4 eine Vielzahl von Gaußfunktionen, die, wenn sie zusammengesetzt
werden, das abgetastete Signal der Fig. 3 bilden,
Fig. 5 ein Netzwerk zur Ausführung einer Zerlegung eines Signals, das
eine Vielzahl von Abtastwerten enthält, und
Fig. 6 eine Darstellung zur Beschreibung des Schaltungsverhaltens
unter Ansprechen auf das Ändern der Größe der Verstärkungen der
Verstärker.
Fig. 1 zeigt ein schematisches Schaltbild eines Mehrprozessor-
Rechennetzwerkes, das in der oben erwähnten, gleichzeitig anhängigen
Anmeldung offenbart ist. Es weist Verstärker 10 auf, die eine positive und
fakultativ eine negative Verstärkung liefern, wobei deren Ein-und Ausgänge
über ein Verbindungsnetzwerk 20 miteinander verbunden sind. Eine
physikalische Ausführungsform eines Verstärkers weist notwendigerweise eine
Impedanz am Eingang auf, die hauptsächlich ohmscher und kapazitiver Natur
ist. Sie ist in Fig. 1 durch Widerstände 11 (Pi) und Kondensatoren 12 (Ci)
dargestellt. Jeder Knoten in der Verbindungsmatrix 20 ist durch einen
fetten schwarzen Punkt 21 dargestellt, wobei jeder Knoten einen Widerstand
Rij aufweist, der einen mit einem Ausgang eines Verstärkers i verbundenen
Pfad der Matrix 20' beispielsweise den Pfad 22, mit einem mit dem Eingang
eines Verstärkers j verbundenen Pfad der Matrix 20, beispielsweise dem Pfad
23, verbindet. Außerdem ermöglicht die in Fig. 1 dargestellte
Schaltungsanordnung außen angelegte Ströme in die Pfade 23, die mit den
Eingängen der Verstärker 10 verbunden sind, einzuspeisen. Der Strom Ii
stellt den Eingangsstrom zu dem Pfad 23 dar, der mit dem Verstärker i
verbunden ist. Die Spannung Vi stellt die Ausgangsspannung des Verstärkers
i dar.
Die das Zeitverhalten beschreibende Bewegungsgleichung der in
Fig. 1 gezeigten Schaltungsanordnung ist durch
gegeben, wobei ui die Eingangsspannung des Verstärkers i ist, gi die
Übertragungsfunktion des Verstärkers i, d. h. Vj = gj (uj) und
Es wurde bereits in der zuvor erwähnten, gleichzeitig
anhängenden Anmeldung gezeigt, daß, wenn die Gleichung
berücksichtigt wird, und die Terme Tij und Tji gleich sind sowie die
Verstärkung der Verstärker sehr groß ist, die nach der Zeit abgeleitete
Gleichung (2) sich auf
reduziert. Der Klammerausdruck in Gleichung (3) entspricht der rechten
Seite der Gleichung (1). Das bedeutet, daß eine Änderung (mit der Zeit) der
Eingangsspannung am Verstärker i multipliziert mit der Änderung (mit Zeit)
der Ausgangsspannung am Verstärker i, die über alle Verstärker aufaddiert
wird, gleich dE/dt der Gleichung (3) und gleich dem Ausdruck ist:
Da keiner der Terme in Gleichung (4) negativ ist, ist dE/dt negativ und
nähert sich dem Wert 0 (Stabilität), wenn dVi/dt sich für alle i dem Wert 0
nähert.
Nach der obigen Analyse bedeutet das, daß ein vorgelegtes
Problem, das die für die obigen Gleichungen angegebenen Bedingungen
erfüllt, durch die Schaltungsanordnung der Fig. 1 gelöst werden kann, wenn
die Werte Tij und die Eingangsströme Ii geeignet ausgewählt werden, ein
Anfangssatz von Verstärkereingangsspannungen bereitgestellt wird, und das
Analog-System irgendwann in einen stabilen Zustand konvergiert.
Eine Klasse von Problemen, die auf diese Weise vorteilhaft
gelöst werden kann, ist die Klasse von Zerlegungsproblemen, bei denen man
versucht, ein Eingangssignal durch einen Satz "Bester Anpassung" anderer,
nicht-orthogonaler Signale darzustellen. Ein solches Problem ist
beispielsweise die Analog-Digital-Umsetzung. Ein anderes Beispiel ist die
Zerlegung eines komplexen Signals (das durch eine Folge von
Spannungsabtastwerten dargestellt wird), in einen Satz vorgewählter
Funktionen.
Um unsere Erfindung verständlicher zu beschreiben, wird im
folgenden die eingeschlagene Vorgehensweise erläutert, um das Problem bei
der Analog-Digital-Umsetzung zu lösen. Danach werden die beschriebenen
Konzepte soweit ausgedehnt, daß alle Klassen der Zerlegungsprobleme erfaßt
werden.
In Verbindung mit dem Analog-Digital-Umsetzungsverfahren ist es
bekannt, daß die Umsetzung eines Signals aus einer analogen Darstellung in
eine digitale Darstellung bedeutet, daß ein analoges Signal x
näherungsweise gleich der gewichteten Summe erzeugter digitaler Signale
(V&sub1;, V&sub2;, . . . VN) ist, von denen angenommen wird, daß sie x darstellen. Das
heißt ein Signal x', das eine Näherung des Signals x darstellt, kann
folgendermaßen ausgedrückt werden:
Ein bekanntes Maß für die "Güte" von x' ist die quadratische Differenz
zwischen dem Signal x und dem Signal x'. Dieser Gedanke ist in der
folgenden Gleichung verkörpert:
Die Gleichung (6) gibt an, daß der optimale Wert von x' zu einem
minimierten Wert von E führt. Ein Erweitern und Umformen der Gleichung (6)
führt zu einer Form, die der Gleichung (1) plus einer Konstanten ähnlich
ist, wodurch angedeutet wird, daß ein Analog-Digital-Wandler in der Tat
mit einer Schaltungsanordnung realisiert werden kann, die der aus Fig. 1
ähnlich ist.
Leider liegen die durch die Gleichung (6) festgelegten Minima
der Funktion nicht notwendigerweise nahe genug bei 0 und 1, um als digitale
Logikpegel, die ein Analog-Digital-Wandler erzeugen muß, identifiziert zu
werden.
Wir umgehen dieses Problem, indem ein zusätzlicher Term zu der
Energiefunktion der Gleichung (6) hinzugefügt wird. Wir wählen den Term
denn er begünstigt digitale Darstellungen, da der Ausdruck Null wird, wenn
alle Vi Terme auf 0 oder 1 beschränkt werden. Wenn die Gleichung (7) mit
der Gleichung (6) kombiniert und umgeformt wird, ergibt sich die Gleichung
die auch der Form der Gleichung (1) entspricht, wenn wir die
Verbindungsmatrixelemente und die Eingangsströme wie folgt kennzeichnen:
Tij = - 2(i+j)
und
Ii = (- 2(2i-1) + 2ix).
Fig. 2 stellt eine 4 Bit-Analog-Digital-Wandlerschaltung dar,
die mit einer Verbindungsmatrix aufgebaut ist, die der Gleichung (8)
genügt. Die Analog-Digital-Wandlerschaltung weist auf: invertierende
Verstärker 10 mit Eingangsleitungen 22 und Ausgangsleitungen 23, eine
Verbindungsmatrix 20, die die Leitungen 23 mit den Leitungen 22 über Knoten
21 verbindet, und eine Verbindungsmatrix 30, die eine Referenzspannung -V
(z. B. -1 Volt) an eine Leitung 31 und ein Eingangssignal x an eine Leitung
32 anlegt. Beide Signale -V und x kommunizieren über Knoten 33 mit den
Leitungen 22.
Gemäß der Spezifikation der Gleichung (8) nimmt jedes Element
Tij den Wert 2i+j (mit Ausnahme bei i = j, wo Tij nicht existiert) an. Das
sind die in Fig. 2 verstärkt dargestellten Verbindungen. Gemäß der
Spezifikation der Gleichung (8) besitzt jeder Eingangsstrom Ii den Wert -
22i-1 + 2ix. Die Matrix 30 realisiert diese Ströme über die verstärkt
dargestellten Verbindungen, die Leitwertelemente mit einem spezifizierten
Wert darstellen.
Wie früher bereits erwähnt, dient das hier vorgestellte Analog-
Digital-Umsetzungsverfahren lediglich erläuternden Zwecken, wobei viele
Zerlegungsprozesse mit einer Schaltung, wie sie in Fig. 2 gezeigt ist,
ausgeführt werden können.
Wenn beispielsweise einen Satz Grundfunktionen
(beispielsweise Gaußfunktionen) darstellt, die den Signalraum x
(Signalabtastwerte) umfassen, dann beschreibt die Funktion
ein Netzwerk, das ein Energieminimum hat, wenn die digitale Kombination
"Bester Anpassung" der Grundfunktionen ausgewählt wird (mit Vi = 1), um das
Signal zu beschreiben. Der Term stellt übrigens das Skalarprodukte
des Signals mit sich selbst dar. Die Gleichung (9) kann erweitert und
umgeformt werden, um die Form
anzunehmen, wobei die Gleichung (10) der Form der Gleichung (1) plus einer
Konstanten entspricht. Daß heißt, wie bei Gleichung (8), können die Terme
Tij und Terme Ii festgelegt werden, damit die Gleichung (10) mit Gleichung
(1) übereinzustimmen scheint, und dabei eine Entsprechung zwischen den
Elementen in der Gleichung und den physikalischen Parametern des in der
Fig. 2 gezeigten Netzwerkes zu erzielen. Für die Gleichung (10) gilt
speziell
®.
Ein Beispiel könnte angebracht sein.
Es wird das Problem der Zerlegung einer Zeitfolge analoger
Signale betrachtet, die sich aus der linearen Addition zeitlich getrennter
Gaußimpulse unterschiedlicher Breite ergeben. Ein typisches summiertes
Signal ist in Fig 3 dargestellt, wobei die verschiedenen Gaußimpulse, aus
denen das Signal zusammengesetzt ist, in Fig. 4 dargestellt sind. Der
Zerlegungsprozeß muß diesen besonderen Untersatz aller möglichen
Grundfunktionen bestimmen, die, wenn sie aufaddiert sind, das Signal in
Fig. 3 wiederherstellen. Wie durch die Punkte 100 auf der Kurve in Fig. 3
angedeutet, ist eine Vielzahl von Abtastwerten von dem Signal der Fig. 3
verfügbar, wobei diese Abtastwerte die analogen Daten xi mit i = 1, 2, . . . ,
N enthalten. Der Basissatz, der alle möglichen "Pulse" festlegt, entspricht
den Gaußfunktionen der Form
wobei der Breitenparameter σ eine endliche Anzahl von Werten annimmt,
während die Spitzenposition des Impulses t irgendeinen der N Augenblicke
darstellen kann, zu denen die Abtastwerte des in Fig. 3 dargestellten
Signals abgetastet werden. Da der Basissatz durch zwei Parameter
spezifiziert ist, nämlich die Breite und die Spitzenposition, können die in
dem Zerlegungsnetzwerk verwendeten Verstärker günstigerweise mit den beiden
Indizes σ, t indiziert werden. Bei der Beschreibung der Zerlegung enthält
jede dieser Grundfunktionen einen digitalen Koeffizienten (Vσt), der dem
Ausgangssignal eines Verstärkers in dem Netzwerk entspricht und der das
Vorhandensein oder das Fehlen dieser Funktion in dem zu zerlegenden Signal
darstellt. Für V20,10 = 1 bedeutet das beispielsweise, daß eine
Gaußfunktion mit einer Spitze im Zeitpunkt des Abtastwertes 20 und mit
einer Breite von 10 in dem Lösungssatz enthalten ist.
Unter Berücksichtigung des oben Gesagten, gilt für die
Energiefunktion, die ein analoges, dieses besondere Zerlegungsproblem
lösendes Rechennetzwerk beschreibt:
mit der Grundfunktion, wie sie in Gleichung (12) definiert ist. Dieser
Ausdruck definiert einen Satz von verstärkten dargestellten Verbindungen
Tσt,σ't' und Eingangsströme Iσt, mit:
Ein Rechennetzwerk zur Ausführung der obigen Verarbeitung
stimmt im wesentlichen mit dem in Fig. 2 gezeigten Netzwerk überein. Der
einzige Unterschied ist der, daß anstelle eines einzelnen Eingangssignals x
eine Vielzahl von Eingangssignalabtastwerten xi verwendet wird, die je mit
einer Leitung 32 verbunden sind, die über die Verbindungsmatrix 30 Ströme
an die Verstärker 10 gemäß der Gleichung (16) führen. Diese
Schaltungsanordnung ist in ihrer allgemeinen Form in Fig. 5 gezeigt, und
zwar mit Leitungen 32-1 bis 32-4, die eine Vielzahl von Eingangsleitungen
aufweisen, an die jeweils ein Signalabtastwert angelegt wird und über die
jeder Signalabtastwert mit allen Verstärkern verbunden wird.
Wie erläutert, sucht unsere Schaltungsanordnung einen minimalen
stabilen Zustand, die aber eine Anzahl anderer stabiler Zustände aufweist,
die lokale Minima bilden. Dieser Zustand ist in Fig. 6 durch die Kurve 100
dargestellt, in der der niedrigste stabile Zustand im Schaltungszustand S4
im Punkt 104 auftritt und lokale Minima in den Zuständen S1, S2, S3, S5,
S6, S7, S8 und S9, auftreten, die den jeweiligen Punkten 101-109
(ausgenommen Punkt 104) auf der Kurve 100 entsprechen.
Wir haben entdeckt, daß die Verstärkung der Verstärker 10 in
unserer Schaltungsanordnung eine Steuerung über die Kurvenform 100 auf eine
Art und Weise darstellt, die dem Ausglühverfahren ähnlich ist. Da bei
einigen Spinglas- Problemen von der Beschreibung eines effektiven Feldes,
das kontinuierlich den hohen Temperaturen zu niedrigeren Temperaturen
gefolgt ist, erwartet wird, daß sie zu einem Zustand nahe des
thermodynamischen Grundzustandes führt, beginnen wir bei unseren
Schaltungsanordnungen mit niedrigen Verstärkungen der Verstärker und
erhöhen sie langsam auf ihre höchsten Werte. Dies führt zu besseren
Rechenergebnissen.
Dieses Verhalten kann heuristisch dadurch verstanden werden,
daß man die Kurve 110 in Fig. 6 betrachtet, die der
Schaltungsenergiefunktion entspricht, wenn die Verstärkung niedrig ist, und
die Unstetigkeiten in dem Kurvenverlauf in Punkten aufweist, die den
Punkten S1 bis S9 (Ecken) entsprechen. Dennoch steigt oder fällt die Kurve
auf beiden Seiten des Punktes 114, der dem Tiefpunkt der Kurve 110
entspricht, monoton. Die anderen Ecken in der Kurve sind keine lokalen
Minima und darum wird unsere Schaltung, wenn wir die Verstärkungen auf
einen unteren Wert setzen, nicht in diesen Punkten bleiben, sondern sich zu
dem Punkt 114 bewegen. Wenn die Verstärkung erhöht wird, stabilisiert sich
unsere Schaltung einfach und schnell in dem Tiefpunkt, d. h. dem Punkt 104.
Ein Beginnen einer Berechnung in einem niedrigen
Verstärkungszustand initialisiert die Schaltungsanordnung. Bei sich
ändernden Eingangssignalen, beispielsweise wenn der Analog-Digital-Wandler
eine schwankende Spannung mißt, kann die Schaltung dann am besten arbeiten,
wenn die Verstärkung für jede neue Entscheidung wieder initialisiert wird.
Das Leistungsmerkmal der Verstärkungssteuerung, die auf
herkömmliche Weise ausgeführt werden kann, ist in Fig. 5 durch eine Linie
40 erläutert, die mit einem Verstärkungssteuerpunkt mit allen Verstärkern
10 verbunden ist. Eine Änderung der Spannung auf der Leitung 10 führt zu
einer Änderung der Verstärkung der Verstärker 10, die die erwünschte
Hochfahr-Aktion oder Wiederinitialisierung hervorruft.
Anspruch[de]
1. Schaltungsanordnung zur Bestimmung der besten Anpassung
zwischen Eingangssignalen χ und einer Auswahl von Grundfunktionen εK
mit einer Vielzahl von Verstärkern (10), von denen jeder Verstärker A&sub1;
einen Eingangsanschluß zur Einführung eines Stromes I und einen
Ausgangsanschluß besitzt, und mit Leitwertelementen Tij (21), die je
den Ausgangsanschluß des Verstärkers Ai mit dem Eingangsanschluß des
Verstärkers Aj verbinden,
gekennzeichnet durch eine Einrichtung (30) zur Einführung eines
Stromes Ii in den Eingangsanschluß des Verstärkers i, wobei gilt:
Ii=[(χ·ε&sub1;-1/2(εi·εj)], und Tij=-(εi·εj) mit i=j.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1,
mit einer Einrichtung (40) zur Veränderung des Gewinns der Verstärker.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1,
mit einer Einrichtung zur Einstellung des Gewinns der Verstärker auf
einen niedrigen Wert und Erhöhen des Gewinns auf den höchsten Wert bei
stabilem Ausgangssignal der Schaltungsanordnung, wobei die Verstärker
eine Eingangs/Ausgangs-Signalübertragungskennlinie hoher Verstärkung
besitzt.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, 2 oder 3,
bei der die Stromeinführungseinrichtung eine zweite Verbindungsmatrix
(30) zur Anschaltung eines Teils einer vorgewählten Vorspannung und
eines Teils des Eingangssignals an den Eingangsanschluß jedes
Verstärkers aufweist.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4,
bei der die zweite Verbindungsmatrix die vorgewählte Vorspannung und
die Eingangssignale an die Eingangsanschlüsse über Leitwerte
verbindet, die in Beziehung zu den Grundfunktionen stehen.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4,
bei der εi und εj Mitglieder des Satzes nichtorthogonaler Funktionen εk
sind und die zweite Verbindungsmatrix die vorgewählte Vorspannung dem
Eingangsanschluß jedes Verstärkers Ai über einen Leitwert zuführt, der
eine Funktion des Skalarproduktes von εi mit sich selbst ist und jedes
Eingangssignal dem Eingangsanschluß jedes Verstärkers Ai über einen
Leitwert zuführt, der eine Funktion von εi ist.
7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, 2 oder 3
zur Verwendung als Analog-Digital-Wandler, bei der die
Einführungseinrichtung eine zweite Verbindungsmatrix zur Verbindung
einer vorgewählten Vorspannung -v und der Eingangssignale an den
Eingangsanschluß jedes Verstärkers aufweist, wobei der Wert jedes
Leitwertes Tij auf -2(i+j) für i = j und auf 0 für i = j eingestellt
wird, und bei der die zweite Verbindungsmatrix die vorgewählte
Vorspannung -v dem Eingangsanschluß des Verstärkers Ai über einen
Leitwert mit dem Wert 2(2i-1)/v und die Eingangssignale dem
Eingangsanschluß des Verstärkers Ai über einen Leitwert mit dem Wert 2i
zuführt.