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Dokumentenidentifikation DE4223870A1 27.01.1994
Titel Radträgeranordnung für Kraftfahrzeuge
Anmelder Carl Dan. Peddinghaus GmbH & Co KG, 58256 Ennepetal, DE
Erfinder Peddinghaus, Erwin, Dipl.-Ing., 4322 Sprockhövel, DE;
Breuer, Heinz-Werner, 5828 Ennepetal, DE;
Berghoff, Michael, Dipl.-Ing., 4788 Warstein, DE
Vertreter Eitle, W., Dipl.-Ing.; Hoffmann, K., Dipl.-Ing. Dr.rer.nat.; Lehn, W., Dipl.-Ing.; Füchsle, K., Dipl.-Ing.; Hansen, B., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Brauns, H., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Görg, K., Dipl.-Ing.; Kohlmann, K., Dipl.-Ing.; Ritter und Edler von Fischern, B., Dipl.-Ing.; Kolb, H., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte; Nette, A., Rechtsanw., 81925 München
DE-Anmeldedatum 20.07.1992
DE-Aktenzeichen 4223870
Offenlegungstag 27.01.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.01.1994
IPC-Hauptklasse B60B 35/02
IPC additional class // B60G 9/00  
Zusammenfassung Es wird eine Radträgeranordnung für Kraftfahrzeuge beschrieben, die aus einer ausgestanzten Trägerplatte (20) und einem einstückig geschmiedeten Radträger (30) besteht. Die Trägerplatte ist mit dem Tragrohr (10) der Fahrzeugachse fest verbindbar und es können an ihr Radvorspur- und -sturz eingestellt werden. Der Radträger, der einen Achszapfen (31), einen Radträgerflansch (33) und eine Aufnahme (32) für das Stoßdämpferbein aufweist, ist in lösbarer Weise mit der Trägerplatte verbindbar. Dabei kann die lösbare Verbindung von der Fahrzeuginnenseite her montiert werden, um eine Vormontage von Radlager, Radnabe und Radbremse an den Radträger zu ermöglichen und um eine einfache Demontage des Radträgers für Service- und Reparaturarbeiten durchführen zu können. Die beschriebene Radträgeranordnung zeichnet sich dadurch aus, daß sie leicht und billig ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Radträgeranordnung für Kraftfahrzeuge.

Eine Radträgeranordnung stellt die Verbindung zwischen Rad und Fahrzeugachse her. Sie trägt das Radlager, die Radnabe, die Radbremse und das Rad und dient zur Anlenkung des Stoßdämpferbeins.

Bekannte Radträgeranordnungen bestehen aus einem geschmiedeten Achszapfen und einem Schmiedeteil, das über ein rohrförmiges Anschlußstück an die Fahrzeugachse, eine Aufnahme für das Stoßdämpferbein und eine Anlagefläche für den Achszapfenflansch verfügt.

Das rohrförmige Anschlußstück des Schmiedeteils muß innen, außen und stirnseitig bearbeitet werden, damit eine paßgenaue Fügestelle zur Verschweißung mit dem Tragrohr der Fahrzeugachse vorliegt. Eine weitere mechanische Bearbeitung am Schmiedeteil ist an der Aufnahme für das Stoßdämpferbein erforderlich. Nach der Verschweißung mit dem Tragrohr der Fahrzeugachse werden am Schmiedeteil durch Überfräsen der Anlagefläche Radvorspur und -sturz eingestellt. Außerdem wird die Anlagefläche mit Bohrungen für die Anbringung des Achszapfens versehen.

Am geschmiedeten Achszapfen muß neben den Aufnahmeflächen an der Fahrzeugaußenseite insbesondere die Anschlußfläche des Achszapfenflansches mechanisch sehr genau bearbeitet werden. Der Achszapfen wird von der Fahrzeugaußenseite her über den Achszapfenflansch lösbar mit der entsprechenden Anlagefläche des Schmiedeteils verbunden. Die Montage des Radlagers, der Radnabe und der Radbremse kann erst erfolgen, wenn der Achszapfen an das Schmiedeteil montiert ist.

Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine Radträgeranordnung zur Verfügung zu stellen, die leicht und billig ist.

Diese Aufgabe wird durch eine Radträgeranordnung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.

Bei der erfindungsgemäßen Ausführung entfallen durch die Verwendung einer Trägerplatte materialaufwendige, schmiedetechnisch ausgeformte Übergangsstrukturen im Bereich des Anschlusses an die Fahrzeugachse und im Bereich der Stoßdämpferbeinaufnahme. Die einstückige Bauweise des Radträgers mit Achszapfen, die einen direkten Kraftfluß zwischen Achszapfen und Stoßdämpferbeinaufnahme herstellt, ermöglicht eine gewichtsoptimierte Gestaltung dieses Schmiedeteils. Somit führt die Kombination der erfindungsgemäßen Merkmale zu einer gegenüber den bekannten Konstruktionen leichteren Radträgeranordnung.

Die Trägerplatte läßt sich einfach und preisgünstig als Stanzteil herstellen. Eine zusätzliche mechanische Vorbearbeitung der Schweißfügestelle zum Tragrohr der Fahrzeugachse ist dabei nicht erforderlich. Weiterhin erfolgt die Befestigung der Trägerplatte am Tragrohr der Fahrzeugachse durch ein einfaches und preisgünstiges Schweißverfahren. Infolge der einstückigen Ausführung des Radträgers enthält die Radträgeranordnung nur ein Schmiedeteil und die mechanische Bearbeitung des Achszapfens sowie der Stoßdämpferbeinaufnahme erfolgt am selben Bauteil. Somit führt eine einfachere Herstellung, eine einfachere mechanische Bearbeitung und eine einfachere Montage an das Tragrohr der Fahrzeugachse zu einer gegenüber den bekannten Anordnungen billigeren Radträgeranordnung.

Ein zusätzlicher Vorteil liegt darin, daß sich bei der erfindungsgemäßen Radträgeranordnung keine Veränderung der herkömmlichen Achskinematik ergibt, weil die geometrischen Bezugspunkte am Achszapfen und an der Stoßdämpferbeinaufnahme beibehalten werden können.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, die lösbare Verbindung zwischen Radträger und Trägerplatte von der Fahrzeuginnenseite her zu montieren. Auf diese Weise können das Radlager, die Radnabe und die Radbremse auf einer Fertigungsinsel an den Radträger montiert werden und zusammen mit diesem in der Endmontage mit der Trägerplatte verbunden werden. Dadurch ist auch eine leichte Demontage des Radträgers und eine Durchführung von Service- und Reparaturarbeiten sowohl am Radträger selbst als auch am Radlager, an der Radnabe oder der Radbremse an einem separaten Arbeitsplatz möglich.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, den Flansch des Radträgers dergestalt auszubilden, daß die Verbindung zur Trägerplatte über einzelne kleine Anlageflächen erfolgt. So kann die Einstellung von Radvorspur und -sturz in vereinfachter Weise durch lokales Überfräsen der Anlageflächen des Radträgerflansches auf seiten der Trägerplatte vorgenommen werden. Bisher ist ein Überfräsen der gesamten Anlagefläche des Schmiedeteils erforderlich.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der beigefügten Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher erläutert.

Es zeigt:

Fig. 1 Draufsicht der Radträgeranordnung <Blickrichtung von oben auf das Fahrzeug);

Fig. 2 Seitenansicht der Radträgeranordnung (Blickrichtung von der Fahrzeuginnenseite aus).

Fig. 1 und Fig. 2 zeigen eine vertikal angeordnete, durch Ausstanzen gefertigte Trägerplatte 20, die mit dem Tragrohr 10 der Fahrzeugachse verschweißt ist, wobei das Tragrohr hierfür so ausgeführt wird, daß es in einer vertikalen Ebene abschließt. Durch die sich ergebende Kehlnaht 15 statt einer Stoß-an-Stoß-Schweißung kann anstelle der bisher üblichen Magnetarcschweißung die billigere MAG-C-Schweißung in einem mechanisierten Verfahren mit gegenläufigen Brennern angewendet werden. Radvorspur und -sturz werden durch lokales Überfräsen der Stirnfläche 21 der Trägerplatte im Bereich der Anlageflächen 35 des Radträgerflansches 33 eingestellt. An der Trägerplatte sind Bohrungen angebracht, so daß der Radträger 30 mit Hilfe von Verbindungsschrauben 40 daran lösbar befestigt werden kann. Die Verschraubung erfolgt von der Fahrzeuginnenseite her, wodurch vor der Montage des Radträgers an die Trägerplatte bereits die Vormontage des Radlagers, der Radnabe und der Radbremse an den Radträger auf einer Fertigungsinsel durchgeführt werden kann. Außerdem ist die Verschraubung zu Service- und Reparaturzwecken jederzeit von der Fahrzeuginnenseite aus zugänglich und kann gelöst werden. Der Radträger 30 ist als Schmiedeteil einstückig ausgeführt und besteht aus einem Achszapfen 31, einem Radträgerflansch 33, einer Aufnahme 32 für das Stoßdämpferbein und einer Verbindungsstruktur 34 zwischen Radträgerflansch und Stoßdämpferbeinaufnahme.

Somit steht eine gewichtssparende und preisgünstige Radträgeranordnung für Kraftfahrzeuge zur Verfügung.


Anspruch[de]
  1. 1. Radträgeranordnung für Kraftfahrzeuge, bestehend aus
    1. - einer Trägerplatte (20), die fest mit der Fahrzeugachse verbindbar und zur Einstellung von Radvorspur und -sturz bearbeitbar ist;
  2. und
    1. - einem einstückig gefertigten Radträger (30), der einen Achszapfen (31) zur Lagerung des Rades sowie eine Aufnahme (32) für das Stoßdämpferbein aufweist und mit der Trägerplatte in lösbarer Weise verbindbar ist.
  3. 2. Radträgeranordnung für Kraftfahrzeuge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die lösbare Verbindung zwischen Radträger und Trägerplatte von der Fahrzeuginnenseite her montierbar ist.
  4. 3. Radträgeranordnung für Kraftfahrzeuge nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Radträgerflansch (33) mehrere kleine Anlageflächen (35) in bezug auf die Trägerplatte aufweist.






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