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Dokumentenidentifikation DE3786529T2 17.02.1994
EP-Veröffentlichungsnummer 0269094
Titel Kontrolle von hochfrequenten Antwortimpulsen in einem Fernsehumfragesystem.
Anmelder TV Answer International, Inc., George Town, Grand-Cayman-Islands, KY
Erfinder Morales-Garza, Fernando, Monterrey, N.L., MX;
Morales-Garza, Oscar, Monterrey, N.L., MX;
Ortiz-Salinas, Jorge E., Monterrey, N.L., MX
Vertreter Haft, U., Dipl.-Phys., 80469 München; Berngruber, O., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., 83457 Bayerisch Gmain; Czybulka, U., Dipl.-Phys., Pat.-Anwälte, 80469 München
DE-Aktenzeichen 3786529
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, ES, FR, GB, GR, IT, LI, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 25.11.1987
EP-Aktenzeichen 871174140
EP-Offenlegungsdatum 01.06.1988
EP date of grant 14.07.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.02.1994
IPC-Hauptklasse H04N 9/00

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Fernsehumfragesystem, bei welchem RF-Antwortimpulse von Empfangsstandorten in Beantwortung von über TV-Signale von TV-Studios ausgestrahlte Umfragen an TV-Studios übertragen werden, insbesondere die Kontrolle der Trägerfrequenz, mit welcher die RF-Impulse an den Empfangsstandorten erzeugt werden und die Kontrolle und Verhinderung der Übertragung von falschen Antwortimpulsen von Empfangsstandorten aus, Antwortimpulsen, welche auf eine Video-Aufzeichnung von Fernsehsignalen als Umfrageantwort abgegeben und empfangen werden.

Beim Fernsehumfragesystem gemäß unserem Patent US-A-4591906 vom 27. Mai 1986 betreffend drahtlose Übertragungen von TV- Apparaten zur TV-Station werden Piepton-Antworten drahtlos von den Empfangsstationen aus mit sehr hohen Frequenzen, wie z. B. 53 MHz oder höher übertragen. Bei diesem System arbeiten alle Empfänger mit der selben Rückantwortfrequenz. Es ist somit unabdingbar, daß alle Empfänger eine genauestens kontrollierte Rückantwortfrequenz aufweisen, um für den Kommunikationskanal eine sehr enge Bandbreite zu bilden und um zu gewährleisten, daß alle Antworten vom TV-Studio empfangen und verarbeitet werden. Ein Kontrollmittel besteht in der Verwendung von mittels temperaturkompensierten oder beheizten Kristallen kontrollierten Oszillatoren an jeder Empfangsstation.

Dies ist jedoch für die vielen tausenden von Empfangsstationen im Bereich eines einzigen TV-Senders ein kostspieliges und unzuverlässiges Unterfangen, da Erschütterungen, Alterung und andere Faktoren die Oszillationsfrequenz beeinträchtigen können, ohne daß diese Beeinträchtigungen bei Heimempfängern beeinflußt werden könnten.

Es kann auch in bestimmten geographischen Gebieten vorkommen, daß von verschiedenen TV-Stationen oder-über Kabelkanäle kommende TV-Signale gleichzeitig nach Beantwortung verlangen, so daß Empfangsstationen mit der Möglichkeit in zwei oder mehr Frequenzen zu antworten, wünschenswert wären. Es ist somit Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine kostengünstige und präzise Kontrolle von Oszillatoren in Empfangsstationen zu schaffen, und zwar für Systeme mit einer einzigen oder mehrfachen Rückantwortfrequenz.

Die Lösung der vorstehenden Aufgabe wirft ein ernsthaftes Problem auf, nämlich daß eine Oszillationsfrequenz von vielen Megahertz ohne Kristalle genauestens zu kontrollieren ist, und zwar bei Heimempfängern, wo Temperaturen, Spannungen und andere Betriebsbedingungen stark schwanken und die Oszillatorfrequenz beeinflussen.

Es ist ferner anzustreben, ein Frequenzkontrollsystem zu schaffen, welches mit der in der Rückantworteinrichtung vorgesehenen Technologie kompatibel ist, um so ebenfalls Kosten einzusparen.

Bevorzugt ist somit die Verwendung der Impulszähler-Mikroprozessortechnologie. Dies wirft seinerseits ein Problem auf, das bisher nicht gelöst wurde, indem es nicht möglich erscheint, die im Megahertzbereich liegende Oszillatorfrequenz innerhalb von wenigen Millionsteln zu kontrollieren, ohne über lokale Mittel zu verfügen, welche die Umgebung (wie bei beheizten Kristallen) kontrollieren, Änderungen der Umgebungsbedingungen kompensieren (Temperaturkompensation) oder alterungsbedingte Veränderungen ausgleichen (durch manuelle Einstellungen mittels Drehknöpfen).

Bei TV-Umfragesystemen, bei welchen TV-Stationen Fragesignale in Videosignale umwandeln, senden die Empfangsstationen RF- Impulse in Beantwortung von in den Videosignalen enthaltenen Fragen aus; diese Empfängerstationen werden aber auch RF-Antwortimpulse in Beantwortung eines Videosignals aus senden, welches von einem Heimvideorekorder kommt, wenn dieses Signal ursprünglich von einer TV-Sendung aufgenommen wurde, welche kodierte Fragen enthält. Dies führt zu einem weiteren bisher nicht gelösten Problem: es scheint nämlich nicht möglich, zwischen einem direkt (live) übertragenen Fragen enthaltenden TV-Signal und einem solche Fragen enthaltenden TV-Signal, welches von einem Videorekorder abgerufen wird, zu unterscheiden, so daß nicht verhindert werden kann, daß Empfängerstationen RF-Antwortimpulse aussenden, welche mit Antwortimpulsen aus direkt übertragenen Fernsehumfragen interferieren.

Die vorliegende Erfindung schafft nun eine automatische Frequenzkontrolleinrichtung, welche erlaubt, eine große Zahl von im vielfachen Megahertzbereich liegenden Übertragungsoszillatoren bei Empfangsstationen in einem Fernsehumfragesystem auf einer innerhalb enger Toleranzen liegender Frequenz zu halten, dies durch Synchronisierung mit sehr niedrigfrequenten vertikalen und horizontalen Synchronisationsimpulsen, welche zeitlich genau abgestimmt und in der TV-Sendestation kontrolliert werden und von der Mikroprozessorschaltung der Empfangsstation verarbeitet werden, welche auch der Verarbeitung und zeitlich abgestimmten Rücksendung von Rückantwortimpulsen dient.

Um den Ausgang des Oszillators auf wenige Millionstel genau zu kontrollieren, wird der Oszillatorausgang durch einen Zähler gesteuert, welcher die Oszillationen über eine genau erfaßte Dauer bezüglich der Genauigkeit der im Studio erzeugten vertikalen und horizontalen Signale zählt. Somit kann für eine Zähldauer von einer Sekunde oder Bruchteilen davon die Anzahl an Oszillatorzyklen mit der Zahl verglichen werden, welche bei genau eingehaltener Frequenz zu erwarten wäre, wobei Abweichungen dazu verwendet werden, in einer automatischen Frequenzkontrolleinrichtung ein entsprechendes Korrektursignal zu erzeugen.

Die Genauigkeit der Kontrolle der zeitlichen Abstimmung wird einerseits durch Zählung der vom TV-Senderstudio übermittelten vertikalen und horizontalen Synchronisationsimpulse erhalten, um eine Zählperiode am Ausgang des Oszillators festzulegen und andererseits, wesentlich wichtiger, durch genaue zeitliche Festlegung des Beginns und der Beendigung der Zählperiode, und zwar genau auf einen jeweiligen Beginn eines horizontalen Synchronisationsimpulses.

Eine weitere Sicherung im Fernsehumfragesystem wird dadurch erreicht, daß Schaltkreise zugeschaltet werden, welche die Übertragung von der Empfängerstation verhindern, solange bis der Oszillator auf der richtigen Frequenz liegt. Somit kann ohne Verwendung eines lokalen Kristalloszillators und ohne wesentliche Zusatzeinrichtung in der Empfängerstation das Rückübertragungsband in einer engen Breite von wenigen Millionsteln der vertikalen und horizontalen Signale aus dem Fernsehstudio gehalten werden.

Auch kann durch Verwendung von bestehenden digitalen Kodierfähigkeiten am Ort des Senders und durch die Databit-Empfangsmöglichkeiten, welche auf Seite der Empfänger bestehen, die Zählung oder die gewünschte Rückantwortfrequenz, aus welcher die Zählung ableitbar ist, vom Sender zum Empfänger übertragen werden. Somit kann die Rückantwortfrequenz auf der Senderseite nach Belieben eingestellt und verändert werden. Dies ist sehr wichtig, da die zulässige Frequenz von einem Ort zum andern ändern kann, oder über die Zeit ändern kann, was dazu führt, daß für jede Sendestation unterschiedliche Rückantwortfrequenzen wünschenswert sind.

In einem TV-Umfragesystem, wo Fragen kodiert sind und somit Teil des Videosignals selbst bilden, ist es wichtig, daß die Einrichtungen an den Empfangsstationen unterscheiden können, ob es sich um ein direkt übertragenes Signal oder um ein von einem Heimrekorder aufgenommenes Signal handelt, da beide Programminhalte Fragesignale enthalten mögen, weiche nach Rückantwortsignalen an die Sendestation verlangen. Es ist somit wichtig, daß verhindert werden kann, daß aufaufgezeichnete Signale geantwortet werden kann, da diese mit Antworten auf direkt übertragene Signale interferieren könnten. Dies ist insbesondere dort von Wichtigkeit, wo die Rückantwortfrequenz durch die zeitliche Steuerung von vertikalen und horizontalen Synchronisierimpulsen kontrolliert wird, welche, wenn sie von einem Heimvideorekorder kommen, nicht nur ein falsches Timing von Antwortimpulsen erzeugen können, sondern auf einer Rückantwortträgerfrequenz ablaufen, welche von einem instabilen Heimvideorekorder kontrolliert ist.

Die Lösung dieses Problems besteht darin, TV-Sendestationen zu besitzen, welche bei den Umfragesignalen auch die wirkliche Zeit erfassen (d. h. Jahr, Datum, Stunde, Minuten und Sekunden), und zwar für alle Fragen enthaltenden TV-Signale, und Empfangsstationen zu besitzen, welche diese Übertragungszeit mit einer Zeitinformation aus einer lokalen batteriebetriebenen Quelle an der Empfangsstation vergleichen, wobei bei einer Differenz zwischen diesen zwei Zeiten von 0 oder geringer als wenigen Sekunden davon ausgegangen wird, daß die Videoquelle als Direktübertragung betrachtet wird und die batteriebetriebene Uhr auf diese Zeit eingestellt wird, so daß die Empfängeruhr mit der Uhr des Senders übereinstimmt, wobei die letzte Uhreinstellung in einem Permanent-Speicher gespeichert wird; wenn die Zeitdifferenz mehr als wenige Sekunden beträgt, wird diese Differenz geteilt durch die zwischen der letzten Uhreinstellung vergangenen Zeit und der aktuellen lokalen Uhrzeit, was zur Berechnung des Fehlers führt. Wenn dieser Fehler geringer ist als der erwartete Fehler bei der Empfängeruhr, d. h. ein hundert Millionstel, wird davon ausgegangen, daß die Quelle eine Direktsendung ist und die Uhr wird wieder eingestellt, andererseits würde die Quelle als eine Heimrekordersendung betrachtet und damit die Schaltkreise zur Verhinderung der Signalübertragung von der Empfangsstation aus aktiviert.

Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden nachstehend anhand der Zeichnung beschrieben und in den Ansprüchen beansprucht.

Die Zeichnungen zeigen:

Fig. 1 ein Blockdiagramm eines bidirektionalen TV-Übertragungssystems gemäß der Erfindung, in welcher eine Rückantwort von irgend einer der Empfangsstationen zu einem Sendestudio zurückgestrahlt werden, und zwar mittels einer RF-Pieptonübertragung einer präzisen Trägerfrequenz. Eine der Empfangsstationen ist mit einem Funktionsdiagramm einer automatischen Frequenzkontrolleinrichtung dargestellt, wie sie die Erfindung für den die Trägerfrequenz erzeugenden Oszillator beinhaltet, welcher Oszillator die Antwortpiepstöne erzeugt, und mit einem Funktionsdiagramm mit einem Diskriminiersystem für Videoquellen, um falsche Antwortsignale zu verhindern, welche aufgrund von Videoaufzeichnungen von übertragenen kodierten Fragen erfolgen könnte.

Fig. 2 zeigt ein Wellendiagramm mit den Zeitsignalen für die Kontrolle der Oszillatorfrequenz wie sie bei der vorliegenden Erfindung verwendet wird.

Fig. 3 zeigt ein Blockdiagramm eines Mikroprozessors für das Rückantwortsystem für Fernsehumfragen bei Empfängerstationen gemäß der Erfindung.

Fig. 4 ist ein Flußdiagramm der eingesetzten Software für den Mikroprozessor von Fig. 3 für die erfindungsgemäße automatische Frequenzkontrolle.

Fig. 5 ist ein Flußdiagramm der beim Mikroprozessor von

Fig. 3 eingesetzten Software für die Erkennung von Signalen aus einem Videorekorder.

Das TV-Umfragesystem gemäß der vorliegenden Erfindung umfaßt eine TV-Station 3 mit einer Videoquelle 2 mit einer sorgfältig kontrollierten Synchronisationsquelle 1 mit beheiztem Kristall, wobei das von der Videoquelle erzeugte Signal mittels eines Kodiergerätes 4 mit digitalen Fragen oder anderen digitalen Informationen versehen wird, welches Gerät vom Steuercomputer 5 gesteuert wird, das vom Kodiergerät modifizierte Videosignal anschließend RF-moduliert und verstärkt wird, und zwar an der Stelle 6 und über die Antenne 7 an eine Vielzahl von Empfangsstationen 8a, 8b . . . 8x usw.

übertragen wird. Wie bereits erwähnt, können Fragensignale von der TV-Station 3 ausgesendet und Rückantwortsignale von den einzelnen Empfangsstationen 8a, . . . usw. in Form von RF-Impulsen zurückgesendet werden. Alle RF-Impulse haben dieselbe Frequenz, um aus allen Empfangsstationen eine Antwort in einem schmalen Band zu erzeugen, üblicherweise mit einer VHF-Trägerfrequenz von 53 bis 220 Megahertz. Jede Empfangsstation wird durch eine spezifische Übertragungszeit an RF- Impulsen gekennzeichnet, welche sich an genauen Stellen entlang der horizontalen Linien eines Videorahmens befinden.

Somit hat die Empfangsstation 8x einen lokalen Oszillator 11 und einen RF-Impulsverstärker 10 zur Übertragung über die Antenne 9 und eine Empfangsantenne 13 mit einem Empfänger und einem Demodulator 12, welcher ein zusammengesetztes Videosignal 22 erzeugt, welches durch den Separator 21 in vertikale SYNC-Signale 20, horizontale SYNC-Signale 19 und ein dekodiertes Datumssignal 18 aufgeteilt wird. Der Mikroprozessor und die Kontrollschaltung 43 verarbeiten digitale Fragen aus der TV-Station, welche im Datumsignal 18 enthalten sind und formulieren und takten zeitlich die Übertragung von RF- Antwortimpulsen mit der Trägerfrequenz des Oszillators 11.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird die Einrichtung dazu verwendet, die Frequenz des Oszillators 11 zu kontrollieren, und zwar innerhalb enger Grenzen in einem automatischen Frequenzkontrollsystem (AFC), und zwar in Abhängigkeit von SYNC- Fernsehimpulsen erzeugt in der TV-Station 3 und von der Empfangsstation 8x empfangen. Das AFC-System 13 umfaßt einen Zähler 14, welcher auf Oszillationen aus der Leitung 15 anspricht, welche ihrerseits den Oszillationen aus dem VHF- Oszillator 11 entsprechen, wie sie vom anwählbaren Vorzählgerät 16 modifiziert wurden, welch letzteres die Oszillationsfrequenz von 11 auf eine niedrigere Frequenz bringt, welche sich für den Zähler 14 besser eignet, wobei der Ausgang des Vorzählers 16 beim Tor 26 von einem Toröffnungssignal 30 gesteuert wird, um den Zählvorgang während einer genauen Zeitdauer, bestimmt durch die Torkontrolle 32, durchzuführen. Die Torsteuerung 32 erfolgt über die vertikalen und horizontalen SYNC-Impulse 20 bzw. 19 des empfangenen Fernsehsignals 22. Ein automatisches Frequenzkorrektursignal 23 wird in der Schaltung 24 erzeugt, und zwar durch Vergleich des Zählers 14 mit der Datumsanzeige 25, welche die gewünschte exakte Frequenz des Oszillators 11 enthält. Die gewünschte Datumsanzeige kann bei der TV-Station 3 über den Steuercomputer 5 eingestellt werden und digital in das TV-Signal über das Kodiergerät 4 eingegeben werden, wobei die übertragenen Daten bei der Empfangsstation 8x empfangen werden und durch das dekodierte Datensignal 18 in die Schaltung 25 gelangen.

Es ist möglich, sehr hohe Genauigkeit des VHF-Oszillators 11 zu erhalten, und zwar über die niederfrequenten vertikalen und horizontalen Synchronisationsimpulse mittels der Einrichtung und dem Tor 26, wie durch die in Fig. 2 gezeigten Wellenformen illustriert. Die horizontalen und vertikalen SYNC- Impulse des Fernsehsignals, welches von der TV-Station ausgesendet wird, werden zeitlich genau getaktet und auf hohe Genauigkeit kontrolliert, wobei diese zeitliche Abstimmung dazu verwendet wird, die Kristall-Kontrollschaltungen bei der Empfangsstation zu ersetzen. Zuerst wird ein Signal 31 erzeugt, um den Zähler 14 auf Null zu schalten, anschließend wird eine genau bestimmte Meßdauer 30 erzeugt, und zwar durch die Torkontrollschaltung 32, wobei die eingestellte Dauer 30 präzise zum Zählen der Schwingungen des Oszillators 11 verwendet wird, wie die Oszillationen durch den anwählbaren Vorzähler (Frequenzteiler) 16 modifiziert wurden. Wenn das Resultat der Zählung identisch ist mit der Datumsanzeige 25, hat der Oszillator die gewünschte Frequenz und keine Korrektur ist erforderlich im AFC-Signal 23. Wenn das Zählresultat nicht identisch ist, wird ein Frequenzkontrollsignal 23 erzeugt und wenn der Fehler zu groß ist, wird ein Signal 45 den Schalter 48 aktivieren, um das Aussenden von RF-Impulsen zu verhindern. Die Zählperiode ist eine Funktion der gewünschten Genauigkeit des Oszillators und der aktuellen Genauigkeit der vertikalen und horizontalen SYNC-Impulse. Wie Fig. 2 zeigt, kann die Zählperiode z. B. eine 1/10 Sekunden betragen, bestimmt durch die Zählung von sechs vertikalen SYNC-Impulsen durch die Torkontrolle 32, wobei die Zählperiode durch die vordere Kante des ersten horizontalen SYNC-Impulses folgend auf einen vertikalen Impuls startet und beendet wird. Auf diese Weise kann die Toröffnungsdauer auf das genaueste wiederholt werden und die Oszillatorfrequenz kann innerhalb sehr enger Grenzen auf einer gewünschten Frequenz kontrolliert werden.

In Fig. 1 weist die Empfangsstation 8x ebenfalls ein Fernsehdiskriminierungssystem 60 auf, um damit ein direkt übertragenes Fernsehsignal von einem aus einem Heimvideogerät kommenden Fernsehsignal zu unterscheiden, womit verhindert werden kann, daß Antwortimpulse, welche auf Übertragungen aus Aufzeichnungen eines Heimvideogerätes kommen, ausgesendet werden. Der Diskriminator 60 umfaßt einen Bauteil 61, welcher im Fernsehsignal enthaltene Zeitinformationen erfaßt, welche durch den Steuercomputer 5 in der TV-Station 3 in kodierter Form eingegeben werden, wobei diese Zeitinformation in der Station 8x empfangen und als Datensignal 18 dekodiert wird. Die Zeitinformation aus 61 wird in der Schaltung 62 mit der Zeit aus einer batteriebetriebenen Uhr 63 verglichen und dabei ein Zeitfehler errechnet. Wenn der Zeitfehler Null oder weniger als einige wenige Sekunden beträgt, wird die Uhr 63 nachgestellt und die Zeit dieser Nachstellung in einem Permanent-Speicher 64 gespeichert. Wenn der Fehler mehr als einige wenige Sekunden beträgt, wird der Fehler geteilt durch die Zeit, welche zwischen der letzten Uhrnachstellung gemäß Speicher 64 und der Uhrzeit 63 vergangen ist, und dabei eine Fehlerrate errechnet. Wenn diese Fehlerrate kleiner ist als die erwartete Fehlerrate der Uhr, d. h. ein 100/Millionstel, wird davon ausgegangen, daß es sich bei der Videoquelle um eine Direktübertragung handelt und die Uhr 63 wird auf die Zeit aus 61 nachgestellt, während im andern Fall die Fernsehquelle als Aufzeichnung einer vorher aufgezeichneten Sendung angenommen wird. In diesem Fall werden die Schaltkreise 48 aktiviert, und zwar über das Signal 65, um zu verhindern, daß Antworten auf die aufgezeichneten Fragen übertragen werden können.

Fig. 3 zeigt den Ablauf der vorstehend beschriebenen Funktionen mittels einer Mikroprozessorsteuerung. Der Flip-Flop- Schalter 73 dient zur präzisen Erzeugung der Toröffnungszeit, um genau mit der Vorderkante des horizontalen SYNC-Signals 19 zu starten und zu stoppen, wie im Software-Flußdiagramm von Fig. 4 gezeigt. ON-Signal 71 und OFF-Signal 72 sind softwaregesteuert, um die Toröffnungszeit 30 beim ersten auf einen vertikalen SYNC-Impuls folgenden horizontalen SYNC-Impuls zu starten und die Toröffnungszeit 30 zu beenden beim ersten horizontalen SYNC-Signal nach dem Durchlaufen von sechs vertikalen SYNC-Impulsen. Das Reset-Signal 31 ist ebenfalls softwaregesteuert, um periodisch den Fehler 14 auf Null zu stellen, bevor ein neuer Zählzyklus beginnt. Das Datum 25 ist abgelesen und wird in den Mikroprozessor 43 eingegeben und periodisch mit dem Resultat des Zählers 14 verglichen. Aus diesem Vergleich wird ein Fehler berechnet und dazu verwendet, den digitalen Eingang zu korrigieren, und zwar im Digital/Analogkonwerter (DAC) 70, dessen analoger Ausgang 23 den spannungsgesteuerten Oszillator 11 speist.

Das Software-Flußdiagramm von Fig. 5 beschreibt wie die Diskriminierfunktion 60 vom Mikroprozessor gemäß Fig. 3 durchgeführt wird. Wie bereits beschrieben, wird über die Software verglichen, ob die durch die Fernsehübertragung gelieferte Zeitinformation, kodiert im Fernsehsignal, gleich ist oder innerhalb einer gewissen Fehlerrate derjenigen Zeit liegt, welche von der Uhr 63 angezeigt wird. Wenn dies der Fall ist, wird die Fernsehquelle als Direktübertragung betrachtet und der Schalter 48 wird geschlossen, um die Übertragung von Antwortimpulsen zuzulassen, wobei die Uhr nachgestellt wird und die Zeit dieser Nachstellung in einem permanenten Speicher 64 für die spätere Verwendung bei der Berechnung von Zeitfehlern zu verwenden. Im andern Fall wäre die Fernsehquelle als Heimaufzeichnung einer Fernsehsendung zu betrachten und der Schalter 48 würde geöffnet, um zu verhindern, daß auf aufgezeichnete Fernsehsignale falsche Antwortimpulse ausgesendet werden.

Auf die vorstehend beschriebene Weise wird das bidirektionale TV-Umfragesystem bei einer Vielzahl von Empfängern die genaue Kontrolle der Rückantwort-Trägerfrequenz erlauben, ohne die Notwendigkeit von genauen Kristallkontrollen bei lokalen Oszillatoren. Es verhindert ebenfalls, daß Antworten übertragen werden, welche auf aufgezeichnete Fernsehsendungen abgegeben werden, welche mit Direktübertragungen kollidieren könnten. Es wird auch verhindert, daß außerhalb eines Trägerfrequenzbandes liegende Frequenzen verwendet werden, welche aus instabilen Heimvideoaufzeichnungen geliefert werden. Die Erfindung erlaubt mit hoher Genauigkeit die Kontrolle von Hochfrequenzoszillatoren, in unerwarteter Weise mit sehr niedrigfrequenten Signalen, welche in konventionellen Mikroprozessorschaltungen verarbeitet werden können und damit Empfängerstationen erlauben, trotz möglicher Frequenzvariationen RF-Signale weiterzugeben, obwohl die Bedingungen nicht gleich kontrollierbar sind wie in Fernsehsenderstudios. Die Erfindung gibt auch Gewähr dafür, daß Empfangsstationen nur Rückantwortimpulse abgeben auf Direktübertragungen, eine Bedingung, welche erforderlich ist, um überhaupt die Zulassung zu erhalten, mehrere tausend Sender bei Empfangsstationen betreiben zu dürfen.


Anspruch[de]

1. Vorrichtung zum Erkennen von direkt übertragenen und aufgezeichneten Signalen in einer Empfangsstation (8a, 8b, . . . 8x) zur Anwendung in einem Fernsehsystem, gekennzeichnet durch:

eine Detektoreinrichtung (60) in der Empfangsstation zum Vergleichen eines mit den direkt übertragenen Signalen übertragenen zeitgebenden Signales mit einem in der Empfangsstation erzeugten Zeitsignal, um das Vorliegen einer direkt übertragenen Sendung anzugeben;

einen lokalen Zeitgeber (63) in der Detektoreinrichtung, der das Zeitsignal liefert;

eine Einrichtung (62) zum Vergleichen des Zeitsignales des lokalen Zeitgebers (63) mit dem übertragenen zeitgebenden Signal, um Zeitfehler zu bestimmen und das Vorliegen von direkt übertragenen Signalen anzugeben, wenn der Zeitfehler kleiner als ein vorbestimmter Wert ist, und aufgezeichnete Signale anzuzeigen, wenn der Zeitfehler diesen vorbestimmten Wert überschreitet.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine automatische Einstelleinrichtung (43, 64) in der Empfangsstation (8a, 8b, . . . , 8x), um die Zeit des Zeitgebers in Antwort auf das empfangene zeitgebende Signal nachzustellen, wenn der bestimmte Zeitfehler kleiner als der vorbestimmte Wert ist.

3. Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch:

eine Speichereinrichtung (64) zum Speichern der letzten Nachstellzeit;

eine Recheneinrichtung (43) zum Berechnen einer Fehlerrate, indem der Zeitfehler durch die Zeit dividiert wird, die seit der letzten, im Speicher enthaltenen Nachstellzeit des Zeitgebers vergangen ist, zum Angeben des Vorliegens eines direkt übertragenen Signales, wenn die Fehlerrate kleiner als die erwartete Fehlerrate des Zeitgebers (63) ist, und zum Nachstellen des Zeitgebers (63).

4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Schalteinrichtung (48), die aktiviert wird, wenn der Zeitfehler oder die Fehlerrate einen vorbestimmten Wert überschreiten, wodurch das Vorliegen von aufgezeichneten Signalen angegeben wird.

5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine auf die Detektoreinrichtung (60) ansprechende Einrichtung (9, 10, 11) in der Empfangsstation (8a, 8b, . . . , 8x) zum Erzeugen eines Rückantwortsignales auf Fragesignale, die mit den direkt übertragenen Signalen lediglich während direkt übertragener Sendungen übertragen werden.

6. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet ferner durch eine drahtlose Übertragung von einem Sender, der eine Oszillatorfrequenz aufweist, die auf eine vorbestimmte Frequenz von mehreren Megahertz mit einer vorbestimmten Genauigkeit geregelt wird, durch Übertragungen der zeitgebenden Signale synchronisiert mit den Oszillatorsignalen, durch eine Einrichtung in dem Empfänger zum Empfangen und Bearbeiten der synchronisierten zeitgebenden Signale, um daraus das in der Empfangsstation erzeugte Zeitsignal abzuleiten.

7. Vorrichtung nach Anspruch 6, ferner gekennzeichnet durch eine Einrichtung im Empfänger, um die synchronisiert übertragenen zeitgebenden Signale über eine vorbestimmte Zeitperiode genau auszublenden, durch eine Einrichtung zum Zählen der ausgeblendeten zeitgebenden Signale, durch eine Oszillatoreinrichtung im Empfänger, und durch eine Einrichtung zum automatischen Regeln der Frequenz der Oszillatoreinrichtung in der Empfangsstation mit Hilfe der ausgeblendeten zeitgebenden Signale.

8. Vorrichtung nach Anspruch 7, ferner gekennzeichnet durch Fernsehfragesignale, die bei den direkt übertragenen Sendungen mitübertragen werden, mit den Oszillatoreinrichtungen synchronisierte Einrichtungen in mehreren Empfangsstationen zum Senden von Rückantwortsignalen von den Empfangsstationen auf der gleichen Sendefrequenz, und durch Einrichtungen zum Synchronisieren der Signale von den unterschiedlichen Empfangsstationen zu präzisen unterschiedlichen Zeiten, die durch die Frequenz der Oszillatoreinrichtungen in den entsprechenden Empfangsstationen gesteuert werden.

9. Vorrichtung nach Anspruch 1, ferner gekennzeichnet durch eine Rückantworteinrichtung in der Empfangsstation, die auf übertragene Fragesignale bei direkt übertragenen Sendungen Rückantwortsignale liefert, und durch eine Synchronisationseinrichtung, die die Rückantwortsignale mit den zeitgebenden Signalen, die mit den direkt übertragenen Signalen mitübertragen wurden, synchronisiert.







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