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Dokumentenidentifikation DE4322828A1 17.02.1994
Titel Verfahren und Anlage zur Rückgewinnung von Feststoffen
Anmelder Andritz-Patentverwaltungs-Ges.m.b.H., Graz, AT
Erfinder Sacherer, Wolf, Ing., Graz, AT;
Wenzl, Franz, Ing., Hitzendorf, AT
Vertreter Splanemann, R., Dipl.-Ing.; Reitzner, B., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Baronetzky, K., Dipl.-Ing.(Univ.), Pat.-Anwälte, 80331 München
DE-Anmeldedatum 08.07.1993
DE-Aktenzeichen 4322828
Offenlegungstag 17.02.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.02.1994
IPC-Hauptklasse B01D 35/00
IPC-Nebenklasse B01D 33/06   D21F 1/66   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft Verfahren und Anlagen zur Rückgewinnung von Feststoffen aus damit versehenen Flüssigkeiten, insbesondere Siebwasser einer Papiermaschine, unter Verwendung von Drehfiltern (2, 3) und Zuführung eines Filterhilfsstoffes (5', 5''), wobei zumindest zwei Stufen mit je einem Drehfilter (2, 3) vorgesehen sind. Die Erfindung ist vornehmlich dadurch gekennzeichnet, daß von außen zugeführter Filterhilfsstoff (5', 5'') getrennt parallel auf zumindest zwei einzelne Filter (2, 3) aufgegeben und wenigstens das Klarfiltrat (12) zumindest der ersten Stufe rezirkuliert wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft Verfahren und Anlagen zur Rückgewinnung von Feststoffen aus damit versehenen Flüssigkeiten, z. B. Siebwasser einer Papiermaschine, unter Verwendung von Drehfiltern und Zuführung eines Filterhilfsstoffes, wobei zumindest zwei Stufen mit je einem Drehfilter vorgesehen sind.

Es sind bereits derartige Verfahren und Anlagen z. B. durch die WO 81/00 359 (HEDEMORA) bekannt geworden. Bei diesen Verfahren werden beispielsweise zwei Filter in Serie hintereinander geschaltet, wobei der Filterhilfsstoff nur dem zweiten Filter von außen zugeführt wird und der als Fangstoff bezeichnete rückgewonnene Feststoff der ersten Stufe als Filterhilfsstoff der zweiten Stufe zugeführt wird.

Soll eine mit Feststoffen hoch belastete Flüssigkeit, insbesondere hoch belastetes Wasser gereingt werden, so treten bei Verfahren nach dem Stand der Technik große Probleme auf. Der Filterhilfsstoff, der ein Teilstrom der auf die Papiermaschine geförderten Faser- bzw. Zellstoffsuspension ist, wird durch das Klarfiltrat der ersten Stufe stark verdünnt und mit dem Trübfiltrat der zweiten Stufe vermischt. Dadurch erfolgt eine Anreicherung an nicht erwünschten Feststoffen in der zweiten Stufe, so daß auch der aus Filterhilfsstoff plus rückgewonnene Fasern bestehende Fangstoff nur in niedriger Konsistenz und mit hoher Belastung an fremden Feststoffen zur ersten Stufe geführt werden kann. Hier wird dann der Fangstoff mit Trübfiltrat der ersten Stufe und dem hoch belasteten Wasser, z. B. Siebwasser der Papiermaschine, vermischt, was auch in der ersten Stufe zu einer Anreicherung der fremden Feststoffe, z. B. Asche usw., führt.

Diesen Nachteil verhindert die Erfindung und schlägt daher insbesondere für hoch belastete Wässer ein Verfahren vor, das dadurch gekennzeichnet, ist, daß von außen zugeführter Filterhilfsstoff getrennt parallel auf zumindest zwei einzelne Filter aufgegeben und wenigstens das Klarfiltrat zumindest der ersten Stufe rezirkuliert wird. Durch die getrennt parallele Aufgabe des ebenfalls mit Fremdstoffen belasteten Filterhilfsstoffes auf die einzelnen Filter wird eine rasche Anfilterung einer Filtergrundschicht erreicht, wodurch die Filter bei vorgegebenen Durchsätzen kleiner bemessen werden können. Durch die Rezirkulierung des Klarfiltrates der ersten Stufe, das noch mit einem relativ großen Anteil an Fremdstoffen belastet ist, können auch diese Anteile stark reduziert werden.

Eine vorteilhafte Ausführung des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, daß in der ersten Stufe die zu reinigende Flüssigkeit, insbesondere Wasser, vor der Aufgabe auf das Filter mit dem rezirkulierten Klarfiltrat der ersten Stufe vermischt wird. Dadurch kann die Feststoffbelastung des zu reinigenden Wassers vor dem Filter reduziert werden und in weiterer Folge eine größere Reinheit der aus dem Filter-System austretenden Klar- und Superklarfiltrate erreicht werden.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführung des Verfahrens wird der Filterhilfsstoff mit dem Gemisch aus zu reinigender Flüssigkeit und rezirkuliertem Klarfiltrat der ersten Stufe vermischt und auf das erste Drehfilter aufgegeben. Durch diese Mischung wird der Fremdstoff im gesamten Aufgabegut gleichmäßig verteilt und kann leichter entfernt werden. Eine weitere günstige Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Teil des Trübfiltrates zumindest einer weiteren Stufe rezirkuliert wird. Durch diese Rezirkulation können noch im Trübfiltrat enthaltene Faserstoffe bei einem weiteren Filtrationsdurchgang rückgewonnen werden.

Entsprechend einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird der Filterhilfsstoff in zumindest einer weiteren Stufe vor der Aufgabe auf das Filter mit dem Trübfiltrat der vorhergehenden Stufe und gegebenenfalls rezirkuliertem Trübfiltrat der weiteren Stufe vermischt.

Eine Ausgestaltung des Verfahrens ist gekennzeichnet dadurch, daß das Klarfiltrat zumindest einer weiteren, insbesondere der letzten, Stufe zur Siebreinigung der Filter zumindest einer der Stufen verwendet wird. Dies hat den Vorteil, daß durch die Verwendung von geringfügig belastetem Klarfiltrat bei gleichem Reinigungseffekt der Filtersegmente eine Einsparung an Frischwasser erzielt werden kann.

Eine günstige Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, daß die Aufgabemenge des Filterhilfsstoffes auf die einzelnen Stufen in Abhängigkeit von der Aufgabekonsistenz auf das jeweilige Filter geregelt wird. Dadurch wird erreicht, daß auch bei im Betrieb schwankenden Konsistenzen von Siebwasser und Filterhilfsstoff immer die für das jeweilige Filter optimale Konsistenz zur Filtration erreicht wird.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die Menge des rückgeführten Klarfiltrates der ersten Stufe in Abhängigkeit von der Aufgabemenge und Aufgabekonsistenz der zu reinigenden Flüssigkeit, insbesondere des zu reinigenden Wassers, geregelt. Durch diese Regelung kann in günstiger Weise die Feststoffbelastung vor der Aufgabe auf das Filter beeinflußt werden.

Insgesamt können durch das erfindungsgemäße Verfahren die für eine bestimmte zu reinigende Wassermenge, -Konzentration und Feststoffbelastung benötigten Filter kleiner dimensioniert werden, als dies bei Verfahren nach dem Stand der Technik möglich ist. Besonders vorteilhaft können derartige Verfahren bei Papiermaschinen mit hohem Altpapierrohstoffanteil eingesetzt werden.

Weiters wird eine Anlage zur Durchführung des Verfahrens mit mindestens zwei Drehfiltern, sowie Zufuhren von mit Feststoffen versehenen Flüssigkeiten und von Filterhilfsstoffen vorgeschlagen, die erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet ist, daß die mindestens zwei Drehfilter getrennt und parallel mit Filterhilfsstoffzufuhren von außen verbunden sind und daß der Klarfiltratbehälter zumindest des ersten Drehfilters mit dem Behälter für dessen Flüssigkeitszufuhr in Verbindung steht. Erfindungsgemäß kann es auch günstig sein, wenn (zusätzlich) die Drehfilter getrennt und (teilweise) parallel mit Flüssigkeitszuleitungen verbunden sind.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der erfinderischen Anlage ist dadurch gekennzeichnet, daß die Zufuhrleitungen für die zu reinigende Flüssigkeit, insbesondere Wasser, mit dem Behälter für die Flüssigkeitszufuhr zum ersten Drehfilter verbunden sind.

Eine weitere erfindungsgemäße Ausgestaltung der Anlage ist dadurch gekennzeichnet, daß eine Zufuhrleitung für den Filterhilfsstoff in die Leitung zwischen dem Behälter für die Flüssigkeitszufuhr und dem Aufgabeschacht für das erste Drehfilter mündet.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Anlage ist dadurch gekennzeichnet, daß der Trübfiltratbehälter zumindest eines weiteren Drehfilters mit dem Behälter für dessen Flüssigkeitszufuhr in Verbindung steht.

Eine nächste günstige Ausgestaltung der Anlage gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß eine Zufuhrleitung für den Filterhilfsstoff in die Leitung zwischen dem Behälter für die Flüssigkeitszufuhr und dem Aufgabeschacht für zumindest ein weiteres Drehfilter mündet.

Bei einer weiteren Ausgestaltung der Anlage ist der Klarfiltratbehälter zumindest eines weiteren, insbesondere des letzten, Drehfilters mit den Anschlüssen für die Siebreinigung zumindest eines der Drehfilter verbunden.

Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Anlage ist dadurch gekennzeichnet, daß in der Zufuhrleitung des Filterhilfsstoffes der einzelnen Stufen ein Regelventil vorgesehen ist, das mit einem Konsistenzmesser in der Aufgabeleitung auf das jeweilige Drehfilter verbunden ist.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Anlage ist dadurch gekennzeichnet, daß in der Rezirkulationsleitung des Klarfiltrates der ersten Stufe ein Regelventil vorgesehen ist, das mit einem Mengen- und Konsistenzmesser in der Zufuhrleitung der zur reinigenden Flüssigkeit verbunden ist.

Die Erfindung wird nun anhand von Zeichnungen beispielsweise erläutert, wobei in Fig. 1 ein Fließschema der Anlage, Fig. 2 ein Längsschnitt durch ein in der erfindungsgemäßen Anlage eingesetztes Scheibenfilter, Fig. 3 eine Ansicht eines Scheibenfilters, Fig. 4 ein Längsschnitt durch ein in der erfindungsgemäßen Anlage eingesetztes Trommelfilter und Fig. 5 eine Ansicht eines Trommelfilters dargestellt sind.

Die gesamte Filteranlage ist in Fig. 1 mit 1 bezeichnet. Sie beinhaltet eine erste Filterstufe bzw. ein erstes Filter 2 und eine zweite Filterstufe bzw. ein zweites Filter 3. Das hier zu behandelnde Wasser, üblicherweise ein mit Fremdstoffen, z. B. Asche, und einem geringen Faseranteil mit einer Konsistenz von etwa 0,8% an Faseranteil, das als Abwasser aus dem Siebteil einer Papiermaschine (Siebwasser) kommt, wird hier mit 4 bezeichnet. Die Faserstoffe sollen dabei für den Prozeß wiedergewonnen werden und das mit Fremdstoffen belastete Wasser entweder wieder der Stoffaufbereitung zugeführt, oder als Abwasser aus dem System ausgebracht werden. Das Siebwaser 4 wird gemäß der Erfindung in einen Vorlagebehälter 11 eingebracht und mit Klarfiltrat 12 der ersten Filterstufe 2 vermischt. Die Menge des rezirkulierten Klarfiltrates wird durch das Regelventil 40 in Abhängigkeit von den vom Mengen- und Konsistenzmesser 41 gemessenen Werten des zugeführten Siebwassers geregelt. Durch diese Schaltung kann die Feststoffbelastung im Aufgabegut 22&min; für das Filter 2 entsprechend reduziert werden. Die Mischung 4&min; wird anschließend mit dem Filterhilfsstoff 5&min; vermengt und als Suspension 22&min; dem ersten Filter 2 im Aufgabeschacht 15 eingebracht. Zur optimalen Filtration wird die Konsistenz der Suspension 22&min; im Bereich von ca. 1 bis 2% an Filterhilfsstoff gehalten. Die Menge des zugeführten Filterhilfsstoffes 5&min; wird in Abhängigkeit von den vom Konsistenzmesser 39&min; erhaltenen Werten durch das Regelventil 38&min; geregelt. Das Filterhilfsmittel wird üblicherweise der Stoffzufuhr der Papiermaschine entnommen und weist daher ein Konsistenz von ca. 3 bis 8% an Faserstoff auf. Durch Zugabe einer geringen Menge an Filterhilfsstoff 5, 5&min;, 5&min;&min; läßt sich auf den Filterelementen des Filters 2 bzw. 3 schnell eine Matte aus Faserstoff als Grundlage für die weitere Filtration anfiltrieren. Die Filtermatte wird dann, insbesondere mittels Wasserdüsen mit Klarfiltrat 21&min; der zweiten Filterstufe 3, abgenommen und im Austrag mit der Mischung 4&min; mit reduzierter Feststoffbelastung auf eine gewünschte Konsistenz für die weitere Verwendung im System verdünnt. Oft entspricht die Konsistenz des Fangstoffes 6&min; auch der Konsistenz des Filterhilfsstoffes 5. Der Fangstoff 6 beider Filterstufen 2, 3 wird anschließend gemeinsam z. B., in die Papiermaschinenbütte (Stoffzufuhr zur Papiermaschine), rückgeführt. Das sog. Klarfiltrat 12 der ersten Stufe wird rezirkuliert und in dem Vorlagebehälter 11 dem Siebwasser 4 zugegeben. Das Trübfiltrat 13 der ersten Filterstufe, d. h. Wasser mit einem höheren Anteil an Feststoffen und Faserstoffen wird in einen Behälter 14 geführt, von wo es entweder über die Leitung 7 zur Stoffaufbereitung rückgeführt, oder über die Leitung 13&min; in den Vorlagebehälter 19 der zweiten Filterstufe geleitet wird. Diesem Vorlagebehälter wird gegebenenfalls das weniger belastete Trübfiltrat 10&min;&min; der zweiten Filterstufe mit geringerer Konsistenz zugeführt. Dadurch ergibt sich, analog zur Rezirkulierung des Klarfiltrates in der ersten Filterstufe eine geringere Belastung des Aufgabegutes und somit eine bessere Filtrierbarkeit. Die Mischung wird nach dem Vorlagebehälter 19 mit frischem Filterhilfsstoff 5&min;&min; auf eine entsprechende Konsistenz, z. B. 0,5 bis 1,5% an Filterhilfsstoff gebracht und als Suspension 22&min;&min; in den Aufgabeschacht 20 des zweiten Filters 3 geleitet. Die Zugabemenge des Filterhilfsstoffes 5&min;&min; wird in Abhängigkeit von den vom Konsistenzmesser 39&min;&min; erhaltenen Werten durch ein Regelventil 38&min;&min; geregelt. Der Fangstoff des zweiten Filters 3 wird mittels Siebwasser 4 auf die gewünschte Konsistenz verdünnt und über Leitung 6&min;&min; der Fangstoffrückführung 6 zugeleitet. Im zweiten Filter 3 kann ein Filtrat größter Reinheit als Superklarfiltrat über einen Behälter 16 in die Zuführleitung 8 zur Nutzung, z. B. für Spritzrohre mit hohen Anforderungen an die Wasserqualität, rückgeführt werden. Das Klarfiltrat wird dem Behälter 17 zugeführt und im Filtersystem durch die Leitungen 21&min; und 21&min;&min; zu den Spritzrohren der Filter 2, 3 geführt. Überschüssiges Klarfiltrat kann über die Leitung 9, z. B. diversen Spritzrohren, der Papiermaschine zugeführt werden. Das Trübfiltrat der zweiten Filterstufe 3 wird einerseits zur Verdünnung des Aufgabegutes (Trübfiltrat der ersten Filterstufe 2) verwendet und andererseits, z. B. in die Stoffaufbereitung, zur Papiermaschine rückgeführt.

In Fig. 2 ist ein Scheibenfilter dargestellt, das eine apparative Ausführungsmöglichkeit für die Filter 2, 3 darstellt. Das Filter besteht aus einem Filtertrog 23, in den die zu reinigende Flüssigkeit (Siebwasser) zugeführt wird. Die Filtersegmente 26 werden dabei an der Filterhohlwelle 24 befestigt und stehen mit den Filtratkanälen 25 in Verbindung. Durch den herrschenden Unterdruck in der Filtratleitung 31, die am Ventilkopf 29 befestigt ist, wird die Flüssigkeit im unteren Teil des Filters in Richtung des Pfeiles 27 in den Hohlraum der Filtersegmente 26 gesaugt. Aus dem oberen Bereich wird Luft in Richtung der Pfeile 28 in die Filtersegmente 26 gesaugt, wodurch noch Restwasser aus der auf dem Filtersegment anfiltrierten Fasermatte ausgetrieben wird. Die Filterhohlwelle 24 ist mit ihrem Wellenstummel im Lager 30 drehbar gelagert.

Die Drehrichtung 32 des Filters 2, 3 ist in Fig. 3 zu sehen. Durch die Drehung durchläuft ein Filtersegment 26 kontinuierlich einen Filtrationszyklus. Das Filtersegment 26 taucht dabei etwa bei Position 37 in die Flüssigkeit ein. Zu Beginn wird mit der Flüssigkeit auch ein hoher Anteil an Feststoffen hindurchgesaugt. Das daraus abgesaugte Wasser wird als Trübfiltrat 13, 18 bezeichnet. Durch die Bildung einer Fasermatte 33 können in weiterer Folge nur mehr ein geringer Feststoffanteil hindurchgesaugt werden. In diesem Bereich wird das Klarfiltrat 9, 12 abgesaugt. Im letzten Bereich vor dem Austreten aus der Flüssigkeit wird gegebenenfalls noch eine fast reine Flüssigkeit als Superklarfiltrat 8 abgesaugt. Anschließend wird die Filtermatte 33 durch Spritzwasser 21&min;, 21&min;&min; vom Filtersegment 26 gelöst und wird als sog. Fangstoff 6&min;, 6&min;&min; ausgetragen, wobei dieser noch durch Zugabe von der zu reinigenden bzw. allenfalls durch rezirkuliertes Klarfiltrat verdünnte Flüssigkeit (Suspension) noch auf eine gewünschte Konsistenz verdünnt werden kann. Anschließend an die Filtermattenabnahme kann dann das Filtersegment 26 durch Spritzwasser 21&min;, 21&min;&min; noch gereinigt werden, bevor es erneut einen Filtrationszyklus durchläuft.

Eine weitere Möglichkeit für ein Drehfilter 2, 3 besteht in der Verwendung eines Trommelfilters gemäß Fig. 4. Die Filtertrommel 34 ist dabei innerhalb des Filtertrogs 23 drehbar. Die Filtersegmente 35 sind um den Umfang der Filtertrommel 34 verteilt und über Filtratkanäle 25 mit dem Ventilkopf 29 verbunden. Die Flüssigkeit wird im unteren Teil des Filters 2, 3 in Richtung der Pfeile 27 in die Filtersegmente 35 gesaugt und im oberen Teil wird Luft in Richtung der Pfeile 28 durchgesaugt. Der Filtrationszyklus verläuft ähnlich dem eines Scheibenfilters. Zum Unterschied dazu wird die Filtermatte 33 erst kurz vor dem Eintauchpunkt 37 des Filtersegments 35 durch einen Schaber 36 vom Umfang der Filtertrommel 34 abgenommen. Die übrigen Vorgänge und Bezeichnungen entsprechen jenen bei der Ausführung mit Scheibenfilter.

Bezugszeichen-Liste

1 Filteranlage

2 erste Filterstufe

3 zweite Filterstufe

4 Zufuhr z. B. Siebwasser

4&min; Siebwasser zur Fangstoffverdünnung erste Stufe

4&min;&min; Siebwasser zur Fangstoffverdünnung zweite Stufe

5 Filterhilfsstoff aus Papiermaschinen (PM)-Stoffaufbereitung

5&min;, 5&min;&min; Zugabe Filterhilfsstoff in erste bzw. zweite Stufe

6 Fangstoffrückführung in PM-Bütte

6&min;, 6&min;&min; Fangstoff aus erster bzw. zweiter Stufe

7 Rückführung des Trübfiltrates der ersten Stufe zur Stoffaufbereitung

8 Superklarfiltrat für Spritzrohre der PM

9 Klarfiltrat der zweiten Stufe für diverse Spritzrohre der PM

10 Trübfiltrat der zweiten Stufe

10&min;&min; rezirkuliertes Trübfiltrat

11 Vorlagebehälter für Siebwasser und Klarfiltrat der ersten Stufe

12 rezirkuliertes Klarfiltrat der ersten Stufe

13 Trübfiltrat der ersten Stufe

13&min; Zufuhr Trübfiltrat erste Stufe zum Vorlagebehälter für zweite Stufe

14 Behälter für Trübfiltrat der ersten Stufe

15 Aufgabeschacht für erstes Filter

16 Behälter für Superklarfiltrat der zweiten Stufe

17 Behälter für Klarfiltrat der zweiten Stufe

18 Behälter für Trübfiltrat der zweiten Stufe

19 Vorlagebehälter für zweite Stufe

20 Aufgabeschacht für zweites Filter

21&min;, 21&min;&min; Klarfiltrat der zweiten Stufe für Spritzrohre des ersten bzw. zweiten Filters

22&min;, 22&min;&min; Zuführung Suspension zu erstem bzw. zweitem Filter

23 Filtertrog

24 Filterhohlwelle

25 Filtratkanal

26 Filtersegment

27 Strömungsrichtung der Flüssigkeit (Pfeil)

28 Strömungsrichtung der Luft (Pfeil)

29 Ventilkopf

30 Lagerung

31 Filtratablauf

32 Drehrichtung des Filters

33 Filtermatte

34 Filtertrommel

35 Filtersegment der Filtertrommel

36 Schaber

37 Eintauchposition des Filtersegments in die Suspension

38&min;, 38&min;&min; Regelventil für Filterhilfsstoff

39&min;, 39&min;&min; Konsistenzmesser für Aufgabegut

40 Regelventil für Klarfiltrat der ersten Stufe

41 Mengen- und Konsistenzmesser für Siebwasser


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Rückgewinnung von Feststoffen aus damit versehenen Flüssigkeiten, insbesondere Siebwasser einer Papiermaschine, unter Verwendung von Drehfiltern und Zuführung eines Filterhilfsstoffes, wobei zumindest zwei Stufen mit je einem Drehfilter vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß von außen zugeführter Filterhilfsstoff getrennt parallel auf zumindest zwei einzelne Filter aufgegeben und wenigstens das Klarfiltrat zumindest der ersten Stufe rezirkuliert wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der ersten Stufe die zu reinigende Flüssigkeit, insbesondere Wasser, vor der Aufgabe auf das Filter mit dem rezirkulierten Klarfiltrat der ersten Stufe vermischt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Filterhilfsstoff mit dem Gemisch aus zu reinigender Flüssigkeit und rezirkuliertem Klarfiltrat der ersten Stufe vermischt und auf das erste Drehfilter aufgegeben wird.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Teil des Trübfiltrates zumindest einer weiteren Stufe rezirkuliert wird.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Filterhilfsstoff in zumindest einer weiteren Stufe vor der Aufgabe auf das Filter mit dem Trübfiltrat der vorhergehenden Stufe und gegebenenfalls rezirkuliertem Trübfiltrat der weiteren Stufe vermischt wird.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Klarfiltrat zumindest einer weiteren, insbesondere der letzten Stufe, zur Siebreinigung der Filter zumindest einer der Stufen verwendet wird.
  7. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufgabemenge des Filterhilfsstoffes auf die einzelnen Stufen in Abhängigkeit von der Aufgabekonsistenz auf das jeweilige Filter geregelt wird.
  8. 8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge des rückgeführten Klarfiltrats der ersten Stufe in Abhängigkeit von der Aufgabemenge und Aufgabekonsistenz der zu reinigenden Flüssigkeit, insbesondere des zu reinigenden Wassers, geregelt wird.
  9. 9. Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei mindestens zwei Drehfilter sowie Zufuhren von mit Feststoffen versehenen Flüssigkeiten und von Filterhilfsstoffen vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens zwei Drehfilter (2, 3) getrennt und parallel mit Filterhilfsstoffzufuhren (5&min;, 5&min;&min;) von außen verbunden sind und daß der Klarfiltratbehälter (12) zumindest des ersten Drehfilters (2) mit dem Behälter (11) für dessen Flüssigkeitszufuhr in Verbindung steht.
  10. 10. Anlage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Zufuhrleitungen (4) für die zu reinigende Flüssigkeit, insbesondere Wasser, mit dem Behälter (11) für die Flüssigkeitszufuhr zum ersten Drehfilter (2) verbunden sind.
  11. 11. Anlage nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß eine Zufuhrleitung (5&min;) für den Filterhilfsstoff in die Leitung zwischen dem Behälter (11) für die Flüssigkeitszufuhr und dem Aufgabeschacht (15) für das erste Drehfilter (2) mündet.
  12. 12. Anlage nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Trübfiltratbehälter (18) zumindest eines weiteren Drehfilters (3) mit dem Behälter (19) für dessen Flüssigkeitszufuhr in Verbindung steht.
  13. 13. Anlage nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß eine Zufuhrleitung (5&min;&min;) für den Filterhilfsstoff in die Leitung zwischen dem Behälter (19) für die Flüssigkeitszufuhr und dem Aufgabeschacht (20) für zumindest ein weiteres Drehfilter (3) mündet.
  14. 14. Anlage nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Klarfiltratbehälter (17) zumindest eines weiteren, insbesondere des letzten, Drehfilters (3) mit den Anschlüssen (21&min;, 21&min;&min;) für die Siebreinigung zumindest eines der Drehfilter (2, 3) verbunden ist.
  15. 15. Anlage nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß in der Zufuhrleitung des Filterhilfsstoffes der einzelnen Stufen ein Regelventil (38&min;, 38&min;&min;) vorgesehen ist, das mit einem Konsistenzmesser (39&min;, 39&min;&min;) in der Aufgabeleitung (22&min;, 22&min;&min;) auf das jeweilige Drehfilter (2, 3) verbunden ist.
  16. 16. Anlage nach einem der Ansprüche 9 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß in der Rezirkulationsleitung des Klarfiltrates (12) der ersten Stufe (2) ein Regelventil (40) vorgesehen ist, das mit einem Mengen- und Konsistenzmesser (41) in der Zufuhrleitung (4) der zu reinigenden Flüssigkeit verbunden ist.
  17. 17. Anlage nach einem der Ansprüche 9 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß (zusätzlich) die Drehfilter (2, 3) getrennt und (teilweise) parallel mit Flüssigkeitszuleitungen (22&min;, 22&min;&min;) verbunden sind.






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