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Dokumentenidentifikation DE3883440T2 10.03.1994
EP-Veröffentlichungsnummer 0296011
Titel Verfahren und Vorrichtung zur Bestimmung der Zahl der in einem bestimmten Raum anwesenden Personen.
Anmelder Bertin & Cie., Plaisir, Yvelines, FR
Erfinder Fardeau, Michel, F-13290 Les Milles, FR;
Guern, Yves, F-83470 Pourrieres, FR;
Dignac, Jean-Pierre, F-13880, Velaux, FR;
Drevon, Jean-Marc, F-13770 Venelles, FR
Vertreter Tauchner, P., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Heunemann, D., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Rauh, P., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Hermann, G., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Schmidt, J., Dipl.-Ing.; Jaenichen, H., Dipl.-Biol. Dr.rer.nat., 81675 München; Uexküll-Güldenband-Menzel, A., Dr.phil. (Ph.D.), 82166 Gräfelfing; Weinberger, R., Dipl.-Chem.Univ. Dr.rer.nat., 81675 München; Bublak, W., Dipl.-Chem. Univ., Pat.-Anwälte, 80997 München; Tremmel, H., Rechtsanw., 81675 München
DE-Aktenzeichen 3883440
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, ES, FR, GB, GR, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 03.06.1988
EP-Aktenzeichen 884013509
EP-Offenlegungsdatum 21.12.1988
EP date of grant 25.08.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.03.1994
IPC-Hauptklasse G08B 13/18
IPC-Nebenklasse H04H 9/00   G07C 9/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Bestimmen der Anzahl in einem bestimmten Raum anwesender Personen und ist sowohl zum Feststellen der Fernsehteilnehmer als auch zur automatischen Überwachung bestimmter Orte geeignet.

Es sind bereits Geräte zum Feststellen der Fernsehteilnehmer bekannt, wobei diese Geräte einem Fernsehgerät zugeordnet sind und das Ein- und Ausschalten des Fernsehgerätes, sowie den gewählten Kanal registrieren können, sodaß sie es in Kombination mit einer genauen, von einer Zeitbasis vorgegebenen Zeit ermöglichen, die gewählten Programme exakt zu bestimmen. Ein Zentralrechner ermöglicht eine telefonische Abfrage der den Fernsehgeräten zugeordneten Geräte dieser Art und folglich ein automatisches Feststellen der Auswähl der Zuseher und des Erfolges der von verschiedenen Sendern angebotenen Sendungen. Diese bekannten Geräte ermöglichen jedoch weder ein Feststellen der Anzahl von Personen, welche der von einem Fernsehgerät ausgestrählten Sendung zusehen, noch festzustellen, ob sich jemand zum Fernsehen vor dem Fernsehgerät befindet, wenn das Fernsehgerät eingeschaltet ist.

Ebenso sind Vorrichtungen bekannt, welche im allgemeinen zur Überwachung von zu sichernden Orten verwendet werden, wobei diese Ultraschall- oder Dopplereffektdetektoren benutzen und eine Information über die An- oder Abwesenheit von Personen an einem bestimmten Ort geben können. Diese bekannten Vorrichtungen ermöglichen jedoch keineswegs die Anahl anwesender Personen festzustellen. Zu diesem Zweck müssen Mittel zum Zählen von Personen, die einen Eingang oder einen Ausgang eines Raumes durchqueren, benutzt werden. Das hat zur Folge, daß der Eingang in einen Raum von einem Ausgang des Raumes getrennt sein muß und daß die Zählung gestartet werden muß. Überdies reichen diese Geräte nicht aus, um eine automatische Überwachung von Fernsehsendungen durchzuführen, da eine Bestätigung der Anwesenheit einer Person in einem Zimmer mit einem Fernsehgerät nicht dafür ausreicht, um sicherzustellen, daß sie eine Sendung sieht.

Aus der FR-A-2 417 222 ist weiters eine Vorrichtung zur Überwachung von Orten bekannt geworden, welche ein Objektiv aufweist, das ein Bild eines bestimmten Raumes auf eine Matrix von CCD-Photodetektoren abbildet, welche einer Steuerungs- und Abtastschaltung zugeordnet ist, die über einen Analog-Digitalwandler mit Schaltungen verbunden ist, welche in zwei aufeinanderfolgenden Bildern die Differenz zwischen den von den Photodetektoren gelieferten Signalen bilden und diese Differenzen mit einer Schwelle vergleichen, um das Rauschen der Photodetektoren beseitigen zu können. Das resultierende Signal wird dann an eine Alarmschaltung übertragen. Ebenso ist vorgesehen, die Abtastfrequenz der Photodetektoren zu verändern, um ihre Sättigung zu vermeiden. Diese Vorrichtung kann in einem bestimmten Raum Bewegungen detektieren, ermöglicht es jedoch nicht, die in diesem Raum anwesenden Personen zählen.

Die vorliegende Erfindung hat daher zum Ziel, diese oben genannten Nachteile der bekannten Vorrichtungen zu überwinden.

Sie hat ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Gegenstand, welche es ermöglichen, die Anzahl in einem Gebäude anwesender Personen und insbesondere die Anzähl der Personen zu bestimmen, die eine Fernsehsendung verfolgen.

Sie schlägt dafür ein Verfahren zum Bestimmen der Anzahl von in einem bestimmten Raum anwesenden Personen vor, das aufweist: Aufnehmen eines Bildes dieses Raums mittels einer Anordnung von Photodetektoren, Abtasten der von jedem Photodetektor gelieferten Grauwerte mit einer bestimmten Abtastfrequenz, untereinander Vergleichen der Grauwerte jedes Photodetelctors zweier aufeinanderfolgender Bilder, um ihre Differenz zu erhalten, und Vergleichen dieser Differenzen mit einer Schwelle, dadurch gekennzeichnet, daß es folgendes aufweist: Bestimmen des Wertes der Schwelle für jeden Photodetektor in Abhängigkeit von der Beleuchtung dieses Photodetektors, Transformieren der vorgenannten Differenzen in binäre Signale durch Gleichrichten und Vergleichen mit den bereits genannten Schwellen, Eliminieren der binären Signale, deren Wert zu gering ist, um einer Person zugeordnet werden zu können, wobei die nicht eliminierten Signale ein erstes Resultat bilden, untereinander Vergleichen der erhaltenen ersten Resultate über eine vorbestimmte Zeitperiode, um für die Anordnung ein Resultat zu erhalten, das Bewegungen von Personen entspricht, und Ableiten der Anzahl von Personen, die in diesem Raum anwesend sind.

Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht nicht nur das Bestimmen der Anzähl in einem bestimmten Raum zu einem gegebenen Zeitpunkt anwesender Personen, sondern auch das Feststellen der Veränderungen dieser Anzahl und das Kommen und Gehen von Personen. Der gegenständliche Raum kann ein zu überwachender Ort oder der Teil eines Zimmers sein, welcher einem Fernsehgerät gegenüberliegt, wo sich fernsehende Personen aufhalten.

Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung weist das Verfahren das Andern der Abtastfrequenz der Photodetektoren in Abhängigkeit von der Beleuchtungsintensität des Raums auf, um für jedes Bild einen mittleren Grauwert zu erhalten, der im wesentlichen unabhängig von der Beleuchtung ist.

So wird eine Sättigung der Photodetektoren verhindert und man erleichtert das Vergleichen der Bilder untereinander.

Ebenso weist das erfindungsgemäße Verfahren ein Aufzeichnen der genannten Bilder mit einer Frequenz auf, durch welche die Abtastfrequenz teilbar ist, und das paarweise Vergleichen zweier aufeinanderfolgender Bilder, die eine vorbestimmte Anzahl aufgenommener Bilder voneinander getrennt sind, um die genannten Differenzen von Grauwerten zu erhalten.

Das erfindungsgemäße Verfahren weist weiters auf, daß die Aufnahmefrequenz der Bilder und/oder die Anzahl der Bilder, durch welche zwei zu vergleichende Bilder voneinander getrennt sind, in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit der Ortsveränderung einer Person in diesem Raum variiert werden.

Die Erfindung ist somit automatisch an die Bewegungen von Personen in einem Gebäude oder an einem Ort angepaßt.

Letztlich weist das Verfahren ein untereinander Vergleichen von Resultaten einer Gruppe auf, welche in unterschiedlichen Zeitperioden aufgenommen wurden.

Ebenso schlägt die Erfindung eine Vorrichtung zum Bestimmen der Anzähl in einem bestimmten Raum anwesender Personen vor, die aufweist: ein Objektiv zum Aufnehmen eines Bildes dieses Raums mittels einer Anordnung von Photodetektoren und Steuer- und Abtastschaltungen für Photodetektoren, die über einen Analog/Digitalwandler mit Mitteln zum Bilden von Differenzen verbunden sind, um zwischen den von den Photodetektoren in zwei aufeinanderfolgenden Bildern gelieferten Signalen Differenzen zu bilden und diese Differenzen mit einer Schwelle zu vergleichen, dadurch gekennzeichnet, daß der Analog/Digitalwandler mit Mitteln zur Informationsverarbeitung, wie einem Mikrorechner, verbunden ist, welche aufweisen: Mittel zum Bestimmen einer Schwelle für jeden Photodetektor in Abhängigkeit von der Beleuchtung des Photodetektors, Mittel zum Transformieren der genannten binären Differenzen durch Vergleich der Absolutwerte dieser Differenzen mit den genannten Schwellen, Filtermittel zum Eliminieren der Signale, deren Wert zu gering ist, um einer Person zugeordnet werden zu können, und zum Erhalten eines erstes Resultates, das aus den nicht eliminierten binären Signalen besteht, Mittel, um die innerhalb einer vorbestimmten Zeitperiode aufeinanderfolgenden ersten Resultate untereinander zu vergleichen, um ein Resultat für die Anordnung zu erhalten, das den Bewegungen der Personen entspricht, und Mittel zum Bestimmen der Anzalhl von anwesenden Personen aus dem Resultat für die Anordnung. Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung weisen die Mittel zur Informationsverarbeitung ebenso Mittel auf, um die über unterschiedliche Zeitperioden für die Anordnung erhaltenen Resultate untereinander zu vergleichen.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weisen die Mittel zur Informationsverarbeitung auf:

- Mittel zum Bestimmen der Abtastfrequenz der Photodetektoren in Abhängigkeit von der Beleuchtungsintensität des Raums,

- Mittel zum Aufzeichnen von abgetasteten numerischen Signalen mit einer Frequenz, durch welche die Abtastfrequenz der Photodetektoren teilbar ist,

- und Mittel zum Vergleichen von zwei und zwei aufeinanderfolgend aufgezeichneten Signalen, die voneinander um eine bestimmte Anzahl aufgezeichneter Signale voneinander getrennt sind, und zum Bilden ihrer Differenz.

Eine solche Vorrichtung kann einem Fernsehgerät zugeordnet sein, um die Anzähl fernsehender Personen zu bestimmen, oder mit einem Überwachungssystem für Raume in Verbindung stehen.

Die Erfindung ist anhand der folgenden Beschreibung besser verständlich und weitere Merkmale und Vorteile gehen aus derselben hervor, welche sich auf die beiliegenden Figuren bezieht, die zeigen:

Figur 1 eine schematische Darstellung der erfindungsgemaßen Vorrichtung,

Figur 2 schematisch einen Modus zur Verarbeitung der Signale der Photodetektoren,

Figur 3 schematisch die zeitliche Abfolge der wesentlichen Schritte des erfindungsgemaßen Verfahrens.

Vorerst wird auf die Figur 1 bezug genommen, in welcher die wesentlichen Bestandteile einer erfindungsgemaßen Vorrichtung dargestellt sind.

Diese Vorrichtung weist ein Objektiv 10, wie ein Objektiv eines Photoapparates oder einer Videokamera, auf, in dessen Gesichtsfeld sich Objekte und Personen 12 befinden können.

Dem Objektiv 10 ist ein Balken oder eine Reihe 14 mit Photodetektoren 16, wie Ladungstransfer-Photodetektoren, zugeordnet, deren Anzahl beispielsweise 512 oder 1024 sein kann. Das Objektiv 10 bildet auf dem Balken 14 der Photodetektoren 16 das Bild einer in dem Gesichtsfeld enthaltenen Ebene des Raums ab, welche der Zeichenebene von Figur 1 entspricht.

Den Photodetektoren 16 des Balkens 14 sind Schaltungen zugeordnet, welche allgemein mit dem Bezugszeichen 18 versehen sind und eine Schaltung zum Abtasten der Ladung der Detektoren 16 und zumindest eine Uhr zum Bestimmen der Integrationszeit oder der Abtastfrequenz der Photodetektoren 16 aufweisen. Die Abtastschaltung ist über einen Analog- Digitalwandler 20 mit einem Mikrorechner 22 verbunden, welcher die Verarbeitung der Signale am Ausgang der Photodetektoren 16 und die Steuerung der Schaltungen 18 vornimmt. Dieser Mikrocomputer 22 kann beispielsweise über eine Telefonleitung 24 mittels eines Rechners oder einer entfernten Zentraleinheit 26 abgefragt werden.

Wenn die Erfindung zur automatischen Zuseher-Überwachung angewendet wird, ist die Vorrichtung einem Fernsehgerät zugeordnet und so angeordnet, daß sie auf dem Photodetektorbalken 14 das Bild eines ebenen, im wesentlichen horizontalen Bereichs aufnimmt, der ungefähr 1 m oberhalb des Bodens liegt, und somit der Höhe des Körperoberteils einer vor dem Fernsehgerät sitzenden Person entspricht.

Wenn die Erfindung zur Überwachung von Orten angewendet wird, kann die Vorrichtung eine Photodetektor-Matrix aufweisen, sodaß die Analyse nicht nur auf eine Dimension beschränkt ist.

Nachfolgend werden mit Bezug auf die Figuren 2 und 3 die wesentlichen Schritte des erfindungsgemäßen Verfahrens, sowie die Funktionsweise der Vorrichtung beschrieben.

Die Kurven a und b von Figur 2 sind Videosignale, die durch Abtasten der Photodetektoren 16 des Balkens 14 an zwei Zeitpunkten erhalten werden, welche durch eine vorbestimmte Zeitdauer voneinander getrennt sind.

Jede Kurve a, b stellt die Grauwerte dar, die von den unterschiedlichen Photodetektoren ermittelt werden. Wenn sich die beobachtete Umgebung zwischen zwei Beobachtungszeitpunkten nicht ändert und die Beleuchtung nicht verändert wird, sind die zwei Kurven a und b identisch. Wenn sich sich im Gegensatz dazu eine Person, die einen Teil der überwachten Umgebung bildet, auch nur geringfügig bewegt, überträgt sich seine Bewegung in eine Änderung der Grauwerte, die von den entsprechenden Photodetektoren aufgenommen werden. Die Detektion der Änderungen der von dem Photodetektoren aufgenommenen Grauwerte ermöglicht folglich das Feststellen der Bewegung einer Person und auf diese Weise ein Erkennen einer anwesenden Person und das Unterscheiden von anderen, in dieser überwachten Umgebung anwesenden Personen. Folglich wird so die Anzähl der in der Umgebung anwesenden Personen bestimmt. In der Praxis ist es tatsächlich unmöglich, daß eine Person länger als einige Sekunden, ohne auch nur zu Atmen, völlig unbeweglich bleibt.

Die Verarbeitung von dem Photodetektorbalken 14 gelieferter aufeinanderfolgender Signale ist im wesentlichen die folgende: zwei aufeinanderfolgende Signale, wie jene, die in den Kurven a und b dargestellt sind, werden verglichen und es wird ihre Differenz gebildet, um das durch die Kurve c dargestellte Signal zu erhalten. Dieses Signal wird verstärkt (Kurve d), danach gleichgerichtet und durch Vergleich mit einer vorgegebenen Schwelle in binäre Signale umgewandelt, wodurch das Rauschen der Photodetektoren 16 beseitigt werden kann. Die Verstärkung wird abhängig von der Beleuchtungsintensität bei dem zuvor erfolgten Abtasten eingestellt und die Schwelle ist für jeden in Betracht gezogenen Punkt abhängig von der Beleuchtung an diesem Punkt. Das resultierende Signal, welches durch die Kurve e dargestellt ist, weist einen relativ breiten ersten Impuls oder ein Echo 28 und einen wesentlich schmäleren zweiten Impuls oder ein Echo 30 auf. Dieses Signal wird danach einem Filter zugeführt, um nur das erste Echo 28 zu erhalten (Kurve f), welches einer Person entspricht, und um das zweite Echo 30 zu eliminieren, dessen Breite zu gering ist, um einer Person zu entsprechen und welches beispielsweise durch eine lokale Veränderung der Beleuchtung (Ein- oder Ausschalten einer Lampe) oder der Bewegung einer Hand oder eines von einer Person gehaltenen Objektes entsteht.

Genauer betrachtet, ist die zeitliche Abfolge der unterschiedlichen Schritte des erfindungsgemaßen Verfahrens etwa wie folgt (Figur 3):

Die Abtastfrequenz des Balkens 14 wird durch den Mikrorechner in Abhängigkeit von der Beleuchtungsintensität der überwachten Umgebung bestimmt, sodaß jegliche Sättigung der Photodetektoren verhindert wird und die von den Photodetektoren aufgenommenen Grauwerte im wesentlichen konstant und unabhängig von der Beleuchtung sind. In der Praxis kann die Abtastfrequenz der Photodetektoren zwischen ein und zehn Abtastungen (oder mehr) pro Sekunde betragen. Die Serie von Photodetektorabtastungen innerhalb eines vorgegebenen Zeitintervalles, welches zwischen 5 und 6 s liegt, ist durch den Teil A der Figur 3 dargestellt, woraus ersichtlich ist, daß die Abtastfrequenz in der Größenordnung von 4 Hz liegt.

Die von der Schaltung 18 aufgenommenen und von dem Wandler 20 digitalisierten Signale werden von dem Mikrorechner 22 mit einer Frequenz eingelesen, welche höchstens der Abtasttrequenz entspricht und meistens ein Bruchteil dieser Abtastfrequenz ist. Der Teil B von Figur 3 stellt die Phase des Einlesens der digitalen Signale dar, wobei aus diesem Beispiel ersichtlich ist, daß jede halbe Sekunde ein Signal eingelesen wird, das heißt, daß von zwei digitalisierten Signalen nur eines eingelesen wird.

Der folgende Schritt besteht aus dem Vergleichen von zwei aufeinanderfolgend eingelesenen Signalen untereinander, die voneinander durch eine vorbestimmte Zeitperiode oder eine vorbestimmte Anzahl von eingelesenen Signalen getrennt sind, und aus dem Bilden der Differenz zweier verglichener Signale. Dieser Schritt ist durch den Teil C der Figur 3 für den Fall dargestellt, bei welchem die eingelesenen und verglichenen Signale voneinander durch ein Intervall von 3 Sekunden getrennt sind. In anderen Worten, das erste, zum Zeitpunkt 0 eingelesene Signal wird 3 Sekunden später mit dem gerade eingelesenen Signal verglichen und ihre Differenz wird, wie in bezug auf die Figur 2 beschrieben ist, verarbeitet (Verstärkungen, Gleichrichten, Umwandeln in binäre Signale und Filtern), um ein dem Zeitpunkt t = 3 s zugeordnetes Ergebnissignal zu erhalten, (Teil C der Figur 3). Das zum Zeitpunkt t = 0,5 s eingelesene Signal wird mit dem zum Zeitpunkt t = 3,5 s eingelesenen Signal verglichen u.s.w.

Der folgende Schritt besteht aus dem Vergleichen einer variablen Anzahl von Ergebnissen untereinander, um Störergebnisse zu eliminieren, die durch ein rasches Vorbeigehen einer Person vor dem Fernsehgerät, einer zeitlichen Überlagerung der Bilder zweier Personen, u.s.w... verursacht werden können. Dieser Schritt ist durch den Teil D von Figur 3 für den Fall dargestellt, bei welchem drei aufeinanderfolgende Ergebnisse untereinander verglichen werden. Das Ergebnis dieses Vergleichs liegt zu dem Zeitpunkt t = 4 s vor.

Aus der zeitlichen Abfolge dieser unterschiedlichen Schritte folgt, daß das Endergebnis 4 s nach dem ersten Zählschritt vorliegt. Diese Verspätung ist bekannt, da sie durch die Abtastfrequenz der Photodetektoren, die Einlesefrequenz der abgetasteten digitalisierten Signale, die Wahl des Zeitintervalles, welches zwei Vergleichssignale trennt, und die Anzahl aufeinanderfolgender, untereinander zu vergleichender Signale vorgegeben ist, und kann daher von dem Mikrorechner berücksichtigt werden, welcher für jedes Ergebnis den genauen, diesem Ergebnis zugeordneten Zeitpunkt angibt.

Der Mikrorechner ermöglicht überdies das Steuern der Einlesefrequenz der digitalen Signale und des Zeitintervalles, welches zwei Vergleichssignale trennt, in Abhängigkeit von der festgestellten Geschwindigkeit der Veränderung einer Person in einer zu überwachenden Umgebung. Es ist verständlich, daß die Bewegungen von Personen relativ langsam sind, wenn sie vor einem Fernsehgerät sitzen, wobei das Zeitintervall zwischen zwei eingelesenen, zu vergleichenden Signalen zumindest 2 bis 3 s betragen muß, sodaß die Differenz dieser Signale nicht Null ist und das Feststellen der Anzahl von anwesenden Personen möglich ist. Wenn sich hingegen die Personen an einem Ort sehr schnell bewegen, muß dieses Zeitintervall zwischen den Vergleichssignalen kürzer und die Einlesefrequenz der Signale höher sein.

Das erfindungsgemäße Verfahren wird durch eine in einem Mikrorechner ablaufende Logik ausgeführt, welche eine Gruppe von Programmen aufweist, deren Funktion im wesentlichen die folgende ist:

- Aufnehmen der von dem Photodetektorbalken gelieferten Signale;

- Vergleichen dieser Signalpaare, um an jedem Punkt ihre Differenz zu bilden, Vergleichen der Differenz mit einer Schwelle, welche von dem Energieniveau des betrachteten Photodetektors abhängig ist (die Vergleiche werden beispielsweise zwischen einem Signal und den Signalen durchgeführt, welche 0,1 Sekunden, 1 Sekunde, 2 Sekunden, 3 Sekunden und 4 Sekunden zuvor aufgenommen wurden), und Erhalten der Ergebnissignale;

- Vergleichen der aufeinanderfolgenden Ergebnissignale untereinander, um ihre Kontinuität festzustellen und für eine vorgegebene Zeitperiode, beispielsweise eine Sekunde, ein Gruppenergebnis zu erhalten;

- Vergleichen der so über variable Perioden, beispielsweise 3, 5, 10 oder 15 Sekunden oder mehr, erhaltenen Ergebnisse, wobei diese Perioden in Abhängigkeit von der Qualität der Ergebnisse (Wahrscheiniichkeit der entsprechenden Information) veränderlich sind, und Erhalten der Rückschlüsse auf die Bewegungen der Personen, die das Beobachtungsfeld des Photodetektorbalkens betreten oder verlassen, und auf die Anzahl der anwesenden Personen.

- Präsentation und Anzeige der Ergebnisse.

In Anhang A, B und C sind die wichtigen Teile der Programme enthalten, die der Signalaufnahme, der Bestimmung der Verstärkung und der Anzeige der Ergebnisse entsprechen (die anderen Programme dienen im wesentlichen zum Vergleichen von Signalen, deren Erstellung für den Fachmann keine Schwierigkeiten bereitet).


Anspruch[de]

1. Verfahren zum Bestimmen der Anzahl von in einem bestimmten Raum anwesenden Personen, welches aufweist: Aufhehmen eines Bildes dieses Raums mittels einer Anordnung (14) von Photodetektoren (16), Abtasten der von jedem Photodetektor gelieferten Grauwerte mit einer bestimmten Abtastfrequenz, untereinander Vergleichen der Grauwerte jedes Photodetektors zweier aufeinanderfolgender Bilder, um ihre Differenz zu erhalten, und Vergleichen dieser Differenzen mit einer Schwelle, dadurch gekennzeichnet, daß es folgendes aufweist: Bestimmen des Wertes der Schwelle für jeden Photodetektor in Abhängigkeit von der Beleuchtung dieses Photodetektors, Transformieren der vorgenannten Differenzen in binäre Signale durch Gleichrichten und Vergleichen mit den bereits genannten Schwellen, Eliminieren der binären Signale, deren Wert zu gering ist, um einer Person zugeordnet werden zu können, wobei die nicht eliminierten Signale ein erstes Resultat bilden, untereinander Vergleichen der erhaltenen ersten Resultate über eine vorbestimmte Zeitperiode, um für die Anordnung ein Resultat zu erhalten, das den Bewegungen der Personen entspricht, und Ableiten der Anzahl von Personen, die in diesem Raum anwesend sind.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ebenso die über unterschiedliche Zeitperioden gewonnenen Resultate der Anordnung untereinander verglichen werden.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abtastftequenz der Photodetektoren (16) in Abhängigkeit von der Beleuchtungsintensität des Raums verändert wird, um für jedes Bild einen Grauwert zu erhalten, der im wesentlichen unabhängig von der Beleuchtung ist.

4. Verfahren nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die genannten Bilder mit einer Frequenz aufgezeichnet werden, durch welche die Abtastfrequenz teilbar ist, und zwei aufeinanderfolgende Bilder verglichen werden, die eine vorbestimmte Anzahl aufgenommener Bilder voneinander getrennt sind, um die genannten Differenzen von Grauwerten zu erhalten.

5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufhamefrequenz der Bilder und/oder die Anzahl der Bilder, durch welche zwei zu vergleichende Bilder voneinander getrennt sind, in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit der Ortsveränderung einer Person in diesem Raum variiert wird

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die binären Signale gefiltert werden, um die Signale zu eliminieren, deren Wen zu gering ist, um einer Person zugeordnet werden zu können.

7. Verfahren nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es zur Bestimmung der Anzahl fernsehender Personen oder zur Raumüberwachung verwendet wird.

8. Vorrichtung zum Bestimmen der Anzahl in einem bestimmten Raum anwesender Personen, die aufweist: ein Objektiv (10) zum Aufhehmen eines Bildes dieses Raums mittels einer Anordnung (14) von Photodetektoren (16) und Steuer- und Abtastschaltungen (18) für Photodetektoren, die über einen Analog/Digitalwandler (20) mit Mitteln zum Bilden von Differenzen zwischen den von den Photodetektoren in zwei aufeinanderfolgenden Bildern gelieferten Signalen und zum Vergleich dieser Differenzen mit einer Schwelle verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Analog/Digitalwandler (20) mit Mitteln zur Informationsverarbeitung (22), wie einem Mikrorechner, verbunden ist, welche aufweisen: Mittel zum Bestimmen einer Schwelle für jeden Photodetektor in Abhängigkeit von der Beleuchtung des Photodetektors, Mittel zum Transformieren der genannten binären Differenzen durch Vergleich der Absolutwerte dieser Differenzen mit den genannten Schwellen, Filtermittel zum Eliminieren der Signale, deren Wert zu gering ist, um einer Person zugeordnet werden zu können, und zum Erhalten eines erstes Resultates, das aus den nicht elimierten binären Signalen besteht, Mittel, um die innerhalb einer vorbestimmten Zeitperiode aufeinanderfolgenden ersten Resultate untereinander zu vergleichen, um ein Resultat für die Anordnung zu erhalten, das den Bewegungen der Personen entspricht, und Mittel zum Bestimmen der Anzahl von anwesenden Personen aus dem Resultat für die Anordnung.

9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zur Informationsverarbeitung (22) ebenso Mittel aufweisen, um die über unterschiedliche Zeitperioden für die Anordnung erhaltenen Resultate untereinander zu vergleichen.

10 Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zur Informationsverarbeitung (22) Mittel zum Bestimmen der Abtastfrequenz der Photodetektoren (16) in Abhängigkeit von der Beleuchtungsintensität des Raums aufweisen.

11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10 dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zur Informationsverarbeitung (22) aufweisen: Mittel zum Aufzeichnen von abgetasteten numerischen Signalen mit einer Frequenz, durch welche die Abtastfrequenz der Photodetektoren (16) teilbar ist, und Mittel zum Vergleichen von zwei und zwei aufeinanderfolgend aufgezeichneten Signalen, die voneinander um eine bestimmte Anzahl aufgezeichneter Signale voneinander getrennt sind, und zum Bilden ihrer Differenz.

12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß sie einem Fernsehgerät zugeordnet ist, um die Anzahl fernsehender Personen zu bestimmen, oder mit einem Überwachungssystem für Räume in Verbindung steht.

13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Anordnung von Photodetektoren (16) eine Leiste ist, die eine Photodetektorenreihe aufweist.







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