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Dokumentenidentifikation DE3787132T2 31.03.1994
EP-Veröffentlichungsnummer 0252808
Titel Steuer- und Kontrollvorrichtung für Schütze und entsprechendes Kontrollverfahren.
Anmelder ABB Control, Chassieu, FR
Erfinder Macovschi, Mihail, F-69003 Lyon, FR
Vertreter Brose, D., Dipl.-Ing.Dipl.-Wirtsch.-Ing., Pat.-Anw., 82319 Starnberg
DE-Aktenzeichen 3787132
Vertragsstaaten AT, CH, DE, ES, GB, IT, LI, NL, SE
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 01.07.1987
EP-Aktenzeichen 874015217
EP-Offenlegungsdatum 13.01.1988
EP date of grant 25.08.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.03.1994
IPC-Hauptklasse H01H 47/32
IPC-Nebenklasse H01H 9/16   

Beschreibung[de]

Steuer- und Kontrollvorrichtung für Schütze und entsprechendes Kontrollverfahren.

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Steuerung und zur Überwachung einer Schaltvorrichtung, und zwar insbesondere eine Steuervorrichtung für einen elektromechanischen Schütz, der mit Wechselstrom versorgt werden soll, und eine Kontrollvorrichtung (im Sinne einer Überwachung) der Position des beweglichen Ankers der Schaltvorrichtung, und außerdem das entsprechende Kontrollverfahren.

Schaltschütze mit Wechselstromspeisung sind im allgemeinen bei gleicher Leistung kleiner als die Gleichstromschaltschütze. Sie sind daher praktischer, sie verbrauchen weniger und sie heizen weniger. Sie weisen jedoch eine Unannehmlichkeit auf: Sie haben die Neigung, während des Nulldurchgangs des Stromwertes zu öffnen, und sie machen Lärm.

Die Druckschrift US-A-3 678 344 beschreibt eine Steuer- und Kontrollvorrichtung für die Ankerposition eines elektromechanischen Schützes. Dieses Dokument betrifft aber die dynamische Steuerung des Ankers und nicht die Steuerung des Haltezustands des Ankers. Das Dokument DE-A-2 513 043 beschreibt eine Steuervorrichtung für einen Schütz, der mit Gleichstrom arbeitet und zeigt die Merkmale des Oberbegriffs des Anspruchs 1.

Diese Druckschrift beschreibt außerdem ein Überwachungsverfahren für die Stellung des Ankers eines Schaltschützes, der mit Gleichstrom arbeitet, welches darin besteht, eine indirekte Messung der Induktivität der Spule des Schützes durchzuführen.

Eine der Aufgaben der Erfindung ist es, eine Steuerschaltung vorzuschlagen, die es erlaubt, bei einer Gleichstromversorgung einen Schaltschütz zu verwenden, der für Wechselstromversorgung gebaut ist, wobei die gesamte Schützsteuerschaltung die Vorteile eines Wechselstromschützes aufweist, ohne dessen Nachteile aufzuweisen.

Eine andere Aufgabe der Erfindung ist es, eine Schaltung und ein Kontrollverfahren (im Sinne einer Überprüfung) für einen Schaltschütz vorzuschlagen, welches mittels Messung der Stromstärke in der Spule arbeitet, um zu überprüfen, ob der Anker angezogen ist oder nicht.

Die Erfindung betrifft eine Steuervorrichtung für einen elektromechanischen Schütz mit Anker, wie in Anspruch 1 beschrieben.

Weitere Ausführungsarten der Erfindung sind durch die abhängigen Ansprüche 2 bis 5 beschrieben.

Die Erfindung betrifft gleichermaßen ein Verfahren zur Feststellung der Position des Ankers eines elektromechanischen Schützes, der für die Versorgung mit Wechselstrom entworfen ist, derart, daß die Versorgung unter Zwischenschaltung eines Gleichstromzerhackers erfolgt, wobei die Überwachung der angezogenen oder offenen Stellung des Ankers mittels einer indirekten Messung der Induktivität der Spule des Schützes erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß: - die indirekte Messung der Induktivität der Spule des Schützes in regelmäßigen Zeitabständen erfolgt, - die indirekte Messung am Ende eines Pausenzeitraums erfolgt, während dem der Zerhacker abgeschaltet ist, - die indirekte Messung aus einer Messung der Stromstärke in der Spule im Vergleich mit einer Referenzstromstärke besteht.

Gemäß anderen Ausführungsformen der Erfindung: - Der Vergleich des Stromwertes der Spule mit der Referenzstromstärke am Ende der Pause mit einer kleinen Verzögerung bewirkt wird, um den Einschwingzustand der Komparatorvorrichtung zu maskieren; - die Referenzstromstärke in der Größenordnung der Hälfte der durchschnittlichen Stromstärke liegt, die die Spule durchströmt und das Halten des Ankers sicherstellt.

Als Ausführungsbeispiel sind in den Zeichnungen dargestellt:

Fig. 1 ein symbolisches Schaltbild einer ersten Ausführungsart einer Steuer- und Kontrollvorrichtung für einen Schütz gemäß der Erfindung.

Fig. 2 ein Schaltbild einer zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung;

Fig. 3 eine Darstellung einiger Signale an verschiedenen Punkten der Vorrichtung der Fig. 1.

In der Zeichnung sieht man einen Schaltschütz, der durch seine Spule 1 dargestellt ist, mit der eine Freilaufdiode 2 parallelgeschaltet ist. Dieser Schaltschütz ist für Wechselstromversorgung konstruiert, er wird aber mit Gleichstrom aus einer Stromversorgung 3, 4 versorgt. Diese versorgt eine Reihenschaltung der Spule 1 des Schützes, einen Transistor 5 mit seiner Steuerschaltung 6 und einem Widerstand 7, der zwischen dem Transistor 5 und dem Minuspol der Stromversorgung 4 angeordnet ist.

Der gemeinsame Punkt von Transistor 5 und Widerstand 7 ist der Meßpunkt 8 für die Stromstärke in der Spule 1 während der leitenden Perioden des Transistors 5. Dieser Meßpunkt ist mit einem Eingang eines Komparators 9 verbunden, dessen anderer Eingang, der der Referenzstromstärke Ir1, Ir2 oder Ir3 entspricht, über eine logische Schaltung 10 und einen zwischengeschalteten Digital-Analogwandler 12 versorgt wird. Ein Zeitgeber 11 versorgt die logische Schaltung 10 mit Impulsen einer festgelegten Frequenz.

Die logische Schaltung 10 ist mit der Steuerschaltung 6 des Transistors 5 mittels zweier Drähte verbunden: Der eine 13 überträgt die Befehle zur Öffnung des Transistors 5, der andere 14 die Befehle zum schließen. Hier, wie in der ganzen Beschreibung, ist die Nennung von Verbindungsdrähten nicht zwingend vorgeschrieben. Es handelt sich einfach um elektrische Verbindungen, die Schaltungen können integriert sein. Die logische Schaltung 10 ist in der Lage, an ihrem Ausgang 15 ein Signal zu übertragen, welches dem Zustand des Ankers des Schaltschützes entspricht: Angezogen oder offen. Schließlich kann die Logikschaltung 10 mittels ihres Eingangs 16 Fernwirkbefehle zur Steuerung des Schützes empfangen. Die Versorgung der Steuerschaltung 6 ist in der Zeichnung nicht dargestellt. Es kann eine permanente Stromversorgung vorgesehen sein, dann funktioniert die Schaltung mittels Fernsteuerung, oder die Versorgung kann parallel zu dem Schaltschütz geschaltet sein. In diesem Fall gibt es eine allgemeine Rücksetzung auf Null, sofern der Schaltschütz unter Spannung gesetzt wird.

Der Transistor 5 wirkt als Zerhacker mit fester Frequenz und variablem Tastverhältnis. Der Widerstand 7 weist einen niedrigen Widerstandswert auf und wandelt den stromwert in einen spannungswert um, er wird ausschließlich während der Perioden von dem Strom in der Spule durchflossen, während derer der Transistor 5 leitet; während der Transistor 5 sperrt, erfüllt die Diode 2 ihre Aufgabe als Freilaufdiode. Auf diese Weise erhält man in der Spule 1 einen im wesentlichen konstanten mittleren Strom, der immer in dieselbe Richtung läuft. Der Wert dieses mittleren Stromes ist während der Dauer des Ansprechens des Ankers des Schaltschützes erhöht, und schwach während der Zeitdauer, in der der Anker geschlossen gehalten wird. Die Dauer des Ansprechens ist von vorneherein festgelegt, in abhängig von dem Schaltschütz und mit einem bestimmten Sicherheitszuschlag. Es ist der Referenzintensitätswert Ir1, der den Wert des mittleren Stroms in der Spule 1 während der Dauer des Ansprechens bestimmt.

In der Fig. 3 sieht man auf der ersten Linie den Strom Ib in der Spule 1, und auf der zweiten Linie den Referenzwert Ir1, Ir2 oder Ir3. Während der Funktion variiert dieser Referenzwert (Sollwert), der durch die Logikschaltung 10 auferlegt wird. Beim Einschalten schreibt die Logikschaltung 10 einen erhöhten Referenzwert Ir1 für den Strom während einer Dauer t1 vor, die der Zeitdauer für das Ansprechen des Ankers entspricht. Danach wird der Referenzwert schwächer, Ir2, während einer Dauer t2, die der Zeitdauer für das Geschlossenhalten des Ankers entspricht. Dann während der Pausenperiode t3 und der Meßperiode t4 wird der Referenzwert Ir3 noch schwächer und erreicht etwa die Hälfte von Ir2.

Nach dem Impuls für das allgemeine Rücksetzen auf Null (vierte Linie), der von der logischen Schaltung 10 in dem Augenblick geliefert wird, in dem der Schaltschütz unter Spannung gesetzt wird, geht die Referenz auf ihren hohen Wert Ir1 (Ansprechen).

Der Zerhacker beginnt mit einer festen Frequenz zu arbeiten, die von der logischen Schaltung 10 vorgeschrieben wird, und die während der Dauer t1 des Ansprechens, beispielsweise bei 1,875 kHz liegt. Der Strom Ib in der Spule hat demnach die Tendenz zu steigen und sich knapp unter dem Wert Ir1 einzustellen, der während der Dauer t1 des Ansprechens vorgegeben ist. Am Ende dieser Dauer t1 und während der gesamten Zeitdauer t2 des Haltens, erzwingt die Logikschaltung 10 einen schwachen Referenzwert Ir2, und der Strom in der Spule stellt sich knapp unter diesem neuen Referenzwert ein.

Während dieser Dauer t2 ist die Frequenz des Zerhackers von der Logikschaltung 10 auf einen höheren Wert festgelegt, beispielsweise 15 kHz. Die Steuerschaltung 6 ist beispielsweise eine bistabile Kippschaltung, die von der Logikschaltung 10 die Befehle zum Kippen über die Leitung 13 und die Befehle zum Zurückkippen über die Leitung 14 erhält.

Am Ende der Zeitdauer t2 findet eine Pausenperiode von der Dauer t3 statt. Während dieser Pause ist der Transistor 5 gesperrt. Gleichzeitig wird der Referenzwert für die Stromstärke auf den Wert gebracht, der für die Zeitdauer t4 notwendig ist; dieser Wert Ir3 ist etwas weniger als die Hälfte des Referenzwertes Ir2.

Während der Pausendauer t3 hängt der Strom in der Spule ausschließlich von der Stellung des Ankers und von dem Referenzwert Ir2 ab, der vor der Pause vorgeschrieben war.

Wenn der Anker nicht geschlossen ist, ist die Induktivität des Schütz es gering und der Strom nimmt rapide ab und wird zu Null. Dies ist der der oberen Hälfte der Fig. 3 entsprechende Fall. Am Ende der Zeitdauer t3 ist der Strom Ib in der Spule praktisch Null. Am Ende der Dauer t3 löst die Logikschaltung 10 die Öffnung des Transistors 5 aus. Nach einem kurzen Augenblick, der zur Maskierung des Einschwingens der Komparatorvorrichtung 9 dient, prüft die Logikschaltung 10 den Zustand des Ausgangs des Komparators 9. Die dritte Linie der Fig. 3 zeigt einen Impuls während der Zeitdauer t4, der dem Augenblick dieser Prüfung des Zustandes des Ausgangs des Komparators 9 entspricht. Der Referenzwert ist stets Ir3, und wenn der Strom in der Spule praktisch Null geworden ist, hat er noch nicht die Zeit gehabt, einen Wert anzunehmen, der höher ist als Ir3. Die Logikschaltung 10 stellt also fest, daß der Strom in der Spule unterhalb des Referenzwertes Ir3 liegt und schließt daraus, daß der Anker nicht angezogen ist und löst einen Impuls (Linie 4, Fig. 3) zum allgemeinen Rücksetzen auf Null aus, der wiederum den anfänglichen Vorgang mit dem Referenzwert Ir1 auslöst. Gleichzeitig sendet er durch seinen Ausgang 15 ein Signal aus, welches anzeigt, daß der Anker nicht angezogen ist.

Wenn im Gegensatz dazu der Anker angezogen ist, ist die Induktivität des Systems stark erhöht und der Strom in der Spule hält sich, wobei er nur leicht abnimmt. Dies ist der Fall, wie er in der unteren Hälfte der Fig. 3 dargestellt ist. Am Ende der Zeitdauer t3 löst die Logikschaltung die Öffnung des Transistors 5 aus und überprüft nach einem kurzen Moment den Zustand des Ausgangs des Komparators 9. Im Augenblick des Impulses, der auf der dritten Linie der Figur 3 unten dargestellt ist, ist der Strom in der Spule höher als der Referenzwert Ir3. Die Logikschaltung 10 befiehlt also den Übergang auf eine Haltephase von einer Dauer (t1 + t2) mit einem Referenzwert Ir2, und es gibt keinen Impuls zur allgemeinen Rücksetzung auf Null auf der Linie 4. Statt dessen sendet die Logikschaltung 10 an ihrem Ausgang 15 ein Signal aus, welches anzeigt, daß der Anker angezogen ist.

In der Fig. 3 sind die Zeitdauern nicht im gleichen Maßstab dargestellt, um die Zeichnung klarer zu gestalten. Als Beispiel liegen die Zeitdauern t1 und t2 jeweils im Bereich von einigen zehn Millisekunden (beispielsweise 68), die Zeitdauer t3 beträgt einige Millisekunden (8,53 z. B.) und die Zeitdauer t4 beträgt einige Mikrosekunden (beispielsweise 16,8). Mit anderen Worten ist die Zeitdauer t4 mit dem Maßstab der Fig. 3 praktisch unsichtbar.

In der Fig. 2 ist eine zweite Ausführungsform der Vorrichtung zur Steuerung und Kontrolle eines Schaltschützes dargestellt. Gleiche Bezugszeichen bezeichnen gleiche Elemente wie in der Fig. 1. Der hauptsächliche unterschied besteht in der Tatsache, daß anstelle der Veränderung der Referenz in Abhängigkeit von dem einzelnen Betriebsabschnitt drei Komparatoren 9, 21, 22 Verwendung finden, von denen jeder dauernd eine Referenz, nämlich jeweils Ir1, Ir2 und Ir3 erhält. Die Ausgänge der beiden ersten Komparatoren 9, 21 sind jeweils an ein UND-Gatter 20, 18 angeschlossen, das von der Logikschaltung 10 einen Gültigkeitsimpuls während der jeweiligen Zeitdauer, nämlich t1 und t2, erhält. Von den Ausgängen der uND-Gatter 20 und 18 übertragen jeweils Drähte 19 und 17 die Blockierbefehle für den Transistor 5 als Funktion des Kippens der Komparatoren 9, 21 zu der Steuerschaltung 6.

Der Draht 13 überträgt stets die Öffnungsbefehle für den Transistor 5, und der Draht 14 überträgt den allgemeinen Abschaltbefehl während der Dauer der Pause t3.

Der dritte Komparator 22 überträgt seinen Ausgangszustand auf einen Pufferspeicher 23. Dieser Speicher wird durch die Logikschaltung 10 während des Impulses, der durch den Draht 24 übertragen wird, und der während der Zeitdauer t4 auftritt und der auf der dritten Linie der Fig. 3 dargestellt ist, gelesen.

Die Vorteile der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Kontrolle und Steuerung sind nämlich die folgenden. Da man einen Schütz verwendet, der für Wechselstromversorgung gebaut ist, gewinnt man vorteilhafterweise bei den Abmessungen, dem Gewicht und dem Verbrauch. Durch die Tatsache, daß man diesen Schaltschütz kontinuierlich unter Zwischenschaltung eines Zerhackers versorgt, fließt der Strom in der Spule stets in die gleiche Richtung und man vermeidet die Probleme in Verbindung mit dem Null-Durchgang des Stromes, d. h. das Auslösen des Ankers.

Bei den üblichen Schützen werden die Spulen für eine bestimmte Versorgungsspannung berechnet und man muß die Spule wechseln, wenn die Versorgungsspannung um etwa 10% wechselt. Erfindungsgemäß kann man für dieselbe Spule Spannungsbereiche akzeptieren, die in dem Verhältnis von 1 : 10 schwanken.

Aufgrund der Tatsache, daß der Meßwiderstand 7 in direkter Nachbarschaft zu dem Minuspol 4 der Versorgung angeordnet ist, wird dieser Widerstand während der Öffnungsperioden des Zerhackers nicht von dem Strom durchflossen, wodurch eine Aufheizung dieses Widerstandes vermieden wird.

Um in der Spule des Schützes einen praktisch konstanten Strom während eines jeden Betriebsabschnittes (Ansprechen des Ankers und Halten des Ankers) zu erhalten, benutzt man einen Zerhacker mit fester Frequenz und veränderlichem Tastverhältnis. Das erlaubt, den Eindruck von Lärm zu kontrollieren, der mit der Funktion des Zerhackers verbunden ist.

Während des Ansprechzeitraumes (Zeitdauer t1) benutzt man eine niedrigere Zerhackerfrequenz (etwa 1,8 kHz), um mehr Leistung zur Spule zu übertragen und das Anziehen des Ankers sicherzustellen. Während der Halteperiode (Zeitdauer t2) benutzt man eine wesentlich höhere Zerhackerfrequenz (um 15 kHz), außerhalb des hörbaren Bereiches, um den Eindruck von Lärm in Verbindung mit der Funktion des Zerhakkers zu vermeiden. Das Umschalten zwischen der Ansprechfrequenz und der Haltefrequenz findet für den Zerhacker gleichzeitig mit der Umschaltung zwischen den Referenzwerten für Ansprechen und Halten für die Intensität statt.

Auf diese Weise versorgt man den Schütz mit hoher Leistung und niedriger Frequenz für das Ansprechen und das Anziehen des Ankers und mit geringer Leistung und erhöhter Frequenz für das Halten.

Erfindungsgemäß läßt man auf jeden Funktionszyklus des Schützes (Zeitdauer t1 + t2) eine Pause (Zeitdauer t3) folgen, an deren Ende man die Position des Ankers durch Vergleich des Stroms in der Spule mit einem Referenzwert überprüft. Das Resultat dieser Operation wird für das Kontrollsystem verwendet und/oder in die Ferne übertragen. Es erlaubt zusätzlich, den Anschaltprozeß zu wiederholen, wenn der Anker nicht angezogen ist. Die Pause erlaubt dem Strom in der Spule, eine Abhängigkeit von der Stellung des Ankers zu entwickeln. Dementsprechend entspricht die vergleichende Messung des Stromes in bezug auf einen Referenzwert nach der Pause einer indirekten Messung der Induktivität der Spule des Schützes, die durch die Stellung des Ankers bestimmt wird. Im Rahmen der Erfindung hat man die Zeitdauer t1 nicht bestimmt. Diese Dauer kann festgelegt und bestimmt werden durch die besonderen Eigenschaften des Aufbaus des Schützes. Sie entspricht nämlich der Dauer, die notwendig ist, um den Anker anzuziehen plus einer zusätzlichen Sicherheitszeitdauer. Sie kann gleichermaßen variabel sein und erst dann enden, wenn der Anker angezogen ist. Dies setzt voraus, daß man den Augenblick des Anziehens des Ankers bestimmen kann.


Anspruch[de]

1. Vorrichtung zum Steuern eines elektromechanischen Schütz mit Anker, das zur Speisung mit Wechselstrom gebaut ist, und zur Kontrolle der angezogenen oder entfernten Lage seines Ankers, mit einer Gleichstromquelle (3, 4) für Serienspeisung der Spule (1) des Schützes, eines mit seinem Steuerkreis als Zerhacker dienenden Transistors (5), und eines mit der negativen Klemme (4) verbundenen Widerstands (7); mit einem den 10 Stromwert (Ib) in der Spule (1) mit einem der Bezugswerte (Ir1, Ir2, Ir3) vergleichenden Komparator (9), und mit einer für das Schütz einen Arbeitszyklus definierenden Logik (10), dadurch gekennzeichnet, - daß der den Strom in der Spule (1) kontrollierenden Transistor (5), während der Speisungsperioden der Spule (1) als Zerhacker, mit fester Frequenz und variablem Zyklusverhältnis, arbeitet, - daß während der leitenden Perioden des Transistors (5) der dem Widerstand (7) und dem Transistor (5) gemeinsame Punkt als Meßpunkt (8) für den Strom (Ib) in der Spule (1) verwendet ist , und - daß der Arbeitszyklus eine Speisungsperiode (t1 + t2) während dessen die Logik (10) den Zerhacker steuert, und eine Pause (t3) während dessen der Zerhacker blockiert ist, aufweist, nach der der Strom (Ib) in der Spule mit dem kleinsten der Bezugswerte (Ir3) vergleicht wird, um die Lage, angezogene oder entfernte, des Ankers des Schützes zu kontrollieren.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Steuern des Schützes die Logik (10) in der Speisungsperiode (t1 + t2) des Schutzes eine erste Periode (t1) für das Anziehen des Ankers und eine zweite Periode (t2) für die Kaltung des Ankers definiert.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Logik (10) außer dem kleinsten der Bezugswerte (Ir3) die für die Kontrolle der Ankerlage bestimmt sind, noch zwei andere Strombezugswerte (Ir1, Ir2) definiert, wobei der erste (Ir1) diesen Werte der Bezugswert für die Ankeranziehung und der zweite (Ir2) der Bezugswert für die Ankerhaltung ist.

4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Logik (10) mehrere feste Arbeitsfrequenz für den Zerhacker definiert, von denen eine erste für die Ankeranziehungsperiode und eine zweite für eine Ankerhaltungsperiode.

5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei zusätzliche Komparatoren (21, 22) vorgesehen sind, wobei jeder der drei Komparatoren (9, 21, 22) einen von den durch die Logik gebildeten Bezugswerten (Ir1, Ir2, Ir3) verwendet, und der zweite zusätzliche Komparator (22) seinen Ausgangssignal an einen durch die Logik (10) gelesenen Pufferspeicher (23) überträgt.

6. Verfahren zur Kontrolle der Lage des Ankers in einem elektromechanischen Schütz das zur Speisung mit Wechselstrom gebaut ist, wobei die Speisung durch einen Gleichstromszerhacker stattfindet, wobei die Kontrolle der angezogenen oder entfernten Lage des Schützankers mittels einer indirekten Messung der Induktanz in der Spule (1) des Schützes durchgeführt wird, dadurch gekennzeichnet: - daß die indirekte Messung der Induktanz in der Spule (1) des Schützes bei gleichmäßigen Zeitintervallen durchgeführt wird, - daß die indirekte Messung am Ende einer Pausenperiode (t3) stattfindet, während dessen der Zerhacker ausgeschaltet ist, und - daß die indirekte Messung aus einer Messung der Stromstärke in der Spule und einem Vergleich mit einer Bezugsstromstärke (Ir3) besteht.

7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß am Ende der Pause den Vergleich des Stromwertes in der Spule (1) mit der Bezugsstromstärke (Ir3) nach einer kleinen Verzögerung durchgeführt ist, um den Einschwingzustand des Komparators bei der Einstellung zu verdecken.

8. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Referenzstärke (Ir3) des Stroms etwa der Hälfte der durchschnittlichen Stromstärke (Ir2), die die Spule (1) durchströmt und die die Haltung des Ankers unterstützt, entspricht.







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