PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE4325976A1 31.03.1994
Titel Sicherheits-Personenschleuse
Anmelder Schneebeli Metallbau AG, Dietlikon, CH
Erfinder Müller, Alois, Lufingen-Augwil, CH
Vertreter Katscher, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 64293 Darmstadt
DE-Anmeldedatum 03.08.1993
DE-Aktenzeichen 4325976
Offenlegungstag 31.03.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.03.1994
IPC-Hauptklasse E05G 5/00
IPC-Nebenklasse E06B 5/10   E06B 3/48   
Zusammenfassung Die Schleuse hat einen gegen zwei Seiten durch je zwei Falttüren (4, 6 bzw. 5, 7) abgeschlossenen Innenraum (2). Dieser ist durch Schikanen (15) in Form von vertikalen Glasplatten (16) eingeengt, die um vertikale Achsen (17) schwenkbar sind. Im Normalbetrieb ist in der Schleuse lediglich für eine Person Platz. Für den Durchtritt Behinderter oder als Fluchtweg können alle Türen (4-7) geöffnet und die Schikanen (15) weggeschwenkt werden.

Beschreibung[de]

Im CH-Patent Nr. 676 621 ist eine Schleuse mit einem Innenraum, zwei Seitenwänden und zwei Flügeltüren beschrieben. Im Innenraum sind leiterartig übereinander Schikanen angeordnet und über Vertikalstangen miteinander verbunden. Im Bedarfsfall können die Schikanen um horizontale Achsen nach unten gegen die eine Seitenwand geklappt werden. Diese Lösung eignet sich zwar gut als automatisch sich öffnender Fluchtweg, ist jedoch für den täglichen Gebrauch z. B. für den Durchtritt Behinderter oder für den Materialtransport zu umständlich. Außerdem wirken die Schikanen etwas einengend.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Personenschleuse der eingangs genannten Art derart auszubilden, daß die obigen Nachteile vermieden werden. Diese Aufgabe wird durch die Merkmalskombination gemäß Anspruch 1 gelöst.

Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnungen erläutert. Darin zeigt:

Fig. 1 einen Grundriß einer ersten Ausführungsform, und

Fig. 2 einen Grundriß einer zweiten Ausführungsform.

Die Schleuse 1 nach Fig. 1 hat einen quaderförmigen Innenraum 2, der seitlich durch Seitenwände 3 und nach innen und außen durch je zwei Falttüren 4, 5, 6, 7 begrenzt ist. Die Falttüren 4-7 sind an den Seitenwänden 3 um vertikale Achsen 8 schwenkbar gelagert und haben ein Mittelscharnier 9. Sie bestehen vorwiegend aus Glas und sind motorisch durch eine nicht dargestellte Steuereinrichtung aus der ausgezogen dargestellten Grundstellung in die gestrichelt gezeichnete Offenstellung schwenkbar. Der Innenraum ist annähernd zur Hälfte durch zwei Schikanen 15 belegt. Diese sind als vertikale Glasplatten 16 ausgebildet, welche um vertikale Achsen 17 benachbart der einen Seitenwand 3 motorisch aus der ausgezeichnet dargestellten Grundstellung in die gestrichelt gezeichnete Lage schwenkbar sind. Die Bodenplatte des Innenraums 2 ist unterteilt in eine runde, relativ kleine Zone 20 mittig zwischen den Türen 4, 5, den Schikanen 15 und der rechten Seitenwand 3. Unter dieser Zone 20 ist ein Schaltkontakt montiert, der einschaltet, wenn die Zone 20 durch eine Person betreten wird. Unter der übrigen Zone 21 sind mehrere solche Schaltkontakte montiert.

Im Betrieb funktioniert die dargestellte Schleuse wie folgt: Im normalen Gebrauch sind die Schikanen 15 in der Grundstellung. Wünscht eine Person durch die Schleuse in den geschützten Raum einzutreten, wird zunächst ihre Zutrittsberechtigung überprüft, z. B. mittels einer persönlichen Karte, eines Codes oder dergleichen. Hierauf öffnen die Türen 4 und 6 automatisch, die Person betritt den Innenraum 2 und steht auf die Zone 20. Nun schließen die Türen 4, 6 und anschließend öffnen die Türen 5 und 7, so daß die Person den geschützten Raum betreten kann. Ist jedoch zusätzlich die Zone 21 belastet, öffnen die Türen 5 und 7 nicht. Der Durchtritt in umgekehrter Richtung ist vereinfacht, weil in dieser Richtung die Berechtigung nicht überprüft wird.

Will nun z. B. ein Rollstuhlgänger passieren, wird die Zutrittsberechtigung z. B. durch einen Pförtner überprüft. Durch einen ihm zugänglichen Schalter oder Code werden alle Türen 4, 5, 6 und 7 geöffnet und die Schikanen 15 weggeschwenkt. Damit wird der freie Durchtritt ermöglicht, auch z. B. für den Warentransport oder im Alarmfall.

Durch den motorischen Antrieb der Türen und Schikanen ist die Verwendung für den freien Durchtritt stark vereinfacht. Die Glasplatten 16 wirken nicht einengend, sondern ästhetisch gefällig.

Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 sind gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen, so daß sich eine detaillierte Beschreibung erübrigt. Diese Ausführungsform unterscheidet sich von der Variante nach Fig. 1 dadurch, daß sie symmetrisch aufgebaut ist. Sie hat beidseitig je zwei kleinere Schikanen 15 und die Zone 20 in der Mitte. Hier werden im Normalbetrieb beide Türen 4, 6 bzw. 5, 7 einer Seite, jedoch nur halb geöffnet.

Abweichend von den dargestellten Ausführungsformen können die Schikanen auch als Lichtschranken-Vorhänge ausgebildet werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Sicherheits-Personenschleuse mit einem Schleusenraum (2), der durch zwei Seitenwände (3) begrenzt und nach zwei Seiten mit je zwei Falttüren (4-7) abgeschlossen ist, und der mindestens zwei in je einer Vertikalebene angeordnete Schikanen (15) enthält.
  2. 2. Schleuse nach Anspruch 1, wobei die Schikanen (15) transparente Platten (16) sind, die um vertikale Achsen (17) benachbart einer der Seitenwände (3) schwenkbar sind.
  3. 3. Schleuse nach Anspruch 2, wobei die Schikanen (15) motorisch in beiden Richtungen schwenkbar sind.
  4. 4. Schleuse nach Anspruch 1, wobei die Schikanen als Vorhang von Lichtschranken ausgebildet sind.
  5. 5. Schleuse nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der Boden des Innenraumes in zwei Zonen (20, 21) unterteilt ist, die je mindestens ein Kontaktelement aufweisen, das beim Betreten der betreffenden Zone anspricht.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com