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Dokumentenidentifikation DE4332619A1 31.03.1994
Titel Ölkühler
Anmelder Calsonic Corp., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Tajima, Makoto, Hachioji, Tokio/Tokyo, JP;
Beppu, Kei, Kanagawa, JP;
Mano, Tomoyuki, Higashimurayama, Tokio/Tokyo, JP;
Sasaki, Shigeru, Sagamihara, Kanagawa, JP
Vertreter Kuhnen, R., Dipl.-Ing.; Wacker, P., Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing.; Fürniß, P., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Brandl, F., Dipl.-Phys.; Winter, K., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte; Hübner, H., Dipl.-Ing., Rechtsanw.; Röß, W., Dipl.-Ing.Univ.; Roth, R., Dipl.-Ing.; Pausch, T., Dipl.-Phys.Univ.; Kaiser, J., Dipl.-Chem.Univ.Dr.rer.nat.; Hess, P., Dipl.-Phys., Pat.-Anwälte, 85354 Freising
DE-Anmeldedatum 24.09.1993
DE-Aktenzeichen 4332619
Offenlegungstag 31.03.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.03.1994
IPC-Hauptklasse F01P 11/08
IPC-Nebenklasse F01M 5/00   F28D 1/03   
Zusammenfassung Ein erfindungsgemäßer Ölkühler zeichnet sich dadurch aus, daß die zu dem Ölkühler führenden Wasserleitungen (59, 61) gegenüber äußeren Belastungen besser geschützt angeordnet sind. Ein Kernbereich (33) des Ölkühlers wird gebildet durch abwechselndes Aufeinanderstapeln einer Mehrzahl von Platten (35 und 37), wobei abwechselnd Kühlwasser-Kanäle (39) und Ölkanäle (41) zwischen diesen Platten (35 und 37) ausgebildet werden. An einem oberen Bereich des Kernbereichs (33) ist ein Öltank (57) ausgebildet, der aus einer oberen Platte (47) und einer Abdeckplatte (55) gebildet ist. Die obere Platte (47) weist Kühlwasser-Durchlaßöffnungen (43) auf, welche mit den Kühlwasserkanälen (39) und den Ölkanälen (41) in Verbindung stehen. Die Abdeckplatte (55) weist Wasserleitungs-Einführbohrungen (51, 53) auf, welche in ihrer Anordnung den Kühlwasser-Durchlaßöffnungen (43) entsprechen. Die Wasserleitungen (59, 61) werden in die Kühlwasser-Durchlaßöffnungen (43) der oberen Platte (47) eingesetzt, wobei die Wasserleitungen (59, 61) durch die Wasserleitungs-Einführbohrungen (51, 53) laufen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Ölkühler nach dem Oberbegriff des Anspruches 1. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung einen Ölkühler, der durch Aufeinanderstapeln einer Mehrzahl von Platten gebildet wird.

Aus der ungeprüften japanischen Gebrauchsmuster-Veröffentlichung Nr. 121270/1988 ist ein Beispiel eines herkömmlichen Ölkühlers bekannt, der durch Aufeinanderstapeln einer Mehrzahl von Platten gebildet wird. Die Fig. 8 bis 10 zeigen diesen bekannten Ölkühler. In den Fig. 8 bis 10 ist mit dem Bezugs Zeichen 1 ein Kernbereich bezeichnet mit Kühlwasserkanälen 7 und Ölkanälen 9 zwischen Platten 3 und 5, wobei diese Platten 3 und 5 abwechselnd aufeinandergestapelt sind. Eine obere Platte 19 ist fest auf der oberen Oberfläche des Kernbereiches 1 befestigt. Die obere Platte 19 weist eine Öffnung 11 in der Mitte und drei Öffnungen 13, 15 und 17 um die Öffnung 11 herum auf.

Die beiden diametral einander gegenüberliegenden Öffnungen 13 und 15 stehen mit den Kühlwasserkanälen 7 in Verbindung und die; Öffnung 17 steht mit den Ölkanälen 9 in Verbindung. Wasserleitungen 21 und 23 sind mit den beiden Öffnungen 13 und 15 verbunden. Eine verstärkende Trennplatte 27 mit einem verlängerten Abschnitt 25 überdeckt sowohl die Öffnung 17, welche mit den Ölkanälen 9 in Verbindung steht, als auch die Öffnung 11, welche in der Mitte der oberen Platte 19 angeordnet ist. Die Trennplatte 27 ist an der oberen Platte 19 befestigt.

In Fig. 9 ist mit dem Bezugszeichen 29 eine untere Platte bezeichnet, welche an der unteren Endoberfläche des Kernbereiches 1 befestigt ist. In der Mitte der unteren Platte 29 ist eine Öffnung 31 ausgebildet, welche der Öffnung 11 entspricht. Weiterhin ist eine in der Zeichnung nicht dargestellte Öffnung entsprechend der Öffnung 17 vorgesehen, welche mit den Ölkanälen 9 in Verbindung steht.

Bei dem so aufgebauten bekannten Ölkühler wird von einem (nicht dargestellten) Schlauch kommendes Wasser, wobei der Schlauch mit der Leitung 21 in Verbindung steht, eingeführt und über einen ebenfalls nicht dargestellten weiteren Schlauch, der mit der Leitung 23 in Verbindung steht, über die Kühlwasserkanäle 7 des Kernbereiches 1 wieder abgeführt. In dem Kernbereich 1 von der Öffnung in der unteren Platte 29 her eingebrachtes Öl führt einen Wärmetauschvorgang mit dem Kühlwasser durch, während es die Ölkanäle 9 durchfließt und erreicht den Abschnitt 25 in der Öffnung 16.

Wie jedoch aus Fig. 10 hervorgeht, sind die Wasserleitungen 21 und 23 dieses bekannten Ölkühlers praktisch als freitragende Ausleger ausgebildet, wobei ihre Einführenden 21a und 23a einfach in die Öffnungen 13 und 15 der oberen Platte 19 eingesteckt sind. Hieraus ergibt sich der Nachteil, daß die Befestigungsfestigkeit der Wasserleitungen 21 und 23 gegenüber von außen auf gebrachten Belastungen (beispielsweise beim Aufstecken von Schläuchen auf die Leitungen, bei Vibrationen etc.) nicht ausreichend stabil ist.

Die vorliegende Erfindung hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesen erwähnten Nachteil zu beseitigen. Genauer gesagt, Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Ölkühler nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 so auszubilden,daß eine verbesserte Festigkeit der Wasserleitungen gegenüber von außen aufwirkenden Belastungen erzielbar ist.

Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale.

Erfindungsgemäß wird ein Ölkühler geschaffen mit einem Kernbereich, der durch abwechselndes Aufeinanderstapeln einer Mehrzahl von Platten gebildet wird, wobei abwechselnd Kühlwasserkanäle und Ölkanäle zwischen den Platten gebildet werden, wobei: ein Ölbehälter an einem oberen Bereich des Kernbereichs ausgebildet ist, wobei der Ölbehälter aus einer oberen Platte und einer Abdeckplatte gebildet ist, wobei die Abdeckplatte Kühlwasser-Durchlaßöffnungen und eine Öl-Durchlaßöffnung aufweist, wobei die Abdeckplatte Wasserleitungs- Einführbohrungen entsprechend der Anordnung der Kühlwasser- Durchlaßöffnungen aufweist, wobei die Kühlwasser-Durchlaßöffnungen und die Öl-Durchlaßöffnung mit den Kühlwasserkanälen und den Ölkanälen in Verbindung stehen; und wobei zwei Wasserleitungen die entsprechenden Leitungs-Einführbohrungen in der Abdeckplatte durchsetzen und den Ölbehälter durchlaufen, wobei die beiden Wasserleitungen in die jeweiligen Kühlwasser-Durchlaßöffnungen der oberen Platte eingesetzt sind.

Bei dem erfindungsgemäßen Ölkühler wird von einer der Wasserleitungen her kommendes Kühlwasser von der anderen Wasserleitung abgeführt, nachdem es die Kühlerwasserkanäle innerhalb des Kernbereiches gefüllt hat. Die Wasserleitungen werden durch eine sogenannte Zweipunktabstützung mittels der Wasserleitungs-Einführbohrungen in der Abdeckplatte und den Kühlerwasserkanal-Bohrungen der oberen Platte, welche den Ölbehälter durchsetzen, abgestützt, so daß die Wasserleitungen gegenüber äußeren Belastungen widerstandsfähig sind.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Weitere Einzelheiten, Aspekte und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnung.

Es zeigt:

Fig. 1 eine Draufsicht auf eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Ölkühlers;

Fig. 2 einen Schnitt entlang Linie II-II in Fig. 1;

Fig. 3 einen Schnitt entlang Linie III-III in Fig. 1;

Fig. 4 eine auseinandergezogene perspektivische Darstellung eines Kernbereichs;

Fig. 5 eine teilweise vergrößerte Schnittdarstellung des Kernbereichs;

Fig. 6 eine teilweise vergrößerte Schnittdarstellung des Kernbereichs;

Fig. 7 eine Schnittdarstellung eines Hauptabschnittes eines Ölkühlers gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung;

Fig. 8 eine Draufsicht auf den bekannten Ölkühler;

Fig. 9 eine Schnittdarstellung eines Kernbereichs des bekannten Ölkühlers aus Fig. 8; und

Fig. 10 eine Schnittdarstellung eines Hauptabschnittes des bekannten Ölkühlers aus Fig. 8.

Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Ölkühlers werden nun unter Bezug auf die Zeichnung beschrieben.

Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf einen Ölkühler gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung, Fig. 2 eine Schnittdarstellung entlang Linie II-II in Fig. 1 und Fig. 3 eine Schnittdarstellung entlang Linie III-III in Fig. 1. in den Fig. 1 bis 3 ist mit dem Bezugszeichen 33 ein Kernbereich gekennzeichnet, der durch Aufeinanderstapeln einer ersten Platte 35 und einer zweiten Platte 37 abwechselnd aufeinander und durch das Ausbilden von Kühlwasserkanälen 39 und Ölkanälen 41 abwechselnd zwischen den Platten 35 und 37 gebildet wird. In diesem Zusammenhang sei auf die US-PS 5,099,912 hingewiesen, auf welche bezüglich der genaueren Details des so aufgebauten Ölkühlers hier vollinhaltlich Bezug genommen wird. Die erste Platte und die zweite Platte sind jeweils aus Aluminium gefertigt. Auf der oberen Endoberfläche des Kernbereichs 33 ist eine obere Platte 47 befestigt. Die obere Platte, welche aus Aluminium gefertigt ist, weist zwei Kühlwasser-Durchlaßöffnungen 43 und eine Öl- Durchlaßöffnung 45 auf, welche jeweils mit den Kühlwasserkanälen 39 und den Ölkanälen 41 in Verbindung stehen. Ein Ölkühler 49 gemäß der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist einen Ölbehälter 57 auf, der auf der Oberseite des Kernbereichs 33 ausgebildet ist. Der Ölbehälter 57 ist aus der oberen Platte 47 und einer Abdeckplatte 55 aus Aluminium gebildet und weist Wasserleitungs-Einführbohrungen 51 und 53 entsprechend den Kühlerwasser-Durchlaßbohrungen 39 auf.

Zwei Wasserleitungen 59 und 61 zum Einbringen von Kühlwasser in den Kernbereich 33 sind in die Kühlwasser-Durchlaßöffnungen 43 der oberen Platte 47 eingesetzt und durchlaufen die Einführbohrungen 51 und 53 der Abdeckplatte 55 und erstrecken sich durch den Ölbehälter 57.

Wie weiterhin aus den Fig. 2 und 3 hervorgeht, sind in der Mitte der oberen Platte 47 und der Abdeckplatte 55 Durchgangsbohrungen 63 und 65 ausgebildet, wobei weiterhin, wie in Fig. 4 ersichtlich ist, die Öl-Durchlaßöffnung 45 mit einer von zwei Öl-Durchgangsbohrungen 67 in Verbindung steht, welche in der ersten Platte 35 an der oberen Platte 47 ausgebildet sind. Die andere Öl-Durchgangsbohrung 67 der ersten Platte 35 wird durch die obere Platte 47 verschlossen.

Wie aus den Fig. 3 oder 4 ersichtlich ist, sind unter dem Kernbereich 33 in aufeinanderfolgender Reihe eine untere Platte 69 aus Aluminium, eine Verstärkungsplatte 71, ein Verstärkungsring 127 und eine Dichtplatte 126 angeordnet. In der Mitte jeder der Platten 69, 71 und 126 sind Bohrungen 73, 75 und 76 ausgebildet, welche koaxial zu den Durchgangsbohrungen 63 und 65 sind.

Auf beiden Seiten dieser Bohrungen 73, 75 und 76 in den Platten 69, 71 und 126 ist eine Ölflußbohrung 77, welche zu einer der beiden Öl-Durchgangsbohrungen 67 in der zweiten Platte 37 offen ist. Die andere Öl-Durchgangsbohrung 67 in der zweiten Platte 37 ist durch die untere Platte 69 verschlossen, wobei weiterhin zwei Kühlerwasser-Durchgangsbohrungen 79 in der zweiten Platte 37 ebenfalls von der unteren Platte 69 verschlossen sind. Wie weiterhin in den Fig. 2 und 3 dargestellt, ist an dem unteren Bereich der Verstärkungsplatte 71 die Abdichtplatte 126 angeordnet, welche einen zurückgestuften Abschnitt 124 und eine Öl-Einlaßbohrung 77a hat zur Aufnahme eines unteren O-Rings 123.

Weiterhin sind in der Mitte der ersten Platte 35 und der zweiten Platte 37, welche den Kernbereich 33 bilden, Bohrungen 81 und 83 ausgebildet. Eine Hülse 85 aus Aluminium ist durch die Bohrungen 81 und 83 und die oben erwähnten Durchgangsbohrungen 63, 65, 73, 75 und 76 eingesetzt. Wie in Fig. 2 dargestellt, sind an der Umfangswand der Hülse 85 innerhalb des Ölbehälters 57 mehrere Durchlaßbohrungen 87 ausgebildet, welche mit dem Ölbehälter 57 in Verbindung stehen.

Ein hohler Anschlußzapfen oder eine Überwurfmutter 89 mit einer Mehrzahl von nicht dargestellten Öl-Durchlaßbohrungen, welche mit dem Ölbehälter 57 in Verbindung stehen, ist in der Hülse 85 eingesetzt, um den Ölkühler 49 an einem Flansch (nicht dargestellt) oder dergleichen eines Motors zu befestigen. Auf der Oberseite der Abdeckplatte 55 ist eine Verstärkungsplatte 93 angeordnet mit Flanschen 91 an beiden Seiten hiervon, um die Abdeckplatte 55 zu verstärken. Diese Verstärkungsplatte 93 ist zwischen den beiden Wasserleitungen 59 und 61 angeordnet. Weiterhin ist auf der Oberseite der Verstärkungsplatte 93 ein Sitz 97 mit einem O-Ring 95 hieran angeordnet. In der Mitte sowohl der Verstärkungsplatte 93 als auch des Sitzes 97 ist eine Durchgangsbohrung 98 zur Aufnahme der Hülse 85 ausgebildet. Die Verstärkungsplatte 93 verhindert Verformungen der Abdeckplatte 55 beim Anziehen des Anschlußzapfens oder der Überwurfmutter 89, wenn der Ölkühler 49 durch Einsetzen der Überwurfmutter 89 in die Hülse 85, welche von der Bohrung 98 vorsteht, festgelegt wird.

Gemäß Fig. 4 sind vier Bohrungen in einem Abstand von 90° zueinander um den Mittelpunkt der ersten Platte 35 und der zweiten Platte 37 herum ausgebildet. Zwei diametral einander gegenüberliegende Bohrungen hiervon dienen hierbei als die oben erwähnten Kühlwasser-Durchgangsbohrungen 79 und die beiden anderen diametral einander gegenüberliegenden Bohrungen dienen als die oben erwähnten Öl-Durchgangsbohrungen 67.

Zylindrische Abschnitte 99 und 101 sind einstückig an dem äußeren Umfang und dem Bohrungsumfang der ersten Platte 35 ausgebildet und vorstehende Abschnitte 103 und 105, welche in Richtung der ersten Platte 35 vorstehen, sind einstückig an dem äußeren Umfang und dem Bohrungsumfang der zweiten Platten 37 ausgebildet. Wie in den Fig. 2 und 3 ersichtlich, sind die Außenseiten der vorstehenden Abschnitte 103 und 105 der zweiten Platte 37 an den Innenseiten der zylindrischen Abschnitte 99 und 101 der ersten Platte 35 durch Hartlöten oder dergleichen befestigt. Jeder Kühlwasserkanal 39 ist an der Innenseite der ersten Platte 35 und der Innenseite der zweiten Platte 37 von der obersten Schicht des Kernbereichs 33 her ausgebildet, wohingegen jeder Ölkanal 41 an der Außenseite der zweiten Platte 37, der Außenseite der ersten Platte 35 und den Innenseiten der zylindrischen Abschnitte 99 und 101 der ersten Platte 35 ausgebildet ist, so daß eine abwechselnde Anordnung mit den Kühlwasserkanälen 39 erfolgt. Ein innerer Steg 107 erstreckt sich innerhalb eines jeden Ölkanals 41.

Wie weiterhin aus den Fig. 5 und 6 hervorgeht, ist ein Abschnitt 109 großen Durchmessers und ein Abschnitt 111 kleinen Durchmessers an dem zylindrischen Abschnitt 99 der ersten Platte 35 ausgebildet. Die zweite Platte 37 ist in der ersten Platte 35 so angeordnet, daß der Abschnitt 109 groben Durchmessers der ersten Platten 35 so durch Hartlöten oder dergleichen befestigt ist, daß er in den benachbarten Abschnitt 111 kleinen Durchmessers der unteren ersten Platte 35 eingesetzt ist.

Bei dieser Ausführungsform wird die Abdeckplatte 55 durch Kaltverformung eines plattierten Aluminium-Bauteils hergestellt. Das plattierte Bauteil wird durch Ausbilden von Messingschichten (z. B. JIS4343, 4045) auf beiden Seiten eines Kernmaterials (z. B. JIS3003) hergestellt. Die obere Platte 47 wird auf ähnliche Weise hergestellt, so daß beide Seiten hiervon aus Messingschichten bestehen, wohingegen die Wasserleitungen 59 und 61 so hergestellt werden, daß die inneren und äußeren Umfangsoberflächen hiervon mit korrosionsfesten Schichten bedeckt sind (z. B. JIS7072, 5005, etc.).

Der bisher beschriebene Ölkühler 49 gemäß dieser Ausführungsform wird wie folgt hergestellt: ein nicht-korrodierendes Flußmittel wird auf die jeweiligen Teile aufgebracht und getrocknet. Dann werden die vorstehenden Abschnitte 103 und 105 der zweiten Platte 37 in die zylindrischen Abschnitte 99 und 101 der ersten Platte 35 eingesetzt. Weiterhin wird der Abschnitt 109 groben Durchmessers der ersten Platte 35 in den Abschnitt 111 kleinen Durchmessers eingesetzt. Danach wird die Hülse 85 in die Durchgangsbohrungen 81 und 83 in den Mitten dieser Platten 35 und 37 eingesetzt, um den Kernbereich 33 zu bilden. Die obere Platte 47, die Abdeckplatte 55, die Wasserleitungen 59 und 61, die untere Platte 69, die Verstärkungsplatte 71, die Abdichtplatte 126 und die verbleibenden Bauteile werden aufeinanderfolgend angeordnet. Dieser zusammengefügte Aufbau wird dann in einem Ofen erhitzt, um die jeweiligen Teile durch einen Hartlötvorgang miteinander zu verbinden.

Der Ölkühler 49 gemäß dieser Ausführungsform wird wie folgt eingesetzt: um den Ölkühler 49 an einem Anschlußstutzen eines Motors oder dergleichen zu befestigen, wird die Überwurfmutter 89 in die Hülse 85 eingeführt und angezogen, wobei der O-Ring 95 und der untere O-Ring 123 abdichtend wirken. Anziehbelastungen der Überwurfmutter 89 werden über die Verstärkungsplatte 93 zwischen den Wasserleitungen 59 und 61 aufgefangen. Die Verstärkungsplatte 93 dient auch dazu, zu verhindern, daß sich der Ölbehälter 57 aufgrund von Verformungen der Abdeckplatte 55 verformt, wobei die Verformungen der Abdeckplatte 55 von Druckunterschieden zwischen Atmosphäre und dem Druck innerhalb des Ölbehälters 57 herrühren können. Dies bedeutet weiterhin,daß auf die Verstärkungsplatte 93 eventuell verzichtet werden kann, wenn die Abdeckplatte 55 ausreichend dick und damit stabil gemacht wird.

Wie in Fig. 2 dargestellt, füllt Wasser W von der Wasserleitung 59 her kommend die jeweiligen Kühlwasserkanäle 39 über die Kühlwasser-Durchgangsbohrungen 79 der ersten Platte 35 und der zweiten Platte 37 und wird von der anderen Wasserleitung 61 wieder abgeführt. Öl O flieht in den Kernbereich 33 über die untere Öl-Flußbohrung 77 des Kernbereichs 33, wie in Fig. 3 gezeigt, füllt die Ölkanäle 41 über die jeweiligen Öl-Durchgangsbohrungen 67, flieht nach einem Wärmeaustausch mit dem Kühlwasser W innerhalb der Kühlwasserkanäle 39 in den Ölbehälter 57 und wird dann über den Anschlußzapfen 89 von den Durchlaßbohrungen 87 her dem Motor zurückgeführt. Hierbei sind die Wasserleitungen 59 und 61 gegenüber von außen einwirkenden Belastungen sicher durch eine sogenannte Zweipunktabstützung - gebildet aus den Einführbohrungen 51 und 53 der Abdeckplatte 55 und den Durchlaßöffnungen 43 der oberen Platte 47 - abgestützt.

Demzufolge kann bei dieser Ausführungsform die Verstärkungsplatte 93 verhindern,daß der Ölbehälter 57 durch Belastungen deformiert wird, welche beim Anziehen der Überwurfmutter 89 entstehen, sodaß nicht nur die Druckbeständigkeit des Ölbehälters 57 verbessert werden kann, sondern auch die Befestigungsstärke der Wasserleitungen 59 und 61 kann gegenüber dem herkömmlichen Ölkühler gemäß den Fig. 8 bis 10 verbessert werden.

Die bisher beschriebene Ausführungsform zeichnet sich weiter dadurch aus, daß der Abstrahlbereich des Ölbehälters 57 für das Öl O erhöht wird, da der Kühlwasserkanal 39 in der obersten Schicht des Kernbereichs 33 angeordnet wird, welche in Kontakt mit dem Ölbehälter 57 ist. Von daher wird die Wärmeaustauschleistung zwischen dem Öl O und dem Kühlwasser W verbessert.

Fig. 7 zeigt eine Schnittdarstellung eines wesentlichen Bereichs einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Diese Ausführungsform zeichnet sich insbesondere dadurch aus,daß ein Sitz 115 in die Bohrung 98 der Verstärkungsplatte 93 eingesetzt ist, so daß eine Mehrzahl von Öl- Durchlaßbohrungen 119, welche sich in einem zylindrischen Abschnitt 117 der Durchgangsbohrung befinden, sich in den Ölbehälter 57 öffnen, wobei der Sitz 115 im Querschnitt T- förmig ist und eine Einführbohrung 113 in seiner Mitte aufweist. Diese Ausführungsform zeichnet sich darüber hinaus dadurch aus, daß eine Hülse 121 von der Mitte des Kernbereichs 33 aus zur Vorderseite des zylindrischen Abschnittes 117 eingesetzt ist. Auf der oberen Oberfläche des Sitzes 115 ist eine Ringausnehmung 123 zur Aufnahme eines O-Rings 95 ausgebildet. Da die anderen Aufbauten und Anordnungen der zweiten Ausführungsform im wesentlichen gleich der ersten Ausführungsform sind, erfolgt eine nochmalige Beschreibung dieser Teile nicht; darüber hinaus sind gleiche Bauteile und Einzelheiten mit den gleichen Bezugszeichen wie in der ersten Ausführungsform versehen.

Die zweite Ausführungsform kann ebenfalls verhindern, daß der Ölbehälter 57 durch Belastungen verformt wird, welche beim Anziehen der Überwurfmutter 89 entstehen, wobei diese Belastungen von der Verstärkungsplatte 93 aufgenommen werden. Hierdurch wird nicht nur die Druckbeständigkeit des Ölbehälters 57 verbessert, sondern auch die Befestigung der Wasserleitungen 59 und 61 ist im Vergleich zu einem herkömmlichen Ölkühler gemäß den Fig. 8 bis 10 verbessert. Somit kann die zweite Ausführungsform die gleichen Ergebnisse wie die erste Ausführungsform erzielen.

Insoweit zusammenfassend wird durch den erfindungsgemäßen Ölkühler sichergestellt, daß insbesondere die Wasserleitungen gegenüber von außen einwirkende Belastungen im Vergleich zu einem herkömmlichen Ölkühler weitaus besser geschützt sind.

Es versteht sich, daß die vorstehende Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung als rein illustrativ oder exemplarisch zu verstehen ist; irgendwelche Einschränkungen ergeben sich hieraus nicht.


Anspruch[de]
  1. 1. Ein Ölkühler mit einem Kernbereich, der durch abwechselndes Aufeinanderstapeln einer Mehrzahl von Platten (35, 37) gebildet wird, wobei abwechselnd Kühlwasserkanäle (39) und Ölkanäle (41) zwischen den Platten gebildet werden, wobei:

    ein Ölbehälter (57) an einem oberen Bereich des Kernbereichs (33) ausgebildet ist, wobei der Ölbehälter (57) aus einer oberen Platte (47) und einer Abdeckplatte (55) gebildet ist, wobei die Abdeckplatte (47) Kühlwasser-Durchlaßöffnungen (43) und eine Öl-Durchlaßöffnung (45) aufweist, wobei die Abdeckplatte (55) Wasserleitungs-Einführbohrungen (51, 53) entsprechend der Anordnung der Kühlwasser-Durchlaßöffnungen (43) aufweist, wobei die Kühlwasser-Durchlaßöffnungen (43) und die Öl- Durchlaßöffnung (45) mit den Kühlwasserkanälen (39) und den Ölkanälen (41) in Verbindung stehen; und

    wobei zwei Wasserleitungen (59, 61) die entsprechenden Leitungs-Einführbohrungen (51, 53) in der Abdeckplatte (55) durchsetzen und den Ölbehälter (57) durchlaufen, wobei die beiden Wasserleitungen (59, 61) in die jeweiligen Kühlwasser-Durchlaßöffnungen (43) der oberen Platte (47) eingesetzt sind.
  2. 2. Ölkühler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ölbehälter (57) durch einen Raum zwischen der oberen Oberfläche der oberen Platte (47) und der unteren Oberfläche der Abdeckplatte (55) gebildet ist.
  3. 3. Ölkühler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckplatte (55) aufrechtstehende Wände zum Abstützen eines Teiles der Wasserleitungen (59, 61) aufweist, wobei die aufrechtstehenden Wände sich entlang des Umfanges der Wasserleitungs-Einführbohrungen (51, 53) erstrecken.
  4. 4. Ölkühler nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckplatte (55) aufrechtstehende Wände zum Abstützen eines Teiles der Wasserleitungen (59, 61) aufweist, wobei die aufrechtstehenden Wände sich entlang des Umfanges der Wasserleitungs-Einführbohrungen (51, 53) erstrecken.
  5. 5. Ölkühler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckplatte (55) durch eine Verstärkungsplatte (93), welche zwischen den Wasserleitungen (59, 61) angeordnet ist, verstärkt wird.






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