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Dokumentenidentifikation DE4243415C1 14.04.1994
Titel Alarmsystem für bewegliche Güter
Anmelder DETECON Deutsche Telepost Consulting GmbH, 53175 Bonn, DE
Erfinder Enge, Jörg, Dipl.-Ing., O-1095 Berlin, DE;
Weser, Andreas, Dr.-Ing., 6601 Riegelsberg, DE
Vertreter Schirmer, S., Dipl.-Ing., 33605 Bielefeld; Specht, V., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 12681 Berlin
DE-Anmeldedatum 17.12.1992
DE-Aktenzeichen 4243415
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 14.04.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.04.1994
IPC-Hauptklasse G08B 25/14
IPC-Nebenklasse G08B 27/00   B60R 25/00   G01C 21/04   
Zusammenfassung Ein Alarmsystem für bewegliche Güter wird durch eine Empfangs- und Sendeeinheit (1 bis 3) mit einem Datenspeicher (8) für gutspezifische Kennwerte (S) sowie durch ein Steuergerät (4), das mit dem Datenspeicher sowie mit einer Signaleinrichtung (5) verbunden ist und durch eine Sensoreinheit (7) aktiviert wird, gebildet, wobei sich das bewegliche Gut innerhalb eines Mobilfunknetzes befindet.
Dem Empfangsteil (2) der Empfangs- und Sendeeinheit ist ein Codespeicher (17) mit Bewertungseinheit (20) für von außen eingebbare Alarmcodes (C1 bis C5) zugeordnet und an das Steuergerät angeschlossen, so daß das Aussenden von Gutkennungssignalen (S'), das Auslösen der Signalgeber oder die Unterbrechung einzelner Funktionen des beweglichen Gutes über eine Unterbrechereinheit (6) von einem Endgerät erfolgen kann.
Das Gutkennungssignal wird von einer der Mobilfunkempfangs- und -sendestationen (9) aufgenommen und gelangt, versehen mit einer der jeweiligen Zelle entsprechenden Standortkennung (L), über eine Mobilfunkvermittlung (10) zu einer Signalisierungs- und Lokalisierungszentrale (11) und von dort zu verschiedenen Endgeräten (12, 13, 16).
Mit dem vorgeschlagenen System ist mit geringem Aufwand eine schnelle Standortlokalisierung möglich und die Alarmauslösung und Ortung des beweglichen Gutes kann auch von außen initiiert werden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Alarmsystem für bewegliche Güter, vorzugsweise Kraftfahrzeuge, die sich im Bereich eines zellularen Mobilfunknetzes befinden und die mit einem Funktelefon ausgerüstet sind, mit einem daran angeschlossenen Steuergerät, das Sensorsignale erfaßt, im Alarmfall Steuersignale an Signaleinrichtungen und an das Funktelefon abgibt sowie das bewegliche Gut bzw. das Fahrzeug kennzeichnende Informationen aus einem Datenspeicher abruft und an eine mit dem Mobilfunknetz verbundene Signalisierungs- und Lokalisierungszentrale übermittelt. Ein derartiges Alarmsystem ist z. B. aus der DE 39 26 983 A1 bekannt.

Es ist bekannt, in Kraftfahrzeugen Alarmanlagen vorzusehen, die über ein akustisches oder optisches Warnsignal eine unbefugte Manipulation am Fahrzeug signalisieren. Die Auslösung eines solchen Warnsignals kann durch Schaltkontakte an den Türen und an den Motor- und Kofferraumklappen erfolgen oder wird durch Bewegungsmelder, z. B. Infrarotsensoren, bewirkt. Ein beim Verlassen des Fahrzeugs aktiviertes Steuergerät setzt durch alarmauslösende Impulse, zum Beispiel beim unbefugten Öffnen der Türen oder bei unbefugter Fahrzeugbewegung, die am Fahrzeug vorhandenen Signalgeber, wie Hupe und Licht, als Alarmgeber in Betrieb.

Der Nachteil dieser Alarmanlagen besteht im wesentlichen darin, daß die Reichweite eines akustischen Warntons und erst recht die eines optischen Signals begrenzt ist und die Signale somit leicht überhört oder übersehen werden können. Selbst wenn der Verfügungsberechtigte durch die Warneinrichtung alarmiert wird, besteht bei größerer Entfernung zumeist keine Möglichkeit mehr, das Fahrzeug noch rechtzeitig zu erreichen. Üblicherweise ist die Abgabe eines Warnsignals von der Anlage her begrenzt, und ein geschickter Dieb wird die Alarmanlage ohnehin sehr schnell außer Betrieb setzen.

Insgesamt bieten daher derartige Warnanlagen nur einen beschränkten Schutz gegen Diebstahl. Die Möglichkeiten zur Wiederauffindung entwendeter Fahrzeuge sind insbesondere nach Passieren der Landesgrenzen gering, zumal dort in der Regel keine Zugriffsmöglichkeit durch die zuständigen Stellen auf das Fahrzeug besteht. Darüber hinaus sind die bekannten Alarmsysteme auch nicht geeignet, ohne Sensorauslösung eine unbefugte Benutzung zu signalisieren. Wenn beispielsweise nach einem Überfall oder durch anderweitig Unberechtigte eine Fahrzeugbenutzung erfolgt, ohne daß zuvor das Steuergerät zum Einschalten der Signalgeber aktiviert wurde, erfolgt bei diesen Anlagen keine Betätigung der Warneinrichtungen.

Zur zumindest teilweisen Beseitigung der vorgenannten Nachteile beschreibt die DE 39 26 983 A1 eine Fahrzeugalarmvorrichtung für mit einem Funktelefon ausgerüstete Fahrzeuge, bei der der in üblicher Weise mit Sensoren verbundene Alarmgeber an das Funktelefon angeschlossen ist und das Funktelefon seinerseits mit einem Informationsspeicher verbunden ist. Die Speicherplätze des Informationsspeichers sind zum einen mit der individuellen Rufnummer des Funktelefons des Fahrzeugs und zum anderen mit fahrzeugspezifischen Kenndaten belegt. Bei einem durch die Sensoren über die Alarmgeber in Form von akustischen Signalen oder Lichtsignalen ausgelösten Alarm, zum Beispiel beim unberechtigten Öffnen der Türen, einer Lageveränderung und dgl., wird über die im Fahrzeug befindliche Funktelefonanlage eine Verbindung zu einem bestimmten Fernsprechteilnehmer hergestellt und mittels eines Warntones der Alarmfall angezeigt. Gleichzeitig können aus dem Informationsspeicher auch fahrzeugspezifische Daten an eine Funkzentrale übermittelt werden.

Diese Fahrzeugalarmvorrichtung ist insofern nachteilig, als bei nicht aktiviertem Zustand der Alarmanlage tatsächlich auch kein Alarm ausgelöst wird. Wenn somit bei einem Unfall, einem Überfall oder aus verschiedenen anderen Gründen die Alarmanlage nicht aktiviert ist, kann das Fahrzeug ohne Alarmauslösung von Unberechtigten benutzt werden. Nachteilig ist weiterhin die sofortige Inbetriebnahme der Signaleinrichtungen im Alarmfall, da das gegebenenfalls bei unbefugter Bewegung des Fahrzeugs oder eines anderen bewegbaren Objekts unerwünscht sein kann, um den unberechtigt Benutzenden nicht vorzeitig zu warnen. Des weiteren ist es denkbar, daß es trotz Alarmauslösung, Standortbestimmung und eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen nicht gelingt, das entwendete Fahrzeug aufzuhalten.

Ein weiterer Nachteil der nach der DE 39 26 983 A1 bekannten Fahrzeugalarmvorrichtung besteht außerdem darin, daß dort zwar eine nicht näher beschriebene Vorrichtung zur Standortbestimmung vorgesehen ist, die diesbezüglich bekannten Einrichtungen zur zuverlässigen Erfassung der Fahrzeugposition jedoch sehr kostenaufwendig sind und einen hohen Investitionsaufwand erfordern.

Bei einer aus der DE 38 16 377 A1 bekannten Vorrichtung zur Eigenstandortbestimmung von sich in einem zellularen Mobilfunknetz bewegenden Fahrzeugen erfolgt zur Zuordnung des jeweiligen Standortes der Mobilstation und damit des Fahrzeuges zu einer Funkzelle eine Messung der Laufzeitdifferenz mehrerer, von verschiedenen Funkfeststationen ausgesandter Funktelegramme. Die nach Funkfeststationen abgespeicherten Laufzeitdifferenzen sowie die abgespeicherten Standortkoordinaten aller Funkstationen werden in einem Rechner verknüpft. Anschließend werden die Standortkoordinaten des betreffenden Objekts nach dem Hyperbelortungsverfahren errechnet. Die Anwendung dieses Lösungsprinzips erfordert ein kompliziertes Computernetz und ist mit einem hohen Investitionsaufwand verbunden.

Ausgehend von den geschilderten Nachteilen des Standes der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Alarmsystem für bewegliche Objekte, vorzugsweise Kraftfahrzeuge, anzugeben, das eine gegenüber den bekannten Systemen erhöhte Sicherheit gegen unbefugte Benutzung bietet und vor allem eine schnelle Sicherstellung des unbefugt benutzten Objekts gewährleistet.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei einem Alarmsystem der eingangs erwähnten Art mit den Merkmalen des Kennzeichens des Patentanspruchs 1 gelöst.

Danach ist dem mit einem erfindungsgemäßen Alarmsystem zu sichernden bewegbaren Gut eine im Frequenzbereich eines Mobilfunknetzes arbeitende Empfangs- und Sendeeinheit zugeordnet, wobei bei einer Alarmauslösung in einem Datenspeicher vorhandene Daten über die Spezifik des beweglichen Gutes (Art des Gutes, Kennzeichnung, Fahrzeugtyp, Eigentümer usw.) einer Mobilfunkempfangs- und -sendestation übermittelt werden und dort mit einer der jeweiligen Mobilfunkempfangs- und -sendestation entsprechenden Standortkennung in Form eines Zusatzsignals (Standortdaten) versehen werden. Diese standortspezifische Nachricht gelangt über eine Mobilfunkvermittlung zu einer Signalisierungs- und Lokalisierungszentrale, die die aufbereitete Information an Endgeräte von Behörden, Versicherungen, Eigentümern und dgl., vorzugsweise in Form von Referenzlisten, weitergibt. Dadurch ist mit geringem Aufwand, d. h. ohne komplizierte und kostenintensive Standortbestimmungseinrichtungen, die Position und die Bewegungsrichtung des unberechtigt benutzten Gutes entsprechend dem Raster der Zellen des Mobilfunknetzes möglich.

Die Alarmauslösung erfolgt nach Aktivierung eines Steuergerätes durch eine Sensoreinheit über den Sender der Empfangs- und Sendeeinheit und/oder eine mit dem bewegbaren Gut verbundene Signaleinrichtung.

Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist dem Empfangsteil der Empfangs- und Sendeeinheit, die in der Regel ein Funktelefon ist, ein Codespeicher für von außen, d. h. unabhängig von den in dem bewegbaren Gut befindlichen Sensoren, anwählbare Alarmcodes zugeordnet, über den die Signalisierung eines Alarms und die Standortermittlung von einem geeigneten Endgerät ausgelöst werden kann. Damit kann auch jede unbefugte Gutbewegung, bei der die gutspezifischen Sensoren nicht aktiviert wurden, signalisiert und verfolgt werden.

Eine Besonderheit der Erfindung besteht weiterhin darin, daß sowohl bei einer durch die Sensoreinheit bewirkten, automatisch durchgeführten Signalisierung und Lokalisierung als auch im Fall einer von außen vorgenommenen Alarmierung die Betätigung der optischen und akustischen Signalgeber separat und von außen durchgeführt werden kann, so daß die Signalgebung am Gut in bestimmten Standortbereichen, zum Beispiel Grenzübergängen, Tankstellen, Autobahnknoten u.ä., und ohne vorzeitige Warnung des unberechtigten Benutzers ausgelöst wird.

Nach einem weiteren Erfindungsmerkmal werden von außen auch Datenfolgen für Alarmcodes zur Aktivierung einer Unterbrechereinheit eingegeben, so daß bei einem durch Motorkraft angetriebenen Gut die Zündung oder die Brennstoffzufuhr abgeschaltet oder die Lenkung blockiert werden kann.

In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist das Empfangsteil der Empfangs- und Sendeeinheit als Sensor zur Aufnahme eines in bestimmten Standortbereichen, zum Beispiel Grenzkontrollpunkten, erzeugten elektromagnetischen Feldes und zur dadurch bedingten Aktivierung der akustischen und optischen Signalgeber ausgebildet.

Weitere Merkmale und zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen aufgeführt.

Unter der Voraussetzung der Nutzung vorhandener Mobilfunknetze und Mobilfunkdienste wird mit dem vorliegenden Erfindungsvorschlag ein Mehrwertdienst auf der Basis des Mobilfunks zur Verfügung gestellt, der insgesamt eine kostengünstige Diebstahlsicherung und Signalisierung der unbefugten Benutzung beweglicher Güter oder der Kontrolle des korrekten Gebrauchs derartiger Güter ermöglicht und mit geringem apparativen Aufwand eine schnelle Lokalisierung und Sicherstellung unbefugt benutzten beweglichen Gutes über die bekannten Mobilfunkdienste ermöglicht.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 ein Blockschaltbild eines erfindungsgemäßen Alarmsystems für bewegliche Güter zur Auslösung verschiedener Alarm- bzw. Sicherungsfunktionen sowie zur Standortbestimmung und

Fig. 2 eine schematische Darstellung eines zellularen Mobilfunkempfangs- und -sendenetzes mit nachgeschalteter Signalisierungs- und Lokalisierungszentrale zur Wiederauffindung beweglicher Güter.

Das erfindungsgemäße Sicherungs- und Ortungssystem an dem zu sichernden beweglichen Gut, im vorliegenden Fall einem Kraftfahrzeug 14, besteht aus einer Empfangs- und Sendeeinheit, d. h. einem Funktelefon, mit einem Empfangsteil 2, einem Sender 1 und einer Antenne 3, sowie einem Steuergerät 4, das mit den bekannten Signaleinrichtungen 5 (Hupe, Licht) zur Abgabe eines optischen oder akustischen Signals verbunden ist. Zum Abschalten der Zündung, zum Unterbrechen der Brennstoffzufuhr und zur Blockierung der Lenkung ist eine Unterbrechereinheit 6 vorgesehen. Des weiteren ist an das Steuergerät 4 eine Sensoreinheit 7 angeschlossen, bei deren Ansprechen bei einem Diebstahl das Steuergerät 4 und anschließend sowohl die Signaleinrichtung 5, zum Beispiel die Hupe oder das Licht des Fahrzeugs 14, intermittierend in Betrieb gesetzt als auch gleichzeitig bestimmte, in einem Datenspeicher 8 gespeicherte fahrzeugspezifische Kenndaten über den Sender 1 und die Antenne 3 an eine ortsfeste Mobilfunkempfangs- und -sendestation 9 eines Mobilfunknetzes 19, in deren Bereich sich das Fahrzeug gerade befindet, abgesetzt werden. Von dort gelangt das Signal über die Mobilfunkvermittlung 10 und eine terrestrische Verbindung 15 zu einer Signalisierungs- und Lokalisierungszentrale 11, die die empfangenen Signale auswertet und die ermittelte Information an mobile und nichtmobile Endgeräte 12, 13 des Fahrzeughalters, -eigentümers oder -fahrers und/oder Endgeräte der Polizei, des Bundesgrenzschutzes, des Zolls, von Versicherungen und dgl. weiterleitet. Auf diese Weise ist es möglich, bestimmte Personen und Institutionen über einen durch die Sensoreinheit 7ausgelösten Alarm zu informieren und einen schnellen Zugriff zu dem Fahrzeug zu erreichen bzw. die erforderlichen Schritte zur Wiederbeschaffung des Fahrzeugs einzuleiten.

Die Lokalisierung des Fahrzeugs 14 erfolgt in der Weise, daß die von dem Steuergerät 4 über den Datenspeicher 8 veranlaßte Ausstrahlung bestimmter fahrzeugspezifischer Kennziffern (S) auf dem Weg (Pfeil A) des Fahrzeugs 14 durch das Netz von Mobilfunkempfangs- und -sendestationen (Zellen) 91 bis 9n von der jeweiligen Empfangsstation aufgenommen, mit einer entsprechenden Standortkennung (Standortdaten) L1 bis Ln versehen und schließlich als Signal SL1, SL2 usw. zur Mobilfunkvermittlung 10 gesendet wird. Die dort empfangenen fahrzeugspezifischen Standortsignale SL1 bis SLn werden an die Signalisierungs- und Lokalisierungszentrale 11 übermittelt, die den Standort bzw. die Bewegungsrichtung unbefugt oder unkontrolliert benutzter Fahrzeuge 14 erfaßt und den zuständigen Stellen mitteilt. Für Versicherungen, Polizei und sonstige Dienststellen, aber auch für bestimmte Fahrzeughalter oder -eigentümer werden zu den ermittelten Daten Referenzlisten R1 bis Rn erstellt. In Stadtgebieten erfolgt eine präzise Ortung entwendeter Fahrzeuge 14 über den Telepointdienst. Somit ist es letztlich mit geringem technischen Aufwand möglich, die Bewegungsrichtung (Pfeil A) unbefugt benutzter Fahrzeuge festzustellen und darzustellen und eine schnelle Wiederauffindung zu gewährleisten.

Das Empfangsteil 2 der im Fahrzeug 14 oder einem anderen beweglichen Gut angeordneten Empfangs- und Sendeeinheit ist ferner mit einem Codespeicher 17 verbunden, in dem verschiedene Alarmcodes C1 bis C5 gespeichert sind. Ein erster gespeicherter Aktivierungscode C1 dient der Aktivierung des Steuergerätes 4 und der Auslösung des Absetzens eines Gutkennungssignals S&min; über den Sender 1 und die Antenne 3 zu einer Mobilfunkempfangs- und -sendestation 9, in deren Bereich sich das Fahrzeug gerade befindet. Über einen Signalcode C2 werden die Signalgeber der Signaleinrichtung 5 aktiviert. Weitere, als Verriegelungscodes C3, C4 und C5 bezeichnete Alarmcodes dienen der Unterbrechung der Zündung und der Brennstoffzufuhr oder der Blockierung der Lenkung über die Unterbrechereinheit 6.

Durch eine dem Codespeicher 17 zugeordnete Bewertungseinheit 20 wird entschieden, ob es sich bei der von einem Endgerät über das Empfangsteil 2 eingegebenen Datenfolge um einen Alarmcode C1 bis C5 handelt und welcher Alarmcode angewählt wurde. Anschließend werden über das Steuergerät 4 die entsprechenden Funktionen des Senders 1 und/oder der Signaleinrichtung 5 oder der Unterbrechereinheit 6 ausgelöst.

Bei einer durch die Sensoreinheit 7 ausgelösten Aktivierung werden automatisch das Gutkennungssignal S&min; aus dem Datenspeicher 8 über den Sender 1, die Antenne 3, die Mobilfunkempfangs- und -sendestation 9 und die Mobilfunkvermittlung 10 und die Signalisierungs- und Lokalisierungszentrale 11 zu den Endgeräten 12, 13 und 16 geleitet und dort der Alarmfall angezeigt sowie gleichzeitig die Signaleinrichtung 5 ausgelöst (strichlierte Linien in Fig. 1). Das Alarmsystem kann nun so geschaltet sein, daß die Alarmgeber nicht gleichzeitig mit der Aussendung des Gutkennungssignals S&min; eingeschaltet werden. Dadurch wird beispielsweise ein Dieb nicht vorzeitig gewarnt, und es besteht die Möglichkeit seiner kurzfristigen Festsetzung. Durch Anwählen des nur einem begrenzten Personenkreis zugänglichen Signalcodes C2 ist es jedoch jederzeit möglich, die Signaleinrichtung 5 nachträglich von außen in Betrieb zu setzen. In gleicher Weise können durch Anwählen der entsprechenden Verriegelungscodes C3, C4 und C5 bei einem Kraftfahrzeug die Zündung außer Betrieb gesetzt, die Brennstoffzufuhr unterbrochen oder die Lenkung blockiert werden.

Bei einer unbefugten Fahrzeugbenutzung nach einem Überfall oder bei einer Bewegung des Fahrzeugs durch andere unberechtigte Personen sprechen die Sensoren nicht an, und das Steuergerät ist durch die Sensoreinheit 7 nicht aktiviert, so daß eine Alarmauslösung unterbleibt. Über den im Codespeicher 17 vorhandenen Aktivierungscode C1 und die Bewertungseinheit 20 ist es jedoch durch Anwählen der codierten Ziffernfolge für den Aktivierungscode C1 von außen möglich, zum Beispiel nach einem Überfall, einem Unfall oder bei einer sonstigen Notsituation oder auch bei der Entdeckung einer unbefugten, unkorrekten Fahrzeugbewegung, das Steuergerät zu aktivieren und sofort einen Alarmzustand zu signalisieren und eine Standortlokalisierung vorzunehmen. Entweder gleichzeitig mit der Aktivierung des Steuergerätes 4 oder durch gesonderte Eingabe des Signalcodes C2 werden die Signalgeber der Signaleinrichtung 5 ausgelöst. Auch in diesem Fall ist somit eine schnelle Wiederauffindung eines unberechtigt benutzten Fahrzeugs oder anderen beweglichen Gutes möglich. Von besonderem Vorteil ist dabei, daß das Alarmsystem auch bei einem Unfall oder Notfall zur Lokalisierung des Fahrzeugs genutzt werden kann.

Die Verbindung zwischen dem Steuergerät 4 und der Signaleinrichtung 5, dem Datenspeicher 8 bzw. dem Sender 1 sowie der Unterbrechereinheit 6 bei einem von außen über den Codespeicher 17 ausgelösten Alarm ist in Fig. 1 mit durchgezogenen Linien dargestellt.

Aus Fig. 1 geht noch eine weitere Variante der vorliegenden Erfindung hervor. Danach sind im Bereich von Grenzübergängen oder anderen exponierten Orten Einrichtungen 18 zur Erzeugung eines elektromagnetischen Feldes E vorgesehen. Im Bereich eines derartigen elektromagnetischen Feldes wirkt die Antenne 3 der Empfangs- und Sendeeinheit als Sensor zur Inbetriebsetzung der akustischen und optischen Signalgeber der Signaleinrichtung 5. Die Verbindung zwischen der Einrichtung 18, der Antenne 3 und der Signaleinrichtung 5 ist in Fig. 1 mit strichpunktierten Linien wiedergegeben.

Bezugszeichenaufstellung

1 Sender

2 Empfangsteil

3 Antenne

4 Steuergerät

5 Signaleinrichtung

6 Unterbrechereinheit

7 Sensoreinheit

8 Datenspeicher

9 Mobilfunkempfangs- und -sendestation

10 Mobilfunkvermittlung

11 Signalisierungs- und Lokalisierungscenter

12 mobiles Endgerät

13 nichtmobiles Endgerät

14 Fahrzeug

15 terrestrische Verbindung

16 Endgeräte

17 Codespeicher

18 Einrichtung zur Erzeugung eines elektromagn. Feldes

19 Mobilfunknetz

20 Bewertungseinheit

S fahrzeugspezifischer Kennwert

S&min; Gutkennungssignal

L Standortkennung

LS fahrzeugspezifischer Standortkennwert

R Referenzliste

C1 Aktivierungscode

C2 Signalcode

C3 bis C5 Verriegelungscodes

Pfeil A Bewegungsrichtung des Fahrzeugs


Anspruch[de]
  1. 1. Alarmsystem für bewegliche Güter, vorzugsweise Kraftfahrzeuge,
    1. - die sich im Bereich eines zellularen Mobilfunknetzes (91 bis 9n) befinden
    2. - und die mit einem Funktelefon (1, 2) ausgerüstet sind,
    3. - mit einem daran angeschlossenen Steuergerät (4),
      1. - das Sensorsignale (7) erfaßt,
      2. - im Alarmfall Steuersignale an Signaleinrichtungen (5) und an das Funktelefon (1, 2) abgibt
      3. - sowie das bewegliche Gut bzw. das Fahrzeug kennzeichnende Informationen aus einem Datenspeicher (8) abruft und an eine mit dem Mobilfunknetz verbundene Signalisierungs- und Lokalisierungszentrale (11) übermittelt,
  2. dadurch gekennzeichnet, daß
    1. a) das Empfangsteil (2) des Funktelefons (1, 2) mit einem Codespeicher (17) verbunden ist, über den bei Empfang unterschiedlicher Codes (C1 bis C5)
      1. - eine Aktivierung des Alarmsystems und eine Aussendung das Fahrzeug kennzeichnender Informationen,
      2. - die Auslösung der Signaleinrichtungen (5)
      3. - sowie die Verriegelung bestimmter Fahrzeugfunktionen, z. B. Zündung, Brennstoffzufuhr oder Lenkung, möglich ist, und
    2. b) die von den einzelnen Zellen (91 bis 9n) weitergegebenen Daten mit Standortdaten (L1 bis Ln) der das Fahrzeug jeweils erfassenden Zelle verknüpft werden.
  3. 2. Alarmsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Signalgeber der Signaleinrichtung (5) mit Hilfe der als Sensor wirkenden Antenne (3) des Funktelefons (1, 2) durch ein an bestimmten Standorten erzeugtes elektromagnetisches Feld (E) auslösbar sind.
  4. 3. Alarmsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Signalisierungs- und Lokalisierungszentrale (11) mit Endgeräten (12, 13, 16) zur Weiterleitung des Alarmzustandes anhand die Standort- und Gutkennung enthaltender Referenzlisten (R) verbunden ist, wobei die Endgeräte beispielsweise beim Fahrzeughalter oder -eigentümer bzw. den zuständigen Behörden oder Versicherungen installiert sind.
  5. 4. Alarmsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß dem Codespeicher (17) eine Bewertungseinheit (20) für die Alarmcodes (C1 bis C5) zugeordnet ist.






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