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Dokumentenidentifikation DE69100289T2 28.04.1994
EP-Veröffentlichungsnummer 0444992
Titel Vorrichtung zur Verpackung einer vor der Aussenatmosphäre zu schützenden Substanz und Verpackungsverfahren hierzu.
Anmelder L'Oréal, Paris, FR
Erfinder Bouix, Herve, F-78160 Marly-le-Roi, FR
Vertreter Kinzebach, W., Dipl.-Chem. Dr.phil.; Riedl, P., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Schweiger, G., Dipl.-Chem.Univ. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 81679 München
DE-Aktenzeichen 69100289
Vertragsstaaten BE, CH, DE, ES, GB, IT, LI
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 14.02.1991
EP-Aktenzeichen 914003819
EP-Offenlegungsdatum 04.09.1991
EP date of grant 25.08.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.04.1994
IPC-Hauptklasse B65D 51/18

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Kombination zum Verpacken einer Substanz, die man unter Luftabschluß aufzubewahren wünscht, beispielsweise ein Kosmetikum (insbesondere eine Gesichtscreme oder -maske), ein Lebensmittel (insbesondere Kaffee oder Tee), ein Medikament oder ein Pflegemittel. Ebenso bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zum Verpacken der Substanz in der Kombination.

Eine bekannte Kombination dieser Art besteht aus einem Behälter zur Aufnahme der Substanz, dessen Inhalt nach dem Einfüllen durch einen Innendeckel geschützt ist, der aus einem geschichteten Verbundmaterial besteht, beispielsweise einem Material mit zwei Aluminium/Polyethylen-Schichten. Dieser Innendeckel ist auf dem oberen Rand des Behälterhalses durch Heißversiegelung befestigt; er kann vom Benutzer in einem Stück abgezogen werden, wobei er am Rand oder an einer Grifflasche angefaßt und unter Anheben abgezogen wird. Bekanntlich ist es bei den derzeit verwendeten Innendeckeln möglich, die Unverletzlich-keit des Behälters zu gewährleisten und einen absolut dichten Verschluß zu erzielen, wodurch eine für die gestellte Aufgabe, nämlich eine umfassende Konservierung der Produkte vor Gebrauch zu gewährleisten, eine völlig annehmbare Lösung erzielt wird.

Bei solchen Verpackungen können jedoch drei Nachteile auftreten:

- Der erste Nachteil ergibt sich daraus, daß in dem vom Versiegelungsbereich begrenzten Mittelbereich der Innendeckel einen leicht verletzlichen Film bildet - der umso leichter verletzlich ist, je größer seine Oberfläche ist - ohne daß er in axialer Richtung gegenüber Stößen widerstandsfähig ist, die leicht auftreten können und die Gefahr mit sich bringen, daß dieser Deckel leicht durchbohrt wird, wodurch im Ergebnis das Gegenteil des gesetzten Ziels erreicht wird;

- der zweite Nachteil resultiert aus der Schwierigkeit, die sich ergeben kann, wenn man den Innendeckel ohne Zerreißen abnehmen will: es wäre wirklich von Interesse, wenn man nach jeder Entnahme der Substanz aus dem Behälter den Innendeckel wieder auf den Behälterhals aufsetzen könnte, da in der Mehrzahl der Fälle die Klebkraft des Innendeckels nicht verloren ist, wobei das Ziel darin besteht, während der gesamten Verwendungszeit kontinuierlich eine gute Konservierung der Substanz beizubehalten; in der Mehrzahl der Fälle zerreißt jedoch der Innendeckel in dem Augenblick, in dem er abgezogen wird, umso leichter, je größer seine Oberfläche ist - so daß er nach der ersten Verwendung seine Schutzfunktion nicht mehr erfüllen kann;

- der dritte Nachteil liegt darin, daß es zum Zeitpunkt der Verpackung schwierig ist, den Innendeckel vor der Heißversiegelung sauber zu zentrieren, und da in diesem Moment der Innendeckel in der Schweißstation nur auf den Rand des Behälters aufgelegt wird, kann es leicht zu einer leichten Verlagerung desselben kommen. Dies führt zu einer seitlichen Verschiebung gegenüber dem Rand des Behälters, und damit sogar zu einer unzureichenden Verschweißung, wenn der Innendeckel sehr stark verschoben ist. Um diesem Problem vorzubeugen wird beim Aufsetzen des Deckels mit einer ziemlich geringen Taktzeit gearbeitet, und folglich müssen auf der Verpackungsstraße statt nur einer einzigen, zwei, wenn nicht sogar drei Stationen zum Auflegen der Innendeckel vorgesehen werden, um der nominalen Taktzeit der Maschine entsprechend Rechnung zu tragen.

Ein wiederverwendbarer Innendeckel, der durch Warmverformung oder Spritzguß eines Kunststoffs hergestellt wird, kann anstelle des vorstehend beschriebenen heißversiegelbaren Innendeckels verwendet werden. Dieser wiederverwendbare Innendeckel liegt mit seinem unteren Rand auf einer auf dem Behälter ausgebildeten inneren Auflagefläche auf, die nach außen einen Absatz in der Behälterinnenwandung in der Nähe von deren oberem Rand bildet. Dieser wiederverwendbare Innendeckel hat den Vorteil, daß er vor der ersten Verwendung und während der gesamten Verwendungszeit für das Produkt Schutz bietet. Allerdings liegt sein wesentlicher Nachteil darin, daß er weder ein System darstellt, das die Unverletzlichkeit gewährleistet, noch ein System, das auf einen noch dichteren Verschluß des Behälters abzielt.

Aus der FR-PS A-1 567 696 bzw. der GB-PS A-915 007 ist außerdem ein System bekannt, bei dem gleichzeitig ein wiederverwendbarer Innendeckel der vorstehend beschriebenen Art und ein aus Verbundmaterial gefertigter heiß aufgesiegelter Innendeckel zum Einsatz kommen. Leider läßt sich durch die parallele Verwendung dieser beiden Mittel auf ein- und demselben Behälter in keiner Weise der vorstehend genannte dritte Nachteil bei heiß aufgesiegelten Innendeckeln beseitigen, während außerdem die Gestehungskosten insgesamt dadurch erhöht werden, daß die beiden Innendeckel jeweils nacheinander auf den Behälter aufgesetzt werden müssen.

Schließlich ist aus der FR-PS A-2 602 751 ein Behälter zur Aufnahme einer gegenüber der Außenatmosphäre zu schützenden Substanz bekannt; dieser Behälter weist einen auf den oberen und dessen Öffnung umgebenden Rand aufgesiegelten Innendeckel zum Schutz und zur Gewährleistung der Unverletzlichkeit auf; unter der Innenseite des Innendeckels ist in dem senkrecht zur Öffnung liegenden Bereich des Behälters ein Versteifungsteil zum Verstärken des Innendeckels angeordnet, welches sich auf einem peripheren Rand der Behälterwandung so abstützt, daß es dem Innendeckel eine bessere Widerstandsfähigkeit gegenüber einer Durchbohrung im Mittelbereich der Öffnung verleiht. Bei einem besonderen Ausführungsbeispiel ist das Versteifungsteil durch Verkleben fest mit dem Innendeckel verbunden. Zum Verpacken der Substanz im Behälter wird zunächst der Behälter gefüllt, und anschließend wird das Versteifungsplättchen auf die Behälteröffnung aufgelegt, wo es auf dem vorgenannten peripheren Rand aufliegt, wobei periphere Spitzen die Zentrierung des Plättchens sicherstellen. Danach wird der Innendeckel durch Heißversiegelung gleichzeitig auf der Oberseite des Plättchens und auf dem Behälterrand befestigt, wobei diese beiden Elemente in derselben Ebene liegen. Nach Entnahme der im Behälter befindlichen Substanz kann theoretisch der Innendeckel wieder aufgesetzt werden, der wegen des vorgesehenen zugehörigen Versteifungsplättchens überhaupt nicht gerissen ist, so daß die Substanz weiterhin gegenüber der Außenatmosphäre während ihrer gesamten Verwendungszeit geschützt werden kann. Bei Gebrauch zeigt sich jedoch, daß dieses Ergebnis nicht immer in bester Weise erreicht werden kann, und daß der Schutz des verpackten Produkts gegenüber der Außenluft nicht absolut gewährleistet ist.

Nachdem nach einer Lösung gesucht wurde, mit der sich die bei den bereits vorgeschlagenen Vorrichtungen auftretenden Schwierigkeiten lösen lassen, schlägt die Anmelderin nun eine neue Vorrichtung vor, bei welcher der heißversiegelte Innendeckel und der wiederverwendbare Innendeckel mit ihren jeweiligen Vorteilen beibehalten werden, nämlich der Gewährleistung der Unverletzlichkeit und absoluter Dichtigkeit der Verpackung vor der ersten Verwendung, sowie Schutz des Produkts vor und während der gesamten Verwendungszeit dieses Produkts, sobald der heißversiegelte Innendeckel einmal abgezogen ist. Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung werden die beiden Innendeckel zunächst mit Mitteln zusammengefügt, wobei später, spätestens im Augenblick der ersten Verwendung des Produkts, eine sehr einfache Trennung der beiden Innendeckel mit der zusätzlichen Bedingung möglich ist, daß der wiederverwendbare Deckel auf seinem Umfang oder in der Nähe desselben eine Einrichtung zum Zentrieren in der Entnahmeöffnung des Behälters aufweist. Auf diese Weise wird wegen der auf dem wiederverwendbaren Deckel angeordneten Zentriereinrichtung in dem Augenblick, in dem der Innendeckel auf den Behälter aufgelegt wird, der heiß aufzuschweißende Innendeckel automatisch auf der Entnahmeöffnung des Behälters auf Grund der auf dem wiederverwendbaren Deckel befindlichen Zentriereinrichtung zentriert, und es besteht dabei nicht die Gefahr einer Verschiebung der Deckel beim Weitertransport des Behälters zur anschließenden Schweißstation. Die Geschwindigkeit, mit der die Innendeckel aufgelegt werden, und damit die Taktzeit der Maschine werden dabei erheblich erhöht.

Im übrigen sollte hier angemerkt werden, daß bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung der wiederverwendbare Deckel eine Abschirmung zwischen der im Behälter verpackten Substanz einerseits und dem heißversiegelten Innendeckel andererseits bildet. Die Anwesenheit dieser Abschirmung kann sich in den Fällen als besonders nützlich erweisen, in denen die im Behälter verpackte Substanz eine mehr oder weniger schnelle Beschädigung des Innendeckels zur Aufrechterhaltung der Unverletzlichkeit im Heißsiegelbereich auf dem Behälter begünstigen kann, was die Gefahr nach sich ziehen kann, daß die Unverletzlichkeit darunter leidet.

Gegenstand der Erfindung ist somit ein neues Industrieprodukt, das eine Kombination zum Verpacken einer Substanz, die gegenüber der Außenatmosphäre geschützt werden soll, darstellt, welche umfaßt:

- einen Behälter zur Aufnahme der Substanz;

- einen ersten Innendeckel zum Schutz und zur Sicherung der Unverletzlichkeit, der auf den oberen Rand des Behälters fest aufgebracht ist, wobei der Rand die Entnahmeöffnung des Behälters umgibt;

- einen wiederverwendbaren zweiten Innendeckel zum Schutz der Substanz im Behälter nach jeder Entnahme derselben, wobei der zweite Innendeckel unter dem ersten angeordnet ist und dabei auf einer auf dem Behälter ausgebildeten Auflagefläche über ihren Umfang aufliegt, welche von einem Absatz der Innenwandung des Behälters in der Nähe seines oberen Randes gebildet wird, wobei die Kombination dadurch gekennzeichnet ist, daß der zweite Innendeckel auf seinem Umfang bzw. in der Nähe seines Umfangs eine Einrichtung zum Zentrieren in der Entnahmeöffnung des Behälters aufweist, und daß die beiden Innendeckel vor dem Aufsetzen auf dem Behälter durch provisorische Verbindungsmittel miteinander verbunden sind.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind die beiden Innendeckel in ihrem jeweiligen Mittelbereich miteinander verbunden. Der am besten geeignete Verbindungspunkt ist tatsächlich die Mitte der Innendeckel, da in dem Augenblicke in dem der heißversiegelte Innendeckel herausgezogen wird, sich der Punkt maximaler Abscherung in der Mitte der Teilbaugruppe befindet, die aus den beiden Innendeckeln besteht; wenn der Verbindungspunkt auf dem Umfang läge, bestünde die Gefahr, daß die beiden Innendeckel nicht mehr gut voneinander getrennt werden können, also der untere Innendeckel mit dem oberen Innendeckel nicht mehr abgehoben werden kann.

Wie sich dies aus der nachstehenden Beschreibung ergibt, kann, wenn die Verbindung zwischen den beiden Innendeckeln mit Hilfe eines Klebstofftropfens oder eines Tropfens von niedrig schmelzendem Wachs erfolgt, während der Heißversiegelung des oberen Innendeckels auf dem Behälterhals die vom Versiegelungswerkzeug abgegebene Wärme eine automatische Trennung der beiden Innendeckel herbeiführen.

Die beiden Innendeckel können durch Verkleben miteinander verbunden werden, insbesondere mit Hilfe eines Wachses, eines warmschmelzenden Klebstoffs oder eines doppelseitigen Klebstoffes. Sie können auch durch Verschweißen, insbesondere durch Ultraschallverschweißung oder thermisches Schweißen, oder auch durch mechanische Verbindung miteinander verbunden sein.

Gemäß weiteren Merkmalen der erfindungsgemäßen Kombination weist der erste Innendeckel auf seinem Umfang eine Grifflasche auf; dieser Innendeckel besteht aus einem thermisch verschweißbaren bzw. warmschmelzenden Schichtwerkstoff besteht, der aus einer Aluminiumschicht besteht, die sandwichartig zwischen zwei anderen Schichten eingeschlossen ist, insbesondere zwischen einem Polyethylen- bzw. Polypropylenfilm auf der Unterseite und einer Schutzlackschicht auf der Oberseite.

Der zweite Innendeckel kann nun vorteilhafterweise in der Mitte eine Erhebung aufweisen, durch welche die vorübergehende Verbindung mit dem ersten Innendeckel gewährleistet ist; die darauf vorgesehene Zentriereinrichtung kann vorteilhafterweise ihrerseits eine Einrichtung zum Abdichten des Behälters darstellen bzw. eine solche auch aufweisen; günstigerweise besteht diese Zentriereinrichtung aus einer peripheren Mantelwandung auf dem zweiten Innendeckel in der Nähe von dessen freien Rand, wobei der zweite Innendeckel über seinen außerhalb der Mantelwandung liegenden Randbereich auf der im Inneren des Behälters ausgebildeten Auflagefläche aufliegt.

Des weiteren ist Gegenstand der vorliegenden Erfindung auch ein Verfahren zum Verpacken einer Substanz in der vorstehend dargestellten Kombination, das dadurch gekennzeichnet ist,

- daß in einem ersten Schritt die beiden übereinander gelegten und zentrierten Innendeckel mit Hilfe der provisorischen Verbindungsmittel fest miteinander verbunden werden;

- daß in einem zweiten Schritt die aus den beiden auf diese Weise fest miteinander verbundenen Innendeckeln bestehende Teilbaugruppe auf den die Substanz enthaltenden Behälter so verbracht wird, daß der erste Innendeckel zum Schutz und zur Gewährleistung der Unverletzlichkeit mit seinem Umfang auf dem oberen Rand des Behälters aufliegt, wobei die Zentrierung auf dem Behälter durch die auf dem zweiten Innendeckel befindliche Zentriereinrichtung automatisch erfolgt;

- daß in einem dritten Schritt der erste Innendeckel auf den oberen Rand des Behälters aufgeschweißt wird.

Da der Behälter im allgemeinen mit einer Verschlußkappe versehen ist, wird vorteilhafterweise eine induktive Verschweißung des ersten Innendeckels vorgenommen, nachdem die Verschlußkappe auf den Behälter aufgesetzt ist. Die aus den beiden fest miteinander verbundenen innendeckeln bestehende Teilbaugruppe kann ebenso auf den Behälter aufgesetzt und im Inneren der Verschlußkappe angeordnet werden.

Zum besseren Verständnis des Erfindungsgegenstand wird die nachstehend anhand eines in der beigefügten Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert, welches rein beispielhaft ist und keinerlei Einschränkung darstellt. Es zeigen:

Fig. 1 einen Axialschnitt durch eine erfindungsgemäße Kombination, die mit einer Schutzkappe verschlossen ist;

Fig. 2 eine Draufsicht auf die Kombination aus Figur 1, entlang der Linie II-II in Figur 1, nach dem Abnehmen der Kappe und des ersten heißverschweißten Innendeckels; und

Fig 3 eine Draufsicht auf diesen ersten Innendeckel.

Gemäß Fig. 1 ist eine aus einem Behälter 2 aus Glas oder Kunststoff bestehende Kombination, die ganz allgemein mit 1 bezeichnet ist, in Lagerposition dicht mit einem ersten Innendeckel 3 mit Schutzfunktion, der die Unverletzlichkeit gewährleistet, und einem zweiten wiederverwendbaren Innendeckel 4 verschlossen, der auf den oberen Abschnitt des Behälters 2 in nachstehend erläuterter Weise aufgesetzt wird, wobei der zweite Innendeckel 4 nach jeder Entnahme der im Behälter enthaltenen Substanz 5 wieder auf diesen aufgesetzt werden kann; der Behälter 2 wird darüberhinaus insgesamt mit einer Kappe 6 geschützt, die einen Deckel bildet.

Der Behälter 2 weist eine zylindrische Seitenwandung 7 auf, die mit einem Boden 8 verbunden ist. Die Innenfläche der Seitenwandung 7 weist eine Schulter 9 auf, die nach außen über einen relativ kleinen Abstand vom oberen Rand 10 vorsteht, wobei diese Schulter 9 einen ringförmigen Bereich bildet, dessen Aufgabe noch erläutert wird. Die Außenfläche der Wandung 7 weist einen nach innen liegenden Absatz 11 auf. Somit entsteht im oberen Teil des Behälters 2 ein Hals 12, der ein Gewinde 13 trägt.

Der Innendeckel 3 besteht aus einem Schichtmaterial, das aus einer zwischen einer Polyethylenfolie auf der Unterseite und einer Schutzlackschicht auf der Oberseite sandwichartig eingeschlossenen Aluminiumfolie besteht; er ist insgesamt rund geformt und sein Durchmesser ist im wesentlichen gleich dem Außendurchmesser des Halsteils 12, oder auch etwas größer als dieser. Im übrigen setzt sich der Innendeckel 3 über einen peripheren Bereich in einer Grifflasche 14 fort.

Bei dem zweiten Innendeckel handelt es sich um ein aus Polypropylen warmverformtes rundes Teil. Er weist eine runde Mittelvertiefung 15 auf, in welcher eine Erhebung 16 ausgebildet ist, die diametral liegt; eine ringförmige Auskehlung 17 ist in der Nähe des Umfangs so ausgebildet, daß sie eine periphere Mantelwandung 18 zum Zentrieren des Innendeckels 4 bildet. Dieser liegt mit seinem peripheren flachen Rand 19, der sich außerhalb der Mantelwandung 18 befindet, auf dem Bereich 9 auf.

Die Kappe 6 weist eine mit einem Boden 20 verbundene periphere Mantelwandung 24 auf. Diese besitzt innen ein Gewinde 21 zum Verschrauben mit dem Gewinde 13 auf dem Hals 12 des Behälters 2. Gegen den Boden 20 der Kappe 6 liegt eine Dichtung 22 an, die aus einer runden Folie aus einem Werkstoff besteht, der unter der Handelsbezeichnung "Triseal" erhältlich ist.

Die Substanz wird im Behälter 2 industriell auf sehr einfache Weise verpackt: zunächst werden die beiden Innendeckel 3 und 4 unter Zentrierung beispielsweise mittels eines Klebpunktes 23 in Höhe des Mittelpunkts der Erhebung 16 auf dem Innendeckel 4 miteinander verbunden. Anschließend kann die Verbindung 23 auch durch einen Thermoschweißpunkt bzw. Ultraschallschweißpunkt gewährleistet werden; die so aus den beiden Innendeckeln 3 und 4 gebildeten Teilbaugruppen werden nun in eine Zuführeinrichtung mit vertikaler Rutsche eingesetzt.

Die Zuführung aus dieser Zuführeinrichtung erfolgt nun in herkömmlicher Weise mit Hilfe eines Arms mit Saugnapf, der die Teilbaugruppen einzeln erfaßt und auf den Rand jedes Behälters 2 auflegt. Bei diesem Arbeitsgang wird jeder Innendeckel 3 automatisch auf dem entsprechenden Behälter 2 mittels der peripheren Mantelwandung 18 des Innendeckels 4 zentriert. Daraus ergibt sich eine sehr rasche Zuführung der beiden Innendeckel 3 und 4 auf die Behälter in einem einzigen Arbeitsgang.

Anschließend werden die Behälter 2 zu einer Schweißstation transportiert, wo die Innendeckel 3 mit Hilfe eines Schweißkopfes heißverschweißt werden, der auf eine Temperatur von rund 200 ºC aufgeheizt wird. Wenn die beiden Innendeckel 3 und 4 mit einem Klebpunkt bzw. einem Wachspunkt mit niedrigschmelzendem Wachs miteinander verbunden wurden, kann durch die vom Schweißwerkzeug abgegebene Wärme eine Trennung des Innendeckels 4 vom Innendeckel 3 erreicht werden.

Vor dem Weitertransport der Behälter 2 zur Schweißstation könnten diese auch mit den zugehörigen Kappen 6 verschlossen werden, während die Kombinationen 1 unter einer Induktionsbrücke hindurchgeführt werden, die unter Erhöhung der Temperatur des Aluminiums in den Innendeckeln 3 eine Verschweißung derselben hervorruft, ohne daß es einen direkten Kontakt mit einem Schweißwerkzeug gibt. Man könnte ebenso die Anordnung jeder Teilbaugruppe 3-4 im Inneren einer Kappe 6 vorsehen, wobei jeder Behälter dann mit einer so ausgestatteten Kappe 6 verschlossen wird; die Verschweißung erfolgt anschließend beim Hindurchführen unter der auf der Montagestraße angeordneten Induktionsbrücke.

Bei Verwendung, beim ersten Öffnen des Behälters 2 oder beim Aufschrauben der Kappe 6 ist ein herkömmlicher heißverschweißter Innendeckel 3 erkennbar. Wird dieser Innendeckel 3 abgenommen, ist der Innendeckel 4 zu sehen, der auf dem Behälter 2 liegen bleibt:

- entweder, weil er bereits durch Einwirkung der vom Schweißwerkzeug abgegebenen Wärme vom Innendeckel 3 getrennt wurde;

- oder weil im Augenblick des Abnehmens des Innendeckels 3 der von diesem gebildete Winkel ein Abscheren in Höhe des Verbindungspunktes zwischen den beiden Innendeckel 3 und 4 erzeugt.

Anschließend wird der Behälter 2 wie ein herkömmlicher Behälter verwendet, der einfach mit einem wiederverwendbaren Innendeckel 4 versehen ist.

Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel wäre es auch möglich, die Dichtung 22 wegzulassen, da nun die Abdichtung durch die Mantelwandung 18 des Innendeckels 4 gewährleistet ist, die in die Öffnung des Behälters 2 ragt.


Anspruch[de]

1. Kombination zum Verpacken einer Substanz, die gegenüber der Außenatmosphäre geschützt werden soll, umfassend:

- einen Behälter (2) zur Aufnahme der Substanz (5);

- einen ersten Innendeckel (3) zum Schutz und zur Sicherung der Unverletzlichkeit, das auf den oberen Rand (10) des Behälters (2) dicht aufgebracht ist, wobei der Rand die Entnahmeöffnung des Behälters (2) umgibt;

- einen wiederverwendbaren zweiten Innendeckel (4) zum Schutz der Substanz (5) im Behälter (2) nach jeder Entnahme derselben, wobei der zweite Innendeckel (4) unter dem ersten angeordnet ist und dabei auf einer auf dem Behälter (2) ausgebildeten Auflagefläche (9) über ihren Umfang aufliegt, welche von einem Absatz der Innenwandung des Behälters (2) nach außen hinin der Nähe seines oberen Randes (10) gebildet wird,

dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Innendeckel (4) auf seinem Umfang oder in der Nähe seines Umfangs eine Einrichtung (18) zum Zentrieren in der Entnahmeöffnung des Behälters (2) aufweist, und daß die beiden Innendeckel (3) und (4) vor dem Aufsetzen auf dem Behälter (2) durch Verbindungsmittel (23) provisorischer Art miteinander verbunden sind.

2. Kombination nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Innendeckel (3) und (4) in ihrem jeweiligen Mittelbereich miteinander verbunden sind.

3. Kombination nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Innendeckel (3) und (4) miteinander verklebt sind, insbesondere mittels eines warmschmelzbaren Klebers oder eines zweiseitig wirkenden Klebers.

4. Kombination nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Innendeckel (3) und (4) miteinander verschweißt sind, insbesondere durch Ultraschallschweißen oder thermisches Schweißen.

5. Kombination nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Innendeckel (3) und (4) mechanisch miteinander verbunden sind.

6. Kombination nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Innendeckel (3) auf seinem Umfang eine Grifflasche (14) aufweist.

7. Kombination nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Innendeckel (3) aus einem thermisch verschweißbaren oder thermisch dichtenden Schichtmaterial besteht, das aus einer Aluminiumschicht gebildet ist. deren Unterseite mit einem Polyethylen- oder Polypropylenfilm beschichtet ist, und deren Oberseite mit einem Schutzlack überzogen ist.

8. Kombination nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Innendeckel (4) in der Mitte eine Erhebung (16) aufweist, durch welche die zeitweilige Verbindung mit dem ersten Innendeckel (3) gewährleistet ist.

9. Kombination nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Zentriereinrichtung (18) aus einer peripheren unteren Mantelwandung auf dem zweiten Innendeckel (4) in der Nähe von dessen freiem Rand besteht, wobei der zweite Innendeckel (4) über seinen außerhalb der Mantelwandung (18) liegenden Randbereich (19) auf der im Inneren des Behälters (2) ausgebildeten Auflagefläche (9) aufliegt.

10. Kombination nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Zentriereinrichtung (18) ihrerseits eine Einrichtung zum Abdichten des Behälters (2) darstellt oder eine solche aufweist.

11. Verfahren zum Verpacken einer Substanz in einer Kombination gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß

- in einem ersten Schritt die beiden übereinander gelegten und zentrierten Innendeckel (3) und (4) mit Hilfe der Verbindungsmittel (23) provisorischer Art fest miteinander verbunden werden;

- in einem zweiten Schritt die aus den beiden auf diese Weise fest miteinander verbundenen Innendeckeln (3) und (4) bestehende Teilbaugruppe auf den die Substanz (5) enthaltenden Behälter (2) so verbracht wird, daß der Innendeckel (3) zum Schutz und zur Sicherung der Unverletzlichkeit unter automatischer Zentrierung auf dem Behälter (2) durch die Zentriereinrichtung (18) auf dem oberen Rand (10) des Behälters (2) aufliegt; und

- in einem dritten Schritt der erste Innendeckel (3) auf den oberen Rand (10) des Behälters (2) aufgeschweißt wird.

12. Verfahren nach Anspruch 11 zum Zusammenfügen eines Behälters (2) mit einer Verschlußkapsel (6). dadurch gekennzeichnet, daß der erste Innendeckel (3) nach dem Aufsetzen der Verschlußkapsel (6) des Behälters (2) induktiv eingeschweißt wird.

13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12 zum Zusammenfügen eines mit einer Verschlußkapsel (6) ausgerüsteten Behälters (2), dadurch gekennzeichnet, daß die aus den beiden fest miteinander verbundenen und im Inneren der Verschlußkapsel (6) angeordneten Innendeckeln (3) und (4) bestehende Teilbaugruppe auf den Behälter (2) aufgesetzt wird.







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