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Dokumentenidentifikation DE69101027T2 05.05.1994
EP-Veröffentlichungsnummer 0457678
Titel Bügeleisensohle mit einer Antihaftschicht.
Anmelder SEB S.A., Selongey, Côte d'Or, FR
Erfinder Gardaz, Claudine, F-74150 Rumilly, FR;
Buffard, Jean-Pierre, F-73100 Tresserve, FR
Vertreter Prinz, E., Dipl.-Ing.; Leiser, G., Dipl.-Ing.; Schwepfinger, K., Dipl.-Ing.; Bunke, H., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Degwert, H., Dipl.-Phys., Pat.-Anwälte, 81241 München
DE-Aktenzeichen 69101027
Vertragsstaaten DE, GB, IT
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 15.05.1991
EP-Aktenzeichen 914012547
EP-Offenlegungsdatum 21.11.1991
EP date of grant 19.01.1994
Veröffentlichungstag der Übersetzung europäischer Ansprüche 27.02.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.05.1994
IPC-Hauptklasse D06F 75/38

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Bügeleisen mit einer metallischen Sohle, die mit einer Antihaftschicht bedeckt ist.

Bügeleisensohlen bestehen üblicherweise aus Aluminium. Die Sohlenfläche, die dazu vorgesehen ist, in Berührung mit den zu bügelnden Gegenständen zu kommen, ist poliert, um den Reibungskoeffizienten mit den zu bügelnden Gegenständen zu vermindern und um dadurch das Bügeln zu erleichtern.

Diese polierte Oberfläche ist jedoch anfällig gegen Flecken, die schwierig zu entfernen sind und die den Reibungskoeffizienten deutlich erhöhen.

Um diesen Nachteil zu vermeiden, hat die Anmelderin vorgeschlagen, die Oberfläche von Bügeleisensohlen mit einer Emailbeschichtung zu überziehen. Eine solche Emailbeschichtung erleichtert das Reinigen der Oberfläche der Sohle und verbessert den Reibungskoeffizienten, also das "Gleiten" des Bügeleisens.

Jedoch sind Emailbeschichtungen relativ empfindlich gegen mechanische Stöße. Die im Falle eines Stoßes auf dem Email gebildeten Absplitterungen beeinflussen den Reibungskoeffizienten und folglich das Gleiten des Eisens.

Es wurde bereits daran gedacht, Bügeleisensohlen mit einer Schicht aus einem Antihaftmaterial auf Basis eines Fluorkohlenstoffharzes zu beschichten, wie z. B. mit Polytetrafluorethylen.

Jedoch besitzt eine solche Beschichtung einen mittelmäßigen Abrasionswiderstand, und die Reibung der Sohle auf den zu bügelnden Gegenständen, insbesondere auf harten Teilen wie Knöpfen, Reißverschlüssen und ähnlichem, bewirkt einen schnellen Verschleiß der Beschichtung.

Das Patent US-A-2 270 316 beschreibt ein Bügeleisen mit einer metallischen Sohle, die mit einer Nickelschicht überzogen ist und die auf der sich in Berührung mit den zu bügelnden Gegenständen befindlichen Oberfläche mikroskopische Rillen aufweist.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Nachteile der bekannten Ausführungen zu vermeiden, indem die Oberfläche der Bügeleisensohlen in einer solchen Weise ausgebildet wird, daß nicht nur der Reibungskoeffizient der Sohlenoberfläche auf den zu bügelnden Gegenständen deutlich verringert ist, sondern daß außerdem diese Oberfläche deutlich widerstandsfähiger gegen Abrasion ist.

Gemäß der Erfindung enthält das Bügeleisen eine metallische Sohle, dadurch gekennzeichnet, daß deren beim Bügeln mit den zu bügelnden Gegenständen in Berührung kommende Oberfläche eine Reihe von Vorsprüngen aufweist, die aus einer auf der Grundlage von Fluorkohlenstoffharz basierenden Antihaftschicht geformt sind.

Diese aus einem Fluorkohlenstoffharz gebildeten Vorsprünge vermindern die Berühroberfläche zwischen der Sohle und der Oberfläche der zu bügelnden Gegenstände in der Weise, daß das "Gleiten" der Sohle im Vergleich zu einer durchgehenden, ebenen und polierten Beschichtung deutlich verbessert ist.

Zusätzlich ist auch der Abrasionswiderstand verbessert.

Dieses Resultat kann durch die Tatsache erklärt werden, daß die feinen, harten Partikel, die in der Lage sind, zwischen die Sohlenoberfläche und das zu bügelnde Textil zu gelangen, das Bestreben haben, in den zwischen den Vorsprüngen enthaltenen Zwischenräumen zu gleiten, so daß das die Vorsprünge bedeckende Fluorkohlenstoffharz der Abrasionswirkung weniger ausgesetzt ist.

Auf diese Weise wird die gemäß der Erfindung erhaltene Verbesserung des Gleitens während einer längeren Verwendungszeitdauer des Bügeleisens aufrechterhalten.

Gemäß einer Version der Erfindung sind die Vorsprünge durch Bänder gebildet, die aus einem nichthaftenden, auf der Grundlage von Fluorkohlenstoffharz basierenden Stoff gebildet und auf einer auf der Grundlage von Fluorkohlenstoffharz basierenden, die gesamte Oberfläche der Sohle bedeckenden Schicht aufgebracht sind.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die genannten, auf der Grundlage von Fluorkohlenstoffharz basierenden Bänder durch Schablonendruck auf der genannten Schicht aufgebracht. Diese Technik erlaubt das Ausbilden von Bändern aus Fluorkohlenstoffharz, deren sich in Längsrichtung erstreckende Ränder sehr sauber sind und die perfekt an der darunterliegenden Schicht haften.

Weitere Eigenheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung.

In den beigefügten, beispielhaft und nicht einschränkend gegebenen Zeichnungen zeigen:

- Fig. 1 eine Draufsicht einer Bügeleisensohle gemäß der Erfindung,

- Fig. 2 einen Schnitt entlang der Ebene II-II.

In der Ausführung aus den Figuren 1 und 2 enthält die Sohle 1 eines Dampfbügeleisens auf ihrer Oberfläche, die dazu vorgesehen ist, in Berührung mit den zu bügelnden Gegenständen zu gelangen, eine Beschichtung 2 auf der Grundlage eines Fluorkohlenstoffharzes, z. B. Polytetrafluorethylen.

Die Beschichtung 2 wiederum ist mit voneinander beabstandeten, parallelen Bändern 3 bedeckt, die in Längsrichtung der Sohle verlaufen. Auch diese Bänder 3 bestehen aus einem Fluorkohlenstoffharz, z. B. aus Polytetrafluorethylen.

Die Bänder 3 können eine Breite haben, die zwischen einigen zehntel Millimetern und einigen Millimetern liegt, und ihre Dicke kann zwischen 2 und 50 µm variieren, wobei die bevorzugte Dicke ungefähr 10 µm beträgt.

Die Bänder 3 bedecken quasi die gesamte Oberfläche der Sohle. Sie sind im Bereich der Ausgangsöffnungen 4 des Dampfes unterbrochen.

Die Beabstandung zwischen den Streifen 3 kann zwischen ungefähr 1 mm und 1 cm variieren. Die Bänder 3 sind vorzugsweise durch Schablonendruck auf der Beschichtung 2 aufgebracht, gemäß dem in der französischen Patentschrift Nr. 2 576 253 der Anmelderin beschriebenen Verfahren.

Die erhabenen, durch Schablonendruck auf der Beschichtung der Sohle aufgebrachten Bänder 3 verleihen dieser ein verbessertes Gleiten, wie die nachfolgende Tabelle zeigt.

Gemessene Reibungskraft Gewebeart Sohle aus blankem Aluminium PTFE-beschichtete Sohle aus Aluminium PTFE-beschichtete Sohle aus Aluminium + PTFE-Bänder Polyester Eng gewebte Baumwolle

Diese Tabelle zeigt, daß die gemessene Reibungskraft im Falle des Bügeleisens gemäß der Erfindung deutlich geringer als im Falle einer einfach mit PTFE beschichteten Sohle oder im Falle eine Sohle aus blankem Aluminium aus. Die Ergebnisse zeigen auf diese Weise, daß die Sohle gemäß der Erfindung deutlich leichter gleitet und dadurch das Bügeln vereinfacht.

Außerdem ist die Sohle mit verbessertem Gleiten widerstandsfähiger gegen Abrasion.

Zusätzlich bilden die erhabenen Bänder Verschleißbänder, die die darunterliegende Beschichtung gegen Kratzer schützen, die auf diese Weise die hervorragenden Originaleigenschaften lange Zeit konservieren und die unempfindlich gegen Flecken sind.

Die Beschichtung aus Fluorkohlenstoffharz kann auch aus Polytetrafluorethylen bestehen, das mit einem Bindeharz versehen ist, wie Polyamid-Imid, Polyethersulfon, Polyphenylsulfur und andere hitzebeständige Harze.

Außerdem können die Bänder oder Rippen durch jedes andere erhabene Muster ersetzt werden, das in der Lage ist, die Berühroberfläche der Sohle mit den zu bügelnden Gegenständen zu vermindern, z. B. durch ein Muster in Form einer Pyramide oder einer sphärischen Kalotte.

Außerdem können die erhabenen Bänder auf der Grundlage von Fluorkohlenstoffharz, anstatt mit Schablonendruck aufgebracht zu sein, mit jeder anderen Technik aufgebracht sein, z. B. mit dem Abziehbilderverfahren, mittels Stempeldruck, etc.


Anspruch[de]

1. Bügeleisen mit einer metallischen Sohle, dadurch gekennzeichnet, daß deren beim Bügeln mit den zu bügelnden Gegenständen in Berührung kommende Oberfläche eine Reihe von Vorsprüngen (3) aufweist, die aus einer auf der Grundlage von Fluorkohlenstoffharz basierenden Antihaftschicht (3, 8) geformt: sind.

2. Bügeleisen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge Bänder (3) sind, die aus einem nichthaftenden, auf der Grundlage von Fluorkohlenstoffharz basierenden Stoff geformt und auf einer, auf der Grundlage von Fluorkohlenstoffharz basierenden, die gesamte Oberfläche der Sohle bedeckenden Schicht (2) angebracht sind.

3. Bügeleisen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die genannten Bänder (3) zueinander im wesentlichen parallel und in Längsrichtung auf der Sohle ausgerichtet sind.

4. Bügeleisen nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die genannten, auf der Grundlage von Fluorkohlenstoffharz basierenden Bänder (3) durch Schablonendruck auf der genannten Schicht (2) aufgebracht werden.

5. Bügeleisen nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die genannten Bänder (3) eine Breite aufweisen, die zwischen einigen Zehntel und mehreren Millimetern liegt.

6. Bügeleisen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke der Bänder (3) zwischen 2 und 50 µm liegt.







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