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Dokumentenidentifikation DE68912301T2 19.05.1994
EP-Veröffentlichungsnummer 0382996
Titel Methode und System zur Erfassung der Verbrauchsgewohnheiten einer Testbevölkerung.
Anmelder SRG Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft, Bern, CH
Erfinder Steinmann, Mathias, CH-3510 Konolfingen, CH
Vertreter Rieder, H., Dr.rer.nat., 42329 Wuppertal; Peerbooms, R., Dipl.-Phys., 42287 Wuppertal; Müller, E., Dipl.-Ing.; Grundmann, D., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., 42329 Wuppertal; Puschmann, H., Dipl.-Ing. (FH), Pat.-Anwälte, 80331 München; Schwendemann, U., Dr., Rechtsanw., 42329 Wuppertal
DE-Aktenzeichen 68912301
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, ES, FR, GB, GR, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 15.02.1989
EP-Aktenzeichen 898101183
EP-Offenlegungsdatum 22.08.1990
EP date of grant 12.01.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.05.1994
IPC-Hauptklasse H04H 9/00
IPC-Nebenklasse H04N 5/76   

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Anlage zur Sicherung von Verbrauchsgewohnheiten, insbesondere der Fernsehbenützungs-Gewohnheiten einer Testpersonengruppe, wobei Daten bezüglich dieser Gewohnheiten, insbesondere über die Bestimmung des Fernsehkanals bzw. des eingeschalteten Programms und/oder über eine Befragung der Personengruppe, in örtlich angeordneten Apparaten automatisch gespeichert werden und die gespeicherten Daten, vorzugsweise per Telephon, einem Zentralrechner übermittelt werden. Anlagen wie oben beschrieben befinden sich aus verschiedenen Quellen stammend auf dem Markt und werden in verschiedenen Ländern benützt, insbesondere zur Untersuchung der Fernseh- Gewohnheiten.

Eine erste entscheidende Aufgabe solcher Verfahren bzw. Anlagen bezieht sich auf die verlässliche automatische Bestimmung des eingeschalteten Fernsehkanals bzw. Programms. Die veröffentlichte Anmeldung DE-OS-33 42 949 bezieht sich auf ein Verfahren zur Bestimmung der Kanalwahl in einem Fernsehempfänger (TV-Empfänger). Dieses bekannte Verfahren hat zur Bedingung, dass jedem TV-Empfänger ein örtlich angeordnetes Gerät zugeordnet ist, welches aus der gewählten Kanalspannung schliesst, welcher Kanal eingeschaltet ist bzw. welcher Kanal empfangen wird. Diese bekannte Verfahrensweise erfordert eine individuelle Anpassung jedes einzelnen örtlich angeschlossenen TV-Empfängers, und dies nicht nur bei der ersten Installation des Gerätes, sondern im allgemeinen bei jeder Änderung der Übertragungsfreguenzen und bei der Inbetriebnahme neuer Sender.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Ermittlung der Daten zu vereinfachen, insbesondere die Bestimmung des jeweiligen Fernsehkanals bzw. Programms. Eine solche Vereinfachung kann bewirken, dass der Umfang der erfassbaren Daten allgemein vergrössert wird. Gemäss Patentanspruch 1 ist die Lösung dieses Problems ein Verfahren, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass die Daten, insbesondere die Daten eines Fernsehkanals, am Ort in einer Form erfasst werden, die vom Zentralrechner direkt ohne vorgängigs Decodieren am Ort dekodiert werden kann, wobei vorzugsweise die Trägerfrequenz bestimmt wird, und bei dem neben den Daten, die sich auf die Fernsehkanäle bzw. Fernsehprogramme beziehen, vorzugsweise zusätzlich Daten gesammelt werden, die sich auf die Video-Aufzeichnung und -Wiedergabe beziehen, Daten in Bezug auf interaktive Betriebsarten zwischen dem Apparat am Ort bzw. dem Zentralrechner und Testpersonen, Daten bezüglich Teletext oder Videoempfang, Daten bezüglich Computerspielen und Daten bezüglich anderer Benützungsgewohnheiten, und wobei vorzugsweise örtliche Daten von Zusatzgeräten auf einem hochfrequenten Träger über das Stromnetz auf ein Hauptgerät übertragen werden, das mit dem Zentralrechner verbunden ist.

Wie schon erwähnt wurde, bezieht sich die Erfindung weiterhin auf eine Anlage zur Ausführung des erfindungsgemässen Verfahrens, und die Anlage ist gemäss Anspruch 10 gekennzeichnet durch Schaltmittel, die in der Lage sind, die Daten am Ort zu erfassen, insbesondere die Daten eines Fernsehkanals, und zwar in einer Form, die vom Zentralrechner ohne vorherige Decodierung am Ort decodiert werden können, wobei vorzugsweise die Trägerfreguenz bestimmt wird, und wobei vorzugsweise ausser den Schaltmitteln für die Erfassung von Daten bezüglich Fernsehkanälen bzw. -programmen weitere Schaltmittel zur Erfassung von Daten vorgesehen sind, die sich auf Wechselwirkungsmodi zwischen den Lokalgeräten bzw. dem Zentralrechner und Versuchspersonen beziehen, von Daten bezüglich dem Empfang von Videotext oder Videoempfang, von Daten über Computerspiele und von Daten bezüglich anderer Benützergewohnheiten, und wobei vorzugsweise Schaltmittel zur Übertragung lokaler Daten von Zusatzgeräten über einen hochfreguenten Träger durch das Netz zu einem Hauptgerät vorgesehen sind, das mit dem Zentralrechner verbunden ist. Andere Aufgaben der Erfindung und die entsprechenden Lösungen finden sich in den abhängigen Ansprüchen.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Die Erfindung soll nun an Hand von Beispielen und unter Bezugnahme auf die beigelegten Zeichnungen näher erläutert werden. In den Zeichnungen stellen dar:

Fig. 1 eine schematische Erläuterung des in einem Haushalt installierten Gerätes,

Fig. 2 ein Blockdiagramm eines Adapters zur Bestimmung der Kanäle,

Fig. 3 ein Schaltkreis mit einem Videorecorder,

Fig. 4 ein Impulsdiagramm, das den Betrieb des Schaltkreises gemäss Fig. 3 zeigt,

Fig. 5 ein Blockdiagramm einer Variante des Videomoduls zum Integrieren von Daten in das Videosignal, und

Fig. 6 ein Impulsdiagramm, das die Bedingungen zeigt, unter denen die Integrierung gemäss Fig. 5 stattfindet.

NÄHERE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Fig. 1 zeigt die in einem Haushalt vorhandenen Geräte, insbesondere zwei TV-Geräte 1a und 1h, die in verschiedenen Räumen aufgestellt sind. Ein Videorecorder (VCR) 2 ist mit dem TV-Empfänger 1a verbunden. Zu jedem der zwei TV-Geräte gehört eine Fernbedienung 3, von denen in Fig. 1 nur eine dargestellt ist. Ein Monitor 4a, der im folgenden TCG (Fernsteuerungsgerät) genannt wird, ist mit dem TV-Empfänger 1a und dem VCR 2 verbunden, und der TCG 4a steht ebenfalls über das Haustelephon 5 mit einem Zentralrechner in Verbindung. Mit dem TV-Empfänger 1b ist ein TCG 4b verbunden, und dieser TCG ist über Hochfreguenzsignale durch die Netzleitung 7 an den TCG 4a geschaltet. Der TCG 4b unterscheidet sich vom TCG 4a darin, dass er kein Modul zur Verbindung mit dem Telephonnetz enthält. Beide TCGs enthalten jedoch Sende- und Empfangsschaltungen zur digitalen Datenübertragung vom TCG 4b zum TCG 4a, wobei der TCG 4a das Senden auslöst. Für jeden TCG 4a, 4b ist schliesslich eine Fernbedienung 8 vorgesehen. Beide TCGs 4a und 4b sind mit einer Elektrolumineszenz-Anzeige versehen, die in der Lage ist, beliebige Ziffern, Texte und Symbole anzuzeigen.

Wie oben beschrieben wurde, werden Daten bezüglich der Verwendung der TV-Empfänger 1a und 1b und auch des VCR 2, insbesondere Daten, die sich auf das Fernsehprogramm beziehen, das zu einer bestimmten Zeit empfangen wird, und auf das vom VCR wiedergegebene Programm oder auf persönliche Aufzeichnungen und ähnliches , in den TCGs 4a und 4b gespeichert. Diese Daten werden in regelmässigen Zeitabständen vom Zentralrechner 6 aus dem TCG 4a abgerufen, in dem auch die Daten des TCG 4b gespeichert sind. Die abgerufenen Daten werden dann zusammen mit Daten aus vielen anderen Haushalten verarbeitet und zentral gespeichert.

Eine erste, wichtigste Aufgabe der gezeigten Anlage besteht darin, richtig und auf einfache Weise die spezifischen Arbeitsbedingungen zu bestimmen, insbesondere den spezifischen eingeschalteten Fernsehkanal bzw. das gewählte Programm. Wie schon erwähnt wurde, ist es von besonderem Interesse, diese Bestimmung weitgehend unabhängig von individuellen Einstellungen am Ort der Installation in den Haushalten zu erzielen. Diese Bestimmung muss weiterhin weitgehend unabhängig von den einzelnen Eigenschaften der TV-Empfänger unterschiedlicher Bauart sein. Zu diesem Zweck und im Einklang mit der vorliegenden Erfindung bestimmt man die Trägerfrequenz des eingeschalteten Fernsehkanals , und da diese Frequenz dem Kanal fest zugeteilt ist, charakterisiert sie zuverlässig diesen bestimmten Kanal. Es ist jedoch auch möglich, die zu digital umgewandelte Tunerspannung als Charakteristik zu nehmen, die die kapazitätsabhängige Varicapdiode steuert, und mittels Interpolation bzw. systematische Abfragung den Kanal im Zentralrechner zu identifizieren und auch neue oder geänderte Kanalfreguenzen, ohne dass ein Eingriff in den Haushalten nötig ist. Dies erlaubt es, eine Überprüfung und Anpassung der TCGs 4a und 4b in den Haushalten zu vermeiden.

Fig. 2 zeigt einen Adapter zur Bestimmung des Kanals. Das Bezugszeichen 9 bezeichnet die Tunerschaltung (Tuner) für UHF und VHF. Die Eingangsfrequenz geht an einen Mikroprozessor 12 über einen Breitbandverstärker und Frequenzteiler 10 und über eine Schnittstelle 11. Als Alternative ist es auch möglich, die Analogspannung des Tuners einer Analogschnittstelle 13 zuzuführen, die einen Digital-Analog-Wandler und eine zugehörige Einstellschaltung 14 aufweist. Weiterhin ist eine Digitalschnittstelle 15 vorgesehen, durch welche Tuninginformationen vom TV-Empfänger dem Prozessor 12 übermittelt werden können. Die Schaltung gemäss Fig. 2 gestattet es auch, nach Belieben verschiedene Arten spezifischer Informationen, die schliesslich den TCGs 4a bzw. 4b über eine Master-Slave-Schnittstelle 16 (Optokoppler) zugeführt werden, in digitale Form umzuwandeln. Man wählt jedoch vorzugsweise die Trägerfrequenz des empfangenen Kanals, da dies zur kleinsten Wahrscheinlichkeit falscher Interpolationen führt. Im folgenden werden nun einige besondere Spezifikationen der Schaltung gemäss Fig. 2 angegeben.

Der Digitaladapter kann praktisch mit allen auf dem Markt erhältlichen Geräten auf dem Gebiet der Unterhaltungselektronik verwendet werden, bei denen die empfangenen Informationen auf allen Frequenzbändern nach dem Heterodynprinzip verarbeitet werden. Insbesondere kann er mit TV-Empfängern, Videorekordern und Radioempfängern eingesetzt werden. Er hat die Funktion, die Sendekanäle selektiv zu bestimmen, die in den oben genannten Geräten in Bild und Ton nach dem Heterodynprinzip umgewandelt werden. Der Adapter, der in der TCG-Anlage integriert ist, sammelt die Daten, die zur Erkennung der Statusbedingungen zur Begutachtung der öffentlichen Meinung erforderlich sind. Der Digitaladapter besitzt drei unterschiedliche Arten zur Bestimmung der erforderlichen Daten zur Sicherung der Benützergewohnheiten:

a) Messung der Oszillatorfrequenz im Bereich von 30 MHz bis 1 Ghz. Die gemessene Frequenz ist einem bestimmten Kanal in Übereinstimmung der Zuweisung B oder G der CCIR-Normen direkt zugeteilt.

b) Analogbestimmung: Der Adapter kann auch analog gemessene Werte oder logische Zustände bestimmen, die vom Empfangs- oder Prozessorteil der Geräte kommen, und ihnen einen bestimmten Ausgangswert zuweisen.

c) Bestimmung sequentieller Daten: Der Adapter ist in der Lage, sequentielle Signale auf engen Bussystemen im Digitalteil der Geräte zu bestimmen und zu analysieren. Bitsequenzfrequenzen bis hinauf zu 40 kBit/s sind möglich.

Der Adapter enthält einen Hochgeschwindigkeits- Mikroprozessor. An seiner Peripherie sind drei Konvertersysteme zur Analog-Digital-Signalverarbeitung vorgesehen:

a) Messung der Oszillatorfrequenz: In unmittelbarer Nähe der Tunereinheit ist der hochempfindliche HF- Breitbandverstärker 10 angeordnet, der mit dem Oszillatorteil des Tuners 9 mittels einer äusseren Sonde verbunden ist. Das Oszillatorsignal wird durch HF- transparente Stellen im Tunergehäuse empfangen, verstärkt und nach Analog-Digital-Umwandlung an den Prozessor weitergegeben. Der Prozessor arbeitet als Frequenzmessvorrichtung und kann den im Empfänger angewählten Kanal erkennen. Die Konstruktion des HF-Verstärkers gestattet es, die VHF- und UHF-Frequenzen im Tuner zu erkennen.

b) Analog-Eingangssystem: Die Analogeingänge werden dem Prozessor über einen Analog-Digital-Wandler (AD- Wandler) und einen Multiplexer zugeleitet. Zur Bestimmung der Spannung der Varicap-Diode im Tuner ist ein besonderer Eingang vorgesehen. Sechs Eingänge dienen zur Bestimmung der Schwellenwerte der Statussignale.

c) Digitalbestimmung: Unterschiedliche Eingänge dienen zur direkten Erkennung paralleler oder sequentieller Daten. Je nach der installierten Software können synchrone oder asynchrone Datenströme ermittelt und analysiert werden. Die Eingangsfunktionen des Adapters werden digital gefiltert, und die erhaltenen Daten werden zur Anpassung an das System formatiert, und die Anwendungsprogramme des Adapters können individuell erzeugt oder teilweise aus Festspeichern abgerufen werden.

Welche Art der Kanalermittlung auch ausgeführt wird, der Zentralrechner kann die empfangenen digitalen Informationen direkt decodieren. Im Rechner werden sämtliche kanalbezogenen spezifischen Informationen gespeichert, und der empfangene Kanal wird durch Vergleich seiner charakteristischen Daten mit den gespeicherten Daten identifiziert. Wenn im Speicher eine Information fehlt, so ist es möglich, den Zuschauer vom Zentralrechner aus zu befragen. In diesem Falle erscheint beispielsweise die Frage "Sehen Sie jetzt Kanal X?" auf dem TCG, und es wird angenommen, dass der Kanal entweder einem neuen Kanal oder aber einem bereits bestehenden entspricht, dessen Frequenz geändert hat. Die Antwort "Ja" bestätigt die Annahme, und die neuen Daten können gespeichert und dem neuen oder geänderten (Frequenz-)Kanal zugeordnet werden. In dieser Hinsicht besteht selbst die Möglichkeit, falsche Angaben des Zuschauers zu ermitteln, was zu besonderen Schlüssen führt.

Wie schon erwähnt wurde, ist es erwünscht, Informationen über die Verwendung des Videorekorders (VCR) zu erhalten. Fig. 3 zeigt ein Blockdiagramm der wesentlichen Schaltungen zur Erfassung von Daten bezüglich des Gebrauchs des VCR. Der TCG 4a enthält ein Videomodul 17, und dieses Modul ist mit dem Prozessor 12 über ein Bussystem verbunden. Das Videomodul ist ausserdem im VCR mit einer gedruckten Sensorschaltung 18 verbunden, die wiederum an den CTL-Kopf 19 des VCR geschaltet ist (CTL ist die Spur auf dem Band gemäss American National Standard). Die besonderen Spezifikationen sind folgende:

Das Videomodul 17 ermöglicht als Untersystem des TCG 4a eine Aufzeichnung und Wiedergabe von Daten. Er ist auf die normalisierten Systeme VHS und Betamax beschränkt. Zum Zeitpunkt der Speicherung werden die Daten auf dem Videoband magnetisch aufgezeichnet und können zum Zeitpunkt der Wiedergabe ohne Störungen für den Benützer wieder gelesen werden Das System hat keinen Qualitätseinfluss auf die Aufzeichnung von Bild und Ton.

Sämtliche Videorekorder der Typen VHS und Betamax können zur Datenerkennung mit dem Videomodul 17 ausgerüstet werden. Die Synchronisierung des CTL-Kopfes ist als systemkonstante Möglichkeit zur Modulierung gewählt worden. Die Einrichtung des Videomoduls ist sehr einfach, da sie nur eine Verbindung mit zwei Drähten zum Audiokopf erfordert. Zusätzlich muss ein Adapter für die Kanalspannung, die Ein- und Ausschaltung und die Ermittlung der Abspielverhältnisse angebracht werden. Die CTL- Spur enthält die Synchronisation des rotierenden Videokopfes. Nadelimpulse, die mit dem Beginn des Bildes synchron sind, werden auf dem Band aufgezeichnet, und diese Impulse gestatten es, das Bild bei seiner Wiedergabe zu stabilisieren. Das Videomodul erlaubt die Aufzeichnung von Daten zwischen den Synchronisierimpulsen. Die Datenübertragung geschieht sequentiell mit 1 bit pro Bild. Daher beträgt die maximale Datenübertragungs- Geschwindigkeit 30 bit/sec. Das Videomodul enthält einen Mikroprozessor, der die Daten sequentiell von TCG 4a übernimmt und sie sequentiell auf das Band schreibt.

Die Sensorschaltung 18 ist ein bidirektioneller Analogverstärker. Die Eingänge sind unmittelbar mit zwei Anschlüssen des Aufnahme- und Wiedergabekopfes des CTL verbunden. Das Eingangssignal wird über eine magnetische Koppelvorrichtung auf den Verstärker frei von einer Gleichstromkomponente gegeben. Die Eingangs- und Ausgangssignale werden durch eine Richtungsgabel voneinander getrennt. Die Unterschiede der Amplituden in den Eingangssignalen erlauben es dem System, den Aufzeichnungs- oder den Wiedergabemodus des VCR automatisch zu erkennen. Weiterhin wird die Dynamik des Systems mittels getasteter Regelung und Filterkomponenten auf einen Mindestwert reduziert.

Das Videomodul 17 enthält einen Mikroprozessor, der die Signale, welche er nach vorbestimmten Filterverfahren zur Erfassung von Daten gelesen hat, verarbeitet. Bei der Aufzeichnung im VCR synchronisiert er auf die vertikalen Synchronisierimpulse und moduliert sequentiell einen Datenstrom in den Intervallen zwischen den vertikalen Dunkelsteuerimpulsen, und er kann genau und reproduzierbar die aufgezeichneten Daten wiedergeben. Verzerrungen der Dauer der vertikalen Dunkelsteuerimpulse werden vom Prozessor automatisch korrigiert. Auch werden die Normalgeschwindigkeit und der Langsamlauf des Bandes vom System automatisch bestimmt und gesteuert.

Die CTL-Auf zeichnungsspur wird zur Synchronisierung des Antriebssystems auf die Bildfrequenz (Bildanfang) benutzt. Dieses Signal gelangt an den Aufzeichnungskopf über eine Differenzierschaltung. Es wird auf diese Weise zur systemspezifischen Norm. Fig. 4 zeigt:

a) das differenzierte Signal bei der Aufnahme. Bei der Wiedergabe erhält man das gleiche Signal, aber mit einer um 60 db kleineren Amplitude;

b) den digitalen Datenstrom an der Schnittstelle 11 des Prozessors;

c) die Datensynchronisierimpulse, bestimmt von der digitalen Filterung des Prozessors; und

d) ein datenmoduliertes CTL-Signal (das Signalbündel nach den positiven Spitzen stellt eine logische 1 dar).

Es ist ebenfalls möglich, Daten bezüglich der Art der Sendung und bei der Aufzeichnung und Wiedergabe zu erfassen, sie zu speichern und sie an den Zentralrechner zu senden. Auch ist es möglich festzustellen, ob aufgezeichnete Fernsehsendungen, gekaufte Videobänder oder selbst aufgenommene Videoaufzeichnungen abgespielt werden. Diese Bestimmung erfolgt gemäss dem oben beschriebenen Dialogverfahren. Wenn der Rechner feststellt, dass Daten einer Videowiedergabe keinem Fernsehkanal bzw. - programm entsprechen, so kann eine Befragung mittels des Anzeigefeldes des TCG über die Art der abgespielten Videoaufzeichnung durchgeführt werden.

Im Hinblick auf die Medien- und Marktforschung ist es erwünscht, zusätzlich zu ermitteln, ob Teletext und welche Teletextseiten betrachtet werden. Man muss ausserdem feststellen, wann und welche Seite des Teletextes gewählt werden. Wegen der Tatsache, dass viele Teletextdecoder der Fernsehgeräte die Möglichkeit bieten, Teletextseiten in einen Speicher abzulegen, ohne sie auf den TV-Schirm zu bringen, war es erforderlich, einen besonderen Adapter zu entwickeln. Dieser Adapter decodiert den Code (Seitennummer) vom RGB-(rot, grün, blau)- Farbsignal oder dem Dunkelsteuersignal kurz vor der CRT (Kathodenstrahlröhre). Dies erlaubt die Feststellung des Codes (Seitennummer) der Teletextseite, die tatsächlich auf dem Schirm erscheint.

Der Bildinhalt einer Teletextseite wird in einen digitalen Speicher mit einer Abtastfrequenz von 6 MHz eingelesen. Die Instruktion zum Beginn wird vom Prozessor 12 gegeben, nachdem dieser Prozessor durch einen Teletext- Status-Eingang ermittelt hat, dass Teletext eingeschaltet ist. Die Taktfrequenz von 6 MHz wird vom Teletextdecoder im TV-Gerät abgenommen, so dass die eingelesenen Proben denjenigen Punkten des Bildes entsprechen, die vom Teletextdecoder zur Anzeige der Bilder benutzt werden. Der Beginn des Einlesecyclus wird mit den Synchronisierungsimpulsen für Bild und Zeile verbunden, um sicherzustellen, dass ein volles Bild mit korrekter Synchronisation eingelesen wird. Das Bild wird Zeile für Zeile gespeichert. Damit jede Abtastung eine Adresse im Speicher erhält, treibt die Taktfrequenz von 6 MHz einen Adresszähler, der beim Einlesen die RAM-Adressierung übernimmt. Während der Dauer der Zeilensynchronisationsimpulse wird die Taktfrequenz unterdrückt, damit nicht unnötig Platz im Speicher beansprucht wird Ein zusätzlicher Einschalteingang an der Taktfrequenzverbindung erlaubt es, den Taktgeber an einer beliebigen Stelle der Bildzeilen zu starten und anzuhalten. Dies gestattet das Einlesen von nur bestimmten Teilen des Bildes.

Wenn ein Bild gespeichert wird, kann der Prozessor jeden einzelnen Punkt anwählen, und nach Berechnung der Adresse kann er alle zugehörigen Punkte in Form einer der Teletextnorm entsprechenden Matrix aufsummieren. Dadurch wird die Erkennung der Seitennummer auf der Titelzeile des Teletextes oder gegebenenfalls anderer Seitenmarkierungen und ihre Übertragung an den TCG zwecks Auswertung ermöglicht. Es ist auch möglich, eine beliebige Bitfolge einer Zeile zu decodieren.

Wie schon erwähnt wurde, ist es möglich und auch erwünscht, weiterhin Daten bezüglich der Verbrauchergewohnheiten zu erfassen und sie an den Zentralrechner weiterzugeben. Heutzutage steht ein hoher Prozentsatz von Produkten zur Verfügung, die mit Markierungen im UPC-Code (UPC = Universal Product Code) versehen sind, so dass es möglich ist, dem Verbraucher ein UPC- Lesegerät in die Hand zu geben, damit er den UPC-Code auf der Verpackung oder dem Behälter der gekauften Ware lesen kann und diesen über einen passenden Adapter in das TCG übertragen kann. Weitere Hinweise können durch ein fernbedientes Handgerät 8 gegeben werden. Dementsprechend können auch Daten bei den Verkaufsstellen erfasst werden, wodurch eine Nachforschung über das Verhalten des Verbrauchers ermöglicht wird.

Das Hilfsgerät zum Lesen des UPC-Codes ist vorzugsweise derart ausgestaltet, dass es am Netz betrieben wird und die erfassten Daten mittels Hochfrequenz über das Netz an den TCG gibt, wie es vorstehend beschrieben wurde.

Dieses UPC-Lesegerät kann zur Erfassung der Daten an irgendeinem Ort im Haushalt installiert werden, beispielsweise in der Küche. Es kann weiterhin eine Tastatur zur Eingabe nicht automatisch lesbarer Daten aufweisen. Andere Daten können ebenfalls eingegeben werden, entweder durch Abtasten von Tabellen mit UPC-Codes oder von Hand, z. B. Daten über das Lesen von Zeitungen und Zeitschriften, das Hören von Radiosendungen und andere Gewohnheiten.

Verschiedene Abänderungen sind möglich, wodurch Systeme in den unterschiedlichsten Phasen der Vervollständigung verwendbar sind. Beispielsweise ist es möglich, mehr als zwei sekundäre TCGs einzusetzen. Bezüglich der vorliegenden Erfindung ist zu bemerken, dass Daten in allen Fällen aus Rundfunkkanälen bzw. -sendungen erfasst werden, während die Erfassung aller anderen Daten bezüglich der Verwendung des Videorekorders oder Informationen vom Teletext oder von der zentralen Datendecodierung, beispielsweise über einen Dialog, unabhängig geschützt werden müssen.

Es ist im Vorstehenden gezeigt worden, dass alle Videorekorder der Typen VHS und Betamax zur Datenidentifizierung mit dem Videomodul 17 ausgestattet werden können. Fig. 5 zeigt ein Blockdiagramm einer Variante des Videomoduls zur Integrierung von Daten, nicht wie zuvor in der CTL-Spur, sondern im Videosignal vor seiner Aufzeichnung, und zur Aufzeichnung dieses Signals auf dem Videoband in der Bildspur.

Die folgenden Daten sind ins Videosignal zu schreiben:

Kanalnummer Ortszeit Datum Prüfsumme Total: Byte 8 Byte pro Rahmen.

Es ist ersichtlich, dass die einzuführende Information 8 (Byte) x 8 bit = 64 bit umfasst. Diese Information ist in die ersten 16 Zeilen jedes Rahmens des Videosignals zu schreiben, was bedeutet, dass jede Zeile 4 bit erhält. Diese Bedingungen sind in Fig. 6 veranschaulicht.

Die ersten Zeilen jedes Rahmens eines Videosignals, das von einem TV-Sender empfangen wird, besitzen keinen Bildgehalt, sondern Daten, die sich auf Teletext, vertikale Impulssynchronisation (VPS) und spezielle Identifikationssignale des Senders beziehen. Im Falle der Aufzeichnung dieses Videosignals auf ein Videoband werden diese Senderdaten nicht in Betracht gezogen. Die VSP- Daten sind lediglich für den genauen Beginn und Stop der Videoaufzeichnung erforderlich. Das Videomodul gemäss der vorliegenden Erfindung erlaubt es, anstelle der im Videosignal vom Sender und bezüglich Teletext, VPS und Senderkennung enthaltenen Daten in das Videosignal andere Daten einzufügen, wie die Nummer des Sendekanals, Zeit und Datum der Sendung, und zwar ohne den normalen Betrieb des Videorekorders oder der TV-Anlage zu stören.

Die genaue Zeitsteuerung zur Einführung von Daten in das Videosignal wird von einem Mikroprozessor 20 des Videomoduls 17 derart gesteuert, dass der normale Betrieb des Videorekorders 2 nicht beeinträchtigt wird. Auch wird der Inhalt des Bildes nicht beeinflusst. Fig. 5 zeigt, dass das auf zuzeichnende Videosignal vom TV-Signal gewonnen wird, nachdem dieses TV-Signal, das auf der Antenne empfangen wird, im HF-Teil 21 des TV-Empfängers verstärkt und im Demodulator 22 demoduliert worden ist. Wenn das Videosignal vor der Aufzeichnung nicht mit Daten versehen worden ist, wie dies normalerweise der Fall ist, würde dieses Videosignal zwecks Aufzeichnung in einem Aufzeichnungsverstärker 23 verstärkt und dann dem Videokopf 24 zugeleitet werden. Im vorliegenden Falle jedoch wird die direkte Verbindung zwischen dem Demodulator 22 und dem Aufzeichnungsverstärker 23 unterbrochen, und das demodulierte Videosignal wird einem Videoschaltmodul 25 des Videorekorders 2 zugeleitet. Das Videoschaltmodul 25 enthält im wesentlichen ein Relais 26 mit einer SPDT-Kontaktanordnung Das Videosignal, in welches Daten einzuschreiben sind, wird vom Videoschaltmodul 25 an einen Videoverstärker 27 gegeben, der seinerseits das Videosignal an eine Datenschreibschaltung 28 übergibt, in der die oben genannten Daten in die ersten 16 Zeilen jedes Rahmens geschrieben werden, und gleichzeitig an eine Datenleseschaltung 29, in der die auf dem Videoband aufgezeichneten Daten gewonnen werden. Der Ausgang der Schaltung 28 wird über einen Videoverstärker 30 auf das Videoschaltmodul 25 gegeben, das mit dem Aufzeichnungsverstärker 23 verbunden ist. Die in das Videosignal zu schreibenden Daten gehen an die Schaltung 28 über das Mikroprozessor-Videomodul 20, das mit der TCG- Schaltung verbunden ist.

Wenn der VCR-Adapter und der TCG ermitteln, dass der Videorekorder 2 auf Aufzeichnung gestellt ist, empfängt das Videomodul 17 ein Freigabesignal, und das Videomodul synchronisiert sich selbst mit den Vertikal- und Horizontal-Synchronisierungs-Impulsen des aufzuzeichnenden Videosignals. Das Videosignal wird ebenfalls durch Dunkeltast-Synchronimpulse und Blockpulse derart ausgetastet, dass diese Werte nicht durch das Videomodul verändert werden. Die Daten in den ersten 16 Zeilen jedes Rahmens für VPS, Teletext usw. werden durch die oben erwähnten Daten (Kanalnummer, Zeit, Datum) überschrieben.

Wenn der Videorekorder auf Wiedergabe geschaltet ist, wird das Videosignal vom Kopf 24 über den Abspielverstärker 31 dem Videoschaltmodul zugeleitet und vom Videoschaltmodul über den Videoverstärker 27 an die Leseschaltung 29. Das Videomodul wird dann mit dem Videosignal synchronisiert, so dass die geschriebenen Daten jedesmal gelesen werden können, wenn die Kassette abgespielt wird. Die Daten von der Schaltung 29 werden über den Mikroprozessor 20 zwecks Abspielen zum TCG-Gerät geleitet.


Anspruch[de]

1. Verfahren zur Gewinnung von Informationen bezüglich der Benützung von Videogeräten durch eine Versuchspopulation, wobei die Videogeräte Video-Aufzeichnungsmittel (2) zur Wiedergabe und Aufnahme von Videoprogrammen beinhalten, mit folgenden Verfahrensschritten:

- Aufzeichnung von Daten, welche das aufgezeichnete Programm kennzeichnen, auf einer Synchronisationsspur eines Video-Aufzeichnungsmediums während der Aufzeichnung des Videoprogramms, einschliesslich Analyse der auf der Synchronisationsspur befindlichen Synchronisationsimpulse und Aufzeichnung der kennzeichnenden Daten zwischen diesen Synchronisationsimpulsen;

- Erfassung der aufgezeichneten kennzeichnenden Daten während der Wiedergabe von Videoprogrammen zur Ermittlung der Kennzeichen dieser Videoprogramme;

- Speichern der erfassten Daten;

- Uebermittlung dieser gespeicherten Daten an einen zentralen Rechner zur Gewinnung von Informationen bezüglich der Benützung von Videogeräten in einer Versuchsumgebung;

dadurch gekennzeichnet, dass die kennzeichnenden Daten mit einem ersten Pegel aufgezeichnet und mit einem zweiten Pegel abgespielt werden, und dass die Pegelunterschiede dieser Signale zur Unterscheidung zwischen dem Aufzeichnungs- und dem Video-Wiedergabebetrieb verwendet werden.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beim Fehlen von kennzeichnenden Daten betreffend das aufgezeichnete Programm die Art der Video-Aufzeichnung durch Dialog zwischen dem zentralen Rechner und einem Zuschauer ermittelt wird.

3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die kennzeichnenden Daten mit einem bit pro Bild des Videosignals aufgezeichnet werden, wobei jedes Bild zwei auf der Synchronisationsspur aufgezeichneten Synchronisationsimpulsen entspricht und die Daten zwischen den Synchronisationsimpulsen eingestreut sind.

4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die kennzeichnenden Daten mit niedrigerem Pegel auf die Synchronisationsspur aufgezeichnet werden als die Synchronisationsimpulse.

5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 4, mit einem Videorecorder, der mittels eines Kontrollkopfs (19) Synchronisationsimpulse auf eine Kontrollspur aufzeichnet, dadurch gekennzeichnet, dass am Kontrollkopf (19) mit einer Zweidraht-Leitung ein bidirektionaler Verstärker (18) angeschlossen ist, der zusätzlich einen Eingang und einen Ausgang aufweist, die jeweils an einem Ausgang bzw. einem Eingang eines Videomoduls (17) angeschlossen sind, welches durch Analyse der Signale am Eingang zwischen Aufzeichnungs- und Wiedergabebetrieb des Videorecorders unterscheiden und im Aufzeichnungsbetrieb am Ausgang kennzeichnende Datensignale erzeugen kann, wobei die kennzeichnenden Datensignale zeitlich mit den Synchronisationsimpulsen gekoppelt sind, so dass sie nur in den Pausen zwischen je zwei Synchronisationsimpulsen erzeugt werden.

6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die vom Videomodul (17) zum Synchronisationskopf (19) gesendeten kennzeichnenden Datensignale und die vom Synchronisationskopf (19) empfangenen kennzeichnenden Datensignale durch eine Zirkulationsschaltung voneinander entkoppelt sind.

7. Verfahren zur Ermittlung der Fernseh- und Videogewohnheiten einer Versuchspopulation in einer Umgebung enthaltend:

- einen Fernsehempfänger (1a);

- einen Videorecorder (2), der am Fernsehempfänger angeschlossen ist, mit

-- einem Demodulator (22) zur Demodulation der eingehenden Fernsehsignale und

-- einem Videoanschluss;

wobei

- eine am Videorecorder (2) angeschlossene Fernsteuerung (4a) ein Videomodul (17) mit Datenschreib- (28) und Datenlesemitteln (29) aufweist,

- der Videorecorder (2) weiterhin

-- Schaltmittel (26) zum Umschalten zwischen einer Aufzeichnungs- und einer Wiedergabebetriebsart aufweist, wobei diese Schaltmittel einen ersten, wahlweise mit dem Videoeingang verbindbaren Schalter umfassen, der zur Uebermittlung von Videosignalen wahlweise mit einem Eingang des Datenschreibers und Datenlesers verbindbar ist;

und wobei das Verfahren folgende Schritte umfasst:

- die von den Datenschreiber (28) erzeugten Daten werden an einen Aufnahmeverstärker (23) des Videorecorders abgegeben,

- das Ausgangssignal eines Wiedergabeverstärkers (31) des Videorecorders gelangt zum erwähnten Schalter und zum Datenleser (29), wenn der Videorecorder im Wiedergabebetrieb ist,

- kennzeichnende Daten werden dem im Aufnahmebetrieb aufgezeichneten Videosignal durch den Datenschreiber (28) hinzugefügt und werden im Wiedergabebetrieb vom Datenleser (29) aus dem Videosignal ausgelesen, und

- die aus dem Videosignal ausgelesenen kennzeichnenden Signale werden einem Steuerrechner zugeführt, um die Zuschauergewohnheiten einer Versuchspopulation zu ermitteln.

8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die kennzeichnenden Daten, welche in das Videosignal geschrieben werden, die Fernseh-Kanalnummer, das Fernsehprogramm, die Ortszeit, das Datum und eine Prüfsumme sind.

9. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die kennzeichnenden Daten in die ersten sechzehn Zeilen jedes frames des Videosignals geschrieben werden, wobei auf jede der sechzehn Zeilen vier bits geschrieben werden.

10. Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 7 bis 9, mit lokal angeordneten Ueberwachungsgeräten (4a, 4b) zur Erfassung und Aufzeichnung des eingeschalteten Fernsehkanals oder -programms oder der Art einer wiedergegebenen Video-Aufzeichnung und zur Uebermittlung gespeicherter Daten zwecks Auswertung an einen zentralen Rechner (6), wobei die Ueberwachungsgeräte (4a, 4b) mit mindestens einem Videogerät (1a, 1b, 2) verbindbar und in der Lage sind, den Betriebszustand eines angeschlossenen Videogeräts (1a, 1b, 2) zu analysieren, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Ueberwachungsgerät ein Videomodul (17) aufweist, welches mindestens indirekt mit einem Video-Aufzeichnungs- und Wiedergabekopf (24) des Videorecorders verbunden ist, falls es sich bei dem Videogerät um einen Videorecorder handelt, wobei das Videomodul (17) eine Datenschreibschaltung (28) zum Einschreiben von Daten in das Videosignal, einen Mikroprozessor (20) zur Steuerung der genauen zeitlichen Beziehungen beim Einschreiben des Videosignals und eine Datenleseschaltung (29) zur Reproduktion der in das Videosignal eingeschriebenen Daten aufweist, und wobei der Mikroprozessor (20) die wiedergegebenen Daten speichert.

11. Anlage nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der zentrale Rechner (6) Schaltungen zur Auswertung von Daten aufweist, die eine Wiedergabe von Videoprogrammen anzeigen, und zur Uebermittlung von Fragen, und dass jedes Ueberwachungsgerät Anzeigemittel zur Anzeige von Befragungsdaten und Eingabemittel für Antworten auf die angezeigten Daten aufweist.







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