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Dokumentenidentifikation DE68912935T2 19.05.1994
EP-Veröffentlichungsnummer 0415976
Titel LAMINIERTE IDENTITÄTSKARTE UND VERFAHREN ZU DEREN HERSTELLUNG.
Anmelder Sallmetall B.V., Raalte, NL
Erfinder TERWEL, Roelof, NL-7731 ZC Ommen, NL
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 68912935
Vertragsstaaten AT, BE, DE, FR, GB, IT, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 11.05.1989
EP-Aktenzeichen 899057913
WO-Anmeldetag 11.05.1989
PCT-Aktenzeichen NL8900036
WO-Veröffentlichungsnummer 8910847
WO-Veröffentlichungsdatum 16.11.1989
EP-Offenlegungsdatum 13.03.1991
EP date of grant 02.02.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.05.1994
IPC-Hauptklasse B42D 15/10

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine lamellierte Identifikationskarte, insbesondere für einen Paß, und außerdem bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zur Herstellung einer derartigen lamellierten Identifikationskarte.

In Fig. 1 der Zeichnung ist eine bekannte lamellierte Identifikationskarte dargestellt. Die Identifikationskarte 1 besteht aus einer oberen Deckschicht 2, die unter Benutzung einer Klebeschicht 3 auf einer photographischen Emulsionsschicht 4 festgelegt ist, die die Identifikationsinformation enthält und auf einer Trägerschicht 5 angeordnet ist. Die andere, untere Deckschicht 8 ist an der Trägerschicht 5 unter Benutzung einer Klebeschicht 7 festgelegt. In anderen Worten ausgedrückt: Die obere Abdeckschicht 2 ist auf der Emulsionsschicht 4 verklebt, und die untere Abdeckschicht 6 ist an der Trägerschicht 5 verklebt. Ein Nachteil dieser bekannten Identifikationskarte 1 besteht darin, daß ein Unterschied in der Klebefestigkeit der Verklebung zwischen der oberen Deckschicht und der Emulsionsschicht und der unteren Deckschicht und der Trägerschicht besteht, was zur Folge hat, daß die verschiedenen Schichten leicht voneinander getrennt werden können, ohne daß irgendeine Beschädigung auftritt. Mittels einer Koronabehandlung oder einer Flammenbehandlung können diese Unterschiede der Klebefestigkeit im Falle einer kalten Delaminierung vermindert werden, weil dann eine Beschädigung der photographischen Emulsionsschicht erfolgt. Im Falle einer heißen Delaminierung ergibt sich praktisch keine Verbesserung.

Die FR-A-2 145 135 beschreibt eine Identifikationskarte, bei der eine photographische Emulsion, die von einer Basis getragen wird, auf der einen Seite über eine Klebeschicht mit einem transparenten Film verbunden ist. Infolge des Fehlens einer Klebeschicht zwischen der photographischen Emulsion und der Basis besteht ein Unterschied in der Klebefestigkeit zwischen der photographischen Emulsion einerseits und dem transparenten Film bzw. der Basis andererseits. Demgemäß kann der transparente Film von der Identifikationskarte abgelöst werden, wobei ihm die intakte photographische Emulsion mit der Identifizierungsinformation anhaftet. Auf diese Weise ist eine Fälschung leicht möglich, indem dieser Film mit der photographischen Emulsion auf einer anderen Basis aufgebracht wird, oder indem die ursprüngliche Basis mit einem Film kombiniert wird, der eine photographische Emulsion enthält, jedoch nunmehr eine andere Identifikationsinformation besitzt.

Die BE-A-883 741 beschreibt eine Identifizierungskarte, bei welcher die photographische Emulsion zwischen zwei Gelatineschichten liegt. Eine weitere Gelatineschicht wird als Klebeschicht benutzt, um die photographische Emulsionsschicht mit der Abdeckschicht zu verbinden. Gelatine löst sich leicht in (heißem) Wasser, und dies führt zu einem Lösen der photographischen Emulsion von beiden Deckschichten.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bekannte lamellierte Identifikationskarten derart zu verbessern, daß unter allen Umständen bei einer Trennung der Schichten die photographische Emulsion beschädigt wird, so daß diese Identifikationskarte sehr viel schwieriger zu fälschen ist. Diese Aufgabe wird gelöst durch die lamellierte Identifikationskarte gemäß dem Anspruch 1.

Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß beim Fehlen der Trägerschicht für die photographische Emulsionsschicht die beiden äußeren Deckschichten an der photographischen Emulsionsschicht mit im wesentlichen der gleichen Klebefestigkeit anhaften, was zur Folge hat, daß bei einer Trennung der Schichten die photographische Emulsionsschicht teilweise an der oberen Deckschicht anhaftet und teilweise an der unteren Deckschicht, so daß sie infolgedessen unreparabel beschädigt wird. Außerdem muß die Kohäsion in der photographischen Emulsionsschicht dadurch kleiner sein als die Adhäsion zwischen jeder Klebeschicht und der photographischen Emulsionsschicht. Diese Identifikationskarte gemäß der Erfindung ist demgemäß in optimaler Weise gegen Fälschungen geschützt.

Ein zusätzlicher Vorteil besteht darin, daß wegen der fehlenden Trägerschicht die Steifheit und Festigkeit der lamellierten Identifikationskarte vermindert wird, wodurch sie flexibler wird und die Gefahr der Beschädigung beim Biegen oder Falten geringer wird.

Die Erfindung bezieht sich außerdem auf ein Verfahren zur Herstellung einer derartigen lamellierten Identifikationskarte gemäß den Ansprüchen 5 bis 9.

Im Prinzip ist es möglich, die photographische Emulsionsschicht auf der unteren Abdeckschicht anzuordnen, die dann zeitweise als Trägerschicht wirkt. Es ist jedoch vorteilhaft, photographisches Material zu benutzen, welches im Prinzip auf dem Markt verfügbar ist, so daß nach Aufbringen der oberen Deckschicht auf der photographischen Emulsionsschicht die Trägerschicht zuerst entfernt werden muß, bevor die untere Deckschicht aufgebracht wird. Die Entfernung der Trägerschicht kann auf einfache Weise durchgeführt werden, wenn photographisches Papier mit einer Emulsion benutzt wird, die leicht vom Träger (Papier oder Plastikfolie) lösbar ist.

Die erwähnten und weitere Merkmale der lamellierten Identifikationskarte und das Herstellungsverfahren werden nachstehend unter Bezugnahme auf ein nicht beschränkendes Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnung erläutert.

In der Zeichnung zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer bekannten Identifizierungskarte,

Fig. 2 ein perspektivisches Explosionsschaubild einer Identifikationskarte gemäß der Erfindung,

Fig. 3 eine perspektivische Ansicht einer Identifikationskarte gemäß der Erfindung, und

Fig. 4 in schematischer Darstellung eine Vorrichtung zur Herstellung der Identifikationskarte gemäß der Erfindung.

Die Identifikationskarte 10 gemäß der Erfindung besteht aus einer photographischen Emulsionsschicht 13, die mit den Identifizierungsinformationen 11 und 12 ausgestattet ist und die über dazwischenliegende Klebeschichten 14 und 15 mit einer oberen Abdeckschicht 16 bzw. einer unteren Abdeckschicht 17 verbunden ist (Fig. 3). Unter Klebeschicht wird eine Schicht verstanden, die aus einem Klebemittel besteht, wobei die Adhäsion für die photographische Emulsionsschicht größer ist als die Kohäsion innerhalb der photographischen Schicht.

Die obere Abdeckschicht 16 besteht beispielsweise aus einer transparenten Polyesterschicht, die auf einer Seite mit einer Klebeschicht 14 aus Polyäthylen versehen ist.

Die untere Abdeckschicht 17 aus einem weißen opaken Polyester kann aus Gründen eines Kontrastes mit einem nicht dargestellten Muster versehen und in gleicher Weise auf einer Seite mit einer Polyäthylenklebeschicht 15 versehen sein.

Die photographische Emulsionsschicht umfaßt eine persönliche Information 11, die photographisch aufgebracht ist, und ein Paßphoto 12, das teilweise in bekannter Weise durch eine getrennte Wasserzeichendichtung 18 bedeckt sein kann.

Fig. 4 zeigt schematisch eine Vorrichtung 19 zur Herstellung der Identifikationskarte 10 gemäß der Erfindung.

Die Vorrichtung 19 umfaßt eine Zuführungsstation 20, in der eine Walze 21 angeordnet ist, um nacheinander eine photographische Emulsionsschicht 13 auf einen gemeinsamen Träger aufzubringen.

In einer ersten Beschichtungsstation 23 wird die obere Deckschicht 16 auf die photographische Emulsionsschicht 13 aufgebracht, wobei ein erhitztes Walzenpaar 24 benutzt wird (mit einer Beschichtungstemperatur von ca. 130 ºC).

Nach der Abkühlung des Laminates 25, wobei eine Kühlvorrichtung 26 benutzt wird, wird die Trägerschicht 22 von der photographischen Emulsionsschicht 13 an einer Abtrennstation 27 entfernt und auf einer Rolle 28 aufgewickelt.

In einer zweiten Lamellierungsstation wird die untere Deckschicht 17 dann unter Benutzung von zwei erhitzten Walzen 30 auf die photographische Emulsionsschicht 13 aufgebracht. Schließlich wird das so gebildete Laminat 31 in einer Kühlvorrichtung 32 abgekühlt.

Das so gebildete Band aufeinanderfolgender laminierter Identifikationskarten gemäß der Erfindung mit unterschiedlichen Identifizierungsinformationen in der photographischen Emulsionsschicht kann auf einer Rolle aufgewickelt oder auf die erforderliche Größe zurechtgeschnitten und unter Benutzung einer Schneidvorrichtung 33 gestapelt werden. Die so erzeugten Identifikationskarten 10 gemäß der Erfindung können dann in einen Paß eingebaut werden.

Es liegt im Rahmen der Erfindung, eine photographische Emulsion zu benutzen, die direkt mit einer Klebeschicht auf einer Trägerfolie aufgebracht wird, die auch als Abdeckschicht wirkt. Für diese Trägerfolie und ihre Klebeschicht treffen die gleichen Erfordernisse zu wie für die oben erwähnte Abdeckschicht.

Als photographisches Material kann beispielsweise Scotch 575 von 3M benutzt werden, welches photographische Material eine opake photographische Emulsion besitzt, die leicht nach der Belichtung und Bedruckung vom Träger abtrennbar ist.


Anspruch[de]

1. Lamellierte Identifikationskarte (10) mit einer photographischen Emulsionsschicht (13), die eine Identifikationsinformation (11, 12) aufweist, wobei diese photographische Emulsionsschicht (13) auf beiden Seiten mit Abdeckschichten (16, 17) durch Klebeschichten (14, 15) verklebt ist, derart daß diese Abdeckschichten (16, 17) an der photographischen Emulsionsschicht (13) mit im wesentlichen der gleichen Klebefestigkeit anhaf ten, die stärker ist als die Kohäsion in der Emulsionsschicht (13), so daß bei Trennung einer Deckschicht (16, 17) von der photographischen Emulsionsschicht (13) die photographische Emulsionsschicht (13) teilweise an der oberen Deckschicht (16) und teilweise an der unteren Deckschicht (17) anhaftet.

2. Identifikationskarte (10) nach Anspruch 1, bei welcher die untere Deckschicht (17) mit der Emulsionsschicht farblich kontrastiert.

3. Identifikationskarte (10) nach Anspruch 1 oder 2, bei welcher die Deckschicht (16) aus Polyester hergestellt ist.

4. Identifikationskarte (10) nach den Ansprüchen 1 bis 3, bei welcher die Klebeschicht (14, 15) aus Polyäthylen besteht.

5. Verfahren zur Herstellung einer lamellierten Identifikationskarte (10), welches die folgenden Schritte aufweist:

a) es wird eine photographische Emulsionsschicht (13) für die Identifizierungsinformation vorgesehen,

b) die erste Deckschicht (16) wird auf der einen Oberfläche der photographischen Emulsionsschicht (13) über eine Klebeschicht (14) festgelegt, und

c) die zweite Deckschicht (17) wird auf der anderen Oberfläche der photographischen Emulsionsschicht über eine Klebeschicht (15) festgelegt, wobei die Deckschichten an der photographischen Emulsionsschicht mit im wesentlichen der gleichen Klebefestigkeit anhaften, welche stärker ist als die Kohäsion innerhalb der Emulsionsschicht, so daß bei Trennung des Schichtenkörpers die photographische Emulsionsschicht teilweise an der oberen Deckschicht (16) und teilweise an der unteren Deckschicht (17) haften bleibt.

6. Verfahren nach Anspruch 5, bei welchem im Schritt a) die photographische Emulsionsschicht (13) mit einer Trägerschicht (22) versehen wird, wobei nach dem Schritt b) und vor dem Schritt c) die Trägerschicht (22) entfernt wird.

7. Verfahren nach den Ansprüchen 5 oder 6, bei welchem die Deckschicht (16, 17) aus Polyester besteht.

8. Verfahren nach den Ansprüchen 5 bis 7, bei welchem die Klebeschichten (14, 15) aus Polyäthylen bestehen.

9. Verfahren nach den Ansprüchen 5 bis 8, bei welchem die Deckschicht (16, 17) an der photographischen Emulsionsschicht (13) durch ein Wärmelamellierungsverfahren angeklebt wird.







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