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Dokumentenidentifikation DE4313675C1 26.05.1994
Titel Lichtsetzgerät
Anmelder Mannesmann AG, 40213 Düsseldorf, DE
Erfinder Burg, Wolfgang von der, 2000 Hamburg, DE;
Borgstädt, Claus, 2000 Hamburg, DE;
Kasparek, Jörg, 2000 Hamburg, DE
Vertreter Meissner, P., Dipl.-Ing.; Presting, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 14199 Berlin
DE-Anmeldedatum 22.04.1993
DE-Aktenzeichen 4313675
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 26.05.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.05.1994
IPC-Hauptklasse B41B 17/18
IPC-Nebenklasse B41B 21/00   B41B 21/08   
Zusammenfassung Ein Lichtsetzgerät besteht aus einer mechanisch-elektrisch betätigten Laser-Belichtungseinrichtung (1) und einer Elektronikeinheit (2) mit Stromversorgern (3) und mit zumindest einem Netztransformator (4), ferner aus rotierenden Massenspeichern (5) und motorgetriebenen Lüftern (6) für die Kühlung der Elektronik.
Um eine gegenseitige Beeinflussung der Laser-Belichtungseinrichtung (1) und der Elektronikeinheit (2) durch Schwingungen auszuschließen, wird vorgeschlagen, daß die Elektronikeinheit (2) eigenständig, d. h. mechanisch getrennt von der Laser-Belichtungseinrichtung (1) ist, daß die Elektronikeinheit (2) auf einer eigenen Unterstützungsfläche (7) aufsteht und daß die Elektronikeinheit (2) mittels Kabeln und Steckverbindungen (9) an die elektrisch bzw. elektronisch betriebenen Baueinheiten der Laser-Belichtungseinrichtung (1) angeschlossen ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Lichtsetzgerät gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Es ist bekannt, ein Lichtsetzgerät aus einer mechanisch-elektrisch betätigten Laser-Belichtungseinrichtung und einer Elektronikeinheit zu bilden. Die Elektronikeinheit ist mit einer Stromversorgung versehen, wobei zumindest ein Netztransformator vorhanden ist und besitzt rotierende Massenspeicher sowie Lüfter für die Kühlung der Elektronik/ (DE- 33 18 311).

Die Laser-Belichtungseinrichtung weist neben einem mit ca. 12 000 bis 20 000 U/Min. Umlaufenden Spiegelkopf eine sich in Längsrichtung des Belichtungsweges erstreckende Gewindespindel auf, mittels der über eine Gewindemutter ein Schlitten für den Spindelmotor mit Spiegelkopf in Längsrichtung antreibbar ist. Der Antriebsmotor für die Gewindespindel besteht typischerweise aus einem Schrittmotor. Es hat sich nunmehr gezeigt, daß ein solcher Schrittmotor selbst nicht schwingungsfrei arbeitet und daß auch andere nur schwierig definierbare Schwingungsquellen vorhanden sind, die den drehenden Lauf des Spiegelkopfes stören, so daß die von dem Spiegelkopf abgelenkten Laser- Licht-Impulsstrahlen nicht genau genug (im Bereich von einigen µ- Metern) auf den auf einem Umfang von zumindest 270 Grad angeordneten Film (oder einer Filmbahn) auftreffen (DE 33 18 311).

Diese Abweichungen der Lichtimpulse können später nach Entwicklung des Films und nach Übertragung auf einen Druckzylinder zu unerwünschten Verzerrungen in der Bilddarstellung fuhren.

Der im Anspruch 1 angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde, Schwingungen der Laser-Belichtungseinrichtung und/oder der Elektronikeinheit zu beseitigen oder wenigstens erheblich zu dämpfen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 gelöst.

Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß Baugruppen der Elektronik keine Anregung zur Erzeugung von Schwingungen in der Laser-Belichtungseinrichtung mehr geben können und auch umgekehrt von der Mechanik keine solchen Schwingungen übertragen werden können, so daß Resonanzerscheinungen in beiden Bereichen vermieden werden. Ein besonders hervorzuhebender Zusatzeffekt besteht jedoch in der verbesserten Wartungsbehandlung der Elektronikeinheit, die ohne weiteres nunmehr von mehreren Seiten frei zugänglich ist, so daß schnellere Service-Leistungen durchgeführt werden können. Die Wartung findet zwar außerhalb des Betriebes statt. Dennoch verbessert die günstigere Zugänglichkeit eine schnelle Diagnose.

Der Hauptvorteil bleibt die schwingungsmäßige Entkopplung der Laser- Belichtungseinrichtung von der Elektronikeinheit. Diese Entkopplung ist bei Laser-Belichtern von sehr großer Bedeutung, weil Schwingungen, die aus den rotierenden Massenspeichern, den Lüftern der Elektronik und den Netztrafos herrühren, nicht mehr auf die hochempfindliche schreibende Mechanik der Laser-Belichtungseinrichtung eingekoppelt werden.

Ein weiterer Vorteil wird durch diese Gestaltung und durch ein wesentlich erleichtertes Aufstellen des Gesamtgerätes erreicht, da anstatt einer Einheit, die über ca. 200 kg wiegt, nun zwei Teileinheiten von jeweils ca. 100 kg vorhanden sind, wobei nur noch über eine Steckverbindung von fünf Steckern beide Einheiten miteinander elektrisch bzw. elektronisch verbunden werden müssen.

Die Handhabung der getrennten Einheiten wird außerdem dadurch erleichtert, daß die Elektronikeinheit mittels Rollen auf der Unterstützungsfläche verfahrbar ist.

Die Servicearbeiten werden außerdem dadurch begünstigt, daß die Kabel und Steckverbindungen auch bei ausgefahrener Elektronikeinheit in Wirkverbindung bleiben.

Die Betriebslage beider Einheiten wird vorteilhafterweise dadurch bestimmt, daß ein Rahmen der Laser-Belichtungseinrichtung einen Einschiebeweg für die Elektronikeinheit mittels linken und rechten Seitenwänden und einer Rückwand begrenzt.

Außerdem wird die Kompaktheit der beiden Einheiten dadurch gewahrt, daß der Rahmen der Laser-Belichtungseinrichtung bei eingefahrener Elektronikeinheit mittels einer Frontabdeckung verschlossen ist, wobei die Bedienungsfelder ausgenommen sind.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.

Es zeigen:

Fig. 1 eine Vorderansicht des vollständigen Lichtsetzgerätes aus Laser-Belichtungseinrichtung und Elektronikeinheit,

Fig. 2 eine Rückansicht des Lichtsetzgerätes gemäß Fig. 1,

Fig. 3 eine perspektivische Ansicht des Lichtsetzgerätes mit ausgefahrener Elektronikeinheit und

Fig. 4 eine Vorderansicht der geöffneten Elektronikeinheit.

Das Lichtsetzgerät besteht aus einer höher angeordneten mechanischelektrisch betätigten Laser-Belichtungseinrichtung 1 und einer darunter angeordneten Elektronikeinheit 2.

Die Elektronikeinheit 2 besitzt eine Stromversorgung 3 mit einem Netztransformator 4, Massenspeicher 5, und einem motorgetriebenen Lüfter 6 für die Kühlung der Elektronik. Ein Kabel 8 führt zu einem oder mehreren der Massenspeicher 5.

Die von den einzelnen Aggregaten ausgelösten Schwingungen können von dem jeweils anderen Geräteteil abgekoppelt werden, indem die Elektronikeinheit 2 von der Laser-Belichtungseinrichtung 1 eigenständig ist, d. h. mechanisch getrennt von der Laser-Belichtungseinrichtung 1. Die Trennung der Aggregate ist hierbei derart, daß die Elektronikeinheit 2 auf einer eigenen Unterstützungsfläche 7 aufsteht und daß die Elektronikeinheit 2 mittels Kabeln und Steckverbindungen 9 an die elektrisch bzw. elektronisch betriebenen Baueinheiten der Laser-Belichtungseinrichtung 1 angeschlossen ist (Fig. 4).

Die Elektronikeinheit 2 ist mittels Rollen 11 auf der Unterstützungsfläche 7 verfahrbar, was für Service-Arbeiten und für eine schnelle Diagnose besonders praktisch ist. Hierbei können die Kabel und die Steckverbindungen 9 auch bei ausgefahrener Elektronikeinheit 2mit Adapterkabeln in Wirkverbindung stehen.

Die Verbindung von Laser-Belichtungseinrichtung 1 und Elektronikeinheit 2 wird durch einen Rahmen 12 der Laser-Belichtungseinrichtung 1 in der Größe des Einschiebewegs für die Elektronikeinheit 2 gewährleistet.

An einem Rahmen 10 der Elektronikeinheit 2 sind die erwähnten Rollen 11 drehgelagert. Eine linke bzw. eine rechte Seitenwand 13a und eine Rückwand 13b bilden eine Führung für die Elektronikeinheit 2. Der Rahmen 12 der Laser-Belichtungseinrichtung 1 ist bei eingefahrener Elektronikeinheit 2 mittels einer Frontabdeckung 14 verschlossen, wobei die wechselbaren Speichermedien 15 weiterhin frei zugänglich sind.

Bezugszeichenliste

1 Belichtungseinrichtung

2 Elektronikeinheit

3 Stromversorgung

4 Netztransformator

5 Massenspeicher

6 motorgetriebener Lüfter

7 Unterstützungsfläche

8 Kabel

9 Steckverbindung

10 Rahmen der Elektronikeinheit

11 Rollen

12 Rahmen der Laser-Belichtungseinrichtung

13a linke bzw. rechte Seitenwand

13b Rückwand

14 Frontabdeckung

15 wechselbare Speichermedien


Anspruch[de]
  1. 1. Lichtsetzgerät, bestehend aus einer mechanisch-elektrisch betätigten Laser-Belichtungseinrichtung und einer Elektronikeinheit mit Stromversorgung und zumindest einem Netztransformator, ferner aus rotierenden Massenspeichern und Lüftern für die Kühlung der Elektronik, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektronikeinheit (2) eigenständig, nämlich mechanisch getrennt von der Laser-Belichtungseinrichtung (1) ist, daß die Elektronikeinheit (2) auf einer eigenen Unterstützungsfläche (7) aufsteht und daß die Elektronikeinheit (2) mittels Kabeln und Steckverbindungen (9) an die elektrisch oder elektronisch betriebenen Baueinheiten der Laser-Belichtungseinrichtung (1) angeschlossen ist.
  2. 2. Lichtsetzgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektronikeinheit (2) mittels Rollen (11) auf der Unterstützungsfläche (7) verfahrbar ist.
  3. 3. Lichtsetzgerät nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kabel und Steckverbindungen (9) auch bei ausgefahrener Elektronikeinheit (2) mit Adapterkabeln in Wirkverbindung bleiben.
  4. 4. Lichtsetzgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Rahmen (12) der Laser-Belichtungseinrichtung (1) einen Einschiebeweg für die Elektronikeinheit (2) mittels linken und rechten Seitenwänden (13a) und einer Rückwand (13b) begrenzt.
  5. 5. Lichtsetzgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (12) der Laser-Belichtungseinrichtung (1) bei eingefahrener Elektronikeinheit (2) mittels einer Frontabdeckung (14) verschlossen ist, wobei die wechselbaren Speichermedien (15) ausgenommen sind.






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