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Dokumentenidentifikation DE68912025T2 01.06.1994
EP-Veröffentlichungsnummer 0355609
Titel Druckmaschine ohne Farbmesser.
Anmelder Mitsubishi Jukogyo K.K., Tokio/Tokyo, JP;
Ryomei Engineering Co., Ltd., Hiroshima, JP
Erfinder Takafumi, Nakano c/o Mihara Machinery Works, Mihara-shi Hiroshima-ken, JP;
Akikazu, Seo c/o Mihara Machinery Works, Mihara-shi Hiroshima-ken, JP;
Hiromitsu, Soeda c/o Hiroshima Technical Inst., Nishi-ku Hiroshima-shi,Hiroshima-ken, JP;
Kazufumi, Sueoka c/o Ryomei Eng. Co.,Ltd, Hiroshima-shi Hiroshima-ken, JP
Vertreter Feiler, L., Dr.rer.nat.; Hänzel, W., Dipl.-Ing.; Kottmann, D., Dipl.-Ing, Pat.-Anwälte, 81675 München
DE-Aktenzeichen 68912025
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 10.08.1989
EP-Aktenzeichen 891148561
EP-Offenlegungsdatum 28.02.1990
EP date of grant 05.01.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.06.1994
IPC-Hauptklasse B41F 31/02

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Druckmaschine ohne Farbmesser, in der ein Feuchtwerk vorgesehen ist, mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruches 1.

Stand der Technik

Ein Beispiel einer Druckmaschine ohne Farbmesser aus dem Stand der Technik ist in den Figuren 13 bis 16 dargestellt. In Fig. 16, die einen allgemeinen Aufbau einer Druckmaschine ohne Farbmesser zeigt, bezeichnen die Bezugszeichen 1 einen Tintenbehälter bzw. -speicher, 2 eine Saugleitung, 3 eine Pumpe, 4 eine Zuführleitung, 5 eine Austrag- bzw. Ausflußdüse, 6 eine Tintenzuführ- Abstreichklinge bzw. -Rakel, 7 eine Farb- bzw. Auftragswalze, 8 eine Übertragungswalze, 9 eine Abstreich- bzw. Rakelwalze, 10 eine Anti-Hysterese-Abstreichklinge bzw. -Rakel, 11 und 12 Farbauftragswalzen, 13 ein Feuchtwerk, 14 eine Plattenwalze, 15 eine Druckwalze, 16 einen zu bedruckenden Papierbogen, 17 eine Tintenzuführleitung zum Zuführen von Tinte zum vorstehenden Tintenbehälter 1 und 18 ein Farb-Umlauf systein bzw. Farbwerk. Weiterhin bezeichnen in den Figuren 13 bis 15, die Details der vorstehenden Ausflußdüse 5 zeigen, die Bezugszeichen 20 einen Ausflußdüsen-Hauptkörper, welcher der vorstehenden Farb- bzw. Auftragswalze 7 unter Bildung eines dazwischenliegenden kleinen Spaltes gegenüberliegt, 20 (21) eine Abdeckung zum Schließen einer oberen Öffnung dieses Ausflußdüsen-Hauptkörpers 20, 22 , 22 an der Unterseite des Ausflußdüsen-Hauptkörpers 20 vorgesehene Einlaßleitungen bzw. Rohrstücke, 23 mehrere in der vorstehenden Abdeckung 21 vorgesehene Austragöffnungen, welche entlang der Axialrichtung der Farb- bzw. Auftragswalze 7 ausgerichtet sind, wobei Druckfarbe bzw. -tinte aus dem Tintenbehälter unter einem Druck in den Ausflußdüsen-Hauptkörper 20 der Ausflußdüse 5 über den Weg der Saugleitung 2 T Pumpe 3 T Zuführleitung 4 T Einlaßleitung 22 zugeführt wird und die unter Druck in den Ausflußdüsen-Hauptkörper 20 geförderte Farbe durch die jeweiligen Austragöffnungen 23 zur Farb- bzw. Auftragswalze 7, die sich mit einer geringen Geschwindigkeit dreht, gefördert und zugeführt wird. Dann dreht und bewegt sich die zur Farb- bzw. Auftragswalze 7 geförderte und dieser zugeführte Druckfarbe zusammen mit der Farb- bzw. Auftragswalze 7 zur Farb-Abstreichklinge bzw. -Ragel 6, wird beim Durchlaufen durch den kleinen Spaltabstand zwischen der Farb- bzw. Auftragswalze 7 und der Farb- Abstreichklinge bzw. -Rakel 6 in einer bestimmten Dicke eingestellt, und überschüssige Druckfarbe tropft herab und kehrt zum Tintenbehälter 1 zurück. Andererseits wird die Druckfarbe, die durch den kleinen Spaltabstand zwischen der Farb- bzw. Auftragswalze 7 und der Farb-Abstreichklinge bzw. -Rakel 6 hindurchgetreten ist, zur Übertragungswalze 8 übertragen, die sich unter Berührung mit der Farb- bzw. Auftragswalze 7 mit einer hohen Geschwindigkeit dreht, und wird nachfolgend über den Weg der Abstreichwalze (die Abstreichwalze besitzt einen Farbfilm gleichmäßiger Dicke, der auf dieser durch die Anti-Hysterese-Abstreichklinge bzw. -Rakel 10 gebildet wurde) 9 T die Farb-Auftragswalzen 11 und 12 der Plattenwalze 14 zugeführt. Zusätzlich wird der Plattenwalze 14 zu diesem Zeitpunkt Befeuchtungswasser vom Feuchtwerk 13 zugeführt. An einem Muster- bzw. Druckabschnitt dieser Plattenwalze 14 haftet die Druckfarbe an, während an einem nicht gemusterten bzw. Nicht- Druckabschnitt Befeuchtungswasser anhaftet, wodurch ein vorbestimmtes Farbschichtbild gebildet wird, das über die Druckwalze 15 auf den zu bedruckenden Bogen 16 übertragen wird, und somit ein Druck erzeugt wird.

Die Druckmaschine ohne Farbmesser gemäß dem vorstehend anhand der Figuren 13 bis 16 beschriebenen Stand der Technik wies jedoch die folgenden Probleme auf. Das bedeutet, daß in der durch die Anti-Hysterese- Abstreichklinge bzw. -Rakel 10 abgestrichene und in den Tintenbehälter 1 tropfende Druckfarbe Befeuchtungswasser von etwa 20 bis 30 % enthalten ist, so daß außer der über eine Farbzuführleitung 17 zugeführten frischen Farbe bzw. Tinte auch Befeuchtungswasser in den Farbbehälter 1 gelangt. Da das Befeuchtungswasser ein geringeres spezifisches Gewicht wie die Druckfarbe aufweist, schwimmen sehr feine Wassertröpfchen des Befeuchtungswassers im Tintenbehälter 1 durch die im Tintenbehälter 1 enthaltene Druckfarbschicht nach oben, sammeln sich an der Oberfläche der Druckfarbe und werden zu isoliertem Wasser. Dieses isolierte Wasser besitzt eine geringere Viskosität als die Druckfarbe, weshalb es leichter fließt, und somit bevorzugt durch ein Farbumlaufsystem 18 strömt, und es sogar nach dessen Zuführung durch die Ausflußdüse 5 kaum an der Farb- bzw. Auftragswalze 7 anhaftet (dessen Oberfläche ist mit einem Farbfilm bedeckt und besitzt eine starke lipophile Eigenschaft), sondern tropft wiederum in den Tintenbehälter 1 zurück. Folglich bestand ein Problem darin, daß das isolierte Wasser wiederholt durch das Farbumlaufsystem 18 zirkulierte und sich allmählich ansammelte. Überschreitet die Ansammlung eine vorbestimmte Grenze, ist die Anhaftungsmenge der Farbe an der Farb- bzw. Auftragswalze 7 unzureichend oder eine Übertragung von Farbe zur Übertragungswalze 8 ist nicht mehr gut, was zu einer Verringerung einer Drucktiefe führt.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung wurde angesichts des vorstehend beschriebenen Problems beim Stand der Technik geschaffen, und es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte Druckmaschine ohne Farbmesser zu schaffen, die eine Verringerung einer Drucktiefe aufgrund einer Ansammlung von Befeuchtungswasser in der Druckfarbe verhindern kann.

Gemäß einem Merkmal der vorliegenden Erfindung wird eine neue Druckmaschine ohne Farbmesser geschaffen, in der ein Feuchtwerk vorgesehen ist, einschließlich einer Auflußdüse, die einer Farb- bzw. Auftragswalze gegenüberliegend angeordnet ist und die mehrere parallel zueinander in Axialrichtung der Farb- bzw. Auftragswalze ausgerichtete Austragöffnungen aufweist, so daß durch ein Farb-Umlaufsystem bzw. ein Farbwerk zirkulierende Druckfarbe durch die jeweiligen Austragöffnungen der Ausflußdüse zur Farb- bzw. Auftragswalze geliefert und dieser zugeführt werden kann, wobei Farb-Ausfluß- bzw. Ablauföffnungen zum Herausfließenlassen von in der Ausflußdüse befindlicher Druckfarbe mit einem höheren Feuchtigkeitsgehaltsanteil aus der Ausflußdüse an einer höheren Position als jede der Austragöffnungen in der Ausflußdüse vorgesehen sind. Vorzugsweise umfaßt die vorstehend beschriebene Druckmaschine ohne Farbmesser einen Rückgewinnungs- bzw. Abfangbehälter zum Rückgewinnen von aus den Ablauföffnungen herausfließender Druckfarbe. Weiterhin umfaßt die zuvor beschriebene Druckmaschine ohne Farbmesser vorzugsweise eine an einer Position zwischen dem Rückgewinnungs- bzw. Abfangbehälter und der Ablauföffnung befindliche Rückfluß- bzw. Überströmöffnung zum Zurückführen von Druckfarbe zum Farb-Umlaufsystem bzw. Farbwerk.

Gemäß der vorliegenden Erfindung, da die Druckmaschine ohne Farbmesser auf vorstehend beschriebene Weise aufgebaut ist und da dann, wenn ein Flüssigkeitsgemisch bestehend aus Druckfarbe und isoliertem Wasser in die Ausflußdüse eingeströmt ist, ein Flüssigkeitsgemischanteil mit einem hohen Feuchtigkeitsgehaltsanteil eine obere Schicht einnimmt, während ein Flüssigkeitsgemischanteil mit einem geringen Feuchtigkeitsgehaltsanteil eine untere Schicht einnimmt, wird das Flüssigkeitsgemisch mit einem geringen Feuchtigkeitsgehaltsanteil durch die jeweiligen Austragöffnungen zur Farb- bzw. Auftragswalze geliefert und dieser zugeführt, während das Flüssigkeitsgemisch mit einem hohen Feuchtigkeitsgehaltsanteil durch die Farb-Ausfluß- bzw. -Ablauföffnung in den Rückgewinnungs- bzw. Abfangbehälter ausströmt, um nach außen aus dem Farb- Umlaufsystem bzw. Farbwerk ausgetragen zu werden. Entsprechend wird es nie auftreten, daß isoliertes Wasser wiederholt durch das Farb-Umlaufsystem bzw. Farbwerk zirkuliert und sich allmählich ansammelt. Somit besteht ein Vorteil, daß eine Verringerung einer Drucktiefe verhindert werden kann.

Die vorstehenden und weiteren Aufgaben, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen noch deutlicher.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

In den beigefügten Zeichnungen zeigen:

Fig. 1 eine Vorderansicht einer bevorzugten Ausführungsform einer Ausflußdüse in einer Druckmaschine ohne Farbmesser gemäß der vorliegenden Erfindung,

Fig. 2 eine Seitenansicht derselben,

Fig. 3 eine senkrechte Seitenschnittansicht derselben, geschnitten entlang der Linie III-III in Fig. 1 und gesehen in Richtung der Pfeile,

Fig. 4 eine senkrechte Seitenschnittansicht derselben entlang der Linie IV-IV in Fig. 1,

Fig. 5 eine Vorderansicht einer anderen bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung,

Fig. 6 eine Seitenansicht derselben,

Fig. 7 eine senkrechte Seitenschnittansicht derselben, geschnitten entlang der Linie VII-VII in Fig. 5 und gesehen in Richtung der Pfeile,

Fig. 8 eine senkrechte Seitenschnittansicht derselben, geschnitten entlang der Linie VIII-VIII in Fig. 5 und gesehen in Richtung der Pfeile,

Fig. 9 eine Vorderansicht einer noch weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung,

Fig. 10 eine Seitenansicht derselben,

Fig. 11 eine senkrechte Seitenschnittansicht geschnitten, entlang der Linie XI-XI in Fig. 9 und gesehen in Richtung der Pfeile,

Fig. 12 eine senkrechte Seitenschnittansicht geschnitten, entlang der Linie XII-XII in Fig. 9 und gesehen in Richtung der Pfeile,

Fig. 13 eine Vorderansicht einer Ausflußdüse gemäß dem Stand der Technik,

Fig. 14 eine Seitenansicht derselben,

Fig. 15 eine senkrechte Seitenschnittansicht geschnitten, entlang der Linie XV-XV in Fig. 13 und gesehen in Richtung der Pfeile und

Fig. 16 eine Seitenansicht einer gesamten Druckmaschine ohne Farbmesser.

BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN

Gemäß den Figuren 1 bis 4, die eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigen, ist mit dem Bezugzeichen 30 ein Ausflußdüsen-Hauptkörper einer Ausflußdüse, die einer Farb- bzw. Auftragswalze 7 unter Bildung eines dazwischenliegenden kleinen Spaltabstandes gegenüberliegend angeordnet ist, bezeichnet. Bezugszeichen 31 bezeichnet eine Abdeckung zum Schließen einer oberen Öffnung dieses Ausflußdüsen-Hauptkörpers 30, 32, 32 bezeichnen Einlaß- bzw. Zuleitungsrohre, die an der Unterseite des Auflußdüsen-Hauptkörpers vorgesehen sind, 33 bezeichnet mehrere Austragöffnungen, die in der Vorderwand der vorstehend erwähnten Abdeckung 31 vorgesehen und in einer Reihe entlang der Axialrichtung der Farb- bzw. Auftragswalze 7 ausgerichtet sind. Bezugszeichen 34 bezeichnet eine Farb-Ablauf- bzw. -Abflußöffnung, die im Mittelbereich der Rückwand der Abdeckung 31 vorgesehen ist, 38, 38 bezeichnen Farb-Ablauföffnungen, die an den jeweiligen Seitenbereichen der Rückwand der Abdeckung 31 vorgesehen sind, wobei diese Farb-Ablauföffnungen 34, 38, 38 an einer höher gelegenen Position wie jede der Austragöffnungen 33 angeordnet sind. Bezugszeichen 35 bezeichnet einen Rückgewinnungs- bzw. Abfangbehälter, der an der Rückseite der Abdeckung 31 in Gegenüberstellung zu der Farb-Ablauföffnung 34 im Mittelbereich vorgesehen ist, 36 bezeichnet eine zwischen dem Rückgewinnungs- bzw. Abfangbehälter 35 und der Farb-Ablauföffnung 34 des Ausflußdüsen-Hauptkörpers 30 vorgesehene Rückfluß- bzw. Überströmöffnung, 37 bezeichnet eine an der Unterseite des Rückgewinnungsbehälters 35 vorgesehene Flüssigkeits- Ausströmöffnung, 39 bezeichnet an der Rückseite der Abdeckung 31 in Gegenüberstellung zu den Farb- Ablauföffnungen 38 an den jeweiligen Seitenabschnitten vorgesehene Rückgewinnungs- bzw. Abfangbehälter, 40 bezeichnet zwischen den Rückgewinnungsbehältern 39 und den Farb-Ablauföffnungen 38 des Ausflußdüsen-Hauptkörpers 30 vorgesehene Rückfluß- bzw. Überströmöffnungen und 41 bezeichnet an der Unterseite der Rückgewinnungsbehälter 39 vorgesehene Flüssigkeits-Ausströmöffnungen.

Nun wird der Betrieb der in den Figuren 1 bis 4 gezeigten Druckmaschine ohne Farbmesser genauer erläutert werden. Ein Flüssigkeitsgemisch bestehend aus Druckfarbe und isoliertem Wasser strömt von den Einlaß- bzw. Zuleitungsrohren 32, 32 durch den Ausflußdüsen-Hauptkörper 30 in die Abdeckung 31. Dabei nimmt ein Flüssigkeitsgemisch mit einem hohen Feuchtigkeitsgehaltsanteil eine obere Schicht ein, während ein Flüssigkeitsgemisch mit einem niedrigen Feuchtigkeitsgehaltsanteil eine untere Schicht einnimmt. Daher wird das Flüssigkeitsgemisch mit einem niedrigen Feuchtigkeitsgehaltsanteil durch die jeweiligen Austragöffnungen 33 zur Farb- bzw. Auftragswalze 7 geliefert und dieser zugeführt und andererseits strömt das Flüssigkeitsgemisch mit einem hohen Feuchtigkeitsgehaltsanteil durch die Farb-Ablauföffnung 34 im Mittelbereich und die Farb-Ablauföffnungen 38, 38 an den jeweiligen Seitenbereichen heraus in die jeweiligen Rückgewinnungs- bzw. Abfangbehälter 35, 39 bzw. 39. Weiterhin wird von dem Flüssigkeitsgemisch mit einem hohen Feuchtigkeitsgehaltsanteil, das in die Rückgewinnungsbehälter 35, 39, 39 herausgeströmt ist, ein Flüssigkeitsgemisch mit einem verhältnismäßig niedrigen Feuchtigkeitsgehaltsanteil herabtropfen und durch die Rückfluß- bzw. Überströmöffnungen 36, 40, 40 in einen Tintenbehälter (siehe den Tintenbehälter 1 in Fig. 16) zurückströmen und das verbleibende Flüssigkeitsgemisch mit einem verhältnismäßig hohen Feuchtigkeitsgehaltsanteil wird durch die Flüssigkeits-Ausströmöffnungen 37, 41, 41 zur Außenseite des Farb-Umlaufsystems bzw. Farbwerks ausgetragen.

Als nächstes wird eine Druckmaschine ohne Farbmesser gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung anhand der Figuren 5 bis 8 beschrieben werden. In diesen Figuren bezeichnet Bezugszeichen 50 einen Ausflußdüsen-Hauptkörper einer Ausflußdüse, die unter Bildung eines dazwischenliegenden kleinen Spaltabstands einer Farb- bzw. Auftragswalze 7 gegenüberliegend angeordnet ist. Bezugszeichen 51 bezeichnet ein an der Unterseite der Mitte des Ausflußdüsen-Hauptkörpers 50 vorgesehenes Einlaß- bzw. Zuleitungsrohr, 52 bezeichnet mehrere in der Vorderwand des Ausflußdüsen-Hauptkörpers 50 vorgesehene Austragöffnungen, wobei die jeweiligen Austragöffnungen 52 in einer Reihe entlang der Axialrichtung der Farb- bzw. Auftragswalze 7 ausgerichtet sind. Zusätzlich bezeichnen die Bezugszeichen 53 eine im Mittelbereich der Rückwand des Ausflußdüsen- Hauptkörpers 50 vorgesehene Farb-Ablauf bzw. Abflußöffnung, 57, 57 an den jeweiligen Seitenbereichen der Rückwand des Ausflußdüsen-Hauptkörpers 50 vorgesehene Farb- Ablauföffnungen und 61, 61 in den jeweiligen Seitenwänden des Ausflußdüsen-Hauptkörpers vorgesehene Farb- Ablauföffnungen, wobei diese Farb-Ablauf- bzw. Abflußöffnungen 53, 57, 57, 61, 61 an höher gelegenen Positionen als die jeweiligen Austragöffnungen 33 angeordnet sind. Zusätzlich bezeichnen die Bezugszeichen 54 einen an der Rückseite des Ausflußdüsen-Hauptkörpers 50 in Gegenüberstellung zu der Farb-Ablauföffnung 53 im Mittelbereich vorgesehenen Rückgewinnungs- bzw. Abfangbehälter, 55 eine zwischen dem Rückgewinnungsbehälter 54 und der Farb-Ablauföffnung 53 des Ausflußdüsen- Hauptkörpers 50 vorgesehene Rückfluß- bzw. Überströmöffnung, 56 eine an der Unterseite des Rückgewinnungsbehälters 54 vorgesehene Flüssigkeits- Ausströmöffnung, 58 weitere Rückgewinnungsbehälter, die an der Rückseite des Ausflußdüsen-Hauptkörpers 50 in Gegenüberstellung zu den Farb-Ablauföffnungen 57 in den jeweiligen Seitenbereichen vorgesehen sind, 59 zwischen den Rückgewinnungsbehältern 58 und den Farb-Ablauföffnungen 57 des Ausflußdüsen-Hauptkörpers 50 vorgesehene Rückfluß- bzw. Überströmöffnungen, 60 Flüssigkeits-Ausströmöffnungen an der Unterseite der Rückgewinnungsbehälter 58, 62 an den jeweiligen Seitenwänden des Ausflußdüsen-Hauptkörpers 50 in Gegenüberstellung zu den Farb-Ablauföffnungen 61 vorgesehene Rückgewinnungsbehälter, 63 zwischen den Rückgewinnungsbehältern 62 und den Farb-Ablauföffnungen 61 des Ausflußdüsen-Hauptkörpers 50 vorgesehene Rückfluß- bzw. Überströmöffnungen und 64 an der Unterseite der Rückgewinnungsbehälter 62 vorgesehene Flüssigkeits- Ausströmöffnungen.

Nun wird die Funktion der in den Figuren 5 bis 8 gezeigten Druckmaschine ohne Farbmesser genauer erläutert. Ein Flüssigkeitsgemisch bestehend aus Druckfarbe und isoliertem Wasser strömt durch das Einlaß- bzw. Zuleitungsrohr 51 in den Ausflußdüsen-Hauptkörper 50. Da ein Flüssigkeitsgemisch mit einem hohen Feuchtigkeitsgehaltsanteil eine obere Schicht einnimmt, während ein Flüssigkeitsgemisch mit niedrigem Feuchtigkeitsgehaltsanteil eine untere Schicht einnimmt, wird dabei das Flüssigkeitsgemisch mit einem niedrigen Feuchtigkeitsgehaltsanteil durch die jeweiligen Austragöffnungen 52 zu der Farb- bzw. Auftragswalze 7 geliefert und dieser zugeführt, während das Flüssigkeitsgemisch mit einem hohen Feuchtigkeitsgehaltsanteil durch die Farb-Ablauföffnung 53 im Mittelbereich, die Farb-Ablauföffnungen 57 und 57 an den jeweiligen Seitenbereichen und die Farb-Ablauföffnungen 61 und 61 an den jeweiligen Endbereichen in die Rückgewinnungsbehälter 54, 58, 58, 62 und 62 herausströmt. Von dem Flüssigkeitsgemisch mit einem hohen Feuchtigkeitsgehaltsanteil, das in die Rückgewinnungsbehälter 54, 58, 58, 63 und 63 herausgeströmt ist, wird weiterhin ein Flüssigkeitsgemisch mit einem verhältnismäßig niedrigen Feuchtigkeitsgehaltsanteil herabtropfen und durch die Rückfluß- bzw. Überströmöffnungen 55, 59, 59, 63 und 63 in den Farbbehälter (siehe den Farbbehälter 1 in Fig. 16) zurückkehren und das verbleibende Flüssigkeitsgemisch mit einem verhältnismäßig hohen Feuchtigkeitsgehaltsanteil wird über die Flüssigkeits-Ausströmöffnungen 56, 59 (60), 59 (60), 64 und 64 der Rückgewinnungsbehälter 54, 58, 58, 62 und 62 nach außen aus dem Farb-Umlaufsystem bzw. Farbwerk ausgetragen.

Nun wird anhand der Figuren 9 bis 12 eine Druckmaschine ohne Farbmesser gemäß einer noch weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung beschrieben werden. In diesen Figuren ist mit Bezugszeichen 70 ein Ausflußdüsen-Hauptkörper einer Ausflußdüse bezeichnet, der unter Bildung eines dazwischenliegenden kleinen Spaltabstandes einer Farb- bzw. Auftragswalze 7 gegenüberliegend angeordnet ist. Es bezeichnen die Bezugszeichen 71 eine Abdeckung zum Schließen einer oberen Öffnung des Ausflußdüsen-Hauptkörpers 70, 72 ein an der Unterseite eines Endbereichs des Ausflußdüsen-Hauptkörpers vorgesehenes Einlaß- bzw. Zuleitungsrohr, 73 mehrere in der Vorderwand der vorstehend erwähnten Abdeckung 71 vorgesehene Austragöffnungen, wobei diese jeweiligen Austragöffnungen in eine Reihe entlang der Axialrichtung der Farb- bzw. Auftragswalze ausgerichtet sind. Zusätzlich bezeichnen die Bezugszeichen 74 eine in einem Endbereich der Rückwand der vorstehend erwähnten Abdeckung 71 vorgesehene Farb-Ablauf- bzw. Abflußöffnung, 78 eine weitere Farb-Ablauföffnung, die in dem anderen Endbereich der Rückwand der Abdeckung 71 vorgesehen ist, 82 eine noch weitere Farb-Ablauföffnung, die in der Endwand am anderen Ende der Abdeckung 71 vorgesehen ist, wobei diese Farb- Ablauföffnungen 74, 78 und 82 an höheren Positionen angeordnet sind als jede der vorstehend erwähnten Farb- Austragöffnungen 73. Es bezeichnen die Bezugszeichen 75 einen an der Rückseite der vorstehend erwähnten Abdeckung 71 in Gegenüberstellung zu der Farb-Ablauföffnung 74 vorgesehenen Rückgewinnungs- bzw. Abfangbehälter, 76 eine zwischen diesem Rückgewinnungsbehälter 75 und der Farb- Ablauföffnung 74 des Ausflußdüsen-Hauptkörpers 70 vorgesehene Rückfluß- bzw. Überströmöffnung, 77 eine an der Unterseite bzw. dem Boden des Rückgewinnungsbehälters 75 vorgesehene Flüssigkeits-Ausströmöffnung, 79 einen weiteren an der Rückseite der vorstehend erwähnten Abdeckung 71 in Gegenüberstellung zu der Farb-Ablauföffnung 78 vorgesehenen Rückgewinnungsbehälter, 80 eine zwischen dem Rückgewinnungsbehälter 79 und der Farb-Ablauföffnung 78 des Ausflußdüsen-Hauptkörpers 70 vorgesehene Rückfluß- bzw. Überströmöffnung, 81 eine an der Unterseite bzw. dem Boden des Rückgewinnungsbehälters 79 vorgesehene Flüssigkeits- Ausströmöffnung, 83 einen in der Abdeckung 71 in Gegenüberstellung zu der vorstehend erwähnten Farb- Ablauföffnung 82 vorgesehenen Rückgewinnungsbehälter, 84 eine zwischen dem Rückgewinnungsbehälter 83 und der Farb- Ablauföffnung 80 des Ausflußdüsen-Hauptkörpers 70 vorgesehene Rückfluß- bzw. Überströmöffnung und 85 eine an der Unterseite bzw. dem Boden des Rückgewinnungsbehälters 83 vorgesehene Flüssigkeits-Ausströmöffnung.

Als nächstes wird der Betrieb bzw. die Funktion der in den Fig. 9 bis 12 dargestellten Druckmaschine ohne Farbmesser genauer beschrieben werden. Ein aus Druckfarbe und isoliertem Wasser bestehendes Flüssigkeitsgemisch strömt von dem Einlaß- bzw. Zuleitungsrohr 72 durch das Innere des Ausflußdüsen-Hauptkörpers 50 in die Abdeckung 71. Da ein Flüssigkeitsgemisch mit einem hohen Feuchtigkeitsgehaltsanteil eine obere Schicht einnimmt, während ein Flüssigkeitsgemisch mit einem niedrigen Feuchtigkeitsgehaltsanteil eine untere Schicht einnimmt, wird daher das Flüssigkeitsgemisch mit einem niedrigen Feuchtigkeitsgehaltsanteil über die jeweiligen Austragöffnungen 73 zu der Farb- bzw. Auftragswalze geliefert und dieser zugeführt, während das Flüssigkeitsgemisch mit einem hohen Feuchtigkeitsgehaltsanteil durch die Farb-Ablauföffnung 74 am einen Endbereich und die Farb-Ablauföffnungen 78 und 82 am anderen Endbereich in die Rückgewinnungsbehälter 75, 79 und 83 herausströmt. Von dem Flüssigkeitsgemisch mit einem hohen Feuchtigkeitsgehaltsanteil, das in die Rückgewinnungsbehälter 75, 79 und 83 herausgeströmt ist, wird weiterhin ein Flüssigkeitsgemisch mit einem verhältnismäßig niedrigen Feuchtigkeitsgehaltsanteil herabtropfen und durch die Rückfluß- bzw. Überströmöffnungen 76, 80 und 84 zum Tintenbehälter (siehe den Tintenbehälter 1 in Fig. 16) zurückkehren und das verbleibende Flüssigkeitsgemisch mit einem verhältnismäßig hohen Feuchtigkeitsgehaltsanteil wird durch die Flüssigkeits-Ausströmöffnungen 77, 81 und 85 der jeweiligen Rückgewinnungsbehälter 75, 79 und 83 nach außen aus dem Farb-Umlaufsystem bzw. Farbwerk ausgetragen.

Aus der vorstehenden Beschreibung geht hervor, daß bei der Druckmaschine ohne Farbmesser gemäß der vorliegenden Erfindung aufgrund der Tatsache, daß von einem in eine Ausflußdüse eingeströmten und aus Druckfarbe und isoliertem Wasser bestehenden Flüssigkeitsgemisch ein Flüssigkeitsgemisch mit einem hohen Feuchtigkeitsgehaltsanteil eine obere Schicht einnimmt, während ein Flüssigkeitsgemisch mit einem niedrigen Feuchtigkeitsgehaltsanteil eine untere Schicht einnimmt, das Flüssigkeitsgemisch mit einem niedrigen Feuchtigkeitsgehaltsanteil durch die jeweiligen Austragöffnungen zur Farb- bzw. Auftragswalze geliefert und dieser zugeführt wird, während das Flüssigkeitsgemisch mit einem hohen Feuchtigkeitsgehaltsanteil durch die Farb- Ablauföffnungen in die Rückgewinnungsbehälter herausströmt. Entsprechend kann es nie passieren, daß isoliertes Wasser wiederholt durch das Farb-Umlauf system bzw. Farbwerk zirkuliert und sich allmählich ansammelt, wobei dabei ein Vorteil darin besteht, daß eine Verringerung einer Drucktiefe verhindert werden kann.


Anspruch[de]

1. Eine Druckmaschine ohne Farbmesser, in der ein Feuchtwerk vorgesehen ist, mit einer Ausfluß bzw. Zuführdüse, die einer Farb- bzw. Auftragswalze gegenüberliegend angeordnet ist und die mehrere parallel zueinander in Axialrichtung der Farb- bzw. Auftragswalze ausgerichtete Austragöffnungen (33) aufweist, so daß durch ein Farb-Umlaufsystem bzw. ein Farbwerk zirkulierende Druckfarbe durch die jeweiligen Austragöffnungen (33) der Ausflußdüse zur Farb- bzw. Auftragswalze geliefert und dieser zugeführt werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß Farb-Ausfluß- bzw. Ablauföffnungen (34,38,53,57,61,74,78,82) zum Herausfließen lassen von in der Ausflußdüse befindlicher Druckfarbe mit einem höheren Feuchtigkeitsgehaltsanteil aus der Ausflußdüse an einer höheren Position als jede der Austragöffnungen (33) in der Ausflußdüse vorgesehen sind.

2. Eine Druckmaschine ohne Farbmesser gemäß Anspruch 1, die einen Rückgewinnungs- bzw. Abfangbehälter (35,39,54,58,62,75,79,83) zum Rückgewinnen von aus der Farb-Ausfluß- bzw. Ablauföffnung (34,38,53,57,61,74,78,82) herausfließender Druckfarbe aufweist.

3. Eine Druckmaschine ohne Farbmesser gemäß Anspruch 1, die eine an einer Position zwischen dem Rückgewinnungs- bzw. Abfangbehälter (35,39,54,58,62,75,79,83) und der Farb-Ausfluß- bzw. Ablauföffnung (34,38,53,57,61,74,78,82) befindliche Rückfluß- bzw. Überströmöffnung (36,40,55,59,63,76,80,84) zum Zurückführen von Druckfarbe zum Farb-Umlaufsystem bzw. Farbwerk umfaßt.







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