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Dokumentenidentifikation DE4334644A1 09.06.1994
Titel Notfallkarte und Verfahren zu deren Herstellung
Anmelder Sabeco Notfallkarten GmbH, 65375 Oestrich-Winkel, DE
Erfinder Boersch, Cornelius, 65375 Oestrich-Winkel, DE
Vertreter Kayser, C., Dipl.-Geol., Pat.-Anw., 59065 Hamm
DE-Anmeldedatum 12.10.1993
DE-Aktenzeichen 4334644
Offenlegungstag 09.06.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.06.1994
IPC-Hauptklasse B42D 15/10
IPC-Nebenklasse G09F 1/00   G09F 7/00   B32B 33/00   
IPC additional class // B42D 111:00,115:00,109:00  
Zusammenfassung Ein Verfahren zur Herstellung einer Notfallkarte umfaßt die Schritte der Verkleinerung einer auf einem Formblatt aufgebrachten Information, das Aufbringen der verkleinerten Information auf ein Trägermaterial und das Überdecken von Informationsträger und Trägermaterial mit einer Schutzschicht. Die so hergestellte Notfallkarte weist auf einer Kartenfläche einen Mikrochip auf.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Notfallkarten aus Pappe, Kunststoff oder dgl., die auf zumindest einer Seite eine lesbare Information tragen sowie eine nach diesem Verfahren hergestellte Notfallkarte.

Aus DE-OS 23 06 882 ist eine Informationskarte mit für die Gesundheit betreffende Information bekannt, bei der die Informationen auf einem Mikrofilmabschnitt von kleiner Größe enthalten sind. Dieser kleine Mikrofilmabschnitt wird in eine entsprechend kleine Öffnung zwischen zwei Seiten eines umgefalteten Papierblattes fest eingesetzt.

Bei dem Verfahren, das aus dem vorstehend genannten Stand der Technik mittelbar bekannt ist, muß ein mit einer Öffnung versehenes Papierblatt in vorgeschriebener Weise umgefaltet werden, um den Informationsträger in Form eines Mikrofilms in die Karte einzusetzen. Dies ist ein umständlicher Verfahrensschritt, der-leicht zu Fehlern in der Verarbeitung führen kann, die darin begründet sind, daß die übereinanderliegenden Öffnungshälften sich nicht decken und somit den Mikrofilm nicht in geeigneter Weise aufnehmen können. Zudem ist ein solcher Verfahrensschritt zeitaufwendig und führt daher zu einer geringen Produktionsleistung und damit verbundenen höheren Kosten.

Aus dem Gebrauchsmuster DE 80 30 534.6 ist ein Gesundheitspaß bekannt, der auf einer Kartenseite unter einer Klarsichtfolie ein oder mehrere ohne Hilfsmittel lesbare Datenblätter vorsieht. Die Datenblätter sind normal beschriftet, mit Schreibmaschine oder per Hand, und können daher nur sehr wenig Information aufnehmen.

Aus DE 42 24 011 A1 ist eine Karte mit Informationsträger und ein Verfahren zu deren Herstellung bekannt. In diesem Stand der Technik wird offenbart, daß eine auf einem Formblatt aufgebrachte Information autochromatisch abfotografiert und das seitenverkehrte Negativ in eine Öffnung einer Kartenfläche eingepaßt wird.

Für die Herstellung einer Notfallkarte im Scheckkartenformat ist aber von Nachteil, ein Formblatt in Scheckkartengröße oder kleiner auszufüllen, da die Informationen auf dem Formblatt kompakt sind und bei kleinem Maßstab Eintragfehler aufgrund stumpfer Schreibgeräte, zittriger Hände oder dgl. nicht zu vermeiden sind.

Die Informationen auf dem Formblatt sind für den Notarzt zur Erstversorgung zwar ausreichend, bei der späteren Einlieferung in einer Klinik reichen sie doch für eine umfassende ärztliche Versorgung nicht aus.

Aus diesem Grunde ist die Aufgabe der Erfindung ein Verfahren zu schaffen, mit dem eine auf einem beliebig großen Formblatt aufgebrachte Information auf eine Notfallkarte übertragen werden kann und eine nach dem Verfahren hergestellte Notfallkarte zu schaffen, die zusätzlich zu der Information auf dem Formblatt eine für eine umfassende ärztliche Versorgung in einer Klinik oder dgl. notwendige Informationen enthält.

Die Aufgabe wird durch das Verfahren gemäß Anspruch 1 und durch die Notfallkarte gemäß Anspruch 13 gelöst.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen 2-12 und 14 angeführt.

Eine Ausführungsform der Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigt

Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Karte gemäß der vorliegenden Erfindung,

Fig. 2 einen schematischen Längsschnitt durch die Karte auf der Linie I-I in Fig. 1.

In Fig. 1 ist die Draufsicht einer Karte 1 dargestellt. Die Karte 1 weist auf einer Kartenfläche 1&min;, 1&min;&min; einen Bereich 3 auf, auf dem ein Informationsträger 5 angeordnet ist. Der Bereich 3 beträgt im vorliegenden Ausführungsbeispiel etwa 30-50% der Kartenfläche 1&min;, 1&min;&min;, kann aber in anderen Ausführungsformen je nach Bedarf auch 10-90% der Kartenfläche einnehmen. Je nach Informationsträger, kann dieser Bereich als Öffnung ausgebildet sein, z. B. wenn der Informationsträger 5 ein Filmnegativ oder ein Mikrofilm ist, oder einfach als freie Fläche vorliegen, auf die ein Informationsträger aufgeklebt, aufkopiert, eingescannt oder mit Laser aufgebracht werden kann.

Zusätzlich zu dem Bereich 3 für den Informationsträger 5 ist auf der Kartenfläche 1&min;, 1&min;&min; ein Mikrochip 9 aufgebracht. In der vorliegenden Ausführungsform ist zu diesem Zweck in einer Kartenfläche 1&min; eine Aussparung vorgesehen, in die der Mikrochip 9 eingesetzt ist, so daß seine Oberfläche mit der Oberfläche der Kartenfläche 1&min; fluchtet.

Im vorliegenden Ausführungsbeispiel liegt die Kartenfläche 1&min;, 1&min;&min; aus festem Karton oder Kunststoff in einem gängigen Kreditkartenformat von etwa 54×86 mm vor. Die erfindungsgemäße Karte kann aber in anderen Ausführungsformen auch andere Formate für ihre Kartenfläche aufweisen. So kann die Länge etwa 80-90 mm und die Breite etwa 50-60 mm betragen.

In Fig. 2 ist ein Längsschnitt durch die erfindungsgemäße Karte 1 auf der Linie I-I in Fig. 1 dargestellt. Die Kartendicke ist zur besseren Darstellung stark vergrößert. Anhand der Darstellung in Fig. 2 läßt sich die Herstellung der erfindungsgemäßen Karte beschreiben. Ein gemäß Beispiel 1 vorliegendes Formblatt in DIN A4, DIN A5 oder einem beliebigen mit Bleistift, Kugelschreiber oder dgl. deutlich beschreibbaren Format wird zunächst mit personenbezogenen Informationen versehen. Das mit der Information versehene Formblatt wird dann in seinem Maßstab auf eine der Notfallkartengröße angepaßte Größe reduziert. Im vorliegenden Beispiel wird das Formblatt in seinem Maßstab auf eine solche Größe reduziert, daß es in den Bereich 3 eingefügt bzw. auf dem Bereich 3 aufgebracht werden kann. Anschließend wird über eine Kartenfläche 1&min; oder über beide Kartenflächen 1&min; und 1&min;&min; eine Schutzschicht 7 aufgebracht.

Die Maßstabsverkleinerung des Formblatts kann durch elektrofotografisches Kopieren auf einem normalen Kopiergerät durchgeführt werden. In diesem Fall wird das entsprechend verkleinerte Formblatt anschließend auf dem Bereich 3 aufgeklebt.

Die Maßstabsverkleinerung kann auch durch einen Scanner erfolgen, wobei die durch den Scanner verkleinerte Information entweder an eine Druckeinrichtung weitergeleitet und ausgedruckt und aufgeklebt wird oder an eine Lasereinrichtung weitergegeben und mit dem Laser auf den Bereich 5 aufgebracht wird.

Eine weitere Möglichkeit der Maßstabsverkleinerung besteht darin, das Formblatt in einem kleineren Maßstab abzufotografieren oder einen Mikrofilm von diesem herzustellen. In diesem Fällen ist der Bereich 3 als Öffnung ausgebildet und der Informationsträger wird dann in die Öffnung eingepaßt.

Bei Herstellung einer fotografischen Verkleinerung wird der entsprechende Filmabschnitt an seinen Rändern mit einer Klebeschicht versehen, und dann auf das Trägermaterial aufgeklebt.

Bei Verwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens mit einer fotografischen Verkleinerung werden auf beiden Kartenflächen 1&min;, 1&min;&min; jeweils eine Schutzschicht 7 aufgebracht. Bei dem Verfahren unter Verwendung der oben genannten Verkleinerungsarten ist es ausreichend, wenn nur die Kartenfläche mit dem Informationsträger eine überdeckende Schutzschicht erhält. Die Schutzschicht 7 ist ein transparentes Kunststofflaminat.

Bei der Herstellung der Notfallkarte können auch verschiedene Verfahrensschritte kombiniert werden. So ist es möglich, in den Bereich 3 der Notfallkarte 1 ein fotografisch verkleinertes Formblatt als Informationsträger einzupassen und gleichzeitig auf dem verbleibenden Bereich der Kartenflächen 1&min; und 1&min;&min; eine Information durch eine Lasereinrichtung aufzubringen, auf zudrucken, auf zukleben oder dgl.

Die Karte nach dem erfindungsgemäßen Verfahren kann auch ein anderes Format als ein Scheckkartenformat aufweisen. In diesem Fall können in der Karte eine oder mehrere Knickstellen vorgesehen sein, um diese an eine Brieftasche, an eine Kartenhülle oder dgl. anzupassen.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Herstellung von Notfallkarten aus Pappe, Kunststoff oder dgl., die auf zumindest einer Kartenfläche eine lesbare Information tragen, in welchem die Information auf ein Formblatt aufgebracht wird, das mit der Information versehene Formblatt in seinem Maßstab auf einen an die Notfallkarte angepaßten Bereich reduziert wird, das in seinem Maßstab reduzierte Formblatt auf dem Bereich des der Kartengröße entsprechenden Trägermaterials aufgebracht und mit einer Schutzschicht überdeckt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verkleinerung mit einem elektrofotografischen Bilderzeugungsgerät durchgeführt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verkleinerung mit einem elektronischen Scanner durchgeführt wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verkleinerung mit einer Lasereinrichtung durchgeführt wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verkleinerung durch eine Mikroverfilmung durchgeführt wird.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß für die Verkleinerung ein Teilbereich der Kartenfläche einer im Scheckkartenformat vorliegenden Notfallkarte eingestellt wird.
  7. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1, 2, 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufbringung des in seinem Maßstab reduzierten Formblattes auf das Trägermaterial durch loses Auflegen durchgeführt wird, wobei das Formblatt durch die überdeckend aufgebrachte Schutzschicht an dem Trägermaterial festgehalten wird.
  8. 8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1, 2, 3, 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufbringung des in seinem Maßstab reduzierten Formblattes auf dem Trägermaterial durch Aufkleben durchgeführt wird.
  9. 9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das in seinem Maßstab reduzierte Formblatt an seinen informationsfreien Rändern mit einer Klebeschicht zur Herstellung einer Haftverbindung mit dem Trägermaterial versehen wird.
  10. 10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1, 4, 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufbringung des in seinem Maßstab reduzierten Formblattes auf dem Trägermaterial durch eine elektronische Scannereinrichtung durchgeführt wird.
  11. 11. Verfahren nach Anspruch 1, 4, 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufbringung des in seinem Maßstab reduzierten Formblattes auf dem Trägermaterial durch eine Lasereinrichtung durchgeführt wird.
  12. 12. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Schutzschicht ein transparentes Kunststofflaminat verwendet wird.
  13. 13. Notfallkarte, hergestellt nach einem Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1-12, dadurch gekennzeichnet, daß auf einer Kartenoberfläche (1&min;) ein Mikrochip (9) aufgebracht ist.
  14. 14. Notfallkarte nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Mikrochip in einer Aussparung der Kartenoberfläche eingesetzt ist und mit der Kartenoberfläche fluchtend abschließt.






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