PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE4339765A1 09.06.1994
Titel Druckkopf mit magnetischem Zeichenanschlag
Anmelder Microlys S.p.A., Ivrea, IT
Erfinder Cretaz, Franco, Belveglio, IT;
Stevenin, Gino, Gaby, IT
Vertreter Sturies, H., Dipl.-Phys. Dr.-Ing.; Eichler, P., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 42289 Wuppertal
DE-Anmeldedatum 23.11.1993
DE-Aktenzeichen 4339765
Offenlegungstag 09.06.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.06.1994
IPC-Hauptklasse B41J 2/395
IPC-Nebenklasse B41J 2/43   
Zusammenfassung Stabmatrixzeichen werden durch Übertragen magnetischer Tinte durch Anschlag von einem Band (15) auf ein Schreibmedium (10) mittels eines Druckkopfes (1) erzeugt, dessen Nadeln (4) die entsprechenden Stabdruckflächen (24) an ihren Enden aufweisen; jede Stabdruckfläche (24) wird gebildet von zwei sich gegenüberliegenden flachen Seitenabschnitten (25) auf jeder Nadel (4), die an dem Druckende (24) derart beginnen, daß sie auf der Nadel (4) einen prismatischen Führungsabschnitt (26) bilden, der länger als die Dicke der Matrix (12) plus der Zusatzbewegung (X) der Nadel (4) ist, wobei der Führungsabschnitt (26) sich in einem Führungsschlitz (28a) befindet, der zwischen einem Paar von Rubinelementen (32) gebildet wird, mit dem die ebenen Abschnitte (25) auf beiden Seiten zusammenwirken.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Anschlag- Druckkopf für magnetische Stabmatrixzeichen, die beim Anschlag durch Übertragung von magnetischer Tinte von einem Band auf ein Schreibmedium mittels Nadeln mit einer Stabdruckfläche an den Druckenden erzeugt werden.

Gemäß der DE-A 40 33 698 erhält man einen Druckkopf vorstehend genannten Typs durch einfaches Anschrägen des Endes der Druckkopfnadeln eines normalen Punktmatrixdruckkopfes. Hier und nachfolgend soll der Begriff "Matrix" das dem Schreibmedium (Druckpapier) am nächsten liegende Nadelführungselement bezeichnen.

In Bezug auf den bisherigen Entwicklungsstand sind die Nadeln, mittels derer die magnetische Tinte durch Anschlag vom Band auf das Schreibmedium (z. B. ein Blatt Papier) übertragen wird, normale zylindrische Nadeln, die in runden Löchern in einer Matrix aus synthetischem Rubin oder anderem geeigneten Material geführt werden. Die Enden der Druckkopfnadeln, die einzeln aus den Löchern in der Matrix vorspringen, werden jedoch seitlich angeschrägt und bilden so im Gegensatz zu einer runden Druckfläche eine stabförmige.

Die oben genannte Lösung hat einige Nachteile. Insbesondere ist die Ausrichtung der Nadeln aufgrund des Anschrägens in dem Bereich, der gleitenderweise mit den Führungslöchern in der Matrix zusammenwirkt, nach dem Anschrägen weniger als zufriedenstellend. Außerdem unterliegen die Nadeln selbst größerem Verschleiß.

Es ist Gegenstand der vorliegenden Erfindung, einen Druckkopf mit magnetischem Zeichenanschlag zu schaffen, der die Nachteile, die typisch für die herkömmlichen Druckköpfe der oben genannten Bauart sind, überwindet, und der insbesondere die optimale Ausrichtung der Nadeln während des Betriebs gewährleistet sowie niedrige Herstellungskosten erfordert und eine problemlose Montage gestattet.

Die vorliegende Erfindung geht dazu von einem Anschlagdruckkopf für magnetische Stabmatrixzeichen aus, der eine Anzahl von Nadeln aufweist, die so montiert sind, daß sie selektiv auf einer Halterung zwischen einer Ruheposition und einer Druckposition hin und her gleiten können, in der - nach einem vorgegebenen Hubweg - die Enden der Druckkopfnadeln auf ein Band schlagen, um magnetische Tinte mittels Anschlag von dem Band auf ein Schreibmedium zu übertragen, wobei das Ende jeder der erwähnten Druckkopfnadeln eine Stabdruckfläche aufweist. Erfindungskennzeichnend ist dabei, daß die Druckfläche jeder Nadel bestimmt wird als zwischen zwei gegenüberliegenden flachen seitlichen Bereichen befindlich, die am Ende der Druckkopfnadel beginnen und somit auf der Nadel ein prismatisches Führungsteil von bestimmter Länge bilden, wobei sich das Führungsteil ständig in einem Führungsschlitz befindet, der zwischen einem Paar einander zugewandter ebener paralleler Führungsflächen an der Halterung gebildet wird. Mit diesen Führungsflächen wirken die ebenen Bereiche der Nadel auf beiden Seiten zusammen.

Eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird nachfolgend unter Bezug auf die dazugehörige Zeichnung beschrieben, in der

Fig. 1 einen radialen Querschnitt einer Druckkopfhälfte gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt (die andere Hälfte ist symmetrisch),

Fig. 2 eine größere Draufsicht einer Nadel des Druckkopfes von Fig. 1 zeigt,

Fig. 3 und 4 die entsprechende Vorder- und senkrechte Seitenansicht der Matrix des Druckkopfes von Fig. 1 zeigen.

Unter Bezugnahme auf die Fig. 1 bis 4 stellt Nummer 1 einen Anschlagdruckkopf (von dem nur eine Hälfte dargestellt ist - die andere Hälfte unterhalb der Achse A ist symmetrisch) zum Druck der bereits erwähnten magnetischen Stabmatrixzeichen (nicht dargestellt) auf ein Schreibmedium 10, das z. B. aus einem Blatt Papier besteht, dar.

Im Einzelnen besteht der Kopf 1 aus einem pokalförmigen Körper oder Gehäuse 2 mit einer rückseitigen Abdeckung 3, aus einer Reihe von Nadeln 4, die so montiert sind, daß sie einzeln axial im Druckkopfkörper 2, der als Halterung und Gehäuse für die Nadeln dient, gleiten können, und einem Schlagelement 5 für jede Nadel 4, das auf herkömmliche Art und Weise von einem Elektromagneten 6 und Rückfederringen 8 aktiviert wird. Wenn sie unter Strom gesetzt werden, ziehen die Elektromagneten 6 die Schlagelemente 5 an, die die entsprechenden Nadeln 4 so anschlagen, daß diese durch die Halterung 2, speziell durch die Führungselemente 11 und 12, zwischen einer Ruhestellung (Fig. 1) und einer Druckstellung (dargestellt durch die punktierte Linie in Fig. 1) gleiten. In letzterer trifft nach einem vorgegebenen Bewegungshub das Ende der Druckkopfnadel 14 auf das Band 15 und überträgt so die magnetische Tinte durch Anschlag vom Band 15 auf das Schreibmedium 10.

Die Nadeln 4 und die Schlagelemente 5 sind kreisförmig angeordnet. Die Nadeln 4 werden von den Elementen 11 in bekannter, nicht dargestellter Weise so geführt, daß sie mit dem Führungselement 12 so dicht wie möglich am Schreibmedium 10 ineinandergreifen, wobei die Druckenden 14 nach dem Fokus des Kopfes 1 ausgerichtet sind. Unter "Fokus" des Druckkopfes wird die Fläche senkrecht zur Kopfachse A verstanden, in der die Enden 14 in derselben vertikalen Linie zusammenlaufen. In dem gezeigten Beispiel sind die Nadeln 4 lose geführt und sie liegen einfach an den Elementen 5 an. Genauer gesagt weist jede Nadel 4 am gegenüberliegenden Ende vom Druckende 14 einen Kopf 20 auf, der mit dem entsprechenden Schlagelement 5 durch eine Gegenfeder 21, die zwischen dem Kopf und dem ersten Führungselement 11 im Gehäuse 2 liegt, in Kontakt gehalten wird.

Das Ende 14 jeder Druckkopfnadel besitzt eine stabförmige Druckfläche 24, die, der vorliegenden Erfindung entsprechend, zwischen zwei gegenüberliegenden flachen seitlichen Bereichen 25 liegend gebildet wird. Diese gehen vom Druckende 14 in Richtung zum Kopf 20 und bilden so auf der Nadel 4 einen prismatischen Führungsabschnitt 26 von vorgegebener Länge. Diese Führungsabschnitte sind länger als die in Richtung der Achse A gesehene Ausdehnung des Führungselementes 12 (Dicke von Element 12) zuzüglich jeglicher Zusatzbewegung der Nadel, die durch den Abstand X in Fig. 1 zwischen dem Kopf 20 und dem anschließenden Führungselement 11 bestimmt wird. Der Führungsabschnitt 26 ist demzufolge so lang, daß er sich immer im Führungselement 12 befindet, das wie in dem gezeigten Beispiel aus einer Nadelführungsmatrix, insbesondere aus synthetischem Rubin oder einem anderen Material vergleichbarer Härte hergestellt, besteht und so in einem Befestigungssitz 28 des Stützgehäuses 2 eingelassen ist, daß es auf derselben Seite wie das Schreibmedium 10 und diesem gegenüber liegt.

Gemäß der vorliegenden Erfindung werden die prismatischen Führungsbereiche 26 der Nadeln 4 innerhalb der Matrix 12 nicht wie bisher von kreisförmigen Löchern umschlossen, sondern von einem Führungsschlitz 28a, der von einem Paar einander zugewandter flacher paralleler Führungsflächen 29, 30 der Matrix 12 gebildet wird, mit deren Führungsflächen die flachen Abschnitte 25 jeder Nadel 4 auf den gegenüberliegenden Seiten zusammenwirken. Noch genauer: alle Nadeln 4 werden mit ihren entsprechenden Abschnitten 26 von einem einzigen Führungsschlitz 28a in der Matrix 12 umschlossen, in dem die Nadeln 4 übereinander angeordnet sind und die Stabdruckflächen 24 (Fig. 3) zwischen den Führungsflächen 29 und 30, die die Gesamtstärke der Matrix 12 übersteigen, ausgerichtet sind.

Im gezeigten Beispiel wird der Schlitz 28a nicht in das Material der Matrix 12 eingelassen, sondern durch eine rechteckige Lücke zwischen zwei Führungselementen 32 gebildet, die die Matrix 12 bilden und aus entsprechend nebeneinander angeordneten Parallelepipedblöcken aus relativ hartem, kompaktem Material bestehen, in dem gezeigten Beispiel aus gesintertem synthetischem Rubin.

Die Führungsflächen 29, 30, die den Führungsschlitz 28a bilden, werden somit gebildet durch die entsprechenden Seitenkanten 33 der Parallelepipedblöcke 32, die miteinander zu einer Einheit verbunden sind, wobei der Abstand der Ränder 33 der gewünschten Breite des Schlitzes 28a gleichkommt. Das wird erreicht durch zwei Querstücke 40 (Fig. 3 und 4), die jeweils an den Seiten der Blöcke 32 angebracht sind, und dementsprechend an den oberen und unteren Rändern 41, 42 derselben, deren Kanten auf beiden Seiten an die Seitenkanten 33 jedes Blocks 32 anschließen.

Genauer gesagt sind die Querstücke 40 entsprechende runde Stangen, die auf beiden Seiten an den Blöcken 32 anliegen, und zwar senkrecht zu den Seitenkanten 33, und die mit Klebepunkten 45 an den entsprechenden Ober- und Unterkanten 41,42 der Blöcke 32 gesichert sind. Die Matrix 12 stellt somit eine rechteckige Rahmenstruktur dar, die aus den Querstücken 40 und zwei Seitenteilen besteht, die wiederum von den Blöcken 32 gebildet werden, deren vier Teile innerhalb des Rahmens eine rechteckige Lücke von vorbestimmter Größe und damit den Führungsschlitz 28a bilden.

Im Gegensatz zu den herkömmlichen Druckköpfen greifen die Führungsflächen 29 und 30, die den Führungsschlitz 28a bilden, nur in die Abschnitte 25, die die Stabdruckfläche 24 bilden, so daß die Abschnitte 25 nicht nur für die Führung sorgen, sondern auch die schräge Form und den Umfang der runden Nadeln 4 in die Stabform umwandeln. Dies geschieht dank der Verlängerung der flachen Abschnitte 25, die auf jeder Nadel 4 einen prismatischen Abschnitt 26 bilden, dessen volle Länge gleich der Dicke der Matrix 12 plus dem Zusatzweg X der Nadel ist und der direkt als Führungsabschnitt (eingebunden in Element 12) anstelle der sonst üblichen runden seitlichen Oberfläche der Nadel, die als Führungsfläche durch die anderen Führungselemente 11 im Gehäuse 2 fungiert, genutzt werden kann.

Die hier beschriebene Struktur gewährleistet somit unter allen Umständen eine korrekte Ausrichtung der Nadeln, oder besser, der Stabdruckflächen 24, unabhängig davon, wie flach die Abschnitte 25 gebildet sind. Darüber hinaus steht die freie Montage der Nadeln für verminderten Verschleiß, schnellere Bewegung der Nadeln und ermöglicht deren ballistischen Betrieb.


Anspruch[de]
  1. 1. Anschlagdruckkopf für magnetische Stabmatrixzeichen, der eine Anzahl von Nadeln (4) aufweist, die so montiert sind, daß sie selektiv in einer Halterung (12) hin und her gleiten können zwischen einer Ruheposition und einer Druckposition, in der nach einem vorbestimmten Hubweg der Bewegung die Enden (24) der Druckkopfnadeln (4) auf ein Band (15) schlagen, um magnetische Tinte durch Anschlag vom Band (15) auf ein Schreibmedium (10) zu übertragen, wobei das Ende jeder der genannten Druckkopfnadeln (4) eine Stabdruckoberfläche besitzt, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfläche (24) jeder Nadel (4) zwischen zwei gegenüberliegenden flachen Seitenabschnitten (25) gebildet wird, die, am Druckende (24) der Nadel (4) beginnend, auf der Nadel (4) einen prismatischen Führungsabschnitt (26) von vorgegebener Länge bilden, wobei sich der Führungsabschnitt (26) ständig in einem Führungsschlitz (28a) befindet, der zwischen einem Paar einander zugewandter, ebener, paralleler Führungsflächen (29, 30) in der Halterung (12) gebildet wird, mit denen die ebenen Abschnitte (25) der Nadel (4) auf beiden Seiten zusammenwirken.
  2. 2. Anschlagdruckkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Nadeln (4) mit ihren prismatischen Führungsabschnitten (26) alle in einem einzigen Führungsschlitz (28a) untergebracht sind, in dem die Nadeln (4) übereinander angeordnet und ihre Stabdruckflächen (24) zwischen den genannten Führungsflächen (29, 30) ausgerichtet sind.
  3. 3. Anschlagdruckkopf nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der genannte Schlitz (28a) in einer Nadelführungsmatrix (12) liegt, die fest in einer Halterung verankert ist und in der die Nadeln (4) so geführt sind, daß Gleitbewegungen möglich sind und die sich auf derselben Seite wie das Schreibmedium (10) befinden und diesem gegenüberstehen.
  4. 4. Anschlagdruckkopf nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der genannte Schlitz von einem Spalt (28a) zwischen zwei nebeneinander befindlichen Führungselementen (32) der genannten Matrix (12) gebildet wird, deren jedes aus einem Parallelepipedblock aus relativ hartem, kompaktem Material besteht.
  5. 5. Anschlagdruckkopf nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die genannten Führungsflächen (29, 30), die den Nadelführungsspalt (28a) bilden, von entsprechenden gegenüberliegenden, einander zugewandten Seitenkanten der genannten Parallelepipedblöcke (32) gebildet werden, die fest miteinander verbunden sind, wobei die genannten Seitenkanten (29, 30) so weit von-einander entfernt sind, daß sie den genannten Spalt (28a) bilden, der den Führungsschlitz ausmacht, und wobei weiterhin die genannte Verbindung über ein Paar von Querstücken (40) erfolgt, die auf beiden Seiten der genannten Parallelepipedblöcke (32) an deren entsprechenden Ober- und Unterkanten befestigt sind, die den genannten Seitenkanten benachbart sind.
  6. 6. Anschlagdruckkopf nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die genannten Querstücke von entsprechenden runden Stangen (40) gebildet werden, die auf beiden Seiten der genannten Parallelepipedblöcke (32) an diesen anliegen, und zwar senkrecht zu den genannten Seitenkanten (29, 30), und über Klebemittelstellen (45) mit den genannten Ober- und Unterkanten (41, 42) jedes Blocks (32) fest verbunden sind.
  7. 7. Anschlagdruckkopf nach einem der vorangegangenen Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß am gegenüberliegenden Ende von den genannten prismatischen Führungsabschnitten (26) die Nadeln (4) entsprechende Köpfe (20) aufweisen, die, auf jeder Seite, mit entsprechenden Gegenfedern (21) zusammenwirken, die sich zwischen den Köpfen (20) und der Halterung (11), in der die Nadeln (4) in gleitender Weise geführt sind, befinden, und die weiterhin auch mit den entsprechenden elektromagnetisch gesteuerten Schlagelementen (5) zusammenwirken, gegen die die Nadelköpfe (20) durch die Gegenfedern (21) gedrückt werden.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com