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Dokumentenidentifikation DE3886396T2 16.06.1994
EP-Veröffentlichungsnummer 0352297
Titel LICHTSTÄRKEMESSUNG.
Anmelder Eastman Kodak Co. (n.d.Ges.d. Staates New Jersey), Rochester, N.Y., US
Erfinder GREEN, Andrew, Harrow Middlesex, GB
Vertreter Blickle, W., Dipl.-Ing., Pat.-Ass., 70327 Stuttgart
DE-Aktenzeichen 3886396
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, FR, GB, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 26.05.1988
EP-Aktenzeichen 889045829
WO-Anmeldetag 26.05.1988
PCT-Aktenzeichen GB8800413
WO-Veröffentlichungsnummer 8809528
WO-Veröffentlichungsdatum 01.12.1988
EP-Offenlegungsdatum 31.01.1990
EP date of grant 15.12.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.06.1994
IPC-Hauptklasse G03D 3/06
IPC-Nebenklasse G01N 21/59   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft die Densitometrie. Insbesondere behandelt sie die Messung optischer Dichten, beispielsweise von fotografischen Materialien.

In fotografischen Entwicklungsvorrichtungen, beispielsweise in den für Röntgenmaterial verwendeten Vorrichtungen, ist es erforderlich, die Aktivität der Entwicklerlösungen zu überwachen und die Lösungen erforderlichenfalls auf zufüllen. Ein bekanntes Verfahren zur Durchführung des Überwachungsvorgangs ist die Erzeugung eines Prozeßkontrollstreifens aus fotografischem Material, auf dem eine Reihe abgestufter Belichtungen erzeugt wurde, die als Stufenkeile bekannt sind. Die Dichten derartiger Keile werden anschließend in einem Densitometer gemessen, um eine Angabe des Zustands der Entwicklerlösungen, in denen der Streifen entwickelt wurde, und damit eine Angabe des eventuell erforderlichen Nachfüllens bereitzustellen.

In US-A-3,623,418 ist ein Densitometer dargestellt, das eine Meßlichtquelle und eine Fotozelle aufweist, die in unterschiedlichen Gehäuseteilen angeordnet sind, zwischen denen ein Streifen von einer Zuführspule zu einer Aufnahmespule bewegt wird.

Die in US-A-3,623,418 dargestellte Anordnung erfordert, daß der Streifen eine ausreichende Länge hat, damit die Spulen verwendet werden können. Ist der Streifen dagegen sehr kurz, beispielsweise etwa 15 cm lang, ist die Verwendung der Anordnung nicht möglich.

In US-A-4,245,151 ist eine optische Zeichenleseeinrichtung zum Umsetzen von auf einem Streifen mit alphanumerischen Zeichen auf einer Dokumentenseite enthaltenen Informationen in maschinenlesbaren Code beschrieben. Die Leseeinrichtung umfaßt ein Gehäuse, in dem ein Schlitz ausgebildet ist, durch den das Dokument manuell für den Lesevorgang geführt wird. Über dem Schlitz sind optische Betrachtungsmittel bereitgestellt, die sich mit dem Weg der zu lesenden alphanumerischen Zeichen schneiden. Eine Zeichenabtastanordnung erzeugt elektronisch Bilder der einzelnen Zeichen, die von dem Gerät gelesen werden können.

Gemäß der Erfindung wird ein Densitometerkopf bereitgestellt mit

- einer Grundplatte (4);

- zwei auf der Grundplatte (4) befestigten Gehäuseteilen (6, 8), von denen eines eine Wand umfaßt, die so im Abstand von einer Wand des anderen Gehäuseteils angeordnet ist, daß dazwischen ein Spalt (10) entsteht, dessen Boden durch die Grundplatte (4) gebildet ist;

- einer im einen Gehäuseteil (8) gelagerten Lichtquelle (14);

- einer lichtempfindlichen Einrichtung (16), die im anderen Gehäuseteil (6) vorgesehen ist und in Zusammenarbeit mit der Lichtquelle (14) die optische Dichte eines durch den Spalt (10) hindurchtretenden Materialstreifens (18) mißt; und

- einer elastisch nachgiebigen Einrichtung, die im Spalt (10) angeordnet ist und den Materialstreifen (18) bei seinem Durchtritt durch den Spalt (10) zur Durchführung der Messung positioniert; wobei die elastisch nachgiebige Einrichtung ein plüschartiges Material aufweist, das auf einer Seite oder auf beiden Seiten des Spalts (10) angebracht ist.

Gemäß der Erfindung wird ein Densitometer mit einem erfindungsgemäßen Densitometerkopf und mit einer Signalempfangsvorrichtung zum Umformen von Signalen, die von der lichtempfindlichen Einrichtung abgegeben wurden, bereitgestellt.

Gemäß der Erfindung wird weiter ein fotografisches Entwicklungsgerät bereitgestellt mit einem erfindungsgemäßen Densitometer und mit Mitteln zum Steuern des Nachfüllens einer Entwicklerlösung in dem Gerät in Abhängigkeit von den Signalen, die beim Durchtreten eines Teststreifens eines fotografischen Materials durch den Spalt empfangen werden.

Gemäß der Erfindung wird weiter ein Verfahren zum Messen der Dichte eines Materialstreifens bereitgestellt, bei dem der Streifen durch den Spalt eines erfindungsgemäßen Densitometerkopfs hindurchgeführt wird.

Gemäß der Erfindung wird weiter ein Verfahren zum Steuern des Nachfüllens einer Entwicklerlösung in einem fotografischen Prozeß bereitgestellt, bei dem die Dichte eines Streifens eines fotografischen Materials gemäß dem im unmittelbar voranstehenden Absatz beschriebenen Verfahren gemessen und die Entwicklerlösung in Abhängigkeit von den bei der Dichtemessung erhaltenen Informationen nachgefüllt wird.

Die Erfindung wird nun anhand einer Ausführungsform unter Bezugnahme auf die einzige Figur der Zeichnung beschrieben, die eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Densitometerkopfs ist, wobei ein zu messender Materialstreifen durch unterbrochene Linien angegeben ist.

Die folgende Beschreibung behandelt insbesondere fotografisches Material. Selbstverständlich sind die Vorrichtung und das Verfahren auch mit anderen geeigneten Materialien verwendbar.

Ein Densitometerkopf 2 verfügt über eine Grundplatte 4, auf der Gehäuseteile 6 und 8 befestigt sind. Die Gehäuseteile 6 und 8 sind untereinander beabstandet, so daß sie einen Spalt 10 bilden, der an einem Ende des Kopfs 2 ein konusförmiges Eingangsteil 12 hat. Im Gehäuseteil 6 ist eine Lichtquelle bereitgestellt, wie beispielsweise eine oder mehrere Leuchtdioden (LED = light-emitting diode) oder eine oder mehrere Glühlampen, die repräsentativ durch das Bezugszeichen 14 wiedergegeben werden. Im Gehäuseteil 8 ist eine lichtempfindliche Einrichtung bereitgestellt, wie beispielsweise eine oder mehrere Fotodioden, die repräsentativ durch das Bezugszeichen 16 wiedergegeben werden. Die Lichtquelle 14 und die lichtempfindliche Einrichtung 16 sind optisch zueinander ausgerichtet.

Die lichtempfindliche Einrichtung 16 wird vorzugsweise durch eine oder mehrere (nicht dargestellte) Federn elastisch nachgiebig in Richtung auf die Lichtquelle 14 gedrückt. Falls dies wünschenswert ist, kann auch die Lichtquelle 14 auf ähnliche Weise elastisch nachgiebig gedrückt werden. Hierdurch wird ein durch den Spalt 10 hindurchtretender Materialstreifen elastisch nachgiebig positioniert.

Alternativ zum elastisch nachgiebigen Druck auf die lichtempfindliche Einrichtung 16 und die Lichtquelle 14 können diese in festen Stellungen sein, und an einem oder an beiden einander gegenüberliegenden Enden des Spalts 10 kann plüschartiges Material bereitgestellt sein, um eine elastisch nachgiebige Positionierung eines durch den Spalt 10 hindurchtretenden Materialstreifens bereitzustellen.

Beim Betrieb der Einrichtung wird ein zu messender Filmstreifen 18 in der durch den Pfeil A angegebenen Richtung durch den Spalt 10 hindurchgeführt, wobei seine (entsprechend der Betrachtungsweise der Figur) untere und in Längsrichtung verlaufende Kante gegen die (entsprechend der Betrachtungsweise der Figur) obere Fläche der Grundplatte 4 stößt. Das konusförmige Eingangsteil 12 dient dazu, die Bewegung des Streifens 18 in den Spalt 10 zu erleichtern.

Die Bewegung des Streifens 18 zwischen der Lichtquelle 14 und der lichtempfindlichen Einrichtung 16 ändert das von der lichtempfindlichen Einrichtung 16 empfangene Licht entsprechend der Dichte des Streifens 18. Für die Dichte repräsentative Signale werden erzeugt und über eine Verbindung 20 zur geforderten Umformung zu einem (nicht dargestellten) Computer geleitet.

Die Umformung der Signale durch einen Computer kann die Erzeugung einer Aufzeichnung der Dichte in Abhängigkeit von der Zeit umfassen. Bei Verwendung eines Stufenkeils erfolgt die Aufzeichnung in mehreren Schritten. Jeder Schritt auf dem Stufenkeil könnte über eine Markierung verfügen, die gegebenenfalls von einer weiteren lichtempfindlichen Einrichtung abgetastet wird, um dem Computer anzugeben, welcher Teil des Stufenkeils gemessen wird. Der Computer könnte die Aufzeichnung der Dichte in Abhängigkeit von der Zeit in eine Aufzeichnung der Dichtung in Abhängigkeit von loge (Belichtung) umsetzen.

Steuerparameter, wie beispielsweise Mindestdichte, Höchstdichte, Dichtegefälle und Geschwindigkeit, könnten auf übliche Weise berechnet werden.

Die Einrichtung ist insbesondere zweckmäßig als Tischgerät zur Messung der Filmdichten von auf Prozeßkontrollstreifen bereitgestellten Stufenkeilen. Da die Stufenkeile stets im gleichen Abstand zu einer der in Längsrichtung verlaufenden Kanten der verwendeten Prozeßkontrollstreifen angeordnet sind, ist der Densitometerkopf 2 so angeordnet, daß im Betrieb die dem Stufenkeil benachbarte in Längsrichtung verlaufende Kante der Probe die obere Fläche der Grundplatte 4 berührt.

Im Vergleich zur Anordnung bei einem herkömmlichen Densitometer mit einer großen Tischfläche und einem absenkbaren Densitometerkopf bietet die durch den Densitometerkopf 2 bereitgestellte Anordnung den Vorteil, daß die einzelnen Stufenfelder nicht sorgfältig bezüglich des Densitometerkopfs 2 ausgerichtet werden müssen, um Meßfehler zu vermeiden; e& ist ausreichend, die Probe von Hand in korrekter (aufrecht stehender) Lage durch den Densitometerkopf 2 zu bewegen. Falls eine Einrichtung zur elastisch nachgiebigen Positionierung des Streifens 18 bereitgestellt wird, ist ein Einhand-Meßbetrieb möglich. Es wird aber betont, daß der Streifen über eine (nicht dargestellte) motorgetriebene Anordnung durch den Spalt 10 hindurchgeführt werden könnte.

Die oben beschriebene Vorrichtung könnte bei Verwendung einer geeigneten Lichtquelle, wie beispielsweise von geeigneten farbiger Leuchtdioden oder von Glühlampen mit einem oder mehreren geeigneten Filtern, für Schwarzweiß- und/oder Farbmessungen eingesetzt werden.

Alternativ zur oben beschriebenen einander gegenüberliegenden Anordnung der Lichtquelle 14 und der lichtempfindlichen Einrichtung 16, wobei der Lichtdurchlaßgrad gemessen wird, könnten sie auch auf der gleichen Seite des Spalts 10 einander benachbart angeordnet sein, so daß die Lichtreflexion gemessen wird.

Das oben beschriebene Densitometer kann in einem fotografischen Entwicklungsgerät eingesetzt wird, um den Zustand der Entwicklerlösungen zu überwachen und um anzugeben, ob das Nachfüllen der Entwicklerlösungen erforderlich ist.


Anspruch[de]

1. Densitometerkopf mit

- einer Grundplatte (4),

- zwei auf der Grundplatte (4) befestigten Gehäuseteilen (6, 8), von denen eines eine Wand umfaßt, die so im Abstand von einer Wand des anderen Gehäuseteils angeordnet ist, daß dazwischen ein Spalt (10) entsteht, dessen Boden durch die Grundplatte (4) gebildet ist,

- einer im einen Gehäuseteil (8) gelagerten Lichtquelle (14),

- einer lichtempfindlichen Einrichtung (16), die im anderen Gehäuseteil (6) vorgesehen ist und in Zusammenarbeit mit der Lichtquelle (14) die optische Dichte eines durch den Spalt (10) hindurchtretenden Materialstreifens (18) mißt, und

- einer elastisch nachgiebigen Einrichtung, die im Spalt (10) angeordnet ist und den Materialstreifen (18) bei seinem Durchtritt durch den Spalt zur Durchführung der Messung positioniert, dadurch gekennzeichnet, daß die elastisch nachgiebige Einrichtung ein plüschartiges Material aufweist, das auf einer Seite oder auf beiden Seiten des Spalts (10) angebracht ist.

2. Densitometerkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Eintrittsseite (12) des Spalts (10) konisch zuläuft.

3. Densitometerkopf nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtquelle (14) eine oder mehrere Leuchtdioden umfaßt.

4. Densitometerkopf nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtquelle (14) eine oder mehrere Glühlampen umfaßt.

5. Densitometerkopf nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Glühlampe oder mehrere Glühlampen mit einem oder mehreren passenden Filtern versehen ist bzw. sind.

6. Densitometerkopf nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die lichtempfindliche Einrichtung (16) eine oder mehrere Fotodioden umfaßt.

7. Densitometerkopf nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Antriebsmittel vorgesehen sind, die den Materialstreifen (18) durch den Spalt (10) bewegen.

8. Densitometer mit einem Densitometerkopf nach einem der Ansprüche 1 bis 7 und mit einer Signalempfangsvorrichtung zum Umformen von Signalen, die von der lichtempfindlichen Einrichtung abgegeben werden.

9. Densitometer nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Signalempfangsvorrichtung einen Rechner umfaßt.

10. Fotografisches Entwicklungsgerät mit einem Densitometer nach Anspruch 8 oder 9 und mit Mitteln zum Steuern des Nachfüllens einer Entwicklerlösung in dem Gerät in Abhängigkeit von einem Signale das beim Durchtreten eines Teststreifens eines fotografischen Materials durch einen Spalt empfangen wird.

11. Verfahren zum Messen der Dichte eines Materialstreifens (18), bei dem der Streifen (18) durch den Spalt (10) eines Densitometerkopfs nach einem der Ansprüche 1 bis 7 hindurchgeführt wird.

12. Verfahren zum Steuern des Nachfüllens einer Entwicklerlösung in einem fotografischen Prozeß, bei dem die Dichte eines Streifens (18) eines fotografischen Materials gemäß dem Verfahren nach Anspruch 11 gemessen und die Entwicklerlösung in Abhängigkeit von den bei der Dichtemessung erhaltenen Informationen nachgefüllt wird.







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