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Dokumentenidentifikation DE4301812A1 28.07.1994
Titel Gerät zum Erwärmen von Wasser, insb. Warmwasserheizkessel
Anmelder Vetter, Richard, 31226 Peine, DE
Erfinder Vetter, Richard, 31226 Peine, DE
Vertreter Depmeyer, L., Dipl.-Ing. Pat.-Ing., 30823 Garbsen
DE-Anmeldedatum 23.01.1993
DE-Aktenzeichen 4301812
Offenlegungstag 28.07.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.07.1994
IPC-Hauptklasse F24H 1/24
Zusammenfassung Die Erfindung geht aus von einem Gerät der obigen Art mit einem Wärmetauscher für das Wasser aus einander parallelen Tauscherplatten, die zur s-förmigen Führung der Rauchgase gegeneinander versetzt sind, wobei diese Platten seitlich durch Platten aus Isolierstoff abgedichtet sind und diesen Platten lösbare Wandungsteile des Gerätegehäuses gegenüberliegen. Um die Halterung der Isolierplatten zu vereinfachen, werden aufgrund der Erfindung die Isolierplatten durch die erwähnten Wandungsteile unter Einsparung zusätzlicher Anpreßplatten gehalten und angepreßt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Gerät zum Erwärmen von Wasser, insb. einen Warmwasserheizkessel, mit einem Wärmetauscher zum Erwärmen des Wassers aus einander parallelen, zur Aufnahme des Wassers dienenden Tauscherplatten, die zur S-förmigen Führung der Rauchgase gegeneinander versetzt sind, wobei die Kanäle für die Rauchgase seitlich außen an den Rändern der Tauscherplatten durch dicht anliegende Platten aus einem Isolierstoff abgedichtet sind und diesen Platten lösbar angeordnete Wandungsteile des das Gerät aufnehmenden Gehäuses benachbart liegen.

Bei den bekannten Geräten dieser Ausbildung werden die aus dem Isolierstoff bestehenden Platten durch außen anliegende Anpreßplatten und diese fixierende Befestigungsschrauben gehalten und angedrückt, die mit den Tauscherplatten verbunden sind. Dies Art der Befestigung ist jedoch umständlich und aufwendig.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die eingangs erwähnten Geräte so zu verbessern, daß besondere Anpreßplatten überflüssig werden und die Fixierung der Isolierplatten insgesamt gesehen vereinfacht wird.

Zur Lösung dieser Aufgabe liegen erfindungsgemäß die Isolierplatten an den Wandungsteilen an und werden somit durch diese Wandungsteile unter Einsparung der erwähnten zusätzlichen Anpreßplatten gehalten und angepreßt. Dazu erhalten die Wandungsteile zweckmäßigerweise eine solche Steifigkeit, daß die Anpressung der Isolierplatten über ihre gesamte Breiten- und Längenerstreckung gewährleistet ist. Um dies auch bei größeren Geräten sicherzustellen, können die Wandungsteile mit längs und/oder quer verlaufenden innen und/oder außen angebrachten Versteifungsprofilen ausgestattet sein. Weiterhin ist es zweckmäßig, wenn die Wandungsteile umlaufend mit Vorsprüngen, z. B. durch aufgesetzte Profile versehen sind, die die Isolierplatten zwischen sich aufnehmen, um so auch sicherzustellen, daß die Isolierplatten bei einer Anpressung seitlich eingefaßt sind.

Demgemäß bedarf es bei einer Montage des Gerätes bzw. bei einem Entfernen der Isolierplatten bzw. bei deren Montage nur der Betätigung der Befestigungsschrauben für die Wandungsteile des Gehäuses.

Weitere Einzelheiten der Erfindung werden anhand der Zeichnung erläutert, in der Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt sind.

Es zeigen:

Fig. 1 einen Warmwasserheizkessel in der Seitenansicht,

Fig. 2 einen Teilschnitt nach der Linie II-II von Fig. 1 und

Fig. 3 einen Teilschnitt nach der Linie III-III von Fig. 1.

Das in etwa quaderförmige Gehäuse des Kessels weist eine Stirnwand 1, eine Rückwand 2 und zwei Seitenwände 3 auf. Innerhalb dieses Gehäuses befinden sich im wesentlichen drei Abschnitte. Der Abschnitt a umfaßt die Brennkammer 4, der ein an der Stirnwand 1 befindlicher Brenner für gasförmige oder flüssige Brennstoffe zugeordnet ist. In dem darunter gelegenen Abschnitt b ist ein Wärmetauscher für das zu erwärmende Wasser angeordnet, der aus mehreren parallelen, untereinander verbundenen Tauscherplatten 5 besteht, die waagerecht angeordnet, jedoch versetzt gegeneinander montiert sind. In dem dritten, unten gelegenen Abschnitt des Kessels, der mit c bezeichnet ist, befindet sich ein weiterer Wärmetauscher, der mit 6 bezeichnet ist und als Luftvorwärmer dienen soll.

Alle vorgenannten Inneneinrichtungen des Kessels sind in Fig. 1 nur gestrichelt wiedergegeben und somit nur schematisch dargestellt.

Die zur Verbrennung vorgesehene Luft wird bei 7 dem Wärmetauscher 6 zugeführt und von diesem dem mit 8 bezeichneten Brenner an der Stirnwand 1 zugeführt. Von der Brennkammer 4 aus, die natürlich von nicht näher dargestellten Tauscherplatten umgeben ist, gelangen die Abgase in den von den Tauscherplatten 5 gebildeten Wärmetauscher innerhalb des Abschnittes b. Da die Tauscherplatten 5 gegenseitig versetzt angeordnet sind, ergibt sich ein s-förmiger Kanal 9 für die Abgase, die den Wärmetauscher des Abschnittes b nach unten verlassen. Sie gelangen durch den Wärmetauscher 6 und verlassen schließlich ggfs. nach einer Schadstoffbefreiung bei 10 den Kessel bzw. das Gehäuse.

Das zu erwärmende Wasser wird indessen bei 11 dem Wärmetauscher im Abschnitt b unten zugeführt und oben an der Brennkammer 4 bei 12 abgezogen.

Wie aus der Zeichnung erkennbar ist, wird der Kanal 9 für die Abgase nach oben und unten hin durch die Tauscherplatten 5 begrenzt. Um jedoch den Kanal 9 zur Seite hin abzudichten bzw. zu begrenzen und zugleich eine Wärmeisolation herbeizuführen, sind seitlich im Abschnitt b Isolierplatten 13 vorgesehen, die aus einem beliebigen, feuer- bzw. abgasfesten Werkstoff z. B. aus Mineralwolle bestehen können. Diese Isolierplatten 13 haben auch eine gewisse Formbeständigkeit, um eine Kanalbegrenzung herbeiführen zu können.

Wichtig ist nun, daß die Isolierplatten 13 stramm und ausreichend fest an den seitlichen Rändern 14 der Tauscherplatten 5 anliegen, um die gewünschte Kanalbegrenzung herbeiführen zu können. Um dies durchführen zu können, ist der die Abschnitte b und c bedeckende Teil der Seitenwand 3 lösbar befestigt. Dieser Wandungsteil 15 überlappt mit seinem Rand 16 den zugehörigen Rand 17 des Gehäuses, die lösbare Befestigung geschieht mittels Schrauben 18.

Innen ist der Wandungsteil 15 im Randbereich mit flachen Vorsprüngen 19 versehen. Diese umlaufenden Vorsprünge 19 umschließen einmal den Bereich b und den Bereich c. Im Bereich b befindet sich dabei je eine Isolierplatte 13, also eine Isolierplatte 13 auf der linken und eine Isolierplatte 13 auf der rechten Seite des Gerätes.

Zum Montieren des Gerätes wird der Wandungsteil 15 mit der Isolierplatte 13 belegt und dann zusammen mit der Isolierplatte 13 an das Gerät angefügt. Mit dem Anschrauben, also dem Anziehen der Schrauben 18 wird der Wandungsteil 15 fixiert, wobei die Isolierplatten 13 mit der gehörigen Spannung an die Ränder 14 angelegt und den gewünschten seitlichen Abschluß des Kanals 9 bilden können.

Bei großen Geräten bzw. Wandungsteilen 15 größerer Erstreckung werden diese mit innen und/oder außen angebrachten Versteifungsprofilen versehen, die bei x dargestellt sind und als aufgebrachte T-Profile oder ähnliche Versteifungselemente ausgebildet sein können.

Aus Fig. 3 ist noch erkennbar, daß im Bereich der Stirnwände 1 und 2 im Bereich des Abschnittes b weitere Wärmetauscherplatten vorgesehen sein können, die mit 20 bezeichnet sind und ebenfalls eine Begrenzung des Kanals 9 darstellen.


Anspruch[de]
  1. 1. Gerät zum Erwärmen von Wasser, insb. Warmwasserheizkessel, mit einem Wärmetauscher zum Erwärmen des Wassers aus einander parallelen, zur Aufnahme des Wassers dienenden Tauscherplatten, die zur s-förmigen Führung der Rauchgase gegeneinander versetzt sind, wobei der Kanal für die Rauchgase seitlich außen an den Rändern der Tauscherplatten durch an den Rändern der Tauscherplatten anliegende Isolierplatten abgedichtet und den Isolierplatten lösbar angeordnete Wandungsteile des das Gerät aufliegenden Gehäuses benachbart liegen, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolierplatten (13) durch die Wandungsteile (15) in ihrer Wirkstellung gehalten sind.
  2. 2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolierplatten (13) an der Innenseite der Wandungsteile (15) gegen seitlichen Versatz gesichert sind.
  3. 3. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenflächen der Isolierplatten (13) Vorsprüngen (19), insb. umlaufenden Vorsprüngen an den Wandungsteilen (15) gegenüberliegen, insb. diese berühren.
  4. 4. Gerät nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolierstoffplatten (13) an der Innenseite der Wandungsteile (15) formschlüssig gehalten sind.
  5. 5. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandungsteile (15) durch innen und/oder außen anliegende Profile oder durch angeformte Sicken oder Rippen versteift sind.
  6. 6. Gerät mit einem oben liegenden, die Brennkammer aufweisenden Abschnitt, einem darunter liegenden, dem Wärmetauscher für das zu erwärmende Wasser entsprechenden Abschnitt sowie einem unten im Gerät befindlichen Abschnitt, der einen Luftvorwärmer für die Verbrennungsluft aufweist, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Wandungsteil (15) sich nur über den Abschnitt (b, Wärmetauscher) erstreckt.
  7. 7. Gerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Wandungsteil (15) auch über den unten im Gerät befindlichen Abschnitt (c) erstreckt.
  8. 8. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolierplatten (13) durch Anziehen der Befestigungsschrauben (18) für das Wandungsteil (15) an die Ränder (14) der Tauscherplatten (5) anpreßbar sind.
  9. 9. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolierplatten (13) unmittelbar an den Wandungsteilen (15) anliegen.






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