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Dokumentenidentifikation DE4318036C1 28.07.1994
Titel Presseneinheit einer Papiermaschine zur Herstellung von Tissuepapier
Anmelder J.M. Voith GmbH, 89522 Heidenheim, DE
Erfinder Schiel, Christian, 7920 Heidenheim, DE
Vertreter Weitzel, W., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., Pat.-Anw., 89522 Heidenheim
DE-Anmeldedatum 29.05.1993
DE-Aktenzeichen 4318036
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 28.07.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.07.1994
IPC-Hauptklasse D21F 11/14
IPC-Nebenklasse D21F 3/02   D21F 5/02   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Presseneinheit einer Papiermaschine zur Herstellung von Tissuepapier mit mindestens:
1. einem Trocken-Zylinder;
2. einer Preßwalze mit glatter Oberfläche;
3. einer Langschuh-Presseneinheit und
4. einer Preßwalze, die als Saug- oder Rillenwalze vorgesehen ist.
Die Erfindung ist durch folgende Anordnung gekennzeichnet (bezogen auf den Verlauf der Papierbahn):
5. es ist ein erster Preßspalt, gebildet aus einer Preßwalze mit glatter Oberfläche und einer Preßwalze, die als Saug- oder Rillenwalze ausgebildet ist, vorgesehen;
6. der Saug- oder Rillenwalze ist eine Wasserauffangwanne zugeordnet;
7. es ist ein zweiter Preßspalt zwischen der Preßwalze mit glatter Oberfläche und der Langschuhpresseneinheit vorgesehen, nach dem der Filz den Umfang der Preßwalze mit glatter Oberfläche verläßt;
8. darauf folgend ist ein dritter Preßspalt - ohne Filz - zwischen der Preßwalze mit glatter Oberfläche und dem Trocken-Zylinder vorgesehen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Presseneinheit einer Papiermaschine zur Herstellung von Tissuepapier mit den Merkmalen des Oberbegriffs des A1.

Auf die deutsche Offenlegungsschrift DE 42 24 730 A1 wird verwiesen.

In dieser Offenlegungsschrift ist eine Papiermaschine zur Erzeugung einer Tissuebahn dargestellt, die als Presseneinheit zumindest teilweise sogenannte Langschuh- Pressen verwendet. Bei dieser Anwendung der Langschuh- Presse soll eine verbesserte Trockenleistung durch die Langschuh-Pressen erreicht werden. Ein Nachteil der in dieser Offenlegungsschrift gezeigten Ausführungsformen besteht darin, daß die Entfeuchtung des Preßfilzes nur ungenügend erfolgt.

Es ist Aufgabe der Erfindung eine solche Anordnung einer Presseneinheit einer Tissuepapiermaschine darzustellen, die eine besonders hohe Entfeuchtung des Preßfilzes in Verbindung mit einer Langschuh-Presse aufweist.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.

Die Erfindung ist anhand der Zeichnung näher erläutert.

Fig. 1 und 2: Erfindungsgemäße Preßeinrichtung.

Fig. 1 zeigt erfindungsgemäß eine Preßeinrichtung einer Papiermaschine zur Herstellung einer Tissuebahn mit einer Langschuh-Presse. Beispielhaft ist von rechts kommend ein Filz 1 dargestellt mit Laufrichtung 1.1, auf dem eine Papierbahn 2 liegend angeordnet ist. Der Filz wird über eine als Saugwalze ausgebildete Preßwalze 3 in einen Preßspalt zwischen der Preßwalze 3 und einer Preßwalze mit glatter Oberfläche 4 eingeführt, wobei der Filz vor Eintritt in den Preßspalt durch eine Saugzone von Wasser befreit wird. Nach dem Durchtreten des Preßspaltes zwischen der Walze 3 und 4 wird der Filz zusammen mit der Papierbahn auf der Preßwalze 4 verlaufend direkt in einen Preßspalt einer Langschuh-Presse eingeführt, wobei die Langschuh- Presse aus einer Schuhpreßeinheit 5 mit stationärem Preßschuh - um den ein undurchlässiges Preßband oder ein Preßmantel verläuft - und der als Gegenwalze vorgesehenen Preßwalze 4 besteht. Im Anschluß an den Preßspalt der Langschuh-Presse wird der Filz 1 über 2 oder mehrere Umlenkrollen 7 und 8 wieder zurückgeführt, während die Papierbahn 2 weiterhin auf der Preßwalze 4 verläuft und direkt in den nächsten Preßspalt zwischen dem Trockenzylinder 6 und der daran anliegenden Preßwalze 4 geführt wird. Der Trocken-Zylinder kann sogleich als Krepp-Zylinder ausgebildet sein. Nach dem Preßspalt bleibt die Papierbahn erfindungsgemäß auf dem Trocken-Zylinder bis zur Bahnabnahme haften. Am Ende der Preßzone zwischen Walze 3 und 4 wird das aus dem Filz 1 entfernte Wasser von der Walze 3 in die Auffangrinne 9 geschleudert. Die Preßwalze 3 kann erfindungsgemäß als Saugwalze oder als Rillenwalze ausgebildet sein und die Preßwalze mit glatter Oberfläche 4 kann eine starre Walze oder eine Walze mit Durchbiegungsausgleich sein.

Fig. 2 zeigt eine ähnliche Pressenanordnung wie Fig. 1, jedoch ist die zentrale Presseneinheit 4 mit einem elastischen, umlaufenden Mantel ausgeführt und besitzt gegenüber der Saugwalze 3 und dem Trockenzylinder 6 eine nach Außen gekrümmte Andruckfläche, während der, als Gegenwalze ausgebildeten Walze 5 ein konventioneller Langpreß-Schuh gegenübersteht.


Anspruch[de]
  1. 1. Presseneinheit einer Papiermaschine zur Herstellung von Tissuepapier mit mindestens:
    1. 1.1 einem Trocken-Zylinder;
    2. 1.2 einer Preßwalze mit glatter Oberfläche;
    3. 1.3 einer Langschuh-Presseneinheit und
    4. 1.4 einer Preßwalze, die als Saug-oder Rillenwalze vorgesehen ist;
    5. 1.5 einem, zusammen mit der Papierbahn durch Preßspalte geführten Filz;

      gekennzeichnet durch folgende Anordnung bezogen auf den Verlauf der Papierbahn:
    6. 1.6 es ist ein erster Preßspalt, gebildet aus einer Preßwalze mit glatter Oberfläche und einer Preßwalze, die als Saug- oder Rillenwalze ausgebildet ist, vorgesehen;
    7. 1.7 der Saug- oder Rillenwalze ist eine Wasserauffangwanne zugeordnet;
    8. 1.8 es ist ein zweiter Preßspalt zwischen der Preßwalze mit glatter Oberfläche und der Langschuhpresseneinheit vorgesehen, nach dem der Filz den Umfang der Preßwalze mit glatter Oberfläche verläßt;
    9. 1.9 darauf folgend ist ein dritter Preßspalt - ohne Filz - zwischen der Preßwalze mit glatter Oberfläche und dem Trocken-Zylinder vorgesehen.
  2. 2. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß der Trocken-Zylinder gleichzeitig als Krepp- Zylinder vorgesehen ist.






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