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Dokumentenidentifikation DE3823284C2 01.09.1994
Titel Gerät zum Verarbeiten von Videosignalen
Anmelder Sony Corp., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Suda, Tomomichi, Tokio/Tokyo, JP;
Usami, Morio, Tokio/Tokyo, JP;
Kobayashi, Koji, Ichinomiya, Aichi, JP;
Watanabe, Kenji, Ichinomiya, Aichi, JP
Vertreter Mitscherlich, H., Dipl.-Ing., 80331 München; Gunschmann, K., Dipl.-Ing., 8000 München; Körber, W., Dipl.-Ing. Dr.rer.nat.; Schmidt-Evers, J., Dipl.-Ing.; Melzer, W., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 80331 München
DE-Anmeldedatum 08.07.1988
DE-Aktenzeichen 3823284
Offenlegungstag 19.01.1989
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 01.09.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.09.1994
IPC-Hauptklasse H04N 9/00
IPC-Nebenklasse H04N 9/74   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Gerät zum Verarbeiten von Videosignalen. Das Videosignal-Verarbeitungsgerät kann in einem Farbfernsehempfänger benutzt werden, der in der Lage ist, Bilder auf der Grundlage von Videosignalen wiederzugeben, die in ein Leuchtdichtesignal und ein Farbwertsignal zerlegt sind, und der für eine Funktion zum Überlagern der Bilder aus den Videosignalen mit Computer-Bildern eingerichtet werden kann.

Aus der EP 02 12 359 A2 ist bereits ein Graphik-Decodierer bekannt, der in der Lage ist, Bilder aus Videosignalen, die von einem externen Computer zugeführt werden und die solchen Bildern überlagert werden, die von einem VTR (Video-Magnetbandrecorder) zugeführt werden, wiederzugeben.

Für die Übertragung und den Empfang der Computer-Bilder wird normalerweise ein RGB (Rot/Grün/Blau)-Signal benutzt.

Als typische Schnittstellen werden häufig RGB-Mehrstiftstecker (mit 21 Stiften) für Zeichen-Funkdienste, für Videotext-Systeme und für Personal Computer gewählt.

Der RGB-Mehrstiftstecker, der an dem Fernsehempfänger angebracht ist, enthält einen ersten Anschluß, über den ein Videosignal, das von einem VTR ausgegeben wird (und das ein Synchronisationssignal enthält), an einen Computer ausgegeben wird, um zwischen diesen Videosignalen eine Synchronisation herzustellen, wenn die Computer-Bilder den VTR-Bildern überlagert werden (RGB-Mehrstiftstecker-Videoausgabeanschluß), einen zweiten Anschluß, über den ein zusammengesetztes Videosignal, das so zusammenzusetzen ist, daß es den VTR-Bildern überlagert werden kann, in den Fernsehempfänger eingegeben wird (RGB-Mehrstiftstecker-Videoeingabeanschluß), und einen dritten Anschluß (RGB-Eingangsanschluß), über den die Computer-Bilder in den Fernsehempfänger eingegeben werden. Es sei angemerkt, daß die Videosignale, die über den RGB-Mehrstiftstecker eingegeben und ausgegeben werden, zusammengesetzte Signale (zusammengesetzte Bildsignale) sind.

Eine bereits vorgeschlagene Schalteinrichtung für das Videosignal enthält einen ersten Schalter zum Auswählen entweder eines Fernsehsignals oder eines zusammengesetzten Videosignals aus einem Videogerät, beispielsweise einem VTR, und einen zweiten Schalter zum Auswählen entweder des durch den ersten Schalter ausgewählten Eingangssignals oder eines Videosignals, das von einem Computer eingegeben wird und dem Fernsehsignal oder dem VTR-Videosignal zu überlagern ist.

Das von dem ersten Schalter ausgewählte Eingangssignal wird an den Computer als ein Ausgangsvideosignal (RGB-Mehrstiftstecker-Videoausgangssignal) ausgegeben. Nachdem das ausgegebene Eingangssignal für die notwendige Synchronisationsverarbeitung des Computer-Bildes mit dem VTR- oder Fernsehsignal benutzt ist, wird das synchronisierte Computer-Videosignal dem zweiten Schalter als ein Eingangsvideosignal (RGB-Mehrstiftstecker-Videoeingangssignal) zugeführt, um dieses der Überlagerung mit dem VTR- oder Fernsehsignal zu unterziehen. Der erste Schalter und der zweite Schalter werden in Reaktion auf einen Befehl aus einem Bedienungsschalter umgeschaltet, der auf einer Vorder- oder Rückseite des Fernsehempfängers angeordnet ist.

Hierzu sei angemerkt, daß ein beweglicher Kontakt des ersten Schalters zu einem Eingangskontakt umgelegt wird, der das Fernsehsignal aufnimmt, wenn kein Video-Umschaltsignal vorliegt. Wenn dagegen das Video-Umschaltsignal vorliegt, wird der bewegliche Kontakt des ersten Schalters zu dem anderen Eingangskontakt umgelegt, der das zusammengesetzte Videosignal aufnimmt. Andererseits wird ein beweglicher Kontakt des zweiten Schalters zu einer ersten Schaltkontaktseite umgelegt, wenn kein RGB-Umschaltsignal vorliegt. Wenn dagegen das RGB-Umschaltsignal vorliegt, wird der bewegliche Kontakt des zweiten Schalters zu der RGB-Mehrstiftstecker-Videoeingangskontaktseite umgelegt.

Der bereits vorgeschlagene Fernsehempfänger führt die Bildwiedergabe mit dem zusammengesetzten Videosignal, welches in das Leuchtdichtesignal und das Farbwertsignal zerlegt ist, mittels eines Kammfilters durch. Vor kurzem wurde ein neuartiger Fernsehempfänger vorgeschlagen, der einen sog. S- Eingangsanschluß hat und durch den das Videosignal, das von einem VTR übernommen wird, bereits in das Leuchtdichtesignal und das Farbwertsignal zerlegt wird, um eine weitere Verbesserung der Bildqualität des Fernsehempfängers zu erreichen.

Indessen ergeben sich in der Videosignal-Umschalteinrichtung den zuletzt genannten, neuartigen Fernsehempfänger Probleme:

  • 1. Da es notwendig ist, das Synchronisationssignal in das Video-Ausgangssignal aufzunehmen, das über den RGB-Mehrstiftstecker-Videoausgabeanschluß ausgegeben wird, um die Überlagerung des Videosignals, das von einem externen Computer über den S-Eingangsanschluß zugeführt wird, ausführen zu können, besteht das RGB-Mehrstiftstecker-Videosignal nur aus dem Leuchtdichtesignal, das über den S-Eingangsanschluß zugeführt wird. Daher ist das überlagerte Bild des VTR oder des Fernsehers nur ein einfarbiges Bild.
  • 2. Um das Problem gemäß (1) zu lösen, wurde bereits eine Schaltung zum Zusammensetzen des Leuchtdichtesignals und des Farbwertsignals, welche in dem Fernsehempfänger getrennt sind, vorgeschlagen, um ein zusammengesetztes Video-Ausgangssignal für den RGB-Mehrstiftstecker zu erzeugen, das benutzt wird, um die Bilder zu überlagern, die von dem VTR usw. zugeführt werden. Indessen weist eine Schaltung für den zuvor beschriebenen Zweck einen komplexen Schaltungsaufbau auf und ist demzufolge teuer.
  • 3. Um das beschriebene Problem gemäß (1) zu lösen, wird das zusammengesetzte Videosignal, das normalerweise in dem VTR erzeugt worden ist, zusammen mit dem zerlegten Videosignal für den S-Eingangsanschluß benutzt, um eine Überlagerung durchzuführen. Gegenwärtig werden Mittel zum Umstellen der Verbindungen und Umschaltmittel in Erwägung gezogen. Allerdings sind der Vorgang für das Umstellen und der Einsatz von Umschaltmitteln arbeitsintensiv und können zu Komplikationen führen.


Ferner ist aus der DE 33 05 090 A1 der gleichen Anmelderin ein Fernsteuersystem mit einer Umschaltvorrichtung zwischen den Ringangssignalen eines Video-Magnetbandrecorders VTR und eines Fernsehempfängers bekannt. Der Video-Magnetbandrecorder und der Fernsehempfänger enthalten jeweils Wählschalter, welche je nach ihrer Betätigung unterschiedliche Verbindungen herstellen können, so daß alle Betriebsarten der beiden Einrichtungen ermöglicht werden. Die Betätigung der Wählschalter erfolgt durch Steuereinheiten, die die codierten Befehlssignale einer Fernsteuereinheit empfangen und die Wählschalter entsprechend der Betätigung unterschiedlicher Tasten der Fernsteuereinheit einstellen.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Gerät zum Verarbeitungen von Videosignalen mit einfachem Schaltungsaufbau anzugeben, das wahlweise die Verarbeitung eines Videosignales mit separiertem Leuchtdichtesignal und Farbwertsignal sowie eines zusammengesetzten Videosignals ermöglicht.

Die Erfindung wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 bis 18 angegeben.

Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung detailiert beschrieben.

Fig. 1 zeigt ein Blockschaltbild eines Videosignal-Verarbeitungsgeräts gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel für die vorliegende Erfindung.

Fig. 2 zeigt eine Logikschaltungsanordnung zum Steuern von Schaltvorgängen in einem wesentlichen Teil des Videosignal-Verarbeitungsgeräts gemäß Fig. 1.

Fig. 3 zeigt eine Wahrheitstabelle für die Logikschaltungsanordnung gemäß Fig. 2.

Fig. 4 zeigt eine schematische Übersicht nach Art einer Ausgangssignal-Wahrheitstabelle für die Schaltungsanordnung gemäß Fig. 1.

Wie bereits erläutert, zeigt Fig. 1 ein Blockschaltbild eines Videosignal-Verarbeitungsgeräts gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel für die vorliegende Erfindung.

Das bevorzugte Ausführungsbeispiel ist zur Anwendung auf einen Fernsehempfänger bestimmt.

Das in Fig. 1 gezeigte Videosignal-Verarbeitungsgerät enthält

  • a) einen Schalter 1 zum wahlweisen Anschalten entweder eines Fernsehsignal (TV)-Eingangsanschlusses E oder eines Video-Eingangsanschlusses F für ein zusammengesetztes Videosignal,
  • b) einen Schalter 2 zum wahlweisen Anschalten entweder eines Schalter-Ausgangsanschlusses C des Schalters 1 oder eines Video-Eingangsanschlusses D, der mit einem RGB-Mehrstiftsteckeranschluß 7 verbunden ist, und
  • c) einen Schalter 3 zum wahlweisen Anschalten entweder eines Schalter-Ausgangsanschlusses des Schalters 2 oder eines S-Eingangsanschlusses A.


Jeder der Schalter 1, 2, 3 ist mit einem Betätigungseingang 1a, 2a bzw. 3a versehen. Jeder der Schalter 1, 2, 3 ist zu jedem seiner beiden Eingänge in Abhängigkeit davon umlegbar, ob ein Signal, das dem entsprechenden Betätigungseingang 1a, 2a bzw. 3a zugeführt wird, einen hohen Pegel (H) oder einen niedrigen Pegel (L) aufweist.

Wenn beispielsweise der Betätigungseingang 1a des Schalters 1 ein Eingangssignal mit dem hohen Pegel (H) aufnimmt, wählt der Schalter 1 den TV-Eingangsanschluß E aus. Wenn der Betätigungseingang 1a ein Eingangssignal mit dem niedrigen Pegel (L) aufnimmt, wählt der Schalter 1 den Video-Eingangsanschluß F aus, der mit einem Eingangsanschluß 5 für das zusammengesetzte Videosignal verbunden ist. Andererseits wählt der Schalter 2, wenn dessen Betätigungseingang 2a ein Eingangssignal mit dem hohen Pegel (H) aufnimmt, den Schalter-Ausgangsanschluß C aus, der mit dem ausgewählten Eingangsanschluß des Schalters 1 verbunden ist. Wenn der Betätigungseingang 2a ein Eingangssignal mit dem niedrigen Pegel (L) aufnimmt, wählt der Schalter 2 den Video-Eingangsanschluß D aus, der mit dem RGB-Mehrstiftsteckeranschluß 7 verbunden ist. Des weiteren wählt der Schalter 3, wenn das Eingangssignal des Betätigungseingangs 3a den hohen Pegel (H) aufweist, den Schalter-Ausgangsanschluß B aus, der mit dem ausgewählten Eingangsanschluß des Schalters 2 verbunden ist. Wenn der Betätigungseingang 3a ein Eingangssignal mit dem niedrigen Pegel (L) aufnimmt, wählt der Schalter 3 den S-Eingangsanschluß A aus, um ein Bildwiedergabe-Eingangssignal für den Fernsehempfänger bereitzustellen. Jeder der Schalter 1, 2, 3 ist beispielsweise als ein analoger Schalter ausgeführt.

Ein äußerer Eingangs/Ausgangs-Anschluß des Videosignal-Verarbeitungsgeräts für den Fernsehempfänger gemäß dem bevorzugten Ausführungsbeispiel enthält einen Trenn-Eingangsanschluß 4 (den sog. S-Anschluß) für ein Videosignal, das in ein Leuchtdichtesignal und ein Farbwertsignal zerlegt ist, welches von einem Video-Magnetbandrecorder VTR (nicht gezeigt) zugeführt wird, den Eingangsanschluß 5 für ein zusammengesetztes Videosignal, über den ein zusammengesetztes Signal des Videosignals, welches von dem VTR zugeführt wird, eingebbar ist, einen Video-Ausgangsanschluß 6 auf dem RGB- Mehrstiftstecker, über den das Videosignal ausgegeben wird, um es mit dem anderen Videosignal zu synchronisieren, und einen Video-Eingang in Form des RGB-Mehrsteckeranschlusses 7, über den ein Videosignal aus der anderen Video-Einrichtung, dem ein Signal zu überlagern ist, zuführbar ist. Die Anschlüsse 4, 5, 6 und 7 sind mit den jeweils betreffenden Schaltern 1, 2, 3 in der in Fig. 1 gezeigten Weise verbunden. Der Video-Ausgangsanschluß 6 auf dem RGB-Mehrstiftstecker nimmt das ausgewählte Ausgangssignal aus dem Schalter 1 auf, das auch dem Schalter 2 zugeführt wird. Das Fernsehsignal TV wird einem Anschluß, d. h. der TV-Eingangsseite zugeführt, wie dies in Fig. 1 gezeigt ist, und zwar von einer internen Schaltung des Fernsehempfängers, wobei das Fernsehsignal TV üblicherweise ein normales Fernsehsignal ist, welches beispielsweise von einer Antenne zugeführt wird. Der zuvor genannte S-Anschluß, nämlich der Trenn-Eingangsanschluß 4, bildet einen ersten Eingangsanschluß gemäß der vorliegenden Erfindung, und der zuvor genannte Eingangsanschluß 5 für das zusammengesetzte Videosignal bildet einen zweiten Eingangsanschluß.

Des weiteren enthält das Videosignal-Verarbeitungsgerät gemäß dem bevorzugten Ausführungsbeispiel einen RGB-Eingangsanschluß 8 auf dem RGB-Mehrstiftstecker als einen dritten Eingangsanschluß und einen RGB-Schaltteil 9. Aufgrund des Empfangs eines RGB-Eingangssignals über den RGB-Eingangsanschluß 8 und eines Bildwiedergabe-Eingangssignals, das mittels des Schalters 3 weitergeleitet wird, führt das Videosignal-Verarbeitungsgerät eine Reihe von Schaltvorgängen in einer Weise durch, daß ein RGB-Eingangssignal von dem RGB- Eingangsanschluß 8 direkt dargestellt wird, (RGB-Betriebsweise, keine Überlagerung), ein Bildwiedergabe-Eingangssignal direkt dargestellt wird (TV-Betriebsweise, Betriebsweise für zusammengesetztes Videosignal, S-Eingabe-Betriebsweise) und ein RGB-Eingangssignal zu dem zusammengesetzten Signal für die Bildwiedergabe zusammengesetzt wird (RGB-Betriebsweise, Überlagerung ist vorhanden). Diese Darstellungs-Betriebsweisen-Schaltvorgänge werden in Reaktion auf Befehle ausgeführt, die aus einer logischen Schaltung (nicht in Fig. 1 gezeigt) gewonnen werden. Die Schaltbefehle, die aus der logischen Schaltung gewonnen werden, werden auf der Grundlage von Befehlen bestimmt, die aus Bedienungs-Eingabeschaltern, welche auf der Vorderseite oder der Rückseite des Fernsehempfängers angeordnet sind, oder aus einem Fernbedienungsschalter gewonnen werden oder alternativ dazu von einem Computer (nicht gezeigt) ausgegeben werden.

Fig. 2 zeigt ein Prinzipschaltbild der logischen Schaltung zum Betätigen des Schalters 2 bzw. des Schalters 3.

Mit den logischen Ausgängen von beispielsweise dem Computer oder den manuell betätigten Eingabeschaltern sind Eingangsanschlüsse verbunden, die mit 10a bzw. 10b bezeichnet sind. Eine periphere Schaltung, die einen Transistor Tr 1 enthält, bildet einen Inverter, der ein Eingangssignal aufnimmt, welches über den Eingangsanschluß 10a zugeführt wird. Zwei Dioden D1, D2, ein Transistor Tr 2 und Widerstände R1, R2, R3 und R4 bilden eine ODER-Schaltung, die das Ausgangssignal des Inverters und ein Eingangssignal (2), das über den Eingangsanschluß 10b zugeführt wird, aufnimmt. Der Kollektor des Transistors Tr 2 ist über den Widerstand R3 mit einer Versorgungsspannungsquelle Vcc verbunden, und der Emitter dieses Transistors ist über den Widerstand R4 geerdet und mit den Katoden der Dioden D1 und D2 verbunden. Die Anode der Diode D1 ist mit einem invertierten Ausgang des Inverters verbunden, und die Anode der Diode D2 ist mit dem Eingangsanschluß 10b verbunden, über den das Eingangssignal (2a) zugeführt wird. Die Basis des Transistors Tr 2 liegt auf einem Potential, das durch eine Teilerschaltung bestimmt ist, die durch die Widerstände R1 und R2 gebildet ist. Das Basispotential ist durch die Widerstandswerte der Widerstände R1 und R2 derart eingestellt, daß wenn ein Punkt (A) des Emitters des Transistors Tr 2 auf einem niedrigen Pegel (L) liegt, das Basispotential des Transistors Tr 2 um eine Basis/Emitter-Spannung VBE höher liegt, und wenn der Punkt (A) auf einem hohen Pegel (H) liegt, das Basispotential um die Basis/Emitter-Spannung VBE niedriger ist. Die Widerstandswerte der Widerstände R3 und R4 sind so festgelegt, daß sich eine Pegeländerung des Kollektorausgangssignals des Transistors Tr 2 durch die Schwellenspannung des Betätigungseingangs 3a des Schalters 3 vergrößert oder verkleinert, um den Schalter 3 umzuschalten. Es sei angemerkt, daß ein über den Eingangsanschluß 10a zugeführtes Eingangssignal (1) direkt an den Betätigungseingang 2a des Schalters 2 gelegt wird und daß das ODER-Schaltungsausgangssignal (d. h. das Kollektorausgangssignal des Transistors Tr 2) an den Betätigungseingang 3a des Schalters 3 gelegt wird.

Fig. 3 zeigt die Wahrheitstabelle der logischen Schaltung, die zuvor beschrieben wurde.

Da das Eingangssignal, das mit (1) bezeichnet ist, dem Betätigungseingang 2a zugeführt wird und der Betätigungseingang 3a das Eingangssignal (1) und mittelbar auch das Eingangssignal (2) aufnimmt, weist das Eingangssignal des Betätigungseingangs 3a nur dann den niedrigen Pegel (L) auf, wenn das Eingangssignal (1) und das Eingangssignal (2) jeweils den niedrigen Pegel (L) haben. Das Eingangssignal des Betätigungseingangs 3a nimmt in allen anderen Fällen den hohen Pegel (H) an. Demzufolge wählt jeder der Schalter 2 und 3 die Anschlüsse A, B bzw. C, D in der in der Tabelle gemäß Fig. 3 gezeigten Weise aus.

Der hohe Pegel des Eingangssignals (1) ist bestimmt für die S-Eingangsbetriebsweise, der niedrige Pegel des Eingangssignals (1) ist bestimmt für die Fernseh (TV)-Betriebsweise oder Video-Betriebsweise, der hohe Pegel des Eingangssignals (2) ist bestimmt für die RGB-Betriebsweise, und der niedrige Pegel des Eingangssignals (2) ist bestimmt für eine Nicht- RGB-Betriebsweise. Der Schalter 3 wird immer auf die TV- Betriebsweise oder die Video-Betriebsweise ungeachtet der S-Eingabebetriebsweise geschaltet (d. h. der Eingangspegel des Inverters ist hoch), wenn die RGB-Betriebsweise ausgewählt ist. In der S-Eingabebetriebsweise und der RGB-Betriebsweise ist eine Überlagerung des Bildes auf dasselbe Bild wie in der S-Eingabebetriebsweise (Nicht-RGB-Betriebsweise) durch das zusammengesetzte Signal möglich, falls der Betätigungseingang 1a des Schalters 1 automatisch (oder durch manuelle Betätigung des betreffenden Bedienungsschalters) den niedrigen Pegel (L) aufnimmt, um die Video-Eingangsseite auszuwählen.

Fig. 4 zeigt eine Ausgabe-Logikübersicht für die Eingänge zum Darstellen der Bilder, die von der in Fig. 1 gezeigten Schalteinrichtung auszugeben sind.

Der Schalter 1 bestimmt, ob die TV-Betriebsweise (Fernseh (TV)-Signalauswahl) oder die Video-Betriebsweise (Auswahl des zusammengesetzten Videosignals) ausgewählt ist. Das Umschalten zu der S-Eingabe-Betriebsweise (S-Eingabe-Auswahl) hat eine höhere Priorität als das Umschalten des ersten Schalters 1 zu der TV-Betriebsweise oder der Video- Betriebsweise. Des weiteren wird in der RGB-Betriebsweise, die eine höhere Priorität als die S-Eingabe-Betriebsweise aufweist, entweder das Fernseh (TV)-Signal oder das zusammengesetzte Videosignal entsprechend dem Schaltzustand des Schalters 1 als das Videoeingangssignal ausgewählt, welches von dem RGB-Mehrstiftstecker zugeführt wird, so daß ein Überlagern des Bildes ermöglicht ist.

Wie zuvor beschrieben, ist wenn die RGB-Betriebsweise während der S-Eingabe-Betriebsweise eingeführt wird, das zusammengesetzte Signal eines Videosignals, welches von dem S-Eingabeanschluß oder Trenn-Eingangsanschluß 4 zugeführt wird, automatisch als das RGB-Mehrstiftstecker-Eingangssignal auswählbar. Damit ist die Bedienungsmöglichkeit während der RGB-Betriebsweisen-Umschaltung verbessert.

Es sei angemerkt, daß die erforderlichen Umschalt-Logikschaltungsteile nicht auf diejenigen beschränkt sein müssen, die in dem bevorzugten Ausführungsbeispiel gezeigt sind. Vielmehr können unterschiedliche Arten von Schaltungsteilen benutzt werden. Zusätzlich können die Anschlüsse, die für den S-Eingang und den Signaleingang für das zusammengesetzte Videosignal benutzt werden, mehrfach vorgesehen sein. Sie können alternativ dazu auch aus einem einzigen Anschluß bestehen, falls dieser in geeigneter Weise umgeschaltet und ausgewählt wird. Das erfindungsgemäße Videosignal-Verarbeitungsgerät ist nicht auf ein Gerät beschränkt, das in einen Fernsehempfänger eingebaut ist. Vielmehr betrifft die Erfindung auch ein Gerät, das kein Fernsehempfänger ist, beispielsweise einen Monitor-Empfänger. Des weiteren ist die Erfindung auf ein ein unabhängiges Gerät anwendbar.

Falls die Verwendung eines normalen Fernsehsignals nicht vorgesehen ist, wird der Schalter 1 nicht benötigt. Das Eingangssignal für das zusammengesetzte Videosignal kann dann direkt an den Schalter 2 gelegt werden und als das Videoausgangssignal an den RGB-Mehrstiftstecker ausgegeben werden. Die Schalteinrichtung, die logische Schaltung, welche in Fig. 2 gezeigt ist, und der RGB-Umschaltteil, der in Fig. 1 gezeigt ist, sind lediglich bevorzugte Ausführungsbeispiele für Steuermittel gemäß der vorliegenden Erfindung. Die logische Schaltung und der RGB-Schaltteil können extern angeordnet sein.

Wie zuvor beschrieben, kann das Videosignal-Verarbeitungsgerät gemäß der vorliegenden Erfindung, dann wenn ein unterschiedliches Bild dem Bild des Videosignals, das in ein Leuchtdichtesignal und ein Farbwertsignal zerlegt ist, überlagert werden soll, die Überlagerungsfunktion problemlos mit einer einfachen Schaltungsanordnung ausführen.


Anspruch[de]
  1. 1. Gerät zum Verarbeiten von Videosignalen, gekennzeichnet durch
    1. - einen ersten Eingangsanschluß (4) zum Eingeben eines ersten Videosignals in einem ersten Zustand, in welchem das erste Videosignal in ein Leuchtdichtesignal und ein Farbwertsignal zerlegt ist,
    2. - einen zweiten Eingangsanschluß (5) zum Empfang des ersten Videosignals in einem zweiten Zustand, in welchem das erste Videosignal als zusammengesetztes Signal vorliegt,
    3. - einen dritten Eingangsanschluß (8) zum Empfang eines zweiten Videosignals,
    4. - ein erstes Schaltmittel (3) zum Auswählen entweder eines Signals an dem ersten Eingangsanschluß (4) oder eines Signals an dem zweiten Eingangsanschluß (5) und
    5. - eine Steuereinrichtung zum Steuern des ersten Schaltmittels (3), um das Signal an dem zweiten Eingangsanschluß (5) auszuwählen, wenn das Signal von dem dritten Eingangsanschluß (8) mit dem ersten Videosignal, das in seinem zweiten Zustand vorliegt, überlagert wird.
  2. 2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein zweites Schaltmittel (1), das einen mit einem vierten Eingangsanschluß verbundenen Anschluß hat, dem ein normales Fernsehsignal (TV) zugeführt wird, zum Auswählen des Signals an dem vierten Eingangsanschluß oder des ersten Videosignals in seinem zweiten Zustand, um eine Überlagerung durchzuführen, vorgesehen ist.
  3. 3. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Signal, das ein Synchronisierungssignal enthält, über das zweite Schaltmittel (1) von dessen erstem Eingangsanschluß her an ein peripheres Gerät ausgegeben wird, um es für eine Synchronisation mit einem Bild des zweiten Videosignals zu benutzen.
  4. 4. Gerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Signal, welches für die Synchronisation benutzt wird, über einen fünften Eingangsanschluß (7) eingegeben wird und für die Überlagerung mit einem Bildsignal benutzt wird.
  5. 5. Gerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein drittes Schaltmittel (2) zum Auswählen des Signals, das über den fünften Eingangsanschluß (7) eingegeben wird, oder eines Ausgangssignals, das von dem zweiten Schaltmittel (1) zugeführt wird, und zum Übergeben des ausgewählten Signals an das erste Schaltmittel (3) vorgesehen ist.
  6. 6. Gerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Schaltmittel (3) entweder das Eingangssignal, das über den ersten Eingangsanschluß (4) zugeführt wird, oder das Ausgangssignal des dritten Schaltmittels (2) auswählt.
  7. 7. Gerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine Synthetisierungsschaltung (9) vorgesehen ist, in die das Ausgangssignal des ersten Schaltmittels (3) und das Bildsignal eingegeben werden.
  8. 8. Gerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Synthetisierungsschaltung (9) die Überlagerung durchführt.
  9. 9. Gerät nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der dritte Eingangsanschluß (8), der erste Eingangsanschluß (4) und der fünfte Eingangsanschluß (7) auf einem RGB-Mehrstiftstecker angeordnet sind.
  10. 10. Gerät nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Synthetisierungsschaltung (9) mit einem Steuersignal-Eingangsanschluß versehen ist und daß ein Steuersignal an den Steuersignal-Eingangsanschluß gelegt wird, das benutzt wird, um jedes der Signale, die von der Synthetisierungsschaltung (9) ausgegeben werden, auswählen zu können.
  11. 11. Gerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuersignal, welches in die Synthetisierungsschaltung (9) eingegeben wird, eine erste Betriebsweise einstellt, bei der nur das Ausgangssignal des ersten Schaltmittels (3) ausgegeben wird, eine zweite Betriebsweise einstellt, bei der nur das Bildsignal ausgegeben wird, und eine dritte Betriebsweise einstellt, bei der das Bildsignal überlagert mit dem Ausgangssignal des dritten Schaltmittels (2) ausgegeben wird.
  12. 12. Gerät nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß jedes der Schaltmittel (1, 2, 3) in einer Weise gesteuert wird, daß wenn die dritte Betriebsweise eingestellt ist, das Signal, welches über den fünften Eingangsanschluß (7) eingegeben ist, das Ausgangssignal des ersten Schaltmittels (3) ist.
  13. 13. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Bildsignal ein Signal ist, welches ein Bild repräsentiert, das von einem Computer eingegeben ist.
  14. 14. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Bildsignal das RGB-Signal ist.
  15. 15. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das der erste und der zweite Eingangsanschluß (4, 5) mit einem Video-Magnetbandrecorder VTR verbunden ist.
  16. 16. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß das Videosignal-Verarbeitungsgerät in einem Fernsehempfänger enthalten ist.
  17. 17. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Videosignal-Verarbeitungsgerät in einem Video-Magnetbandrecorder VTR enthalten ist.
  18. 18. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß der dritte Eingangsanschluß (8) mit einem Computer verbunden ist.






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