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Dokumentenidentifikation DE69008317T2 08.09.1994
EP-Veröffentlichungsnummer 0431120
Titel TRAGBARE, SELBSTÄNDIGE VORRICHTUNG ZUR IN-SITU-ANALYSE EINER FLÜSSIGEN ODER FESTEN SUBSTANZ.
Anmelder Etat-Français représenté par le Délégué Général pour l'Armement (DPAG), Paris, FR;
Proengin S.A., Saint-Gyr-l'Ecole, FR
Erfinder SUZANNE, Pierre, F-91490 Oncy-sur-Ecole, FR;
BLEUSE, Patrick, F-59530 Le Quesnoy, FR;
GUENE, Gilles, F-78990 Elancourt, FR;
HEURTEL, Christian, F-91760 Vert-le-Petit, FR
Vertreter Solf, A., Dr.-Ing., 81543 München; Zapf, C., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 42103 Wuppertal
DE-Aktenzeichen 69008317
Vertragsstaaten BE, CH, DE, ES, FR, GB, IT, LI, SE
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 07.06.1990
EP-Aktenzeichen 909094427
WO-Anmeldetag 07.06.1990
PCT-Aktenzeichen FR9000399
WO-Veröffentlichungsnummer 9015318
WO-Veröffentlichungsdatum 13.12.1990
EP-Offenlegungsdatum 12.06.1991
EP date of grant 20.04.1994
Veröffentlichungstag der Übersetzung europäischer Ansprüche 05.09.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.09.1994
IPC-Hauptklasse G01N 1/02

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine tragbare und autonome Apparatur zur in-situ-Analyse einer flüssigen oder festen Substanz, die insbesondere in Form von oberflächlichen Ablagerungen vorliegen kann.

Allgemein weiß man, daß zur Gattung chemischer Waffen Substanzen sehr hoher Giftigkeit gehören, die in Form relativ weit voneinander entfernter feiner Tröpfchen oder feiner Partikel ausgestreut werden sollen (zum Beispiel ausgehend von einer Bombe), wobei der einfache Kontakt eines dieser Tröpfchen oder dieser Partikel mit der Haut oder einer Schleimhaut eines Menschen für diesen Menschen gefährlich sein kann. Gleiches gilt für bestimmte verseuchende Substanzen industriellen Ursprungs.

Es ist also wichtig, das Vorhandensein verseuchter Zonen erfassen und schnell die Zusammensetzung der giftigen Substanz bestimmen zu können, sowie die Dichte, mit der die Tröpfchen oder die Partikel gestreut wurden.

Es gibt derzeit jedoch kein kleines tragbares autonomes Gerät, das es ermöglicht, augenblicklich vor Ort die Gesamtheit dieser Informationen zu erhalten: daher besteht die ins Auge gefaßte Lösung darin, Proben zu entnehmen und sie dann in ein Analyselabor zu bringen. Eine solche Lösung, die im Patent US 4 541 268 beschrieben ist, verwendet eine Sammeloberfläche, die, nachdem sie die zu analysierende Substanz absorbiert hat, mit einer erwärmten Membran in Kontakt kommt, die von einem Trägergas überstrichen wird, das vom Eingangskopf eines Analysegeräts stammt.

Andererseits stellt man derzeit tragbare Geräte zur Analyse einer gasförmiger Zusammensetzung her, die es ermöglichen, das Vorhandensein umweltverschmutzender oder gefährlicher Gase zu erfassen und ihre Analyse durchzuführen. Das europäische Patent EP-A-145 449 schlägt insbesondere eine Vorrichtung zur Erfassung eines chemischen Wirkstoffs in Form von Tröpfchen vor, die einen Kollektor mit einer Sammeloberfläche aufweist, durch die man einen Luftstrom fließen läßt.

Die Erfindung schlägt also vor, dem oben erwähnten Mangel abzuhelfen, indem sie einem tragbaren Gerät zur Analyse einer gasförmigen Zusammensetzung eine Vorrichtung zuordnet, die es ermöglicht, die Entnahme und die Verdampfung der zu analysierenden Substanz durchzuführen, wobei in diesem Fall selbstverständlich die von der Entnahmevorrichtung erzeugten Dämpfe vom Analysegerät als zu analysierende gasförmige Zusammensetzung verwendet werden.

Das sich dann stellende Problem betrifft das Konzept einer Entnahmevorrichtung, die es erlaubt, die zu analysierende Substanz zu entnehmen und sie dann derart zu verdampfen, daß der freigesetzte Dampf völlig vom Analysegerät aufgesaugt werden kann.

Hinzu kommt das Problem, daß diese verschiedenen Vorgänge so durchgeführt werden müssen, daß jede Möglichkeit einer Verseuchung vermieden wird, die dazu führen würde, die später durchgeführten Analysen zu verfälschen.

Zur Lösung dieser Probleme schlägt die Erfindung eine tragbare und autonome Apparatur zur in-situ-Analyse einer Substanz vor, wobei dieses Gerät eine Vorrichtung zur Analyse einer gasförmigen Zusammensetzung aufweist, der eine Vorrichtung zugeordnet ist, die die Entnahme einer Substanz auf einen Träger und dann die Verdampfung der entnommenen Substanz durch Erhitzung dieses Trägers mit Hilfe von in diesen Träger eingebauten Heizmitteln ermöglicht, wobei die Analysevorrichtung mit dem Innenvolumen eines Sammelbehälters der Entnahmevorrichtung verbundene Ansaugmittel aufweist, um die durch diese Erhitzung erzeugten Dämpfe anzusaugen und als zu analysierende gasförmige Zusammensetzung zu verwenden.

Erfindungsgemäß ist diese Apparatur dadurch gekennzeichnet, daß dieser Träger aus einer biegsamen Zunge besteht, die mit einer absorbierenden oder klebenden Schicht bedeckt ist und einen elektrischen Heizwiderstand trägt, und daß dieser Träger sich während der Verdampfungsphase in den Sammelbehälter einfügt, während er während der Entnahmephase außerhalb dieses Behälters angeordnet ist.

Wenn die zu analysierende Substanz flüssig oder gasförmig ist, kann der Entnahmekopf eine mit einer absorbierenden Schicht bedeckte biegsame Zunge aufweisen, wobei die Heizmittel dann aus einem von der Zunge getragenen elektrischen Heizwiderstand bestehen. Die Speisung dieses elektrischen Widerstands kann dann mittels einer Quelle elektrischer Energie erfolgen, die im Körper angeordnet ist und von einem Schalter gesteuert wird, der in Abhängigkeit von der relativen Stellung des Entnahmekopfs und des Behälters betätigt wird.

Vorteilhafterweise kann die Schicht so gestaltet sein, daß sie selektiv absorbiert und somit die Produkte konzentriert, die man nachweisen will. Sie kann insbesondere ein Kieselerdegel aufweisen, das auf die Oberfläche aufgebracht und von Silikon gehalten wird.

Um die Gesamtmenge eines Bestandteils der entnommenen Flüssigkeit zu bestimmen, kann die erfindungsgemäße Vorrichtung außerdem Integrationsmittel aufweisen, die in der Zeit die Augenblickswerte integrieren kann, die vom Analysegerät geliefert werden, wobei diese Integrationsmittel bei Betätigung des Schalters initialisiert werden, der die Inbetriebnahme der Heizmittel steuert.

Eine Ausführungsform der Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben.

Figur 1 ist eine schematische Darstellung, die das Prinzip einer erfindungsgemäßen Apparatur zeigt, die insbesondere zur Analyse von giftigen Flüssigkeiten bestimmt ist.

Die Figuren 2 und 3 sind zwei schematische Perspektivansichten, die eine Verwendungsart einer Entnahme- und Verdampfungsvorrichtung zeigen.

Figur 4 ist ein Axialschnitt der Entnahme- und Verdampfungsvorrichtung, die in den Figuren 2 und 3 gezeigt ist.

Figur 5 ist ein schematischer Teilschnitt eines abnehmbaren Entnahmekopfes, der in dem in den Figuren 2 bis 4 gezeigten Gerät verwendbar ist.

Figur 6 ist ein Teilschnitt durch eine biegsame Zunge, die im in Figur 5 gezeigten Entnahmekopf verwendet werden kann.

Figur 7 ist eine Seitenansicht einer Ausführungsvariante der erfindungsgemäßen Entnahme- und Verdampfungsvorrichtung in der zerlegten Stellung.

Figur 8 ist ein axialer Teilschnitt, der die Vorrichtung der Figur 7 in zusammengesetzter Stellung zeigt.

In dem in Figur 1 gezeigten Beispiel verwendet die Apparatur zur Analyse von giftigen Flüssigkeiten einen tragbaren und autonomen Detektor 1, der in Echtzeit die Analyse einer gasförmigen Zusammensetzung durch Flammenspektrographie durchführt, zum Beispiel in der Art, die im Patent FR No 87 02 762 vom 2. März 1987 im Namen von PROENGIN beschrieben ist.

Dieses Gerät 1 verwendet insbesondere einen Brenner, der mit einem Fenster versehen ist, das mit einer Fokussieroptik 3 ausgestattet ist, in deren Achse hintereinander ein drehbarer Zerhacker 4, der eine Vielzahl von optischen Filtern 5 enthält, d.h. eines pro für das gesuchte Elemente charakteristischer Spektrallinie, und eine optoelektronische Zelle 6 angeordnet sind, die sich in der Fokussierzone der Optik 3 befindet.

Das von der Zelle 6 gelieferte elektrische Signal wird zu einem elektronischen Verarbeitungsschaltkreis übertragen, der nacheinander eine Demoduliereinheit 7, einen Verstärker 8, einen Schwellendetektor 9, einen Integrator 10 und eine Anzeigevorrichtung 11 aufweist.

Der Brenner 2 enthält eine Brennkammer 12, die durch eine Turbine 13 auf Unterdruck gehalten wird. Sie ist mit der Außenumgebung durch eine Ansaugdüse 14, und mit einem Einlaßkreis 15 für einen Wasserstoffstrom mit konstantem Durchsatz verbunden.

Die diesem Analysegerät zugeordnete Entnahme- und Verdampfungsvorrichtung ist schematisch in Figur 1 im Inneren des Blocks 16 dargestellt. Sie weist, wie oben erwähnt, einen auf einer Seite eine Öffnung 18 aufweisenden Sammelbehälter 17 und einen in Bezug auf diesen Behälter 17 beweglichen Entnahmekopf 19 auf, der nacheinander eine Verdampfungsstellung (durchgezogene Striche), in der er sich im Inneren des Behälters 17 befindet, und eine Entnahmestellung (in durchbrochener Strichen) einnehmen kann, in der er sich zumindest teilweise außerhalb des Behälters 17 befindet, nachdem er durch die Öffnung 18 getreten ist. Der Behälter 17 weist außerdem eine Öffnung 20 mit einem Koppelkopf 21 auf, der an die Ansaugdüse 14 des Analysegeräts 1 angeschlossen wird.

Der Entnahmekopf 19 kann, wie in den Figuren 4 und 5 gezeigt, aus einer Zunge 22 bestehen, die eine Schleife bildet und deren beide Enden 23, 24 je an einer der beiden Seiten eines starren Trägerstabs 25 befestigt sind.

Diese Zunge 22 hat eine vielschichtige Struktur, die zwei Schichten 26, 27 aus elektrisch isolierendem Kunststoffmaterial, zwischen denen ein elektrischer Heizwiderstand 28 angeordnet ist, und auf der Außenseite der Schicht 24 eine absorbierende Außenschicht 29 aufweist.

Die Speisung des Heizwiderstands 28 mit elektrischer Energie geschieht mittels einer Stromversorungsquelle 30, wie z.B. einer Batterie von Zellen oder Akkumulatoren. Diese Quelle ist mit dem Heizwiderstand 28 über einen elektrischen Schaltkreis verbunden, der einen Schalter 31 aufweist, dessen Schließen automatisch von einer mechanischen Verbindung gesteuert wird, wenn der Kopf 19 in der Verdampfungsstellung ist, und dessen Öffnen durch den Schwellendetektor 9 und/oder durch Stellungserfassungsmittel gesteuert wird, wenn der Kopf 19 sich in der Entnahmestellung befindet.

Dieser Schaltkreis weist außerdem Mittel 32 auf, die es erlauben, den Übergang des Schalters 31 in die geschlossene Stellung zu erfassen und die Initialisierung des Integrations kreises 10 des Analysegeräts 1 durchzuführen.

Vom strukturellen Standpunkt aus gesehen kann die Entnahme- und Verdampfungsvorrichtung, wie in den Figuren 2, 3 und 6 gezeigt, einen pistolenförmigen Körper aufweisen, dessen Griff 34 als Aufnahmebehälter an der Quelle elektrischer Energie 30 dient und dessen dem Lauf entsprechendes Teil aus einem rohrförmigen Element 35 besteht, an dessen Ende der Sammelbehälter 17 axial gleitend angeordnet ist. Dieser Behälter 17 hat eine Zylinder-Kegelstumpfform, deren zylindrischer Teil 35 auf dem rohrförmigen Element 35 gleitet und deren kegelstumpfförmiger Teil 37, der in Höhe der stumpfen Fläche offen ist, dazu dient, den Entnahmekopf 19 aufzunehmen.

In diesem Beispiel ist der Entnahmekopf 19 von der Art, die nach der Verwendung weggeworfen wird, und er wird mittels einer elastischen Zange 38 auf das Ende des rohrförmigen Elements 35 aufgesetzt, die außerdem seine elektrische Verbindung mit der Stromversorgung herstellt.

Im Ruhezustand ist der Sammelbehälter 17 in der eingezogenen Stellung (der Kopf 19 befindet sich in der Entnahmestellung). Er kann gegen die Wirkung einer Zugfeder 39 in die ausgefahrene Stellung gebracht werden (die der Verdampfungsstellung des Kopfes entspricht).

Das Ankoppeln des Behälters 17 an die Ansaugdüse 14 des Analysegeräts geschieht hier über einen im wesentlichen kugelförmigen Koppelkopf 21, durch den ein Kanal 20 verläuft, welcher mit dem Innenvolumen des Behälters 17 in Verbindung steht.

Der Betrieb der soeben beschriebenen Apparatur ist wie folgt:

Um eine Entnahme vorzunehmen, hält die Bedienungsperson den Griff der Entnahmevorrichtung wie in Figur 2 gezeigt, wobei der Behälter 17 in Ruhestellung eingezogen ist und den Entnahmekopf 19 vorstehen läßt.

Die Entnahme eines Tropfens geschieht dann, indem der Entnahmekopf 19 derart mit dem Tropfen in Kontakt gebracht wird, daß die giftige Flüssigkeit von der absorbierenden Schicht absorbiert wird.

Die Bedienungsperson koppelt dann die Ansaugdüse des Analysegeräts an, indem sie einen axialen Schub auf den Behälter 17 ausübt, um ihn in die ausgefahrene Stellung zu bringen.

In dieser Stellung wirkt der Behälter auf den Schalter, um den Speisekreis des Heizwiderstandes zu schließen. Parallel dazu überträgt der Detektor ein Initialisierungssignal zum Integrator.

Der Heizwiderstand bewirkt das Verdampfen der von der Schicht absorbierten Flüssigkeit. Die im Behälter 17 enthaltene Mischung aus Luft und Dampf wird durch die Wirkung der Turbine 13 angesaugt und geht dann nacheinander in die Düse 14 und die Brennkammer 12 des Brenners über. Die durch Verbrennung der gasförmigen Mischung im Wasserstoffstrom erhaltene Flamme erzeugt eine Lichtstrahlung, die für jedes den gesuchten Elementen entsprechende Frequenzspektrum am Ausgang des Detektors 6 ein variables Intensitätssignal bewirkt, dessen Integration es erlaubt, die Gesamtmenge der in dem Kopf 19 vorhandenen gesuchten Elemente zu bestimmen.

Der Schwellendetektor ist so gestaltet, daß er ein Signal ausgibt, das eine Abwesenheit gesuchter Elemente anzeigt, sei es, daß die entnommene Flüssigkeit keine enthält, sei es daß die entnommen Flüssigkeit vollständig verdampft ist. In diesem Fall dient der Schwellendetektor dazu, die Öffnung des Schalters und das Anhalten der laufenden Integration zu steuern.

So könnte insbesondere der Entnahmekopf eine Vielzahl von Zungen aufweisen, die nebeneinander auf einer relativ großen Länge angeordnet sind, um das Überstreichen einer bekannten Oberflächenzone durchzuführen. In diesem Fall kann das vom Integrator gelieferte Ergebnis verwendet werden, um die Menge an giftiger Flüssigkeit pro Oberflächeneinheit zu bestimmen.

Der einem solchen Entnahmekopf zugeordnete Sammelbehälter kann dann aus zwei derart aneinander angelenkten Teilen bestehen, daß sie sich öffnen und die Entnahmen ermöglichen und sich schließen können, um das Sammeln der Dämpfe der vom Kopf entnommenen Flüssigkeit zu erlauben.

Wenn die zu analysierende Substanz in Form von festen Teilchen vorliegt, kann die den Entnahmekopf bedeckende absorbierende Schicht außerdem durch eine Klebeschicht ersetzt werden, auf der die Teilchen sich festsetzen können. In diesem Fall bleibt der Betrieb der Entnahmevorrichtung der gleiche wie oben beschrieben.

Im in den Figuren 7 und 8 gezeigten Beispiel besteht die Entnahme- und Verdampfungsvorrichtung aus zwei getrennten Teilen, d.h.:

- einem Entnahmeinstrument 41 in Form einer Pistole, deren Griff 42 als Aufnahmebehälter an einer Quelle elektrischer Energie dient und deren dem Lauf entsprechender Teil in einem halbkugelförmigen Teil 43 endet, das einen axialen Auffangbehälter 44 aufweist, in den ein abnehmbarer Entnahmekopf 45 der oben beschrieben Art eingeführt und elektrisch angeschlossen werden kann, und

- einem Dampfkollektor 46 im wesentlichen in Form eines Rohrs, das einen rohrförmigen Körper 47, der ein im wesentlichen zylindrisches Volumen begrenzt, das auf der einen Seite durch einen Boden 48 verschlossen ist und sich auf der anderen Seite in einer kreisförmigen Öffnung 49 öffnet, und eine rohrförmige Anschlußmuffe 50 aufweist, deren Innenvolumen mit dem Innenvolumen des Körpers 47 in Verbindung steht und die in Bezug auf diesen letzteren radial vorsteht.

Die Anschlußmuffe 50 ist so gestaltet, daß sie an die Ansaugdüse des Analysegeräts 51 angeschlossen werden kann.

Der rohrförmige Körper 47 ist seinerseits so gestaltet, daß er sich auf den halbkugelförmigen Ansatz 43 des Entnahmeinstruments 41 derart aufsetzen kann, daß die Öffnung 49 praktisch dicht verschlossen wird und daß die vom Entnahmekopf gebildete Schleife 52 koaxial zur Anschlußmuffe 50 angeordnet ist.

Außerdem weist der Körper 47 eine Lufteinlaßöffnung 53 an einer Stelle der zylindrischen Wand des Körpers 47 auf, die der Ansaugöffnung 54 entgegengesetzt liegt, durch die die Anschlußmuffe 50 mündet.

Mit Hilfe der soeben beschriebenen Vorrichtung geschieht die Entnahme mittels des Entnahmeinstruments 41 mit seinem abnehmbaren Entnahmekopf 45.

Wenn die Entnahme durchgeführt ist, wird das Instrument 41 an den Dampfkollektor 46 gekoppelt (halbkugelförmiger Ansatz 43 gegen Rand der Öffnung 49), so daß der Entnahmekopf 45 wie oben beschrieben angeordnet ist.

Dann wird die Verdampfung des vom Entnahmekopf 45 absorbierten Produkts durch Anlegen eines elektrischen Stroms auf den in diesen Kopf integrierten Heizwiderstand bewirkt, zum Beispiel indem ein Druck auf einen Betätigungsknopf 55 eines Schalters ausgeübt wird.

Der so freigesetzte Dampf wird vom Analysegerät 51 durch die Anschlußmuffe 50 angesaugt. Aufgrund der oben beschriebenen Anordnungen wird während dieser Ansaugphase der Entnahmekopf 45 von einem im wesentlichen koaxialen Luftstrom überstrichen, ohne daß eine Turbulenz entsteht; man vermeidet so, daß der so erzeugte Dampf die Wände des Dampfkollektors 46 verseucht.

Vorteilhafterweise ist das Entnahmeinstrument mit einer Vorrichtung zum automatischen Ausstoß des Entnahmekopfes ausgestattet; diese Vorrichtung ist so gestaltet, daß jede Möglichkeit einer Verseuchung der Bedienungsperson durch einen benutzten Entnahmekopf vermieden wird.


Anspruch[de]

1. Tragbare und autonome Apparatur zur in-situ Analyse einer Substanz, wobei diese Apparatur eine Vorrichtung (1) zur Analyse einer gasförmigen Zusammensetzung aufweist, der eine Vorrichtung (16) zugeordnet ist, die die Entnahme einer Substanz auf einen Träger (22, 25) und dann die Verdampfung der entnommenen Substanz durch Erhitzung dieses Trägers mithilfe von in diesen Träger (22, 25) eingebauten Heizmitteln (28) ermöglicht, wobei die Analysevorrichtung (1) eine mit dem Innenvolumen eines Sammelbehälters (17; 47-48) der Entnahmevorrichtung (16) verbundene Ansaugvorrichtung (13) aufweist, um die durch diese Erhitzung erzeugten Dämpfe anzusaugen und als zu analysierende gasförmige Zusammensetzung zu verwenden, dadurch gekennzeichnet, dass besagter Träger (22, 25) aus einer biegsamen Zunge (22) besteht, die mit einer absorbierenden oder klebenden Schicht (29) bedeckt ist und einen elektrischen Heizwiderstand (28) trägt, und dass besagter Träger (22, 25) während der Verdampfungsphase in den Sammelbehälter (17; 47-48) eingeführt ist, und während der Entnahmephase ausserhalb dieses Behälters (17; 47-48) angeordnet ist.

2. Apparatur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Entnahmevorrichtung (16) einen Körper (35, 36) aufweist, auf dem angeordnet sind :

- ein Sammelbehälter (17) mit einer Öffnung (18), die in die Aussenluft mündet, und einer Ansaugöffnung (20), die mit dem Ansaugkreis (14) der Analysevorrichtung (1) verbunden werden kann,

- ein herausziehbarer Entnahmekopf (19), der in Bezug auf den Sammelbehälter (17) beweglich ist, sodass er nacheinander eine Entnahmestellung, in der er aus dem Sammelbehälter (17) herausragt, und eine Verdampfungsstellung einnehmen kann, in der er sich im Inneren des Sammelbehälters (17) befindet, und

- Heizmittel (28), um den Entnahmekopf (19) zu erhitzen, wenn er sich in der Verdampfungsstelltung befindet.

3. Apparatur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass besagte absorbierende Schicht (29) Mittel aufweist, um selektiv die Produkte zu absorbieren, die man nachweisen will.

4. Apparatur nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass diese Schicht (29) ein Kieselerdegel aufweist, das auf die Oberfläche aufgebracht ist und von Silikon gehalten wird.

5. Apparatur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zunge (22) eine Vielschichtenstruktur hat, die zwei Schichten (26, 27) aus elektrisch insolierendem Kunststoffmaterial, zwischen denen ein elektrischer Heizwiderstand (28) angeordnet ist, und, auf der Aussenseite einer dieser beiden Schichten, einen absorbierenden oder klebenden Belag (29) aufweist.

6. Apparatur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zunge (22) eine Schleife bildet, deren beide Enden (23, 24) je auf einer der beiden Seiten eines starren Trägerstabs (25) befestigt sind.

7. Apparatur nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Stab (25) herausziehbar auf einem Element (35) angeordnet wird, das durch mechanische Verbindungsmittel (38), die elektrischen Schaltmitteln zugeordnet sind, fest mit dem Körper (35, 36) der Entnahmevorrichtung verbunden sind.

8. Apparatur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Analysevorrichtung (l) Mittel (6) aufweist, die es ermöglichen, ein elektrisches Signal zu erzeugen, dessen Stärke repräsentativ ist für die im gerade analysiert werdenden Gasstrom enthaltene augenblickliche Menge der gesuchten Elemente, und Mittel (10) zur Integrierung dieses Signals, deren Initialisierung von der Entnahmevorrichtung (16) gesteuert wird, wenn der Entnahmekopf (19) in die Verdampfungsstellung übergeht, wobei diese Integrationsmittel (10) es ermöglichen, die Gesamtmenge der in der durch den Entnahmekopf (19) entnommenen Substanz enthaltenen gesuchten Elemente zu bestimmen.

9. Apparatur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Entnahmekopf (19) eine Vielzahl von Zungen (22) aufweist, die nebeneinander angeordnet sind, um einen bekannten Oberflächenbereich überstreichen zu können und der in der Analysevorrichtung verwendete Integrator Mittel aufweist, um eine Information bezüglich der Substanzmenge pro Oberflächeneinheit des verunreinigten Bereichs zu liefern.

10. Apparatur nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Sammelbehälter (17) aus mindestens zwei Teilen besteht, die gelenkig miteinander verbunden sind.

11. Apparatur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie zwei getrennte Teile aufweist, d. h. : ein Handentnahmegerät (41), das ein Endstück (43) mit einem Behälter (44) aufweist, in den ein Träger (45) mit einem eingebauten Heizwiderstand eingeführt und elektrisch angeschlossen werden kann, und einen Dampfkollektor (46), der an eine Analysevorrichtung (51) gekoppelt werden kann, wobei dieser Dampfkollektor (46) einen rohrförmigen Körper (47) aufweist, der ein Volumen begrenzt, das auf der einen Seite durch einen Boden (48) geschlossen und auf der anderen Seite durch eine Öffnung (49) offen ist, auf die das Endstück (43) des Entnahmegerätes (41) aufgesetzt werden kann.

12. Apparatur nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger eine Zunge (22) aufweist, die eine Schleife bildet und dass der Körper (47) des Dampfkollektors (46) eine Ansaugöffnung (54) die durch eine Verbindungsmuffe mit der Analysevorrichtung verbunden ist, und eine Lufteinlassöffnung (53) aufweist, die sich entgegengesetzt zur Ansaugöffnung (54) befindet, wobei diese beiden Öffnungen (53 und 54) sich in der Achse der Schleife befinden, wenn das Endstück (43) auf die Öffnung (49) des Körpers (47) dieses Kollektors aufgesetzt wird.







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