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Dokumentenidentifikation DE3416549C2 15.09.1994
Titel Fahrbare Hopfenpflückmaschine
Anmelder Detsch, Kaspar, 85296 Rohrbach, DE
Erfinder Detsch, Kaspar, 85296 Rohrbach, DE
Vertreter Lewald, D., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 81679 München
DE-Anmeldedatum 04.05.1984
DE-Aktenzeichen 3416549
Offenlegungstag 07.11.1985
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 15.09.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.09.1994
IPC-Hauptklasse A01D 46/02

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine fahrbare Hopfenpflückmaschine, mit Doldensammelbehälter, Rebeneinzug, Pflückeinrichtung, Nachpflückeinrichtung, Saugwindreiniger und angestellten Reinigungsbändern.

Eine solche fahrbare Hopfenpflückmaschine ist bekannt aus der DE 25 13 298 A1. Hierzu wurde aber in der Literatur und nach Angaben der Hersteller festgestellt, daß eine solche fahrbare Hopfenpflückmaschine trotz erheblicher Investitionen sich bisher nicht verwirklichen ließ. Bei einer anderen bekannten Maßnahme (DE 32 00 327 A1) ging es nur darum, die Querrichtung der Siebe horizontal zu halten, damit der Gutstrom nicht nur auf einer Seite auf dem Sieb läuft, während die Nachstellung gemäß der Erfindung den Winkel in Längsrichtung betrifft, der beim Reinigen von Hopfen besonders genau eingehalten werden muß, um überhaupt ein sachgerechtes Trennen zu erreichen. Eine Pflückeinrichtung mit Überkopfzuführung ist aus DE 17 82 212 B2 bekannt.

Stationäre Hopfenpflückmaschinen arbeiten zufriedenstellend.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, zum ersten Mal eine wirklich einsetzbare fahrbare Hopfenpflückmaschine anzugeben, die relativ komprimiert baut, dabei doch nicht zu schwer ist und möglichst viele Teile stationärer Hopfenpflückmaschinen einsetzt und die selbst bei Schiefstellung im Gelände noch in der Lage ist, ihre Funktionen einwandfrei auszuführen.

Gelöst wird diese Aufgabe bei einer fahrbaren Hopfenpflückmaschine der eingangs genannten Art durch eine Überkopfzuführung in die Pflückeinrichtung und eine oberhalb der Rebeneinzugsschiene angeordnete Rebenabreißwalze, wobei die Pflückeinrichtung über dem zwischen den Rädern angeordneten Sammelbehälter angeordnet ist, durch eine Anordnung der Saugwindeinrichtung im oberen hinteren Teil der Pflückmaschine oberhalb der Reinigungsbänder und durch eine Einrichtung zum selbsttätigen Nachstellen der Reinigungsbänder zum Einhalten eines vorgeschriebenen Winkels zur Horizontalen.

Bei der Pflückeinrichtung mit Überkopfzuführung in Verbindung mit der oberhalb angeordneten Abreißwalze ergibt sich eine Verkürzung der notwendigen Einzugstrecke bis zum Abreißen der Reben. Die Anordnung der Pflückeinrichtung über dem Sammelbehälter ist günstig für einen Abwurf der gehäckselten Reben. Die Anordnung der Saugwindeinrichtung im hinteren oberen Teil der Pflückmaschine fördert ebenfalls die direkte Entsorgung des Abfalls ohne zusätzliche Fördernotwendigkeiten. Dasselbe gilt für die ebenfalls ,hinten angeordneten Reinigungsbänder.

Zweckmäßige Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.

So besteht der Rebeneinzug gemäß der Erfindung aus einer über der Pflückeinrichtung geführten Rebeneinzugsschiene, welche aus einer doppel-U-förmigen Einzugsschiene mit Verbindungssteg besteht und einer dieser vorgeschalteten Rebenbahn, wobei im Bereich zwischen den Umlenkzahnrädern im vorderen Anlaufbereich und im Bereich zwischen Häcksler und Umlenkzahnrädern der Verbindungssteg aufgeschnitten ist.

Günstig ist es, wenn der Rebeneinzug aus einer über der Pfückeinrichtung geführten Rebeneinzugsschiene besteht und daß die vorgeschaltete Rebenbahn aus einem Rohr und einer zugeordneten Kette besteht und daß die abgeschnittene Rebe vor dem Einlauf in die Einzugsschiene zwischen zwei nach innen federbeaufschlagten Bandeisen durchläuft.

Dadurch, daß die Pflückeinrichtung über dem Sammelbehälter angeordnet ist, ergeben sich zwei Effekte:

Einmal wird erreicht, daß die Rebe früher abgerissen wird.

Einmal wird hierdurch die Abfallentsorgung (der Abwurf der gehäckselten Reben) vor dem Behälter möglich.

Beide Effekte summieren sich.

Vorzugsweise besteht die Bandnachstelleinrichtung aus einem vom Chassis abgehängten, gedämpften metallischen Pendel, das beidseitig angeordneten Magnetkontakten zugeordnet ist, die bei Annäherung des Steuerventils eines Stellzylinders für die gelenkig aufgehängten Reinigungsbänder auslösen.

Durch den kurzen Radstand aufgrund der neuartigen, insbesondere übereinander bauenden Anordnung und die optimale Gewichtsverteilung auf die Antriebsachse und auf die Lenkachse ist die Maschine sehr wendig und kann ohne Allradantrieb auch im schwierigen Gelände betrieben werden. Im vorderen oberen Teil ist der Hauptpflücker dargestellt, der in unüblicher Weise von der Rebeneinzugsschiene überbaut wird, welche vom Einzugsbeginn am Kopfende der Maschine oberhalb der Hauptpflücktrommel nach hinten läuft und dann zwischen den Pflücktrommeln wieder nach vorne zurückführt, wobei im letzten Abschnitt der eigentliche Pflückvorgang erfolgt. An den Hauptpflückbereich schließt sich der Nachpflücker an. Unterhalb des Nachpflückers verläuft schräg nach oben ein Förderband, das unten ein Auffangblech aufweist und alles von den Reben Abgerissene, nämlich Dolden, Blätter und Äste nach oben fördert zu kleinen Rollen oberhalb eines Saugwindreinigers im hinteren oberen Bereich der Maschine. Das vom Nachpflücker zu verarbeitende Gut wird diesem zugeführt durch das Transportband, das sich horizontal unterhalb sämtlicher Haupfpflücktrommeln erstreckt.

Die Reinigungsbänder sind erfindungsgemäß einstellbar, abhängig von der Neigung des Fahrzeugs und abhängig von dem Feuchtigkeitsgrad des Hopfens.

Durch die neuartige Führung der Rebe erfolgt ein schonendes einwandfreies Abzupfen, ein frontseitiges Abwerfen des Häckselgutes, ein Sammeln im mittleren Teil der Maschine, ein optimales Nachpflücken, eine neuartige Saugwindreinigung, die besser als bisher arbeitet, ein selbsttätiges Nachstellen der Bänder.

Nach der DE-PS 17 82 044 beispielsweise wird das gesamte Gut, d. h. sämtliche Dolden, zumindestens auf das letzte Reinigungsband aufgegeben, was überlastet wird.

Durch die Maßnahme nach der Erfindung fällt der größte Teil der Dolden bereits durch das erste flachgestellte Reinigungsband auf das Transportband. Deshalb wird das letzte Reinigungsband in der Leistung besser ausgenutzt und weniger belastet.

Im Gegensatz zur Maßnahme nach der DE-AS 12 22 311 ist der Einzug der Rebe vorteilhafter und glatter. Anstelle des dort gezeigten vertikalen U-Eisens wird ein oben offenes vertikales Eisen mit Einführblechen verwendet. Durch die an den freien Schenkelenden der U-Schiene angeordneten Bandeisen werden die Ketten im Bereich ihrer Rollen einwandfrei geführt.

Die Hopfenpflückmaschine braucht nun nur noch mittig auf einer Rebenreihe zu fahren und die Reben am unteren Ende kurz über dem Boden abzuschneiden. Die Reben werden am unteren Ende so ergriffen, daß etwa 20 cm durch die Transportkette nach innen vorstehen. Sobald eine solche Rebe in den Bereich des Einführteils der U-Profilschiene gelangt, zieht das von den Ketten weitergezogene Flacheisen die Rebe weiter, wobei ein Ende von 20 cm abgebogen wird. Die so ergriffene Rebe wird dann zwangsgeführt bis zur Umkehrwalze am anderen Ende und dann von dort durch die Hauptpflücktrommeln hindurchgezogen. Im Pflückbereich ist die Führungsschiene unten offen; deswegen können keine Dolden in die Führungsschiene fallen und gegen den Abfall transportiert werden.

Eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung soll nun mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert werden; diese zeigen in

Fig. 1 eine schematische Gesamtdarstellung einer fahrbaren Hopfenpflückmaschine nach der Erfindung;

Fig. 2 eine Einzelheit des Einlaufs;

Fig. 3 eine Schrägansicht der Rebeneinzugsschiene;

Fig. 4 einen Schnitt in etwa längs der Linie IV-IV in Fig. 3, allerdings im Anlaufbereich;

Fig. 5 eine ähnliche Darstellung zur Funktionsweise;

Fig. 6 eine Einzelheit des Einlaufes;

Fig. 7 ein Detail des Nachpfückerabschnittes;

Fig. 8 eine Einzelheit zur Nachstellung der Reinigungsbänder;

Fig. 9 den Saugwindreinigungsabschnitt;

Fig. 10 eine Draufsicht zu einer Einzelheit der Fig. 9;

Fig. 11 einen einen Geländeausgleich enthaltenden Abschnitt der Vorrichtung; und

Fig. 12 eine schematische Seitendarstellung zur Fig. 11.

Die fahrbare Hopfenpflückmaschine nach der Erfindung ist, wie Fig. 1 zeigt, äußerst gedrängt gebaut. Der Übersichtlichkeit wegen soll die Beschreibung der einzelnen Abschnitte der Erfindung getrennt vorgenommen werden. Mittig zwischen den Rädern ist der Behälter 10 für das Pflückgut aufgehängt, über den Nachpflücker und Pflücker im oberen vorderen Teil der Maschine bauen. Einer über Kopf geführten Rebeneinzugsschiene 14 ist eine Rebenbahn 16 zugeordnet. Die Einzelheiten des Übergangs werden weiter unten beschrieben. Die Einzugsschiene läuft über der Hauptpflücktrommel fort nach hinten und wird dann zwischen den Pflücktrommeln wieder nach vorne geführt.

An den Hauptpflückbereich schließt sich in Maschinenlängsrichtung gesehen der Nachpflückbereich 18 an. Unterhalb des Nachpflückers verläuft schräg nach oben eine Transporteinrichtung 20 (Förderband), das unten ein Auffangblech aufweist und alles von den Reben Abgerissene, nämlich Dolden, Blätter, Stengel und Äste, nach oben fördert. Unmittelbar an das Ende des Förderbandes schließen sich kleine, im wesentlichen horizontal angeordnete Rollen 22 und in Maschinenlängsrichtung gesehen hinter diesen der Bereich des Saugwindreinigers 24 an. Unterhalb des Transportbandes 20 ist eine Einrichtung 26 zum Nachstellen der Reinigungsbänder vorgesehen. Das vom Nachpflücker 18 zu verarbeitende Gut wird diesem durch ein unter dem Pflücker 12 vorgesehenes Transportband 28 zugeführt.

Im Bereich des Saugwindreinigers 24 werden die längeren Äste von den Rollen 22 über den Saugwindreiniger hinweg nach hinten transportiert und abgeworfen. Durch die Rollen bzw. Walzen fällt alles übrige hindurch, wie Dolden, Blätter und kleine Stengel. Das leichtere Gut, wie die Blätter, werden von einem um den Saugwindreiniger herumlaufenden Siebband angesaugt und festgehalten und nach oben über die obere Rolle abtransportiert und hinten abgeworfen, während die Dolden und die Stengel nach unten auf die darunter angeordneten Reinigungsbänder fallen.

Nach der Darstellung ist eine Rebe bereits unten abgeschnitten, erfaßt und teilweise hochtransportiert worden und befindet sich vor dem Übergabebereich an die Rebeneinzugsschiene 14. Die abgezupfte Rebe wird durch einen nur angedeuteten, an sich bekannten Häcksler 30 zerkleinert und abgeworfen. Der Eingriff der Walzen im Nachpflückbereich ist übertrieben dargestellt, tatsächlich beträgt er etwa nur 3 bis 4 mm. Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, als Ausgangsneigung für die drei vorgesehenen Reinigungsbänder 36° für das erste, 42° für das zweite und 39° für das dritte Band zu verwenden.

Fig. 6 verdeutlicht den Bereich, wo die Rebe von der Rebenbahn 16, bestehend aus einem Rohr 32 und einer die Rebe gegen das Rohr pressenden Kette 34, einläuft. Die Rebenbahn 16 führt die Rebe, deren Ende ca. 20 cm nach unten vorsteht, zwischen den beiden Zahnrädern 56 und den Ketten 50 der Pflückschiene bis zum Ende des Rohres 32. Am Ende des Rohres 32 befinden sich zwei Bandeisen 36, die bei 38 angelenkt sind und die durch eine Federspannung die Reben solange festhalten, bis ein Mitnehmer der Pflückschienenkette 50 das vorstehende Rebenende erfaßt, abknickt und die Rebe in der Rebeneinzugsschiene weitertransportiert. Die Schiene hat das Profil von Doppel-U-Eisen 44, die zumindest im weiteren Bereich über einen Steg 46 verbunden sind. Führungen 48 für die Rollen von zwei Ketten 50 sind seitlich vorgesehen. Die Ketten werden somit einwandfrei geführt. Mitnehmer 52, die etwa unter Abstand von 1 m angeordnet sind, sorgen dafür, daß der Rebenstummel nach Einführung von etwa 20 cm umgebogen und mitgenommen wird. Im Gegensatz zum Stand der Technik, wie er durch die DE-AS 12 22 311 insoweit dokumentiert ist, ist diese Schiene offen und horizontal angeordnet, während es beim Stand der Technik um eine vertikale Anordnung geht. Fig. 1 zeigt, daß im Bereich des Einzugs zwei Zahnräder 54, 56 zum Umlenken der Kette angeordnet sind. Es handelt sich um sehr grobgliedrige Ketten, beispielsweise von 35 mm Kettengliedlänge. Zu Anfang der U-Schiene kann sich eine Ausnehmung 58 (Fig. 4) befinden. Eine Darstellung mit Rebe und Mitnehmer 52 ist in Fig. 5 gegeben. Die Bandeisen 48 haben die Breite der Rollen, wodurch eine einwandfreie Führung gegeben ist. Die genauen Verhältnisse im Bereich der beiden Zahnradpaare 56 und 54 zeigt am besten Fig. 2. Der Boden des U- Profils ist herausgeschnitten als Einführungsrampe für die Reben. Die einmal erfaßte Rebe wird bis zur Umkehranordnung am anderen Ende geführt und von dort durch die Hauptpflücktrommeln durchgezogen. Die Führungsschiene ist im Pflückbereich dann entsprechend nach unten offen. Deshalb können keine Dolden in die U-Führungsschiene fallen und damit auch nicht zum Abfall transportiert werden. Dies ist auch darauf zurückzuführen, daß die Einzugsschiene mit ihrer Hauptebene parallel liegt. Haben die Hauptpflücktrommeln 64 (es ist nur eine dargestellt) die Rebe bereits schonend gezupft (die Einzugsschiene 14 befindet sich ja in neuartiger Weise oberhalb der Pflücktrommeln - Fig. 1 -), so wird das Pflückgut auf dem Förderer 28 zum Nachpflücken transportiert, wobei das Pflückgut noch überwiegend Blätter, Dolden und Stengel und mit Dolden behangene Äste aufweist. Die Dolden, kleine Stengel und Blätter werden auf das Transportband 20 abgeworfen, die Äste einer ersten Kammwalze 66 zugeführt, zwischen erster und zweiter Kammwalze 68 erfaßt, kommen mit der Nachpflücktrommel 70 in Berührung, wobei die Pflücktrommel sich etwa mit der zehnfachen Drehzahl dreht. Es erfolgt eine Umlenkung, ein Abpflücken. Die dritte Kammwalze 72 greift dann die Äste und führt sie zwischen sich und der vor ihr liegenden Kammwalze 68 wieder auswärts auf das Förderband 20. Ein Leitblech 74 vermeidet einen Verlust an Pflückgut. Es fällt auf, daß nur verhältnismäßig wenig Walzen für das Nachpflücken, und dies bei geringstmöglichem Platzbedarf, erforderlich sind. Durch die Anordnung nach der Erfindung ergibt sich eine erstaunlich geringe Doldenbeschädigung, auch durch schonendes "Überkopfpflücken" der Nachpflücktrommel 70. Das Gut wird vom Nachpflücker in der erwähnten Weise zu den kleinen Rollen 22 gebracht. Die Pflücktrommel läuft beispielsweise bei 160 Umdrehungen, der Nachpflücker bei 300 Umdrehungen und die kleinen Kammwalzen mit 15 bis 30 Umdrehungen.

Interessant ist auch der Saugwindreiniger, der besonders in Fig. 9 dargestellt ist. Den Walzen 22, die auch in Fig. 10 mit ihren Scheiben verdeutlicht sind, werden Dolden, Stengel, Blätter und Äste in der vorbeschriebenen Weise zugeführt. Wesentlich ist, daß der Saugwindreiniger, der im hinteren Bereich von einem Kasten 76 abgeschlossen ist, praktisch ohne die starken Umlenkungen, die beim Stand der Technik noch als erforderlich erachtet wurden, auskommt. Durch die Transportrollen 22, die gemäß Fig. 10 ausgebildet sind, fallen vor allen Dingen die Dolden, kleine Stengel und Blätter hindurch, während größere Stengel und Äste von den Rollen 22 weiter transportiert und dem Siebband zwischen den Umlenkrollen 82 und 80 zugeführt werden. Die Blätter und das leichtere Gut werden am Siebband durch Ansaugen festgehalten, nach oben über die obere Rolle 80 abtransportiert und nach hinten abgeworfen, während Dolden und kleine Stengel nach unten auf die darunter befindlichen Reinigungsbänder fallen. Im Bereich der ersten Rolle 82, die erheblich bezüglich der Transportrollen heruntergesetzt ist, befindet sich ein überstumpfer Winkel, somit eine maßvolle Umlenkung. Ein besonders günstiger Winkel des Siebtrums 81 gegen die Horizontale beträgt 26°. Bereits im Bereich der Transportrollen ist das Gut durch die dort vorgesehenen Lamellen an den Walzen sehr schonend behandelt worden. Umlenkungen, Knicke etc., wie beim Stand der Technik, sind nicht vorhanden. Die Reinigungsbänder - Fig. 8 - wurden vorne bereits mit ihrem günstigsten Winkel erläutert. Auf den Reinigungsbändern rollen die Dolden nach unten, die Stengel werden auf der rauhen an sich bekannten Bahn nach oben transportiert und abgeworfen. Während beispielsweise nach der DE-PS 17 82 044 sämtliche Dolden auf das letzte Reinigungsband (noch einmal) gegeben werden, fällt beim Anmeldungsgegenstand der größte Teil der Dolden bereits durch das erste flachgestellte Reinigungsband 84 auf das Doldentransportband 86; sie werden von dort bereits zum Behälter 10 - Fig. 1 - transportiert, deshalb wird Band 90 gering belastet. Wesentlich im Rahmen der Erfindung ist die Einstellung der Reinigungsbänder gemäß Fig. 8. Die Bandnachstelleinrichtung besteht aus einem gegen das Chassis abgehängten bei 92 gedämpften Pendel 94 aus Metall, das beidseitig angeordneten Fühlerkontakten, insbesondere Annäherungsschalter 96, zugeordnet ist, die bei Annährung den Magnetschalter des Steuerventils 98 (ein hydraulisches Mehrwegeventil, insbesondere ein Vielwegeventil) eines Stellzylinders für die Reinigungsbänder auslösen. Die Reinigungsbänder sind oben gelenkig, wie bei 100 angedeutet, aufgehängt. Hierbei muß die Länge der in Form des Pendels 94 ausgebildeten Fühlereinrichtung zwischen seiner Aufhängung und dem Bereich der Kontakte 96 im wesentlichen gleich der Länge sein, die zwischen dem Anlenkpunkt 100 der Reinigungsbänder und dem Anlenkpunkt von Hebelseilen 102 für das freie Ende der Reinigungsbänder gegeben ist. Der Abstand zwischen dem oberen Anlenkpunkt des Hebelarms 104, an dem die Seile 102 angehängt sind und dem Anbringpunkt der Seile an diesen Hebelarm muß andererseits im wesentlichen gleich dem vertikalen Abstand zwischen diesem oberen Anlenkpunkt des Hebelarms und der Anordnung der Berührungsfühler 96 andererseits sein. 105 ist die Handeinstellung für die Seile 102. Durch die Einhaltung dieser Längenverhältnisse ist sichergestellt, daß die Reinigungsbänder genau um den Winkel verstellt werden, um den sich das Fahrzeugchassis zur Horizontalen bewegt. Die Wirkverbindungen zwischen hydraulischem Magnetventil 98 und Hydraulikzylinder 106 (Fig. 8) sind der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt.

Ein weiteres Mal nutzt die Erfindung den Geländeausgleich aus - siehe Fig. 11 und Fig. 12 - und zwar wird hierfür wieder mit einem Pendel 108 und Berührungskontakten 110, wie bei der Bandnachstellung der Fig. 8, gearbeitet. Ein Mehrwegeventil 112 wirkt auf die Stellzylinder 114. Der Gelenkpunkt 116 ist so nah wie möglich an der unteren Achse vorgesehen, während der auf dem Chassis angeordnete Antrieb 118 mit den Rädern über zwei Winkeltriebe 120 verbunden ist. Zwischen den Winkeltrieben 120 ist eine Schieberohrkupplung 122 angeordnet, Schaltgetriebe, Bremse und Kupplung sind bei 124 verdeutlicht. In Fig. 12 ist das Pendel aus Übersichtlichkeitsgründen nicht eingezeichnet. Die Schieberohrkupplung nimmt die Längenveränderungen stufenlos auf. Durch das verhältnismäßig lange Pendel und die genannten Hebelverhältnisse ist dafür gesorgt, daß eine schnelle Nachstellung, also ein tatsächlicher Ausgleich, für Geländebewegungen erfolgen kann. Genügt für die Einstellung der Reinigungsbänder ein einziger Stellzylinder (beim Kommando Senken genügt es, die Überströmventile zu öffnen), so sind beim Geländeausgleich natürlich zwei Stellzylinder unbedingt erforderlich. Gemäß Darstellung der Fig. 11 genügen zwei Lager 116, für Träger dreieckiger Form genügt Stahlblech.

Nachzutragen wäre zu Fig. 1 noch die Rebenabreiß- und Verteilerwalze 13 oberhalb der Rebeneinzugsschiene 14. Die Rebe wird also immer definiert vom Spanndraht (ohne Bezugszeichen) abgerissen.


Anspruch[de]
  1. 1. Fahrbare Hopfenpflückmaschine mit Doldensammelbehälter, Rebeneinzug, Pflückeinrichtung, Nachpflückeinrichtung, Saugwindreiniger und angestellten Reinigungsbändern, gekennzeichnet durch eine Überkopfzuführung in die Pflückeinrichtung und eine oberhalb der Rebeneinzugsschiene angeordnete Rebenabreißwalze, wobei die Pflückeinrichtung (12) über dem zwischen den Rädern angeordneten Sammelbehälter (10) angeordnet ist, durch eine Anordnung der Saugwindeinrichtung (24) im oberen hinteren Teil der Pflückmaschine oberhalb der Reinigungsbänder (26) und durch eine Einrichtung (26) zum selbsttätigen Nachstellen der Reinigungsbänder zum Einhalten eines vorgeschriebenen Winkels zur Horizontalen.
  2. 2. Hopfenpflückmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rebeneinzugsschiene (14) eine doppel-U-förmige Einzugsschiene (42) mit Verbindungssteg (46) beinhaltet, wobei im Bereich zwischen den Umlenkzahnrädern (56; 54) im vorderen Anlaufbereich und im Bereich zwischen Häcksler und Umlenkzahnrädern (56) der Verbindungssteg (46) aufgeschnitten ist.
  3. 3. Hopfenpflückmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Rebeneinzug besteht aus einer über der Pflückeinrichtung geführten Rebeneinzugsschiene (14) und daß die vorgeschaltete Rebenbahn (16) aus einem Rohr (32) und einer zugeordneten Kette (34) besteht und daß die abgeschnittene Rebe vor dem Einlauf in die Einzugsschiene (42) zwischen zwei nach innen federbeaufschlagten Bandeisen (36, 36) durchläuft.
  4. 4. Hopfenpflückmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwei in der Rebeneinzugsschiene (14) laufende Ketten (50) durch Bandeisen (48) von der Breite der Rollen der Ketten geführt sind.
  5. 5. Hopfenpflückmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Ketten (50) unter Abstand von ca. 1 Meter die Kettenglieder starr verbindende Mitnehmer (52) aufweisen.
  6. 6. Hopfenpflückmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Beginn der Einzugsschiene (42) die durch das Aufschneiden des Verbindungsstegs entstandene Ausnehmung (58) abgeschrägte Einlaufkanten aufweist.
  7. 7. Hopfenpflückmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bandnachstelleinrichtung (26) aus einem vom Chassis abgehängten gedämpften metallischen Pendel (94) besteht, das beidseitig angeordneten Magnetkontakten (96, 96) zugeordnet ist, die bei Annäherung das Steuerventil (98) eines Stellzylinders (106) für die gelenkig auf gehängten Reinigungsbänder auslösen.
  8. 8. Hopfenpflückmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein schräg nach oben das gesamte Gut transportierendes Förderband (20) mit Auffangblech (74), das unterhalb des Nachpflückers (18) angeordnet ist.
  9. 9. Hopfenpflückmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Geländeausgleich (Fig. 11, Fig. 12) der Pendelbauart (108) zwischen Fahrgestell und Aufbau vorgesehen ist, wobei der Gelenkpunkt (106) möglichst nahe der Fahrzeugachse angeordnet ist.






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