PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE3850124T2 15.09.1994
EP-Veröffentlichungsnummer 0434835
Titel VERFAHREN ZUM EINLEGEN EINES STEIFEN KUNSTSTOFFBEKLEIDUNGSROHRES IN EINE LEITUNG.
Anmelder Osaka Bosui Construction Co., Ltd., Osaka, JP
Erfinder MIYAZAKI, Yasuo, Higashinari-ku Osaka-shi Osaka 537, JP;
KAMIDE, Akira, Higashiosaka-shi Osaka 578, JP;
SAITO, Yoshiaki, Nara-shi Nara 631, JP
Vertreter Weinhold, P., Dipl.-Chem. Dr.; Barz, P., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., 80803 München; Dannenberg, G., Dipl.-Ing.; Gudel, D., Dr.phil.; Schubert, S., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 60313 Frankfurt
DE-Aktenzeichen 3850124
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 08.07.1988
EP-Aktenzeichen 889060786
WO-Anmeldetag 08.07.1988
PCT-Aktenzeichen JP8800687
WO-Veröffentlichungsnummer 8900494
WO-Veröffentlichungsdatum 26.01.1989
EP-Offenlegungsdatum 03.07.1991
EP date of grant 08.06.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.09.1994
IPC-Hauptklasse B29C 63/34

Beschreibung[de]
TECHNISCHES GEBIET

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einführen eines steifen Kunststoffauskleidungsrohres durch Leitungsrohre und insbesondere ein Verfahren zum Einführen eines steifen Kunststoffrohres durch ein Leitungsrohr, um das Leitungsrohr mit dem steifen Kunststoffrohr auszukleiden.

STAND DER TECHNIK

Es sind bereits Verfahren zum Auskleiden von Leitungsrohren mit einem steifen Kunststoffrohr vorgeschlagen worden, bei denen das Kunststoffrohr durch das Leitungsrohr eingeführt wird und danach durch Beaufschlagung des Rohres von innen mit Wärme und Druck radial zum Leitungsrohr aufgeblasen wird, um die innere Oberfläche des Leitungsrohres mit dem Rohr zu überziehen. Die durch das vorgeschlagene Verfahren gebildete Auskleidung ist aus dem aufgeblasenen steifen Kunststoffrohr hergestellt und weist deshalb Formhaltigkeit, hohe Festigkeit und eine hohe Qualität auf.

Auch wenn die Auskleidungsarbeit von Leitungsrohren abhängig vom Leitungsrohrtyp unterschiedlich ist, wird die Arbeit für eine Leitungsrohrlänge durchgeführt, die gewöhnlich ungefähr 10 bis ungefähr 100 m als Einzelspanne beträgt. Das steife Kunststoffrohr, das als Auskleidungsmaterial dient, weist eine ziemlich große Länge auf, die länger als eine Leitungsrohrspanne ist, so daß das Rohr bequem zum Arbeitsplatz transportiert werden kann, wenn es auf einer Trommel aufgewickelt ist. Wie in der JP-A-57-178828, auf welcher der Oberbegriff von Anspruch 1 beruht, offenbart ist, kann das steife Kunststoffrohr auf die Trommel aufgewickelt werden, wenn man es radial zu derselben aus der Form mit einem kreisförmigen Querschnitt zu einer flachen Form kollabieren läßt und biegsam macht, indem man es durch Erwärmen erweicht.

Um das Kunststoffrohr von der Trommel abzuwickeln, ist es nötig, das Rohr am Arbeitsplatz wie beim Aufwickeln auf die Trommel zu erwärmen und zu erweichen. Da das auf der Trommel aufgewickelte Kunststoffrohr in Form von Lagen eines flachen Rohres vorliegt, ist es jedoch schwierig, die Lagen unmittelbar zu erwärmen. Weil Kunststoffmaterialien im allgemeinen eine geringe Wärmeleitfähigkeit aufweisen, können weiter die Rohrlagen nicht wirkungsvoll durch Wärmeleitung erwärmt werden. Selbst wenn die Rohrwicklung auf der Trommel erwärmt wird, kann demgemäß die äußerste Lage erweicht werden, aber die darunterliegenden Lagen bleiben unerweicht, mit der Folge, daß das Kunststoffrohr nicht glatt von der Trommel abgewickelt und in das in Betracht gezogene Leitungsrohr eingeführt werden kann, was eine geringe Arbeitseffizienz zur Folge hat.

Wenn das Kunststoffrohr in das Leitungsrohr eingeführt wird, setzt es nach und nach Wärme frei, wird wieder steif und verliert beträchtlich an Biegsamkeit, so daß ein anderes Problem entsteht, nämlich daß das Rohr nicht durch einen dazwischenliegenden Bogen oder ähnlichen Abschnitt des Leitungsrohres hindurchgeführt werden kann.

OFFENBARUNG DER ERFINDUNG

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zum glatten und effizienten Einführen eines steifen Kunststoffrohres durch ein Leitungsrohr bereitzustellen, indem man das Rohr, wie es auf einer Trommel aufgewickelt ist, gleichmäßig über seine gesamte Länge erwärmt und erweicht und das Rohr von der Trommel abwickelt.

Eine andere Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zum Einführen eines steifen Kunststoffrohres durch ein Leitungsrohr bereitzustellen, während das Rohr durch Erwärmen erweicht gehalten wird, bis das Rohr vollständig durch das Leitungsrohr eingeführt worden ist, so daß das Rohr leicht durch einen dazwischenliegenden Bogen des Leitungsrohres hindurchgeführt werden kann.

Andere Merkmale der Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung ersichtlich.

Die vorliegende Erfindung stellt ein Verfahren zum Einführen eines steifen Kunststoffrohres durch ein Leitungsrohr bereit, während das Rohr von einer Trommel abgewickelt wird, auf der das Rohr in flacher Form aufgewickelt ist, wobei das Verfahren gekennzeichnet ist durch Zuführen eines Heizfluids in das Kunststoffrohr, um das Fluid von dessen einem Ende in Richtung seines anderen Endes hindurchzuführen und dadurch das Kunststoffrohr über die gesamte innere Umfangsoberfläche des Rohres zu erwärmen und zu erweichen.

Mit dem Verfahren der Erfindung wird das steife, auf einer Trommel aufgewickelte Kunststoffrohr mit einem Heizfluid über seine gesamte innere Umfangsoberfläche erwärmt, wird deshalb über seine gesamte Länge gleichmäßig in jedem Abschnitt erweicht und kann folglich von der Trommel abgewickelt und glatt und effizient durch das Leitungsrohr eingeführt werden.

Da das Heizfluid in das steife Kunststoffrohr von dessen einem Ende in Richtung seines anderen Endes zugeführt wird, kann das Fluid auf diese Weise auch während des Einführens des Rohres durch das Leitungsrohr kontinuierlich zugeführt werden, wodurch das Kunststoffrohr bei guter Stabilität angemessen erweicht gehalten wird, bis das Rohr vollständig durch das Leitungsrohr eingeführt worden ist. Demgemäß kann das Kunststoffrohr leicht durch einen dazwischenliegenden gebogenen Leitungsrohrabschnitt, falls vorhanden, hindurchgeführt werden.

Bei dem vorliegenden Verfahren kann das Heizfluid durch einen perforierten Schlauch, der im voraus durch das Rohr über dessen gesamte Länge eingeführt ist, dem Inneren des Kunststoffrohres zugeführt werden. Der perforierte Schlauch bewirkt, daß das Heizfluid gleichmäßig an jeden Abschnitt des Rohres über dessen gesamte Länge verteilt wird, wenn das Fluid zugeführt wird, und ist insbesondere zweckdienlich, wenn das Kunststoffrohr eine vergleichsweise große Länge aufweist.

Gemäß dem Verfahren der Erfindung kann das steife Kunststoffrohr zusätzlich zum Erwärmen mit dem Fluid von innen her auch von seiner Außenseite her mit dem Heizfluid erwärmt werden. Ein Erwärmen des Rohres mit dem Fluid sowohl von innen als auch von außen ist insbesondere zweckdienlich, wenn das Rohr eine vergleichsweise große Wandstärke aufweist.

Das durch das Verfahren der Erfindung einzuführende steife Kunststoffrohr ist aus einem thermoplastischen synthetischen Harz hergestellt, wie z. B. Polyvinylchlorid, Polyethylen oder Polypropylen, das einen Erweichungspunkt von bis zu 100ºC aufweist und das durch Erwärmen mit dem Heizfluid erweicht werden kann. Das steife Kunststoffrohr ist im Querschnitt kreisförmig, weist einen Außendurchmesser, der etwa 50 bis 90% des Innendurchmessers des Leitungsrohres entspricht, auf und wird, wenn es auf eine Trommel aufgewickelt wird, in seiner Radialrichtung zu einer flachen Röhrenform zusammengedrückt.

Das Fluid zum Erwärmen und Erweichen des steifen Kunststoffrohres ist am geeignetsten Dampf wegen dessen großer Wärmekapazität, kann alternativ jedoch erwärmte Luft, erwärmtes Wasser oder dergleichen sein.

Das Heizfluid kann dem Kunststoffrohr vom Rohrende auf der innersten Lage der Rohrwicklung auf der Trommel in Richtung des anderen Rohrendes auf seiner äußersten Lage oder in entgegengesetzter Richtung zugeführt werden.

Am Arbeitsplatz wird die Trommel entweder in vertikaler Lage oder in horizontaler Lage installiert. Die horizontale Lage ist günstiger als die vertikale Lage, wenn Dampf als Heizfluid verwendet wird, weil sich der Dampfkanal durch das Kunststoffrohr kontinuierlich spiralförmig in einer Ebene erstreckt und keine Wahrscheinlichkeit besteht, daß der Kanal durch die ablaufende Flüssigkeit blockiert wird, und weiter weil das durch Erwärmen erweichte Kunststoffrohr durch die Trommelseitenplatte am Herabhängen gehindert wird.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Fig. 1 ist ein Gesamtschaubild, das schematisch das Verfahren der Erfindung zeigt, wie es mit einer in vertikaler Lage installierten Trommel durchgeführt wird;

Fig. 1-a ist ein Schaubild in vertikalem Schnitt, aufgenommen entlang der Linie I-I in Fig. 1;

Fig. 2 ist ein Gesamtschaubild, das eine Abwandlung von Fig. 1 zeigt;

Fig. 2-a ist ein Schnittschaubild, aufgenommen entlang der Linie II-II in Fig. 2;

Fig. 3 ist ein Schaubild in vertikalem Schnitt, das den Fig. 1-a oder 2-a entspricht und einen perforierten Schlauch zeigt, wie er zum Zuführen von Dampf verwendet wird;

Fig. 4 ist ein Gesamtschaubild in vertikalem Schnitt, das Fig. 1 entspricht, und eine Zufuhr von Dampf in ein Leitungsrohr zeigt;

Fig. 5 ist ein Gesamtschaubild, das schematisch ein steifes Kunststoffrohr beim Aufwickeln auf die Trommel zeigt;

Fig. 6 ist eine Schnittansicht, aufgenommen entlang der Linie III-III in Fig. 5;

Fig. 7 ist eine Schnittansicht, aufgenommen entlang der Linie IV-IV in Fig. 5;

Fig. 8 ist ein Gesamtschaubild, das schematisch das Verfahren der Erfindung darstellt, wie es mit einer in horizontaler Lage installierten Trommel durchgeführt wird;

Fig. 9 ist eine vergrößerte Seitenansicht, die ein steifes Kunststoffrohr zeigt, wie es auf die Trommel aufgewickelt wird, wobei eine Dampfzufuhrvorrichtung an einem Ende des Rohres auf der innersten Lage der Rohrwicklung befestigt ist;

Fig. 10 ist eine vergrößerte Ansicht, teilweise in vertikalem Schnitt, und zeigt die Trommel, wie sie in horizontaler Lage installiert ist;

Fig. 11 ist eine Draufsicht von Fig. 10, wobei eine obere Abdeckung entfernt ist;

Fig. 12 ist eine bruchstückhafte Schnittansicht, die einen Dampfkanal darstellt, wie er sich im Innern des steifen Kunststoffrohres ausbildet; und

Fig. 13 ist eine Gesamtansicht ähnlich Fig. 8 und zeigt eine Dampfzufuhr in ein Leitungsrohr.

BESTE AUSFÜHRUNGSFORM DER ERFINDUNG

Verschiedene Ausführungsformen, das Verfahren der Erfindung durchzuführen, werden unten mit Bezug auf die begleitenden Zeichnungen beschrieben.

Die Fig. 1 und 1-a stellen eine Ausführungsform der Durchführung des Verfahrens der Erfindung dar, bei der eine Trommel in vertikaler Lage installiert ist.

Mit Bezug auf Fig. 5 wird ein steifes Kunststoffrohr 1, das beispielsweise durch einen Extruder 3 zu einer im Querschnitt kreisförmigen Form (siehe Fig. 6) geformt ist, durch ein Kühlbad 4, eine Transportvorrichtung 5 und ein Heizgerät 6 hindurchgeführt, dann durch Arbeitsrollen 7 zu einer flachen Rohrform (siehe Fig. 7) verformt und danach auf eine Trommel 2 aufgewickelt, so daß es mühelos zu einem Arbeitsplatz transportierbar ist. Beispielsweise wird Dampf als Wärmequelle für das Heizgerät 6 verwendet. Die Arbeitsrollen 7 können mit einem Heizgerät (nicht dargestellt) versehen werden, um die Rollen 7 auf einer vorbestimmten Temperatur zu halten.

Bevor das Kunststoffrohr 1 auf die Trommel 2 aufgewickelt wird, wird das vordere Rohrende 1a, das auf der innersten Lage der zu bildenden Wicklung angeordnet werden soll, in eine hohle Spule 2a an der Mitte der Trommel 2 eingeführt und mit einem Ende einer Dampfzufuhrleitung 8 verbunden, die in die Spule 2a eingeführt und an ihr befestigt ist. Wie aus Fig. 1-a ersichtlich, weist die Dampfzufuhrleitung 8 an ihrem anderen Ende eine Drehgelenkverbindung 8a auf, an der die Zufuhrleitung 8 über eine Dampfrohrleitung 9 in geeigneter Weise mit einer Dampfversorgungsquelle, wie z. B. einem Kessel 10, verbunden werden kann.

Das Kunststoffrohr 1 wird auf die Trommel 2 aufgewickelt, wobei sein innerstes Ende 1- auf diese Weise mit einem Ende der Dampfzufuhrleitung 8 verbunden ist, und wird auf der Trommel 2 aufgewickelt zum Arbeitsplatz transportiert.

Wie in den Fig. 1 und 1-a dargestellt, wird die zum Arbeitsplatz transportierte Trommel 2 in vertikaler Lage auf einem Trägerrahmen 11 montiert und in diesem Zustand in einem wärmeisolierenden Gehäuse 12 untergebracht. Der Trägerrahmen 11 wird nahe an einer von zwei Arbeitsgruben b installiert, die an den entsprechenden Enden einer Spanne des Leitungsrohres a ausgehoben sind.

Um das in dem in den Fig. 1 und 1-a dargestellten Zustand gehaltene Kunststoffrohr 1 zu erwärmen und zu erweichen, wird ein Heizfluid, beispielsweise Dampf, vom Kessel 10 über die Rohrleitung 9, die Drehgelenkverbindung 8a, die Zufuhrleitung 8 und das mit einem Ende der Zufuhrleitung 8 verbundene innerste Rohrende 1a dem Innern des Kunststoffrohres 1 zugeführt, wie aus Fig. 1-a ersichtlich.

Der dem Kunststoffrohr 1 zugeführte Dampf strömt vom Rohrende 1a durch das Rohr 1 in Richtung des anderen Rohrendes 1b auf der äußersten Lage der Wicklung (siehe Fig. 1-a) und erwärmt zwischenzeitlich das Kunststoffrohr 1 von innen über seine gesamte innere Umfangsoberfläche als die zu erwärmende Oberfläche. Das auf der Trommel 2 aufgewickelte Kunststoffrohr 1 kann gleichmäßig an jedem Abschnitt über seine gesamte Länge erweicht werden, indem es auf diese Weise für einige Zeit mit Dampf erwärmt gehalten wird.

Nachdem es an jedem Abschnitt über die gesamte Länge erwärmt und erweicht ist, wird das Kunststoffrohr 1 biegsam und wird zum Abwickeln von der Trommel 2 und zur Einführung in das Leitungsrohr a bereitgemacht.

Wenn es in das Leitungsrohr a eingeführt werden soll, wird das durch Erwärmen erweichte Kunststoffrohr 1 aus dem wärmeisolierenden Gehäuse 12 durch einen Kanal 12a desselben herausgezogen und mittels eines Verbinders 14, der Dampfausströmbohrungen 14a aufweist, mit einem Ende eines bereits durch das Leitungsrohr a hindurch eingeführten Seiles 13 verbunden. Das mit dem Seil 13 verbundene Kunststoffrohr 1 kann in das Leitungsrohr a eingeführt werden, indem eine Winde 15 betätigt und dadurch das Seiles 13 aufwickelt wird, wie in Fig. 1 dargestellt.

Die Dampfzufuhr in das Rohr 1 wird während des Einführens des Rohres 1 in das Leitungsrohr a fortgesetzt, wodurch das Rohr 1 auch während des Einführens erweicht gehalten wird und leicht durch einen dazwischenliegenden gebogenen Leitungsrohrabschnitt, falls vorhanden, hindurchgeführt werden kann (nicht dargestellt).

Um eine steife Auskleidungsschicht zu bilden, wird das steife, durch das Leitungsrohr a eingeführte Kunststoffrohr 1 in der üblichen Weise von innen mit Wärme und Druck beaufschlagt und dadurch in seiner Radialrichtung aufgeblasen.

Die Fig. 2 und 2-a zeigen einen Fall, bei welchem anders als bei dem in den Fig. 1 und 1-a dargestellten Fall Dampf vom äußersten Rohrende 1b in Richtung des innersten Rohrendes 1a in das steife Kunststoffrohr 1 zugeführt wird. In diesem Fall ist der Kessel 10 nahe der anderen Arbeitsgrube b' installiert, und die Rohrleitung 9 zum Zuführen von Dampf vom Kessel 10 erstreckt sich durch das Leitungsrohr a hindurch und ist mit dem äußersten Rohrende 1b verbunden. Die am innersten Rohrende 1a angeschlossene Zufuhrleitung 8 wird als Dampfauslaß verwendet. Mit Ausnahme der obigen Anordnung ist die vorliegende Ausführungsform im wesentlichen dieselbe wie die in den Fig. 1 und 1-a dargestellte Ausführungsform.

Mit Bezug auf eine bruchstückhafte vergrößerte Ansicht von Fig. 3 kann das Kunststoffrohr 1 zur Verwendung bei dem Verfahren der Erfindung einen perforierten Schlauch 16 aufweisen, der durch dasselbe hindurch eingeführt ist, aus wärmebeständigem Gummi hergestellt ist und eine Vielzahl von Löchern aufweist, um dem Inneren des Rohres 1 durch den Schlauch 16 hindurch Dampf zuzuführen. Der perforierte Schlauch 16 dient dann dazu, den Dampf gleichmäßig über die gesamte Länge des Kunststoffrohres 1 zu verteilen, und ist besonders zweckdienlich, wenn das Rohr 1 eine große Länge, beispielsweise von etwa 50 bis etwa 100 m, aufweist. Wenn der perforierte Schlauch 16 verwendet werden soll, um derart verteilten Dampf zuzuführen, wird anstelle des innersten Endes 1a des Rohres 1 ein Ende des Schlauchs 16 mit der Dampfzufuhrleitung 8 verbunden.

Wenn das zu verwendende steife Kunststoffrohr 1 eine vergleichsweise große Wandstärke aufweist, beispielsweise von etwa 3 bis etwa 10 mm, um eine Auskleidung mit erhöhter Wandstärke zu bilden, wird Dampf vom Kessel 10 über Rohrleitungen 9a beziehungsweise 9b in das wärmeisolierende Gehäuse 12 und das Leitungsrohr a zugeführt, um das Rohr 1 zusätzlich zum Erwärmen von innen her von außen mit dem Dampf zu erwärmen, wie aus Fig. 4 ersichtlich ist, die eine Abwandlung von Fig. 1 zeigt.

Fig. 8 zeigt eine andere Ausführungsform, das Verfahren der Erfindung durchzuführen, bei der eine Trommel in horizontaler Lage installiert ist.

Um bei dieser Ausführungsform dem Inneren eines steifen Kunststoffrohres 21 Dampf von dessen einem Ende 21a zuzuführen, wird an dem Rohr 21 ein Dampfzufuhrelement 23 befestigt, wenn das Rohr auf die Trommel 22 aufgewickelt werden soll, wie in Fig. 9 dargestellt. Das Zufuhrelement 23 umfaßt ein Mundstück 23a, das am Rohrende 21a auf der innersten Lage der zu bildenden Rohrwicklung 21 befestigt ist, ein anderes Mundstück 23b, das mit einem Befestigungselement 24 an der Außenseite einer Trommelseitenplatte 22a befestigt ist, und einen wärmebeständigen Gummischlauch 23c, der die beiden Mundstücke 23a, 23b verbindet. Der Gummischlauch 23c erstreckt sich von außen durch eine in der Trommelseitenplatte 22a ausgebildete Öffnung 22b in die Trommel 22 hinein.

Das steife Kunststoffrohr 21 wird auf der Trommel 22 aufgewickelt zum Arbeitsplatz transportiert und mit dem Dampfzufuhrelement 23 verbunden. Die Trommel 22 wird in horizontaler Lage auf einer Trägervorrichtung 25 am Arbeitsplatz montiert.

Wie ausführlicher in Fig. 10 dargestellt, umfaßt die Trägervorrichtung 25 mit der darauf in horizontaler Lage am Arbeitsplatz gehaltenen Trommel 22 ein wärmeisolierendes Gehäuse 26 zum Unterbringen der Trommel 22 und eine hohle Drehwelle 27 zum Halten der Trommel 22 in horizontaler Lage. Die Welle 27 erstreckt sich aufwärts durch eine obere Abdeckung 28 des Gehäuses 26 und trägt an ihrem oberen Ende außerhalb des Gehäuses 26 eine Drehgelenkverbindung 29.

Die Trommel 22 wird auf der Drehwelle 27 montiert, während die obere Abdeckung 28 vom Gehäuse 26 abgenommen ist. Die Trommel 22 ist an zentralen Montagelöchern 22c, die in ihren Seitenplatten 22a ausgebildet sind, um die Welle 27 herum eingepaßt und liegt auf einem Flansch 27a auf, der an der Welle 27 befestigt ist. Der Flansch 27a weist eine Mehrzahl von nach oben überstehenden Bolzen 30 auf, die entlang seines Umfangs angeordnet sind und in Bolzenlöcher 31 passen, die in der unteren Seitenplatte 22a der Trommel 22 ausgebildet sind, wodurch die Trommel 22 mit der Drehwelle 27 verbunden und mit ihr drehbar gemacht wird. Das Mundstück 23b, das außerhalb der oberen Seitenplatte 22a auf der Trommel 22 angeordnet ist, ist an einem Öffnungsverbindungsstück 32 an einem oberen Abschnitt der Drehwelle 27 befestigt.

Nachdem die Trommel 22 in horizontaler Lage installiert worden ist, wird die obere Abdeckung 28 an dem Gehäuse 26 befestigt. Der hohle Abschnitt der Drehwelle 27 wird durch die Drehgelenkverbindung 29 am oberen Ende der Welle und eine an die Verbindung angeschlossene Rohrleitung 33 mit der Dampfversorgungsquelle, beispielsweise einem Kessel 23 (siehe Fig. 8), in Verbindung gebracht, wodurch das Kunststoffrohr 21 zum Erweichen durch Erwärmen bereit gemacht wird. Das andere Ende 21b des Kunststoffrohres 21 auf der äußersten Lage seiner Wicklung weist zum Herausziehen des Rohres 21 durch einen Auslaßkanal 26a des Gehäuses 26, nachdem das Rohr 21 durch Erwärmen erweicht worden ist, ein daran befestigtes Ausziehelement 35 auf. Das Ausziehelement 35 umfaßt ein röhrenförmiges Einsteckrohr 35a, das in das andere Rohrende 21b eingepaßt und damit verbunden ist, und einen Gummischlauch 35b, oder sich vom Einsteckrohr 35a durch den Kanal 26a hindurch zur Außenseite des Gehäuses erstreckt. Das Ausziehelement 35 stellt auch einen Abführauslaß für den Dampf bereit, der durch das Rohr 21 strömt.

Wenn in dem in Fig. 10 dargestellten Zustand Dampf vom Kessel 34 (siehe Fig. 8) zugeführt wird, strömt der Dampf über die Rohrleitung 33, die Verbindung 29, die Drehwelle 27, das Öffnungsverbindungsstück 32, das Mundstück 23b, den Schlauch 23c, das Mundstück 23a (siehe Fig. 9) und das innerste Rohrende 21a in das Kunststoffrohr 21, strömt dann in Richtung des anderen Rohres 21b, während er das Rohr 21 von innen erwärmt, und wird schließlich durch das am anderen Rohrende 21b befestigte Ausziehelement 35 aus dem Rohr 21 abgeführt.

Wie in Fig. 9 dargestellt, wird das Kunststoffrohr 21 demgemäß von innen mit dem Dampf erwärmt, wobei die Trommel 22 in horizontaler Lage installiert ist, das heißt, wobei sich der innere Kanal 21c des Kunststoffrohres 21 in einer horizontalen Ebene kontinuierlich spiralförmig über die gesamte Länge des Rohres 21 erstreckt, mit der Folge, daß sich die ablaufende Flüssigkeit 36, die durch Kondensation des Dampfes erzeugt wird, im unteren Teil des Kanals 21c im wesentlichen gleichmäßig über die gesamte Rohrlänge ansammelt. Folglich wird im oberen Teil des Kanals 21c über die gesamte Länge ein Dampfströmungskanal 21d gebildet. Trotz der Bildung der ablaufenden Flüssigkeit kann deshalb das Kunststoffrohr 21 mittels Dampf von innen gleichmäßig über die gesamte Länge erwärmt werden.

Das Verfahren zum Erwärmen des Kunststoffrohres 21 von innen mit Dampf kann durchgeführt werden, während innerhalb des Gehäuses 26 durch Zuführen von Dampf vom Kessel 34 durch den Kanal 33 und einen Zweigkanal 33a in das Gehäuse 26 eine heiße Atmosphäre aufrechterhalten wird, wie aus Fig. 8 ersichtlich. Wenn die durch Dampf erwärmte heiße Atmosphäre innerhalb des Gehäuses 26 aufrechterhalten werden soll, ist es wünschenswert, den Auslaßkanal 26a mit einem Dichtungselement abzudichten, welches das Herausziehen des Kunststoffrohres 21 erlaubt, wie z. B. einer Gummimembran 37, die mit einem Schlitz 37a zum Herausziehen des Rohres 21 durch denselben ausgebildet ist, wie in Fig. 10 dargestellt ist.

Wenn es mit dem Dampf von innen her erwärmt wird, wird das Kunststoffrohr 21 erweicht, wird biegsam und kann von der Trommel 22 abgewickelt werden, weil es in Form eines flachen Rohrs vorliegt. In dem in Fig. 8 dargestellten Zustand wird das Rohr 21 deshalb durch den Auslaßkanal 26a hindurch nach außen aus dem Gehäuse 26 herausgezogen, während es durch das Ausziehelement 35 hinausgeführt wird. Um das Kunststoffrohr 21 beispielsweise wieder auf die Trommel aufzuwickeln, wird die Trommel 22 mittels einer Antriebseinheit 38 über eine Kette 39 und ein Kettenrad 40 in geeigneter Weise drehbar gemacht. Wenn das Kunststoffrohr 21 abgewickelt werden soll, wird es durch Rollen 41 (siehe Fig. 11) am Herabfallen von der Trommel 22 gehindert, welche entlang dem Umfang der Trommel 22 angeordnet sind, und weiter durch ein Paar Führungsrollen 42, 42, die nahe dem Einlaß des Kanals 26a angeordnet sind, auf den Kanal 26a zu geführt.

Wie in Fig. 8 dargestellt, befindet sich das in flacher Form aus dem Auslaßkanal 26a des Gehäuses 26 herausgezogene Kunststoffrohr 21 anfänglich in vertikaler Lage, wird zu der Zeit, wenn es eine obere Führungsrolle 43 erreicht, die oberhalb der Arbeitsgrube b angeordnet ist, um 45 Grad geneigt und wird zu der Zeit, wenn es eine untere Führungsrolle 44 erreicht, die im unteren Teil der Arbeitsgrube b angeordnet ist, weiter um 45 Grad in eine horizontale Lage geneigt. In dieser horizontalen Lage wird das Rohr 21 an einem Verbinder 46 an einem Ende eines Zugseils 45 befestigt, das im voraus durch das Leitungsrohr a hindurch eingeführt worden ist. Das andere Ende des Seils 45 ist auf einer Winde 47 aufgewickelt, die auf dem Erdboden installiert ist. Der Verbinder 46 ist mit Dampfausströmbohrungen 46a ausgebildet, durch die Dampf ausgestoßen wird, so daß er durch das Rohr 21 strömt.

In dem in Fig. 8 dargestellten Zustand wird die Winde 47 betrieben, um das Kunststoffrohr 21 in das Leitungsrohr a zu ziehen, wodurch das Rohr 21 durch die gesamte Länge des Leitungsrohres a eingeführt wird.

Wenn das Kunststoffrohr 21 durch das Leitungsrohr a eingeführt werden soll, kann Dampf vom Kessel 34 durch eine Rohrleitung 33b in das Leitungsrohr a zugeführt werden, wobei an den jeweiligen Enden des Leitungsrohres a Abdeckungen 48, 48 vorgesehen sind, wie aus Fig. 13 ersichtlich. Die Dampfzufuhr in das Leitungsrohr a ist zweckdienlich, um zu verhindern, daß der äußere Oberflächenbereich des Kunststoffrohres 21 innerhalb des Leitungsrohres a aushärtet, insbesondere während der streng kalten Jahreszeit oder in einem kalten Klima. Zu demselben Zweck kann ein wärmeisolierender Kanal (nicht dargestellt) zwischen dem Auslaßkanal 26 und der unteren Führungsrolle 44 vorgesehen werden.

Dampf wird durch das Kunststoffrohr 21 auch während des Einführens des Rohres durch das Leitungsrohr a hindurchgeführt, um das Kunststoffrohr 21 auch innerhalb des Leitungsrohres a biegsam zu halten, damit das Rohr 21 wie bei der vorherigen Ausführungsform leicht durch einen dazwischenliegenden gebogenen Leitungsrohrabschnitt, falls vorhanden, hindurchgeführt werden kann.


Anspruch[de]

1. Verfahren zum Einführen eines steifen Kunststoffrohres durch ein Leitungsrohr, während das Rohr von einer Trommel abgewickelt wird, auf der das Rohr in flacher Form aufgewickelt ist, wobei das Verfahren dadurch gekennzeichnet ist, daß ein Heizfluid in das Kunststoffrohr zugeführt wird, um das Fluid von dessen einem Ende in Richtung seines anderen Endes hindurchzuführen und dadurch das Kunststoffrohr über die gesamte innere Umfangsoberfläche des Rohres zu erwärmen und zu erweichen.

2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem das Heizfluid in das steife Kunststoffrohr von dessen einem Ende auf der innersten Lage der Rohrwicklung in Richtung seines anderen Endes auf der äußersten Lage der Rohrwicklung zugeführt wird.

3. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem das Heizfluid in das steife Kunststoffrohr von dessen einem Ende auf der äußersten Lage der Rohrwicklung in Richtung seines anderen Endes auf der innersten Lage der Rohrwicklung zugeführt wird.

4. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem das Heizfluid Dampf ist.

5. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die Trommel in einer vertikalen Lage am Arbeitsplatz installiert wird.

6. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die Trommel in einer horizontalen Lage am Arbeitsplatz installiert wird.

7. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem das Heizfluid durch einen perforierten Schlauch in das Kunststoffrohr zugeführt wird, der im voraus durch das Rohr über dessen gesamte Länge eingeführt wird.

8. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die Trommel innerhalb eines wärmeisolierenden Gehäuse installiert wird und das auf die Trommel aufgewickelte steife Kunststoffrohr von außen mit einem Heizfluid erwärmt wird, das in das Gehäuse zugeführt wird.

9. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem das steife Kunststoffrohr durch das Leitungsrohr eingeführt wird, während es innerhalb des Leitungsrohres mit einem Heizfluid von außen erwärmt wird.







IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com