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Dokumentenidentifikation DE69009553T2 03.11.1994
EP-Veröffentlichungsnummer 0388680
Titel Schussfadenvorlegevorrichtung für eine pneumatische Webmaschine.
Anmelder Kabushiki Kaisha Toyoda Jidoshokki Seisakusho, Kariya, Aichi, JP
Erfinder Mitsuya, Kinpei, c/o Kabushiki Kaisha Toyoda, Kariya-shi, Aichi-ken, JP;
Murata, Masahiko, c/o Kabushiki Kaisha Toyoda, Kariya-shi, Aichi-ken, JP
Vertreter Eitle, W., Dipl.-Ing.; Hoffmann, K., Dipl.-Ing. Dr.rer.nat.; Lehn, W., Dipl.-Ing.; Füchsle, K., Dipl.-Ing.; Hansen, B., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Brauns, H., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Görg, K., Dipl.-Ing.; Kohlmann, K., Dipl.-Ing.; Ritter und Edler von Fischern, B., Dipl.-Ing.; Kolb, H., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte; Nette, A., Rechtsanw., 81925 München
DE-Aktenzeichen 69009553
Vertragsstaaten BE, DE, FR, IT
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 02.03.1990
EP-Aktenzeichen 901040394
EP-Offenlegungsdatum 26.09.1990
EP date of grant 08.06.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.11.1994
IPC-Hauptklasse D03D 47/34
IPC-Nebenklasse B65H 67/08   

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schußgarn- Verarbeitungsvorrichtung, um das vordere Ende eines von einer Schußgarnversorgungsquelle in Form eines Kreuzwickels einer Schußgarnlängen-Meß- und -Reserviervorrichtung mit Schußgarnaufwicklung zugeführten Schußgarns zu führen, wenn eine Störung der Schußgarnzufuhr, wie beispielsweise ein Bruch des Schußgarns zwischen dem Schußgarn-Kreuzwickel und der Schußgarnlängen-Meß- und -Reserviervorrichtung eintritt, oder wenn bei einer Erschöpfung des bis dahin verwendeten Schußgarn-Kreuzwickels ein Schußgarn eines neuen Kreuzwickels verwendet werden soll.

Stand der Technik

Eine Schußgarn-Verarbeitungsvorrichtung der vorgenannten Art ist zum Beispiel in der offengelegten Japanischen Patentanmeldung Nr. 264949/1988 (JP-A-63-264949) offenbart. Bei der offenbarten Vorrichtung ist ein Ansaug-Führungsrohr in konischer Ausführung in einer Ansaugposition in der Nähe der Umfangsoberfläche eines Schußgarn-Kreuzwickels angeordnet, um durch Ansaugen das vordere Ende eines Schußgarns vom Schußgarn-Kreuzwickel abzuziehen, und wird dann in eine vom Schußgarn-Kreuzwickel weit entfernte Stand-by-Position verschoben, in welcher das unter Ansaugen festgehaltene vordere Ende des Schußgarns in eine Einführöffnung der Schußgarnlängen-Meß- und -Reserviervorrichtung mit Aufwicklung eingeführt wird. Das vom Ansaug-Führungsrohr angesaugte und an der Einführöffnung positionierte vordere Ende des Schußgarns wird dann in die Einführöffnung unter deren Saugwirkung eingeführt, um es dadurch in die Schußgarnlängen-Meß- und -Reserviervorrichtung ein- und durch sie hindurchzufädeln. Auf diese Weise wird das Ansaug-Führungsrohr zwischen der Ansaugposition, in der es den Schußgarn-Kreuzwickel umschließt, und der vom Schußgarn-Kreuzwickel weit entfernten Stand-by-Position überführt.

Da die Vorrichtung des Standes der Technik einen solchen Aufbau aufweist, daß das Abziehen des vorderen Endes des Schußgarns vom Kreuzwickel und das Einführen des abgezogenen Schußgarns in die Einführöffnung der Schußgarnlängen-Meß- und -Reserviervorrichtung unter Verwendung ein und desselben Ansaug-Führungsrohrs erfolgt, ist das letztere im Hinblick auf die Ausführung, die Größe und den Platz für den Einbau Einschränkungen unterworfen, und leidet somit unter der Schwierigkeit, daß die Gestaltungsfreiheit ernstlich eingeschränkt ist. Zum Beispiel muß die Ansaugposition des Ansaug-Führungsrohrs so angeordnet sein, daß sie mit dem vollgespulten Schußgarn-Kreuzwickel zusammenpaßt. Wenn im Verlauf einer Zufuhr eines Schußgarns eine Störung unter einer Bedingung eintritt, in welcher der Durchmesser des Schußgarn- Kreuzwickels derart verkleinert worden ist, daß er geringer als derjenige des vollgespulten Schußgarn-Kreuzwickels ist, ist folglich die Ansaugposition des Ansaug-Führungsrohrs nicht mehr optimal für den betreffenden Schußgarn-Kreuzwickel. Als Folge davon wird die Saugwirkung des Ansaug-Führungsrohrs insbesondere dann geringer, wenn sich der Durchmesser des Schußgarn-Kreuzwickels verringert hat, was zu der unerwünschten Möglichkeit führt, daß das Abziehen des vorderen Endes des Schußgarns vom Schußgarn-Kreuzwickel zu einem Mißerfolg führt. Auch wird wegen der Notwendigkeit einer Bewegung des Ansaug-Führungsrohrs in Richtung der Schußgarnlängen-Meß- und -Reserviervorrichtung zum Einführen des vorderen Schußgarnendes in die Einführöffnung der Schußgarnlängen-Meß- und -Reserviervorrichtung der Aufbau der Vorrichtung unvermeidlich stark kompliziert.

Weiter wird festgestellt, daß das vom Ansaug-Führungsrohr angesaugte vordere Ende des Schußgarns in einer geradlinigen Form vorliegt. In diesem Zusammenhang ist klar, daß die vom Schußgarn mit geradliniger Form dargebotene und der Einwirkung eines transportierenden Luftstroms, wie beispielsweise dem Ansaugen oder Anblasen unterworfene Fläche sehr klein ist. Folglich mangelt es einer Verlagerung des geradlinigen Schußgarns an einen anderen Ort oder eine andere Stelle unter der Einwirkung des transportierenden Luftstroms an Zuverlässigkeit.

Ein anderer Stand der Technik, der von Bedeutung ist, ist die US-A-3 868 813. Sie offenbart Vorrichtungen zum Lösen und Abwickeln des freiliegenden Garnendes von einem Körper aus auf eine Spule aufgewickeltem Garn mit Hilfe von Druckluft. Sie dient insbesondere zu einer Verwendung mit automatischen Fadenverbindungsvorrichtungen von Ringspinnmaschinen. Jede Vorrichtung umfaßt einen Halter für eine Spule und eine Antriebsvorrichtung, um die Spule in axialer Richtung relativ zu mindestens drei Strahldüsen hin und her zu bewegen, die in gleichem Abstand um die Spule herum verteilt sind. Die Düsen sind unter einem Winkel von etwa 45º zur Spulenachse angeordnet, so daß sie jeweils einen Druckluftstrahl liefern, der das Schußgarnende, das von einem Aufnahmerohr aufgenommen wird, löst und abwickelt. Die Spule kann vom Aufnahmerohr weg versetzt bleiben, oder alternativ kann die Spule in das Rohr eingesetzt sein, in welchem Fall die Düsenstrahlen in einen ringförmigen Zwischenraum zwischen der Spule und dem Rohr gerichtet sind. Alternativ dazu können sich die Düsen und das besagte Rohr relativ zu einer stationären Spule bewegen.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Das allgemeine Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, eine Schußgarn-Verarbeitungsvorrichtung bereitzustellen, die das vordere Ende eines Schußgarns von einer Schußgarn- Versorgungsquelle mit merklich verbesserter Zuverlässigkeit zu einer Schußgarnlängen-Meß- und -Reserviervorrichtung führen kann.

Weiter ist es ein hauptsächliches Ziel der vorliegenden Erfindung, eine Schußgarn-Verarbeitungsvorrichtung bereitzustellen, die imstande ist, mit großer Zuverlässigkeit das vordere Ende eines Schußgarns von einem Schußgarn- Kreuzwickel ungeachtet von dessen Durchmesser abzuziehen.

Eine anderes Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, eine Schußgarn-Verarbeitungsvorrichtung bereitzustellen, die imstande ist, das vordere Ende eines Schußgarns von einen Schußgarn-Kreuzwickel abzuziehen, und es unter Verwendung eines Transport- oder Trägerfluidstroms zu einer Schußgarnlängen-Meß- und -Reserviervorrichtung zu überführen.

Die vorliegende Erfindung ist derart, wie in den begleitenden Patentansprüchen definiert.

Gemäß einem allgemeinen Aspekt der vorliegenden Erfindung ist eine Schußgarn-Verarbeitungsvorrichtung für einen Düsenwebstuhl vorgesehen, welche umfaßt: eine Einrichtung zum Freisetzen des vorderen Endes eines Schußgarns von einer Umfangsfläche eines Schußgarn-Kreuzwickels, eine Einrichtung zum Ausstoßen eines Fluids, um das freigesetzte vordere Ende des Schußgarns mittels des ausgestoßenen Fluids zu einer Schußgarn-Einführöffnung einer Schußgarnlängen-Meß- und -Reserviervorrichtung zu bewegen, und eine Einrichtung, um die Bewegung des vorderen Endes des Schußgarns in Richtung der Schußgarn-Einführöffnung zu führen, zusammen mit dem in die Schußgarn-Einführöffnung hinein ausgestoßenen Fluid.

Das durch die Schußgarn-Freisetzeinrichtung von der Umfangsfläche eines Schußgarn-Kreuzwickels abgezogene vordere Ende des Schußgarns wird durch die Fluid-Ausstoßeinrichtung im Zusammenwirken mit der Führungseinrichtung zur Schußgarn- Einführöffnung der Schußgarnlängen-Meß- und -Reserviervorrichtung bewegt, so daß es dadurch in der Schußgarn-Einführöffnung plaziert werden kann. Auf diese Weise kann das Abziehen des Schußgarns vom Schußgarn-Kreuzwickel sowie das Einführen des Schußgarns in die Schußgarn- Einführöffnung im wesentlichen störungsfrei bewirkt werden.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird die Schußgarn-Freisetzeinrichtung durch eine Ansaugeinrichtung in Form eines Saugrohrs gebildet, durch welches ein Saugluftstrom erzeugt wird, wobei das Saugrohr eine Saugöffnung oder einen Saugeinlaß aufweist, der bevorzugt mit einer Schußgarn-Halteeinrichtung, wie beispielsweise einem Netz, einer Bürste oder dergleichen versehen ist, um das Schußgarn als Ansammlung zu halten, mit dem Zweck, es dem vorübergehend als Ansammlung gehaltenen Schußgarn zu gestatten, durch das Medium eines von der Fluid- Ausstoßeinrichtung ausgestoßenen Fluids zur Einführöffnung bewegt zu werden. Wenn das vordere Ende des Schußgarns vom Schußgarn-Kreuzwickel abgezogen werden soll, ist der Schußgarnsammel- und -Haltebereich der Schußgarn- Halteeinrichtung in einer Schußgarnaufnahmeposition angeordnet, die sich in der Nähe des Schußgarn-Kreuzwickels befindet, so daß das vordere Ende des Schußgarns von der Schußgarn-Sammel- und -Halteeinrichtung vom Schußgarn- Kreuzwickel empfangen wird. Wenn der Schußgarn-Sammel- und -Haltebereich der Schußgarn-Halteeinrichtung, der nun das vordere Ende des Schußgarns hält, in eine Stand-by-Position überführt wird, unterliegt das gesammelte vordere Schußgarnende der Transportwirkung der Fluid- Ausstoßeinrichtung, wodurch das als Ansammlung am Schußgarnsammel- und -Haltebereich gehaltene Schußgarn vom ausgestoßenen Fluid zur Schußgarn-Einführöffnung bewegt oder getragen wird.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Ein ausführlicheres Verständnis der Erfindung läßt sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen derselben erhalten, die beispielhaft angegeben sind und die in Verbindung mit den begleitenden Zeichnungen zu lesen und zu verstehen sind, in welchen:

Fig. 1 eine Seitenansicht ist, welche teilweise im Schnitt zeigt, wie ein Schußgarn während eines Betriebs eines Düsenwebstuhls geführt wird, der mit einer Schußgarn- Verarbeitungsvorrichtung gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung versehen ist;

Fig. 2 eine Draufsicht ist, welche den in Fig. 1 dargestellten Webstuhl teilweise geschnitten zeigt;

Fig. 3 eine Draufsicht von unten ist, welche teilweise im Schnitt einen hauptsächlichen Teil des in Fig. 1 dargestellten Webstuhls zeigt;

Fig. 4 eine Seitenansicht zur Erläuterung des Zustands ist, in dem ein Saugarm unter Schwerkraft bei dem in Fig. 1 dargestellten Webstuhl geschwenkt wird;

Fig. 5 eine perspektivische Ansicht ist, die einen hauptsächlichen Teil der Schußgarn-Verarbeitungsvorrichtung gemäß einer Ausführungsform der Erfindung in dem in Fig. 4 dargestellten Zustand zeigt;

Fig. 6 eine perspektivische Ansicht ist, die einen hauptsächlichen Teil der Schußgarn-Verarbeitungsvorrichtung zeigt, um den Zustand zu erläutern, in welchem der das Schußgarn als Ansammlung haltende Saugarm bei dem in Fig. 1 dargestellten Webstuhl in eine Stand-by-Position zurückgeführt worden ist;

Fig. 7 eine perspektivische Ansicht ist, die einen hauptsächlichen Teil der Schußgarn-Verarbeitungsvorrichtung gemäß der Erfindung in dem Zustand zeigt, wo das Schußgarnende, das als Ansammlung gehalten worden ist, entlang einer Transportführung transportiert wird;

Fig. 8 eine Draufsicht ist, welche im Schnitt den Webstuhl der Fig. 1 in dem Zustand zeigt, in welchem das vordere Ende eines Schußgarns durch eine Schußgarnlängen-Meß- und -Reserviervorrichtung gefädelt worden ist;

Fig. 9 eine Seitenansicht ist, welche teilweise im Schnitt den Webstuhl der Fig. 1 in dem Zustand zeigt, in welchem das vordere Ende eines Schußgarns bis zu einer Berührungsfläche zwischen einem Paar miteinander in Berührung gebrachter Aufnahmerollen eingefädelt worden ist;

Fig. 10 ein Blockdiagramm ist, um den Betrieb des in Fig. 1 dargestellten Webstuhls zu erläutern;

die Figuren 11A bis 11D Fließbilder sind, um ein Schußgarn- Verarbeitungsprogramm für den in Fig. 1 dargestellten Webstuhl zu veranschaulichen; und

Fig. 12 eine Seitenansicht ist, welche teilweise im Schnitt eine andere Ausführungsform der Schußgarn- Verarbeitungsvorrichtung gemäß der Erfindung zeigt.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN

Bezugnehmend auf die Zeichnungen ist in den Figuren 1 bis 11 eine erste Ausführungsform dargestellt, welche die vorliegende Erfindung beinhaltet. In den Figuren 1 bis 11 ist auf einer Querseite einer Rahmenstruktur (nicht dargestellt) einer Webmaschine oder eines Webstuhls eine Schußgarnzufuhr- Rahmenbaugruppe 1 angeordnet, mit einem oberen Rahmen 1a, auf dessen Oberseite eine Tragwelle 2 in aufrechter Position drehbar montiert ist. Ein Drehtisch 3 wird von der Tragwelle 2 an deren oberem Endteil gehalten. Auf dem oberen Rahmen 1a ist an dessen Unterseite ein Elektromotor 4 montiert, der eine Abtriebswelle aufweist, auf welcher ein Antriebszahnrad 4a montiert und so angepaßt ist, daß es im Eingriff mit einem angetriebenen Zahnrad 5 steht, das auf der Tragwelle 2 an deren unterem Endteil angebracht ist. Somit kann der Drehtisch 3 durch Stromzufuhr zum Motor 4 gedreht werden.

Ein Paar Spulenhaltestützen 6 und 7 wird in winkelsymmetrischen Positionen mit einem dazwischenliegenden Winkelabstand von 180º drehbar auf den Drehtisch 3 gehalten. Diese Spulenhaltestützen 6 und 7 besitzen jeweilige untere Endteile, auf denen angetriebene Zahnräder 6a bzw. 7a fest montiert sind. Ein Elektromotor 8 ist auf der Oberseite des oberen Rahmens 1a der Schußgarnzufuhr-Rahmenbaugruppe 1 montiert und weist eine Abtriebswelle auf, auf welcher ein Antriebszahnrad 8a in einer Position montiert ist, die auf einem kreisförmigen Weg liegt, entlang dessen die angetriebenen Zahnräder 6a und 7a beim Drehen des Drehtischs 3 umlaufen. Ein Luftzylinder 9 ist auf dem oberen Rahmen 1a in einer aufrechten Stellung unter- und innerhalb einer radialen Verlängerung des Drehtischs 3 in einer solchen Anordnung montiert, in welcher das Spitzenende einer Zylinderstange 9a des Luftzylinders 9 so bewegt werden kann, daß es sich mit der unteren Oberfläche des Drehtischs 3 kreuzt oder sich von dieser wegbewegt. Der Luftzylinder 9 ist über ein Dreiwege- Elektromagnetventil V&sub1; mit einem Druckluftversorgungsbehälter (nicht dargestellt) verbunden.

Auf der Unterseite des Drehtischs 3 ist ein Paar Positionierausnehmungen 3a und 3b in winkelsymmetrischen Positionen mit einer dazwischenliegenden Winkeldifferenz von 180º ausgebildet, so daß sie jeweils mit dem freien Endteil der Stange 9a des Luftzylinders in Eingriff treten können. In dem Zustand, in dem die Stange 9a in die Positionierausnehmung 3a eingreift, steht das Antriebszahnrad 8a mit dem angetriebenen Zahnrad 6a im Eingriff, während in dem Zustand, in dem die Stange 9a in die Positionierausnehmung 3b eingreift, das Antriebszahnrad 8a mit dem angetriebenen Zahnrad 7a im Eingriff steht. Wenn der Elektromotor 8 in dem Zustand betrieben wird, in dem das Antriebszahnrad 8a mit dem angetriebenen Zahnrad 6a im Eingriff steht, wird bewirkt, daß sich ein auf der Spulenhaltestütze 6 gehaltener Schußgarn- Kreuzwickel 10A dreht, während dann, wenn das Antriebszahnrad 8a mit dem angetriebenen Zahnrad 7a im Eingriff steht, bei Betreiben des Motors 8 bewirkt wird, daß sich ein auf der Spulenhaltestütze 7 gehaltener Schußgarn-Kreuzwickel 10B dreht.

In Positionen in der Nähe der Spulenhaltestützen 6 und 7 sind Wicklungsdurchmessersensoren 47 bzw. 48 installiert, von denen jeder durch einen photoelektrischen Reflexions-Sensor gebildet sein kann, und die dazu dienen, die Anwesenheit oder die Abwesenheit der Schußgarn-Kreuzwickel 10A und 10B auf den Spulenhaltestützen 6 bzw. 7 zu ermitteln.

In Fig. 1 bezeichnet ein Bezugszeichen 11 einen Schwanzhalter, um ein hinteres Ende eines Schußgarns Y&sub1; des Schußgarn- Kreuzwickels 10A und ein vorderes Ende eines Schußgarns Y&sub2; des Schußgarn-Kreuzwickels 10B zu halten.

Ein Paar aufrechter Haltestützen 1b ist an Querseiten der Schußgarnzufuhr-Rahmenbaugruppe 1 angeordnet. Zwischen diesen Haltestützen 1b wird an deren freien Endteilen ein aufgehängter Saugarm 12 um eine Haltewelle 12a drehbar gehalten. Der Saugarm 12 besitzt einen von der Haltewelle 12a entfernt liegenden Endteil, der als Einheit mit einem Schußgarn-Freisetzsaugrohr 13 ausgebildet ist, so daß dieses sich zusammen mit dem Saugarm 12 dreht. Der Drehradiusweg oder die Bahn, entlang welcher das Saugrohr 13 bewegt wird, ist so eingerichtet, daß sie sich mit einer Umfangsfläche des Schußgarn-Kreuzwickels (10A im Fall der dargestellten Ausführungsform) an derjenigen Seite kreuzt, auf der der Elektromotor 8 angeordnet ist. An der Saugöffnung des Saugrohrs 13 ist ein Netz 13a angebracht, um das Schußgarn vorübergehend als Ansammlung zu halten, wobei eine Rolle 13b in der Nähe des Netzes 13a angeordnet ist, wie am besten in Fig. 5 sichtbar ist. Auf einem Bodenrahmen 1c der Schußgarn(zufuhr)-Rahmenbaugruppe 1 ist ein Gebläse 14 installiert, mit dem ein unterer Endteil des Saugrohrs 13 über einen Schlauch 15, einen Staubkasten 16 und einen Filter 16a verbunden ist.

Ebenfalls an den Haltestützen 1b wird an deren freien Endteilen eine aufgehängte kanalartige Transportführung 17 gehalten, die dazu dient, ein Schußgarn zu führen, und die sich an der Seite, wo der Elektromotor 8 angeordnet ist, nach unten zu einem unteren Ende oder Boden des Schußgarn- Kreuzwickels erstreckt. Ein Fenster oder Schlitz 17a ist in der Transportführung 17 an deren unterem Endteil auf einer die innerste Oberfläche der Führung 17 erreichenden Tiefe mit einer solchen Lagebeziehung zur Rotationsbahn des freien Endteils des Saugrohrs 13 und somit des Netzes 13a angeordnet, daß das Saugrohr 13 in das Fenster 17a hinein und aus diesem heraus schwingen kann. Weiter ist auf der Transportführung 17 am unteren oder Bodenendteil eine Blasdüse 18 montiert, die dazu dient, das Schußgarn mit der Hilfe eines Luftstrahls zu bewegen. Zu diesem Zweck steht die Blasdüse 18 über ein Zweiwege-Elektromagnet- oder Magnetspulen-Ventil V&sub3; mit dem Druckluftversorgungsbehälter (nicht dargestellt) in Fluidverbindung. Die Strahlrichtung der Blasdüse 18 ist entlang der innersten Oberfläche der Transportführung 17 ausgerichtet, so daß der Strahlstrom von der Blasdüse 18 entlang der Transportführung 17 nach oben gerichtet ist.

Auf dem oberen Endteil der Haltestütze 1b ist ein Luftzylinder 19 angebracht, der eine mit dem Saugarm 12 verbundene Treibstange 19a aufweist und der über ein Dreiwege- Magnetspulen- oder Elektromagnetventil V&sub2; mit dem Druckluftversorgungsbehälter verbunden ist. Wenn das Elektromagnetventil V&sub2; nicht erregt ist, ragt die Treibstange 19a aus dem Luftzylinder 19 heraus. Als Folge davon wird der Saugarm 12 in einer in Fig. 1 dargestellten Stand-by-Position gehalten. In dieser Stand-by-Position fällt die Lage des Netzes 13a mit derjenigen des in der Transportführung 17 ausgebildeten Fensters 17a zusammen. Bei Erregung des Magnetspulenventils V&sub2; wird der Saugarm 12 unter Schwerkraft um die Haltewelle 12a nach unten geschwenkt, wodurch die Rolle 13b in Berührung mit der Umfangsfläche des Schußgarn- Kreuzwickels gebracht wird.

Zum Zweck einer Führung des Schußgarns ist weiter eine Schußgarn-Einführführung 20 oberhalb der Schußgarnzufuhr- Rahmenbaugruppe 1 horizontal in einer solchen Ausrichtung angeordnet, so daß sie sich rechtwinklig mit der Drehachse des Drehtischs 3 kreuzt. Eine Blasdüse 21 ist an einem Endteil der Schußgarn-Einführführung 20 angeordnet und steht über ein Zweiwege-Elektromagnetventil V&sub4; mit dem Druckluftversorgungsbehälter in Verbindung. Die Schußgarn- Einführführung 20 weist eine Bodenfläche auf, die mit einer Einführ- oder Einlaßöffnung 20a ausgebildet ist, welche an einer Stelle angeordnet ist, wo sich die Achsen der gepaarten Spulenhaltestützen 6 und 7 und die Drehachse des Drehtischs 3 schneiden. Das obere Ende der Transportführung 17 ist auf die Einführöffnung 20a zu gerichtet.

Unmittelbar vor der Schußgarn-Einführführung 20 ist eine allgemein mit 22 bezeichnete bekannte Schußgarnlängen-Meß- und -Reserviervorrichtung mit Aufwicklung installiert, die mit einem Schußgarnwickelrohr 22a versehen ist, das so angepaßt ist, daß es durch einen Motor M (siehe Fig. 10) drehend antreibbar ist, der getrennt von einem Webstuhl-Antriebsmotor (nicht dargestellt) bereitgestellt ist. Das Schußgarn wird vom Schußgarnwickelrohr 22a während desssen Drehung abgegeben, um es um eine Schußgarnwicklungsfläche 22b herumzuwickeln. Andererseits wird eine Abgabe des Schußgarns von der Schußgarnwicklungsfläche 22b durch einen Rückhaltebolzen 23a gesteuert, der so angepaßt ist, daß er durch eine Elektromagnetspulenbaugruppe oder eine Magnetspule 23 ausgefahren oder eingezogen werden kann. In Verbindung mit einem mit dem Schußgarnwickelrohr 22a verbundenen Schußgarneinführelement 22c sind ein Garnbruchsensor 24, der von einem photoelektrischen Übertragungssensor gebildet sein kann, und eine Schußgarneinführblasdüse 25 installiert, die über ein Zweiwege-Elektromagnetventil V&sub5; mit dem Druckluftversorgungsbehälter verbunden ist. Der Strahlstrom von der Schußgarneinführblasdüse 25 ist von dem mit dem Schußgarneinführelement 22c der Schußgarnlängen-Meß- und -Reserviervorrichtung 22 verbundenen Schußgarnwickelrohr 22a auf eine Schußgarnhaupteinführdüse 26 zu gerichtet.

Auf einem Führungskanal 27, der eine konvergierende Bauform aufweist und die Elektromagnetspule 23 trägt, ist eine Mehrzahl von Schußgarnentfernungsblasdüsen 28 angebracht, von denen jede so angepaßt ist, daß sie einen auf die Schußgarnwicklungsfläche 22b zu gerichteten Luftstrahl abgibt. Die Strahlströme aus den Schußgarnentfernungsblasdüsen 28 überstreichen die Schußgarnwicklungsfläche 22b auf eine solche Weise, daß das auf die Schußgarnwicklungsfläche 22b aufgewickelte Schußgarn von dieser abgenommen werden kann, wenn der Rückhaltebolzen 23a entfernt von der Schußgarnwicklungsfläche 22b positioniert ist. Die Schußgarnentfernungsblasdüsen 28 sind über jeweilige Zweiwege- Elektromagnetventile V&sub6; mit dem Druckluftversorgungsbehälter verbunden.

Bezugnehmend auf Fig. 2 sind an einer Stelle, die unmittelbar auf eine mit einem reduzierten Durchmesser versehene Öffnung des konvergierenden Führungskanals 27 folgt, eine Blasdüse 29 und ein Saugrohr 30 einander über den Schußgarnweg hinweg gegenüberliegend angeordnet. Die Blasdüse 29 ist über ein Zweiwege-Elektromagnetventil V&sub7; mit dem Druckluftversorgungsbehälter verbunden, während das Saugrohr 30 an ein Gebläse 31 angeschlossen ist. Am Einlaß des Saugrohrs 30 ist ein Schneidmesser 30a ortsfest angebracht. Ein Schußgarndetektor 32, der von einem photoelektrischen Übertragungssensor gebildet sein kann, ist innerhalb des Saugrohrs 30 vorgesehen.

Ein Arm 33 ist an das Saugrohr 30 angrenzend auf eine solche Weise installiert, daß er ein Drehen oder Schwenken des Arms 33 mit Hilfe eines Elektromotors 34 zuläßt. Ein ortsfester Greifer 33a ist am freien Ende des Arms 33 montiert. Zusätzlich ist ein beweglicher Greifer 33b drehbar auf dem freien Endteil des Arms 33 gehalten, so daß er in Berührung mit dem ortsfesten Greifer 33a gebracht werden kann, und ist mit einer Elektromagnetspule oder Magnetspule 35 funktionell verbunden. Beide Greifer 33a und 33b befinden sich normalerweise in offenem Zustand. Wenn jedoch die Elektromagnetspule 35 erregt ist, kreuzt sich der von den beiden Greifern (nachfolgend als die Schußgarngreifer bezeichnet) umschlossene Wegebereich mit dem zwischen der Blasdüse 29 und dem Saugrohr 30 umschlossenen Bereich und ist in der Nähe des Einlasses 26a der Schußgarnhaupteinführdüse 26 angeordnet.

Ein Garnbruchsensor 36, der einen photoelektrischen Übertragungssensor umfaßt, ist innerhalb des Einlasses 26a der Schußgarnhaupteinführdüse 26 angeordnet. Zusätzlich ist ein ortsfestes Messerelement oder Schneidwerkzeug 26b auf der Schußgarnhaupteinführdüse 26 an deren Spitzenende montiert, so daß es geringfügig über das letztere übersteht.

Eine Blasdüse 37 ist unmittelbar unterhalb der Schußgarnhaupteinführdüse 26 in einer solchen Ausrichtung installiert, daß sich die Strahlrichtung der ersteren mit dem Weg des Luftstrahlstroms aus der Schußgarnhaupteinführdüse 26 kreuzt. Ein Schußgarnzufuhrkanal 38 ist unmittelbar oberhalb der Schußgarnhaupteinfuhrdüse 26 installiert und besitzt einen Einlaß 38a, der der Strahlöffnung der Blasdüse 37 über den Strahlweg der Schußgarnhaupteinführdüse 26 hinweg gegenüberliegt, und einen Austritt 38b, der auf die Auslaßseite der Schußgarnhaupteinführdüse 26 zu gerichtet ist.

Eine Luftführung 39 ist in Strömungsrichtung hinter dem Austritt 38b installiert und weist einen verjüngten inneren Durchlaß auf, an dem ein Schußgarndetektor 40 montiert ist, der von einem photoelektrischen Übertragungssensor gebildet wird. In Strömungsrichtung hinter der Luftführung 39 ist ein Saugrohr 41 installiert, das ein auf einen Staubkasten (nicht dargestellt) zu gebogenes Austrittsteil aufweist. Eine Blasdüse 42 ist mit dem gebogenen Teil des Saugrohrs 41 verbunden, so daß sie auf den Staubkasten zu gerichtet ist.

Die Schußgarnhaupteinführdüse 26, die Blasdüse 37, der Schußgarnzufuhrkanal 38, die Luftführung 39 und das Saugrohr 41 sind sämtlich auf einer Lade montiert, so daß sie unter Begleiten der Schwingbewegung der Lade als Einheit beweglich sind. In Strömungsrichtung hinter dem Bereich, wo die vorgenannten Teile 26, 37, 38, 39 und 41 hin und her geschwungen werden, befindet sich ein Schußgarnaufnahmemotor 43, mit dem eine Antriebsrolle 44 funktionell verbunden ist. Unmittelbar oberhalb der Antriebsrolle 44 befindet sich ein Luftzylinder 45 mit einer Treibstange, auf welcher eine angetriebene Rolle 46 der Antriebsrolle 44 gegenüberliegend drehbar gehalten wird, so daß die erstere durch den Andruckvorgang des Luftzylinders 45 gegen die letztere angepreßt werden kann.

Die Schußgarnhaupteinführdüse 26 und die Blasdüsen 37, 42 sind sämtlich über Zweiwege-Elektromagnetventile V&sub8;, V&sub9; und V&sub1;&sub0; mit dem Druckluftversorgungsbehälter verbunden, während der Luftzylinder 45 über ein Dreiwege-Elektromagnetventil V&sub1;&sub1; mit dem Druckluftversorgungsbehälter verbunden ist.

Wie man in Fig. 10 sieht, werden die einzelnen Elektromagnetventile V&sub1; bis V&sub1;&sub1;, die Motoren 4, 8, 34, 43 und M, die Gebläse 14 und 31 und die Elektromagnetspulen 23 und 35 unter dem Befehl eines Steuercomputers C gesteuert, der getrennt von einem Webstuhl-Steuercomputer bereitgestellt ist. Der Steuercomputer C führt ansprechend auf die von den Garnbruchsensoren 24 und 36, den Schußgarndetektoren 32 und 40 und den Wicklungsdurchmessersensoren 47 und 48 erzeugten Erfassungssignale eine Ein/Aus(offen/geschlossen)-Steuerung der Elektromagnetventile V&sub1; bis V&sub1;&sub1; aus und steuert zusätzlich die elektrische Erregung und Abschaltung der Motoren 4, 8, 34, 43 und M, der Gebläse 14 und 31 und der Elektromagnetspulen 23 und 35.

Die Figuren 11A bis 11D zeigen Fließbilder zur Erläuterung eines Schußgarn-Verarbeitungsprogramms, das aktiviert wird, wenn ein Garnbruch zwischen dem Schußgarn-Kreuzwickel 10A oder 10B und der Schußgarnlängen-Meß- und -Reserviervorrichtung 22 eintritt, d.h. wenn der Garnbruchsensor 24 während des Betriebs des Webstuhls die Abwesenheit des Schußgarns ermittelt. Das Schußgarn-Verarbeitungsverfahren wird unten unter Bezugnahme auf die vorgenannten Fließbilder beschrieben.

Es wird nun angenommen, daß der Webstuhl läuft und die Schußgarnzufuhr von dem auf der Seite der Transportführung 17 angeordneten Schußgarn-Kreuzwickel bewirkt wird (im Fall der dargestellten Ausführungsform der Schußgarn-Kreuzwickel 10A). Der Zustand in dem das Schußgarn während des Betriebs des Webstuhls vom Schußgarn-Kreuzwickel 10A abgezogen wird, ist in den Figuren 1 und 2 dargestellt. Wenn sich der Schußgarn- Kreuzwickel 10A leert, wird dieser Leerzustand vom Wicklungsdurchmessersensor 47 erfaßt. Auf der Grundlage des Erfassungssignals vom Wicklungsdurchmessersensor 47 ordnet der Steuercomputer C das Öffnen des Elektromagnetventils V&sub1; an, wodurch die Positionierstange 9a aus der Positionierausnehmung 3a zurückgezogen wird. Anschließend gibt der Steuercomputer C einen Befehl aus, um es dem Elektromotor 4 zu gestatten, sich um einen vorbestimmten Winkelabstand zu drehen, um den Drehtisch 3 um eine Halbdrehung zu drehen. Auf diese Weise werden die Schußgarn-Kreuzwickel 10A und 10B gegeneinander ausgetauscht, was zur Folge hat, daß der Schußgarn-Kreuzwickel 10B in einer Position angeordnet ist, die das Abziehen oder die Abgabe des Schußgarns von demselben zuläßt.

Unter der Annahme, daß das Schußgarn Y&sub1; auf dem Schußgarnzufuhrweg zwischen dem Schußgarn-Kreuzwickel 10A in der Schußgarnabgabeposition und der Schußgarnlängen-Meß- und -Reserviervorrichtung 22 gebrochen ist, wird der Garnbruch vom Garnbruchsensor 24 erfaßt und als Folge davon dem Steuercomputer C ein Schußgarnzufuhr-Störungssignal zugeleitet. Als Reaktion auf dieses Schußgarnzufuhr- Störungssignal schickt der Steuercomputer C ein Webstuhlbetrieb-Haltesignal zum Webstuhl-Steuercomputer, der durch Ausgabe eines Webstuhlbetrieb-Haltesignals darauf anspricht. Als Folge davon wird bewirkt, daß die Schußgarnhaupteinführdüse 26 auf der Lade an einer Stelle in der Nähe des Stoffrandes des gerade gewebten Gewebes anhält. Nachdem der Webstuhl angehalten worden ist, gibt der Webstuhl- Steuercomputer einen Befehl aus, um zu bewirken, daß sich der Webstuhlrahmen um einen vorbestimmten Winkelabstand in umgekehrter Richtung dreht, um die Schußgarnhaupteinführdüse 26 in die in Fig. 8 dargestellte, am weitesten zurückgezogene Position (Schußgarneinfädelposition) zu bewegen.

Auf die zuvor erwähnte Umkehrdrehung des Webstuhlrahmens folgend gibt der Steuercomputer C einen Befehl zur Erregung der Elektromagnetspule 23 und zum Öffnen der Elektromagnetventile V&sub9; und V&sub8; aus, wodurch der Rückhaltebolzen 23a von der Schußgarnwicklungsfläche 22b weg bewegt wird, während die Gebläsedüse 37 bzw. die Schußgarnhaupteinführdüse 26 Luftströme ausstoßen. Wenn das Schußgarn auf der Schußgarnwickeltrommeloberfläche 22b aufgewickelt zurückbleibt, wird dann das zurückbleibende Schußgarn aus der Schußgarnhaupteinführdüse 26 ausgestoßen. Infolge der intensiven Aufwärtsblaswirkung der Blasdüse 37 wird jedoch das zurückbleibende Schußgarn bis zu einem solchen Maß in den Schußgarnzufuhrkanal 38 zugeführt, daß es die Stelle erreicht, wo der Schußgarndetektor 40 innerhalb der Luftführung 39 installiert ist.

Der Steuercomputer C spricht auf das Schußgarnanwesenheits Erfassungssignal vom Schußgarndetektor 40 an, und gibt einen Befehl zum Schließen der Elektromagnetventile V&sub8; und V&sub9; aus, während er das Öffnen des Elektromagnetventils V&sub1;&sub1; anordnet. Somit beenden die Schußgarnhaupteinführdüse 26 und die Blasdüse 37 den Luftausstoßvorgang, während die Rollen 44 und 46 gegeneinander gepreßt werden. Auf diese Weise wird das in die Luftführung 39 eingeführte Schußgarn unter Druck zwischen den Rollen 44 und 46 erfaßt.

Der Steuercomputer C ordnet das Öffnen des Elektromagnetventils V&sub1;&sub0; und die Betätigung des Elektromotors 43 an, und als Folge davon stößt die Blasdüse 42 einen Luftstrom aus und gleichzeitig wird der Schußgarnüberführungsvorgang mittels der Rollen 44 und 46 in Gang gesetzt. Wenn das Schußgarn zwischen den gepaarten Rollen 44 und 46 hindurchgetreten ist, erfaßt der Schußgarndetektor 40 die Abwesenheit des Schußgarns. Ansprechend auf das Schußgarnabwesenheits-Erfassungssignals des Detektors 40 ordnet der Steuercomputer C das Anhalten des Überführungsmotors 43 an. Zusätzlich ordnet der Steuercomputer C das Schließen der Elektromagnetventile V&sub1;&sub0; und V&sub1;&sub1; ebenso wie das Abschalten der Elektromagnetspule 23 an. Somit wird die Abgabe eines Luftstrahls aus der Blasdüse 42 gestoppt. Weiter wird bewirkt, daß sich die Rollen 44 und 46 voneinander weg bewegen. Der Rückhaltebolzen 23a tritt mit der Schußgarnwicklungstrommelfläche 22b in Eingriff.

Falls kein Schußgarn auf die Schußgarnwicklungsfläche 22b aufgewickelt zurückbleibt, kann der Schußgarndetektor 40 niemals die Anwesenheit des Schußgarns erfassen. Falls das Schußgarnanwesenheits-Signal nicht innerhalb einer vorbestimmten Zeitspanne erhalten wird, führt der Steuercomputer C einen Schußgarnzufuhrvorgang aus, der unten ausführlich beschrieben wird.

Der Steuercomputer C ordnet eine Betätigung des Gebläses 31 und gleichzeitig ein Öffnen der Elektromagnetventile V&sub7;, V&sub6;, V&sub5; und V&sub4; an. Folglich wird zwischen der Blasdüsen 29 und dem Saugrohr 30 eine auf das Saugrohr 30 zu gerichtete Luftströmung oder ein Luftstrom erzeugt, während die Blasdüsen 29, 28 und 25 jeweils Luftströme ausstoßen, wodurch bewirkt wird, daß die Luft in Richtung vom Spitzen- oder Auslaßende des Schußgarnwickelrohrs 22a in Richtung des konvergierenden Führungskanals 27 durch das Schußgarnwickelrohr 22a strömt. Es wird bewirkt, daß der aus dem Schußgarnwickelrohr 22a ausgeblasene Luftstrom in einem konvergenten Zustand aus dem Auslaß des konvergierenden Führungsrohrs 27 unter der konvergierenden Einwirkung des letzteren in einen Bereich zwischen der Blasdüse 29 und dem Saugrohr 30 abgegeben und mit der zwischen der Blasdüse 29 und dem Saugrohr 30 erzeugten Luftströmung oder dem Luftstrom verschmolzen wird, um dadurch in das Saugrohr 30 eingeführt zu werden. Nachdem der Luftstrom entlang des sich von der Schußgarneinführführung 20 zum Saugrohr 30 erstreckenden Weges stattgefunden hat, ordnet der Steuercomputer C eine Erregung des Elektromagnetventils V&sub2; an, um dadurch den Rückziehvorgang des Luftzylinders 19 auszulösen. Als Folge davon dreht sich der Saugarm 19 unter Schwerkraft um die Haltewelle 12a herum nach unten, wie in den Figuren 4 und 5 veranschaulicht, was wiederum zur Folge hat, daß bewirkt wird, daß sich die auf dem Saugrohr 13 angebrachte Rolle 13b gegen die Umfangsfläche des Schußgarn-Kreuzwickels 10A abstützt. In diesem Zustand ist das Netz 13a im Saugrohr 13 nahe an der Umfangsfläche des Schußgarn-Kreuzwickels 10A positioniert. Anschließend ordnet der Steuercomputer C eine Betätigung des Gebläses 14 an, wodurch am Spitzenende des Saugrohrs 13 ein Ansaugen erfolgt. Danach ordnet der Steuercomputer C eine Drehung des Motors 8 um einen vorbestimmten Betrag an, was zur Folge hat, daß bewirkt wird, daß eine Drehung des Schußgarn-Kreuzwickels 10a um ein vorbestimmtes Winkelmaß bewirkt wird. Infolge der Saugwirkung des Saugrohrs 13 und der Drehung der Umfangsfläche des Schußgarn-Kreuzwickels 10A wird das vordere Ende Y&sub1;&sub1; des Schußgarns auf dem Schußgarn-Kreuzwickel 10A durch das dazwischenliegende Netz 13a hindurch vom Saugrohr 13 angesaugt, wodurch das vordere Schußgarnende Y&sub1;&sub1; unter Ansaugen auf dem Netz 13a festgehalten wird. Auf diese Weise wird das vordere Schußgarnende Y&sub1;&sub1; durch geeignete Einstellung des Betrags der Drehung des Schußgarn-Kreuzwickels 10A gedrängt oder als Ansammlung auf dem Netz 13a festgehalten.

Nach der Drehung des Schußgarn-Kreuzwickels 10A um ein vorbestimmtes Winkelmaß gibt der Steuercomputer C einen Befehl zur Abschaltung des Elektromagnetventils V&sub2; aus, wodurch das Saugrohr 13 in die Stand-by-Position zurückgeführt wird. Als Folge der Zurückführung des Saugrohrs 13 wird das unter Ansaugen als Ansammlung auf dem Netz 13a festgehaltene vordere Ende Y&sub1;&sub1; des Schußgarns in die Nähe der innersten Oberfläche der Transportführung 17 gebracht. Ausgehend von diesem Zustand gibt der Steuercomputer C einen Befehl zum Öffnen des Elektromagentventils V&sub3; aus, dem ein Ausstoßen von Luft aus der Blasdüse 18 folgt. Der aus der Blasdüse 18 ausgestoßende Luftstrom streicht über die innerste Oberfläche der Transportführung 17, wodurch das als Ansammlung auf dem Netz 13a festgehaltene vordere Ende Y&sub1;&sub1; des Schußgarns entlang der Transportführung 17 zur Schußgarneinführführung 20 getragen oder überführt wird, wie in Fig. 7 dargestellt.

Das als Ansammlung auf dem Netz 13a festgehaltene vordere Ende Y&sub1;&sub1; des Schußgarns ist wegen seiner Ansammlung wirksam der Strahlwirkung der Blasdüse 18 ausgesetzt. Insbesondere ist die Fläche, die dem vom Strahl hervorgerufenen Druck ausgesetzt ist, im Vergleich mit dem geradlinig liegenden einzelnen Schußgarn sehr viel größer, wenn das Schußgarn als Ansammlung vorliegt. Durch geringfügige Steigerung der Ausstoßwirkung der Blasdüse 18 gegenüber der Saugwirkung des Saugrohrs 13 kann somit der Transport des vorderen Endes des Schußgarns in einer befriedigenden Weise verwirklicht werden. Auf diese Weise kann das vom Umfang des Schußgarn-Kreuzwickels 10A abgeführte vordere Ende Y&sub1;&sub1; des Schußgarns sicher zur Schußgarnlängen-Meß- und -Reserviervorrichtung 22 transportiert werden. Mit anderen Worten stellt dies den Transport des vorderen Endes Y&sub1;&sub1; des Schußgarns vom Schußgarn-Kreuzwickel 10A zur Schußgarnlängen- Meß- und -Reserviervorrichtung 22 sicher, was für das erfolgreiche Einfädeln in die Schußgarnlängen-Meß- und -Reserviervorrichtung 22 unabdinglich ist.

In diesem Zusammenhang wird festgehalten, daß es im Fall der bisher zum Einführen des vorderen Endes des Schußgarns unter Ansaugen in das Saugrohr verwendeten Saug- und Greifkonstruktion erforderlich war, das vordere Ende des zugeführten Schußgarns mittels eines Schneidwerkzeugs sauber zu beschneiden. Falls dieses Beschneiden nicht erfolgt, würde das in das Saugrohr eingebrachte vordere Ende des Schußgarns dem Transport des vorderen Schußgarnendes an einen anderen Ort mittels des Luftstroms einen Widerstand entgegensetzen, der es erschweren würde, das in einer geradlinigen Form ergriffene vordere Schußgarnende zu transportieren. Im Gegensatz dazu besteht im Fall der dargestellten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung keine Notwendigkeit, das Beschneiden mittels eines Schneidwerkzeugs, wie oben erwähnt, durchzuführen, was wiederum bedeutet, daß die relevante Konstruktion ebenso wie die dadruch bedingte Steuerung zum großen Vorteil stark vereinfacht werden kann.

Das mit dem Netz 13a versehene Saugrohr 13, das den sicheren Schußgarntransport sicherstellt, wird gewöhnlich mit Hilfe des Luftzylinders 19 im ausgefahrenen Zustand in der Stand-by- Position angeordnet und gehalten. Dementsprechend kann ein Betriebsablauf zum Bewirken einer Annäherung des am Spitzenende des Saugrohrs 13 angebrachten Netzes 13a an den Umfang des Schußgarn-Kreuzwickels 10A einfach durch Zurückziehen des Luftzylinders 19, d.h. einfach durch Erregen des zugehörigen Elektromagnetventils V&sub2; wirksam gemacht werden. Wenn das Elektromagnetventil V&sub2; erregt wird, schwingt insbesondere der Saugarm 12 unter Schwerkraft nach unten, bis sich die Rolle 13b auf der Umfangsfläche des Schußgarn- Kreuzwickels 10A abstützt. Dieser Betriebsablauf kann unabhängig vom Durchmesser des Schußgarn-Kreuzwickels 10A erfolgen. Somit kann die Steuerung zum Positionieren des am Spitzenende des Saugrohrs 13 montierten Netzes 13a nahe am Umfang des Schußgarn-Kreuzwickels 10A ungeachtet des Durchmessers des Schußgarn-Kreuzwickels 10A extrem vereinfacht werden.

Bei der Konstruktion, die es gestattet, daß das Spitzen- oder freie Ende des Saugrohrs 13 unter Schwerkraft automatisch in der Nähe des Umfangs des Schußgarn-Kreuzwickels 10A positioniert wird, stellt die Anordnung des Schußgarn- Kreuzwickels 10A in der Schußgarnabgabeposition einen wichtigen Faktor dar. Wenn der Schußgarn-Kreuzwickel 10A in der Schußgarnabgabeposition erschöpft worden ist und der andere Schußgarn-Kreuzwickel 10B in die Schußgarnabgabeposition bewegt werden muß, wie im Fall der dargestellten Ausführungsform der Erfindung, ist es erforderlich, den Schußgarn-Kreuzwickel 10B mit derselben Ausrichtung und Anordnung wie den Schußgarn-Kreuzwickel 10A in der Schußgarnabgabeposition anzuordnen, d.h. den Schußgarn- Kreuzwickel 10A gegen den Schußgarn-Kreuzwickel 10B auszutauschen. Um einen derartigen Austausch zu bewältigen, ist der Drehtisch 3 im Fall der dargestellten Ausführungsform der Erfindung in einer horizontalen Ebene drehbar. Diese Tragstruktur ist vom Standpunkt des Gewichtsausgleichs sehr vorteilhaft. Mit anderen Worten kann der Drehtisch aufgrund der oben beschriebenen Tragstruktur sehr leicht gedreht werden, was tatsächlich bedeutet, daß der Elektromotor 4 eine kleine Leistung besitzen kann.

Im Fall, daß die Schußgarneinfädelung zu einem Mißerfolg geführt hat, daß zum Beispiel das vordere Ende des Schußgarns Y&sub1; nicht durch die Schußgarnlängen-Meß- und -Reserviervorrichtung 22 hindurchtreten kann, erreicht das Schußgarn Y&sub1; das Saugrohr 30 nicht. In diesem Fall erhält man vom Schußgarndetektor 33 nicht innerhalb einer vorbestimmten Zeitspanne das Schußgarn-Anwesenheits-Erfassungssignal. Dementsprechend ordnet der Steuercomputer C das Schließen der Elektromagnetventile V&sub3;, V&sub4;, V&sub5;, V&sub6; und V&sub7; an, sowie ein Betriebsverbot für die Gebläse 14 und 31, und gibt gleichzeitig eine Warnmeldung zu einer Warneinrichtung 49 aus.

Wenn das Schußgarn Y&sub1; erfolgreich in das Saugrohr eingefädelt werden kann, ordnet der Steuercomputer C das Schließen der Elektromagnetventile V&sub3;, V&sub4;, V&sub5;, V&sub6; und V&sub7; an, sowie ein Anhalten des Gebläses 14 an. Dabei dreht sich das Gebläse 31 noch weiter, wodurch das vordere Ende des Schußgarns Y&sub1; unter Ansaugen vom Saugrohr 30 gehalten wird. Ausgehend von diesem Zustand ordnet der Steuercomputer C ein Laufen des Motors M um einen vorbestimmten Betrag an, um dadurch zu bewirken, daß das Schußgarnwickelrohr 22 um einen vorbestimmten Betrag gedreht wird. Auf diese Weise wird vorbereitend ein vorbestimmter Betrag oder eine vorbestimmte Länge des Schußgarns Y&sub1; auf die Schußgarnwicklungsfläche 22b aufgewickelt.

Anschließend ordnet der Steuercomputer C einen vorbestimmten Drehbetrag für den Elektromotor 34 und die Erregung der Elektromagnetspule 35 an. Als Folge davon wird bewirkt, daß sich die nunmehr in geöffnetem Zustand befindlichen Schußgarngreifer 33a und 33b unter Drehen durch den Bereich des gespannten Schußgarns Y&sub1; hindurchtreten, woraufhin die Schußgarngreifer 33a und 33b geschlossen werden, wodurch das Schußgarn Y&sub1; von den Schußgarngreifern 33 und 33b ergriffen wird. Das Schußgarn Y&sub1; wird so wie es ergriffen wurde in Berührung mit dem auf dem Saugrohr 30 montierten ortsfesten Schneidmesser 30a gebracht, um es auf eine Bewegung des ergriffenen Schußgarns Y&sub1; in Richtung des Einlasses 26a der Schußgarnhaupteinführdüse 26 hin durchzuschneiden und zu trennen. Auf diese Weise wird das von den Schußgarngreifern 33a und 33b ausgehende Schußgarn Y&sub1; auf eine vorbestimmte konstante Länge bemessen, wodurch das vom Schußgarngreifer 33a und 33b ausgehende vordere Ende des bemessenen Schußgarns Y&sub1; in der Nähe des Einlasses 26a der Schußgarnhaupteinführdüse 26 angeordnet ist.

Nach Anhalten des Motors 34 nach einer Vorwärtsdrehung desselben um einen vorbestimmten Betrag ordnet der Steuercomputer C die Erregung der Elektromagnetspule 23 und gleichzeitig das Öffnen der Elektromagnetventile V&sub9; und V&sub8; an, wodurch der Rückhaltebolzen 23a von der Schußgarnwicklungsfläche 22b abgehoben wird, während die Blasdüse 37 und die Schußgarnhaupteinführdüse 26 jeweils einen Luftstrahl erzeugen. Dies hat ein Auftreten eines Ansaugluftstroms im Einlaß 26a der Schußgarneinführdüse 26 zur Folge, wodurch das von den Schußgarngreifern 33a und 33b ausgehende vordere Ende des Schußgarns Y&sub1; in die Schußgarnhaupteinführdüse 26 eingeführt wird.

Anschließend ordnet der Steuercomputer C ein Abschalten der Elektromagnetspule 35 und eine Umkehr- oder Rückwärtsdrehung des Motors 34 um den vorbestimmten Betrag an. Die Schußgarngreifer 33a und 33b werden so in die Stand-by- Position zurückgeführt, nachdem sie das vordere Ende des Schußgarns Y&sub1; freigegeben haben. Andererseits wird das in der Schußgarnhaupteinführdüse 26 plazierte vordere Ende des Schußgarns Y aus dieser herausgeblasen, um es unter der Strahlwirkung der Blasdüse 37 in den Schußgarnzufuhrkanal 38 einzuführen.

Wenn das vordere Ende des Schußgarns Y&sub1; die Position des innerhalb der Luftführung 39 installierten Schußgarndetektors 40 erreicht hat, führt der Steuercomputer C auf der Grundlage der Schußgarn-Anwesenheits-Erfassungsinformation vom Schußgarndetektor in der Folge eine nachfolgende Schußgarnbearbeitung durch. Wenn das Einfädeln von Schußgarn durch die Schußgarnhaupteinführdüse 26 zu einem Mißerfolg geführt hat, kann das vordere Ende des Schußgarns Y&sub1; die Position des Schußgarndetektors 40 nicht erreichen. Der Steuercomputer C überwacht somit, ob die Schußgarn- Anwesenheits-Erfassungsinformation vom Schußgarndetektor 40 innerhalb des voreingestellten Zeitraums erhalten wird oder nicht, und falls die Information nicht erhalten wird, ordnet der Steuercomputer C das Schließen der Elektromagnetventile V&sub8; und V&sub9;. sowie das Abschalten der Elektromagnetspule 23 an, und als Folge davon wird der Ausstoßvorgang der Schußgarnhaupteinführdüse 26 und der Blasdüse 37 unterbrochen und gleichzeitig bewirkt, daß der Rückhaltebolzen 23a mit der Schußgarnwicklungsfläche 23b in Eingriff tritt.

Solange die Anzahl der Male, bei denen das Einfädeln des Schußgarns mit einem Mißerfolg endet, eine voreingestellte Anzahl n nicht erreicht hat, wird der auf das Aufwickeln des Schußgarns zum Reservieren auf der Schußgarnlängen-Meß- und -Reserviervorrichtung 22 folgende Bearbeitungsvorgang vom Steuercomputer C ausgeführt, und im anderen Fall gibt der letztere einen Befehl zum Anhalten des Betriebs des Gebläses 31 und zum Aktivieren der Warneinrichtung 49 aus.

Wenn das Einfädeln des Schußgarns erfolgreich beendet wurde, spricht der Steuercomputer C auf das vom Schußgarndetektor 40 ausgegebene Schußgarn-Anwesenheits-Erfassungssignal an, und gibt Befehle zum Schließen der Elektromagnetventile V&sub8; und V&sub9;, zum Anhalten des Betriebs des Gebläses 31 bzw. zum Abschalten der Elektromagnetspule 23 aus. In der Folge ordnet der Steuercomputer C die Erregung des Elektromagnetventils V&sub1;&sub1; an, um dadurch ein Ausfahren des Luftzylinders 45 zu bewirken, wodurch die angetriebene Rolle 46 in Berührung mit der Antriebsrolle 44 gebracht wird, was zur Folge hat, daß das Schußgarn Y&sub1; zwischen den beiden Rollen 44 und 46 gehalten wird. Anschließend ordnet der Steuercomputer C ein Drehen des Motors M um einen vorbestimmten Betrag an, um zu bewirken, daß das Schußgarn Y&sub1; zum Reservieren um einen vorbestimmten Betrag aufgewickelt wird. Nach dem Aufwickeln des Schußgarns zum Reservieren ordnet der Steuercomputer C das Öffnen des Elektromagnetventils V&sub1;&sub0; und gleichzeitig den Betrieb des Schußgarnüberführungsmotors 43 an. Somit wird das Schußgarn Y&sub1; überführt und in dem unter Spannung stehenden Zustand vom ortsfesten Schneidmesser 26b durchschnitten. Das aus dem Schneidvorgang resultierende Bruchstück des Schußgarns wird zu den Rollen 44 und 46 überführt, um es mittels der Blasdüse 42 in den Staubkasten abzugeben.

Wenn die gesamte Länge des aus dem Schneidvorgang resultierenden Schußgarns Y&sub1; durch die Luftführung 39 hindurchgetreten ist, erfaßt der Schußgarndetektor 40 die Abwesenheit des Schußgarns. Ansprechend auf die Schußgarn- Abwesenheits-Erfassungsinformation ordnet der Steuercomputer C das Anhalten des Betriebs des Motors 43 und das Abschalten des Elektromagnetventils V&sub1;&sub1; an. Folglich beendet der Schußgarnüberführungsmotor 43 seinen Betrieb, um es den gepaarten Rollen 44 und 46 zu ermöglichen, sich voneinander weg zu bewegen. Anschließend ordnet der Steuercomputer C das Schließen des Elektromagnetventils V&sub1;&sub0; an, wodurch der Luftausstoßvorgang der Blasdüse 42 beendet wird. Dann wird der Webstuhl in die Ausgangsposition gedreht, woraufhin der Webstuhl erneut in Gang gesetzt wird.

Bezugnehmend auf Fig. 12 ist ein Arm 50 vorgesehen, der drehbar gehalten wird, so daß er wie im Fall des Saugarms 12 der vorangehenden Ausführungsform unter Schwerkraft nach unten schwingt. Der Arm 50 ist an seinem freien oder Spitzenendteil mit einer Bürste 51 versehen. Wenn der Arm 50 unter Schwerkraft verschwenkt worden ist, stützt sich die Rolle 50a auf der Umfangsfläche des Schußgarn-Kreuzwickels 10A ab, so daß sich das freie Ende der Bürste 51 in Berührung mit der Umfangsfläche des Schußgarn-Kreuzwickels 10A befindet, wie durch eine unterbrochene Linie angezeigt. Beim Drehen des Schußgarn-Kreuzwickels 10A streicht dementsprechend das Spitzenende der Bürste 51 in der entsprechenden Richtung über die Umfangsfläche des Schußgarn-Kreuzwickels 10A, und als Folge davon haftet das vom Schußgarn-Kreuzwickel 10A abgezogene oder abgeführte vordere Endteil des Schußgarns Y&sub1;&sub1; als Ansammlung am Spitzenende der Bürste 51 an. Das Halten des Schußgarns Y&sub1;&sub1; als Ansammlung mittels der Bürste 51 kann allein durch eine zwischen den Spitzenende der Bürste 51 und dem Schußgarn wirksame Haftung verwirklicht werden. Dementsprechend kann das als Ansammlung an der Bürste 51 anhaftende Schußgarn Y&sub1;&sub1; unter der Strahlwirkung der Blasdüse 21 leicht abgelöst werden. Aufgrund des Aufbaus zum Halten des Schußgarns Y&sub1;&sub1; als Ansammlung ohne einen Verlaß auf die Saugwirkung kann der zugehörige Mechanismus sowie seine Steuerung merklich vereinfacht werden.

Natürlich kann die Saugwirkung selbstverständlich zur Haftwirkung der Bürste 51 hinzugefügt werden. In diesem Fall kann das Abziehen des vorderen Endes des Schußgarns vom Umfang des Schußgarn-Kreuzwickels 10A mit einer höheren Zuverlässigkeit sichergestellt werden.


Anspruch[de]

1. Schußgarn-Verarbeitungsvorrichtung in einem Düsenwebstuhl, einschließend eine Schußgarnversorgung (10A) mit einer Umfangsfläche, um die eine Länge Schußgarn (Y&sub1;) herumgewickelt ist, sowie eine Einrichtung (22), um eine Länge von Schußgarn zu messen, das von der besagten Schußgarnversorgung zugeführt wird, und um das gemessene Schußgarn darin zu reservieren, wobei die Schußgarnlängen-Meß- und -Reserviereinrichtung eine Schußgarn-Einführöffnung (20a) aufweist, um darin das von der Schußgarnversorgung (10A) zugeführte Schußgarn aufzunehmen, wobei die besagte Vorrichtung umfaßt:

eine Einrichtung (13, 14, 15, 51), um das vordere Ende (Y&sub1;&sub1;) des Schußgarns von der Umfangsfläche der Schußgarnversorgung (10A) freizusetzen und um das besagte vordere Ende (Y&sub1;&sub1;) von der besagten Versorgung weg in eine Stand-by-Position zu bewegen;

eine Einrichtung (18) zum Ausstoßen eines Fluids, um das vordere Schußgarnende mittels des ausgestoßenen Fluids von der besagten Stand-by-Position zur Schußgarn-Einführöffnung (20a) der Schußgarnlängen-Meß- und -Reserviereinrichtung (22) zu bewegen; und

eine Führungsfläche (17), entlang welcher das vordere Schußgarnende auf die besagte Schußgarn-Einführöffnung (20a) zu beweglich ist, zusammen mit dem von der besagten Fluidausstoßeinrichtung (18) in die besagte Schußgarn- Einführöffnung (20a) hinein ausgestoßenen Fluid.

2. Schußgarn-Verarbeitungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die besagte Schußgarn- Freisetzeinrichtung (13, 14, 15, 51) eine Ansaugeinrichtung (13, 14, 15) in Form eines Saugrohrs (13) mit einer Ansaugöffnung umfaßt, um einen Ansaugluftstrom zu erzeugen, um das vordere Ende (Y&sub1;&sub1;) des Schußgarns anzusaugen.

3. Schußgarn-Verarbeitungsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die besagte Ansaugöffnung mit einer Einrichtung (13a) versehen ist, um das in die besagte Ansaugöffnung gesaugte vordere Schußgarnende (Y&sub1;&sub1;) zu sammeln und um das gesammelte Schußgarn vorübergehend zu halten.

4. Schußgarn-Verarbeitungsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die besagte Schußgarnsammel- und Halteeinrichtung in Form eines Netzes (13a) mit einer Maschenstruktur vorliegt.

5. Schußgarn-Verarbeitungsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die besagte Schußgarnsammel- und Halteeinrichtung in Form einer Bürste (51) vorliegt.

6. Schußgarn-Verarbeitungsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie weiter eine Einrichtung zum Überführen der besagten Schußgarnsammel- und Halteeinrichtung (13a, 51) zwischen einer der Schußgarnversorgung (10A) benachbarten Betriebsposition, in welcher die besagte Schußgarnsammel- und Halteeinrichtung das vordere Schußgarnende (Y&sub1;&sub1;) aufnimmt, und einer Stand-by-Position einschließt, wobei das besagte gesammelte vordere Schußgarnende von dem von der besagten Fluidausstoßeinrichtung (18) ausgestoßenen Fluid zu der besagten Schußgarn- Einführöffnung bewegt wird, wenn die besagte, das gesammelte vordere Schußgarnende (Y&sub1;&sub1;) haltende Schußgarnsammel- und Halteeinrichtung (13a, 51) in die Stand-by-Position überführt ist.

7. Schußgarn-Verarbeitungsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die besagte Führungseinrichtung eine Schußgarntransportführung (17) umfaßt, deren eines Endteil (17a) der besagten Schußgarnversorgung (10A) benachbart angeordnet ist, und deren anderes Endteil der besagten Schußgarn-Einführöffnung (20a) benachbart angeordnet ist, wobei mindestens das besagte andere Endteil, das sich rechtwinklig mit der Richtung des von der besagten Fluidausstoßeinrichtung ausgestoßenen Fluidstroms kreuzt, offen ist.

8. Schußgarn-Verarbeitungsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein Fenster (17a) in dem besagten einen Endteil der besagten Schußgarntransportführung (17) ausgebildet ist, wobei sich die besagte Ansaugöffnung des besagten Saugrohrs (13) in das besagte Fenster (17A) hinein und aus diesem heraus bewegen kann, und wobei die besagte Fluidausstoßeinrichtung (18) an dem besagten einen Endteil auf der besagten Schußgarntransportführung (17) angebracht ist, um das besagte ausgestoßene Fluid in Richtung des besagten anderen Endteils der besagten Schußgarntransportführung zu lenken.







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