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Dokumentenidentifikation DE3851006T2 24.11.1994
EP-Veröffentlichungsnummer 0293976
Titel Vorrichtung zum Kühlen und/oder Trocknen von Schüttgütern.
Anmelder Geelen Techniek B.V., Haelen, NL
Erfinder Geelen, Pierre Marie Lambert, NL-6081 CW Haelen, NL
Vertreter Knauf, R., Dipl.-Ing.; Werner, D., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Schippan, R., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Thielmann, A., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 40472 Düsseldorf
DE-Aktenzeichen 3851006
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, ES, FR, GB, GR, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 25.05.1988
EP-Aktenzeichen 882010507
EP-Offenlegungsdatum 07.12.1988
EP date of grant 10.08.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.11.1994
IPC-Hauptklasse F26B 17/14
IPC-Nebenklasse F26B 25/10   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Kühlen und/oder Trocknen von Schüttgütern, die mit einem Bunker versehen ist, der eine Zuführöffnung für das zu behandelnde Material aufweist, welche in der Nähe der Oberseite des Bunkers angeordnet ist, und mit einer in der Nähe der Unterseite des Bunkers angeordneten Rostkonstruktion, die mit einer Reihe von stabförmigen Einrichtungen versehen ist, welche sich zumindest im wesentlichen parallel zueinander erstrecken, um Drehachsen, die in Längsrichtung der stabförmigen Einrichtungen verlaufen, verschwenkbar und mit plattenförmigen Teilen versehen sind, die durch Verschwenken der stabförmigen Einrichtungen so angeordnet werden können, daß die plattenförmigen Teile von benachbarten stabförmigen Einrichtungen einander überlappen, sowie mit Einrichtungen zum Zuführen von Kühlund/oder Trocknungsluft in das Innere des Bunkers durch die Rostkonstruktion an der Unterseite der Vorrichtung und zum Abgeben der Luft in der Nähe der Oberseite der Vorrichtung, nachdem die Luft das Material durchströmt hat.

Aus der DE-C-406 ist eine Vorrichtung bekannt, die verschiedenartige Rostkonstruktionen aufweist, von denen eine über der anderen angeordnet ist und die jeweils obere plattenförmige Elemente, die auf und ab bewegt und gedreht werden können, und untere plattenförmige Elemente, die gedreht werden können, aufweisen.

Im Gegensatz dazu betrifft die Erfindung eine Vorrichtung, die einen einfachen Aufbau mit nur einer einzigen Rostkonstruktion besitzt.

Die Abmessungen der Produkte, die in einer solchen Vorrichtung behandelt werden, wie beispielsweise mehlige Produkte, granulare Produkte, flockige Produkte, zylindrische Produkte etc., können jedoch innerhalb großer Grenzen schwanken. Normalerweise erfordern die variierenden Abmessungen der Produkte auch variierende Abmessungen der zwischen den Teilen der Rostkonstruktion vorhandenen Kanäle, die zum Durchleiten des Materiales dienen. Mit den bekannten Rostkonstruktionen kann die Dimensionierung dieser Kanäle üblicherweise nur für ein bestimmtes Material verwendet werden. Wenn hingegen ein anderes und/oder feineres und/oder gröberes Material behandelt werden soll, ist es erforderlich, eine andere Vorrichtung zu verwenden oder einen anderen Rost in einer speziellen Vorrichtung einzubauen.

Ziel der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der vorstehend beschriebenen Art zu erhalten, die zur Behandlung einer großen Zahl von unterschiedlichen Schüttgütern geeignet ist.

Erfindungsgemäß kann dies dadurch erreicht werden, daß die Drehachsen der stabförmigen Einrichtungen, die die einzige Rostkonstruktion der Vorrichtung bilden, eine feste Position relativ zueinander einnehmen und zumindest im wesentlichen in einer einzigen Ebene liegen, wobei jede stabförmige Einrichtung zwei plattenförmige Teile, die sich im wesentlichen parallel zueinander und im Abstand voneinander erstrecken, und ein drittes plattenförmiges Teil umfaßt, das quer zu den beiden im wesentlichen parallelen plattenförmigen Teilen verläuft, wobei die Vorrichtung einen Antriebsmechanismus zum Drehen der stabförmigen Einrichtungen um die Drehachsen zur Einstellung der stabförmigen Einrichtungen zwischen verschiedenen Ausgangspositionen und zum Verschwenken der stabförmigen Einrichtungen vor und zurück um den gleichen Winkel um die Drehachsen in irgendeine Ausgangsposition aufweist und wobei Einrichtungen zum Einstellen dieses Winkels vorgesehen sind.

Die Passagen zum Durchleiten des Materiales, die durch die sich überlappenden plattenförmigen Teile begrenzt sind, können auf einfache Weise eingestellt werden, indem die Ausgangsposition der stabförmigen Einrichtungen verändert wird, wobei in jeder Ausgangsposition eine gleichmäßige Abgabe der zu behandelnden Produkte sichergestellt werden kann, da die Möglichkeit des Verschwenkens der stabförmigen Einrichtungen mit den daran befestigten plattenförmigen Teilen aus der Ausgangsposition vorwärts und rückwärts existiert.

Aus der britischen Patentbeschreibung 9801/1912 ist eine Trocknungsvorrichtung bekannt, die mit einer großen Zahl von Böden versehen ist, die mit relativ kurzen Abständen übereinander angeordnet sind. Die Böden sind aus sich teilweise überlappenden verschwenkbaren Platten aufgebaut. Luft zum Trocknen wird zwischen die Böden geführt und kann über zwischen den Platten vorgesehene Kanäle ausströmen. In vorgegebenen Intervallen werden die einen Boden bildenden Platten verschwenkt, um das darauf befindliche Material auf einen darunter angeordneten Boden zu bringen. Somit wird das Material in Schritten vom einen Boden zum nächsten Boden bewegt. Aus dieser Veröffentlichung ist jedoch keine Vorrichtung bekannt, die mit einem Bunker zur Aufnahme der Schüttgüter und mit einer einzigen Rostkonstruktion versehen ist, die in der Nähe der Unterseite des Bunkers angeordnet ist und aus stabförmigen Einrichtungen aufgebaut ist, die während des Betriebes vorwärts und rückwärts verschwenkt werden können, um ein geregeltes Ausströmen des Materiales aus dem Bunker sicherzustellen. Des weiteren kann in dieser Veröffentlichung kein Hinweis in bezug auf eine mögliche Einstellung der Vorrichtung zum Behandeln von verschiedenen Arten von Materialien gefunden werden.

Aus der DE-PS 318 693 ist eine ähnliche Trocknungsvorrichtung bekannt, die mit einer Reihe von Böden versehen ist, welche mit kurzen Abständen übereinander angeordnet sind und aus einer großen Zahl von plattenförmigen Teilen bestehen, die sich überlappen. Die Platten sind auf diese Weise zusammen aus der Position, in der sie einen Boden bilden, in eine Position verschwenkbar, in der das auf dem Boden befindliche Material in einer Bewegung auf einen darunter angeordneten Boden fällt. Auch in dieser Veröffentlichung ist keinerlei Hinweis in bezug auf die Konstruktion einer Trocknungsvorrichtung, die mit einem das zu behandelnde Material enthaltenen Bunker versehen ist, und einer einzigen Rostkonstruktion, die an der Unterseite des Bunkers angeordnet ist, welche nach dem erfindungsgemäßen Vorschlag konstruiert sind, vorhanden.

In manchen Fällen können Probleme auftreten, wenn feine Produkte, wie beispielsweise mehlige Produkte, behandelt werden, wenn nicht perforierte plattenförmige Teile verwendet werden, da auch dann, wenn die plattenförmigen Teile so eingestellt sind, daß nur enge Spalte zwischen benachbarten plattenförmigen Teilen vorhanden sind, so viel Luft noch durch die Spalte angesaugt wird, daß in der Schicht aus Mehl oder entsprechendem Material, die von den plattenförmigen Teilen gelagert wird, örtliche Kanäle ausgebildet werden.

Infolge dieser Kanäle kann in einem solchen Fall eine äußerst unregelmäßige Verteilung der Luftgeschwindigkeit und ein unregelmäßiger Strömungsgrad der Luft durch das Mehl oder das entsprechende Material auf der Oberfläche der Rostkonstruktion auftreten.

Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung kann ein derartiger Nachteil dadurch beseitigt werden, daß die plattenförmigen Teile perforiert sind.

Wenn man solche perforierten plattenförmigen Teile verwendet, wird es bei der Behandlung von Mehl oder entsprechendem feinen Material möglich, die plattenförmigen Teile in eine solche Position zu bringen, daß die Ränder der plattenförmigen Teile zumindest im wesentlichen miteinander in Kontakt stehen und es praktisch nur für die Luft möglich ist, durch die perforierten Öffnungen während des Betriebes zu strömen, so daß auf diese Weise eine gleichmäßige Luftpassage durch das zu behandelnde Material sichergestellt werden kann.

Die Erfindung wird hiernach in Verbindung mit einem Ausführungsbeispiel, das in den beigefügten Figuren schematisch dargestellt ist, im einzelnen erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäß ausgebildeten Vorrichtung;

Fig. 2 einige stabförmige Einrichtungen gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung in drei unterschiedlichen Positionen;

die Fig. 3-5 einige weitere Ausführungsformen der stabförmigen Einrichtungen, die jeweils in drei unterschiedlichen Positionen dargestellt sind;

Fig. 6 auf schematische Weise einen Teil eines Mechanismus zum Regeln des Verschwenkens der stabförmigen Einrichtungen um ihre Längsachsen.

Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung besitzt einen Rahmen 1, auf dem ein Bunker 2 angeordnet ist. Unter dem Bunker befindet sich ein vom Rahmen gelagerter Bunkerauslauf 3. Zwischen dem Bunker 2 und dem Bunkerauslauf 3 ist eine Rostkonstruktion angeordnet, die aus einer Reihe von Stäben 4 besteht, die sich parallel zueinander erstrecken und derart in der Nähe ihrer Enden in nicht gezeigten Lagern, die am Rahmen fixiert sind, drehbar gelagert sind, daß die Stäbe 4 um ihre Längsachsen schwenkbar sind. An den Enden der Stäbe 4 sind des weiteren Arme 5 angebracht, die über eine Kopplungsstange 6, welche nur schematisch über eine strichpunktierte Linie dargestellt ist, miteinander verbunden sind. Einer der Arme 5' ist länger als die anderen Arme 5 und ist mit seinem von der entsprechenden stabförmigen Einrichtung 4 entfernt angeordneten Ende mit der Kolbenstange eines Stellzylinders 7 gekoppelt, der mit seinem anderen Ende mit dem Rahmen verbunden ist. Während des Betriebes können die stabförmigen Einrichtungen 4 mit Hilfe des Stellzylinders 7 um ihre Längsachsen vorwärts und rückwärts verschwenkt werden.

Wie des weiteren in Fig. 2 gezeigt ist, sind drei plattenförmige Teile 9-11, die sich über die gesamte Länge der stabförmigen Einrichtungen erstrecken, an jeder stabförmigen Einrichtung 4 fixiert. Wie daher aus den Figuren hervorgeht, verlaufen die beiden plattenförmigen Teile 9 und 10 parallel zueinander und im Abstand voneinander, da sie an beiden Seiten der in Rede stehenden stabförmigen Einrichtung 4 angeordnet sind und sich dadurch von der stabförmigen Einrichtung 4 in entgegengesetzte Richtungen erstrecken. Die dritte stabförmige Einrichtung 11 kann senkrecht zu den beiden plattenförmigen Teilen 9 und 10 verlaufen und erstreckt sich nach unten in die Position der in Fig. 1 dargestellten plattenförmigen Teile.

An seiner oberen Seite ist der Bunker 2 mit einem Zellenventil 12 versehen, über das zu behandelnde Schüttgüter in das Innere des Bunkers geführt werden können.

Kalte oder heiße Luft zum Kühlen und/oder Trocknen kann über den durch die stabförmigen Einrichtungen 4 mit den daran fixierten Platten 9-11 gebildeten Rost in das Innere des Bunkers 2 eingeführt werden, wie durch die Pfeile A angedeutet ist. Nachdem die Luft das im Bunker 2 vorhandene Material durchströmt hat, kann sie über ein Rohr 13, das mit der Oberseite des Bunkers 2 verbunden ist, abgeführt werden. Material, das vom Bunker 2 über die rostförmigen Einrichtungen in den Bunkerauslauf 3 strömt, kann über einen an der Unterseite des Bunkerauslaufs 3 vorgesehenen Ablauf 14 abgeführt werden.

Wie in Fig. 2a dargestellt ist, kann die einen Rost bildende stabförmige Einrichtung 4 so verschwenkt werden, daß sich die freien Enden der sich überlappenden Teile 9 und 10 von benachbarten stabförmigen Einrichtungen im wesentlichen berühren oder in kurzen Abständen voneinander angeordnet sind, so daß die noch zwischen den plattenförmigen Teilen 9 und 10 der rostförmigen Konstruktion vorhandenen Spalte zu klein sind, um das Material hindurchzuführen, so daß kein Materialstrom aus den Bunkern möglich ist.

Aus der in Fig. 2a dargestellten Position der stabförmigen Einrichtungen, in der der Auslaß des Bunkers zumindest im wesentlichen geschlossen ist, können die stabförmigen Einrichtungen in eine in Fig. 2b dargestellte Zwischenstellung verschwenkt werden, in der der Abstand zwischen den sich überlappenden plattenförmigen Einrichtungen derart groß ist, daß das im Bunker 2 vorhandene Material über den zwischen den plattenförmigen Einrichtungen vorhandenen Spalt ausströmen kann.

Um das Herausströmen zu beginnen und zu stoppen, können die stabförmigen Einrichtungen 4 somit über einen Winkel um die eingestellte Zwischenposition oder mittlere Position mit Hilfe des Stellzylinders 7 verschwenkt werden, wodurch das sich auf den plattenförmigen Einrichtungen 9 befindende Material eine geringfügige Aufwärts- und Abwärtsbewegung erhält. Insbesondere dann, wenn Produkte behandelt werden, die eine Neigung zum Festkleben besitzen, ist eine derartige Verschiebung des Materiales, um das Material zu lösen, wichtig. Der Bunker kann über der Rostkonstruktion geringfügig konisch bis zum Oberseite ausgebildet sein, wodurch eine Brückenbildung im Material im Bunker verhindert wird.

Da in der in Fig. 23b dargestellten mittleren Position das freie Ende des plattenförmigen Teiles 10, über das das Material aus dem Bunker herausströmt, in einem kurzen Abstand von dem plattenförmigen Teil 11 angeordnet ist, der sich senkrecht zum plattenförmigen Teil 10 und eine Strecke unter dem Rand des plattenförmigen Teiles 10 erstreckt, wird verhindert, daß das Material aus dem Bunker zu schnell herausströmt, da es durch den plattenförmigen Teil 11 abgebremst wird.

Gleichzeitig trägt der plattenförmige Teil 11 zur Steifigkeit der stabförmigen Einrichtungen 4 bei, um eine Durchbiegung der stabförmigen Einrichtung 4 unter dem Einfluß des Gewichtes des im Bunker vorhandenen Materiales zu verhindern.

Wenn es gewünscht wird, den Bunker rasch zu entleeren, können die stabförmigen Einrichtungen aus der in den Figuren 2a oder 2b dargestellten Position des Rostes um einen Winkel von etwa 90º verschwenkt werden, so daß sich die plattenförmigen Teile 9 und 10 zumindest im wesentlichen vertikal erstrecken, wobei in diesem Fall ein relativ großer Spalt zwischen dem freien Rand eines plattenförmigen Teiles 11, das im wesentlichen horizontal angeordnet ist, und einer benachbarten stabförmigen Einrichtung 4 vorhanden ist. Auf diese Weise werden große Kanäle zwischen benachbarten stabförmigen Einrichtungen 4 gebildet, durch die das Material frei und ohne Hindernis ausströmen kann. Höchstens ein geringer Teil des Materiales verbleibt in diesem Fall auf den im wesentlichen horizontal angeordneten plattenförmigen Teilen 11 zurück, wobei dieses Material jedoch auch abgeführt wird, wenn die stabförmigen Einrichtungen in die in Fig. 2a dargestellte geschlossene Position zurückverschwenkt werden.

Wie im einzelnen in den Fig. 3-5 gezeigt ist, kann die Form der plattenförmigen Einrichtungen möglicherweise an die Natur der Produkte, die in erster Linie in der Vorrichtung behandelt werden, angepaßt werden. Somit sind bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3 die Enden 15 der plattenförmigen Teile 10 etwas in Richtung der darüber angeordneten plattenförmigen Teile 9 nach oben gebogen. Hierdurch kann der zwischen den sich überlappenden plattenförmigen Teilen vorhandene Spalt in der geschlossenen Position des Rostes auf einfache Weise reduziert werden.

Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 4 sind nicht nur die Ränder 15 der plattenförmigen Teile 10, sondern auch die Ränder 16 der plattenförmigen Teile 9 nach oben gebogen. Die aufwärts gebogenen Ränder der plattenförmigen Teile 9 besitzen auf diese Weise eine besondere Kratzwirkung in bezug auf das im Bunker 2 vorhandene Material, wenn die stabförmigen Einrichtungen während des Betriebes vorwärts und rückwärts verschwenkt werden.

Im Gegensatz dazu sind bei der Ausführungsform gemäß Fig. 5 die Ränder 17 der plattenförmigen Teile 9 nach unten gebogen, um zu verhindern, daß beispielsweise kleine kugelförmige Produkte in der sogenannten geschlossenen Position des Rostes durch denselben strömen.

Zwischen den Plattenteilen 9 und 10 sollte immer eine Öffnung für den Durchtritt der Luft verbleiben.

Fig. 6 zeigt einen Teil eines Mechanismus zum Regeln des Hubs des Stellzylinders 7 oder des Winkels, über den die stabförmigen Einrichtungen während des Betriebes verschwenkt werden.

Hierzu ist ein Arm 18 an einer der stabförmigen Einrichtungen 4 fixiert, der mit einem Paar von Schaltern 19 und 20 zusammenwirkt, welche auf beiden Seiten des Armes angeordnet sind. Der Schalter 19 ist auf diese Weise in Horizontalrichtung bewegbar und zwischen den gestrichelt dargestellten Positionen 19 und 19' einstellbar. In entsprechender Weise ist der Schalter 20 in Horizontalrichtung zwischen den gestrichelt dargestellten Positionen 20 und 20' einstellbar.

Wenn der Arm 18 einen der Schalter berührt, wird die Drehrichtung der stabförmigen Einrichtungen über einen Mechanismus (nicht gezeigt) umgekehrt. Es versteht sich, daß der Winkel, um den die stabförmigen Einrichtungen verschwenkt werden, und die Lage dieses Winkels durch Einstellung der Schalter 19 und 20 beeinflußt werden können. Ein weiterer Schalter 21, der fest angeordnet ist und mit dem Arm zusammenwirkt, dient zum Stoppen der Schwenkbewegung, wenn die stabförmigen Einrichtungen 4 in die vollständig offene Position gebracht worden sind, wie sie beispielsweise in Fig. 2c gezeigt ist.

Zum Behandeln von sehr feinen Produkten, d. h. Mehl, ist es wünschenswert, mindestens diejenigen Teile der plattenförmigen Teile zu perforieren, die von den stabförmigen Einrichtungen vorstehen.

Wenn die plattenförmigen Teile 9 und 10 dann in eine solche Position verschwenkt werden, in der die freien Ränder von benachbarten plattenförmigen Teilen zumindest im wesentlichen aufeinander ruhen, wird die zugeführte Luft in erster Linie zu der Materialschicht geführt, die über den plattenförmigen Einrichtungen 9 und 10 liegt, und zwar ausschließlich über die Perforationen, so daß eine sehr gleichmäßige Verteilung der Luft über die Rostoberfläche erhalten wird.

Zur Abführung des Materiales können die plattenförmigen Teile zu gewünschten Zeitpunkten in eine Position verschwenkt werden, in der das Material durch die zwischen den plattenförmigen Teilen gebildeten Spalte nach außen strömen kann.

Die Stäbe 4 können hohl und perforiert ausgebildet sein, so daß Luft über praktisch die gesamte Rostoberfläche zugeführt werden kann.


Anspruch[de]

1. Vorrichtung zum Kühlen und/oder Trocknen von Schüttgütern, die mit einem Bunker (2) versehen ist, der eine Zuführöffnung für das zu behandelnde Material aufweist, welche in der Nähe der Oberseite des Bunkers (2) angeordnet ist, und mit einer in der Nähe der Unterseite des Bunkers angeordneten Rostkonstruktion, die mit einer Reihe von stabförmigen Einrichtungen (4) versehen ist, welche sich zumindest im wesentlichen parallel zueinander erstrecken, um Drehachsen, die in Längsrichtung der stabförmigen Einrichtungen verlaufen, verschwenkbar und mit plattenförmigen Teilen (9, 10) versehen sind, die durch Verschwenken der stabförmigen Einrichtungen so angeordnet werden können, daß die plattenförmigen Teile von benachbarten stabförmigen Einrichtungen einander überlappen, sowie mit Einrichtungen zum Zuführen von Kühl- und/oder Trocknungsluft in das Innere des Bunkers durch die Rostkonstruktion an der Unterseite der Vorrichtung und zum Abgeben der Luft in der Nähe der Oberseite der Vorrichtung, nachdem die Luft das Material durchströmt hat, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachsen der stabförmigen Einrichtungen (4), die die einzige Rostkonstruktion der Vorrichtung bilden, eine feste Position relativ zueinander einnehmen und zumindest im wesentlichen in einer einzigen Ebene liegen, wobei jede stabförmige Einrichtung (4) zwei plattenförmige Teile (9, 10), die sich im wesentlichen parallel zueinander und im Abstand voneinander erstrecken, und ein drittes plattenförmiges Teil (11) umfaßt, das quer zu den beiden im wesentlichen parallelen plattenförmigen Teilen (9, 10) verläuft, wobei die Vorrichtung einen Antriebsmechanismus (7, 18-20) zum Drehen der stabförmigen Einrichtungen (4) um die Drehachsen zur Einstellung der stabförmigen Einrichtungen zwischen verschiedenen Ausgangspositionen und zum Verschwenken der stabförmigen Einrichtungen vor und zurück um den gleichen Winkel um die Drehachsen in irgendeiner Ausgangsposition aufweist und wobei Einrichtungen (18-20) zum Einstellen dieses Winkels vorgesehen sind.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die plattenförmigen Teile (9-11) perforiert sind.

3. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das dritte plattenförmige Teil (11) einer stabförmigen Einrichtung (4) während des Normalbetriebes in einem gewissen Abstand von einer Grenzkante eines der anderen plattenförmigen Teile (10) der stabförmigen Einrichtungen (4) nach unten verläuft.

4. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die freie Kante eines plattenförmigen Teiles (9, 10) aufwärts gebogen ist.

5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die plattenförmigen Teile (9-11) an einer hohlen Stange (4) fixiert sind, die mit Perforationen versehen ist.







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