PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69103414T2 01.12.1994
EP-Veröffentlichungsnummer 0530298
Titel FARBSTABILISIERTE ZUSAMMENSETZUNGEN EINES CAROTENOIDPIGMENTS UND DAMIT GEFÄRBTE LEBENSMITTEL.
Anmelder Kalamazoo Holdings, Inc., Kalamazoo, Mich., US
Erfinder TODD, Paul, H., Jr. 3713 West Main Street, Kalamazoo, MI 49005-0511, US
Vertreter Strehl, P., Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing.; Schübel-Hopf, U., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Groening, H., Dipl.-Ing.; Lang, G., Dipl.-Phys.; Rasch, M., Dipl.-Ing. Univ.; Frhr. von Brandis, H., Dipl.-Phys.Univ., Pat.-Anwälte, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69103414
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 14.05.1991
EP-Aktenzeichen 919104778
WO-Anmeldetag 14.05.1991
PCT-Aktenzeichen US9103344
WO-Veröffentlichungsnummer 9118058
WO-Veröffentlichungsdatum 28.11.1991
EP-Offenlegungsdatum 10.03.1993
EP date of grant 10.08.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.12.1994
IPC-Hauptklasse C09B 61/00
IPC-Nebenklasse C09B 67/00   A23L 1/27   

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung Gebiet der Erfindung

Die Stabilisierung von Annatto- [Bixa orellana-] (Bixin und Norbixin), Tomaten- (Lycopin), Karotten- (β-Carotin), Ringelblumen- (Xanthophyll) und synthetischen Carotinoidpigmenten beim Ausgesetztsein an Luft mit bestimmten verdaulichen oberflächenaktiven Mitteln und synergistische Kombinationen derartiger stabilisierter Pigmente mit natürlichen Antioxidantien, die ihre Stabilität weiter erhöhen.

Hintergrund der Erfindung und Stand der Technik

Die vorstehend genannten natürlichen und synthetischen Carotinoide sind wichtige Lebensmittelfarben, wobei verschiedene Formen von Annattound anderen natürlichen Carotinoidfarbstoffen seit mindestens einem Jahrhundert verwendet werden und synthetische Carotinoide seit etwa 1950 zur Verfügung stehen. Die Farbe und der Farbton von Tomatenmark beeinflußt seinen Wert.

Es ist kürzlich gezeigt worden, daß Carotinoide antikarzinogene Eigenschaften aufweisen, und zwar vielleicht aufgrund ihrer Fähigkeit, Singulett-Sauerstoff zu quenchen. Insbesondere β-Carotin ist mit der Hemmung von Lungenkrebs bei Rauchern in epidemologischen Studien in Verbindung gebracht worden, und zwar aufgrund seiner weiten Verbreitung in guten Nahrungsmitteln. Von weiteren Carotinoiden, insbesondere Lycopin, das in Tomaten gefunden wird, und Bixin und Norbixin aus Annatto ist gezeigt worden, daß sie gleich gute oder überlegene Eigenschaften hinsichtlich des Quenchens von Singulett-Sauerstoff aufweisen, und es handelt sich ebenfalls um potentiell antikarzinogene Mittel.

Vielleicht aufgrund ihrer Wirksamkeit beim Quenchen von Singulett-Sauerstoff, vielleicht auch aufgrund anderer Eigenschaften werden Carotinoide im allgemeinen rasch beim Ausgesetztsein an Luft oder unter thermischer Beanspruchung, insbesondere, wenn auch eine oxidative Beanspruchung vorhanden ist, abgebaut. Dies macht sie für die Verwendung in vielen Lebensmitteln, wie Snack-Produkten, Panaden, Speiseölen und Trockenkäsen, sowie in emulgierten Lebensmitteln, die Luft als Folge des Emulgierverfahrens enthalten, oder in Backwaren weniger zufriedenstellend als die sogenannten Teerfarben. Bei Verwendung als Lebensmittelzusätze für Menschen oder Tiere ist die Stabilität der Lebensmittel ebenfalls fraglich, obwohl synthetische Antioxidantien für die Verwendung bei Lebensmitteln zur Verfügung stehen.

Selbst wenn das Carotinoid nicht der Luft ausgesetzt wird, wie in flüssigen Zubereitungen, werden Antioxidantien üblicherweise zugegeben, um die leichte oxidative Beanspruchung, die aufgrund von Sauerstoff im Kopfraum des Behälters auftreten kann, auszuschalten.

Die nachstehenden Druckschriften zum Stand der Technik sind einen Kommentar im Hinblick auf die Unterscheidung der vorliegenden Erfindung von diesen Druckschriften wert.

Antoshkiw (US-Patent 4 361 917) zeigt stabile Carotinoidlösungen, die in Wasser dispergierbar oder in Öl loslich sind. Seine Lösungen umfassen folgendes: Ein aus der Klasse BHA, BHT und Tocopherole stammendes Antioxidans, ein aus der Klasse polyoxyethylierte Fettsäurederivate von Sorbit und Sorbitan (z.B. Polysorbate und Tweens) sowie polyoxyethylierte Derivate von Fettsäuren selbst stammender oberflächenaktiver Stoff, ein Carotinoid und eine solubilisierende Komponente, die ein Gemisch von Glycerinmonocaprylat und Propylenglykoldicaprylat-dicaproat umfaßt. Sein Ziel besteht darin, eine nicht-kristallisierende, stabile, flüssige Zusammensetzung zu erhalten, die in Öl und Wasser dispergierbar ist. Aufgrund der starken destabilisierenden Wirkung der Polyoxyethylenderivate, die in den Beispielen 2 und 9 der vorliegenden Anmeldung gezeigt wird, gibt seine Zusammensetzung keinen Hinweis auf die vorliegende Erfindung. Die Zugabe von BHA und BHT zum Schutz seiner flüssigen Zusammensetzung während der Lagerung führt zu keinem Schutz für die Carotinoide beim Ausgesetztsein an Luft, da sie unter derartigen Bedingungen nicht wirksam sind, wie in den Beispielen 4 und 8 der vorliegenden Anmeldung gezeigt wird. Dementsprechend stehen die Produkte und Ergebnisse der vorliegenden Erfindung im Gegensatz zu seiner Lehre. Ferner besteht sein Ziel nicht in der Farbstabilisierung von Pigmenten, wenn diese Luft ausgesetzt werden, sondern lediglich in der Färbung von Flüssigkeiten.

EP-A-0 065 l93 und EP-A-0 278 284 sind ähnlich. Sie zeigen die Stabilisierung von Carotinoiden unter Verwendung von Antioxidantien verschiedener Typen, bilden eine kolloidale Suspension unter Verwendung von Gelatine oder dergl. und entfernen anschließend das Lösungsmittel, um ein eingekapseltes Carotinoid mit einem Gehalt an einem Antioxidans herzustellen. Diese Druckschriften zeigen keine Farbstabilisierung eines Carotinoids durch einfaches Zumischen eines nicht-ionischen oberflächenaktiven Stoffs, wie es dem Wesen der vorliegenden Erfindung entspricht, und sie geben auch keinen Hinweis darauf. Die Erfindungen dieser Druckschriften erfordern die Erhöhung der Temperatur, die Bildung einer molekularen Dispersion, das Abkühlen, das Vereinigen mit Gelatine und Saccharid, das Mischen unter Bildung einer Mikrodispersion der Carotinoid enthaltenden Ölphase und die Entfernung der wäßrigen Phase, um einen Feststoff bereitzustellen, der zu einem in Wasser dispergierbaren Pulver zerkleinert werden kann, oder um einfacher eine Einkapselung in einer auf Gelatine basierenden Beschichtung bereitzustellen, wie es vorstehend festgestellt wurde.

EP-A-2 411 529 setzt Polysorbat 60 oder 80 (60-95 %), Monoglycerid (5-20 %) und Triglycerid (0-20 %) zur Bildung einer Carotinoidlösung bei einer erhöhten Temperatur ein. Die Zubereitung wird gekühlt und als eine in Wasser dispergierbare Carotinoidzusammensetzung verwendet, die auch Antioxidantien, wie BHA und BHT, enthalten kann. Die vorliegende Anmeldung zeigt im Brückenabsatz Seite 24/25, daß Polysorbat 80 das Carotinoid beim Dispergieren destabilisiert und daher erfindungsgemäß eine schädliche Verbindung ist. Das Ziel dieses Patents besteht in einer Zubereitung, die sich in kaltem Wasser löst, was kein Ziel der vorliegenden Erfindung ist, und es erfordert die Anwendung einer erhöhten Temperatur, um das Carotinoid im nicht-ionischen Emulgator zu lösen, während erfindungsgemäß nicht einmal eine Lösung erforderlich ist.

EP-A-0 239 086 bildet wie die vorstehend zitierten europäischen Druckschriften eine Emulsion eines Carotinoidpigments, das in Öl dispergiert ist, erwärmt die Dispersion, um eine Lösung zu erzielen, bildet eine unterkühlte Emulsion und sprühtrocknet diese dann, um ein in Wasser dispergierbares Pulver zu erhalten, in dem das Carotinoid in einer unterkühlten Lösung eingekapselt ist, wobei Antioxidantien zu der Emulsion gegeben werden.

Keine der vorstehenden Druckschriften offenbart die farbstabilisierte Carotinoidzusammensetzung und das Verfahren der vorliegenden Erfindung, und die Druckschriften geben auch nicht den geringsten Hinweis darauf.

Bezug wird auch auf unsere britische Patentanmeldung GB-A-2 184 341 genommen, die Rosmarin-, Salbei- und Thymian-Antioxidantien in besonders vorteilhaften Formen beschreibt. Obwohl die Antioxidans-Eigenschaften derartiger Kräuter und Kräuterextrakte seit langem bekannt sind, zeigt die vorliegende Beschreibung, daß nicht alle Antioxidantien Carotinoide stabilisieren, insbesondere BHA und BHT, die am weitesten verbreiteten üblichen Antioxidantien, während Kombinationen dieser natürlichen Kräuter-Antioxidantien und der nicht-ionischen oberflächenaktiven Mittel, die erfindungsgemäß eingesetzt werden, zu unerwarteten und neuen synergistischen Wirkungen führen (vgl. z.B. die Beispiele 8 und 9 der vorliegenden Anmeldung). Wenn ferner diese natürlichen Kräuter-Antioxidantien den Erfindern der vorstehend genannten europäischen Patente bekannt gewesen wären, dann wären sie sicherlich unter die Antioxidantien, die in ihren unterkühlten Emulsionen, Einkapselungen und dergl. eingesetzt werden, aufgenommen worden.

Das Einkapseln ist also ein Weg, um einen Abbau von Pigmenten zu vermeiden, und dies wird durch Lösen des Pigments in einem Lösungsmittel, wie Chloroform, Mischen der Lösung bei einer hohen Temperatur mit einem Einkapselungsmittel, wie Gelatine, und rasches Entfernen des Lösungsmittels erzielt worden. In bestimmten Fällen wird Bisulfit verwendet, um einen Abbau zu verhindern, dies ist jedoch als Stabilisator bedenklich. Bei weiteren Systemen werden Thiopropionate als Antioxidantien verwendet, diese sind jedoch bei Lebensmitteln nicht zugelassen. Weitere Systeme beruhen auf Kombinationen von Polyoxyethylenderivaten mit BHA und BHT in Gegenwart von Substanzen, die gemeinsame Lösungsmittel für das Pigment und die Polyoxyethylenderivate sind, um stabile flüssige Kombinationen herzustellen, aus denen das Pigment nicht kristallisiert. Wie in der vorliegenden Anmeldung gezeigt wird, ist das Vorhandensein von Polyoxyethylenderivaten in Gegenwart von Sauerstoff stark destabilisierend, und BHA/BHT-Antioxidantien sind wirkungslos.

Der Stand der Technik zeigt Würzmischungen von Gewürzen unter Einschluß von Fettharzen von Carotinoiden mit verschiedenen Emulgatoren, um eine gegenseitige Verträglichkeit sowie Dispergierbarkeit sowohl in Öl als auch in Wasser zu erzielen. Diese Systeme haben als Ziel nicht die Stabilisierung der Pigmente gegen oxidative oder thermische Beanspruchung, und es wurden in der Tat schädliche Kombinationen von Emulgatoren im Hinblick auf die Ziele der vorliegenden Anmeldung vorgeschlagen.

Dementsprechend besteht auf dem vorliegenden Gebiet ein großer Bedarf an nicht-toxischen, natürlichen, wirksamen Systemen, die die Farbe der Carotinoide und ihrer Fettharze konservieren, wenn sie bei der Herstellung von Nahrungsmitteln, die einer oxidativen Beanspruchung unterliegen, verwendet werden. Die Erfindung stellt das erste derartige System bereit, das wesentlich wirksamer selbst als ein Ethoxyquin-System ist.

Das Wesen der Erfindung besteht in der völlig unerwarteten Wirkung, die einige, jedoch nicht alle Emulgatoren auf die Stabilität dieser Pigmente haben. Wie nachstehend beschrieben wird, sind diese Emulgatoren keine Antioxidantien, und in der Tat können sie einen geringfügigen Prooxidans-Effekt haben, wenn sie zu Pflanzenölen gegeben werden. Dementsprechend muß die stabilisierende Wirkung einem unbekannten Mechanismus zugeschrieben werden, wie der Hemmung des Elektronentransfers im Pigment, wenn es Singulett-Sauerstoff quencht, was es dann widerstandsfähiger gegen den Angriff von Sauerstoff macht. Es ist jedoch nur eine Hypothese und soll nicht beschränkend verstanden werden.

Da die Emulgatoren, die in den erfindungsgemäßen stabilisierenden Systemen verwendet werden, ohne weiteres durch Enzyme, die im Verdauungstrakt abgesondert werden, verdaut werden können, blockieren sie nicht das Elektronentransfervermögen der Pigmente nach der Resorption durch den Körper. Daher beeinträchtigen sie nicht die gesundheitlichen Vorteile, wenn sie als Ernährungsbestandteile verwendet werden. In dieser Hinsicht wird kein schädlicher Zusatzstoff, wie Ethoxyquin, in das Nahrungsmittel eingeführt, um ihre Wirksamkeit zu erhalten.

Verschiedene Kombinationen von natürlichen Antioxidantien mit Carotinoid-Emulgator-Systemen erzielen Stabilitäten, die mit keiner der Substanzen allein erzielt werden können, und in der Tat sind die erzielbaren Stabilitäten für alle praktischen Zwecke größer als ein Jahr, im Gegensatz zu einem Monat nach dem gegenwärtigen Stand der Technik. Dies eröffnet völlig neue Anwendungen für Carotinoidpigmente.

Unter den speziellen Carotinoide, bei denen Vorteile durch die vorliegende Erfindung bestehen, sind Bixin und Norbixin, aus Annatto stammende Pigmente, Lycopin, natürliches β-Carotin, Xanthophyll und die synthetischen Verbindungen β-Carotin, β-Apo-8-carotinal, Canthaxanthin und Astaxanthin. Bei natürlichen Formen der letztgenannten Verbindungen bestehen ebenfalls Vorteile.

Es gibt vier grundlegende Aspekte der vorliegenden Erfindung:

1. Bestimmte Emulgatoren hemmen stark den Abbau, insbesondere den Farbabbau.

2. Extrakte aus Rosmarin und anderen Labiatae hemmen den Abbau in einem Ausmaß, das weit größer ist, als aufgrund ihrer Antioxidationskraft anzunehmen wäre.

3. Es zeigen sich einfache und mehrfache Synergismen unter Verwendung der Kombinationen, die als Folge der vorliegenden Offenbarung möglich werden.

4. Tocopherole und Tee-Extrakt verhalten sich ebenfalls synergistisch mit den vorstehenden Kombinationen.

Als Ergebnis können besondere Stabilisierungssysteme für spezielle Carotinoide, Carotinoidgemische oder Nahrungsmittelsysteme entwickelt werden, die sowohl die Farbe als auch die biologische Wirkung des Carotinoids erhalten.

Die Erfindung

Die Stabilität von Annatto-, Tomaten-, Karotten-, Ringelblumen- und synthetischen Carotinoidpigmenten wird, wenn diese einer oxidativen oder einer thermischen Beanspruchung ausgesetzt werden, merklich erhöht, indem sie mit bestimmten Emulgatoren gemischt werden, wobei diese Emulgatoren keine Antioxidantien sind, sondern vielmehr die Stabilität der Pigmente auf eine andere, unbekannte Weise beeinflussen. Bei Kombination mit natürlichen Antioxidantien, wie denjenigen, die in Rosmarin und Tee gefunden werden, und Tocopherolen sowie fettlöslichen Derivaten von Ascorbinsäure, wie Ascorbylpalmitat oder -stearat, wird eine ausgeprägte synergistische Wirkung erzielt. Die erhaltenen stabilisierten Pigmente sind mehrere Größenordnungen stabiler als die unstabilisierten Pigmente oder ihre Fettharze, und sie erlauben den Ersatz von gegenwärtig in Nahrungsmitteln, in denen Carotinoidpigmente instabil sind, verwendeten synthetischen Farbstoffen durch diese natürlichen Pigmente.

Es wurde nun festgestellt, daß die Extrakte aus Labiatae selbst stärkere Konservierungsmittel für diese Carotinoide sind, als man aufgrund ihrer Antioxidans-Eigenschaften allein erwarten würde.

Der mögliche Vorteil für die Ernährung der Bevölkerung ist groß, da die synthetischen Farbstoffe, die sogenannten Teerfarbstoffe, als möglicherweise schädlich angesehen werden, während Carotinoidpigmente eine Provitamin A-Aktivität aufweisen und sich als möglicherweise wichtige Antikarzinogene zeigen, wie es vorstehend bereits festgestellt wurde.

Kurze Beschreibung der Zeichnung

Es wird nun im Hinblick auf ein besseres Verständnis der Erfindung bezug auf die Zeichnung genommen, wobei Fig. 1 ein Graph ist, der die vergleichenden Ausbleichgeschwindigkeiten von 4 %-igen (Gew./Gew.) Dispersionen von Bixin bei 50ºC zeigt, wobei die Ordinate den Prozentsatz der ursprünglichen Farbe bei 460 nm zeigt, der bei der Probe erhalten bleibt, und die Abszisse die Zeitspanne in Stunden zeigt, die erforderlich ist, um ein Drittel der Farbe auszubleichen, wobei eine standardisierte "2/3-Haltbarkeit" bereitgestellt wird, wobei es eine Kontrolle (Bixin) und 3 farbstabilisierende Zusammensetzungen im Test gibt und die Kurven Bixin-STO, Bixin-RM und Bixin plus STO plus RM die Wirksamkeit der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen erläutern, wobei ihre Überlegenheit hinsichtlich der Stabilisierung von Bixin gegen ein Ausbleichen der Farbe ohne weiteres aus dem Graph von Fig. 1 ersichtlich ist.

Aufgaben der Erfindung

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, überlegene farbstabilisierte Annatto-, Tomaten-, Karotten-, Ringelblumen- und synthetische Carotinoidzusammensetzungen bereit zustellen, die bestimmte oberflächenaktive Mittel umfassen, insbesondere solche Zusammensetzungen mit erhöhter Beständigkeit gegenüber einem Ausbleichen der Farbe in Lebensmitteln, wenn sie einer oxidativen Beanspruchung ausgesetzt werden, wobei ein eßbares festes Substrat für das Carotinoidpigment oder den Carotinoidfarbstoff ebenfalls vorhanden sein kann. Eine weitere Aufgabe besteht in der Bereitstellung eines Verfahrens zur Stabilisierung eines derartigen Carotinoidpigments gegen oxidative Verfärbung. Eine weitere Aufgabe besteht in der Bereitstellung von Nahrungsmitteln, die einer oxidativen Beanspruchung ausgesetzt sein können und die mit einer über legenen farbstabilisierten erfindungsgemäßen Carotinoidzusammensetzung gefärbt sind. Eine weitere Aufgabe besteht in der Bereitstellung eines Verfahrens zum Färben von Nahrungsmitteln, die einer oxidativen Beanspruchung ausgesetzt sein können, durch Einsatz einer erfindungsgemäßen farbstabilisierten Carotinoidzusammensetzung. Eine weitere Aufgabe besteht in der Verstärkung derartiger Farbstabilisierungscharakteristika in den Zusammensetzungen und der farbstabilisierenden Wirksamkeit der erfindungsgemäßen Verfahren durch Einsatz eines natürlichen Antioxidans. Eine weitere Aufgabe besteht in einer weiteren Verstärkung der farbstabilisierenden Charakteristika der Zusammensetzungen und der farbstabilisierenden Wirksamkeit der erf indungsgemäßen Verfahren durch zusätzlichen Einsatz eines in Speiseöl löslichen Ascorbinsäureesters. Eine weitere Aufgabe besteht darin, derartige auf vorteilhafte Weise farbstabilisierte Annatto-, Tomaten-, Karotten, Ringelblumen- oder synthetische Carotinoidzusammensetzungen, Nahrungsmittel und Verfahren, die nur ein natürliches Labiatae-Antioxidans, wie Rosmarin, Salbei oder Thymian, oder ein Tocopherol oder einen Tee-Extrakt als überraschend wirksames farbstabilisierendes Mittel umfassen und/oder einsetzen, bereitzustellen. Ferner bestehen Aufgaben darin, eine erhöhte Stabilität von Carotinoiden, die in Tomaten, Annatto, Karotten, Ringelblumen und anderen natürlichen Quellen von Carotinoiden vorhanden sind, sowie von synthetischen Carotinoiden bereit zustellen; stabilisierte Systeme von derartigen Carotinoiden, die für heißes Öl geeignet sind, bereit zustellen; Systeme aus derartigen Carotinoiden mit Extrakten aus Rosmarin, Salbei, Thymian oder anderen Labiatae bereitzustellen; und einen Mechanismus zur Stabilisierung von Carotinoiden in Tierfutter und menschlichen Nahrungsmitteln bereitzustellen, der nicht die Verwendung synthetischer Antioxidantien beinhaltet. Weitere Aufgaben sind nachstehend ersichtlich, und andere Aufgaben sind für den Fachmann ersichtlich.

Zusammenfassende Darstellung der Erfindung

Die Erfindung umfaßt also folgendes allein oder in Kombination:

Eine farbstabilisierte Annatto-, Tomaten-, Karotten-, Ringelblumen- oder synthetische Carotinoidzusammensetzung mit einer erhöhten Beständigkeit gegenüber einem Ausbleichen der Farbe in Nahrungsmitteln, die einer oxidativen Beanspruchung ausgesetzt sind, wobei die Zusammensetzung im wesentlichen aus folgenden Bestandteilen besteht:

(A) einem nicht-ionischen oberflächenaktiven Mittel, das aus der Klasse stammt, die aus folgenden Verbindungen besteht:

a. Mono- und Diglyceride von Fettsäuren;

b. Polyglyceridester von Fettsäuren;

c. Mono- und Diglyceridester, die ferner mit einer zweibasischen organischen Säure verestert sind, die aus der aus Citronensäure und Milchsäure bestehenden Klasse stammt;

d. acetylierte Mono- und Diglyceridester, die ferner mit einer zweibasischen organischen Säure verestert sind, die aus der aus Citronensäure und Milchsäure bestehenden Klasse stammt;

e. Sorbitanester von Fettsäuren; und

f. Propylenglykolester von Fettsäuren;

g. Lecithin; und

(B) einem Annatto-, Tomaten-, Karotten-, Ringelblumen- oder synthetischen Carotinoid,

wobei das Verhältnis von (A) zu (B) mindestens 10 Gew.-% beträgt, wobei die Zusammensetzung wahlweise auch ein eßbares, festes, teilchenförmiges Substrat für das Carotinoidpigment oder den Carotinoidfarbstoff umfaßt;

eine derartige Zusammensetzung, wobei das Verhältnis von (A) zu (B) zwischen etwa 0,1:1 und 1,2:1, bezogen auf das Gewicht, liegt;

eine derartige Zusammensetzung, die auch ein natürliches Antioxidans umfaßt, das aus der Klasse stammt, die aus folgenden Bestandteilen besteht:

a. ein Extrakt aus Labiatae;

b. Tocopherolen und

c. Tee-Extrakt;

eine derartige Zusammensetzung, die auch einen in Speiseöl löslichen Ascorbinsäureester umfaßt;

eine derartige Zusammensetzung, die mindestens zwei der Antioxidantien a., b. und c. umfaßt;

sowie ein Verfahren zur Stabilisierung eines Annatto-, Tomaten-, Karotten-, Ringelblumen- oder synthetischen Carotinoidpigments gegen oxidative Verfärbung, wobei das Verfahren die Stufe des Mischens des Pigments mit einem oberflächenaktiven Stoff, der unter denjenigen ausgewählt ist, die unter a. bis g. vorstehend angegeben wurden, umfaßt;

ein derartiges Verfahren, das auch die Stufe des Mischens des Carotinoidpigments mit einem natürlichen Antioxidans umfaßt, das unter einem Extrakt aus Labiatae, Tocopherolen und Tee-Extrakt ausgewählt ist;

und ein Nahrungsmittel, das einer oxidativen Beanspruchung unterliegen kann und mit einer Würzzusammensetzung, wie sie vorstehend dargelegt wurde, gefärbt ist;

sowie ein Verfahren zum Färben eines Nahrungsmittels, das einer oxidativen Beanspruchung unterliegen kann, wobei das Verfahren die Stufe des Mischens einer farbstabilisierten Carotinoidzusammensetzung, wie sie vorstehend angegeben wurde, mit dem Nahrungsmittel umfaßt;

und ein derartiges Verfahren, das auch die Stufe des Mischens des Carotinoidpigments mit einem in Speiseöl löslichen Ascorbinsäureester umfaßt;

ein derartiges Verfahren, bei dem der Ascorbinsäureester unter Ascorbylpalmitat oder Stearat ausgewählt ist. Ferner

eine derartige farbstabilisierte Carotinoidzusammensetzung, in der es sich bei dem oberflächenaktiven Mittel um einen Sorbitanpolyfettsäureester oder ein Monoglycerid einer Fettsäure handelt. Ferner

eine derartige Zusammensetzung, worin es sich bei dem oberflächenaktiven Mittel um Sorbitantrioleat handelt, oder die auch als Antioxidationsmittel einen Rosmarin-Extrakt umfaßt;

ein derartiges Verfahren, worin es sich bei dem oberflächenaktiven Mittel um Sorbitantrioleat handelt oder das auch einen Extrakt aus Labiatae als Antioxidans umfaßt;

ein derartiges Verfahren, worin es sich bei dem oberflächenaktiven Mittel um Sorbitantrioleat handelt und das auch einen Rosmarin- oder Salbei-Extrakt als Antioxidationsmittel umfaßt;

ein derartiges Nahrungsmittel, worin es sich bei dem oberflächenaktiven Mittel um einen Sorbitanpolyfettsäureester oder ein Monoglycerid einer Fettsäure handelt;

ein derartiges Nahrungsmittel, das auch ein Antioxidans umfaßt, bei dem es sich um einen Extrakt aus Labiatae oder ein Tocopherol oder einen Tee-Extrakt, insbesondere einen Rosmarin- oder Salbei-Extrakt, handelt. Ferner

eine derartige Zusammensetzung, wobei es sich bei dem oberflächenaktiven Mittel um Sorbitantrioleat handelt und die auch einen Rosmarin-Extrakt als Antioxidans umfaßt. Außerdem ein derartiges Nahrungsmittel, das auch ein Antioxidans umfaßt, bei dem es sich um einen in Speiseöl löslichen Ascorbinsäureester handelt, das insbesondere auch ein Antioxidans umfaßt, bei dem es sich um Ascorbylpalmitat oder -stearat handelt. Ferner

ein derartiges Verfahren, worin das Verfahren in Gegenwart eines eßbaren festen teilchenförmigen Substrats für das Pigment durchgeführt wird; und

ein derartiges Verfahren, worin es sich bei dem oberflächenaktiven Mittel um Sorbitantrioleat und bei dem Antioxidans um einen Rosmarin- oder Salbei-Extrakt handelt, und wobei wahlweise auch Ascorbylpalmitat oder -stearat mit dem Carotinoidpigment gemischt wird. Schließlich

eine Annatto-, Tomaten-, Karotten-, Ringelblumen- oder synthetische Carotinoidzusammensetzung, worin das Carotinoid eine 2/3-Haltbarkeit von mehr als 220 Stunden bei einer Temperatur von 50ºC aufweist, wenn sie auf Salzmehl ("flour salt") in einer Konzentration von 4 Gew.-% dispergiert ist;

eine derartige Zusammensetzung, worin es sich bei dem Carotinoid um Bixin, β-Apo-8-carotinal oder β-Carotin handelt; und

eine Annatto-, Tomaten-, Karotten-, Ringelblumen- oder synthetische Carotinoidzusammensetzung, die ein oberflächenaktives Mittel und wahlweise ein natürliches Antioxidans umf aßt, wobei das Carotinoidpigment eine 2/3-Haltbarkeit aufweist, die größer als das Zweifache derjenigen des Carotinoids allein ist, wenn es auf Salzmehl in einer Konzentration von 4 Gew.-% dispergiert wird; und

eine farbstabilisierte Carotinoidzusammensetzung mit erhöhter Beständigkeit gegenüber einem Ausbleichen der Farbe in Nahrungsmitteln, die einer oxidativen Beanspruchung ausgesetzt werden, wobei die Zusammensetzung im wesentlichen aus

(A) einem natürlichen Antioxidans, das aus der Klasse ausgewählt ist, die aus folgenden Bestandteilen besteht:

a. ein Extrakt aus Labiatae;

b. ein Tocopherol; und

c. Tee-Extrakt

und

(B) einem Carotinoid, wobei das Verhältnis von (A) zu (B) mindestens 2 Gew. -% beträgt; und

(C) einem oberflächenaktiven Mittel, das unter a. bis g. ausgewählt ist, besteht, wobei die Zusammensetzung wahlweise auch ein eßbares, festes, pulverförmiges oder teilchenförmiges Substrat für das Carotinoidpigment oder den Carotinoidfarbstoff umfaßt;

eine derartige Zusammensetzung, worin das Verhältnis von (A) zu (B) zwischen 5 Gew.-% und 20 Gew.-% liegt;

eine derartige Zusammensetzung, die einen Extrakt aus Labiatae in einer Konzentration von mindestens 2 % umfaßt; und

eine derartige Zusammensetzung, die einen Rosmarin-, Salbei- oder Thymian-Extrakt umfaßt.

Materialien und Methoden

Wenn immer es möglich war, wurden handelsübliche Quellen für die Materialien benutzt. Es werden auch Verfahren, die dem Fachmann bekannt sind oder die in der vorliegenden Anmeldung als Mittel identifiziert werden, die vom Praktiker bei der Optimierung spezieller Formulierungen verwendet werden sollen, beschrieben.

Die Extrakte aus Labiatae, z.B. Rosmarin und Salbei, wurden gemäß Todd (US-Patent 4 778 691) hergestellt und nach der Standard-Rancimat - Methode, wie sie in diesem Patent beschrieben ist, standardisiert, wobei man eine Antioxidans-Aktivität erhielt, die äquivalent zu der von Herbalox , Typ 0, war, wobei es sich um einen handelsüblichen Standardartikel handelt, der von Kalsec, Inc., Kalamazoo, Michigan, USA, erhältlich ist.

Die Emulgatoren wurden von Herstellern bezogen, und sie sind mit ihren technischen Namen anstelle der Warenbezeichnungen angegeben. Sie enthielten keine Antioxidantien.

Tee-Extrakt wurde aus grünen Teeblättern gewonnen und auf 16 % der Antioxidans-Aktivität von Herbalox standardisiert.

Tocopherole und Ascorbylester, z.B. das Palmitat, wiesen Nahrungsmittelqualität auf und wurden von kommerziellen Herstellern bezogen.

Salzmehl wies Nahrungsmittelqualität auf und wurde von einem Hersteller erhalten, der es an Gewürzhäuser zur Herstellung von Dispersionen vertreibt.

Methoden: Sofern nichts anderes angegeben ist, wurde die Wirkung von Emulgator, Rosmarin, anderen Antioxidantien und synergistischen Kombinationen gemessen, indem eine Dispersion des Carotinoids in Sojabohnenöl auf Salzmehl der Luft in einem Ofen, der bei 50 oder 65ºC gehalten wurde, ausgesetzt wurde. Die Farbe wurde im Verlauf der Zeit gemessen, und die Anzahl der Stunden, die erforderlich war, damit die Dispersion ein Drittel ihrer Farbe verlor, wird als 2/3-Haltbarkeit der Dispersion bezeichnet. Als Faustregel ergibt die Hälfte der 2/3-Haltbarkeit in Stunden bei 50ºC die Stabilität in Tagen. In ähnlicher Weise ist die Anzahl der Stunden, um die 2/3-Haltbarkeit bei 65ºC zu erreichen, eine gute Näherung für die Stabilität in Tagen. Diese Technik ist von unschätzbarem Wert für den Praktiker, wobei die Zahl möglicher vorteilhafter Kombinationen enorm ist.

Es ist dem Fachmann bekannt, daß unter den Substraten für die Dispersion Salz zur geringsten Stabilität führt. Dispersionen auf Dextrose oder in Nahrungsmitteln weisen Stabilitäten auf, die mehrere Größenordnungen größer sind, und dies ist der Grund, warum sie für das Absuchen nicht geeignet sind und warum die Erfindung derartige Vorteile bietet, wenn sie mit einem Substrat kombiniert wird, das weniger destabilisierend als Salz ist.

Glossar

Dieses Glossar beschreibt sowohl die in der Anmeldung verwendeten Abkürzungen als auch technische Ausdrücke und Vorrichtungen, auf die Bezug genommen wird.

Abkürzung Technischer Ausdruck

BHA butyliertes Hydroxyanisol

BHT butyliertes Hydroxytoluol

GMO Glycerinmonooleat

PG Propylenglykol

SBO Sojabohnenöl

STO Sorbitantrioleat

SMS Sorbitanmonostearat

8-1-0 Octaglycerinmonooleat

10-1-CC Decaglycerinmonocaprin-caprylat

RM Rosmarin-Extrakt, insbesondere Herbalox-0 , ein Produkt von Kalsec, Inc., Kalamazoo, Michigan

Peroxidwert: Dies ist ebenfalls ein Standardtest zur Bewertung des Grades, in dem ein Öl oxidiert worden ist.

Extrakt aus Labiatae: Der Lösungsmittelextrakt eines Labiatae- Krauts, vorzugsweise von Rosmarin, Salbei oder Thymian und insbesondere von Rosmarin. Die bevorzugte Form ist die, die von Todd (US-Patent 4 877 635) beschrieben wird, und die auf eine Antioxidansstärke von etwa dem Zweifachen derjenigen von BHT in Sojabohnenöl unter den standardisierten Rancimat -Bedingungen standardisiert worden ist. Es ist im Handel in der Form von Herbalox erhältlich.

Rancimat : Ein Instrument, das die Induktionszeit eines ölartigen Substrats üblicherweise bei 120ºC und 18 Liter Luft pro Stunde mißt. Dies ist eine anerkannte Methode zur Bestimmung der relativen Stärke von Zubereitungen von Antioxidantien. Die Wirksamkeit wird als Induktionszeit der Probe, dividiert durch die Induktionszeit der Kontrolle, in Prozent ausgedrückt.

2/3-Haltbarkeit: Dies ist die Zeit, die erforderlich ist, damit 1/3 der Farbe einer Probe eines Carotinoids oder eines dispergierten Carotinoidfettharzes unter den Versuchsbedingungen ausbleicht. Es ist ein hochgradig reproduzierbare Messung, die ausreichend genau ist, um die relative Wirksamkeit von Emulgatoren und synergistischen Kombinationen davon zu bewerten. Diese Technik unterstützt den Praktiker bei der Optimierung von Formulierungen für spezielle Anwendungen.

Synergismus: Wie es in "Dictionary of Scientific and Technical Terms" (McGraw-Hill) definiert wird: "Ein Vorgang, bei dem die Gesamtwirkung von zwei aktiven Komponenten größer ist als die Summe ihrer Einzelwirkungen". Wenn z.B. ein Additiv die 2/3-Haltbarkeit um 10 Stunden erhöht und ein zweites um 20 Stunden und die Kombination der beiden um 50 Stunden, dann besteht die synergistische Wirkung in zusätzlichen 20 Stunden (oder plus 20 Stunden).

Oberflächenaktives Nittel: Im Zusammenhang der vorliegenden Anmeldung stellt es ein nicht-ionisches oberflächenaktives Mittel dar, das aus der Klasse stammt, die aus folgenden Stoffen besteht:

a. Mono- und Diglyceride von Fettsäuren;

b. Polyglyceridester von Fettsäuren;

c. Mono- und Diglyceridester, die ferner mit einer zweibasischen organischen Säure verestert sind, die aus der aus Citronensäure und Milchsäure bestehenden Klasse stammt;

d. acetylierte Mono- und Diglyceridester, die ferner mit einer zweibasischen organischen Säure verestert sind, die aus der aus Citronensäure und Milchsäure bestehenden Klasse stammt;

e. Sorbitanester von Fettsäuren;

f. Propylenglykolester von Fettsäuren; und

g. Lecithin sowie Äquivalente davon.

RN; Rosmarin-Extrakt: Bei dem verwendeten Extrakt handelt es sich um Herbalox , das ein handelsübliches, von Kalsec, Inc., erhältliches Produkt ist, das im Hinblick auf Antioxidansaktivität standardisiert ist; etwa 20 % aktive Antioxidansverbindungen. Es ist in diesem Zusammenhang darauf hinzuweisen, daß es die Fachkenntnisse bisher nicht ermöglichen, die genaue Konzentration an aktiven Antioxidantien im Extrakt zu bestimmen, und das 20 % lediglich eine Näherung auf der Basis des Verdünnungsgrads des vom Geruch befreiten Rosmarin-Extrakts mit Sojabohnenöl ist.

Ausführliche Beschreibung der Erfindung

Die nachstehenden Beispiele werden nur zur Erläuterung vorgelegt und dürfen nicht als beschränkend mißverstanden werden.

Beispiel 1

Stabilisierende Wirkung von Emulgator und Rosmarin sowie synergistische Wirkungen ihrer Kombination auf die Stabilität von Bixin und β- Apo-8-carotinal

Mikrokristallines β-Apo-8-carotinal wurde mit Sojabohnenöl auf eine Konzentration von 4 % verdünnt. Ein Annatto-Extrakt wurde auf ähnliche Weise auf eine Konzentration von 5 % mikrokristallinem Bixin verdünnt. Diese Zubereitungen wurden wie folgt verdünnt: (1) Kontrolle: gleiche Teile an SBO; (2) 0,5 Teile Pigmentlösung, 0,48 Teile SBO, 0,02 Teile RM; (3) 0,5 Teile Pigmentlösung, 0,48 Teile SBO, 0,02 Teile SBO; und (4) 0,5 Teile Pigmentlösung, 0,48 Teile STO, 0,02 Teile RM. Die Gemische wurden bei 4 % auf Salzmehl dispergiert, kleine gleiche Mengen wurden in Teströhrchen abgewogen und in einen Ofen bei 50ºC gegeben. Die Proben wurden periodisch entnommen und durch Extraktion in Aceton auf die Farbe untersucht. Die Farbstärke wurde wie in Fig. 1 aufgetragen, und die Zeit, die zum Ausbleichen von ein Drittel der Farbe erforderlich war, wurde bestimmt. Sie ist in Tabelle 1 als 2/3-Haltbarkeit angegeben.

Tabelle 1-1 213-Haltbarkeiten von dispergierten Carotinoiden mit und ohne Stabilisierung
Carotinoid-Lösung 2/3-Haltbarkeit, h, 50ºC tatsächlich Zunahme Synergismus % d.Kontrolle β-Apo-8-carotinal Bixin Kontrolle

Die Zunahme in Stunden der 2/3-Haltbarkeit vom RM und STO werden einzeln summiert, und die Differenz zwischen dieser Summe und der tatsächlichen 2/3-Haltbarkeit der Kombination ist die synergistische Wirkung in Stunden. Dies wird auch als % der Kontrolle angegeben, was im Fall von Bixin 108 % der 2/3-Haltbarkeit der Kontrolle ausmacht. Mit anderen Worten ist in diesem Fall die synergistische Wirkung größer als die Stabilität des Pigments selbst, was die Leistungsfähigkeit der Kombination veranschaulicht.

Fig. 1 zeigt graphisch die 2/3-Haltbarkeitskurven für die Bixintests. Bixin selbst bleicht offensichtlich rasch aus, und jede Zugabe verdoppelt ungefähr die Stabilität der vorhergehenden Probe. Es ist nicht nur unerwartet, daß STO das Pigment stabilisiert, sondern auch, daß RM und insbesondere die STO-RM-Kombination so sehr wirksam sind. Da das mikrokristalline Bixin in Sojabohnenöl suspendiert ist, ist auch klar, daß das Sojabohnenöl selbst stabilisiert wird. Die Kurven für weitere Carotinoide und insbesondere β-Carotin, Canthaxanthin und Astaxanthin sind ähnlich hinsichtlich der Form vor und nach der Stabilisierung. Dieses Beispiel zeigt nicht nur die völlig unerwartete und unerklärte Wirkung eines bevorzugten Emulgators, nämlich Sorbitantrioleat, hinsichtlich der Erhöhung der Stabilität, sondern zeigt auch die synergistische Wirkung. Die gleiche synergistische Wirkung wird mit den oberflächenaktiven Mitteln der bevorzugten Klassen des Beispiels 2 beobachtet. Dies weist auch auf eine der einzigartigen Eigenschaften dieser Kombinationen hin: Rosmarin kann eine größere Wirkung als der Emulgator auf ein Carotinoid haben, jedoch eine geringere Wirkung auf ein anderes Carotinoid. Dies ist der Grund, warum der Praktiker die beschriebenen Techniken zur Optimierung der Formulierungen verwenden muß, die Anwendungen in verschiedenen Bereichen, wie Panaden, Dressings, Nahrungsmittel und Frittieröle, finden können.

Beispiel 2

Klassifizierung von nicht-ionischen Emulgatoren (oberflächenaktiven Mitteln) in bezug auf Stabilisierung und synergistische Wirkungen Aus den vorstehenden Beispielen ist klar, daß viele Kombinationen von Emulgatoren und Antioxidantien hergestellt werden können. Da so viele Lebensmittel-taugliche Emulgatoren verfügbar sind, ist es für den Praktiker hilfreich, ihre gewünschten Kombinationen unter Anwendung der in diesen Beispielen gezeigten Technik zu bewerten. Die folgende Klassifizierung von Emulgatoren kann auch eine Hilfestellung bei der Auswahl bieten.

Für die Zwecke der vorliegenden Anmeldung werden die Emulgatoren in drei Klassen eingeteilt: (1) diejenigen, die starke stabilisierende und synergistische Eigenschaften zeigen; (2) diejenigen, die stabilisierende Eigenschaften, jedoch eher mäßige synergistische Eigenschaften zeigen; (3) diejenigen, die destabilisierend sind und/oder einen negativen Synergismus verursachen. Die letztgenannte Klasse wird besonders aus der Erfindung ausgeschlossen, da sie schädlich für die stabilisierende Wirkung von Rosmarin, Tocopherolen und dergl. sowie für die Stabilität der Fettharz-Dispersion ohne zugegebene natürliche Antioxidantien ist.

Für den Praktiker ist beim Studium der Tabelle ersichtlich, daß die Klassifizierung unabhängig vom Hydrophil-Lipophil-Gleichgewicht des Emulgators ist. Dementsprechend versetzt die vorliegende Erfindung den Praktiker in die Lage, ein Stabilisierungssystem für Carotinoidpigmente zu entwickeln, das in bester Weise an die physikalischen Anforderungen für das spezielle Lebensmittel, in dem die Färbung verwendet werden soll, angepaßt ist.

(1) Oberflächenaktive Mittel oder Emulgatoren mit starken stabilisierenden und synergistischen Eigenschaften mit natürlichen Antioxidantien:

Sorbitanester, wie Mono- und Trioleate und Stearat-Milchsäure-Ester von Mono- und Diglyceriden;

(2) Oberflächenaktive Mittel oder Emulgatoren mit starken stabilisierenden und mäßigen synergistischen Eigenschaften:

Polyglycerinester von Fettsäuren, wie Octaglycerinmonooleat, Decaglycerincaprin-caprylat und Decaglycerintetraoleat;

Mono-diglyceride von Fettsäuren, wie Glycerinmonooleat;

acetylierte Monoglyceride;

Citronensäureester von Mono-diglyceriden;

Lecithin (kann zu einer Verfärbung zu einem bräunlichen Farbton und zu unangenehmen Aromen führen);

Propylenglykolester von Fettsäuren;

(3) Emulgatoren mit destabilisierenden und/oder anti-synergistischen Eigenschaften (die prozentuale anti-synergistische Wirkung ist in Kombination mit Rosmarin gezeigt):

Synergismus (%) Weinsäureester von Mono-diglyceriden Triessigsäureester von Glycerin Polyoxyethylenderivate, wie Polysorbitanmonooleat und -stearat (außergewöhnlich destabilisierend und anti-synergistisch) Propylenglykol

Emulgatoren in der ersten Klasse sind die bevorzugte Ausführungsform der Erfindung, während diejenigen in der zweiten Klasse weniger bevorzugt sind und diejenigen in der dritten Klasse überraschend schädlich sind. Es ist bemerkenswert, daß, mit Ausnahme der Polyoxyethylenderivate, keine strukturelle Beziehung zwischen den Emulgatoren und den Klassen, in die sie fallen, besteht.

Emulgatoren, die in die ersten beiden Klassen fallen, gehören zum Schutzumfang der vorliegenden Erfindung, und der Praktiker sollte erkennen, daß, obwohl es wünschenswert erscheinen mag, einen Emulgator der dritten Klasse einer Zusammensetzung aufgrund seiner überlegenen emulgierenden Eigenschaften einzuverleiben, er die stabilisierenden Emulgatoren und Synergismen stört, und es sollte jede Anstrengung unternommen werden, um das Einverleiben selbst geringfügiger Mengen zu vermeiden.

Beispiel 3

Einfluß von Rosmarin-Extrakt und nicht-ionischen oberflächenaktiven Mitteln auf die Verhinderung des Ausbleichens von Pigmenten beim Erwärmen

Die unerwartete Verbesserung der Stabilität von Bixin und β-Apo-8- carotinal in Gegenwart von Rosmarin-Extrakt und ferner in Gegenwart eines nicht-ionischen oberflächenaktiven Mittels wurde wie folgt gezeigt:

51 Teile einer 5 %-igen mikrokristallinen Suspension von Bixin wurden in 49 Teilen Sojabohnenöl verdünnt. Außerdem wurden 51 Teile der Bixinsuspension mit 2 Teilen Rosmarin-Extrakt und 47 Teilen Sojabohnenöl gemischt. Ein drittes Gemisch wurde hergestellt, das aus 51 Teilen der Bixinsuspension, 2 Teilen Rosmarin und 47 Teilen Sorbitantrioleat bestand.

Die vorstehenden Gemische wurden mit Sojabohnenöl in einer Konzentration von 0,2 % gemischt, und die erhaltenen roten Öle wurden in Röhrchen in einem Heizblock bei 130ºC gegeben. Nach 1 Stunde wurde der prozentuale Farbverlust bei 487 nm bestimmt. Die Kontrolle hatte die Hälfte ihrer Farbe verloren, während die Rosmarinprobe nur 26 % und die Probe, die sowohl Rosmarin als auch Sorbitantrioleat enthielt, nur 7 % verloren hatte. Dies zeigt sowohl die Wirksamkeit von Rosmarin selbst hinsichtlich der Verbesserung der Wärmestabilität als auch die merkliche Verbesserung, die durch Sorbitanfettsäureester erzielt wird.

Eine ähnliche Reihe wurde unter Verwendung von β-Apo-8-carotinal, das stabiler als Bixin ist, durchgeführt. Am Ende einer Stunde hatte die Kontrolle 24 % ihrer Farbe verloren, die Rosmarin enthaltende Probe nur 10 %, und die sowohl Rosmarin als auch Sorbitantrioleat enthaltende Probe 9 %. In diesem Fall erhöhten die Sorbitanester nicht merklich die Stabilität, und zwar womöglich aufgrund der hohen stabilisierenden Wirkung von Rosmarin.

Beispiel 4

Die stabilisierende Wirkung von Rosmarin-Extrakt sowie Sorbitantrioleat und Kombinationen davon auf synthetisches und natürliches β-Carotin

Dieses Beispiel zeigt, daß die gleiche Art von stabilisierender Wirkung bei synthetischem β-Carotin erzielt wird, wie sie für andere Carotinoide in den vorstehenden Beispielen beschrieben wurde.

Eine 30 %-ige Suspension von mikrokristallinem β-Carotin in Pflanzenöl wurde mit einem gleichen Teil Sojabohnenöl (Lösung 1) gemischt. Daraus wurde eine Kontrollösung (A) durch Verdünnung mit gleichen Teilen an Sojabohnenöl hergestellt. Drei Testlösungen wurden durch Mischen (l) mit gleichen Teilen Sorbitantrioleat (B); durch Mischen von 50 Teilen (1) mit 4 Teilen Rosmarin-Extrakt und 46 Teilen Sojabohnenöl (C); und durch Mischen von 50 Teilen (1) mit 4 Teilen Rosmarin-Extrakt und 46 Teilen Sorbitanmonooleat (D) hergestellt.

4 %-ige Dispersionen der vorstehenden Gemische (A) bis (D) wurden auf Salzmehl erzeugt und in einen bei 50ºC gehaltenen Ofen gegeben. Bei diesem Versuch wurde die Zeit, die zum Ausbleichen der Hälfte der Farbe erforderlich war, mit den folgenden Ergebnissen bestimmt:

(A) 43 Stunden

(B) 62 Stunden

(C) 64 Stunden

(D) > 85 Stunden (Test abgebrochen).

Es ist klar, daß sowohl der Sorbitanester als auch Rosmarin allein eine starke und unerwartete stabilisierende Kraft aufweisen und daß die Kombination unerwartet wirksam ist. Synthetische Antioxidantien, wie BHT und BHA, zeigen bei dieser Anwendung keine signifikante Wirkung, was ebenfalls überraschend ist, da es die einzigartigen Qualitäten sowohl des oberflächenaktiven Mittels, des Rosmarins (oder eines anderen Extrakts aus Labiatae) sowie der Kombinationen davon zeigt.

Ein Karotten-Extrakt, der natürliches β-Carotin enthielt, wurde mit 5 % Rosmarin-Extrakt stabilisiert, und seine Stabilität betrug 330 % derjenigen der Kontrolle ohne Rosmarin. Dies zeigt, daß die vorliegende Erfindung für natürliche Formen genau so wirksam ist wie für synthetische Formen der Pigmente. Geringere Konzentrationen bis herab zu etwa 2 Gew.-% können mit einer etwas verringerten Wirksamkeit verwendet werden, und wirtschaftliche Überlegungen allein bestimmen die höchste Konzentration, die eingesetzt werden kann. Das Gewichtsverhältnis von natürlichem Antioxidans zu Carotinoid ist ebenfalls nur durch wirtschaftliche Überlegungen beschränkt, üblicherweise braucht es jedoch 20 % nicht zu überschreiten, wobei die geringe Menge von 2 % vorteilhaft ist und eine Menge von 5 % etwa optimal zu sein scheint.

Die gleiche Wirkung wird bei allen anderen in der vorliegenden Anmeldung erwähnten Carotinoiden sowie Paprika erzielt, insbesondere jedoch bei Bixin, und unter Verwendung anderer Extrakte aus Labiatae, z.B. Salbei- oder Thymian-Extrakt anstelle von Rosmarin-Extrakt, oder durch Substitution oder Zugabe von Tocopherol oder Tee-Extrakt.

Beispiel 5

Die Wirksamkeit von Kombinationen von natürlichen Antioxidantien und nicht-ionischen oberflächenaktiven Mitteln

Beispiel 1 zeigt den unerwarteten Synergismus, der sich zwischen Rosmarin und Sorbitantrioleat als bevorzugtem repräsentativem Vertreter der Klasse der nicht-ionischen oberflächenaktiven Mittel zeigt. Dieses Beispiel zeigt, daß Tocopherole in signifikanter Weise mit diesen Stabilisatoren in Wechselwirkung treten, wobei die Stabilität der Carotinoidpigmente weiter erhöht wird.

Eine 20 %-ige Lösung (1) von β-Apo-8-carotinal in Sojabohnenöl wurde hergestellt. Die folgenden Gemische wurden in einer Konzentration von 2 % auf Salzmehl dispergiert und in einen Ofen bei 65ºC gegeben. Die 2/3-Haltbarkeit wurde bestimmt:

% des Gemisches 2/3-Haltbarkeit Tocopherol % der Kontrolle

In entsprechender Weise wurde eine Kombination von 51 Teilen einer 7,4 %-igen mikrokristallinen Bixinsuspension, 2 Teilen Rosmarin, 2 Teilen Tocopherolen, 13 Teilen Glycerinmonooleat und 32 Teilen Sorbitanmonostearat bei 2 % auf Salzmehl dispergiert. Eine 51 Teile Bixin und 49 Teile Sojabohnenöl enthaltende Kontrolle wurde ebenfalls bei 2 % dispergiert. Die 2/3-Haltbarkeit bei 65ºC betrug 400 % der der Kontrolle ohne die Stabilisatoren. Dieses Beispiel zeigt, daß es wünschenswert ist, die unerwarteten stabilisierenden Qualitäten von verschiedenen natürlichen Antioxidantien mit nicht-ionischen oberflächenaktiven Mitteln zu kombinieren, um völlig unerwartete Stabilitäten der Pigmente zu erzielen.

Salbei- und Thymian-Extrakte verhalten sich sehr ähnlich wie Rosmarin, während Tee-Extrakt am besten direkt ohne ein nicht-ionisches oberflächenaktives Mittel (und insbesondere ein Polyglycerin) vor der Entfernung des Extraktionslösungsmittels kombiniert wird, da es fest und nur schwierig direkt zu lösen ist. Es ist in gleicher Weise wirksam hinsichtlich der Stabilisierung der in der vorliegenden Anmeldung beschriebenen Pigmente.

Beispiel 6

Anwendungen der erfindungsgemäßen stabilisierten Carotinoide Jemanden, der mit diesem Fachgebiet vertraut ist, ist die Nützlichkeit der stabilisierten Pigmente direkt offensichtlich. Zum Beispielen dehnen Dispersionen der Pigmente auf Salz, Dextrose oder dergl. selbst oder in Kombination mit anderen Gewürzen die Haltbarkeit eines Snack-Produkts, eines Crackers oder von Panaden, auf die sie gestäubt werden, stark aus.

Wenn sie einem Öl einverleibt werden, das zum Braten von Lebensmitteln, wie Hühnern, verwendet wird, dann behalten sie die Farbe, und das Nahrungsmittel weist ein verbessertes Erscheinungsbild auf. Wenn sie einem Öl zur Herstellung von Popcorn zugesetzt werden, dann wird die Farberhaltung sowohl während der Herstellung als auch bei Lagerung des Popcorns in einem Behälter verbessert.

Wenn sie einer Panade als Teil eines geschlagenen dünnen Eierteigs oder eines Paniergemisches oder einem Kuchengemisch zugesetzt werden, dann wird die Farberhaltung verbessert, und das Erscheinungsbild des schließlich erhaltenen Nahrungsmittels wird verbessert. Die Haltbarkeiten von Panaden, geschlagenen dünnen Eierteigen und Kuchengemischen werden verdoppelt, verdreifacht oder vervierfacht, und zwar abhängig von dem für die spezielle Anwendung gewählten nicht-ionischen oberflächenaktiven Mittel und den Kombinationen von Rosmarin, Salbei, Tee und Tocopherolen, die in der speziellen Anwendung verwendet werden können.

Die gleiche Nützlichkeit wird festgestellt, wenn die stabilisierten Pigmente in Tier- oder Fischfutter verwendet werden, da sie den Abbau während der Herstellung des Futters verhindern sowie die Pigmente während der Lagerung des Futters stabilisieren. Es sind keine künstlichen Antioxidantien erforderlich, und daher können diese aus der Nahrungskette ausgeschlossen werden.

Eine besonders bevorzugte Anwendung der Erfindung ist die Stabilisierung von Ringelblumen-Extrakt, der in Hühnerfutter verwendet wird. Die Xanthophylle werden von den Hühnern zum Färben der Eidotter genutzt, und der Wert des Futters bestimmt sich nach dem Xanthophyllgehalt zum Zeitpunkt, an dem es von den Hühnern gefressen wird. Derartiges Futter wird normalerweise einige Wochen vor dem Verbrauch gelagert, wobei ein Abbau der Pigmente auftritt. Durch Mischen des Ringelblumen-Extrakts mit dem Rosmarin und dem Sorbitantrioleat in den mit Bixin in Beispiel 1 verwendeten Verhältnissen werden gleiche relative Erhöhungen der Stabilität erzielt. Beim Ringelblumen-Extrakt bestehen gleichzeitig Vorteile beim Vorhandensein von anderen natürlichen Labiatae-Antioxidantien und Tocopherolen in Gegenwart des nicht-ionischen oberflächenaktiven Mittels, wie es für die anderen carotinoidpigmente in den vorliegenden Beispielen beschrieben wird.

Beim Mischen mit Tomatenprodukten oder anderen Lycopin enthaltenden Produkten hemmen diese stabilisierenden Zubereitungen sowohl den oxidativen als auch den durch Licht beschleunigten Abbau des Pigments. Daher eignen sie sich zum direkten Mischen mit Tomatensaft oder -mark. Sie verbessern die Farberhaltung und die Brillanz derartiger Pasten, wenn sie in einer Soße, z.B. auf einer Pizza, verwendet werden, und insbesondere, wenn sie gebacken oder in einer Mikrowelle erhitzt werden.

Die vorstehend genannten Anwendungen der erfindungsgemäßen stabilisierten Pigmente sollen nicht beschränkend sein, sondern dienen lediglich der Erläuterung der neuen, in der vorliegenden Anmeldung beschriebenen Technik. Die Beispiele zeigen, wie die vielen beschriebenen Kombinationen im Hinblick auf einen maximalen Vorteil bei einer gegebenen Anwendung angepaßt werden können.

Beispiel 7 Stabilisierung von Tomatenpigmenten

Lycopin ist das vorherrschende Pigment in Tomaten, und es ist berichtet worden, daß es etwa die zweifache Fähigkeit zum Quenchen von Singulett-Sauerstoff wie β-Carotin aufweist. Man nimmt an, daß die antikarzinogenen Eigenschaften von β-Carotin mit dieser Fähigkeit verknüpft sind, und daher ist die Konservierung von Lycopin bei der Verarbeitung von Tomaten für die öffentliche Gesundheit sowie für die Attraktivität von Tomatensaft oder -mark von Bedeutung. Dieser Versuch beschreibt die Eignung der Erfindung bei der Konservierung von Lycopin.

Reife Tomaten wurden auf dem Markt erhalten, und der Saft wurde extrahiert. Zu diesem Saft wurde folgendes gegeben:

1. Kontrolle - ohne Zugabe;

2. Rosmarin-Extrakt mit 0,04 %

3. 1 Teil Rosmarin-Extrakt + 4 Teile Sorbitantrioleat, um eine Konzentration des Rosmarin-Extrakts von 0,04 % und des nicht-ionischen oberflächenaktiven Mittels von 0,16 % zu erzielen;

4. Sorbitantrioleat mit 0,16 %.

Das Gemisch wurde in einem Waring-Mischer zum Einverleiben der Stabilisatoren gerührt. Der Saft wurde anschließend in zwei Portionen geteilt. Portion A wurde direkt einer Retortenbehandlung unterzogen. Portion B wurde dreifach in einem Rotationsverdampfer bei einem Vakuum von 23" zu einer Paste eingeengt. Die Farben des Saftes und der Konzentrate wurden verglichen.

Man erhielt folgende Ergebnisse:

Saft Konzentrat Kontrolle Rosmarin Rosmarin + STO bräunlicher Farbton sehr geringfügig braun leuchtend rot matter rot brauner als Saft geringfügig bräunlich

Aus den vorstehenden Angaben ist ersichtlich, daß die Zugabe eines Gemisches von Rosmarin und nicht-ionischem oberflächenaktivem Mittel, das hier durch Sorbitantrioleat repräsentiert wird, so wirkt, daß die leuchtend rote Farbe von Tomatensaft besser als durch Rosmarin oder Emulgator allein konserviert wird.

Nichtsdestoweniger verbessern sowohl Rosmarin als auch der Emulgator selbst merklich das Erscheinungsbild des einer Retortenbehandlung unterzogenen Saftes und des Konzentrats. Das verbesserte Erscheinungsbild der Zubereitungen 2 bis 4 entspricht verbesserten Ernährungseigenschaften aufgrund der Stabilisierung von Lycopin.

Weitere oberflächenaktive Mittel, die in Beispiel 2 beschrieben wurden, haben die gleichen vorteilhaften Wirkungen. Andere natürliche Antioxidantien unter Einschluß von Salbei und Thymian als repräsentativen Vertretern von Labiatae, Tee und Tocopherolen werden ebenfalls vorteilhaft mit einem oberflächenaktiven Mittel und miteinander kombiniert, um ein verbessertes Erscheinungsbild und einen verbesserten Ernährungswert des verarbeiteten Safts zu erzielen.

Beispiel 8

Weiterer Vergleich der Stabilisierung von Carotinoiden mit oberflächenaktiven Mitteln, Extrakten aus Labiatae, die von Rosmarin, Salbei und Thymian repräsentiert werden, Tee-Extrakten und Kombinationen davon mit üblichen synthetischen Antioxidantien

Wie vorstehend erwähnt wurde, haben die üblichen synthetischen Antioxidantien BHA und BHT eine geringe oder keine Wirkung hinsichtlich der Verhinderung des oxidativen oder thermischen Abbaus von β-Carotin, Bixin, β-Apo-8-carotinal und den Carotinoiden, die üblicherweise zum Färben des Fleisches von Fisch bei der erlaubten Anwendungskonzentration von 0,02 % verwendet werden. Selbst bei hohen Konzentrationen von 2 bis 5 % ist der Anstieg der Stabilität minimal.

Im Gegensatz dazu versetzt das Zumischen eines oberflächenaktiven Mittels und insbesondere der bevorzugten Mittel, die in Beispiel 2 beschrieben wurden, in Mengen von 10 % oder mehr der Zubereitung des Carotinoids den Praktiker in diesem Fachgebiet in die Lage, Dispersionen von Carotinoiden herzustellen, die für Zeitspannen, die dem Mehrfachen derjenigen der Kontrolle entsprechen, stabil sind.

Die am stärksten bevorzugte Form der Erfindung besteht darin, das oberflächenaktive Mittel mit einem Rosmarin-Extrakt zu kombinieren, der in Konzentrationen bis zu 10 % oder mehr der Zubereitung vorhanden sein kann. Wenn das Carotinoid synthetisch ist, dann besteht bei dem Gemisch ferner ein Vorteil in der Zugabe von Tocopherolen, dies ist jedoch nicht immer der Fall bei natürlichen Carotinoiden, wie denjenigen, die aus Ringelblumen stammen.

Durch Anwendung des Konzepts der 2/3-Haltbarkeit ist der Praktiker in der Lage, ein stabilisierendes System zu formulieren, das die Ergebnisse für eine beliebige gegebene Carotinoidzubereitung, die bei der speziellen Anwendung verwendet werden soll, optimiert. Wenn z.B. das Carotinoid in Gelatine eingekapselt werden soll, dann kann ein Polyglycerinester bevorzugt sein, da er als Weichmacher für die Gelatine sowie als Stabilisator für das Carotinoid dient. Wenn eine Dispersion auf Salz hergestellt werden soll, dann kann Sorbitanmonostearat gegenüber Sorbitantrioleat bevorzugt sein, da es sich bei dem Stearat um eine gesättigte Fettsäure handelt. Die hier vorgelegten Beispiele sollen nicht beschränkend sein, sondern vielmehr lediglich Variationen bei der Ausführung der vorliegenden Erfindung beschreiben, die für den Fachmann ersichtlich sind.

Beispiel 9

Einfache und mehrfache synergistische Wirkungen von Emulgator-Stabilisatoren mit Rosmarin-Extrakt

Eine nicht vorhersagbare Wirkung der Stabilisatoren ist ihre Fähigkeit, die Gebrauchseigenschaften von natürlichen Antioxidantien, wie denjenigen, die aus Labiatae und insbesondere aus Rosmarin und Salbei stammen, in einer synergistischen Weise zu verbessern. Ein zweiter Vorteil besteht darin, daß sich ein doppelter Synergismus bei Kombination des Emulgator-Rosmarin-Gemisches mit einem zusätzlichen Antioxidans oder zusätzlichen Antioxidantien zeigt. Dieses Beispiel nutzt einen standardisierten Rosmarin-Extrakt, nämlich Herbalox , um die synergistische Wirkung zu zeigen.

Tabelle 9-1 zeigt synergistische Kombinationen von bevorzugten Emulgatoren mit Rosmarin und einen mehrfachen Synergismus, wenn Ascorbylpalmitat, ein fettlöslicher Ester von Ascorbinsäure, verwendet wird. Sie zeigt auch, daß Polysorbat 80 einen negativen Synergismus sowie eine destabilisierende Wirkung zeigt. Dies macht die Spezifität der Wechselwirkung des nicht-ionischen oberflächenaktiven Emulgators deutlich, für die es keine Erklärung gibt.

Die 2/3-Haltbarkeiten sind in Stunden bei 50ºC angegeben. Spalte 1 gibt die 2/3-Haltbarkeiten an. Spalte 2 gibt den Anstieg gegenüber der Kontrolle an. Spalte 3 zeigt die 2/3-Haltbarkeit, die erwartet würde, wenn die Kombinationen nicht synergistisch wären, und Spalte 4 ist der synergistische Anstieg, der die Differenz zwischen Spalte 4 und Spalte 3 ist. Spalte 5 gibt den synergistischen Anstieg als Prozent der 2/3-Haltbarkeit der Kontrolle an.

Die Zusammensetzung der Proben war wie folgt Annatto-Extrakt mit einem Gehalt an 5 % mikrokristallinem Bixin, 0,5 Teile; Emulgator, falls vorhanden, 0,35 Teile; Rosmarin, falls vorhanden, 0,04 Teile; Ascorbylpalmitat, falls vorhanden, 0,006 Teile; Sojabohnenöl, um 1,00 Teile Gesamtzusammensetzung zu erhalten.

Die Tabelle zeigt klar die bemerkenswerte positive synergistische Wirkung der Kombination von Rosmarin und den beiden gezeigten bevorzugten Emulgatoren. Zusätzlich zu Polysorbat 80 wird von Polypropylenglykol, einem üblichen Verdünnungsmittel in Formulierungen, gezeigt, daß es schädlich ist und vermieden werden sollte (Propylenglykol wird nicht immer als Emulgator angesehen). Diese positiven und negativen Wirkungen werden auch bei geringeren Dosen beobachtet.

Tabelle 9-1 Synergistische Wirkungen von stabilisierendem Emulgator und Rosmarin- Extrakt
Emulgator 2,3-Haltbarkeit, h Anstieg tatsäch gegenüber erwartet Kontrolle Synergismus Synergismus (%) Kontrolle + Rosmarin Sorbitantrioleat + Rosmarin Sorbitanstearat + Rosmarin Polysorbat + Rosmarin Propylenglykol + Rosmarin Doppelter Synergismus Kontrolle Kontrolle + 0,6 % Ascorbylpalmitat Sorbitantrioleat + 0,6 % Ascorbylpalmitat + Rosmarin

Es ist darauf hinzuweisen, daß von Polysorbaten und Propylenglykol verschiedene Emulgatoren einen negativen Synergismus aufweisen. Zu diesen gehören acetylierte Weinsäureester von Monoglyceriden und der Triessigsäureester von Glycerin. Warum einige Emulgatoren positive und andere negative synergistische Wirkungen aufweisen sollen, ist nicht bekannt. Obwohl die Stabilitäten verringert werden, sowie die Konzentration des Stabilisators verringert wird, ist darauf hinzuweisen, daß die synergistischen Wirkungen ansteigen. Der Synergismus wird daher noch wichtiger, wenn die Dosierungsniveaus geringer werden.

Das wesentliche Konzept der vorliegenden Erfindung besteht in der Verwendung eines Emulgator-Stabilisators, der eine einfache oder eine doppelte oder eine mehrfache synergistische Wirkung zusammen mit Rosmarin, Thymian, anderen Labiatae oder in der Tat mit anderen natürlichen Antioxidantien, wie Tocopherolen und Tee-Extrakt, aufweist.

Zusätzlich zu Ascorbylpalmitat und -stearat sind andere in Speiseöl lösliche Ester ebenfalls wirksam im Hinblick auf ihre synergistische farbstabilisierende Wirkung, wie Ascorbyloleat und verschiedene in Öl lösliche Ascorbinsäureester, die in den US-Patenten 2 454 747, 2 454 748, 2 454 749 (Weisblat und Wise) beschrieben sind.

Es ist also ersichtlich, daß die vorliegende Erfindung eine farbstabilisierte Carotinoidzusammensetzung, die bestimmte oberflächenaktive Mittel umfaßt, die eine erhöhte Beständigkeit gegenüber einem Ausbleichen der Farbe in Lebensmitteln haben, wenn sie einer oxidativen Beanspruchung ausgesetzt werden, sowie ein Verfahren zur Stabilisierung eines derartigen Pigments gegen oxidative Verfärbung, mit der erfindungsgemäßen Zusammensetzung gefärbte Lebensmittel, die einer oxidativen Beanspruchung unterliegen können, und ein Verfahren zum Färben von Lebensmitteln mit einer derartigen erfindungsgemäßen farbstabilisierten Carotinoidzusammensetzung bereitstellt. Das Verfahren der Stabilisierung des Carotinoidpigments wird vorteilhafterweise in Gegenwart eines eßbaren festen Substrats für das Carotinoidpigment durchgeführt. Synergistische Wirkungen werden durch Einverleiben eines natürlichen Antioxidans in derartige Zusammensetzungen und bei derartigen Verfahren erzielt, und die Farbstabilität der Zusammensetzungen und die Wirksamkeit der Verfahren werden durch den Einschluß eines in Speiseöl löslichen Ascorbinsäureesters weiter verstärkt, obwohl der Einsatz eines natürlichen Antioxidans allein, z.B. eines Labiatae-Antioxidans oder von Tocopherolen oder Tee- Extrakt, zu überraschend wirksamen Farbstabilisierungsergebnissen führt. Mit dem Vorstehenden werden lange erwartete Lösungen für bisher bestehende Probleme hinsichtlich der Farbstabilität und des Ausbleichens bereitgestellt, die durch den Stand der Technik nicht in adäquater Weise gelöst werden.


Anspruch[de]

1. Farbstabilisierte Carotinoidzusammensetzung, im wesentlichen bestehend aus

(A) einem nicht-ionischen oberflächenaktiven Mittel, ausgewählt unter

a. Mono- und Diglyceriden von Fettsäuren;

b. Polyglyceridestern von Fettsäuren;

c. Mono- und Diglyceridestern, die ferner mit Citronensäure oder Milchsäure verestert sind;

d. acetylierten Mono- und Diglyceridestern, die ferner mit Citronensäure oder Milchsäure verestert sind;

e. Sorbitanestern von Fettsäuren;

f. Propylenglykolestern von Fettsäuren; und

g. Lecithin; und

(B) einem Carotinoid, wobei das Verhältnis von (A) zu (B) mindestens 10 Gew.-% beträgt.

2. Zusammensetzung nach Anspruch 1, worin das Verhältnis von (A) zu (B) zwischen 0,1:1 und 1,2:1, bezogen auf das Gewicht, liegt.

3. Zusammensetzung nach Anspruch 1 oder 2, worin es sich bei (A) um einen Sorbitanpolyfettsäureester oder ein Monoglycerid einer Fettsäure handelt.

4. Zusammensetzung nach Anspruch 3, worin es sich bei (A) um Sorbitantrioleat handelt.

5. Zusammensetzung nach einem der vorstehenden Ansprüche, zusätzlich enthaltend ein natürliches Antioxidans, das ausgewählt ist unter

a. einem Labiatae-Extrakt;

b. Tocopherolen; und

c. Tee-Extrakt.

6. Zusammensetzung nach Anspruch 5, worin es sich bei dem Antioxidans a. um einen Rosmarin-, Salbei- oder Thymian-Extrakt handelt.

7. Zusammensetzung nach Anspruch 5 oder 6, enthaltend mindestens zwei der Antioxidantien a., b. und c.

8. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, worin das Verhältnis des natürlichen Antioxidans zum Carotinoid mindestens 2 % (Gew./Gew.) beträgt.

9. Zusammensetzung nach Anspruch 8, worin das Verhältnis des natürlichen Antioxidans zum Carotinoid 5 bis 20 % (Gew./Gew.) beträgt.

10. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, worin es sich bei dem natürlichen Antioxidans um einen Labiatae-Extrakt mit einer Konzentration von mindestens 2 % handelt.

11. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 5 bis 10, zusätzlich enthaltend einen in Speiseöl löslichen Ascorbinsäureester.

12. Carotinoidzusammensetzung, worin das Carotinoidpigment eine 2/3-Haltbarkeit von mehr als 220 Stunden bei einer Temperatur von 50ºC aufweist, wenn es auf Salzmehl in einer Konzentration von 4 % (Gew./Gew.) dispergiert ist.

13. Carotinoidzusammensetzung nach einem der vorstehenden Ansprüche, worin das Carotinoidpigment eine 2/3-Haltbarkeit aufweist, die größer als das Zweifache der 2/3-Haltbarkeit des Carotinoids allein ist, wenn es auf Salzmehl in einer Konzentration von 4 % (Gew./Gew.) dispergiert ist.

14. Zusammensetzung nach einem der vorstehenden Ansprüche, worin es sich bei dem Carotinoid um ein Annatto-, Tomaten-, Karotten-, Ringelblumen- oder synthetisches Carotinoid handelt.

15. Zusammensetzung nach Anspruch 14, worin es sich bei dem Carotinoid um Bixin, β-Apo-8-carotinal oder β-Carotin handelt.

16. Carotinoidzusammensetzung nach einem der vorstehenden Ansprüche, zusätzlich enthaltend ein eßbares festes teilchenförmiges Substrat für das Carotinoidpigment oder den Carotinoidfarbstoff.

17. Verfahren zur Stabilisierung eines Carotinoidpigments gegen oxidative Verfärbung, wobei das Verfahren das Mischen des Pigments mit einem oberflächenaktiven Mittel (A), wie es unter a. - g. in Anspruch 1 definiert ist, umfaßt.

18. Verfahren nach Anspruch 17, worin das Carotinoidpigment von einem Carotinoid stammt, wie es in Anspruch 14 oder 15 definiert ist.

19. Verfahren nach Anspruch 17 oder 18, worin das oberflächenaktive Mittel (A) wie in Anspruch 3 oder 4 definiert ist.

20. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 19, worin zusätzlich ein natürliches Antioxidans, wie es in Anspruch 5 oder 6 definiert ist, mit dem Carotinoidpigment gemischt wird.

21. Verfahren nach Anspruch 20, worin ein in Speiseöl löslicher Ascorbinsäureester zusätzlich mit dem Carotinoidpigment gemischt wird.

22. Verfahren nach Anspruch 21, worin es sich bei dem Ester um Ascorbylpalmitat oder -stearat handelt.

23. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 22, das in Gegenwart eines eßbaren festen teilchenförmigen Substrats für das Carotinoidpigment durchgeführt wird.

24. Nahrungsmittel, gefärbt mit einer Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 16.

25. Verfahren zum Färben eines Nahrungsmittels, das das Mischen des Nahrungsmittels mit einer Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 16 umfaßt.







IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com