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Erdbewegungsmaschine, insbesondere Radlader - Dokument DE4131294C2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE4131294C2 08.12.1994
Titel Erdbewegungsmaschine, insbesondere Radlader
Anmelder O & K Orenstein & Koppel AG, 13581 Berlin, DE
Erfinder Fengler, Georg, 4709 Bergkamen, DE;
Irrgang, Jürgen, 4600 Dortmund, DE
DE-Anmeldedatum 20.09.1991
DE-Aktenzeichen 4131294
Offenlegungstag 01.04.1993
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 08.12.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.12.1994
IPC-Hauptklasse E02F 9/00
IPC-Nebenklasse B60K 11/06   B62D 25/20   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Erdbewegungsmaschine, insbesondere Radlader, mit einem Antriebsaggregat, das von einem Gehäuse umgeben ist, in dessen innerem Bereich eine kanalartig, sich überwiegend in Fahrzeuglängsrichtung erstreckende Abluftführung vorgesehen ist, deren Austrittsöffnung in Erdbodenrichtung ausgebildet ist.

Bekannt ist bereits eine Abluftführung aus dem Motorraum bei einem Nutzfahrzeug, beispielsweise einem Lader, bei dem der Motorraumboden durch eine Abluftöffnung nach außen durchbrochen ist. Mit Abstand vor dieser Öffnung ist ein seitlich nicht begrenztes Prallblech vorgesehen, das ein Aufwirbeln von Erdbodenteilen vermeiden soll (OK Prospekt; E4360/4-690).

Der Nachteil einer derartigen Anordnung besteht darin, daß bei der vorbeschriebenen Bauweise nicht nur die Abluft des Motorraums nahezu ungehindert in alle Richtungen nach außen dringen kann, sondern daß ebenso nahezu unvermindert die Geräusche der Antriebsaggregate in die Umwelt hineingetragen werden. Dadurch sind Belästigungen gegeben, die den Einsatz derartiger Fahrzeuge einschränken bzw. in lärmgeschützten Bereichen, wie Wohn-, insbesondere Krankenhausgebieten, in Frage stellen.

Durch die EP-A 31 131 ist ein Nutzfahrzeug mit einer im wesentlichen innerhalb der Umrisse des Fahrerhauses angeordneten Kapsel zur Aufnahme eines Antriebsaggregates bekannt. Die Kapsel weist an ihrer Frontseite eine Lufteinlaß- und an ihrer Rückseite eine Luftauslaßöffnung auf, wobei innerhalb der Lufteinlaßöffnung die Kühleinrichtung des Antriebsaggregates vorgesehen ist. Die Kapsel ist bis auf die Ein- und die Auslaßöffnung als ein geschlossenes Gehäuse ausgebildet. Die Ein- und die Auslaßöffnung sind hierbei durch je eine als Absorptionskanal ausgebildete Absorptionsstrecke abgedeckt. Im Bereich der Austrittsöffnung, die in Erdbodenrichtung vorgesehen ist, sind im wesentlichen vertikal sich erstreckende, einander überlappende Stege angeordnet. Abgesehen davon, daß eine derartige Lösung nicht ohne erhebliche konstruktive Änderungen auf eine gattungsgemäße Erdbewegungsmaschine übertragbar ist, erscheint dieser Aufbau der Abluftführung verhältnismäßig bauaufwendig zu sein.

Der Erfindung liegt ausgehend von der EP-A 31 131 die Aufgabe zugrunde, durch Optimierung der konstruktiven Ausgestaltung der Abluftführung die Geräuschbelästigung der Erdbewegungsmaschine zur Schonung der Umwelt weiter abzusenken.

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Boden des Gehäuses in mindestens zwei sich teilweise überlappende, einen kanalartigen Zwischenraum bildende Abschnitte unterteilt ist und daß in der Abluftführung Schallbarrieren in Form von Stegen vorgesehen sind.

Vorteilhafte Weiterbildungen des Erfindungsgegenstandes sind den Unteransprüchen zu entnehmen.

Durch diese Maßgabe kann die Abluftführung nun geräuschdämpfender als bisher ausgebildet werden. Dies kann sowohl durch Formgebung eines geschlossenen langen kanalartigen Schallweges geschehen als auch durch den Einbau von schalldämmenden wandartigen Gebilden, zum Beispiel von Stegen in der Abluftführung. Dabei ist es möglich, nicht den gesamten Raum zwischen den sich überlappenden Bodenteilen, sondern diesen nur teilweise als Abluftführung auszubilden, d. h. für diesen Zweck zu nutzen, wie auch diesen in Abluftteilführungen hinsichtlich des darin strömenden Mediums zu unterteilen oder letztlich nur Abschnitt der gesamten Führung mit besonderen schalldämmenden Maßnahme zu versehen. Dazu gehören insbesondere Strömungsumlenkungs- und Strömungsverwirbelungsmaßnahmen, die gleichzeitig auch schalldämpfend wirken. In hervorragender Weise kann hier der Einsatz von elastischem Material für derartige Barrieren verwirklicht werden.

Letztlich hat es sich auch als besonders vorteilhaft erwiesen zu vermeiden, daß die Umwelt einer direkten Beschallung ausgesetzt ist, wobei zur Vermeidung dessen die Schallaustrittsöffnung über den Weg der Abluftführung aus dem Motorraum in etwa analog zum bekannten St.d.T. in Richtung des Erdbodens ausgebildet werden kann.

Anhand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles, nämlich eines Laders, wird im folgenden die Erfindung näher erläutert.

Es zeigt die Fig. 1 die Gesamtansicht eines derartigen Fahrzeuges, während die Fig. 2 bis 4 Schnittansichten der erfindungsgemäßen Lösung zeigen.

In Fig. 1 ist in der Abbildung des Laders 1 der lösungsbetroffene Bauteil 2 kreisförmig umrissen, der Gegenstand der nachfolgenden Figuren ist.

Die Fig. 2 zeigt in Schnittdarstellung die Seitenansicht des Laders 1, insbesondere des Motorraums 3. Sein oberer Bereich ist abgeschirmt durch eine Motorraumabdeckung 4 und im unteren Bereich sind Seitenwände 5 vorgesehen. Die Stützwand 6 und die Rückfront 7 einschließlich der an ihr befestigten Gegengewichte 8a und 8b wie auch die Zwischenwand 9 ergänzen die Motorraumumgrenzung. Verdeutlichend sind in der Figur auch noch der Kotflügel 10 und das Rad 11 eingetragen.

Erfindungswesentlich zeigt die Darstellung nun, daß der Motorraumboden aufgeteilt ist in mehrere Bodenteile, wie den Vorderbodenteil 12 und den Rückbodenteil 13, die in mehr als einer Ebene, vorwiegend in zwei Ebenen, angeordnet sind und die sich teilweise überlappen. Unter Einbezug ihrer seitlichen Begrenzungen, je einer Seitenwand 5, stellen sie einen kanalartigen Zwischenraum dar, der als Abluftführung überwiegend in Fahrzeuglängsrichtung ausgebildet ist.

Zur Beeinflussung des Strömungsmediums, der Motorraumabluft, sowohl hinsichtlich ihres Weges als auch ihres physikalischen Zustandes, zum Beispiel ihrer Schalleigenschaft, sind Stege 14 als Schallbarrieren in der Abluftführung vorgesehen. In der Abbildung ist weiterhin der Umlenksteg 16 zwischen den Seitenwänden 5 zu erkennen. Er ist aus zwei Metallprofilen 17a und 17b aufgebaut, zwischen denen ein bandartiges elastisches Material 18 befestigt ist und in die Abluftführung hineinragt. Dieses Bauteil aus Metallprofilen 17a und 17b und elastischem Material 18 im Zwischenraum 15 lenkt einerseits die Motorraumabluft um, hier in Richtung des Erdbodens, und wirkt andererseits durch Energieaufnahme schalldämpfend.

Im einzelnen nicht aufgezeigt, aber leicht vorstellbar und innerhalb des Erfindungsgedankens liegend, sind Anordnungen mit einer Mehrzahl der vorbeschriebenen Bauteile in der Abluftführung und mit gleichartigen Funktionen. Dies trifft auch für nicht nur quer zur Strömungsrichtung vorgesehene Stege zu, sondern auch für solche, die überwiegend in Strömungsrichtung angeordnet sind und Umlenkfunktionen und/oder schalldämpfende Wirkung haben.

Die Fig. 3 zeigt entlang der Schnittlinie zwischen den Punkten C und D der Fig. 2 eine Ansicht des Erfindungsgegenstandes in Schnittdarstellung. Deutlich erkennbar ist in dieser Darstellung, daß der Vorderbodenteil 12 und der Rückbodenteil 13 in verschiedenen Ebenen liegen und in den sich überlappenden Teilen den Zwischenraum 15 bilden. Verdeutlicht wird weiterhin, daß der Umlenksteg 16 erkennbar mit seinem Metallprofil 18a und dem bandartigen elastischen Material 18 im Weg des Strömungsmediums, der Motorraumabluft, vorgesehen sind.

Die Fig. 4 zeigt als Ansicht in vergleichbarer Schnittdarstellung zur Fig. 3 eine Darstellung, bei der nur teilweise, infolge vorgesehener Schallkörper 19, der Zwischenraum zwischen dem Vorderbodenteil 12 und dem Rückbodenteil 13 als Abluftführung ausgebildet ist.

Die vorstehend beschriebene, mindestens teilweise doppelwandig ausgeführte Motorraumbodenbegrenzung mit gleichzeitiger Nutzung des Zwischenraumes zwischen den Bodenteilen für Schalldämmungsmaßnahmen führt zu einer erheblichen Minderung der Geräusche der Antriebsaggregate für die Umwelt.

Bezugszeichenliste

1 Lader

2 Bauteil

3 Motorraum

4 Motorraumabdeckung

5 Seitenwand

6 Stützwand

7 Rückfront

8a Gegengewicht

8b Gegengewicht

9 Zwischenwand

10 Kotflügel

11 Rad

12 Vorderbodenteil

13 Rückbodenteil

14 Schallbarriere

15 Zwischenraum

16 Umlenksteg

17a Metallprofil

17b Metallprofil

18 Material

19 Schallkörper


Anspruch[de]
  1. 1. Erdbewegungsmaschine, insbesondere Radlader, mit einem Antriebsaggregat, das von einem Gehäuse umgeben ist, in dessen innerem Bereich eine kanalartige, sich überwiegend in Fahrzeuglängsrichtung erstrekkende Abluftführung vorgesehen ist, deren Austrittsöffnung in Erdbodenrichtung ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden des Gehäuses in mindestens zwei sich teilweise überlappende, einen kanalartigen Zwischenraum bildende Abschnitte (12,13) unterteilt ist und daß in der Abluftführung Schallbarrieren (14) in Form von Stegen vorgesehen sind.
  2. 2. Erdbewegungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abluftführung, in Strömungsrichtung gesehen, hinter den Schallbarrieren (14) mindestens einen Umlenkungssteg (16) aufweist.
  3. 3. Erdbewegungsmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Umlenkungssteg (16) aus mindestens zwei Metallprofilen (17a, 17b) aufgebaut ist.
  4. 4. Erdbewegungsmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Metallprofilen ein länglich ausgebildetes elastisch verformbares Band (18) vorgesehen ist.






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