PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE68915385T2 15.12.1994
EP-Veröffentlichungsnummer 0365070
Titel Optische Abtasteinheit und eine optische Einschreibe- und/oder Ausleseanordnung mit einer solchen Abtasteinheit sowie Verfahren zum Herstellen der Abtasteinheit und der Einschreibe- und/oder Auslesanordnung.
Anmelder N.V. Philips' Gloeilampenfabrieken, Eindhoven, NL
Erfinder Voutmans, Jozef Andre, NL-5656 AA Eindhoven, NL
Vertreter von Laue, H., Dipl.-Ing., Pat.-Ass., 21266 Jesteburg
DE-Aktenzeichen 68915385
Vertragsstaaten BE, DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 09.10.1989
EP-Aktenzeichen 892025321
EP-Offenlegungsdatum 25.04.1990
EP date of grant 18.05.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.12.1994
IPC-Hauptklasse G11B 7/08
IPC-Nebenklasse G11B 7/22   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine optische Abtasteinheit zum Abtasten einer Informationsspur in einem optisch auslesbaren Aufzeichnungsträger, wobei diese Abtasteinheit ein Gestell und ein optisches System zum Fokussieren eines von einer Strahlungsquelle gelieferten Strahlungsbündels zu einem Abtastflecken auf dem Aufzeichnungsträger und zum Abbilden des Abtastfleckens auf einem strahlungsempfindlichen Detektionssystem aufweist, wobei dieses optische System eine gegenüber dem Gestell bewegliche Halterung mit einer zentralen Längsachse, sowie eine auf einer Auflegefläche der Halterung befestigte Objektivlinse mit einer optischen Achse aufweist, die sich im wenigstens wesentlichen parallel zu der Strahlungsachse des Strahlungsbündels erstreckt.

Eine derartige Abtasteinheit ist handelsüblich und in der US Patentschrift 4,615,585 (durch Bezeichnung als hierin aufgenommen betrachtet) sowie in der darin genannten Veröffentlichung beschrieben. In der bekannten Abtasteinheit ist die Halterung der Objektivlinse mit einer hohlen, schalenförmigen Auflegefläche versehen, auf der die Objektivlinse befestigt ist. Dabei ist die Form der Auflegefläche an die Kugelform der Linse angepaßt und zwar derart, daß die Linse auf einem Außenrand der Auflegefläche ruht. Eine nähere Beschreibung einer derartigen Linsenbefestigung läßt sich beispielsweise in der niederländischen Patentanmeldung 161.265 (durch Bezeichnung als hierin aufgenommen betrachtet) finden.

Abtasteinheiten der obengenannten Art werden in Einrichtungen zum Einschreiben und/oder Auslesen einer Informationsspur in einem optisch auslesbaren Aufzeichnungsträger, wie in optischen Audio-Plattenspielern, optischen Video-Plattenspielern und optischen Speicherscheibengeräten verwendet. In diesen Einrichtungen rührt das Strahlungsbündel von einem Laser her und es wird durch die Objektivlinse zu einem Strahlungsflecken äußerst geringer Abmessungen an der Stelle der Informationsebene des abzutastenden rotierenden Aufzeichnungsträger konzentriert. Die minimalen Abmessungen des Strahlungsfleckens werden u.a. durch die Wellenlänge des verwendeten Lasers und die numerische Apertur der Objektivlinse bestimmt. Der Abtastflecken hat einen hellen Zentralteil, der von konzentrischen Ringen einer wesentlich geringeren Intensität umgeben ist. Wenn die Mitte des Abtastfleckens sich auf einer Aufzeichnungsspur des Informationsträgers befindet, trifft auch ein Teil der Strahlung auf Nachbarspuren. Die zurückgeworfene Strahlung weist dadurch nicht nur die Information der abzutastenden Aufzeichnungsspur sondern auch etwas Information der benachbarten Spuren auf. Die zurückgeworfene Strahlung wird durch strahlungsempfindliche elektronische Mittel aufgefangen zum durch Detektion Erhalten eines elektrischen Signals, das der Information der zurückgeworfenen Strahlung entspricht. Dabei ist es u.a. von Bedeutung, daß die optische Achse der Objektivlinse äußerst genau senkrecht gegenüber der der Objektivlinse zugewandten Seite des Aufzeichnungsträgers ausgerichtet ist, und zwar an der Stelle, wo das Strahlungsbündel in den Aufzeichnungsträger eintritt. Der Winkel, den die Bündelachse mit der genannten Seite des Aufzeichnungsträgers einschließt, beträgt beispielsweise 90º ± 0,2º. Eine Schieflage der optischen Achse gegenüber dem Aufzeichnungsträger, wobei es zwischen der optischen Achse der Objektivlinse und der Normalen auf der dem Objektiv zugewandten Seite des Aufzeichnungsträgers an der Stelle des Schnittpunktes der optischen Achse und des Aufzeichnungsträgers einen zu großen Winkel gibt, verurcht Astigmatismus und führt zu Coma, wobei die Lichtintensität auf nur einer Seite des Strahlungsfleckens gesteigert und ein unregelmäßiger Strahlungsflecken gebildet wird, und wobei u.a. Übersprechen zwischen benachbarten Aufzeichnungsspuren entstehen kann.

In bezug auf die Abtasteinheit ist es weiterhin von Bedeutung, daß die Bündelachse des Strahlungsbündels mit der optischen Achse der Objektivlinse optimal zusammenüallt. Sollte dies nämlich nicht der Fall sein, so kann die Intensitätsverteilung innerhalb des Strahlungsfleckens, insbesondere wenn die Abtasteinheit nicht mit einer einzelnen Kollimatorlinse versehen ist, und damit innerhalb des von dem Aufzeichnungsträger reflektierten Strahlungsbundel derart asymmetrisch sein, daß eine unerwünschte Intensitätsverteilung über das strahlungsempfindliche Detektionssystem entstehen kann. Da das Detektionssystem Spurfolgedetektoren umfaßt, werden in dem Fall beim Gebrauch in dem Detektionssystem Spurfolgesignale erzeugt, die der Lage des Strahlungsfleckens gegenüber der abzutastenden Informationsspur des Aufzeichnungstragers nicht völlig entspricht.

Durch eine Anzhl Tolernnzen bei der Fertigung und der Montage der Einrichtung, von der die Abtasteinheit einen Teil bildet, hat die Halterung für die Objektivlinse meistens eine gewisse Schieflage gegenüber der Drehungsachse des abzutastenden Aufzeichnungsträgers. Außerdem kann durch viele Toleranzen die optische Achse der an der Halterung befestigten Objektivlinse über einen geringen Abstand in Seitwärtsrichtung gegenüber der Achse des Strahlungsbündels verschoben sein. Die Schleflage der Halterung kann im allgemeinen während der Fertigung der bekannten Abtasteinheit durch eine Seitwärtsverschiebung der Objektivlinse über die konkave Auflegefläche der Halterung auf befriedigende Weise korrigiert werden. Eine etwaige Verschiebung der genannten optischen Achse gegenüber der Längsachse der Halterung kann jedoch in vielen Fällen während der Positionierung der Objektivlinse nicht ausgeglichen werden. Es hat sich nämlich herausgestellt, daß in bestimmten Konstruktionen, unter denen diejenigen Konstruktionen, bei denen die Halterung durch zwei am Gestell befestigte parallele Blattfedern gelagert ist, wie beispielsweise in der bereits genannten US Patentschrift 4,615,558 dargestellt, die Längsachse der Halterung einen von 90º abweichenden Winkel mit der dem Objektiv zugewandten Seite des Aufzeichnungsträgers einschließt, wobei die Halterung selbst um einen Punkt gekippt ist, der sich meistens an der vom Aufzeichnungsträger abgewandten Seite der Objektivlinse befindet. In derartigen Fällen wird, bei dem auf bekannte Art und Weise Kippen der Objektivlinse zum Korrigieren der Schieflage der Halterung eine Verschiebung der optischen Achse der Objektivlinse gegenüber der Längsachse der Halterung eingeführt, wobei ein ggf. bereits vorhandener Abstand zwischen der optischen Achse und der Längsachse vergrößert wird.

Die Erfindung hat u.a. zur Aufgabe eine Abtasteinheit der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, wobei die Objektivlinse bei der Fertigung derart ausgerichtet wird, daß die Schieflage der optischen Achse der Objektivlinse gegenüber einer von dem abzutastenden Aufzeichnungsträger bestimmten Bezugsebene, sowie der Abstand zwischen der Bündelachse des Strahlungsbündels und der optischen Achse der Objektivlinse minimal ist, wenn die Halterung durch Toleranzfehler in beispielsweise der Abtasteinheit gegenüber der richtigen Lage um einen auf der von dem Aufzeichnungsträger abgewandten Seite der Objektivlinse befindlichen Punkt gekippt ist.

Die erfindungsgemäße Abtasteinheit weist daau das Kennzeichen auf, daß die gegenüber der Objektivlinse liegende Auflegefläche der Halterung kugelig gektümmt ist, wobei die Krümmungsmitte sich auf der von der Objektivlinse abgewandten Seite der Auflegefläche befindet und wenigstens nahezu auf der genannten Längsachse der Halterung liegt. Die auf diese Weise gebildete Auflegefläche bietet die Möglichkeit, bei der Fertigung der Abtasteinheit die Objektivlinse gegenüber der um einen auf der von dem Aufzeichnungsträger abgewandten Seite der Objektivlinse befindlichen Punkt gekippten Halterung derart zu verschieben, daß die optische Achse der Objektivlinse nach dem Ausrichten der Objektivlinse nicht nur in der erwünschten Richtung steht, sondern auch mit der Bündelachse des Strahlungsbündels zusammenfällt oder nahezu zusammenfällt. Dadurch ist eine Abtasteinheit erzielbar mit einer qualitativ hochwertigen optischen System. Eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Abtasteinheit weist das Kennzeichen auf, daß die Krümmungsmitte der Auflegefläche wenigstens in der Nähe eines virtuellen Kippunktes der halterung liegt, der anhand einer dem abzutastenden Aufzeichnungsträger zugeordneten Bezugsebene bestimmt ist. Anhand von Messungen an einer repräsentativen Anzahl von Abtasteinheiten der Art, auf sich die Erfindung bezieht, läßt sich ein beschränktes Gebiet bestimmen, in dem der größte Teil der Kippunkte der montierten schief stehenden Halterungen liegt. Dadurch, daß die Krümmungsmitte der Auflegefläche in diesem Gebiet gewählt wird, kann statistisch gesehen eine optimale Korrektur der Schieflage und eine Achsenverschiebung bei der Fertigung erhalten werden. Wenn die Halterung durch zwei parallele Blattfedern an dem Gestell gelagert ist, wird das betreffende Gebiet sich meistens zwischen den Blattfedern befinden.

Die Erfindung bezieht sich weiternin auf eine Anordnung zum Einschreiben und/oder Auslesen einer Informationsspur in einem optisch auslesbaren Aufzeichnungsträger, wobei diese Anordnung mit einer Antriebsspindel für den scheibenförmigen Aufzeichnungsträger und mit einem Spurfolgemechanismus versehen ist. Eine derrrtige Anordnung ist aus der US Patentschrift 4,403,316 (durch Bezeichnung als hierin aufgenommen betrachtet) bekannt, die in der bereits genannten US Patentschrift 4,615,585 erwähnt wurde. Die Erfindung hat nun zur Aufgabe, die bekannte Anordnung dadurch zu verbessern, daß die erfindungsgentäße Abtasteinheit auf dem Spurfolgemechanismus befestigt wird.

Die Erfindung bezieht sich außerdem auf ein Verfahren zum Herstellen der erfindungsgemaeen optischen Abtasteinheit, sowie auf ein Verfahren zum Herstellen der Anordnung, die mit einer erfindungsgemäßen optischen Abtasteinheit versehen ist. In diesem Zusammenhang hat die Erfindung zur Aufgabe, Verfahren zu schaffen, nach denen auf eine möglichst wirtschafftliche Weise eine gegenüber dem Aufzeichnungsträger sowie gegenüber dem Strahlungsbündel möglichst genau ausgerichtete Objektivlinse erhalten werden kann.

Das erfindungsgemäße Verfahren zum Herstellen der optischen Abtasteinheit, bei dem die Strahlungsquelle und das strahlungsempfindliche Detektionssystem ortsfest und die Halterung für die Objektivlinse ortsbeweglich am Gestell befestigt werden, weist dazu das Kennzeichen auf, daß nachdem die Halterung mit dem Gestell verbunden ist, die Objektivlinse auf die kugelig gekrümmte Oberfläche gelegt wird, wonach die Objektivlinse durch Verschiebung über die Auflegefläche gegenüber einer der Lee des abzutastenden Aufzeichnungsträgers zugeordneten Bezugsebene ausgerichtet und danach festgeklebt wird.

Das erfindungsgemäße Verfahren zum Herstellen der Anordnung, wobei die Strahlungsquelle und das strahlungsempfindliche Detektionssystem ortsfest und die Halterung für die Objektivlinse ortsbeweglich am Gestell der Abtasteinheit befestigt werden, und wobei das Gestell der Abtasteinheit an dem in einem Chassis der Anordnung gelagerten Spurfolgemechanismus befestigt wird, wobei in diesem Chassis zugleich die Antriebsspindel gelagert wird, weist dazu das Kennzeichen auf, daß nachdem das Gestell der Abtasteinheit an dem Chassis der Anordnung und die Halterung mit dem Gestell verbunden ist, die Objektivlinse auf die kugelig gekrümmte Oberfläche gelegt wird, wonach die Objektivlinse durch Verschiebung über die Auflegefläche gegenüber einer der Lage des abzutastenden Aufzeichnungsträgers zugeordneten Bezugsebene ausgerichtet und danach festgeklebt wird.

Die beiden Verfahren lassen sich erfolgreich anwenden zum Herstellen von Konstruktionen, bei denen die Halterung für die Objektivlinse mittels Blattfedern ortsbeweglich am Gestell der Abtasteinheit befestigt wird.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigen:

Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Abtasteinheit,

Fig. 2 eine Draufsicht einer erfindungsgemäßen Anordnung, die mit der Abtasteinheit nach Fig. 1 versehen ist,

Fig. 3 eine Ansicht von unten der Anordnung nach Fig. 2.

Die in Fig. 1 dargestellte erfindungsgemäße optische Abtasteinheit läßt sich in einem Plattenspieler eines Typs verwenden, der zum Einschreiben und/oder Auslesen optischer Audio-Platten, Video-Platten oder Datenscheiben bestimmt ist. Die Abtasteinheit umfaßt ein Gestell 1 und eine optisches System, das mit einer Strahlungsquelle 3 einer planparallelen halbdurchlässigen Platte 5 und einer Halterung 7 mit einer Objektivlinse 9 versehen ist. In diesem Beispiel ist die Objektivlinse 9 derart ausgebildet, daß das optische System nicht mit einer Kollimatorlinse versehen zu sein braucht. Ein von der Strahlungsquelle 3 ausgestrahltes divergierendes Abtastbündel wird nach Reflexion gemäß der Bündelachse 10 von der Platte 5 mittels der Objektivlinse 9 zu einem Abtastflecken V in einer Informationsebene 11 des scheibenförmigen Aufzeichnungsträger 13, beispielsweise einer Compact-Disc, fokussiert. Das Abtastbündel wird im Betrieb an der Informationsfläche reflektiert und wenn der Aufzeichnungsträger 13 um seine Drehungsachse in Drehung versetzt wird, entsprechend der in der auszulesenden Informationsspur gespeicherten Information moduliert. Das von der Platte 5 zurückkehrende Strahlungsbündel geht durch ein für das modulierte Bündel durchlässige Teilprisma 14 hindurch zu einem stranlungsempfindlichen Detektionssystem 15. Dieses Detektionssystem liefert ein elektrisches Signal, das entsprechend der in der auszulesenden Spur gespeicherten Information moduliert ist. Das Detektionssystem kann auch Signale liefern, die Abweichungen in der Lage des Strahlungsfleckens gegenüber einer auszulesenden Spur und/oder Fokusfehler darstellen.

Die Halterung 7 mit einer Längsachse 7a ist gegenüber dem gestell 1 durch zwei parallele Blattfedern 17 und 18 ortsbeweglich gelagert. Die Blattfedern 17 und 18 sind an einem Ende an der Halterung und am anderen Ende an einem Zwischenteil 19 aus Kunststoff befestigt. Der Zwischenteil 19 ist mittels einer Bolzenverbindung 21 am Gestell 1 befestigt. Die aus Kunststoff hergestellte ringförmige Halterung 7 ist mit einem zylinderförmigen Teil 23 versehen, auf dem eine ringförmige Spule 25 gewickelt ist. Die Spule 25 arbeitet mittels eines Luftspaltes mit einem ringförmigen radial magnetisierten Magneten 27 zusammen, der in einem am Gestell 1 befestigten ferromagnetischen zylindrischen Element 29 befestigt ist. Die Spule 25, der Magnet 27 und das Element 29 bilden ein Betätigungselement zum in der Fokussierrichtung Verschieben der Objektivlinse 9, wobei bei Erregung der Spule 25 die Halterung 7 beschränkte Bewegungen längs der Längsachse 7a, die sog. Fokussierungsbewegungen, durchführen kann.

Die Halterung 7 ist mit einer kugeligen oder spärischen Auflegefläche 31 versehen, auf der die Objektivlinse 9 befestigt ist. Dazu ist die eine optische Achse 9a aufweisende Objektivlinse 9 mit einem Auflegering 33 versehen, der mit Hilfe eines Klebers an der Auflegefläche 31 befestigt ist. Die Linse 9 und der Auflegering 33 können als ein einziger aus Kunststoff hergestellter Teil ausgebildet sein. Die Auflegefläche 31 der Halterung 7 ist durch ein angegossenes dünnwandiges Kugelsegment 35 der Halterung 7 gebildet und ist mit einem zentralen Fenster 37 versehen, das zugleich als Blende für die Linse 9 wirksam ist.

Die in den Fig. 2 und 3 dargestellte erfindungsgemäße Anordnung ist mit einem Chassis 41 versehen, in dem eine Antriebsspindel 47 mit einem Plattenteller 43 zum Auflegen des Aufzeichnungsträgers 13 und ein Schwenkarm gelagert ist, auf dem die Abtasteinheit nach Fig. 1 befestigt ist. Der Plattenteller 43 ist um eine Drehungsachse 47 drehbar, die sich parallel zu einer Schwenkachse 49 erstreckt, um die der Schwenkarm 45 in beschränkter Weise schwenkbar ist. Bei Schwenkung des Arms 45 ist die auf dem Schwenkarm 45 befestigte Abtasteinheit in einem in dem Chassis 41 eingesparten Schlitz 51 verschiebbar, wobei die Objektivlinse 9 zur Spurfolge zwischen einer inneren und einer äußeren Spur des scheibenförmigen Aufzeichnungsträgers verlagerbar ist. Der Schwenkarin 45, der in den Spurfolgekreis aufgenommen ist, ist mittels eines in dem Chassis 41 vorgesehenen Lagers 53 und eines über die Blattfeder an dem Chassis befestigten Lagers 57 schwenkbar gelagert. Für eine eingehende Beschreibung des Schwenkarms 45, sowie des Antriebs desselben sei auf die US Patentschrift 4,679,185 (durch Bezeichnung als hierin aufgenommen betrachtet) verwiesen.

Durch viele geringfügige Abweichungen, die bei der Fertigung der Anordnung und der erfindungsgemäßen Abtasteinheit entstehen, wird die Längsachse 7a der Halterung 7 in den meisten Fällen nicht genau senkrecht auf der der Objektivlinse 9 zugewandten Unterseite einer auf die Auflegefläche des Plattentellers 43 aufgelegten optischen Platte stehen. Die bei der Fertigung entstandenen Abweichungen können sich u.a. auf eine Krümmung des Chassis, eine Schieflage der Drehungsachse des Plattentellers, eine gegenseitige Verschiebung der die Halterung für die Objektivlinse tragenden Blattfedern und eine Schieflage der Schwenkachse des Schwenkarms beziehen. Festgelegt ist, daß im allgemeinen die Längsachse 7a der Halterung 7 gegenüber der Normalen auf dem der Objektivlinse 9 gegenüber liegenden Teil der Seite 13a des Aufzeichnungsträgers 13 geringen Kippwinkel aufweist, wobei der Kippunkt sich meistens in einem kleinen Gebiet um den in Fig. 1 dargesteflten Punkt Z herum befindet.

Bei der Herstellung der in den Fig. 2 und 3 dargestellten erfindungsgemäßen Anordnung wird von dem im Spitzgußverfahren erhaltenen Chassis 41 ausgegangen, in dem der Plattenteiler 43 und der Schwenkarn 45 möglichst genau befestigt werden. Danach wird das Gestell 1 der Abtasteinheit nach Fig. 1, in dem bereits die Strahlungsquelle 3, die doppelbrechende Platte 5, das Teilprisma 14, das Detektionssystem 16, der Magnet 27 und das zylinderförmige Element 29 vorgesehen sind und an dem bereits die Halterung 7 und die Blattfedern 17 und 18 befestigt sind, an einem Ende des Schwenkarms 45 montiert. Danach wird die Objektivlinse auf der kugeligen Auflegefläche 31 der Halterung 7 aufgeiegt, wobei die Krümmungsmitte mit dem vorbestimmten Punkt Z auf der Längsachse 7a der Halterung 7 zusammenfällt. Durch Verschiebung der Objektivlinse 9 über die ausreichend bemessene Auflegefläche 31 wird die Linse derart ausgerichtet, daß die optische Achse 9a senkrecht auf der der Objektivlinse 9 zugewandten Seite 13a des Aufzeichnungsträgers 13 steht. Danach wird der Auflegering 33 der Objektivlinse 9 mittels einer Klebschicht 9 mit der Auflegefläche 31 dauerhaft verbunden. Auf diese Weise ist eine Abtasteinheit erhalten worden, wobei die optische Achse 9a der Objektivlinse 9 nicht nur äußerst genau senkrecht auf der Seite 13a des Aufzeichnungsträgers 13 steht, sondern auch sich auf der Bündelachse 10 des Abtastbündels oder ganz nahe dran befindet.

Selbstverständlich beschränkt sich die Erfindung nicht auf die obenstehend beschriebenen Beispiele. So ist es im Rahmen der Erfindung möglich, die Abtasteinheit an einem geradlinig beweglichen Spurfolgemechanismus zu befestigen, der mit einem Schlitten statt des Schwenkarms versehen ist.


Anspruch[de]

1. Optische Abtasteinheit zum Abtasten einer Informationsspur m einem optisch auslesbaren Aufzeichnungsträger (13), wobei diese Abtasteinheit ein Gestell (1) und ein optisches System (3, 5, 9) zum Fokussieren eines von einer Strahlungsquelle (3) gelieferten Strahlungsbündels zu einem Abtastflecken auf einem Aufzeichnungsträger (13) und zum Abbilden des Abtastfleckens auf einem strahlungsempfindlichen Detektionssystem (15) aufweist, wobei dieses optische System eine gegenüber dem Gestell bewegliche Halterung (7) mit einer zentralen Längsachse (7A), sowie eine auf einer Auflegefläche (31) der Halterung befestigte Objektivlinse (9) mit einer optischen Achse (9A) aufweist, die sich im wenigstens wesentlichen parallel zu der Strahlungsachse des Strahlungsbündels erstreckt, dadurch gekennzeichnet, daß die gegenüber der Objektivlinse liegende Auflegefläche (31) der Halterung kugelig gekrümmt ist, wobei die Krümmungsmitte (2) sich auf der von der Objektivlinse abgewandten Seite der Auflegefläche befindet und wenigstens nahezu auf der genannten Längsachse (7A) der Halterung liegt.

2. Abtasteinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung mit einem angegossenen dünnwandigen Kugelsegment (35) versehen ist zum Bilden der genannten Auflegefläche (31).

3. Abtasteinheit nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung (7) und das Segment (35) ein nach dem Spitzgußverfren erzeugtes Produkt bilden.

4. Abtasteinheit nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Segment (35) ein zentrales Fenster (37) aufweist zum Bilden einer Apertur für die Linse.

5. Abtasteinheit nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Objektivlinse (9) mit einem zylinderförmigen Auflegering (33) versehen ist, der durch einen Kleber an der spärisch gekrümmten Auflegefläche (31) befestigt ist.

6. Abtasteinheit nach Anspruch 1, 2, 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Krümmungsmitte (Z) der Auflegefläche (31) wenigstens in der Nähe eines virtuellen Kippunktes der Halterung liegt, die durch eine Bezugsebene bestimmt wird, die dem abzutastenden Aufzeichnungsträger zugeordnet ist.

7. Abtasteinheit nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die kugelig gekrümmte Auflegefläche (31) der Halterung ausreichend groß bemessen ist um bei der Fertigung der Abtasteinheit die Objektivlinse (9) durch Verschiebung über die Auflegefläche in eine erwünschte Lage zu bringen.

8. Anordnung zum Einschreiben und/oder Auslesen einer Informationsspur in einem optisch auslesbaren Aufzeichnungsträger (13), wobei diese Anordnung mit einer Antriebsspindel (47) für den scheibenförmigen Aufzeichnungsträger (13) und mit einem Spurfolgemechanismus versehen ist, an dem die Abtasteinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 7 befestigt ist.

9. Verfahren zum Herstellen der optischen Abtasteinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 7, der Anordnung, wobei die Strahlungsquelle (3) und das strahlungsempfindliche Detektionssystem (15) ortsfest und die Halterung (7) für die Objektivlinse (9) ortsbeweglich am Gestell (1) befestigt werden, dadurch gekennzeichnet, daß nachdem die Halterung (7) mit dem Gestell (1) verbunden ist, die Objektivlinse (9) auf die kugelig gekrümmte Oberfläche (31) gelegt wird, wonach die Objektivlinse (9) durch Verschiebung über die Auflegefläche gegenüber einer der Lage des abzutastenden Aufzeichnungsträgers zugeordneten Bezugsebene ausgerichtet und danach festgeklebt wird.

10. Verfahren zum herstellen der Anordnung nach Anspruch 8, wobei die Strahlungsquelle (3) und das strahlungsempfindliche Detektionssystem (15) ortsfest und das gestell (1) der Abtasteinheit und die Halterung (7) für die Objektivlinse (9) ortsbeweglich an dem genannten Gestell befestigt werden, und wobei das Gestell (1) der Abtutheit am Spurfolgemechanismus befestigt ist, der in einem Chassis (41) der Anordnung vorgesehen ist, wobei die Antriebsspindel (47) ebenfalls in dem genannten Chassis vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß nachdem das Gestell (1) der Abtasteinheit an dem Chassis (41) der Anordnung und die Halterung (7) mit dem Gestell (1) verbunden ist, die Objektivlinse (9) auf die kugelig gekrümmte Oberfläche (31) gelegt wird, wonach die Objektivlinse (9) durch Verschiebung über die Auflegefläche (31) gegenüber einer der Lage des abzutastenden Aufzeichnungsträgers zugeordneten Bezugsebene ausgerichtet und danach festgeklebt wird.







IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com