Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum
Herstellen von Hefe-Extrakt und spezieller ein Verfahren zum
Herstellen von Hefe-Extrakt, der als Würzmittel für
Lebensmittel, Nährstoffanreicherung für Lebensmittel, Medium zum
Züchten von Mikroorganismen usw. verwendet werden kann.
Stand der Technik
Hefe-Extrakt hat ähnlich wie Fleisch-Extrakt, Gemüse-Extrakt,
Fisch-Extrakt usw. einen komplizierten Geschmack und Aroma,
das nicht durch chemisches Würzen erzielt werden kann, und
ist deshalb viel als Lebensmittelwürze verwendet worden.
Zusätzlich ist Hefe-Extrakt reich an Nährstoffkomponenten
und ist auch in weitem Maße zur Nährstoffanreicherung oder
als ein Bestandteil für Zuchtmedien für verschiedene
Mikroorganismen verwendet worden.
Hefe-Extrakt dieser Art ist bisher durch Autolyse,
Zersetzung mit Enzym, chemische Zersetzung mit Säuren, Alkalien,
Salzen usw. hergestellt worden und ist durch die
jeweiligen Verfahren gekennzeichnet.
Entsprechend der Autolyse wird die Enzymkraft, die
Hefezellen per se besitzen, ausgenutzt, so daß je frischer die
Hefezellen sind, desto schwieriger Autolyse eintritt.
Weiterhin ist die Wirkung niedrig und ihre Ausbeute ist
gering, aber dieses Verfahren ist durch einen
hervorragenden Geschmack gekennzeichnet.
Zum Beschleunigen der Autolyse werden hauptsächlich
organische Lösungsmittel wie Ethylacetat, Toluol usw.
verwendet. Zusätzlich sind auch andere Verfahren ausprobiert
worden, wie Zersetzung mit Enzym, bei der Enzym, das von
Schimmelpilzen, Bakterien oder dergleichen erhalten wird,
hinzugegeben wird, Zugabe von physiologischer
Kochsalzlösung in einer hohen Konzentration usw.
Probleme, die von der Erfindung gelöst werden sollen
Bei diesen Verfahren gemäß dem Stand der Technik werden
jedoch einige Substanzen, die zum Beschleunigen der
Autolyse verwendet werden, nicht von natürlich auftretenden
Substanzen abgeleitet, und die entstehenden Produkte sind
nicht hinreichend zufriedenstellend im Geschmack und im
Aroma, die Hefe-Extrakt an sich besitzt, obgleich die
Ausbeute gut ist, da das Verfahren die erzwungene Verdauung
von Hefezellen einschließt. Darüber hinaus erfordert Hefe-
Extrakt, zu dem ein Beschleuniger zur Verdauung (Digestion)
hinzugegeben worden ist, Stufen der Verdampfung oder
Abtrennung von Lösungsmittel, Entsalzung von Salzen usw.
und erfordert demzufolge komplizierte Verfahrensschritte.
Darüber hinaus ist es auch nachteilig insofern, als
abhängig von Zusatzstoffen die Brauchbarkeit als
Lebensmittelwürze eingeschränkt ist. Mit anderen Worten, verschiedene
Verfahren zum Herstellen von Hefe-Extrakt sind bisher
bekannt, aber wenn es gewünscht wird, daß natürliche
Substanzen hergestellt werden, sind die Verfahren dafür nicht
zufriedenstellend, da die Ausbeute schlecht ist und die
Kosten hoch sind. Die Zugabe eines Beschleunigungsmittels
für Verdauung (Digestion) von Hefe wirft ein Problem
insofern auf, als die obenbeschriebenen Mängel beteiligt sind.
Mittel zum Lösen der Probleme
Als ein Ergebnis ausgedehnter Experimente und
Untersuchungen, um die obenbeschriebenen Probleme zu lösen, die bei
Verfahren zum Herstellen von Hefe-Extrakt vom Stand der
Technik auftreten, und um Hefe-Extrakt mit gutem Geschmack
und gutem Aroma in hoher Ausbeute herzustellen, haben die
Erfinder der vorliegenden Erfindung die vorliegende Erfindung
fertigstellen können.
Der Gedanke der vorliegenden Erfindung liegt in der Zugabe
von Chitosan zu Hefe als einem Ausgangsmaterial beim
Herstellen von Hefe-Extrakt. Die vorliegende Erfindung
bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen von Hefe-Extrakt,
das dadurch gekennzeichnet ist, daß 0,01 bis 3 Gew.-%
Chitosan zu lebender Hefe als einem Ausgangsmaterial
hinzugegeben werden.
Die vorliegende Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum
Herstellen von Hefe-Extrakt, das dadurch gekennzeichnet ist,
daß 0,01 bis 3 Gew.-% Chitosan zu lebender Hefe
hinzugegeben werden, um Autolyse in dem pH-Bereich von 2,5 bis 7,5
bei 30 bis 54ºC über 10 bis 20 Stunden zu bewirken.
Chitosan wird aus Schalen von Krustentieren wie Krabben,
Garnelen, Krill usw., Insekten, Pilzen, Zellwänden oder
dergleichen, in denen Chitosan als Komplexe mit Kalzium
oder Protein vorhanden ist, erhalten. Chitosan hat eine
Struktur ähnlich der Zellulose, die durch Pflanzen auf
Massenbasis produziert wird. Chitosan ist eine natürlich
vorkommende Substanz, die in jüngster Zeit für
Abfallbehandlung als ein hochmolekulares Flockungsmittel, als ein
Haarpflegemittel für Kosmetika, für medizinische
Arzneimittel für Hämostase oder zum Behandeln von Wunden usw.
und als andere Lebensmittelmaterialien wie als ein eßbarer
Film oder eßbare Folie, ein Dickungsmittel, ein
Emulsionsstabilisator usw. verwendet worden ist.
Gemäß der vorliegenden Erfindung sind die Probleme beim
Stand der Technik dadurch gelöst worden, daß Chitosan zu
Hefe bei der Herstellung von Hefe-Extrakt hinzugegeben
wurde.
Hefe, die bei der vorliegenden Erfindung verwendet wird,
umfaßt nicht nur eßbare Hefen, die zu der Art
Saccharomyces und der Art Pichia gehören, sondern auch sogenannte
wilde Hefen.
Die vorliegende Erfindung ist gekennzeichnet durch die
Zugabe von Chitosan hauptsächlich zu diesen Hefen, um
Autolyse zu bewirken.
Die vorgenannte Zugabemenge von Chitosan wird geeignet
gesteuert in Abhängigkeit von Feuchtigkeitsgehalt,
Viskosität, Molekulargewicht, Entacetylierungsrate usw., aber
seine Zugabemenge liegt in dem Bereich von 0,01 bis 3 %,
bezogen auf Rohhefe (lebende Hefe). Wenn die Menge kleiner
als 0,01 % ist, entsteht keine Wirkung, und dies ist somit
ungeeignet. Weiterhin, selbst wenn die Menge größer als 3%
ist, wachsen die Kosten einfach an, aber die Wirkung ist
nicht größer und somit ist dies ungeeignet. Deshalb ist es
am meisten zu bevorzugen, daß die Zugabemenge in dem
Bereich von 0,05% bis 2% liegt. Die Zugabe innerhalb dieses
Bereiches liefert auch den effektivsten Wirkungsgrad
bezüglich der Kosten.
Bei der Verwendung von Chitosan wird es bevorzugt, daß das
Chitosan vorher in einer Säure wie Essigsäure,
Zitronensäure, Tartarinsäure usw. aufgelöst wird.
Es wird bevorzugt, daß nach der Zugabe einer
Chitosanlösung zu einer Suspension von lebender Hefe das Gemisch bei
pH 2,5 bis 7,5 bei 30 bis 54ºC über 10 bis 20 Stunden
gerührt wird oder unter diesen Bedingungen stehengelassen
wird, um Autolyse zu bewirken.
Die Autolyse-Lösung von Hefe wird zentrifugiert, und der
entstehende Überstand wird konzentriert so, wie er ist,
oder wird durch Sprühtrocknung getrocknet usw., was
dadurch zu einem pastenartigen Hefe-Extrakt oder
pulverförmigen Hefe-Extrakt führt.
Funktion
Wenn Chitosan bei der Herstellung von Hefe-Extrakt
zugegeben wird, ist der Mechanismus noch nicht exakt bekannt
bezüglich der Frage, wie dieses Chitosan auf Hefe als ein
Ausgangsmaterial wirkt. Es ist jedoch experimentell
bestätigt worden, daß Chitosan als ein Beschleuniger für
Autolyse von Hefe wirkt, um Hefe-Extrakt in hoher Ausbeute
zu liefern, und das Verfahren weist hervorragende Vorteile
auf, weil bei der Herstellung von Hefe-Extrakt gemäß der
vorliegenden Erfindung komplizierte
Betriebsverfahrensschritte wie Entsalzen oder Destillation, Entfernung von
Lösungsmittel usw. wie bei den Verfahren vom Stand der
Technik unnötig sind.
Als nächstes werden Testbeispiele und Beispiele für die
vorliegende Erfindung angegeben.
Testbeispiel 1
In 4 Behältern wurden jeweils 100 g komprimierte
Bäckerhefe in 100 ml Wasser dispergiert, und eine Lösung von
20 g Chitosan in 20 g Eisessigsäure wurde zu der
Suspension in Zugabemengen des Chitosans von 0,2%, 0,5% und 1,0%
in einem Gewichtsverhältnis hinzugegeben. In
Extraktionszeiten von 0 bis 20 Stunden wurden pH und Ausbeute an
Hefe-Extrakt geprüft. Eine Behandlungstemperatur lag in all
den Fällen bei 45ºC.
Zur Kontrolle wurden 2% Toluol hinzugegeben und die
Verfahren wurden durchgeführt.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 unten angegeben.
Tabelle 1
Toluol
Chitosan
Extraktion
Ausbeute
Testbeispiel 2
Die Änderung im pH und in der Ausbeute wurde geprüft, indem
die Behandlungstemperatur auf 45ºC, 50ºC und 55ºC variiert
wurde, die anderen Bedingungen jedoch die gleichen wie in
dem Testbeispiel 1 blieben.
Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle 2 angegeben.
Tabelle 2
Toluol
Chitosan
Extraktion
Temp.
Ausbeute
Testbeispiel 3
Die Änderung in dem endgültigen pH und der Ausbeute wurde
geprüft, indem die Menge der Essigsäure in der Lösung von
Chitosan und Essigsäure variiert wurde und der Anfangs-pH
variiert wurde, aber die Zugabemenge von Chitosan gleich
blieb, und zwar 0,2% und die anderen Bedingungen die
gleichen wie in Testbeispiel 1 waren.
Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle 3 angegeben.
Tabelle 3
Toluol
Chitosan
Anfangs-pH
End-pH
Ausbeute
Beispiel 1
In 1 Liter Wasser wurde 1 kg komprimierte Bäckerhefe (300
g getrocknete Hefe) dispergiert, um einen Hefecreme
herzustellen. Nachdem 20 g Chitosan (hergestellt von Yaizu
Fisheries Chemical Co., Ltd.) vorher in 20 g Eisessigsäure
aufgelöst worden waren, wurde die Lösung zu dem vorstehend
beschriebenen Hefecreme unter Rühren hinzugegeben. Der pH
und die Temperatur dieses Hefecremes wurden auf 5,5 und
45ºC eingestellt, und die Hefe wurde 18 Stunden lang unter
Rühren autolysiert.
Die Autolyse-Lösung dieser Hefe wurde in eine
Zentrifugiermaschine so, wie sie war, eingebracht, und der Überstand
wurde rückgewonnen und sprühgetrocknet, um 150 g
Hefe-Extraktpulver zu liefern.
Das entstandene Hefe-Extraktpulver wurde als Rohmaterial
für Pulversuppe verwendet, wobei Suppe mit einem guten
Aroma erhalten wurde.
Beispiel 2
In 1 Liter Wasser wurde 1 kg komprimierte Brauerei-Hefe
(300 g getrocknete Hefe) dispergiert, um Hefecreme
herzustellen. Nachdem 15 g Chitosan (hergestellt von Shin-Nippon
Chemical Co., Ltd.) vorher in 20 g 10%iger
Zitronensäurelösung aufgelöst worden waren, wurde die entstandene Lösung
zu dem obenbeschriebenen Hefecreme unter Rühren
hinzugegeben. Der pH und die Temperatur dieses Hefecremes wurden
auf 5,0 und 45ºC eingestellt, und die Hefe wurde über 15
Stunden unter Rühren autolysiert.
Die Autolyse-Lösung dieser Hefe wurde in eine
Zentrifugiermaschine so, wie sie war, eingebracht, und der Überstand
wurde rückgewonnen und konzentriert, um 300 g
Hefe-Extraktpaste zu liefern. Die Paste war hervorragend wie in dem
obenbeschriebenen Beispiel 1.
Wirkungen der Erfindung
Die vorliegende Erfindung ist aufgebaut, wie es oben
beschrieben wurde, und zeigt die nachstehend beschriebenen
Wirkungen.
Durch Zugabe von Chitosan bei der Herstellung von
Hefe-Extrakt wirkt Chitosan als ein Beschleuniger für Autolyse
von Hefe, so daß Hefe-Extrakt in hoher Ausbeute erhalten
werden kann. Dieses Chitosan ist eine natürlich
vorkommende Substanz und erfordert keine Nachbehandlungen wie
Abtrennung oder Entsalzungsbehandlungen, wie sie im Falle
herkömmlicher Beschleuniger erforderlich sind, und die
Herstellungsverfahrensschritte können auf diese Weise
vereinfacht werden. Außerdem liefert die Tatsache, daß Chitosan
eine natürlich vorkommende Substanz ist, einen großen
Vorteil, da man den erhaltenen Hefe-Extrakt sicher essen kann.
Anspruch[de]
1. Ein Verfahren zum Herstellen von Hefeextrakt, das umfaßt,
daß Chitosan zu einem Gemisch aus lebender Hefe und Wasser
hinzugegeben wird, um ein Verhältnis von 0,01 bis etwa
3 Gewichtsprozent Chitosan zu lebender Hefe herzustellen;
die Hefe Autolyse in einem pH-Bereich von 2,5 bis 7,5
bei 300 bis 54ºC und über 10 bis 20 Stunden durchlaufen
gelassen wird, um ein Autolysat zu bilden;
Feststoffe von dem Autolysat abgetrennt werden, um einen
Überstand zu erhalten; und
der Überstand konzentriert oder getrocknet wird.
2. Das Verfahren zum Herstellen von Hefeextrakt nach Anspruch 1,
bei dem die Autolyse der Hefe unter Rühren durchgeführt wird.
3. Das Verfahren zum Herstellen von Hefeextrakt nach Anspruch 1,
bei dem das Abtrennen durch Zentrifugieren durchgeführt
wird.
4. Ein Verfahren zum Herstellen von Hefeextrakt nach Anspruch 1,
das umfaßt:
daß eine saure Lösung von Chitosan zu einem Gemisch von
lebender Hefe und Wasser hinzugegeben wird, wobei ein
Verhältnis von 0,01 bis etwa 3 Gewichtsprozent Chitosan zu
lebender Hefe verwendet wird;
die Hefe Autolyse in dem pH-Bereich von 2,5 bis 7,5 bei 30º
bis 54ºC über 10 bis 20 Stunden durchlaufen gelassen wird,
um ein Autolysat zu bilden;
Feststoffe von dem Autolysat abgetrennt werden, um einen
Überstand zu erhalten; und
der Überstand konzentriert oder getrocknet wird.
5. Das Verfahren zum Herstellen von Hefeextrakt nach Anspruch 4,
bei dem die Autolyse der Hefe unter Rühren durchgeführt wird.
6. Das Verfahren zum Herstellen von Hefeextrakt nach Anspruch 4,
bei dem das Abtrennen durch Zentrifugieren durchgeführt wird.