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Dokumentenidentifikation DE3329890C2 22.12.1994
Titel Magnetbandkassette
Anmelder Fuji Photo Film Co., Ltd., Minami-ashigara, Kanagawa, JP
Erfinder Kengo, Oishi, Odawara, Kanagawa, JP;
Osamu, Suzuki, Odawara, Kanagawa, JP
Vertreter Grünecker, A., Dipl.-Ing.; Kinkeldey, H., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Stockmair, W., Dipl.-Ing. Dr.-Ing. Ae.E. Cal Tech; Schumann, K., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Jakob, P., Dipl.-Ing.; Bezold, G., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Meister, W., Dipl.-Ing.; Hilgers, H., Dipl.-Ing.; Meyer-Plath, H., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., Pat.-Anwälte, 80538 München
DE-Anmeldedatum 18.08.1983
DE-Aktenzeichen 3329890
Offenlegungstag 23.02.1984
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 22.12.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.12.1994
IPC-Hauptklasse G11B 23/04

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Magnetbandkassette mit zwischen einem oberen Kassettenteil und einem unteren Kassettenteil angeordneten Bandspulen, wobei die Bandspulen auf dem unteren Kassettenteil aufgenommen sind, und mit einer zwischen den Bandspulen und dem oberen Kassettenteil angeordneten Spulenhalterungsplatte mit gegen die Bandspulen anliegenden, die Bandspulen herabdrückenden, gegenüberliegenden Endbereichen.

Eine Magnetbandkassette mit diesen Merkmalen ist aus der US 4,091,426 bekannt. Bei dieser bekannten Magnetbandkassette ist in einem sich von dem unteren Kassettenteil erstreckenden Teil ein durch das untere Kassettenteil hindurch zugänglicher Kanal für die Aufnahme eines lichtemittierenden Elements gebildet und der Kanal weist Lichtaustrittsöffnungen auf. Das Lichtemissionselement ist Teil einer das transparente Bandende erfassenden Lichtschrankeneinrichtung, deren Lichtempfangselemente außerhalb der Kassette angeordnet sind, und die durch das transparente Bandende und Öffnungen in der Außenwand der Kassette hindurchtretendes Licht, das von dem lichtemittierenden Element ausgesandt worden ist, empfangen.

Bisher drückt bei einer Video-Bandkassette eine Spulenhalterungsplatte die mittleren Bereiche der Naben der Spulen in geeigneter Weise nach unten, damit sich die Spulen glatt und stoßfrei drehen können und damit das Band gleichmäßig transportiert wird; auf diese Weise wird eine hohe Bild- Aufzeichnungs- und -Wiedergabequalität der Kassette gewährleistet. Die Spulenhalterungsplatte ist aus einem elastischen Material hergestellt und an der oberen Kassettenhälfte angebracht. Die Platte oder ihre Kontaktbereiche sind in Richtung der die Spule nach unten drückenden Kraft gebogen und werden in Kontakt mit den Oberseiten der Naben gebracht. Die Endbereiche der Spulenhalterungsplatte sind üblicherweise verbogen und üben einen leichten Druck auf die Oberseiten der Naben aus.

Fig. 1 zeigt eine herkömmliche Spulenhalterungsplatte 3, die ähnlich einem Ausleger von der oberen Kassetten-Hälfte getragen wird. Bei dieser Konstruktion muß jedoch die Platte starr an der oberen Kassettenhälfte befestigt sein; zu diesem Zweck wird die Platte an den beiden Punkten 7 durch Ausüben eines Drucks, Wärmewirkung, Wirkung eines Klebstoffs oder ein Ultraschallschweißverfahren befestigt. Wenn die Platte 3 nicht sicher und zuverlässig an den beiden Punkten 7 angebracht ist, kommt es zu einem unerwünschten Spiel der Platte 3, also einer Bewegung um ihre Ruhelage. Als Ergebnis hiervon wird jedoch die Kraft, die die Endbereiche 11 der Platte 3 auf die Naben ausüben, unregelmäßig. Dies hat wiederum einen ungünstigen Effekt auf die Positionierung und die Laufgeschwindigkeit des Bandes bei seinem Transport von Spule zu Spule, so daß die Bild-Aufzeichnungs- und Wiedergabe-Eigenschaften ungünstig beeinflußt werden. Außerdem kann das Band nicht einwandfrei aufgewickelt werden. Insbesondere bei kleinen Video-Bandkassetten steht nur sehr wenig Raum für die Befestigung der Spulenhalterungsplatte zur Verfügung, so daß sich die oben erwähnten Probleme besonders stark bemerkbar machen; insbesondere in diesem Fall muß die Spulenhalterungsplatte sehr sorgfältig und exakt montiert werden.

Magnetbandkassetten der eingangs erwähnten Art mit einer am oberen Kassettenteil befestigten Halterungsplatte, wie vorangehend beschrieben, gehen aus der DE 31 48 080 A1 hervor. In diesen bekannten Magnetbandkassetten werden Halterungsplatten aus einem Federmaterial verwendet.

Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Magnetbandkassette mit den eingangs erwähnten Merkmalen zu schaffen, bei der eine genaue Bandführung und damit eine hohe Wiedergabequalität gewährleistet ist.

Die diese Aufgabe lösende Magnetbandkassette nach der vorliegenden Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß ein sich von dem unteren Kassettenteil erstreckendes, gegen das obere Kassettenteil vorstehendes Halterungsteil vorgesehen ist, daß das Halterungsteil an seinem oberen Ende mit Nuten versehen ist, daß die Nuten mit Vorsprüngen, die sich von einem zentralen Bereich der Spulenhalterungsplatte erstrecken, im Eingriff stehen, und daß die Halterungsplatte in ihrem zentralen Bereich zwischen dem Halterungsteil und dem oberen Kassettenteil gehalten ist.

Durch diese erfindungsgemäße Lösung läßt sich eine genaue Bandführung erreichen, indem die Spulenhalterungsplatte zwischen dem vorstehenden Teil und dem oberen Kassettenteil ohne nachteiliges Spiel exakt gehaltert werden kann, so daß das der genauen Bandführung dienende Herabdrücken der Spulen mit hoher Gleichmäßigkeit möglich ist. Die Montage der erfindungsgemäßen Spulenhalterungsplatte ist sehr einfach, da die Halterungsplatte beim Zusammensetzen der Magnetbandkassette nur auf das sich von dem unteren Kassettenteil erstreckende Teil aufgesetzt zu werden braucht. Gesonderte Befestigungsmaßnahmen, insbesondere Befestigungen an dem oberen Kassettenteil können entfallen.

In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist in dem sich von dem unteren Kassettenteil erstreckenden Teil ein Lichtaustrittsöffnungen aufweisender Kanal für die Einführung eines lichtemittierenden Elements gebildet, das einen Teil einer Lichtschranke zur Feststellung des Bandendes, wie sie aus der US 4,091,426 bekannt ist, bildet.

Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.

Vorteilhaft wird ein Einführungsloch vorgesehen, durch das das Licht emittierende Element einer Lichtschranke eingeführt werden kann; dieses Einführungsloch befindet sich in einem zentralen Bereich der unteren Vorderseite einer herkömmlichen Magnetbandkassette. Wenn eine solche Video-Magnetband-Kassette in ein Video-Bandaufzeichnungsgerät (VTR = video tape recorder) eingesetzt wird, wird von der Seite des Video-Bandaufzeichnungsgerätes ein Licht emittierendes Element 9 über das Einführungsloch in das Innere der Magnetbandkassette eingesetzt. Bei der Benutzung dieser Video-Magnetbandkassette bestrahlt das von dem Licht emittierenden Element abgegebene Licht den Teil des Bandes in der Nähe der Spulen durch Schlitze, die in der Wand des Einführungslochs vorgesehen sind. Beispielsweise wird nach dem Ende einer Aufzeichnung oder einer Wiedergabe ein Vorlaufstreifen, der transparent oder halbtransparent ist und sich am Ende des Bandes befindet, herausgezogen. In diesem Fall wird durch die Schlitze 15, das Vorlaufband und Öffnungen 12, die in der Seitenwand der oberen Kassetten-Hälfte vorgesehen sind, das Licht durch ein Lichtempfangselement festgestellt, welches sich auf der Seite des Video-Bandaufzeichnungsgerätes befindet, um dadurch den Bandlauf automatisch zu beenden.

Die Wände des Einführungsloches dienen auch dazu, die Spulenhalterungsplatte mittels Nuten und Vorsprüngen, die miteinander in Eingriff kommen, sicher und zuverlässig in einer genau definierten Stellung zu halten.

Die vorliegende Erfindung schafft also die sichere und zuverlässige Befestigung einer Spulenhalterungsplatte sowie eine Magnetbandkassette mit sehr guten Laufeigenschaften.

In einem Ausführungsbeispiel weist die Magnetbandkassette nach der vorliegenden Erfindung die folgenden Einzelteile auf: Eine untere Kassettenhälfte, die ein Einführungsloch für ein Licht emittierendes Element enthält; eine obere Kassettenhälfte, die an der unteren Kassettenhälfte angebracht ist; eine Bandzuführspule und eine Bandaufwickelspule, die nebeneinander in der Kassette angeordnet sind; und eine aus einem elastischen Material hergestellte Spulenhalterungsplatte, welche die Oberseiten der Naben der Spulen nach unten drückt. Das Einführungsloch für das Licht emittierende Elemente hat eine zylindrische Wand, die mehrere, in senkrechter bzw. vertikaler Richtung verlaufende Nuten enthält; die Spulenhalterungsplatte weist mehrere Vorsprünge in ihrem mittleren Bereich auf, die mit den Nuten in Eingriff kommen, so daß der zentrale Bereich der Spulenhalterungsplatte zwischen der oberen Oberfläche der zylindrischen Wand und der Innenwand der oberen Kassettenhälfte fixiert wird.

Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beiliegenden, schematischen Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen

Fig. 1 eine Draufsicht auf die obere Hälfte einer herkömmlichen Video-Magnetbandkassette,

Fig. 2 eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer Magnetbandkassette nach der vorliegenden Erfindung in Explosions-Darstellung, und

Fig. 3 einen Schnitt durch die wesentlichen Teile der Magnetbandkassette nach Fig. 2.

Eine Ausführungsform einer Magnetbandkassette nach der vorliegenden Erfindung wird unter Bezugnahme auf die Fig. 2 und 3 beschrieben. Dabei zeigt die Fig. 2 in Explosions-Darstellung eine bevorzugte Ausführungsform einer Kassette nach der vorliegenden Erfindung, während Fig. 3 einen Schnitt durch die wesentlichen Bauteile der Kassette nach Fig. 2 darstellt.

Wie man aus diesen Figuren entnehmen kann, werden zwei Bandspulen 4 in der unteren Kassettenhälfte 2 aufgenommen. Gegenüber den Spulen ist eine Spulenhalterungsplatte 3a angebracht. Eine zylindrische Wand 8 eines Einführungsloches 6 für ein Licht emittierendes Element 9 einer Lichtschranke oder allgemeiner eines photoelektrischen Wandlers befindet sich in der unteren Kassettenhälfte 2 und dient als Lager für die Befestigung der Spulenhalterungsplatte 3a. Als Licht emittierendes Element 9 wird zweckmäßigerweise eine Licht emittierende Diode (LED) verwendet.

Die zylindrische Wand 8 ist einstückig mit dem Bodenbereich 2a der unteren Kassettenhälfte ausgebildet; die Spulenhalterungsplatte 3a enthält Vorsprünge 3b, die mit vorderen und hinteren Nuten 8a in Eingriff kommen, die in die äußere Oberfläche der zylindrischen Wand eingeschnitten sind, so daß sich die Platte 3a sicher und zuverlässig montieren läßt. Zwei Schlitze 15 in der Wand 8 und eine Öffnung zur Seite der Kassette hin ermöglicht den Durchtritt von Licht durch diese Öffnungen zu Öffnungen 12, hinter denen in dem Video-Bandaufzeichnungsgerät Lichtempfangselemente angeordnet sind. Das Licht emittierende Element 9 und die Lichtempfangselemente in dem Video-Bandaufzeichnungsgerät bilden gemeinsam eine Lichtschranke für die Feststellung des Bandendes. Die obere Kassettenhälfte 1a wird über der Platte 3a angeordnet; die obere und die untere Kassettenhälfte werden durch Schrauben oder ähnliche Befestigungselemente fest miteinander verbunden.

Die Spulenhalterungsplatte 3a befindet sich in der gewünschten Lage, wenn die Vorsprünge 3b mit den Nuten 8a in Eingriff kommen; wie in Fig. 3 dargestellt ist, wird die Spulenhalterungsplatte zwischen der oberen Oberfläche der zylindrischen Wand 8 und der Innenwand 5 der oberen Kassettenhälfte 1a gehalten, so daß die Endbereiche 11a jeweils die Oberseiten 10 der Spulen 4 herunterdrücken. Wenn die Einrichtung für die Verbindung der oberen und unteren Kassettenhälfte miteinander in der Nähe des Einführungsloches für das Licht emittierende Element 9 vorgesehen ist, ergibt sich eine besonders günstige und zuverlässige Befestigung der Spulenhalterungsplatte 3a.

D. h. also, daß ein Teil der Spulenhalterungsplatte 3a mit Hilfe von Befestigungselementen, wie beispielsweise von Schrauben, gehalten werden kann, die sich in der Nähe des Einführungsloches für das Licht emittierende Element befinden; diese Schrauben kommen in Schraubenstiften oder Rippen 13 mit Gewindelöchern 13a in Eingriff.

Bei der Magnetbandkassette nach der vorliegenden Erfindung wird die zylindrische Wand des Einführungsloches für das Licht emittierende Element als Befestigung für die Spulenhalterungsplatte benutzt. Deshalb ist bei der Magnetbandkassette nach der vorliegenden Erfindung der Raum, der für den Einbau der Spulenhalterungsplatte benötigt wird, kleiner als bei einer herkömmlichen Magnetbandkassette; trotzdem wird die Spulenhalterungsplatte sicherer und zuverlässiger gehalten als bei herkömmlichen Ausführungsformen. Dieses sehr positive Ergebnis macht sich inbesondere dann bemerkbar, wenn kleine Video-Magnetbandkassetten hergestellt werden sollen.


Anspruch[de]
  1. 1. Magnetbandkassette mit zwischen einem oberen Kassettenteil und einem unteren Kassettenteil angeordneten Bandspulen (4), wobei die Bandspulen auf dem unteren Kassettenteil aufgenommen sind, und mit einer zwischen den Bandspulen und dem oberen Kassettenteil angeordneten Spulenhalterungsplatte mit gegen die Bandspulen anliegenden, die Bandspulen herabdrückenden, gegenüberliegenden Endbereichen (11a), dadurch gekennzeichnet, daß ein sich von dem unteren Kassettenteil (2) erstreckendes, gegen das obere Kassettenteil (1a) vorstehendes Halterungsteil (8) vorgesehen ist,

    daß das Halterungsteil an seinem oberen Ende mit Nuten (8a) versehen ist,

    daß die Nuten mit Vorsprüngen (3b), die sich von einem zentralen Bereich der Spulenhalterungsplatte erstrecken, im Eingriff stehen, und

    daß die Halterungsplatte in ihrem zentralen Bereich zwischen dem Halterungsteil und dem oberen Kassettenteil gehalten ist.
  2. 2. Kassette nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Halterungsteil ein durch den unteren Kassettenteil zugänglicher, Lichtaustrittsöffnungen aufweisender Kanal (6) für die Einführung eines lichtemittierenden Elements (9) ausgebildet ist.
  3. 3. Kassette nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das sich von dem unteren Kassettenteil erstreckende Halterungsteil zylindrisch ausgebildet ist.
  4. 4. Kassette nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Halterungsteil (8) als Lichtaustrittsöffnungen wenigstens einen durchlaufenden Schlitz (15) enthält, und daß wenigstens eines der Kassettenteile eine Öffnung für die Durchführung des von dem Lichtelement durch den Schlitz (15) emittierten Lichts zu einem hinter der Öffnung angeordneten Lichtempfangselement aufweist, wenn die Kassette das Ende des Bandes erreicht.
  5. 5. Kassette nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Spulenhalterungsplatte (3a) aus einem elastischen Material hergestellt ist.
  6. 6. Kassette nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in der Nähe des Teils (8) ein Gewindeloch (13a) aufweisende Verbindungsstege (13) für die Verbindung des oberen und unteren Kassettenteils vorgesehen sind.
  7. 7. Kassette nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Verbindungsstege (13) von dem unteren Kassettenteil (2) aus erstrecken.






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