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Dokumentenidentifikation DE3410639C2 22.12.1994
Titel Farbphotographisches Silberhalogenidaufzeichnungsmaterial
Anmelder Konica Corp., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Yamada, Yoshitaka, Hino, Tokio/Tokyo, JP;
Iijima, Toshifumi, Kokubunji, Tokio/Tokyo, JP;
Iijima, Kenji, Hachioji, Tokio/Tokyo, JP;
Kamio, Takashi, Hachioji, Tokio/Tokyo, JP;
Shimura, Shinya, Hachioji, Tokio/Tokyo, JP
Vertreter Türk, D., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Gille, C., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 40593 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 23.03.1984
DE-Aktenzeichen 3410639
Offenlegungstag 04.10.1984
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 22.12.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.12.1994
IPC-Hauptklasse G03C 7/20
IPC-Nebenklasse G03C 7/38   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein farbphotographisches Silberhalogenidaufzeichnungsmaterial mit einer hohen Empfindlichkeit, das Bilder mit einer hohen Qualität liefern kann, sie betrifft insbesondere ein farbphotographisches Silberhalogenidaufzeichnungsmaterial, das eine ausgezeichnete Bildschärfe, Körnigkeit und einen ausgezeichneten Zwischenbildeffekt sowie eine hohe Empfindlichkeit aufweist.

Von farbphotographischen Silberhalogenidaufzeichnungsmaterialien (nachstehend als "lichtempfindliches Material" bezeichnet) wird heute gefordert, daß sie eine hohe Empfindlichkeit aufweisen und eine ausgezeichnete Bildqualität liefern. Insbesondere in den letzten Jahren besteht ein stark zunehmender Bedarf nach einem lichtempfindlichen Material mit einer höheren Empfindlichkeit und einer noch besseren Bildschärfe, Körnigkeit und Zwischenbildeffekt, da die photographischen Aufnahmen in Räumen unter ungünstigen Raumbeleuchtungsbedingungen zunehmen und bei dem lichtempfindlichen Material für die Verwendung in der Photographie die Neigung zur Verkleinerung des Formats besteht. Bisher war es jedoch sehr schwierig, gleichzeitig sowohl die gewünschten Verbesserungen in bezug auf die Empfindlichkeit als auch in bezug auf die Bildqualität zu befriedigen.

Um bei lichtempfindlichen Materialien die Empfindlichkeit und dgl. zu verbessern, ist beispielsweise die folgende Methode bekannt: In einem lichtempfindlichen Material mit einem Träger und darauf aufgebrachten rotempfindlichen, grünempfindlichen und blauempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschichten (nachstehend als "Emulsionsschichten" bezeichnet) in der beschriebenen Reihenfolge ist es bekannt, für einen Teil oder für alle lichtempfindlichen Emulsionsschichten eine hochempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht, die im wesentlichen den gleichen farbbildenden nicht-diffusionsfähigen Kuppler enthält (nachstehend als "hochempfindliche Emulsionsschicht" bezeichnet) und eine Silberhalogenidemulsionsschicht mit geringer Empfindlichkeit (nachstehend als "Emulsionsschicht mit geringer Empfindlichkeit" bezeichnet) zu verwenden, wobei diese Emulsionen die gleiche Farbempfindlichkeit aufweisen und einen getrennt übereinander angeordneten Schichtaufbau haben. Bei diesem Aufbau tritt jedoch das Problem auf, daß dann, wenn das lichtempfindliche Material Licht ausgesetzt wird, das von der Emulsionsschicht, die näher an dem Träger angeordnet ist, aufzunehmende Licht durch die Emulsionsschicht, die von dem Träger weiter entfernt angeordnet ist, absorbiert wird und daß daneben während der Entwicklung des lichtempfindlichen Materials die Entwicklerverbindung Zeit benötigt für die Diffusion, um die Emulsionsschicht zu erreichen, die näher an dem Träger angeordnet ist. Das heißt, bei einem solchen Aufbau ist es wegen des Verlustes an Belichtungslicht und der Verzögerung der Entwicklung schwierig, die Empfindlichkeit der grünempfindlichen und rotempfindlichen Emulsionsschichten, die bei dem Aufbau in unteren Positionen angeordnet sind, zu erhöhen.

Andererseits ist beispielsweise in der US-PS 3 663 228 bereits eine Methode zur Änderung der Beschichtungsreihenfolge der Emulsionsschichten, die der Aufbau umfaßt, beschrieben, bei der, wie in der Fig. 1c der dieser Patentschrift beigefügten Zeichnungen dargestellt ist, (a) die Beschichtung in der Reihenfolge von dem Träger aus gerechnet auf der dem Träger näheren Seite die folgende ist: rotempfindliche, grünempfindliche und blauempfindliche Emulsionsschichten mit geringer Empfindlichkeit und (b) die Beschichtung in der Reihenfolge von der Trägerseite aus gerechnet auf der von dem Träger entfernteren Seite die folgende ist: rotempfindliche, grünempfindliche und blauempfindliche Emulsionsschichten mit hoher Empfindlichkeit. Mit dieser Methode ist es möglich, eine höhere Empfindlichkeit bei lichtempfindlichen Materialien zu erzielen als bei lichtempfindlichen Materialien mit einem Schichtaufbau mit der oben angegebenen regulären Anordnung, obgleich damit nicht beabsichtigt worden war, die Empfindlichkeit zu verbessern, wie aus der Verwendung eines ND (Neutraldichte)-Filters zwischen der obengenannten Einheit von hochempfindlichen Emulsionsschichten und der Einheit von Emulsionsschichten mit geringer Empfindlichkeit hervorgeht.

Andererseits ist in der US-PS 3 658 536, wie in Fig. 5 der dieser Patentschrift beigefügten Zeichnungen dargestellt, eine Methode beschrieben, bei der die grünempfindliche Emulsionsschicht, welche die Helligkeit (Glanz) stark beeinflußt, in Richtung auf die Oberflächenseite angeordnet ist, die am weitesten von dem Träger entfernt ist, um dadurch das Problem des Lichtverlustes beim Belichten der Schicht zu lösen, darin finden sich jedoch keine Hinweise auf Methoden zur Erhöhung der Empfindlichkeit der blauempfindlichen Schicht und daneben können die in dieser Patentschrift angegebenen Verbesserungen in bezug auf die Bildschärfe, die Körnigkeit und den Zwischenbildeffekt nicht als ausreichend angesehen werden.

Außer den obengenannten Methoden zur Änderung des Aufbaus sind in den japanischen Offenlegungsschriften 49 027/1976 und 97 424/1978 (nachstehend als "japanische OPI-Patentpublikationen" bezeichnet) und in der US-PS 4 129 446 derartige Methoden beschrieben. Die in diesen Publikationen beschriebenen Methoden ergeben zwar eine höhere Empfindlichkeit als die lichtempfindlichen Materialien mit dem oben genannten Beschichtungsaufbau mit regulärer Anordnung, sie liefern jedoch weder grünempfindliche und rotempfindliche Emulsionsschichten mit einer ausreichenden Empfindlichkeit, noch ausreichende Verbesserungen in bezug auf die Bildqualität, wie z. B. die Körnigkeit, die Bildschärfe und dergleichen.

Aufgabe der farbphotographischen Silberhalogenidaufzeichnungs-Erfindung ist es daher, ein Material mit blauempfindlichen, grünempfindlichen und rotempfindlichen Emulsionsschichten zu schaffen, bei dem es sich bei allen Emulsionsschichten um Emulsionsschichten mit einer gleich hohen Empfindlichkeit handelt. Ziel der Erfindung ist es ferner, eine ausgezeichnete Bildschärfe, Körnigkeit und einen ausgezeichneten Zwischenbildeffekt, sowie eine hohe Empfindlichkeit bereitzustellen.

Es wurde nun gefunden, daß diese Aufgabe gelöst werden kann durch ein farbphotographisches Silberhalogenidaufzeichnungsmaterial, das gekennzeichnet ist durch einen Schichtträger auf den aufgebracht sind mindestens eine grünempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht, mindestens eine rotempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht und mehrere blauempfindliche Silberhalogenidemulsionsschichten mit unterschiedlicher Empfindlichkeit, wobei eine der blauempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschichten als von dem Träger am weitesten entfernte Silberhalogenidemulsionsschicht vorgesehen ist, daß zwischen der am weitesten entfernten blauempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht und der anderen blauempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht mit einer geringeren Empfindlichkeit als die am weitesten entfernte blauempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht mindestens eine grünempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht und mindestens eine rotempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht vorgesehen sind; daß mindestens eine Silberhalogenidemulsionsschicht der Emulsionsschichten, die bestehen aus den beiden blauempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschichten und der grünempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht und der rotempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht, die zwischen den beiden blauempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschichten angeordnet ist, monodisperse Silberhalogenidkörnchen enthält; und daß die zwischen den beiden blauempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschichten vorgesehene mindestens eine grünempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht einen gefärbten Purpurrotkuppler enthält.

Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind solche, bei denen:

  • 1) Die Schicht, welche die monodispersen Silberhalogenidkörnchen enthält, umfaßt mindestens die blauempfindliche Emulsionsschicht mit hoher Empfindlichkeit und/oder die grünempfindliche Emulsionsschicht mit hoher Empfindlichkeit gemäß der Erfindung,
  • 2) es bevorzugt ist, daß alle lichtempfindlichen Emulsionsschichten, die das erfindungsgemäße lichtempfindliche Material aufbauen, monodisperse Silberhalogenidkörnchen enthalten,
  • 3) außerdem die monodispersen Silberhalogenidkörnchen solche vom Kern- Hüllen-Typ sind (einschließlich derjenigen vom doppelten Kern-Hüllen- Typ), und
  • 4) der Schichtaufbau des erfindungsgemäßen lichtempfindlichen Materials rotempfindliche, grünempfindliche und blauempfindliche Emulsionsschichten mit geringer Empfindlichkeit in der genannten Reihenfolge von dem Träger ab gerechnet und außerdem auf diesen Emulsionsschichten rotempfindliche, grünempfindliche und blauempfindliche Emulsionsschichten mit hoher Empfindlichkeit in der genannten Reihenfolge aufweist.


Die vorliegende Erfindung wird nachstehend näher erläutert.

In dem erfindungsgemäßen lichtempfindlichen Material beträgt der Unterschied der Empfindlichkeit zwischen den obengenannten Emulsionsschichten mit hoher Empfindlichkeit und den obengenannten Emulsionsschichten mit geringer Empfindlichkeit (niedriger Empfindlichkeit) 0,2 bis 1,0 logE (E = Belichtung) und vorzugsweise 0,3 bis 0,6 logE, unter Berücksichtigung der Körnigkeit und Gradation derselben. Wenn Emulsionsschichten mit mittlerer Empfindlichkeit vorgesehen sind, beträgt erfindungsgemäß der Unterschied der Empfindlichkeit zwischen den Emulsionsschichten mit mittlerer Empfindlichkeit und den Emulsionsschichten mit hoher Empfindlichkeit 0,1 bis 0,5 logE, und der Unterschied der Empfindlichkeit zwischen den Emulsionsschichten mit mittlerer Empfindlichkeit und den Emulsionsschichten mit geringer Empfindlichkeit (niedriger Empfindlichkeit) beträgt 0,1 bis 0,5 logE.

Außerdem ist es erwünscht, daß die obengenannte Emulsionsschicht mit hoher Empfindlichkeit und die obengenannte Emulsionsschicht mit geringer Empfindlichkeit im wesentlichen die gleiche spektrale Empfindlichkeit aufweisen und daß nach dem Farbentwickeln die beiden obengenannten Emulsionen einen photographischen nicht-diffusionsfähigen Kuppler enthalten, der einen Farbstoff mit im wesentlichen der gleichen Farbtönung bilden kann.

Mindestens eine Schicht jeweils der rotempfindlichen Emulsionsschichten und der grünempfindlichen Emulsionsschichten (nachstehend als erfindungsgemäße rotempfindliche Emulsionsschicht bzw. erfindungsgemäße grünempfindliche Emulsionsschicht bezeichnet) ist zwischen der Emulsionsschicht mit geringer Empfindlichkeit und der Emulsionsschicht mit hoher Empfindlichkeit der erfindungsgemäßen blauempfindlichen Emulsionsschichten vorgesehen und in diesem Falle ist die erfindungsgemäße grünempfindliche Emulsionsschicht zweckmäßig weiter entfernt von dem Träger angeordnet als die erfindungsgemäße rotempfindliche Emulsionsschicht. Ein solcher Aufbau ermöglicht bei der grünempfindlichen Emulsionsschicht, welche die Helligkeit (Glanz) stark beeinflußt, die Herabsetzung des Einflusses der Lichtstreuung durch die Silberhalogenidteilchen, die in der darüber angeordneten Schicht enthalten sind, und er ermöglicht auch die Erwartung, daß bis zu einem gewissen Ausmaß blaues Licht durch den Purpurrotkuppler abgeschnitten wird, der in der grünempfindlichen Emulsionsschicht enthalten ist, die zwischen den erfindungsgemäßen blauempfindlichen Emulsionsschichten mit hoher Empfindlichkeit und geringer Empfindlichkeit angeordnet ist, so daß der Aufbau für die Verbesserung der resultierenden Bildschärfe geeignet ist.

Jede erfindungsgemäße grünempfindliche Emulsionsschicht und rotempfindliche Emulsionsschicht kann in einer Form von nicht weniger als zwei getrennten Schichten aufgebracht sein und jede der erfindungsgemäßen blauempfindlichen Emulsionsschichten mit hoher Empfindlichkeit und geringer Empfindlichkeit kann ebenfalls in Form von nicht weniger als zwei getrennten Schichten aufgebracht sein. Die auf diese Weise aufgebrachten getrennten Emulsionsschichten mit der gleichen spektralen Empfindlichkeit brauchen nicht notwendigerweise benachbart zueinander angeordnet sein. Die getrennten Emulsionsschichten mit der gleichen spektralen Empfindlichkeit, die auf diese Weise aufgebracht worden sind, können außerdem eine unterschiedliche Empfindlichkeit aufweisen. Das heißt, wenn mindestens eine der erfindungsgemäßen blauempfindlichen Emulsionsschicht mit hoher Empfindlichkeit und der erfindungsgemäßen grünempfindlichen und rotempfindlichen Emulsionsschichten in einer Form von nicht weniger als zwei getrennten Schichten aufgebracht ist, können die Schichten voneinander getrennt sein, beispielsweise als Schicht mit hoher Empfindlichkeit und als Schicht mit mittlerer Empfindlichkeit.

Auf der Seite, die dem Träger näher ist als die erfindungsgemäße blauempfindliche Emulsionsschicht mit geringer Empfindlichkeit, können beispielsweise vorgesehen sein eine rotempfindliche Emulsionsschicht mit geringer Empfindlichkeit und eine grünempfindliche Emulsionsschicht mit geringer Empfindlichkeit. In diesem Falle handelt es sich bei den erfindungsgemäßen rotempfindlichen und grünempfindlichen Emulsionsschichten zweckmäßig um Schichten mit hoher Empfindlichkeit. Wenn die obengenannten rotempfindlichen und grünempfindlichen Emulsionsschichten mit geringer Empfindlichkeit vorgesehen sind, sollte die grünempfindliche Emulsionsschicht in einer Position angeordnet sein, die von dem Träger weiter entfernt ist als die rotempfindliche Emulsionsschicht. Die rotempfindlichen und grünempfindlichen Emulsionsschichten mit geringer Empfindlichkeit können jeweils in Form von nicht weniger als zwei getrennten Schichten aufgebracht sein, und in diesem Falle können die getrennten Schichten mit der gleichen Farbempfindlichkeit eine unterschiedliche Empfindlichkeit aufweisen. Das heißt, wenn mindestens eine der rotempfindlichen und grünempfindlichen Emulsionsschichten mit geringer Empfindlichkeit in Form von nicht weniger als zwei getrennten Schichten aufgebracht ist, können die Schichten voneinander getrennt sein, beispielsweise als Schicht mit mittlerer Empfindlichkeit und als Schicht mit geringer Empfindlichkeit. Diese getrennten Schichten mit der gleichen spektralen Empfindlichkeit brauchen nicht aneinander anzugrenzen (benachbart zu sein).

In dem erfindungsgemäßen lichtempfindlichen Material kann an jeder der Grenzflächen zwischen den jeweiligen lichtempfindlichen Emulsionsschichten eine nicht-lichtempfindliche Zwischenschicht vorgesehen sein und es ist besonders zweckmäßig, sie zwischen den Schichten mit verschiedener spektraler Empfindlichkeit vorzusehen. Diese nicht-lichtempfindlichen Zwischenschichten können ein Reinigungsmaterial (Entfernungsmaterial) enthalten.

Es kann ein Gelbfilter vorgesehen sein, obgleich dies für die vorliegende Erfindung nicht wesentlich ist. Der Gelbfilter ist, falls erforderlich, zweckmäßig unmittelbar unterhalb der blauempfindlichen Emulsionsschicht mit hoher Empfindlichkeit und/oder der blauempfindlichen Emulsionsschicht mit geringer Empfindlichkeit angeordnet und vorzugsweise ist er auf der Seite angeordnet, die dem Träger näher ist als die blauempfindliche Emulsionsschicht mit geringerer Empfindlichkeit.

Nachstehend sind einige Beispiele für den lichtempfindlichen Schichtaufbau des erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmaterials angegeben. Der Schichtaufbau wird nachstehend in der Reihenfolge von der Trägerseite aus gerechnet aufgezählt:

  • 1) Träger, rotempfindliche, grünempfindliche und blauempfindliche Emulsionsschichten mit geringer Empfindlichkeit und rotempfindliche, grünempfindliche und blauempfindliche Emulsionsschichten mit hoher Empfindlichkeit;
  • 2) der gleiche Aufbau wie unter (1) angegeben, wobei jedoch zwischen den oben genannten rotempfindlichen Emulsionsschichten mit hoher Empfindlichkeit und den grünempfindlichen Emulsionsschichten mit hoher Empfindlichkeit eine grünempfindliche Emulsionsschicht mit mittlerer Empfindlichkeit angeordnet ist;
  • 3) der gleiche Aufbau wie unter (1) angegeben, wobei jedoch die rotempfindliche und grünempfindliche Emulsionsschicht mit hoher Empfindlichkeit allein durch Vertauschung in umgekehrten Positionen vorliegen;
  • 4) der gleiche Aufbau wie unter (1) angegeben, wobei jedoch die grünempfindliche Emulsionsschicht mit geringer Empfindlichkeit in zwei Schichten aufgetrennt ist, die bestehen aus einer grünempfindlichen Emulsionsschicht mit geringer Empfindlichkeit und einer grünempfindlichen Emulsionsschicht mit mittlerer Empfindlichkeit in der angegebenen Reihenfolge von der Seite aus betrachtet, die dem Träger näher ist;
  • 5) der gleiche Aufbau wie unter (1) angegeben, wobei zwischen der blauempfindlichen Emulsionsschicht mit geringer Empfindlichkeit und der rotempfindlichen Emulsionsschicht mit hoher Empfindlichkeit eine rotempfindliche Emulsionsschicht mit mittlerer Empfindlichkeit und eine grünempfindliche Emulsionsschicht mit mittlerer Empfindlichkeit in der genannten Reihenfolge von der Seite aus betrachtet, die dem Träger näher ist, angeordnet sind;
  • 6) der gleiche Aufbau wie unter (1) angegeben, wobei zwischen der blauempfindlichen Emulsionsschicht mit geringer Empfindlichkeit und der rotempfindlichen Emulsionsschicht mit hoher Empfindlichkeit rotempfindliche, grünempfindliche und blauempfindliche Emulsionsschichten mit mittlerer Empfindlichkeit in der genannten Reihenfolge, von der Seite aus betrachtet, die dem Träger näher ist, angeordnet sind;
  • 7) der gleiche Aufbau wie unter (1) angegeben, wobei die rotempfindlichen, grünempfindlichen und blauempfindlichen Emulsionsschichten mit hoher Empfindlichkeit jeweils in zwei Schichten aufgetrennt sind, die bestehen aus einer Emulsionsschicht mittlerer Empfindlichkeit und einer Emulsionsschicht hoher Empfindlichkeit, die in der genannten Reihenfolge, von der Seite aus betrachtet, die dem Träger näher liegt, angeordnet sind;
  • 8) der Aufbau wie unter (1) angegeben, wobei die rotempfindlichen und grünempfindlichen Emulsionsschichten mit hoher Empfindlichkeit jeweils in zwei Schichten aufgetrennt sind, die bestehen aus einer Emulsionsschicht mit mittlerer Empfindlichkeit und einer Emulsionsschicht mit hoher Empfindlichkeit in der beschriebenen Reihenfolge, von der Seite aus betrachtet, die dem Träger näher ist;
  • 9) der Aufbau wie unter (1) angegeben, wobei zwischen der blauempfindlichen Emulsionsschicht mit geringer Empfindlichkeit und der rotempfindlichen Emulsionsschicht mit hoher Empfindlichkeit eine blauempfindliche Emulsionsschicht mit mittlerer Empfindlichkeit angeordnet ist;
  • 10) der Aufbau wie unter (1) angegeben, wobei die rotempfindlichen und grünempfindlichen Emulsionsschichten mit geringer Empfindlichkeit jeweils in zwei Schichten aufgetrennt sind, die bestehen aus einer Emulsionsschicht mit niedriger Empfindlichkeit und einer Emulsionsschicht mit mittlerer Empfindlichkeit in der beschriebenen Reihenfolge von der Seite, die dem Träger näher ist, aus betrachtet;
  • 11) der Aufbau wie unter (1) angegeben, wobei die rotempfindlichen, grünempfindlichen und blauempfindlichen Emulsionsschichten mit geringer Empfindlichkeit jeweils in zwei Schichten aufgetrennt sind, die bestehen aus einer Emulsionsschicht mit geringer Empfindlichkeit und einer Emulsionsschicht mit mittlerer Empfindlichkeit in der beschriebenen Reihenfolge, von der Seite, die dem Träger näher ist, aus betrachtet;
  • 12) der Aufbau wie unter (1) angegeben, wobei die rotempfindliche Emulsionsschicht mit geringer Empfindlichkeit in zwei getrennte Schichten aufgeteilt ist, die bestehen aus einer rotempfindlichen Emulsionsschicht mit geringer Empfindlichkeit und einer rotempfindlichen Emulsionsschicht mit mittlerer Empfindlichkeit in der beschriebenen Reihenfolge, von der Seite aus betrachtet, die dem Träger näher ist.


Vorstehend sind Beispiele für den lichtempfindlichen Emulsionsschichtaufbau des erfindungsgemäßen lichtempfindlichen Materials angegeben, es ist jedoch selbstverständlich, daß das erfindungsgemäße lichtempfindliche Material auch andere Aufbaukomponentenschichten, wie z. B. nicht-lichtempfindliche Zwischenschichten, eine Schutzschicht, eine Haftschicht (Substrierschicht), eine Antihalationsschicht und dgl., zusätzlich zu den oben angegebenen Emulsionsschichten aufweisen kann.

Die Korngröße der in den erfindungsgemäßen lichtempfindlichen Emulsionsschichten verwendeten lichtempfindlichen Silberhalogenidkörnchen unterliegt keinen spezifischen Beschränkungen, für die Emulsionsschichten mit hoher Empfindlichkeit ist es jedoch beispielsweise zur Herabsetzung der Beeinträchtigung der Bildschärfe der darunter angeordneten Emulsionsschichten zweckmäßig, die Anwesenheit von großen, eine Lichtstreuung verursachenden Teilchen zu vermeiden und Teilchen mit einer mittleren Korngröße von 0,7 bis 2,5 µm zu verwenden. Es ist zweckmäßig, Körnchen mit einer mittleren Korngröße von 0,5 bis 1,5 µm für die Emulsionsschichten mit mittlerer Empfindlichkeit und solche mit einer mittleren Korngröße von 0,2 bis 1,0 µm für die Emulsionsschichten mit geringer (niedriger) Empfindlichkeit zu verwenden.

Das erfindungsgemäße lichtempfindliche Material kann, obgleich es nicht notwendigerweise ein Reiniger- bzw. Entfernungsmaterial zur Inaktivierung des Oxidationsprodukts einer Entwicklerverbindung enthalten muß, ein solches in seinen nicht-lichtempfindlichen Zwischenschichten und sonstigen photographischen Komponentenschichten enthalten. Das Reinigermaterial kann ein solches eines beliebigen Typs sein, falls es in der Lage ist, mit dem Oxidationsprodukt einer Entwicklerverbindung zu reagieren, um dadurch das Oxidationsprodukt zu inaktivieren. Zu Publikationen, in denen derartige Reiniger beschrieben sind, gehören beispielsweise die US-PS 2 336 327, 2 360 290, 2 403 721, 2 701 197, 2 710 801, 2 728 659, 3 718 464 und dgl. Unter den in den obengenannten Publikationen beschriebenen Reinigern können insbesondere diejenigen mit Vorteil verwendet werden, die farblos sind.

Für das erfindungsgemäß verwendbare Silberhalogenid sind Silberjodidbromid und Silberbromid in bezug auf ihre hohe Empfindlichkeit bevorzugt, es können aber auch Silberchloridbromid und Silberchloridjodidbromid und dgl. verwendet werden. Der Effekt der vorliegenden Erfindung kann erzielt werden durch Einarbeitung von nicht weniger als 50 Gew.-% des Silberhalogenids einer monodispersen Silberhalogenidemulsion in mindestens eine der Emulsionsschichten von den blauempfindlichen Emulsionsschichten mit niedriger Empfindlichkeit bis zu den blauempfindlichen Emulsionsschichten mit hoher Empfindlichkeit, es ist jedoch zweckmäßig, daß alle erfindungsgemäßen Emulsionsschichten eine monodisperse Silberhalogenidemulsion in einer Silberhalogenidmenge von nicht weniger als 50 Gew.-% enthalten.

Als monodisperses Silberhalogenid (Körnchen) sind erfindungsgemäß solche mit einem Wert von nicht mehr als 0,20 erwünscht, wobei dieser Wert dadurch erhalten wird, daß man die Standardabweichung S der Korngrößenverteilung des Silberhalogenidkörnchens, wie durch die folgende Formel definiert, durch die mittlere Korngröße ≙ dividiert:



Bei der hier verwendeten mittleren Korngröße ≙ handelt es sich im Falle von kugelförmigen Körnchen um ihren Durchmesser und im Falle von kubischen oder nicht-kugelförmigen Körnchen um einen Durchschnittswert der Durchmesser der kreisförmigen Bilder, die erhalten werden, wenn ihre Projektionsbilder in äquivalente kreisförmige Flächenbilder umgewandelt werden, und jeder individuelle Korndurchmesser ist der ri und wenn die Anzahl der ri ni beträgt, ist ≙ durch die Formel definiert:



Jedes erfindungsgemäße Silberhalogenidkörnchen ist am zweckmäßigsten ein solches vom Kern-Hüllen-Typ und in diesem Falle ist es zweckmäßig, daß die jeweiligen Silberhalogenidkörnchen so aufgebaut sind, daß der Silberjodidgehalt des Silberhalogenids in der Oberflächenschicht (im Falle derjenigen vom doppelten Kern-Hüllen-Typ mit zwei oder mehr Hüllen ist unter der Oberflächenschicht die äußerste Hülle zu verstehen; das gleiche gilt für die weiter unten folgenden Ausführungen) sich nicht wesentlich ändert. Der hier verwendete Ausdruck "sich nicht wesentlich ändert" bedeutet, daß selbst dann, wenn sich die mittlere Korngröße ändert, der Silberjodidgehalt der Oberflächenschicht sich nicht wesentlich ändert und daß konkret der Unterschied in dem Silberhalogenidgehalt zwischen den Oberflächenschichten der Körnchen zweckmäßig 0,5 Mol-% nicht übersteigt.

Dadurch ist es möglich, die obengenannten erfindungsgemäßen Ziele wirksam zu erreichen, eine einheitliche Entwicklungsaktivität zu erzielen und die chemische Reifung der Emulsionen zu stabilisieren. Bei erfindungsgemäßer Verwendung von Silberhalogenidkörnchen vom Kern-Hüllen-Typ macht die Oberflächenschicht zweckmäßig nicht mehr als 50% und insbesondere nicht mehr als 20% des Gesamtgewichtes der Körnchen aus. Die Oberflächenschicht umfaßt zweckmäßig Silberjodidbromid, enthaltend nicht mehr als 3 Mol-% Silberhalogenid oder Silberbromid. Der Kern, d. h. der Teil ausschließlich der Oberflächenschicht, nachstehend als solcher bezeichnet, des Silberhalogenids vom Kern-Hüllen-Typ enthält zweckmäßig 0 bis 15 Mol-% Jodid. Das erfindungsgemäße monodisperse Silberhalogenid hat zweckmäßig einen solchen Kristallhabitus, daß es aus hexaedrischen, octaedrischen oder tetradecaedrischen Kristallen besteht.

Der in der erfindungsgemäßen grünempfindlichen Emulsionsschicht enthaltene gefärbte Purpurrotkuppler kann ein solcher eines beliebigen Typs sein, wenn es sich dabei um eine Verbindung handelt, die mit dem Oxidationsprodukt einer Entwicklerverbindung reagieren kann unter Freisetzung einer gelben Komponente. Der gefärbte Purpurrotkuppler, der in der erfindungsgemäßen grünempfindlichen Emulsionsschicht enthalten ist, kann zusätzlich auch in weiteren photographischen Komponentenschichten, einschließlich beispielsweise einer nicht-lichtempfindlichen Zwischenschicht, enthalten sein. Wenn die erfindungsgemäße grünempfindliche Emulsionsschicht in Form von nicht weniger als zwei Schichten aufgebracht ist, kann mindestens eine der Schichten den gefärbten Purpurrotkuppler enthalten.

Die Zugabemenge des Purpurrotkupplers kann, obgleich sie keinen spezifischen Beschränkungen unterliegt, 0,05 bis 20 Mol-% und vorzugsweise 0,5 bis 5 Mol-%, bezogen auf das Silberhalogenid in der Emulsionsschicht, der er zugesetzt wird, betragen. Die Transmissionsdichte beträgt, obgleich auch hier keine spezifische Beschränkung besteht, 0,02 bis 0,5, vorzugsweise 0,05 bis 0,25.

Die nachstehend angegebenen Verbindungen stellen erfindungsgemäß bevorzugt verwendbare gefärbte Purpurrotkuppler dar:

Dazu gehören beispielsweise die in der japanischen OPI- Patentpublikation 131 448/1974 beschriebenen Verbindungen der Formel



worin bedeuten:

R&sub1; einen Arylrest oder einen heterocyclischen Rest;

R&sub2; einen Phenylrest mit einem Halogenatom, einen Alkoxyrest oder einen Aryloxyrest in der o-Position, bezogen auf den Iminorest, der in der 3-Position mit einem Pyrazolon-Ring verbunden ist; und

R&sub3; einen Phenylrest mit einem Hydroxyrest in der p- Position, bezogen auf den Azorest. Außerdem weist die Verbindung in ihrem Molekül einen hydrophoben nicht-diffusionsfähigen Rest auf.

Bevorzugte Beispiele für die Verbindung der Formel I sind angegeben auf Seite 3, rechts oben, bis Seite 9, links oben der obengenannten Patentpublikation und erfindungsgemäß ist jede dieser angegebenen beispielhaften Verbindungen verwendbar, wie z. B. 1-(2,4,6-Trichlorophenyl)-3-(2- chloro-5-n-tetradecyloxyphenylazo)-2-pyrazolin-5-on und dgl.

Dazu gehören auch die in der japanischen OPI-Patentpublikation 123 625/1974 beschriebenen Verbindungen der Formel



worin bedeuten:

R einen Phenylrest mit einem Substituenten;

R&sub4; und R&sub5; jeweils ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, einen Hydroxyrest, einen Alkylrest, einen Alkoxyrest oder einen Acylaminorest, mit der Maßgabe, daß einer der Reste R&sub4; und R&sub5; einen Hydroxylrest darstellt und nicht beide Reste R&sub4; und R&sub5; gleichzeitig den Hydroxylrest bedeuten;

R&sub6; ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, einen Alkylrest, einen Nitrorest oder einen Acylaminorest; und

R&sub7; ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom oder einen monovalenten organischen Rest.

Bevorzugte Beispiele für Verbindungen der Formel (II) sind beispielsweise auf Seite 3, links oben, bis auf Seite 4, links unten, der obengenannten Patentpublikation angegeben. Auch erfindungsgemäß ist jede dieser beispielhaften Verbindungen verwendbar und dazu gehören beispielsweise:















Dazu gehören die in der japanischen OPI-Patentpublikation 102 723/1977 beschriebenen 4-Phenylazo-2-pyrazolin-5-on- Verbindungen, die mit Vorteil verwendet werden können, wobei die Verbindungen in der p-Position, bezogen auf ihren Azo-Rest, einen Substituenten-Alkoxyrest der Formel (III) aufweisen können:

-O-Alk-X-R&sub8; III

worin Alk einen geradkettigen oder verzweigtkettigen Alkylenrest, der einen Arylrest-Substituenten tragen kann, X einen verbindenden Rest und R&sub8; einen Arylrest oder einen substituierten Arylrest bedeuten.

Außerdem gehören dazu die auf Seite 1 der obengenannten Publikationen beschriebenen Verbindung der Formel



worin Alk, X und R&sub8; die in bezug auf die Formel III angegebenen Bedeutungen haben; R&sub9; ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom oder einen Elektronen abgebenden Substituenten; und Cp einen in der 4-Position gebundenen 2-Pyrazolin- 5-on-Rest bedeuten.

In der Formel (IV) ist der Rest Cp zweckmäßig eine Verbindung der Formel



worin R&sub1;&sub0; und R&sub1;&sub1; jeweils ein Substituent vom bekannten Typ in dem in farbphotographischen Silberhalogenidmaterialien verwendeten 2-Pyrazolin-5-on-Kuppler ist.

Außerdem handelt es sich bei der Verbindung der Formel (V) vorzugsweise um eine Verbindung, in der R&sub1;&sub0; einen Alkylrest, einen substituierten Alkylrest, einen Arylrest, einen substituierten Arylrest oder einen 5- oder 6-gliedrigen heterocyclischen Rest und R&sub1;&sub1; einen Alkylrest, einen Acylaminorest oder einen Anilinorest, der jeweils einen Substituenten aufweisen kann, bedeuten.

Dazu gehören auch die 4-Phenylazo-2-pyrazolin-5-on-Verbindungen der nachstehend angegebenen Formel (VI), worin der 4-Phenylazo-Rest einen substituierten Alkoxyrest in der p-Stellung, bezogen auf ihren Azorest aufweist, die ebenfalls mit Vorteil verwendet werden können:



worin bedeuten:

R&sub8;, X und Alk die in bezug auf die Formel (III) angegebenen Reste;

Y einen Phenylrest oder einen substituierten Phenylrest;

Z ein Wasserstoffatom, einen Alkylrest, einen Alkoxyrest, ein Halogenatom, einen Nitrorest, einen Cyanorest oder einen Hydroxylrest;

W ein Wasserstoffatom, einen Alkylrest, einen Alkoxyrest, einen Alkylthiorest, einen Alkylsulfonylrest, einen Arylrest, einen Aryloxyrest, einen Arylsulfonylrest, einen Aryloxysulfonylrest, einen Aminorest, einen substituierten Aminorest, einen Carbamoylrest, einen Sulfamoylrest, einen N-substituierten Carbamoylrest oder einen N-substituierten Sulfamoylrest.

Außerdem können mit Vorteil verwendet werden Verbindungen der Formeln (III) bis (VI), in denen der verbindende Rest X O, S, CO, SO&sub2;, SO&sub2;O, CONQ, NQCO, SO&sub2;NQ oder NQSO&sub2; bedeutet, worin Q ein Wasserstoffatom, einen Alkylrest oder einen Arylrest darstellt.

Bevorzugte Beispiele für Verbindungen der Formeln (III) bis (VI) sind auf Seite 5, unten links, bis auf Seite 7, oben rechts, der obengenannten Patentpublikation angegeben und jede dieser beispielhaften Verbindungen kann auch erfindungsgemäß verwendet werden.

Verwendbar sind auch Verbindungen der nachstehend angegebenen Formel (VII), wie sie in der japanischen OPI-Patentpublikation 42 121/1977 beschrieben sind:



worin bedeuten:

R&sub1;&sub2;, R&sub1;&sub3; und R&sub1;&sub4;, die gleich oder voneinander verschieden sein können, jeweils ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, einen Nitrorest, einen Cyanorest, einen Alkylrest, einen Alkoxyrest, einen Alkoxycarbonylrest oder einen Carboxyamidorest;

R&sub1;&sub5; ein Wasserstoffatom, einen Alkoxyrest oder einen Aryloxyrest;

R&sub1;&sub6; einen Carboxyamidorest, einen Sulfonamidorest, einen Alkoxycarboxyamidorest, einen Aryloxycarboxyamidorest, einen Aryloxycarboxyamidorest, einen Imidorest, einen Carbamoylrest, einen Sulfamoylrest, einen Alkoxycarbonylrest oder einen Aryloxycarbonylrest;

R&sub1;&sub7; ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest;

R&sub1;&sub8; einen Alkylrest, einen Alkoxyrest, einen Aryloxyrest, einen Alkylaminorest oder einen Arylaminorest, wobei die durch R&sub1;&sub7; und R&sub1;&sub8; repräsentierten Alkylreste eine cyclische Struktur bilden können



(4- oder 5-gliedriger Ring); und

R&sub1;&sub9; ein Wasserstoffatom, einen Hydroxylrest, einen Alkylrest oder einen Alkoxyrest, mit der Maßgabe, daß dann, wenn der Rest R&sub1;&sub9; ein Hydroxylrest ist, der Rest in der m-Position, bezogen auf den Azorest, substituiert ist. Außerdem weist die Kupplerverbindung mindestens einen hydrophoben und nicht-diffusionsfähigen Rest in ihrem Molekül auf.

Bevorzugte Beispiele für Verbindungen der Formel (VII) sind auf Seite 6, oben rechts, bis auf Seite 10, oben links, der obengenannten Patentpublikation angegeben. Jede der beispielhaft angegebenen Verbindungen kann auch erfindungsgemäß verwendet werden.

Zu gefärbten Purpurrotkupplern, die mit Vorteil erfindungsgemäß verwendbar sind, gehören zusätzlich zu den obengenannten solche, wie sie beispielsweise in den US-PS 3 519 429 und 2 801 171 und in der geprüften japanischen Patentpublikation 27 930/1973 beschrieben sind, und insbesondere die Verbindungen mit den Formeln (I), (II), (III) und (IV), die in der dritten und fünften Spalte der Beschreibung der obengenannten US-PS 3 519 429 angegeben sind, die am meisten bevorzugt sind.

Besonders bevorzugte Beispiele unter diesen Verbindungen, wie sie in den obengenannten Patentpublikationen oder Beschreibungen angegeben sind, sind folgende:





Für die rotempfindliche Emulsionsschicht der Erfindung können gewöhnliche gefärbte Blaugrünkuppler verwendet werden. Wenn die rotempfindliche Emulsionsschicht der Erfindung in Form von nicht weniger als zwei getrennten Schichten aufgebracht ist, ist die Einarbeitung eines solchen gefärbten Blaugrünkuppler in die obere Schicht (weiter von dem Träger entfernt) erwünscht in Verbindung mit der Reinigerwirkung.

Als gefärbte Blaugrünkuppler können solche verwendet werden, wie sie in der geprüften japanischen Patentpublikation 32 461/1980 und in der GB-PS 1 084 480 beschrieben sind, und dgl.

Besonders bevorzugte Blaugrünkuppler sind die folgenden Verbindungen:



Die jeweiligen lichtempfindlichen Schichten, die das erfindungsgemäße lichtempfindliche Material aufbauen, können ihre entsprechenden farbbildenden Kuppler (Farbkuppler) enthalten.

Als die gelbe Farbe bildender Kuppler (Gelbkuppler) können bekannte Kuppler vom offenkettigen Ketomethylen-Typ verwendet werden. Unter diesen Kupplern können die Verbindungen vom Benzoylacetanilid- und Pivaloylacetanilid-Typ mit Vorteil verwendet werden. Beispiele für solche eine gelbe Farbe bildende Kuppler (Gelbkuppler) sind in den japanischen OPI-Patentpublikationen 26133/1972, 29432/1973, 87650/1975, 17 438/1976 und 102636/1976, in der geprüften japanischen Patentpublikation 19956/1970, in den US-PS 2 875 057, 3 408 194 und 3 519 429 und in den geprüften japanischen Patentpublikationen 33 410/1976, 10783/1976 und 19031/1971 und dgl. beschrieben.

Besonders bevorzugte Kuppler sind folgende:











Als eine purpurrote Farbe bildende Kuppler (Purpurrotkuppler) können Verbindungen vom Pyrazolon-Typ, Verbindungen vom Indazolon-Typ, Cyanoacetylverbindungen, Pyrazolotriazolverbindungen und dgl. verwendet werden und insbesondere Verbindungen vom Pyrazolon-Typ können mit Vorteil verwendet werden.

Beispiele für erfindungsgemäß verwendbare, eine purpurrote Farbe bildende Kuppler (Purpurrotkuppler) sind in der japanischen OPI-Patentpublikation 111631/1974, in der geprüften japanischen Patentpublikation 27930/1973, in der japanischen OPI-Patentpublikation 29236/1981, in den US-PS 2 600 788, 3 062 653, 3 408 194 und 3 519 429, in der japanischen OPI-Patentpublikation 94752/1982 und im Research Disclosure Nr. 12443 (RD-12443) und dgl. angegeben.

Besonders bevorzugte Kuppler sind folgende:







Als eine blaugrüne Farbe bildende Kuppler (Blaugrünkuppler) können Verbindungen vom Phenyl-Typ, Verbindungen vom Naphthol-Typ und dgl. verwendet werden und Beispiele dafür sind in den US-PS 2 423 730, 2 474 293 und 2 895 826 und in der japanischen OPI-Patentpublikation 117422/1975 und dgl. angegeben.

Besonders bevorzugte Kuppler sind folgende:







Die obengenannten Kuppler können in Kombination von nicht weniger als zwei derselben in der gleichen Schicht enthalten sein und sie können auch allein in nicht weniger als zwei verschiedenen Schichten enthalten sein. Die Einarbeitung dieser Kuppler in die Emulsionsschichten kann nach an sich bekannten Verfahren erfolgen. Auch erfindungsgemäß können die obengenannten Kuppler nach bekannten Verfahren eingearbeitet werden.

Den erfindungsgemäßen Emulsionsschichten können nichtdiffusionsfähige Verbindungen (DIR-Verbindungen), die durch Umsetzung derselben mit dem Oxidationsprodukt einer Entwicklerverbindung diffusionsfähige Entwicklungsinhibitor Verbindungen freisetzen können, zugesetzt werden. Als DIR- Verbindungen können mit Vorteil solche Verbindungen verwendet werden, wie sie in der japanischen OPI-Patentpublikation 82 424/1977, in den US-PS 2 327 554, 3 227 554 und 25 3 615 506, in der geprüften japanischen Patentpublikation 16 141/1976, in den japanischen OPI-Patentpublikationen 145 135/1979 und 151 944/1982 und dgl. beschrieben sind.

Besonders bevorzugte DIR-Verbindungen sind folgende:





Die erfindungsgemäßen photographischen Komponentenschichten, wie z. B. die nicht-lichtempfindlichen Zwischenschichten, können photographische Zusätze, wie z. B. Antiverfärbungsmittel (Antifleckenmittel) und dgl., enthalten. Als Antiverfärbungsmittel (Antifleckenmittel) können solche Verbindungen verwendet werden, wie sie in der japanischen OPI-Patentpublikation 2128/1971, in der US-PS 2 728 659 und dgl. beschrieben sind, und besonders vorteilhaft sind die folgenden Verbindungen:





Die für die erfindungsgemäßen Emulsionsschichten verwendete Silberhalogenidemulsion kann unter Anwendung beliebiger Verfahren, wie sie üblicherweise durchgeführt werden, chemisch sensibilisiert werden. Das heißt, die chemische Sensibilisierung kann unter Verwendung solcher Sensibilisatoren einschließlich aktiver Gelatine allein oder in Kombination durchgeführt werden, wie z. B. unter Verwendung von Edelmetallsensibilisatoren, wie wasserlöslichen Goldsalzen, wasserlöslichen Platinsalzen, wasserlöslichen Palladiumsalzen, wasserlöslichen Rhodiumsalzen, wasserlöslichen Iridiumsalzen und dgl.; Schwefelsensibilisatoren; Selensensibilisatoren; Reduktionssensibilisatoren, wie Polyaminen, Zinn- (II)chlorid und dgl.; und dgl. Außerdem kann das silberhalogenid optisch sensibilisiert werden für die gewünschten Wellenlängenbereiche, indem man optische Sensibilisatoren entweder allein oder in Kombination (wie z. B. Supersensibilisierung) verwendet, die beispielsweise umfassen Cyaninfarbstoffe, wie Zeromethinfarbstoffe, Monomethinfarbstoffe, Dimethinfarbstoffe, Trimethinfarbstoffe und dgl. und Merocyaninfarbstoffe.

Das erfindungsgemäße lichtempfindliche Material kann in den lichtempfindlichen Schichten und/oder anderen Schichten (beispielsweise in den Zwischenschichten, in der Haftschicht (Substrierschicht), in den Filterschichten, in der Schutzschicht, in der Bildempfangsschicht und dgl.) verschiedene photographische Zusätze enthalten, die je nach den Zwecken dieser Schichten ausgewählt werden, wobei die photographischen Zusätze umfassen beispielsweise Stabilisatoren oder Antischleiermittel, wie Azaindene, Triazole, Tetrazole, Imidazoliumsalze, Tetrazoliumsalze, Polyhydroxyverbindungen und dgl.; Härter, wie z. B. Verbindungen vom Aldehyd-Typ, Aziridin-Typ, Isooxazol-Typ, Vinylsulfon-Typ, Acryloyl-Typ, Carbodiimid-Typ, Maleimid-Typ, Methansulfonat-Typ, Triazin-Typ und dgl.; Entwicklungsbeschleuniger, wie z. B. Benzylalkohol, Verbindungen vom Polyoxyethylen- Typ und dgl.; Bildstabilisatoren, wie z. B. Verbindungen vom Chroman-, Bisphenol- und Phosphit-Typ; Gleitmittel, wie z. B. Wachs, Glyceride von höheren Fettsäuren, höhere Alkoholester von höheren Fettsäuren und dgl.; und dgl. Außerdem können als oberflächenaktives Mittel für die Verwendung als Beschichtungshilfsmittel, Emulgiermittel, Mittel zur Verbesserung der Permeabilität der Behandlungs- bzw. Entwicklerflüssigkeiten in das lichtempfindliche Material, Entschäumungsmittel oder Material zur Kontrolle (Steuerung) verschiedener physikalischer Eigenschaften des lichtempfindlichen Materials anionische, kationische, nicht-ionische oder amphotere oberflächenaktive Mittel verwendet werden. Als Beizmittel sind Verbindungen vom N-Guanylhydrazon-Typ, quaternäre Oniumsalzverbindungen und dgl. brauchbar. Als Antistatikmittel sind Alkalisalze der Reaktionsprodukte von p- Aminobenzolsulfonsäure mit Diacetylcellulose, mit einem Styrol/Perfluoralkyl-Natriummaleat-Copolymeren und mit einem Styrol/Maleinsäureanhydrid-Copolymeren verwendbar. Als Antifarbtrübungsmittel können ein Vinylpyrrolidon-Monomeres enthaltende Polymere, ein Vinylimidazol-Monomeres enthaltende Polymere und dgl. verwendet werden. Als Mattierungsmittel können Methylpolymethacrylate, Polystyrole, alkalilösliche Polymere und dgl. verwendet werden. Außerdem kann auch kolloidales Siliciumdioxid verwendet werden. Als Latex zur Verbesserung der physikalischen Eigenschaften der Schichten können Copolymere von Acrylsäureestern oder Vinylestern mit anderen, einen Ethylenrest aufweisenden Monomeren verwendet werden. Als Gelatineweichmacher können Verbindungen vom Glycerin- und Glykol-Typ verwendet werden. Als Viskositätserhöhungsmittel sind ein Styrol/- Natriummaleat-Copolymeres, ein Alkylvinyläther/Maleinsäureanhydrid-Copolymeres und dgl. brauchbar.

Das erfindungsgemäße lichtempfindliche Material wird hergestellt durch Beschichten eines Trägers mit Silberhalogenidemulsionsschichten und anderen Komponentenschichten, welche die notwendigen obengenannten verschiedenen photographischen Zusätze enthalten. Zu mit Vorteil verwendbaren Trägermaterialien gehören beispielsweise Barytpapier, Polyethylen-beschichtetes Papier, Polypropylen-Synthetikpapier, Glasplatten, Celluloseacetat-, Cellulosenitrat-, Polyvinylacetat-, Polypropylen-, Polyesterfilme, wie z. B. solche aus Polyethylenterephthalat, Polystyrol und dgl. Diese Materialien können willkürlich ausgewählt werden für die Verwendung als Träger je nach den Zwecken, für die das lichtempfindliche Material bestimmt ist.

Der Träger aus irgendeinem dieser Materialien wird der erforderlichen Substrierbehandlung unterworfen.

Das erfindungsgemäße lichtempfindliche Material kann nach dem Belichten unter Anwendung eines bekannten Verfahrens behandelt bzw. entwickelt werden, d. h. es kann farbentwickelt werden unter Anwendung eines üblicherweise angewendeten Farbentwicklungsverfahrens. In dem Umkehrverfahren wird das lichtempfindliche Material zuerst in einem Entwickler für die Schwarz-Weiß-Negativentwicklung entwickelt und dann wird es entweder mit weißem Licht belichtet oder in einem ein Verschleierungsmittel enthaltenden Bad behandelt und dann farbentwickelt in einer alkalischen Entwicklerlösung, die eine Farbentwicklerverbindung enthält.

Bezüglich der Entwicklung bestehen keine speziellen Beschränkungen, so daß jedes beliebige Verfahren angewendet werden kann, wobei zu typischen Beispielen gehören ein Verfahren, bei dem das lichtempfindliche Material farbentwickelt, dann bleichfixiert und dann je nach Bedarf gewaschen und stabilisiert wird; sowie ein anderes Verfahren, bei dem das lichtempfindliche Material nach dem Farbentwickeln getrennten Fixier- und Bleichprozessen unterworfen und erforderlichenfalls gewaschen und dann stabilisiert wird. Verfahren für lichtempfindliche Materialien, in denen ein Verstärker, wie z. B. Wasserstoffperoxid, Kobaltkomplexsalze oder dgl., verwendet werden, sind ebenfalls bekannt und diese Verfahren können ebenfalls für die Behandlung bzw. Entwicklung des erfindungsgemäßen lichtempfindlichen Materials angewendet werden. Es gibt Fälle, in denen diese Behandlungen bzw. Entwicklungen bei einer hohen Temperatur durchgeführt werden, um sie schnell ablaufen zu lassen, oder bei Raumtemperatur durchgeführt werden oder, in einem speziellen Falle, bei einer Temperatur unterhalb Raumtemperatur durchgeführt werden. Bei der Durchführung einer Hochtemperatur-Schnellentwicklung kann auch eine Vorhärtungsbehandlung angewendet werden. Es gibt auch Fälle, in denen Hilfsbäder, wie verschiedene neutralisierende Bäder, erforderlich werden, je nach Art der verwendeten Behandlungs- bzw. Entwicklungschemikalien, so daß diese Hilfsbäder je nach Notwendigkeit ausgewählt werden können.

Brauchbare Farbentwicklerverbindungen sind primäre Phenylendiamine und Derivate davon und zu typischen Beispielen gehören 4-Amino-N,N-diethylanilin, 3-Methyl-4-amino-N,N- diethylanilin, 4-Amino-N-ethyl-N-β-hydroxyethyl-N-hydroxyethylanilin, 3-Methyl-4-amino-N-ethyl-N-β-methansulfonamidoethylanilin, 3-Methyl-4-amino-N-ethyl-N-β-methoxyethylanilin, 3-β-Methansulfonamidoethyl-4-amino-N,N-diethylanilin, 3- Methoxy-4-amino-N-ethyl-N-β-hydroxyethylanilin, 3-Methoxy- 4-amino-N-ethyl-N-β-methoxyethylanilin, 3-Acetamido-4- amino-N,N-diethylanilin, 4-Amino-N,N-dimethylanilin, N-Ethyl-N-β-[β-(β-methoxyethoxy)ethoxy]ethyl-3-methyl- 4-aminoanilin, N-Ethyl-N-β-(β-methoxy)ethyl-3-methyl-4- aminoanilin und Salze dieser Verbindungen, wie z. B. die Sulfate, Hydrochloride, Sulfite, p-Toluolsulfonate und dgl.

Mit der vorliegenden Erfindung ist es nicht nur möglich, die obengenannten Ziele der Erfindung zu erreichen, sondern es ist auch möglich, ohne Verwendung irgendwelcher Gelbfilter ähnliche Effekte zu erzielen wie in den Fällen, in denen Gelbfilter vorgesehen sind, so daß die vorliegende Erfindung ein lichtempfindliches Material liefert, das trotz seiner hohen Empfindlichkeit das mögliche Auftreten eines Schleiers beschränken kann, eine geringere Farbtrübung aufweist und eine ausgezeichnete Wärmebeständigkeit besitzt.

Die Erfindung wird durch die nachstehend beschriebenen Beispiele näher erläutert, ohne jedoch darauf beschränkt zu sein.

Beispiele

Zuerst werden die Verfahren zur Herstellung der in den nachfolgend beschriebenen Beispielen verwendeten Emulsionen beschrieben.

Herstellung einer polydispersen Emulsion

Eine wäßrige Silbernitratlösung und eine wäßrige Alkalihalogenidlösung wurden spontan in einen Reaktionsbehälter fallen gelassen, der vorher eine wäßrige Gelatinelösung und eine überschüssige Menge eines Halogenids enthielt, und dann wurden dazu eine wäßrige Demol-Lösung (ein Produkt der Firma Kawo Atlas Co.) und eine wäßrige Magnesiumsulfat- Lösung zugegeben, um einen Niederschlag auszufällen, der dann entsalzt wurde, und dazu wurde Gelatine zugegeben, wobei man eine Emulsion mit einem pAg-Wert von 7,8 und einem pH-Wert von 6,0 erhielt. Die resultierende Emulsion wurde unten Verwendung von Natriumthiosulfat, Chlorogold(III)säure und Ammoniumrhodanat chemisch reifen gelassen und dann wurden dazu 4-Hydroxy-6-methyl-1,3,3a,7- tetrazainden und 6-Nitrobenzimidazol sowie Gelatine zugegeben, wobei man eine polydisperse Silberjodidbromidemulsion erhielt. Bei diesem Verfahren wurde der Molprozentsatz des Silberjodids variiert durch Änderung der Alkalihalogenidzusammensetzung und die mittlere Teilchengröße und die Teilchengrößenverteilung wurden variiert durch Änderung der Zugabezeitspannen der Silbernitratlösung und der Alkalihalogenidlösung.

Herstellung einer monodispersen Emulsion

Zu den Impfkörnchen eines Silberhalogenids und einer wäßrigen Gelatinelösung, die vorher in einen Reaktionsbehälter eingeführt worden waren, wurden unter Kontrolle des pAg- Wertes und des pH-Wertes derselben eine ammoniakalische Silbernitratlösung und eine wäßrige Kaliumjodidlösung sowie Kaliumbromidlösungen in proportionalen Mengen entsprechende der zunehmenden Oberflächengröße der wachsenden Körnchen zugegeben. Danach wurden zu der Emulsion eine wäßrige Demol-Lösung (ein Produkt der Firma Kawo Atlas Co.) und eine wäßrige Magnesiumsulfatlösung zugegeben, um dadurch einen Niederschlag auszufällen, der dann entsalzt wurde, und dazu wurde Gelatine zugegeben zur Herstellung einer Emulsion mit einem pAg-Wert von 7,8 und einem pH- Wert von 6,0. Zu der Emulsion wurden ferner Natriumthiosulfat, Chloro-gold(III)säure und Ammoniumrhodanat zugegeben, um sie dadurch chemisch reifen zu lassen, und außerdem wurden 4-Hydroxy-6-methyl-1,3,3a,7-tetrazainden und 6-Nitrobenzimidazol sowie Gelatine zugegeben zur Herstellung einer monodispersen Silberjodidbromidemulsion. Bei diesem Verfahren wurde der Molprozentsatz des Silberjodids durch Ändern des Verhältnisses zwischen den Mengen an Kaliumjodid und an Kaliumbromid variiert und die Teilchengröße wurde variiert durch Ändern der Zugabemengen an ammoniakalischem Silbernitrat und Kaliumhalogeniden und der Kristallhabitus der Silberhalogenidteilchen wurde variiert durch Ändern des pAg-Wertes während der Reaktion.

Außerdem wurde eine Kern/Hüllen-Emulsion auf die in der japanischen OPI-Patentpublikation 48 521/1979 beschriebene Weise hergestellt.

Beispiel 1

Die nachstehend angegebenen Schichten wurden in der genannten Reihenfolge auf einen transparenten Träger aus einem substrierten Cellulosetriacetatfilm aufgebracht, dessen Rückseite mit einer Antihalations-Schicht beschichtet war (die Antihalationsschicht enthielt 0,40 g schwarzes kolloidales Silber und 3,0 g Gelatine) zur Herstellung einer Probe 1. Außerdem sind in allen folgenden Beispielen die Zugabemengen zu dem lichtempfindlichen Material pro m² angegeben mit Ausnahme derjenigen der Silberhalogenidemulsion und des kolloidalen Silbers, die in Silberäquivalenten angegeben sind.

Probe 1 - Vergleichsbeispiel

Schicht 1: Eine rotempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht geringer Empfindlichkeit, enthaltend eine rotempfindliche Silberjodidbromidemulsion geringer Empfindlichkeit, 2,2 g Gelatine und 0,8 g Trikresylphosphat (TCP), das zum Auflösen von 1,0 g 1-Hydroxy-4-(β-methoxyethylaminocarbonylmethoxy)-N-[δ-(2,4-di-t-amylphenoxy)butyl]- 2-naphthoamid (nachstehend als "Blaugrünkuppler" bezeichnet), 0,075 g Dinatrium-1-hydroxy-4-[4-(1-hydroxy-δacetamido-3,6-di-sulfo-2-naphthylazo)phenoxy]-N-[δ-(2,4- di-t-amylphenoxy)butyl-2-naphthoamid (nachstehend als "gefärbter Blaugrünkuppler" bezeichnet) und 0,01 g 1- Hydroxy-2-[δ-(2,4-di-t-amylphenoxy)-n-butyl]naphthoamid, 0,07 g Bromo-4-(2,2,3,3,4,4,5,5,6,6,7,7,8,8,9,9-hexadecafluorononanoylamino)-7-nitro-2-(1-phenyl-5-tetrazolylthio)-1-indanon (nachstehend als "DIR-Verbindung" bezeichnet) verwendet wurde.

Schicht 2: Eine Zwischenschicht, enthaltend 0,07 g 2,5-Dit-octylhydrochinon (nachstehend als "Antiverfärbungsmittel" bezeichnet), gelöst in 0,04 g n-Dibutylphthalat (nachstehend als "DBP" bezeichnet), und 0,8 g Gelatine.

Schicht 3: Eine grünempfindliche Emulsionsschicht geringer Empfindlichkeit, enthaltend 1,40 g grünempfindliche Silberjodidbromidemulsion geringer Empfindlichkeit, 2,2 g Gelatine und 0,95 g TCP, in dem gelöst wurden 0,8 g 1-(2,4,6- Trichlorophenyl)-3-[3-(2,4-di-t-amylphenoxyacetamido)benzamido]-5-pyrazolon (nachstehend als "Purpurrotkuppler" bezeichnet), 0,15 g 1-(2,4,6-Trichlorophenyl)-4-(1- naphthylazo)-3-(2-chloro-5-octadecenylsuccinimidoanilin)- 5-pyrazolon (nachstehend als "gefärbter Purpurrotkuppler" bezeichnet) und 0,012 g DIR-Verbindung.

Schicht 4: Die gleiche Schicht wie die Schicht 2.

Schicht 5: Eine rotempfindliche Emulsionsschicht hoher Empfindlichkeit, enthaltend 1,5 g rotempfindliche Silberjodidbromidemulsion hoher Empfindlichkeit, 1,2 g Gelatine und 0,30 g TCP, in dem gelöst wurden 0,26 g Blaugrünkuppler und 0,03 g gefärbter Blaugrünkuppler.

Schicht 6: Die gleiche Schicht wie die Schicht 2.

Schicht 7: Eine grünempfindliche Emulsionsschicht hoher Empfindlichkeit, enthaltend 1,6 g grünempfindliche Silberjodidbromidemulsion hoher Empfindlichkeit, 1,9 g Gelatine und 0,25 g TCP, in dem gelöst wurden 0,20 g Purpurrotkuppler und 0,049 g gefärbter Purpurrotkuppler.

Schicht 8: Eine Gelbfilterschicht, enthaltend 0,15 g gelbes kolloidales Silber, 0,2 g Antiverfärbungsmittel, gelöst in 0,11 g DBP, und 1,5 g Gelatine.

Schicht 9: Eine blauempfindliche Emulsionsschicht geringer Empfindlichkeit, enthaltend 0,5 g blauempfindliche Silberjodidbromidemulsion geringer Empfindlichkeit, 1,9 g Gelatine und 0,6 g TCP, in dem gelöst wurden 1,5 g α-Pivaloyl-α-(1-benzyl-2-phenyl-3,5-dioxoimidazolidin-4-yl)- 2&min;-chloro-5&min;-[α-dodecyloxycarbonyl)ethoxycarbonyl]acetanilid (nachstehend als "Gelbkuppler" bezeichnet).

Schicht 10: Eine blauempfindliche Emulsionsschicht hoher Empfindlichkeit, enthaltend 0,8 g blauempfindliche Silberbromidemulsion hoher Empfindlichkeit, 1,5 g Gelatine und 0,65 g TCP, in dem 1,30 g Gelbkuppler gelöst wurden.

Schicht 11: Eine Schutzschicht, enthaltend 2,3 g Gelatine.

Auf die gleiche Weise wie die obige Probe 1 wurden außerdem Proben 2 bis 10 wie folgt hergestellt. In den nachfolgenden Angaben stehen die Ausdrücke "obige Schicht 1, obige Schicht 2 . . . obige Schicht 11" für die jeweiligen Schichtnummern in der Probe 1. Probe 2 - Vergleichsbeispiel Schicht 1: Die gleiche Schicht wie die obige Schicht 1

Schicht 2: Die gleiche Schicht wie die obige Schicht 5

Schicht 3: Die gleiche Schicht wie die obige Schicht 4

Schicht 4: Die gleiche Schicht wie die obige Schicht 9

Schicht 5: Die gleiche Schicht wie die obige Schicht 4

Schicht 6: Die gleiche Schicht wie die obige Schicht 3

Schicht 7: Die gleiche Schicht wie die obige Schicht 7

Schicht 8: Die gleiche Schicht wie die obige Schicht 8

Schicht 9: Die gleiche Schicht wie die obige Schicht 10

Schicht 10: Die gleiche Schicht wie die obige Schicht 11 Probe 3 - Vergleichsbeispiel Schichten 1-4: Die gleichen wie die obigen Schichten 1 bis 4 der Probe 1

Schicht 5: Die gleiche Schicht wie die obige Schicht 9

Schicht 6: Die gleiche Schicht wie die obige Schicht 4

Schicht 7: Die gleiche Schicht wie die obige Schicht 5

Schicht 8: Die gleiche Schicht wie die obige Schicht 4

Schicht 9: Die gleiche Schicht wie die obige Schicht 7

Schicht 10: Die gleiche Schicht wie die obige Schicht 4

Schicht 11: Die gleiche Schicht wie die obige Schicht 10

Schicht 12: Die gleiche Schicht wie die obige Schicht 11

Probe 4 - Vergleichsbeispiel

Die Probe 4 wurde auf die gleiche Weise wie die Probe 3 hergestellt, jedoch mit der Ausnahme, daß aus der Emulsionsschicht, der Schicht 9 der Probe 3, der gefärbte Purpurrotkuppler entfernt wurde und daß die polydispersen Silberhalogenidkörnchen durch monodisperse Silberjodidbromidkörnchen (Verteilung 12%, mittlere Korngröße 1,4 µm) ersetzt wurden.

Probe 5 - erfindungsgemäßes Beispiel

Die Probe 5 wurde auf die gleiche Weise wie die Probe 3 hergestellt, jedoch mit der Ausnahme, daß die gleichen monodispersen Silberhalogenidkörnchen wie in der Probe 4 anstelle der Silberhalogenidteilchen der Emulsionsschicht als Schicht 9 der Probe 3 verwendet wurden.

Probe 6 - erfindungsgemäßes Beispiel

Die Probe 6 wurde auf die gleiche Weise wie die Probe 5 hergestellt, jedoch mit der Ausnahme, daß nur 70% des Silberhalogenids der Emulsionsschicht, der Schicht 9 der Probe 5, durch monodisperse Silberhalogenidkörnchen ersetzt wurden.

Probe 7 - erfindungsgemäßes Beispiel

Die Probe 7 wurde auf die gleiche Weise wie die Probe 5 hergestellt, jedoch mit der Ausnahme, daß die Positionen der Schicht 7 und der Schicht 9 der Probe 5 ausgetauscht wurden.

Probe 8 - erfindungsgemäßes Beispiel

Die Probe 8 wurde auf die gleiche Weise wie die Probe 5 hergestellt, jedoch mit der Ausnahme, daß die Positionen der Schicht 1 und der Schicht 3 der Probe 5 ausgetauscht wurden.

Probe 9 - erfindungsgemäßes Beispiel

Die Probe 9 wurde auf die gleiche Weise wie die Probe 5 hergestellt, jedoch mit der Ausnahme, daß die Silberhalogenidkörnchen aller Emulsionsschichten der Schicht 7, der Schicht 9 und der Schicht 11 der Probe 5 durch die gleichen monodispersen Silberhalogenidteilchen wie in der Schicht 9 der Probe 4 ersetzt wurden und daß die Silberhalogenidteilchen der Schicht 5 auch durch monodisperse Silberhalogenidkörnchen (Verteilung 10%, mittlere Teilchengröße 0,8 µm) ersetzt wurden.

Probe 10 - erfindungsgemäßes Beispiel

Die Probe 10 wurde auf die gleiche Weise wie die Probe 9 hergestellt, jedoch mit der Ausnahme, daß die monodisperse Silberhalogenidemulsion der Schicht 7, der Schicht 9 und der Schicht 11 und die monodisperse Silberhalogenidemulsion der Schicht 5 der Probe 9 alle durch eine Kern/Hüllen- Silberhalogenidemulsion ersetzt wurden.

Jede der hergestellten Proben wurde dann durch einen optischen Stufenkeil (Graukeil) mit neutralem Licht belichtet und getrennt davon wurden Belichtungen entsprechend der Neutrallicht-Belichtung durchgeführt und dann wurden sie unter Anwendung der nachstehend beschriebenen Verfahren entwickelt, wobei man Farbstoffbilder erhielt. Die erzielten Eigenschaften sind in der weiter unten folgenden Tabelle angegeben.

Behandlungsstufen (bei 38°C) Behandlungsdauer Farbentwickeln 3 min und 15 s Bleichen 6 min und 30 s Waschen 3 min und 15 s Fixieren 6 min und 30 s Waschen 3 min und 15 s Stabilisieren 1 min und 30 s Trocknen


Die Zusammensetzungen der in den jeweiligen Verfahren verwendeten Behandlungsflüssigkeiten waren folgende:

Farbentwickler 4-Amino-3-methyl-N-ethyl-N-(β-hydroxyethyl)-anilinsulfat 4,75 g wasserfreies Natriumsulfit 4,25 g Hydroxylaminhemisulfat 2,0 g wasserfreies Kaliumcarbonat 37,5 g Natriumbromid 1,3 g Trinatriumnitrilotriacetatmonohydrat 2,5 g Kaliumhydroxid 1,0 g Wasser, ad 1 l


Bleichbad Eisenammoniumethylendiamintetraacetat 100,0 g Diammoniumethylendiamintetraacetat 10,0 g Ammoniumbromid 150,0 g Eisessig 10,0 ml Wasser, ad 1 l wäßriges Ammoniak zur Einstellung des pH-Wertes auf 6,0


Fixierbad Ammoniumthiosulfat 175,0 g wasserfreies Natriumsulfit 8,6 g Natriummetabisulfit 2,3 g Wasser, ad 1 l Essigsäure zur Einstellung des pH-Wertes auf 6,0


Stabilisierungsbad Formalin (wäßrige 37%ige Lösung) 1,5 ml Koniducks (ein Produkt der Firma Konishiroku Photo Ind. Co., Ltd.) 7,5 ml Wasser, ad 1 l


Tabelle


Wie aus der vorstehenden Tabelle hervorgeht, kann eine Zunahme der Empfindlichkeit erreicht werden durch Anwendung des Schichtenaufbaus der vorliegenden Erfindung (wie in den Proben 3 bis 10, vergleichen mit den Proben 1 und 2). Die einzelnen Effekte der monodispersen Emulsion allein (Probe 4) und des gefärbten Purpurrotkupplers allein (Probe 3) sind nicht feststellbar, wenn diese jedoch in Kombination verwendet werden, wird insbesondere die Grünempfindlichkeit stark erhöht und der Effekt wird ausgesprochen deutlich, wenn alle erfindungsgemäßen Emulsionsschichten aus der monodispersen Emulsion wie in Probe 9 bestehen, und außerdem wird der Effekt am größten, wenn die monodisperse Emulsion vom Kern/Hüllen-Typ wie in Beispiel 10 angewendet wird. Auch in bezug auf die Verbesserung der Körnigkeit weisen die erfindungsgemäßen Proben ein weit geringeres RMS auf als es in der die monodisperse Emulsion allein enthaltenden Probe 4 und in der den gefärbten Purpurrotkuppler allein enthaltenden Probe 3 zu erwarten war; d. h., die erfindungsgemäßen Proben weisen eine stark verbesserte Körnigkeit auf. Außerdem wurde gefunden, daß durch zusätzliche Verwendung der monodispersen Emulsion die Transmission bis zu der unteren Schicht deutlich erhöht wurde, wodurch die Bildschärfe erhöht wurde, und dieser Effekt war angesichts des Einzeleffekts der getrennten Verwendung überraschend deutlich. Daraus ist auch zu ersehen, daß der Zwischenbildeffekt ebenfalls stark verbessert wurde.


Anspruch[de]
  1. 1. Farbphotographisches Silberhalogenisaufzeichnungsmaterial, gekennzeichnet durch einen Schichtträger, auf den aufgebracht sind mindestens eine grünempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht, mindestens eine rotempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht und mehrere blauempfindliche Silberhalogenidemulsionsschichten mit unterschiedlicher Empfindlichkeit, wobei eine der blauempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschichten als von dem Träger am weitesten entfernte Silberhalogenidemulsionsschicht vorgesehen ist; daß zwischen der am weitesten entfernten blauempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht und der anderen blauempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht mit einer geringeren Empfindlichkeit als die am weitesten entfernte blauempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht mindestens eine grünempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht und mindestens eine rotempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht vorgesehen sind;

    daß mindestens eine Silberhalogenidemulsionsschicht der Emulsionsschichten, die bestehen aus den beiden blauempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschichten und der grünempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht und der rotempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht, die zwischen den beiden blauempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschichten angeordnet sind, monodisperse Silberhalogenidkörnchen enthält; und

    daß die zwischen den beiden blauempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschichten vorgesehene mindestens eine grünempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht einen gefärbten Purpurrotkuppler enthält.
  2. 2. Farbphotographisches Silberhalogenidaufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei der die monodispersen Silberhalogenidkörnchen enthaltenden Schicht um eine blauempfindliche Emulsionsschicht mit hoher Empfindlichkeit oder eine grünempfindliche Emulsionsschicht mit hoher Empfindlichkeit handelt.
  3. 3. Farbphotographisches Silberhalogenidaufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß alle lichtempfindlichen Emulsionsschichten, die das lichtempfindliche Material aufbauen, monodisperse Silberhalogenidkörnchen enthalten.
  4. 4. Farbphotographisches Silberhalogenidaufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei den monodispersen Silberhalogenidkörnchen um solche eines Kern-Hüllen-Typs handelt.
  5. 5. Farbphotographisches Silberhalogenidaufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schichtenaufbau des lichtempfindlichen Materials umfaßt rotempfindliche, grünempfindliche und blauempfindliche Emulsionsschichten mit geringer Empfindlichkeit in der genannten Reihenfolge von dem Schichtträger aus gerechnet, und daß auf diesen Emulsionsschichten ferner angeordnet sind rotempfindliche, grünempfindliche und blauempfindliche Emulsionsschichten mit hoher Empfindlichkeit in der genannten Reihenfolge.
  6. 6. Farbphotographisches Silberhalogenidaufzeichnungsmaterial nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Unterschied der Empfindlichkeit zwischen den Emulsionsschichten mit hoher Empfindlichkeit und den Emulsionsschichten mit geringer Empfindlichkeit 0,3 bis 0,6 logE beträgt.
  7. 7. Farbphotographisches Silberhalogenidaufzeichnungsmaterial nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Emulsionsschicht mit hoher Empfindlichkeit und die Emulsionsschicht mit geringer Empfindlichkeit im wesentlichen die gleiche spektrale Empfindlichkeit besitzen und daß die beiden genannten Emulsionsschichten nach dem Farbentwickeln einen photographischen nicht-diffusionsfähigen Kuppler enthalten, der einen Farbstoff mit einer im wesentlichen gleichen Farbtönung bilden kann.
  8. 8. Farbphotographisches Silberhalogenidaufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Schicht jeweils der rotempfindlichen Emulsionsschichten und der grünempfindlichen Emulsionsschichten zwischen der Emulsionsschicht mit geringer Empfindlichkeit und der Emulsionsschicht mit hoher Empfindlichkeit der blauempfindlichen Emulsionsschichten angeordnet ist und daß die grünempfindliche Emulsionsschicht von dem Schichtträger weiter entfernt angeordnet ist als die rotempfindliche Emulsionsschicht.
  9. 9. Farbphotographisches Silberhalogenidaufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die mittlere Teilchengröße der in den lichtempfindlichen Emulsionsschichten mit hoher Empfindlichkeit verwendeten lichtempfindlichen Silberhalogenidkörnchen 0,7 bis 2,5 µm beträgt und daß ihre mittlere Teilchengröße in den lichtempfindlichen Emulsionsschichten mit geringer Empfindlichkeit 0,2 bis 1,0 µm beträgt.
  10. 10. Farbphotographisches Silberhalogenidaufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß alle Emulsionsschichten eine monodisperse Silberhalogenidemulsion in einer Silberhalogenidmenge von nicht weniger als 50 Gew.-% enthalten.
  11. 11. Farbphotographisches Silberhalogenidaufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die monodispersen Silberhalogenidkörnchen jeweils einen Wert von nicht mehr als 0,20 haben, wobei dieser Wert errechnet wird durch Dividieren der Standardabweichung S der Korngrößenverteilung des Silberhalogenidkörnchens, definiert durch die nachstehend angegebene Formel, durch die mittlere Korngröße ≙:



    wobei unter dem hier verwendeten Ausdruck "mittlere Korngröße ≙" im Falle von kugelförmigen Körnchen ihr Durchmesser zu verstehen ist und im Falle von kubischen oder nichtkugelförmigen Körnchen ein Durchschnittswert der Durchmesser von kreisförmigen Bildern zu verstehen ist, der erhalten wird, wenn ihre Projektionsbilder in äquivalente kreisförmige Flächenbilder umgewandelt werden, und jeder individuelle Korndurchmesser mit ri bezeichnet wird und dann, wenn die Anzahl der ≙ ni beträgt, der ≙ definiert ist durch die Formel:



  12. 12. Farbphotographisches Silberhalogenidaufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 4 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß jedes der Silberhalogenidkörnchen so aufgebaut ist, daß sich der Silberjodidgehalt des Silberhalogenids auf der Oberflächenschicht nicht wesentlich ändert.
  13. 13. Farbphotographisches Silberhalogenidaufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 4 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberflächenschicht nicht mehr als 50% des Gesamtgewichts der Körnchen ausmacht.
  14. 14. Farbphotographisches Silberhalogenidaufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 4 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberflächenschicht umfaßt Silberjodidbromid, das nicht mehr als 3 Mol-% Silberjodid enthält, oder Silberbromid und daß der Kern des Silberhalogenids vom Kern-Hüllen-Typ 0 bis 15 Mol-% Silberjodid enthält.
  15. 15. Farbphotographisches Silberhalogenidaufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das monodisperse Silberhalogenid einen solchen Kristallhabitus aufweist, daß der Kristall ein hexaedrischer, octaedrischer oder tetradecaedrischer Kristall ist.
  16. 16. Farbphotographisches Silberhalogenidaufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Gehalt an dem gefärbten Purpurrotkuppler, der in mindestens einer der grünempfindlichen Emulsionsschichten enthalten ist, 0,5 bis 5 Mol-%, bezogen auf das Silberhalogenid, beträgt.
  17. 17. Farbphotographisches Silberhalogenidaufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Transmissionsdichte des gefärbten Purpurrotkupplers, der in mindestens einer der grünempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschichten enthalten ist, 0,05 bis 0,25 beträgt.
  18. 18. Farbphotographisches Silberhalogenidaufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei dem gefärbten Purpurrotkuppler um eine Verbindung der allgemeinen Formel handelt:



    worin bedeuten:

    R&sub1; einen Arylrest oder einen heterocyclischen Rest;

    R&sub2; einen Phenylrest mit einem Halogenatom, einen Alkoxyrest oder einen Aryloxyrest in der o-Position, bezogen auf den Iminorest, der in der 3-Position mit einem Pyrazolonring verbunden ist; und

    R&sub3; einen Phenylrest mit einem Hydroxyrest in der p- Position, bezogen auf den Azo-Rest.
  19. 19. Farbphotographisches Silberhalogenidaufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei dem gefärbten Purpurrotkuppler um eine Verbindung der allgemeinen Formel handelt



    worin bedeuten:

    R einen Phenylrest mit einem Substituenten;

    R&sub4; und R&sub5; jeweils ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, einen Hydroxyrest, einen Alkylrest, einen Alkoxyrest oder einen Acylaminorest, mit der Maßgabe, daß einer der Reste R&sub4; und R&sub5; ein Hydroxyrest ist und nicht beide Reste R&sub4; und R&sub5; gleichzeitig Hydroxyreste sein können;

    R&sub6; ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, einen Alkylrest, einen Alkoxyrest, einen Nitrorest oder einen Acylaminorest; und

    R&sub7; ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom oder einen monovalenten organischen Rest.
  20. 20. Farbphotographisches Silberhalogenidaufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei dem gefärbten Purpurrotkuppler um eine 4-Phenylazo-2-pyrazolin-5-on-Verbindung handelt, die in der p-Position, bezogen auf ihren Azo-Rest, einen Substituenten-Alkoxyrest der Formel aufweist

    -O-Alk-X-R&sub8; (III)

    worin bedeuten:

    Alk einen geradkettigen oder verzweigtkettigen Alkylenrest, der einen Arylrest-Substituenten tragen kann;

    X einen verbindenden Rest; und

    R&sub8; einen Arylrest oder einen substituierten Arylrest.
  21. 21. Farbphotographisches Silberhalogenidaufzeichnungsmaterial nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei dem gefärbten Purpurrotkuppler um eine Verbindung der Formel handelt



    worin Alk, X und R&sub8; die gleichen Bedeutungen wie in der Formel (III) haben, R&sub9; ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom oder einen Elektronen abgebenden Substituenten und Cp einen 2-Pyrazolin-5-on-Rest bedeuten, der in der 4- Position gebunden ist.
  22. 22. Farbphotographisches Silberhalogenidaufzeichnungsmaterial nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei dem Rest Cp in der Formel (IV) um eine Verbindung der Formel handelt



    worin bedeuten:

    R&sub1;&sub0; einen Alkylrest, einen substituierten Alkylrest, einen Arylrest, einen substituierten Arylrest oder einen 5- oder 6-gliedrigen heterocyclischen Rest; und

    R&sub1;&sub1; einen Alkylrest, einen Acylaminorest oder einen Anilinorest.
  23. 23. Farbphotographisches Silberhalogenidaufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 20 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei dem gefärbten Purpurrotkuppler um eine 4-Phenylazo-2-pyrazolin-5-on-Verbindung der nachstehend angegebenen Formel (VI) handelt, worin der 4-Phenylazo-Rest einen substituierten Alkoxyrest in der p- Position, bezogen auf ihren Azorest, aufweist:



    worin bedeuten:

    R&sub8;, X und Alk die gleichen Reste wie in der Formel (III);

    Y einen Phenylrest oder einen substituierten Phenylrest;

    Z ein Wasserstoffatom, einen Alkylrest, einen Alkoxyrest, ein Halogenatom, einen Nitrorest, einen Cyanorest oder einen Hydroxylrest;

    W ein Wasserstoffatom, einen Alkylrest, einen Alkoxyrest, einen Alkylthiorest, einen Alkylsulfonylrest, einen Arylrest, einen Aryloxyrest, einen Arylsulfonylrest, einen Aryloxysulfonylrest, einen Aminorest, einen substituierten Aminorest, einen Carbamoylrest, einen Sulfamoylrest, einen N-substituierten Carbamoylrest oder einen N-substituierten Sulfamoylrest.
  24. 24. Farbphotographisches Silberhalogenidaufzeichnungsmaterial nach Anspruch 20, 21 oder 23, dadurch gekennzeichnet, daß der bindende Rest X ausgewählt wird aus O, S, CO, SO&sub2;, SO&sub2;O, CONQ, NQCO, SO&sub2;NQ oder NQSO&sub2;, worin Q ein Wasserstoffatom, einen Alkylrest oder einen Arylrest darstellt.
  25. 25. Farbphotographisches Silberhalogenidaufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei dem gefärbten Purpurrotkuppler um eine Verbindung der Formel handelt



    worin bedeuten:

    R&sub1;&sub2;, R&sub1;&sub3; und R&sub1;&sub4;, die gleich oder voneinander verschieden sein können, jeweils ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, einen Nitrorest, einen Cyanorest, einen Alkylrest, einen Alkoxyrest, einen Alkoxycarbonylrest oder einen Carboxyamidorest;

    R&sub1;&sub5; ein Halogenatom, einen Alkoxyrest oder einen Aryloxyrest;

    R&sub1;&sub6; einen Carboxyamidorest, einen Sulfonamidorest, einen Alkoxycarboxyamidorest, einen Aryloxycarboxyamidorest, einen Imidorest, einen Carbamoylrest, einen Sulfamoylrest, einen Alkoxycarbonylrest oder einen Aryloxycarbonylrest;

    R&sub1;&sub7; ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest;

    R&sub1;&sub8; einen Alkylrest, einen Alkoxyrest, einen Aryloxyrest, einen Alkylaminorest oder einen Arylaminorest, wobei die durch R&sub1;&sub7; und R&sub1;&sub8; repräsentierten Alkylreste einen 4- oder 5-gliedrigen Ring bilden können; und

    R&sub1;&sub9; ein Wasserstoffatom, einen Hydroxylrest, einen Alkylrest oder einen Alkoxyrest, mit der Maßgabe, daß dann, wenn R&sub1;&sub9; einen Hydroxylrest bedeutet, der Rest in der m-Position, bezogen auf den Azorest, substituiert ist.
  26. 26. Farbphotographisches Silberhalogenidaufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei dem gefärbten Purpurrotkuppler um eine Verbindung der Formel handelt:



    worin bedeuten:

    R einen Phenylrest mit einem Substituenten;

    R&sub4; und R&sub5; jeweils ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, einen Hydroxyrest, einen Alkylrest, einen Alkoxyrest oder einen Acylaminorest, mit der Maßgabe, daß einer der Reste R&sub4; und R&sub5; einen Hydroxylrest darstellt und nicht beide Reste R&sub4; und R&sub5; gleichzeitig Hydroxylreste sein können;

    R&sub6; ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, einen Alkylrest, einen Alkoxyrest, einen Nitrorest oder einen Acylaminorest; und

    R&sub7; ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom oder einen monovalenten organischen Rest.






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