PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69101889T2 22.12.1994
EP-Veröffentlichungsnummer 0471054
Titel WASSERBESTÄNDIGE BESCHICHTUNGSZUSAMMENSETZUNG FÜR AUGENWIMPERN UND VERFAHREN ZUR DESSEN HERSTELLUNG.
Anmelder L'Oréal, Paris, FR
Erfinder ARRAUDEAU, Jean-Pierre, F-75015 Paris, FR;
PATRAUD, Jeanne, F-75013 Paris, FR;
PIOT, Bertrand, 92250 La Garenne Colombes, FR
Vertreter Kinzebach, W., Dipl.-Chem. Dr.phil.; Riedl, P., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Schweiger, G., Dipl.-Chem.Univ. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 81679 München
DE-Aktenzeichen 69101889
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, IT, LI, NL, SE
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 21.02.1991
EP-Aktenzeichen 919054536
WO-Anmeldetag 21.02.1991
PCT-Aktenzeichen FR9100142
WO-Veröffentlichungsnummer 9112793
WO-Veröffentlichungsdatum 05.09.1991
EP-Offenlegungsdatum 19.02.1992
EP date of grant 04.05.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.12.1994
IPC-Hauptklasse A61K 7/032
IPC-Nebenklasse A61K 7/48   A61K 7/06   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine kosmetische, wasserbeständige Zusammensetzung zum Auftragen auf die Wimpern. Eine solche Zusammensetzung enthält, da sie zum Schminken von Wimpern bestimmt ist, im allgemeinen Pigmente und wird in diesem Fall als "Maskara" bezeichnet. Falls sie keine Pigmente enthält, bildet sie einfach eine Schminkgrundlage für Wimpern oder eine Behandlungsgrundlage für die Wimpern. Die vorliegende Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Herstellung dieser neuen Zusammensetzung.

Die wasserbeständigen Wimperntuschen, die gegenwärtig auf dem Markt sind, sind wasserfreie Produkte auf der Grundlage von wasserfreien organischen Lösungsmitteln. Der Hauptnachteil dieser Wimperntuschen ist deren mangelhafte Verlängerungseigenschaft, die geringer ist, als die der nicht wasserbeständigen Wimperntuschen. Es existieren weiterhin wasserbeständige Wimperntuschen, die in Form einer Wasser-in-Öl Emulsion vorliegen; ihre Wasserbeständigkeit ist jedoch nicht zufriedenstellend.

Aus der GB-A 2 167 301 und der FR-A 2 528 699 ist die Herstellung von Wimperntuschen bekannt, die aus einer Emulsion von Wachsen in Wasser bestehen und die nicht wasserbeständig sind und ein filmbildendes, wasserlösliches Polymer und ein Emulgiermittel enthalten. Weiterhin ist aus der GB-A 2 216 797 die Herstellung einer wasserbeständigen Wimperntusche bekannt, die aus einer wässrigen Lösung eines filmbildenden, wasserlöslichen Polymers und einem Emulgiermittel besteht. Dieses Dokument gestattet es daher nicht, vorauszusagen, ob man durch Beimengung eines filmbildenden Polymers in Abwesenheit eines Emulgiermittels eine wasserbeständige Wimperntusche erhalten kann.

Die Anmelderin hat völlig überraschend festgestellt, daß es möglich ist, wenn man in eine wasserbeständige Maskara- Zusammensetzung vom wasserfreien Typ eine wässrige Lösung wenigstens eines filmbildenden, wasserlöslichen Polymers aufnimmt, die Wasserbeständigkeit der Maskara wesentlich zu erhöhen, und gleichzeitig eine Zusammensetzung zu erhalten, die ohne Emulgiermittel stabil ist, obwohl sie Wasser in einer vollkommen hydrophoben Umgebung enthält, und ebenfalls eine Maskara zu erhalten, die überlegene, kosmetische Eigenschaften gegenüber bisher bekannten wasserbeständigen Wimperntuschen besitzt, besonders unter dem Gesichtspunkt der Schnelligkeit des Schminkens, einer leichten Anwendung, der Verlängerung und der Krümmung der Wimpern. Es ist notwendig, anzumerken, daß es die Zugabe eines filmbildenden Polymers in Abwesenheit von Wasser nicht erlaubt, die Qualitäten einer Wimperntusche zu verbessern. Die Gegenwart von Wasser in einem filmbildenden Polymer ist daher notwendig.

Die Einführung einer wässrigen Lösung von wasserlöslichen Substanzen oder von Wasser in ein normalerweise wasserfreies kosmetisches Produkt ist schon beschrieben worden, insbesondere in der japanischen Patentanmeldung Nr. 61/83110, aber es handelt sich in diesem Fall um ein kosmetisches Produkt zur kutanen Verwendung, insbesondere um einen Lippenstift, dessen Zweck die Zufuhr von hydratisierenden Substanzen und die Aufbringung eines Fett- und Feuchtigkeitsfilms auf die Lippen ist; gemäß diesem Dokument dispergiert man Wasser oder eine wässrige Lösung einer wasserlöslichen Substanz in einem Lippenrot oder einer Lippenrot-Grundlage in Gegenwart von einem oder mehreren Dispersionsmitteln, die ausgewählt sind unter Cholesterin, Phytosterolen, Phospholipiden und Saponinen. Die Gegenwart von Dispersionsmitteln, wie den Sterolen, ist zur Herstellung und zur Stabilität dieser Produkte unentbehrlich, denn diese Dispersionsmittel gestatten die Aufnahme einer wässrigen Phase in die wasserfreie Grundlage.

Es ist bestätigt worden, daß die erfindungsgemäße kosmetische Zusammensetzung zum Schminken von Wimpern vollständig in Abwesenheit von Sterolen realisierbar ist, die trotzdem in der Formulierung in sehr geringen Konzentrationen über die Wachse vorhanden sein können.

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist somit ein neues industrielles Erzeugnis, das eine wasserbeständige Zusammensetzung zum Auftragen auf Wimpern darstellt, die wenigstens ein Wachs, wenigstens ein Konsistenzmittel und wenigstens ein flüchtiges organisches Lösungsmittel enthält, das dadurch gekennzeichnet ist, daß es zusätzlich 1 bis 35 %, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, einer wässrigen Lösung wenigstens eines filmbildenden, wasserlöslichen Polymers enthält, wobei die Konzentration des (der) filmbildenden, wasserlöslichen Polymers (Polyrnere) in der Lösung im Bereich von 0,1 bis 55 Gew.% aktives Material liegt, und daß es kein Emulgierungsmittel enthält.

Das (oder die) filmbildende(n) Polymer(e) ist (sind) insbesondere ausgewählt unter:

- Keratinderivaten, wie Keratinhydrolysaten und sulfonierten Keratinen;

- anionischen, kationischen, amphoteren oder nicht-ionischen Derivaten von Chitin oder Chitosan;

- Cellulosederivaten, wie Hydroxyethylcellulose, Hydroxypropylcellulose, Methylcellulose, Ethylhydroxyethylcellulose, Carboxymethylcellulose sowie quaternisierte Cellulosederivate;

- Acrylpolymeren, wie Polyacrylate und Polymethacrylate sowie Acryl-Copolymere;

- Polyvinylpyrrolidonen und Vinylcopolymeren, wie das Copolymer aus Methylvinyläther und Äpfelsäureanhydrid oder das Copolymer aus Vinylacetat und Crotonsäure;

- natürlichen Polymeren, wie:

. Gummi Arabicum, Guar-Gummi, Xanthanderivate und Karaya-Gummi;

. Alginaten und Carraghenaten;

. Glycoaminoglycanen, Hyaluronsäure und deren Derivaten;

- Ethylenpolymeren, wie Polyethylenglycolen; und

- oxyethylenierten Silikonen.

Das (oder die) Wachs(e) ist (oder sind) insbesondere ausgewählt unter tierischen, pflanzlichen, mineralischen oder synthetischen Wachsen und verschiedenen Fraktionen natürlicher Wachse, wobei die Wachse im allgemeinen einen Schmelzpunkt von 60 bis 110ºC und bei 25ºC eine Nadel-Penetration im Bereich von etwa 3 bis 40, bestimmt gemäß der amerikanischen Norm ASTM D5 oder gemäß der französischen Form NFT 004, aufweisen. Das Prinzip der Messung der Nadel-Penetration gemäß diesen beiden Normen besteht darin, die Tiefe, ausgedrückt in zehntel Millimetern, zu messen, in die eine normale Nadel (Gewicht 2,5 g, befestigt an einem Nadelträger von 47,5 g Gewicht, das ergibt zusammen 50 g), die für 5 Sekunden auf dem Wachs plaziert wird, eindringt.

Unter tierischen Wachsen, die verwendet werden können, sind unter anderem Bienenwachs, Lanolinwachs und chinesisches Insektenwachs zu nennen. Von den pflanzlichen Wachsen können unter anderem Carnauba-, Candelilla- und Ouricoury-Wachs, Korkfaserwachse, Zuckerrohrwachse und Japanwachse genannt werden. Von den mineralischen Wachsen können insbesondere Paraffine, mikrokrystalline Wachse, Braunkohlenwachse (Montanwachs) und die Ozokerite genannt werden. Von den synthetischen Wachsen können insbesondere die Polyethylenwachse, die Wachse, die durch die Fischer-Tropsch-Synthese erhältlich sind, und die wachsartigen Polymere sowie deren Ester genannt werden. Diese Wachse sind alle dem Fachmann bekannt.

Vorzugsweise ist (sind) das (die) erfindungsgemäß zu verwendende(n) Wachs(e) bei einer Temperatur unterhalb von 50ºC fest und hart. Weiterhin beträgt die Konzentration des Wachses (der Wachse), bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, insbesondere etwa 2 bis 40 Gew.%

Das (oder die) Konsistenzmittel ist (sind) ausgewählt unter organisch modifizierten Tonmineralen, wie den Montmorilloniten und den Hectoritderivaten, z.B. Bentonit. Die Konzentration der (des) Konsistenzmittel(s) beträgt, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, insbesondere etwa 5 bis 15 Gew.%.

Das (oder die) flüchtige(n) organische(n) Lösungsmittel ist (oder sind) insbesondere ausgewählt unter Isoparaffin, Terpentinöl, Isoproylalkohol, Ethylalkohol, Lackbenzin und flüchtigen Silikonderivaten; die Konzentration des (der) organischen Lösungsmittel(s) beträgt, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, insbesondere etwa 35 bis 50 Gew. %.

Außerdem kann die erfindungsgemäße Zusammensetzung bis zu 10 Gew.%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, wenigstens eines Füllstoffs enthalten. Die Füllstoffe sind im wesentlichen zur Steigerung der Bedeckung mit Produkt bestimmt und sind insbesondere Pulver, die üblicherweise bei kosmetischen Produkten verwendet werden, wie Talkum, Stärke, Kaolin und Polyamide.

Die erfindungsgemäße Zusammensetzung kann auch wenigstens ein Pigment enthalten, dessen Anteil bis zu 20 Gew.%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, betragen kann, je nach der Färbung und der Intensität der Färbung, die man erhalten möchte. Es ist jedoch, wie oben erwähnt, möglich, eine Zusammensetzung ohne Pigmente herzustellen, die in diesem Fall eine Schminkgrundlage für Wimpern oder eine wasserbeständige Behandlungsgrundlage für Wimpern darstellt.

Die brauchbaren Pigmente sind insbesondere ausgewählt unter mineralischen Pigmenten, organischen Pigmenten, Perlglanzpigmenten und beschichteten Pigmenten.

Als mineralische Pigmente können beispielsweise genannt werden:

- Titandioxyd (Rutil oder Anatas), das gegebenenfalls oberflächenbehandelt ist und gemäß dem Color Index unter der Referenz CI 77891 kodifiziert ist;

- die schwarzen, gelben, roten und braunen Eisenoxyde, kodifiziert unter den Referenzen CI 77499, 77492, 77491;

- Manganviolett (CI 77742);

- Ultramarinblau (CI 77007);

- Chromoxyd (CI 77288);

- Chromhydrat (CI 77289); und

- blaues Eisenoxyd (CI 77510).

Von den organischen Pigmenten können insbesondere die Pigmente genannt werden, die von der Food & Drug Administration der U.S.A. unter den folgenden Bezeichnungen geführt werden:

- D & C red Nr. 19 (CI 45170)

- D & C red Nr. 9 (CI 15585)

- D & C red Nr. 30 (CI 73360)

- D & C red Nr. 3 (CI 45430)

- D & C red Nr. 21 (CI 45380)

- D & C red Nr. 27 (CI 45410)

- D & C red Nr. 13 (CI 15630)

- D & C red Nr. 7 (CI 15850 - 1)

- D & C red Nr. 6 (CI 15850 - 2)

- D & C red Nr. 36 (CI 12085)

- D & C orange Nr. 10 (CI 45425)

- D & C orange Nr. 4 (CI 15510)

- D & C orange Nr. 5 (CI 45370)

- D & C yellow Nr. 6 (CI 15985)

- D & C yellow Nr. 5 (CI 19140)

sowie:

- Ruß (CI 77266) und

- Lacken auf der Grundlage des Karminrots der Schildlaus (CI 75470).

Die Perlglanzpigmente können insbesondere ausgewählt sein unter:

- weißen Perlglanzpigmenten, wie Glimmer, der Titanoxyd bedeckt, das Wismutoxichlorid; und

- farbigen Perlglanzpigmenten, wie Titanglimmer mit Eisenoxyd, Titanglimmer mit blauem Eisenoxid oder Chromoxyd, Titanglimmer mit einem organischen Pigment des oben erwähnten Typs, sowie solche auf der Basis von Wismutoxichlorid;

- beschichteten Pigmenten, wie denjenigen, die man ausgehend von den oben aufgeführten Pigmenten erhält und deren Oberfläche mit verschiedenen Substanzen behandelt worden ist, wie z.B. Aminosäuren, Silikonen, Metallsalzen oder Kollagen.

Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können auch, zusätzlich zu den oben erwähnten Bestandteilen, Inhaltsstoffe enthalten, die in klassischer Weise für Schminkzusammensetzungen für Wimpern verwendet werden und die insbesondere ausgewählt sind unter weichmachenden Mitteln, Konservierungsmitteln, Sequestriermitteln, Parfums, Verdickungsmitteln, Ölen, Silikonen, Kohäsionsmitteln, nicht-filmbildenden Polymeren, alkalisch oder sauer machenden Mitteln, und Mitteln, deren günstige Wirkung auf die Wimpern anerkannt ist, wie Vitamine und Aminosäuren.

Ein erfindungsgemäßer Gegenstand ist auch ein Verfahren zur Herstellung einer wasserbeständigen Zusammensetzung zum Auftragen auf Wimpern, die wie oben definiert ist, wobei das Verfahren dadurch gekennzeichnet ist, daß man:

- in einem ersten Schritt die Bestandteile der Fettphase und gegebenenfalls die fettlöslichen Additive miteinander vermischt;

- in einem zweiten Schritt zu der so erhaltenen Mischung die Füllstoffe und/oder gegebenenfalls die Pigmente und anschließend das (oder die) organische(n) flüchtige(n) Lösungsmittel gibt;

und

- in einem dritten Schritt in der resultierenden Mischung die wässrige Phase dispergiert, welche das (oder die) filmbildende(n) wasserlösliche(n) Polymer(e) und gegebenenfalls die wasserlöslichen Zusätze und/oder aktiven Bestandteile enthält.

Um den erfindungsgemäßen Gegenstand besser verständlich zu machen, werden nun rein illustrative Beispiele für mehrere Ausführungsarten beschrieben. Die Beispiele 1 bis 9 stellen Beispiele für Formulierungen von verschiedenen Wimperntuschen dar, die in Übereinstimmung mit den allgemeinen, oben definierten Verfahrensweisen hergestellt werden. Diese Wimperntuschen sind, obwohl sie keine Emulgierungsmittel enthalten, stabil; sie sind auf Wimpern von Anwenderinnen aufgetragen worden, und sie haben sich als völlig zufriedenstellend erwiesen. Die Beispiele 10 - 12 beschreiben Vergleichsversuche und die Ergebnisse zwischen den erfindungsgemäßen Wimperntuschen und den klassischen, wasserresistenten Wimperntuschen, wobei der Unterschied in der Gegenwart einer wässrigen Lösung eines filmbildenden, wasserlöslichen Polymers in ersteren besteht.

Beispiel 1:

Eine wasserbeständige Wimperntuschenformulierung wird folgendermaßen hergestellt:

Paraffinwachs ... 12 g

Lanolinalkohol ... 15 g

Stärke ... 2 g

Eisenoxyd ... 5 g

Isoparaffin ... 45 g

Montmorillonit ... 8 g

Panthenol ... 3 g

Chitosanpyrrolidoncarboxylat, verkauft unter der Bezeichnung "KYTAMER PC" von der Firma "AMERCHOL" ... 3 g

Wasser ... 7 g

Konservierungsmittel ...soviel wie erforderlich

Beispiel 2:

Eine wasserbeständige Wimperntuschen-Formulierung wird folgendermaßen hergestellt:

Carnaubawachs ... 12 g

Lanolinalkohol ... 15 g

Stärke ... 2 g

Eisenoxyd ... 5 g

Isoparaffin ... 45 g

Montmorillonit ... 8 g

Keratin-Hydrolysat, verkauft unter der Bezeichnung "KERASOL" von der Firma "CRODA CHEMICALS" ... 2,5 g

Wasser ... 10,5 g

Konservierungsmittel ...soviel wie erforderlich

Beispiel 3:

Eine wasserbeständige Wimperntuschen-Formulierung wird folgendermaßen hergestellt:

Natürliches Binenwachs ... 12 g

Paraffin ... 15 g

Stärke ... 2 g

Eisenoxyd ... 5 g

Isoparaffin ... 45 g

Montmorillonit ... 8 g

Cystein ... 0,5 g

Hydroxyprolin ... 0,5 g

Vinylimidazolinium-Methochlorid/Vinylpyrrolidon-Copolymer (Gewichtsverhältnis: 30/70), verkauft unter der Bezeichnung "LUVIQUAT FC 370" von der Firma "BASF" ... 4 g

Wasser ... 8 g

Konservierungsmittel ... soviel wie erforderlich

Beispiel 4:

Eine wasserbeständige Wimperntuschen-Formulierung wird folgendermaßen hergestellt:

Paraffin ... 12 g

Lanolinalkohol ... 15 g

Talkum ... 2 g

Eisenoxyd ... 5 g

Isoparaffin ... 45 g

Montmorillonit ... 8 g

Acrylamid/chlorid-Copolymer Dimethyl diallylammonium in wässriger Lösung, mit 7 % Trockensubstanz, verkauft unter der Bezeichnung "MERQUAT 550" von "MERCK"... 2 g

Wasser ... 11 g

Konservierungsmittel ... soviel wie erforderlich

Beispiel 5:

Eine wasserbeständige Wimperntuschen-Formulierung wird folgendermaßen hergestellt:

Modifiziertes Bienenwachs ... 10 g

Paraffin ... 10 g

Stärke ... 2 g

Eisenoxyd ... 7 g

Isoparaffin ... 50 g

Montmorillonit ... 8 g

Hydroxyethylcellulose Diallyldimethylammoniumchlorid, verkauft unter der Bezeichnung "CELQUAT L200" von der Firma "NATIONAL STARCH" ... 1,5 g

Wasser ... 11,4 g

Konservierungsmittel ...soviel wie erforderlich

Beispiel 6:

Eine wasserbeständige Wimperntuschen-Formulierung wird folgendermaßen hergestellt:

Natürliches Bienenwachs ... 10 g

Paraffin ... 6 g

Ozokerit ... 6 g

Talkum ... 2 g

Eisenoxyd ... 5 g

Montmorillonit ... 8 g

Isoparaffin ... 50 g

Vinylpyrrolidon/Vinylacetat-Copolymer, verkauft unter der Bezeichnung "PVP/VA W-735" von der Firma "GAF CORP." ... 3 g

Wasser ... 10 g

Konservierungsmittel ...soviel wie erforderlich

Beispiel 7:

Eine wasserbeständige Wimperntuschen-Formulierung wird folgendermaßen hergestellt:

Paraffinwachs ... 10 g

Lanolinalkohol ... 13 g

Stärke ... 2 g

Eisenoxyd ... 5 g

Isoparaffin ... 41,5 g

Montmorillonit ... 8 g

Panthenol ... 5 g

Gummi Arabicum ... 8,5 g

Wasser ... 7 g

Konservierungsmittel ... soviel wie erforderlich

Beispiel 8:

Eine wasserbeständige Wimperntuschenformulierung wird folgendermaßen hergestellt:

Paraffinwachs ... 12 g

Stearinsäure ... 17 g

Stärke ... 1 g

Eisenoxyd ... 5 g

Isoparaffin ... 44,5 g

Montmorillonit ... 10 g

Chitosan-pyrrolidoncarboxylat, verkauft unter der Bezeichnung "KYTAMER PC" von der Firma "AMERCHOL" ... 1,5 g

Wasser ... 9 g

Konservierungsmittel ...soviel wie erforderlich

Beispiel 9:

Eine wasserbeständige Wimperntuschen-Formulierung wird folgendermaßen hergestellt:

Paraffinwachs ... 12 g

Ölsäure ... 12 g

Pflanzliches ... Öl 6 g

Stärke ... 1 g

Eisenoxyd ... 5 g

Isoparaffin ... 41 g

Montmorillonit ... 10 g

Hydroxyprolin ... 0,5 g

Cystein ... 0,5 g

Hydroxypropylmethylcellulose, verkauft unter der Bezeichnung "METHOCEL E" von der Firma "DOW CHEMICAL" ... 2 g

Wasser ... 10 g

Konservierungsmittel ... soviel wie erforderlich

Beispiel 10:

Eine wasserbeständige Wimperntuschenformulierung wird folgendermaßen hergestellt:

Natürliches Bienenwachs ... 12 g

Paraffin ... 10 g

Carnaubawachs ... 7 g

Stärke ... 2 g

Eisenoxyd ... 5 g

Isoparaffin ... 47,8 g

Montmorillonit ... 7,5 g

Chitosanglutamat, verkauft unter der Bezeichnung "SEA CURE 110" von der Firma "PROTAN" ... 0,7 g

Wasser ... 8 g

Konservierungsmittel ...soviel wie erforderlich

Beispiel 11: (Vergleich)

86 Anwenderinnen sind gebeten worden, die zwei folgenden Wimperntuschen nacheinander zu testen, wobei der Applikator identisch war:

1) Wimperntusche A: klassische, wasserbeständige Wimperntusche folgender Formulierung:

Carnaubawachs ... 13,8 g

Lanolinalkohol ... 17,2 g

Stärke ... 2,3 g

Eisenoxyd ... 5,7 g

Isoparaffin ... 51,8 g

Montmorillonit ... 9,2 g

2) Wimperntusche B: erfindungsgemäße Wimperntusche, die der Formulierung der Wimperntusche "A" entspricht, wobei man 10 Gew. % einer wässrigen Lösung (mit 13 Gew.% Trockensubstanz) eines Keratinhydrolysates zugefügt hat, das unter der Bezeichnung "KERASOL" von der Firma "CRODA CHEMICALS" verkauft wird.

Man hat sie danach gebeten, ihre Urteile zu verschiedenen Parametern abzugeben, und diese beiden Wimperntuschen bis 10, Kriterium für Kriterium und insgesamt zu benoten. Die prozentualen Bewertungen ausgedrückten Urteile sowie die abgegebenen Noten sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

Parameter Wimperntusche % der abgegebenen Beurteilung Leichtigkeit der Anwendung Auftrag Verlängerung Krümmung Leicht ziemlich leicht etwas schwer schwer Durchschnittsnote Gut zu viel ungenügend unregelmäßig Ziemlich gut "nicht vorhanden" Mittel

Diese Tabelle zeigt, daß die Wimperntusche B ganz deutlich gegenüber der Wimperntusche A bevorzugt wird.

Beispiel 12: (Vergleich)

Es wird die Remanenz gegenüber Wasser von verschiedenen Wimperntuschen verglichen.

Der durchgeführte Versuch basiert darauf, daß die Ultraschallenergie, die sich durch Wasser fortpflanzt, auf einer geschminkten Wimper Kavitationen erzeugt, die eine Reinigungswirkung besitzen. Der Vorteil dieses Verfahrens liegt, im Vergleich zur Wirkung eines Wasserstroms, auf die Wimper, in seiner Schnelligkeit.

Die allgemeine Vorgehensweise ist wie folgt:

5 menschliche Wimpern von ein und derselben Person wurden an ihrer Wurzel auf einer Papptafel befestigt. Man färbte die Wimpern manuell mit einer Wimperntusche und ließ sie 15 Minuten trocknen. Danach wurden sie in eine mit Wasser gefüllte Wanne getaucht und für 5 Minuten und danach für weitere 7 Minuten mit Ultraschall behandelt. Fotografien sind vor dem Schminken, direkt vor der Immersion und nach Ablauf einer 10-minütigen Immersion aufgenommen worden. Eine Vergrößerung der Negative, gefolgt von einer planimetrischen Untersuchung erlaubt es, den Verlust an Wimperntusche nach Ablauf von 10 Minuten festzustellen.

Dieser Untersuchung wurden die in Beispiel 10 definierten Wimperntuschen A und B und eine erfindungsgemäße Wimperntusche C, in welcher die Keratinhydrolysat-Lösung mit 13 Gew.% der Trockensubstanz der Wimperntusche B durch eine wässrige Lösung mit 3 Gew.% der Trockensubstanz eines Copolymers (quaternisierte Hydroxyethylcellulose/Acrylpolymer) (Gewichtsverhältnis 1/5) ersetzt worden ist, unterzogen. Man bestimmt den Prozentwert P des Verlustes an Wimperntusche auf den Wimpern, die in einer Wanne 10 Minuten mit Ultraschall gemäß dem oben definierten experimentellen Verfahren getaucht worden sind. Die Ergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:

Wimperntusche

Die Prozentwerte des Verlustes nach Ablauf von 10 Minuten zeigen die sehr gute Wasserbeständigkeit der erfindungsgemäßen Wimperntuschen B und C. Es ist anzunehmen, daß die erfindungsgemäßen, aufgenommenen wasserlöslichen und filmbildenden Polymere die Struktur der Wimper plastifizieren und deren Wasserbeständigkeit verstärken.

Beispiel 13: (Vergleich)

Der Vergleich der elektronenmikroskopischen Fotografien der mit den in Beispiel 10 definierten Wimperntuschen A und B beschichteten Wimpern zeigt, daß die Beschichtung der Wimper nach dem Schminken mit der erfindungsgemäßen Wimperntusche B homogener und regelmäßiger ist als mit der Wimperntusche A.

Beispiel 14: (Vergleich)

Es sind zwei Wimperntuschen hergestellt worden, die als filmbildendes Polymer ein Chitosanpyrrolidoncarboxylat enthalten, das unter der Bezeichnung "KYTAMER PC" von der Firma "AMERCHOL" verkauft wird, wobei das Polymer in Form einer wässrigen Lösung und in die Wimperntusche E in dessen wasserfreier Form eingeführt worden ist.

Diese beiden Wimperntuschen besitzen die folgenden Zusammensetzungen:

Bestandteile Paraffinwachs Stearinsäure Stärke Eisenoxyd Isoparaffin Montmorillonit Chitosanpyrrolidoncarboxylat, verkauft unter der Bezeichnung "KYTAMER PC" von der Firma "AMERCHOL" Wasser

Der Vergleich von Fotografien eines Mikroskoppräparates von einer Schicht der Wimperntusche D mit der Wimperntusche E zeigt, daß die Wimperntusche D eine weiche, homogene Paste ist, während die Wimperntusche E heterogen ist und feste Teilchen des filmbildenden Polymers aufweist.


Anspruch[de]

1. Wasserbeständige Zusammensetzung zum Auftragen auf die Wimpern, enthaltend wenigstens ein Wachs, wenigstens ein Konsistenzmittel und wenigstens ein flüchtiges organisches Lösungsmittel, dadurch gekennzeichnet, daß es zusätzlich 1 bis 35 %, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, einer wäßrigen Lösung wenigstens eines filmbildenden, Wasserlöslichen Polymers enthält, wobei die Konzentration des (der) filmbildenden, wasserlöslichen Polymers (Polymere) in der Lösung im Bereich von 0,1 bis 55 Gew.-% aktives Material liegt und daß es kein Emulgierungsmittel enthält.

2. Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das (die) filmbildende(n) Polymer(e) ausgewählt ist (sind) unter Keratinderivaten; anionischen, kationischen, amphoteren oder nicht-ionischen Derivaten von Chitin oder Chitosan; Cellulosederivaten; Acrylpolymeren und -copolymeren; Polyvinylpyrrolidonen und Vinylcopolymeren; natürlichen Polymeren; Ethylenpolymeren; und oxyethylenierten Silikonen.

3. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das (oder die) Wachs(e) ausgewählt ist (sind) unter tierischen, pflanzlichen, mineralischen oder synthetischen Wachsen, und verschiedenen Fraktionen natürlicher Wachse, wobei die Wachse einen Schmelzpunkt im Bereich von 60 bis 110ºC und bei 25ºC eine Nadel-Penetration im Bereich von 3 bis 40, bestimmt in Übereinstimmung mit den Normen ASTM D5 oder NFT 004, aufweisen.

4. Zusammensetzung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das (oder die) Wachs(e) bei einer Temperatur von weniger als 50ºC fest und hart ist (oder sind).

5. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Wachskonzentration, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, 2 bis 40 Gew.-% beträgt.

6. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das (die) Konsistenzmittel ausgewählt ist (sind) unter organisch modifizierten Tonmineralien.

7. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennnzeichnet, daß die Konzentration der (des) Konsistenzmittel(s), bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, 5 bis 15 Gew.-% beträgt.

8. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das (oder die) flüchtige(n) organische(n) Lösungsmittel ausgewählt ist (oder sind) unter Isoparaffin, Terpentinöl, Isopropylalkohol, Ethylalkohol, White Spirit und flüchtigen Silikonderivaten.

9. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentration der (des) flüchtigen organischen Lösungsmittel(s), bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, 35 bis 50 Gew.-% beträgt.

10. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß sie bis zu 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, wenigstens eines pulverförmigen Füllstoffs enthält, ausgewählt unter Talkum, Stärke, Kaolin und Polyamiden.

11. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß sie bis zu 20 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, wenigstens eines Pigments enthält, ausgewählt unter mineralischen Pigmenten, organischen Pigmenten, perlmuttartigen Pigmenten und beschichteten Pigmenten.

12. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß sie wenigstens einen Zusatz enthält, der üblicherweise in Zusammensetzung für Wimpernschminke enthalten ist und ausgewählt ist unter weichmachenden Mitteln, Konservierungsmitteln, Sequestriermitteln, Parfums, Verdickungsmitteln, Ölen, Silikonen, Kohäsionsmitteln, nicht- filmbildenden Polymeren, alkalinisierende oder acidifizierenden Mitteln, Vitaminen und Aminosäuren.

13. Verfahren zur Herstellung einer Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß man:

- in einem ersten Schritt die Bestandteile der Fettphase und gegebenenfalls die fettlöslichen Additive miteinander vermischt;

- in einem zweiten Schritt zu der so erhaltenen Mischung die Füllstoffe und/oder gegebenenfalls die Pigmente und anschließend das (oder die) organische(n), flüchtige (n) Lösungsmittel hinzugibt; und

- in einem dritten Schritt in der resultierenden Mischung die wäßrige Phase dispergiert, welche das (oder die) filmbildende(n) wasserlösliche(n) Polymer(e) und gegebenenfalls die wasserlöslichen Zusätze und/oder aktiven Bestandteile enthält.







IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com