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Dokumentenidentifikation DE4143423C2 12.01.1995
Titel Ultrafiltrationsvorrichtung
Anmelder Jörgens, Klaus, 42111 Wuppertal, DE
Erfinder Jörgens, Klaus, 42111 Wuppertal, DE
Vertreter Rehders, J., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 40210 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 15.04.1991
DE-Aktenzeichen 4143423
File number of basic patent 41122313
Offenlegungstag 22.10.1992
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 12.01.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.01.1995
IPC-Hauptklasse B01D 61/18
IPC-Nebenklasse B01D 63/08   B01D 63/06   B01D 71/02   
Zusammenfassung Ultrafiltrationsvorrichtung mit einer Membran aus einem nicht rostenden Stahl- oder Titandrahtgewebe mit einem Drahtdurchmesser < 0,02 mm, mehr als 2000 Schuß, d. h. mehr als 2000 Maschen je Zoll und mit einer Maschenweite von < 0,004 mm, wobei die Strömungsrichtung des zu filternden Mediums parallel zur Membran verläuft und auf der Membran quer zur Strömungsrichtung Turbulenzen erzeugende Erhöhungen angeordnet sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Ultrafiltrationsvorrichtung zum Abtrennen von sog. Permeat, d. h. hochgereinigter Flüssigkeit als Ultrafiltrationsfiltrat aus einer Flüssigkeit, die in ständigem Fluß durch die Ultrafiltrationsvorrichtung geführt wird. Derartige Ultrafiltrationsvorrichtungen beruhen auf dem Prinzip der Umkehrosmose und können zur Abwasserreinigung, zur Dialyse, zum Keimfreimachen von Luft, zur Meerwasserentsalzung und dergleichen mehr dienen.

Membranen sind die Basis eines jeden Umkehrosmose- oder Ultrafiltrationssystems. Diese Membranen werden üblicherweise aus unterschiedlichen Polymermaterialien, wie Polysulfon oder Zelluloseacetat gefertigt und weisen Poren auf, deren Größe die Durchlässigkeit dieser Membranen bestimmt. Zur Erhöhung der mechanischen Festigkeit werden die Membranen auf der Rückseite mit einem Trägermaterial, z. B. einem Polyethylen-Trägergewebe oder einem Metalldrahtgewebe ausgerüstet.

Die bekannten Ultrafiltrationsvorrichtungen können als Plattenfilter oder als Wickelmodule hergestellt sein.

Ultrafiltrationsvorrichtungen unterscheiden sich von herkömmlichen Filtern dadurch, daß das zu filternde Medium parallel zur Membranoberfläche strömt und aufgrund einer Druckdifferenz zwischen den Membranseiten ein geringer Anteil von Flüssigkeit durch die Membran hindurchtritt, wobei alle die Porengröße übersteigende Bestandteile zurückgehalten werden.

Ein besonderer Anwendungsfall derartiger Ultrafiltrationsvorrichtungen ist beim anodischen oder kathodischen Elektrolackieren von Gegenständen gegeben. Hierbei werden metallische Gegenstände oder Gegenstände, deren Oberfläche elektrisch leitend gemacht ist, mit einer Elektrolytflüssigkeit entgegengesetzt der elektrischen Polarität der Gegenstände in Berührung gebracht, in der etwa 8 bis 23% Festkörper enthalten sind. Durch Anlegen von Gleichstrom kommt es zu einer Elektrokoagulation und die Gegenstände werden gleichmäßig beschichtet. Die Gegenstände werden anschließend gespült, so daß ein gleichmäßiger läuferfreier Film zurückbleibt, der anschließend eingebrannt wird. Dieses Spülen kann mit reinem Wasser erfolgen, führt dann jedoch zu großen, aufzubereitenden Abwassermengen. Daher wird die Elektrolytflüssigkeit ständig über eine Ultrafiltrationsvorrichtung umgepumpt und das Ultrafiltrat, d. h. das Permeat, wird zum Spülen der Gegenstände benutzt. Das mit Elektrolytflüssigkeit angereicherte Spülmittel fließt wieder in das Elektrolytflüssigkeitsbecken zurück, so daß das Elektrolackieren praktisch verlustfrei mit etwa 98% Materialausnutzung durchführbar ist. Hinzu kommt, daß durch das Spülen der elektrolackierten Gegenstände keine Applikationsfehler wie Tropfen und Läufer auftreten können. Auf diese Weise wird ein in sich geschlossenes System unter quantitativer Ausnutzung des Badmaterials erreicht, wobei keine Abwasserprobleme entstehen.

Allerdings muß ein kontinuierlicher Abzug von Ultrafiltrat stattfinden, da das Ultrafiltrat in einigen Fällen als Spülflüssigkeit benutzt wird, der Abzug des Ultrafiltrats der Reinigung des Lackes dient und die Stabilisierung des Bades ermöglicht.

Die z. B. aus der deutschen Offenlegungsschrift 26 29 719 bekannten, hierfür verwendeten Ultrafiltrationsvorrichtungen, die mit Membranen auf Basis von porösen Kunststoffolien arbeiten, lassen keine hohen Flüssigkeitstemperaturen zu, die empfohlene Temperatur liegt bei 30°C, die maximal mögliche Temperatur liegt bei 90°C. Dies führt dazu, daß sich die bekannten Ultrafiltrationsvorrichtungen nicht mit Dampf und/oder Heißluft bei hohen Temperaturen sterilisieren lassen. Des weiteren ist es erforderlich, Reinigungswasser, das mit einer Temperatur von 80° zum Reinigen in Großanlagen benutzt wird, wenn es in Ultrafiltrationsvorrichtungen behandelt werden soll, zunächst auf eine für die bekannten Ultrafiltrationsvorrichtungen erträgliche Temperatur abzukühlen, um es anschließend wieder zu erwärmen. Es liegt auf der Hand, daß dies mit großen Wärmeverlusten verbunden ist.

Da die bekannten Ultrafiltrationsvorrichtungen sehr empfindlich gegen Klumpenbildung oder Agglomerat sind, wodurch die Poren zugesetzt werden, ist die Standzeit derartiger handelsüblicher Ultrafiltrationsvorrichtungen sehr unterschiedlich und kann zwischen einer Standzeit von 0,5 Stunden und 4 Monaten schwanken. Diese Standzeit läßt sich auch nicht durch eine Spülung verlängern, da die bekannten Ultrafiltrationsvorrichtungen nur einseitig durch ein Metalldrahtgewebe abgestützt sind und aufgrund der mechanischen Empfindlichkeit der Membranen keine Rückstromreinigung zulassen. Es ist nur eine Spülung mit bestimmten, die Membran nicht angreifenden Lösungsmitteln in Flußrichtung möglich, die aber wenig wirksam ist. Aus diesem Grunde nimmt die Filterleistung während des Einsatzes stetig ab, so daß eine Ultrafiltrationsanlage bei der Inbetriebnahme stets erheblich überdimensioniert sein muß, um gegen Ende der Filterstandzeit noch eine ausreichende Filterleistung zu erreichen. Schließlich ist auch noch zu erwähnen, daß die Behandlung von Elektrolytflüssigkeit bei anodischen oder kathodischen Elektrolackierung von Gegenständen Probleme mit sich bringt, da die Lackpigmente sehr scharfkantig sind und zu einer schnellen Abnutzung sämtlicher Teile einer Lackieranlage, insbesondere der Membranen in den Ultrafiltrationsvorrichtungen führen.

In der deutschen Patentschrift 26 58 405 ist zwar bereits eine Dialysemembran aus einem sterilisierbaren Material, nämlich einem Stahldrahtgewebe beschrieben, jedoch müssen, die im Strahldrahtgewebe vorhandenen verhältnismäßig großen Poren zunächst durch Elektrolyse und anschließendes Aufdampfen von Metall im Vakuum verengt werden, um die gewünschte Lochgröße zu erreichen. Dieses Verfahren ist nicht nur aufwendig, sondern erlaubt es auch nicht, bei einem Drahtgewebe in kontrollierbarer und wiederholbarer Weise Durchlässe der gewünschten Größenordnung herzustellen. Auch ist die Haftung des durch Elektrolyse bzw. Aufdampfen abgeschiedenen Materials unter den anzuwendenden Drücken und bei den für die Sterilisierung notwendigen Temperaturen problematisch.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Ultrafiltrationsvorrichtung zu schaffen, die eine hohe Resistenz gegen Lösungsmittel und Chemikalien aufweist, eine hohe Temperaturfestigkeit und mechanische Widerstandsfähigkeit zeigt, so daß die Möglichkeit einer Rückstromreinigung, ggf. unter Verwendung von scharfen Lösungsmitteln und der Sterilisation bei Verwendung im medizinischen Bereich gegeben ist. Die Vorrichtung soll sich einfach herstellen und langandauernd einsetzen lassen.

Ausgehend von dieser Aufgabenstellung wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, für die Ultrafiltrationsmembran ein Drahtgewebe aus nicht rostendem Stahl oder Titan mit einem Drahtdurchmesser von weniger als 0,02 mm, mehr als 2000 Schuß, d. h. mehr als 2000 Maschen je Zoll und mit einer durch Flachwalzen oder Flachpressen auf weniger als 0,004 mm verringerten Maschenweite zu verwenden, das parallel zur Strömungsrichtung des zu filternden Mediums angeordnet ist und auf die quer zur Strömungsrichtung Turbulenzen erzeugende Erhöhungen aufgesetzt sind. Vorzugsweise kann das Metalldrahtgewebe mit mehr als 3000 Schuß, d. h. mehr als 3000 Maschen je Zoll und einer durch Flachwalzen oder Flachpressen auf weniger als 0,002 mm verringerten Maschenweite hergestellt sein. Das Metalldrahtgewebe kann in einer oder mehreren aufeinander gelegten oder gewickelten Lagen verwendet werden. Derartige Metalldrahtgewebe werden von der Fa. Weisse und Eschrich, Lauensteiner Str. 20 in 8642 Ludwigstadt hergestellt.

Somit steht eine Ultrafiltrationsvorrichtung zur Verfügung, die aufgrund der Eigenschaften der verwendeten Metalldrähte eine hohe mechanische Festigkeit aufweist. Die Membran ist aufgrund des hohen Elastizitätsmoduls, besonders des Titans wenig verformbar, so daß sich die Maschenweite aufgrund der zwischen den Membranseiten herrschenden Druckdifferenz nicht oder nur geringfügig vergrößert. Die Ultrafiltrationsmembran ist korrosionsfest und temperaturfest, läßt sich also mit beliebigen Lösungsmitteln, Laugen und vielen Säuren behandeln und reinigen sowie bei hohen Temperaturen sterilisieren. Die Ultrafiltrationsmembran ist unempfindlich gegen scharfkantige Pigmente in der beim Elektrolackieren verwendeten Elektrolytflüssigkeit und läßt sich im Gegenstrom reinigen. Vorzugsweise können die auf der Membran quer zur Strömungsrichtung angeordneten, Turbulenzen erzeugende Erhöhungen so angeordnet sein, daß sie sich quer zur Strömungsrichtung über eine größere Länge erstrecken. Auf diese Weise wird der Hauptstrom des zu filternden Mediums parallel an der Membranoberfläche entlanggeführt, jedoch wird ein Zusetzen der Poren durch die Turbulenzen erzeugenden Erhöhungen verhindert. Die Anordnung der länglichen Erhöhungen quer zur Strömungsrichtung trägt dazu bei, sich im Totwassergebiet der Erhöhungen ansammelnde Feststoffe abzuleiten.

Sie können auf die Membran aufgesetzt sein, indem die Membran auf einem rechteckigen oder quadratischen Rahmen mit quer zur Strömungsrichtung verlaufenden Verbindungsstegen angeordnet ist. Allein durch die Druckdifferenz zwischen den beiden Membranseiten ergeben auf der Rückseite angeordnete Verbindungsstege bereits Turbulenzen erzeugende Erhöhungen auf der Druckseite. Vorzugsweise kann die Membran zwischen zwei rechteckigen oder quadratischen Rahmen mit quer zur Strömungsrichtung verlaufenden Verbindungsstegen eingespannt sein, wobei die Verbindungsstege auf der Druckseite niedriger als die Rahmenleisten sein können.

Mehrere Rahmen mit Membranen können parallel zueinander zu einem Plattenfilter angeordnet sein.

Bei einer anderen vorteilhaften Ausführungsform kann wenigstens eine rohrförmige Membran in einem Rohr mit Abstand zur Rohrinnenwand und abgedichtet an den Rohrenden angeordnet sein, wobei die Rohrenden mit Abschlußdeckeln mit je einem Zufluß und einem Abfluß für das zu filternde Medium versehen sein können.

Als Abstandshalter für die Membran kann im Rohr eine an der Rohrinnenwand anliegende zylindrische Schraubenfeder angeordnet sein. Diese zylindrische Schraubenfeder kann bei einem Rohrinnendurchmesser von 80 mm, einen Drahtdurchmesser von 5 mm und eine Steigung von 30 mm aufweisen, so daß sich zwischen den Drahtwindungen ein genügender Zwischenraum zum Sammeln und Ableiten von Permeat ergibt. Die Turbulenzen erzeugenden Erhöhungen können durch Windungen einer in der rohrförmigen Membran an ihrer Innenwand anliegende zylindrische Schraubenfeder gebildet sein. Aufgrund der Steigung der zylindrischen Schraubenfeder bilden die Drahtwindungen einen Winkel zur Strömungsrichtung des zu filternden Mediums, so daß der bereits erwähnte Effekt, nämlich einerseits die Turbulenzbildung und andererseits der Abtransport von sich im Totwassergebiet der Drahtwindungen absetzenden Feststoffen gewährleistet ist.

Die als Abstandshalter dienende zylindrische Schraubenfeder und die die Turbulenzen erzeugende Erhöhung bildende zylindrische Schraubenfeder können mit entgegengesetzter Steigung, d. h. linkgsgängig bzw. rechtsgängig ausgebildet sein.

Die in der rohrförmigen Membran angeordnete zylindrische Schraubenfeder kann bei einem Rohrdurchmesser von 80 mm, ebenfalls einen Drahtdurchmesser von 4 mm und eine Steigung von 30 mm aufweisen.

Das zu filternde Medium kann durch den Innenraum der rohrförmigen Membran in einer schraubenförmig gewundenen Bahn geführt sein, indem der Innenraum der rohrförmigen Membran durch ein spiralig verdrehtes Band ausgefüllt ist, dessen Breite etwa dem Innendurchmesser der rohrförmigen Membran entspricht und das Rohr von Anfang bis Ende durchläuft.

In der Rohrwandung kann wenigstens ein Auslaß für Permeat an dem Rohrende, wo auch das zu filternde Medium austritt, angeordnet sein. Ebenso können mehrere Permeatauslässe entlang der Rohrwandung zwischen den Windungen der zylindrischen Schraubenfeder angeordnet sein.

Der Durchsatz einer rohrförmigen Ultrafiltrationsvorrichtung läßt sich erhöhen, wenn mehrere rohrförmigen Membranen konzentrisch und beabstandet zueinander in einem Rohr größeren Durchmessers angeordnet werden und entsprechend Ein- und Auslässe für zu filterndes Medium und für Permeat angeordnet werden.

Die Erfindung wird nachstehend anhand zweier in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele des näheren erläutert. In der Zeichnung zeigen:

Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine rohrförmige Ultrafiltrationsvorrichtung,

Fig. 2 eine Draufsicht auf ein rahmenförmiges Filterelement und

Fig. 3 einen Längsschnitt durch eine plattenförmige Ultrafiltrationsvorrichtung.

Eine rohrförmige Ultrafiltrationsvorrichtung 1 besteht aus einem Rohr 2, an dessen Enden Flansche 3 angeordnet sind. Auf die Flansche 3 sind Abschlußdeckel 4 abgedichtet aufgeschraubt. Ein Abschlußdeckel 4 ist mit einem Zufluß 5 und der andere Abschlußdeckel 4 mit einem Abfluß 6 für zu filterndes Medium versehen. Eine rohrförmig hergestellte Drahtgewebemembran 7 ist mit ihren umgebördelten Enden abgedichtet zwischen den Flanschen 3 und den Abschlußdeckeln 4 eingeklemmt. Es können mehrere Lagen der Drahtgewebemembran 7 übereinander gewickelt sein. Eine zylindrische Schraubenfeder 8 ist zwischen der Drahtgewebemembran 7 und der Innenwandung des Rohrs 2 angeordnet und dient als Abstandshalter für die Drahtgewebemembran 7 zum Rohr 2. In der rohrförmigen Drahtgewebemembran 7 ist eine weitere zylindrische Schraubenfeder 9 angeordnet, die an der Innenwandung der rohrförmigen Drahtgewebemembran 7 anliegt. Diese zylindrische Schraubenfeder 9 kann eine zur zylindrischen Schraubenfeder 8 entgegengesetzte Steigung aufweisen und bildet die quer zur Strömungsrichtung angeordneten, Turbulenzen erzeugenden Erhöhungen. Die rohrförmige Drahtgewebemembran ist somit zwischen den zylindrischen Schraubenfedern 8 und 9 abgestützt, so daß es möglich ist, einen an sich als Permeatauslaß 10 dienenden Stutzen im Rohr 2 zur Reinigung der rohrförmigen Membran 7 mittels einer im Rückstrom zugeführten Flüssigkeit zu benutzen. Diese Flüssigkeit kann ein Lösungsmittel oder eine Reinigungsmittel enthaltende Flüssigkeit sein. Ebenso ist es möglich, die rohrförmige Drahtgewebemembran 7 über den Stutzen 10 mit Druckluft oder Heißdampf zu beaufschlagen.

Das zu filternde Medium wird über den Zufluß 5 zugeführt und fließt über den Abfluß 6 ab. Aufgrund der Druckdifferenz zwischen der Druckseite der rohrförmigen Membran 7 und dem Zwischenraum zwischen der rohrförmigen Membran 7 und dem Rohr 2 tritt durch die feinen Poren der rohrförmigen Drahtgewebemembran 7 Permeat hindurch und fließt über den Permeatauslaß 10 ab. Im Vergleich zum Durchfluß durch den Innenraum der rohrförmigen Drahtgewebemembran 7 ist der Permeatabfluß 10 sehr gering. So wird bei einer typischen Elektrolackieranlage ein Durchfluß von 12000 l/h Elektrolyt durch die Ultrafiltrationsvorrichtung erreicht, während dabei etwa 80 l/h Permeat gewonnen werden. Diese Menge genügt jedoch, um die beschichteten Gegenstände zu spülen und überflüssige Flüssigkeit abzuscheiden.

Die in Fig. 2 und 3 dargestellte plattenförmige Ultrafiltrationsvorrichtung 11 besteht aus einem Gehäuse 12, in dem Drahtgewebemembranen 15 parallel zueinander angeordnet sind. Die Drahtgewebemembranen 15 können in mehreren Lagen übereinandergelegt sein. Diese Drahtgewebemembranen 15 sind zwischen zwei Rahmen 13, 16 eingeklemmt, die schräg verlaufende Verbindungsstege 14, 17 aufweisen. Die Verbindungsstege 17 dienen der Abstützung der Drahtgewebemembran 15 in der üblichen Durchflußrichtung von der Druckseite zu einem Permeatabfluß 21, während die Verbindungsstege 14 die länglichen, Turbulenzen erzeugenden Erhöhungen bilden. Um den Durchfluß des zu filternden Mediums parallel zu den Drahtgewebemembranen 15 von einem Zufluß 19 zu einem Abfluß 20 zu gewährleisten, ist die Höhe der Verbindungsstege 14 geringer als die der Rahmen 13. Die Verbindungsstege 14, 17 sind schräg angeordnet, um sich im Totwassergebiet der Verbindungsstege 14 absetzende Feststoffe seitlich abzuleiten.

Das durch die Drahtgewebemembranen 15 hindurchtretende Permeat wird über die Permeatabflüsse 21 abgeführt. Diese Permeatabflüsse 21 lassen sich, wie bereits bezüglich der Vorrichtung gemäß Fig. 1 erwähnt, dazu verwenden, die Drahtgewebemembran 15 in Gegenstrom zu reinigen. Im dargestellten Beispiel sind zwei Drahtgewebemembranen 15 in ihren Rahmen 13, 6 parallel zueinander angeordnet. Zur Seitenwand des Gehäuses 12 sind weitere Rahmen 18 vorgesehen, die als Abstandshalter dienen und den Durchfluß des Permeats zu den Permeatabflüssen 21 ermöglichen.

Selbstverständlich läßt sich der in Fig. 2 und 3 dargestellte Plattenfilter durch eine parallele Anordnung einer Vielzahl von Drahtgewebemembranen ausbauen und im Durchsatz vergrößern, so wie dies bereits bezüglich der Ausführungsform gemäß Fig. 1 mit konzentrischen rohrförmigen Drahtgewebemembranen beschrieben wurde.

Das Metalldrahtgewebe weist einen Drahtdurchmesser von weniger als 0,02 mm und mehr als 2000 Schuß, d. h. mehr als 2000 Maschen je Zoll, vorzugsweise mehr als 3000 Schuß, d. h. mehr als 3000 Maschen je Zoll und eine durch Flachwalzen oder Flachpressen auf weniger als 0,004 mm vorzugsweise auf weniger als 0,002 mm verringerte Maschenweite auf und ist damit als Ultrafiltrationsmembran geeignet.


Anspruch[de]
  1. 1. Ultrafiltrationsvorrichtung mit
    1. - einer Ultrafiltrationsmembran (7, 15)
    2. - aus einem nicht rostenden Stahl oder Titandrahtgewebe mit einem Drahtdurchmesser < 0,02 mm, mehr als 2000 Schuß, d. h. mehr als 2000 Maschen je Zoll und mit einer durch Flachwalzen oder Flachpressen auf < 0,004 mm verringerten Maschenweite, die
    3. - parallel zur Strömungsrichtung des zu filternden Mediums angeordnet ist und
    4. - auf der quer zur Strömungsrichtung Turbulenzen erzeugende Erhöhungen (8, 9, 16, 17) aufgesetzt sind.
  2. 2. Ultrafiltrationsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Membran (15) auf einem rechteckigen oder quadratischen Rahmen (16) mit quer zur Strömungsrichtung verlaufenden Verbindungsstegen (17) angeordnet ist.
  3. 3. Ultrafiltrationsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Membran (15) zwischen zwei rechteckigen oder quadratischen Rahmen (13, 16) mit quer zur Strömungsrichtung verlaufenden Verbindungsstegen (14, 17) eingespannt ist.
  4. 4. Ultrafiltrationsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsstege (14) auf der Druckseite niedriger als die Rahmenleisten (16) sind.
  5. 5. Ultrafiltrationsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Rahmen (13, 16) mit Membranen (15) parallel zueinander zu einem Plattenfilter (11) angeordnet sind.
  6. 6. Ultrafiltrationsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine rohrförmige Membran (7) in einem Rohr (2) mit Abstand zur Rohrinnenwand und abgedichtet an den Rohrenden angeordnet, die Rohrenden mit Abschlußdeckeln (4) mit je einem Zufluß (5) und einem Abfluß (6) für das zu filternde Medium versehen sind.
  7. 7. Ultrafiltrationsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß im Rohr (2) ein Abstandshalter für die Membran (7) in Form einer an der Rohrinnenwand anliegenden zylindrischen Schraubenfeder (8) angeordnet ist.
  8. 8. Ultrafiltrationsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die zylindrische Schraubenfeder (8) bei einem Rohrinnendurchmesser von 80 mm, einen Drahtdurchmesser von 4 mm und eine Steigung von 30 mm aufweist.
  9. 9. Ultrafiltrationsvorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß in der rohrförmigen Membran (7) eine an der Membraninnenwand anliegende zylindrische Schraubenfeder (9) angeordnet ist.
  10. 10. Ultrafiltrationsvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die in der rohrförmigen Membran (7) angeordnete zylindrische Schraubenfeder (9) linksgängig und die zwischen der Membran (7) und der Rohrinnenwand angeordnete zylindrische Schraubenfeder (8) rechtsgängig ist bzw. umgekehrt.
  11. 11. Ultrafiltrationsvorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die in der rohrförmigen Membran (7) angeordnete zylindrische Schraubenfeder (9) bei einem Rohrdurchmesser von 80 mm, einem Drahtdurchmesser von 4 mm und eine Steigung von 30 mm aufweist.
  12. 12. Ultrafiltrationsvorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenraum der rohrförmigen Membran (7) durch ein spiralig verdrehtes Band ausgefüllt ist.
  13. 13. Ultrafiltrationsvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß in der Rohrwandung wenigstens ein Auslaß (10) für Permeat angeordnet ist.
  14. 14. Ultrafiltrationsvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere rohrförmige Membranen (7) konzentrisch und beabstandet zueinander in einem Rohr (2) angeordnet sind.
  15. 15. Ultrafiltrationsvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Lagen der Membranen (7, 15) aufeinander gelegt oder gewickelt sind.






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